Taktische Taschenlampe

  • Zitat von witchcraft;293951

    Taktisch sehe ich eine Taschenlampe an die


    Eine mehr als ausreichende, sehr hohe Leuchtkraft hat, um einen Opponenten nachhaltig zu blenden
    Stabil genug ist um auch (je nach Größe) als Hieb- und/oder Stoßwaffe benutzt werden zu können
    Im Idealfall vorne Zacken oder ähnliches aufweist umd waffentauglicher zu sein


    Sowas hab ich. Für mich ist das eine ganz gewöhnliche Taschenlampe, nicht mehr und nicht weniger. Der Lichtkegel ist fokussierbar und der Preis war mit etwa 6€ inclusive Lieferung aus dem Land des Lächelns auch ok.


  • Vielen Dank für den guten Post!


    Habt ihr einen konkreten Vorschlag für eine Lampe, die diese Spezifikationen erfüllt? AAA oder AA Batterien wäre noch nett.

  • Hi,


    ich bin noch etwas in mich gegangen und habe genauer darüber nachgedacht, was ich eigentlich brauche.


    • So leicht und klein dass man sie immer mitführen kann.
    • Sie muss sich einhändig hinten mit dem Daumen im Eispickelgriff einschalten lassen.
    • Stroboskop Effekt, um die Irritation zu erhöhen. Der Strobo Effekt sollte mit einem Klick einschaltbar sein.


    Als Ergebnis kamen bisher diese zwei Lampen heraus.

    • Klarus XT1C
    • Nitecore P05


    Beide Lampen liegen mit ca. 10cm Länge in einem EDC tauglichem Format vor. Die Fenix PD32 dürfte da mit knapp 13cm etwas zu lang sein. Gut, mit 10cm Länge kann man sie nur schlecht als "Schlagverstärker" verwenden, da sie kaum aus der Faust herausragt. Bei beiden Lampen ist der Stobo Effekt mit einem Klick aktivierbar.


    Was meint ihr? Welche der beiden Lampen würdet ihr bevorzugen? Vom Preis her liegen beide sehr dich beieinander (ca. 55 bzw. 58 EUR)

  • Ne Taschenlampe für über 50 Euro? Meine bessere Hälfte würde mich killen. Für ein Zehntel des Preises gibt es brauchbares im Netz. Bestell dir zwei preiswerte und geh vom Rest der Kohle mit deiner Frau essen. Glaub mir, da hast du echt mehr von.

  • Zitat von preppinoob


    Als Ergebnis kamen bisher diese zwei Lampen heraus.


    • Klarus XT1C
    • Nitecore P05


    Welche von den beiden besser ist, hängt davon ab, was Du mit der Lampe machen willst. Ich denke von der Qualität her schenken sich beide nicht viel.
    Vielleicht hiflt Dir der Vergleich des Lichtstroms der beiden Lampen weiter (beide Lampen mit CR123 Batterien):


    [TABLE="width: 700"]

    [tr]


    [td]

    Klarus XT1C

    [/td]


    [td]

    Nitecore P05

    [/td]


    [/tr]


    [tr]


    [td]


    • High Mode: 245 Lumens (1h)
    • Medium Mode: 60 Lumens (4h)
    • Low Mode: 4 Lumens (70h)


    [/td]


    [td]


    • High Mode: 420 Lumens (45min)
    • Medium Mode: 170 Lumens (2h 15min)
    • Low Mode: 60 Lumens (4h 15min)


    [/td]


    [/tr]


    [/TABLE]


    Der Lichtstrom ist natürlich nur eine Eigenschaft der Lampe. Trotzdem würde ich mir mal überlegen, ob ich eher eine möglichst helle Lampe möchte oder eine, die möglichst lange Licht gibt. Da gibt es nämlich bei Deinen ausgewählten Taschenlampen grosse Unterschiede: Die Klarus ist auf allen Stufen weniger hell, dafür hat sie auf der untersten Stufe nur einen Lichtstrom von 4 Lumen dies aber für 70 Stunden. Bei der Nitecore ist die unterste Stufe wesentlich heller, allerdings ist nach 4 Stunden Schluss mit Licht.
    Bei der Nitecore finde ich die Batteriestatusanzeige noch nett...


    Wenn ich eine der beiden Lampen für meinen BOB kaufen müsste, würde ich mir glaube ich die XT1C von Klarus kaufen da ich eher möglichst lang Licht möchte als möglichst starkes. Allerdings habe ich schon eine Nitecore Lampe und bin mit der sehr zufrieden. Mit Klarus habe ich keine Erfahrung...

  • Zitat

    Welche von den beiden besser ist, hängt davon ab, was Du mit der Lampe machen willst.


    Ich sage mal so. Sie soll für den städtischen Einsatz sein. Das große Stichwort lautet "Sicherheit". Auf der einen Seite soll der dunkle Park ein wenig ausgeleuchtet werden, auf der anderen Seite soll damit auch ein möglicher Angreifer geblendet werden, damit man sich ein paar Sekunden Zeit verschaffen kann. Als dritter Anwendungsfall wäre noch das "auf sich aufmerksam machen" zu nennen.


    Zitat

    Ne Taschenlampe für über 50 Euro? Meine bessere Hälfte würde mich killen. Für ein Zehntel des Preises gibt es brauchbares im Netz.


    Für alternative Produkte bin ich dankbar. :rolleys:

  • Zitat von drudenfuss;294054

    Ne Taschenlampe für über 50 Euro? Meine bessere Hälfte würde mich killen. Für ein Zehntel des Preises gibt es brauchbares im Netz. Bestell dir zwei preiswerte und geh vom Rest der Kohle mit deiner Frau essen. Glaub mir, da hast du echt mehr von.


    Tja, jeder hat das passende Weib, dass zu ihm passt. :Cool: Meine würde auch ein Lamperl haben wollen und dafür lieber selber kochen. :lachen: Ich bemerke einen merkbaren Strom von meiner Ausrüstung in Richtung Weib und bin froh darüber. Aber im Ernst: du meinst, 5-Euro Lampen sind brauchbar? DAS kann ich mir nicht vorstellen, ohne minderwertige Materialien, Kinderarbeit oder Frauenausbeutung.

  • Zitat

    Ne Taschenlampe für über 50 Euro? Meine bessere Hälfte würde mich killen. Für ein Zehntel des Preises gibt es brauchbares im Netz. Bestell dir zwei preiswerte und geh vom Rest der Kohle mit deiner Frau essen. Glaub mir, da hast du echt mehr von..


    Nun, es ist ja auch eine Frage der Einstellung. Manche geben viel Geld für Dinge aus, für die andere nicht einen Cent hinlegen würden. Und es ist eine Frage des Geldes, was man zur Verfügung hat. Es gibt mehrere Wahrheiten. Ich kaufe mir so eine Lampe, gehe trotzdem essen, fahre dafür nur ein kleines Auto, oder so.

  • Zitat von Bingo;294080

    Nun, es ist ja auch eine Frage der Einstellung. Manche geben viel Geld für Dinge aus, für die andere nicht einen Cent hinlegen würden. Und es ist eine Frage des Geldes, was man zur Verfügung hat. Es gibt mehrere Wahrheiten. Ich kaufe mir so eine Lampe, gehe trotzdem essen, fahre dafür nur ein kleines Auto, oder so.


    Manchmal wird die Zuverlässigkeit der eigenen (billigen) Ausrüstung überschätzt. Ist mir auch einmal so gegangen, bei einer Gamsjagd wurde es früh finster und dann ist mir so eine gottverdammte Billigfunzel krepiert.
    Das hat mir eine unfreiwillige Freilandübernachtung im November beschert, da der Abstieg in diesem Gelände ohne Licht zu gefährlich war.
    Seither tendiere ich eher zur > 50 € Lampe, weil mir bewusst ist, davon kann mein Leben abhängen.

  • Zitat von Varminter;294085

    ...
    Seither tendiere ich eher zur > 50 € Lampe, weil mir bewusst ist, davon kann mein Leben abhängen.


    Vor der Revolution (ich nenne das mal so, für mich ist es eine) der LED-Technik, war die Maglite Taschenlampe in dieser Preiskategorie angesiedelt und genoss einen guten Ruf, den ich nie nachvollziehen konnte. Ähnlich wie dem des Löwen-Messers bei den Taschenmessern.


    Heute bekommt man gute Sachen auch für weniger Geld, aber für Peanuts ist Qualität nicht zu haben, logisch. Unter 50€ geht auch, aber für 6€ kann man nur Lampen erwarten, mit denen man im Haushalt operieren kann. Für Prepper keine Option. Meine Meinung.

  • Eine echte "Revolution" hat - meiner Ansicht nach - die LED-Technik im Bereich der (dynamobetriebenen) Fahrradbeleuchtung bewirkt. Hier gab es Jahrzehnte lang nur Alibi-Funzeln, mit denen man vielleicht, eventuell und im zappendustern gesehen werden konnte. Von einer brauchbaren Ausleuchtung des Fahrweges war man weit entfernt. Und wäre die völlig veraltete und unnötige Begrenzung auf 6V/3W bei Fahrraddynamos einfach mal auf 12V/6W angehoben worden, hätte man inzwischen echte Scheinwerfer am Rad. Nein, das bisschen nötige Mehrleistung auf den Pedalen würde man nicht wirklich in den Beinen spüren. Da verlieren viele schon deutlich mehr durch unpassenden Luftdruck.


    Die Faszination einer Maglite habe ich auch nie nachvollziehen können. Bis auf eine sehr kleine, die ich in Anfang der 90'er mal als Schlüsselbund-Lampe hatte, fand ich die Dinger immer massiv überbewertet und überteuert. Allerdings waren andere Lampen meist einfach noch deutlich schlechter.


    Warum man allerdings in den Bergen und dann auch noch bei einer Jagd seine Sicherheit von einer Billigfunzel abhängig macht, verstehe ich nicht ganz. N' Gewehr für hunderte € mit sich rumtragen, aber die Lampe darf nix kosten?
    Ich habe selbst beim abendlichen Spazierengehen eigentlich immer zwei Lampen dabei: In der Hand oder in der Jackentasche einen meiner Flutlicht Chinaböller mit 4*18650 und meine Fenix E15 von 2012 am Schlüsselbund. Letztere benötigt zwar zwingend (eine) CR123-Batterie, macht damit aber auf der höchsten Stufe dermaßen viel Licht, das es einfach nur erstaunlich ist. Das Ding ist immer am Schlüsselbund und daher fast immer mit dabei. Optisch nach 4 Jahren nicht mehr die Schönste, aber technisch absolut zuverlässig.

  • [QUOTE=Porken;294104]
    Warum man allerdings in den Bergen und dann auch noch bei einer Jagd seine Sicherheit von einer Billigfunzel abhängig macht, verstehe ich nicht ganz. N' Gewehr für hunderte € mit sich rumtragen, aber die Lampe darf nix kosten?
    QUOTE]


    Lieber Kollege,


    ich bin aus einer Generation, die noch mit Blechtaschenlampen und Flachbatterien drinnen herum lief... weil es nix anderes GAB. Hätte ich damals schon schöne Petzl-Stirnlampen oder Surefiredingsbums kaufen können, hätte ich es auch gemacht.


    Wie ich auch schrieb, in Erinnerung an dieses Desaster tendiere ich heute zu Qualitätslampen > 50 Euro, also wohl das, was du auch vorziehst.


    Und was ich auch dazugelernt habe: immer ZWEI der Dinger am Berg und auf der Jagd mitnehmen.

  • Hi!


    In meiner Jugend war Maglite das beste und hochwertigste was man kaufen konnte an Taschenlampen.


    Gab damals nichts besseres, heute ist das anders.


    lg ric




  • Ja, genau, ich erinnere mich noch, wie ich erstmals eine Maglite in den Händen hatte, wie solid und wertig sie mir vorkam im Vergleich zu den Blechdoserln mit Flachbatterie drinnen. :lachen:

  • So, ich habe mir noch mal Gedanken gemacht.


    Meine Anforderungen sehen so aus


    Einsatzgebiet = Urbanes Umfeld.


    In diesem Umfeld möchte ich mögliche Gefahren frühzeitig erkennen und im Falle des Falle mit mit der Blendwirkung der Taschenlampe ein paar Sekunden verschaffen, in denen ich geeignete Maßnahmen treffen kann. Dies stellt an die Taschenlampe 3 Forderungen

    • Die Größe: Sie muss so klein sein, dass ich sie immer dabei haben kann. Dafür sind 10cm Länge schon ganz gut. Bei 13cm wird es schon eng, da die Länge wohl nicht in die Oberarm-/Unterarmtasche der Jacke passen wird. Außerdem besteht bei größeren Taschenlampen die Gefahr, dass sie sich in der Jacken- /Hosentasche verkanten, wenn ich sie schnell parat haben möchte. Sie muss also absolut EDC tauglich sein! Bei 10cm länge dürfte sie bei einem Schlag (Hammerfist) auch noch etwas Impact geben.
    • Die Leuchtweite: Ich möchte mit der Taschenlampe das nähere Umfeld (20-30m) zuverlässig ausleuchten können, um dort mögliche Gefahren frühzeitig zu erkenne. Dafür brauche ich keinen breiten Strahl. Ein heller Spot dürfte reichen, um das Gebüsch und die Bäume der dunklen Park auszuleuchten.
    • Eine hohe Blendwirklung: Sollte ich wider erwarten in eine Gefahren Situation kommen, möchte ich den Gegner mit der Taschenlampe blenden können. Dafür möchte ich schnell auf einen Strobomodus zugreifen können.


    Die Leuchtdauer ist dabei nur zweitrangig, da ich die Batterien immer wechseln kann.


    Unter den Gesichtspunkten finde ich gerade die Nitecore P05 sehr passend für mich. Klein, hell und Strobe Ready!

  • preppinoob
    Vlt. ist die Sentinal EDC-T dann was für dich.
    Was mich an dem Teil in Bezug auf Selbstverteidigung überzeugt, ist die Bauform. Sie wird wie ein Pfefferspray gehalten und benutzt.
    Ansonsten sehr teuer. Auf YT gibt es ein Video, in dem die Funzel vorgestellt wird. In der Einleitung meint der Darsteller, die Lampe 2x zerstört zu haben:


    1. Durch die Benutzung von Akkus statt CR123 Batterien
    Seine "Erklärung": "Akkus schicken zu viel Strom raus." Ok, Ahnung hat er von Elektrotechnik nicht, sonst würde er nicht so dummes Zeug erzählen. Wenn tatsächlich der Gebrauch eines Akkus, statt einer Batterie die Lampe zerstört hat, taugt sie nichts.


    2. Durch Verpolung der Batterien hat er die Lampe zerstört.
    Wenn eine so hochpreisige Lampe keinen Schutz gegen das falsch herum Einlegen der Batterien hat, taugt sie nichts.


    Vorweg: Beides glaube ich nicht in der Preisklasse, sonst würde ich die Lampe gar nicht erwähnen, ich glaube eher, der Autor taugt nichts. Trotz der beiden Debakel empfiehlt er noch das Teil. Wäre mir das so passiert, ich hätte vor der Lampe gewarnt!


    Mir ist sie zu teuer, aber innovativ ist sie schon. Vielleicht setzt sich die Bauform ja durch. Eine Kombination aus Pfefferspray und Lampe in einem Gehäuse könnte ich mir auch gut vorstellen.

  • Zitat von Bingo;294160

    preppinoob
    Vlt. ist die Sentinal EDC-T dann was für dich.
    Was mich an dem Teil in Bezug auf Selbstverteidigung überzeugt, ist die Bauform. Sie wird wie ein Pfefferspray gehalten und benutzt.
    Ansonsten sehr teuer.


    Danke für den Tipp. Die Idee ist schon gut. Allerdings ist mit die Lampe etwas zu klobig. Für mich ist sie durch die Maße und den abgewinkelten Kopf nicht EDC tauglich. Mit 160€ auch viel zu teuer.



    Zitat von Bingo;294160


    Eine Kombination aus Pfefferspray und Lampe in einem Gehäuse könnte ich mir auch gut vorstellen.


    Eigentlich habe ich gedacht, dass es so etwas schon gibt. Das wäre doch perfekt.

  • Ich würde Dir eine Baton Series von Olight empfehlen:


    AA: https://www.yonc.ch/lampen/tas…1a-baton-led-taschenlampe


    CR123: https://www.yonc.ch/lampen/tas…ton-mini-led-taschenlampe


    Ich habe ein älteres Modell davon. (CR123) in meinem Bailout Bag im Auto. Habe ich schon mehrmals auf Patrouille als Ersatzlampe gebraucht, wenn meine Dienstliche ein Problemchen hatte. So klein, dass du sie schlicht vergisst. Aber wenn du auf den Knopf drückst, geht die Sonne auf. Würde sie jederzeit wieder kaufen.

    Advena et peregrinum