Thermos Cooking

  • Sehr interessantes Thema. Suche nach der Möglichkeit die Effizienz beim Kochen/ Backen zu erhöhen.


    Gibt es so ein Vakkumkocher als Gerät mit integrierter Heizwendel (ideal wäre 12v) um die Garzeit kürzer zu halten?

  • Ist mir nicht bekannt. Klingt aber grundsätzlich interessant. Technisch wäre es sicher machbar, wenn auch mit kleineren Nachteilen verbunden:

    * etwas geringerer Wärmeerhalt durch die Durchbrüche für die Stromversorgund und den Heizwendel

    * höheres Gewicht

    * während des Erwärmens nicht mehr mobil


    Ich kann mir vorstellen, dass v.a. der letztere Grund dazu geführt hat, dass es so etwas nicht (?) gibt.

  • Gibt es so ein Vakkumkocher als Gerät mit integrierter Heizwendel (ideal wäre 12v) um die Garzeit kürzer zu halten?

    durch ein Vakuum wird zwar der Siedepunkt herabgesetzt, wie soll aber dadurch die Garzeit kürzer werden?

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • In diesem Falle geht es nicht um Vakuum, welches auf den Zutaten "lastet", sondern um das Vakuum im Behälter drumherum...!


    Das sorgt ja für wenig Energieverschwendung, und darum geht es!


    Induktion wäre schön machbar, allerdings ist die auch nicht sehr effizient....zumindest in dem Bereich wo mehr Abstand herrscht, also durch zB. 2xGlas mit Hohlraum der dann im Inneren des Behälters ein Stahlplättchen erwärmt.....


    Dann schon eher von oben durch den Deckel mittels Heizelementes


    Gruß EZS

  • Wäre es bei all diesen technisch aufwendigen Lösungen nicht einfacher die Suppe oder was auch immer auf einen Kocher zu stellen und ganz einfach zu erhitzen?

    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.

    Benjamin Franklin

  • ....klar, dann hätte ich noch mit der Effizienzsteigerung mittels Lamellenwärmetauschers am Topfboden angefangen, oder mit einem Schnellkochtopf mit dem sich auch Zeit und Energie sparen lässt....


    Hier geht es aber ja um ein praktikabel-passives Verfahren, um möglichst effizient sein Essen durchzugaren!


    Gruß EZS

  • ....klar, dann hätte ich noch mit der Effizienzsteigerung mittels Lamellenwärmetauschers am Topfboden angefangen, oder mit einem Schnellkochtopf mit dem sich auch Zeit und Energie sparen lässt....


    Hier geht es aber ja um ein praktikabel-passives Verfahren, um möglichst effizient sein Essen durchzugaren!


    Gruß EZS

    Vergiss aber nicht die erforderliche App zur Temperaturkontrolle und das eigens erstandene Solarmodul mit Spannungswandler welches einzig dafür zu gebrauchen ist. Wahlweise geht auch eine Windturbine wenn man auf Atomstrom verzichten möchte.

    Der Lamellenwärmetauscher sollte aber mindestens aus hochlegiertem Wolfram bestehen.

    Und keinesfalls das Windows 400 Programm vergessen damit man sich nicht den Mund bein Essen verbrennt.


    Ich habe für den Fall dass die Mahlzeit nicht lauwarm genossen werden kann einen Notkocher71 immer im Auto.

    Funktioniert sehr einfach: Deckel auf, Streichholz dran, Topf druff...

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    Benjamin Franklin

    Einmal editiert, zuletzt von Jaws ()

  • Induktion wäre schön machbar, allerdings ist die auch nicht sehr effizient....zumindest in dem Bereich wo mehr Abstand herrscht, also durch zB. 2xGlas mit Hohlraum der dann im Inneren des Behälters ein Stahlplättchen erwärmt.....

    Ich meinte induktive Stromübertragung, wie bei der Handyladung. Aber zwei dünne Kabel werden den Verlust auch nicht so nach oben treiben... Kann ja eine Dockingstation wie beim Wasserkocher sein, damit es schön praktikabel ist.


    Mein ziel ist ja 1 MWh Jahresverbrauch beim Strom und da ich schon sehr viel optimiert habe, bleibt nur noch das Thema Kochen/Backen, wo es ja keine A+++ Geräte gibt, da technologiebedingt ja der fast Strom 1:1 in Wärme umgesetzt wird.


    Gedämmtder Backofen wäre auch noch so ein Wunsch. Das Ding heißt ja gerade bei längeren Backzeit primär den Raum.

    Wenn der wie ein Edelstahl-Vakkumbehälter aufgebaut wäre, würde vermutlich weniger als 1/4 der Energie bednötigt werden.

    Im Krisenfall könnte man da mit 20A @12V gut backen und ist nicht auf Vorräte an Gas angewiesen.

  • durch ein Vakuum wird zwar der Siedepunkt herabgesetzt, wie soll aber dadurch die Garzeit kürzer werden?

    In dem man so ein Behätnis als hochdruck Kessel nimmt, Sachen rein, zudrehen, warm machen, aufpassen das nix explodiert, guten appetit :-)

    "Derjenige, der zu Fuß unterwegs ist und alles dabei hat,

                                                          Um überall bei jedem Wetter zu campen.

                                                                                    Ist der unabhängigste Mensch auf Erden."

                                                                                                                                                                              Horace Kephart, 1904


    Gruß AlienTF/Alex

  • bei einem Vakuum is der Druck doch unter 1000hPa und bei einem Druckkochtopf über 1000 hpa , als Beispiel, oder ?

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    Gruß AlienTF/Alex

  • Richtig, aber warum gibt es denn keine gut gedämmten backöfen d.h. min. 10cm Dämmung?

    Mit steinwolle wäre ja auch hohe Temperaturen möglich

    Einmal editiert, zuletzt von Traumgarten ()

  • Mit steinwolle wäre ja auch hohe Temperaturen möglich

    dann doch lieber gleich Keramikfasermatten, die halten bis zu 1600°C aus.

    aber wer braucht schon so hohe Temperaturen im Backofen.

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • Traumgarten ja, wir reden von dem gleichen....


    Du möchtest per Induktion DURCH das doppelte Glas UND Vakuum dazwischen IM Behälter das Essen warm machen....

    Das wird denke ich problemlos möglich sein, zumindest wenn die Bedampfung im Kolben das nicht verhindert!


    Allerdings entstehen durch die Induktion Verluste auf Seiten der ABGEBENDEN Spule(und nicht zu knapp), und genau da willst du sie ja nicht haben.....


    Deshalb meine Idee durch den Deckel mittels zB.

    PTC Heizelement als "Sonde" die Hitze direkt ins Gargut zu bringen!


    Der Deckel ist ja eh die Schwachstelle im System....da kann man auch gleich den Strom einleiten....


    Die Effizienz des PTC ist dann ja gleich 100% und dadurch, dass die Thermoskanne kaum energie verliert ist das System sehr effizient!


    Ich werde mal einen Versuch mit einem Aquarium Heizer machen....

    Glaube der hat 15W

    Wenn der Wärmeverlust der Isokanne kleiner als 15W ist müsste die Temperatur ja bis zum Kochen ansteigen....richtig?!


    Gruß EZS

  • So... Thermoskanne von Bodum...eine besserer.


    Input: 17,3W per Heizstab

    Starttemperatur 40Grad C

    Startzeit 20.55uhr

    Volumen 0,52l


    Deckel einfach so gut es geht zusammen mit der Sonde und dem Heizstab reingestopft....


    Temperaturmessung erfolgt mittig, aber am Rande.

    Der Heizstab steht unten auf.


    IMG_20201230_205308.jpgIMG_20201230_205257.jpgIMG_20201230_205333.jpgIMG_20201230_210324.jpgIMG_20201230_205250.jpg


    So...nach 10 min sind wir bei 51 Grad C

  • ...ich hoffe, ich werd heut noch fertig....

    und der olle Heizstab hält auch Kochtemperatur aus.....ist ja nur nen PVC Kabel dran, und kein Silikon...


    Ich überlege noch, ob ich es wie die Briten mit ihrem Tee mache, und etwas Fett (AKA Yakmilch) oben aufs Wasser packe....damit das nicht so schnell auskühlt....


    Nen Korkproppen wäre noch eine Alternative....


    Umgebungstemperatur = +22Grad


    21.20uhr = 55Grad C

    Ich stelle mal auf Minuten um:


    30 Min = 57Grad = +17Grad

    40 Min = 60Grad = +20Grad

    50 Min = 64Grad = +24Grad

    Leistungsaufnahme des Heizstabes reduziert sich auf 16,3W...wird wohl hochohmiger durch den Temperaturanstieg

    60Min = 67Grad = +27Grad

    0,017KWh Stromverbrauch

    1H45Min = 80Grad = +40Grad

    0,030KWh Stromverbrauch

    2H00Min = 83Grad = +43Grad

    0,034KWH Stromverbrauch

    Leistungsaufnahme des Heizstabes wieder bei 17,2W.... interessant

    2H30Min = 87Grad = +47Grad

    0,043KWH Stromverbrauch

    Noch keine Siedegeräusche zu hören, nur eine leichte Dampffahne am Deckel....

    3H00Min = 90Grad = +50Grad

    0,051KWH Stromverbrauch

    Immer noch keine Siedegeräusche..... Entweder mein Messgerät geht falsch, oder wir haben ein Hochdruckgebiet hier bei ca 59M uber NN....

    Edith sagt.... Siedetemperatur Wasser liegt doch bei über 99Grad auf unserer Höhe....

    3H30Min = 93Grad = +53Grad

    0,060KWH Stromverbrauch

    Wenn man die Hand über die Flasche hält merkt man deutlich die aufsteigende Wärme und Feuchtigkeit!

    4H00Min = 95Grad = +55Grad

    0,068KWH Stromverbrauch

    Kurz reingeschaut...minimale Blasenbildung am Heizstab


    Mal ein kurzes Zwischenfazit....

    - Selbst mit einer recht überschaubaren Leistung lässt sich der halbe Liter problemlos aufheizen.....bei 10Grad Aussentemperatur, oder bei 0 Grad ist das Temperaturgefälle natürlich noch größer, aber auf 12V umgerechnet sind wir grade mal bei knapp 1,5A!


    - ich behaupte mal frech.... Nach ca 90Min und dann ca 75Grad wären die Nudeln gar gewesen....

    Natürlich muss man im schlimmsten Fall mit Wasser und Nudeln bei Aussentemperatur anfangen, aber wenn ich jetzt nen zB 100WP Modul im Winter bei zumindest heiterem Wetter nach dem Frühstück Richtung Sonne ausrichte dürften mittags die Nudeln trotzdem warm und durch sein.....


    Das lässt doch hoffen!


    Gruß EZS

  • Danke fürs Testen.


    Wenn man mit 10A statt 1.5A @12v versorgt, sollte kaltes Wasser nach ner Stunde kochen.


    Oder @20A dann in ner halben. Kaffee kann man aus ner 12V blei also problemlos kochen.