Tragbare Stromversorgung gesucht - eure Erfahrungen

  • Hallo Leute,


    ich benötige ein tragbares Energiesystem.


    Ich möchte damit Handys und Batterien laden (bisher AA und AAA)


    Sehe ich das richtig, dafür benötige ich ein tragbares Solarmodul, eine Powerbank und ein Ladegerät wo über USB geladen werden kann. Habe ich etwas vergessen, gibt es noch eine sinnvolle Ergänzung?


    Mit welchen Komponenten habt ihr gute Erfahrungen gemacht?


    In der Suchfunktion bin ich nur bedingt fündig geworden.


    Wäre euch dankbar für ein paar Tipps


    Danke und Grüße


    Bastian

  • Die GoalZero Panels sind gut und robust, ich habe das 7W und 13W. Da kannst du deine Powerbank über USB auch direkt laden.


    Was das Laden von AAA und AA Akkus über USB angeht, hat mich das Ergebnis enttäuscht, es dauert ewig lange. Ich habe daher die meisten meiner mobilen Sachen (Stirnlampe, Ebook-Reader, GPS-Uhr usw.) daraufhin ausgesucht, dass man sie direkt an USB laden kann.

  • Für meine Akkus verwende ich seit einiger Zeit ein Xtar VC2+. Es hat einen USB eingang, 2 Ladeschächte für Li-Ion oder NiMh Akkus und kann auch als Powerbank verwendet werden den es hat auch einen USB Ausgang.

    Bei den üblichen Powerbänken habe ich das Problem das sie nicht gleichzeitig geladen und entladen werden können.

  • Die grosse Xiaomi Powerbank kann durchladen...

    Allerdings kommt ihr mit den krüppeligen 7 oder auch 13 oder auch ähnlich watt nicht weit!


    Zu 60% des Jahres und zu 50% des Tages geht schon mal nix!


    Alles schön gedacht, aber insgesamt ist die Dauernutzbarkeit solcher pimmeligen Systeme eher unterdurchschnittlich!

  • Endzeitstimmung, diese Panels hatte ich im Urlaub auf meiner Wandertour dabei (insgesamt 20W mit dem Sherpa 50 LiPo-Akku), das hat gereicht für GPS-Uhr, Smartphone, Ebook-Reader und Handfunkgerät. Auf der Motorradtour hatte ich nur das 13W Panel hinten auf der Gepäckbrücke, weil ich kein Funkgerät mit hatte, und auch das hat gereicht. Ich hatte nicht nur selber genug, sondern konnte auch Strom an andere Leute mit Smartphone ohne eigenen Strom abgeben. Diese Touren waren im Juli bzw. August. Bei diesen Anlagen habe ich nun den Schwerpunkt auf Tragbarkeit gelegt, und dass ich damit die Sachen laden kann, die ich unterwegs dabei habe. Von Mai bis Oktober hast du eine gute Chance, dass es damit geht.

  • Danke für eure Meinungen und Tipps,


    Habe mir jetzt mal ein Anker Solarpanel

    und eine Powerbank und das Xta Ladegerät bestellt.


    Mal schauen ob es für meine Zwecke passt.


    Ich habe ja noch meine "Insel-Anlage" im Bus (250Wp Solarpanel und 230 Ah Batterie), ich bin immer wieder erstaunt wie Effizienz Sonnenenergie ist.


    Grüße


    Bastian

  • Weltengänger

    Deine Aussage deckt sich ja völlig mit meiner!


    Ich mache nur darauf aufmerksam das der elektrisch unbewanderte meinen

    könnte, er wäre jetzt das ganze Jahr autark mit seinem modülchen, und der 20000mah Powerbank!


    P.s.: Ich bin immer wieder aufs höchste erstaunt das es offenbar eine Menge Leute gibt die die horrende Kohle für dies Goal Zero Zeug auf den Tisch blättern! Unglaublich was die für ihren Prüll für Preise aufrufen!

  • Wir haben bei unserem Pfingsturlaub in einer quasi stromlosen Selbstversorgerhütte letztes Jahr gute Erfahrungen mit einem 40W-Faltmodul und einr 10.000mAh Powerbank gemacht. Es galt 3 Smartphones und ein Tablet zu versorgen.

    Das Solarmodul ist schon etwas älter (war mal beim Auto-Tuning-Teile-Händler D&W im Angebot und wurde dort sehr günstig abverkauft) und liefert 13...14V an einer Zigarettenanzünderbuchse. Damit kann man eine Autobatterie direkt laden, bei strahlendem Wetter funktioniert sogar eine thermoelektrische Kühlbox direkt am Solarmodul.

    In die 12V-Buchse des Solarmoduls stöpselte ich einen USB-5V-Autoadapter und lud damit tagsüber die USB-Powerbank. Über Nacht hingen dann 1-2 Geräte an der Powerbank zum Laden dran. War die Powerbank voll, konnten wir natürlich die Handys auch direkt am Modul (über den USB-Autoadapter) laden. Fürs Laden von AA- und AAA-Akkus nehme ich ein Ultraschnell-Ladegerät von Ansmann (DigiSpeed 4). Das hat ein Kühlgebläse für die Akkus und lädt mit 1.700 (AA) bzw. 750mA (AAA) - d.h. die Akkus sind in 1h wieder voll. Das ist zwar auf Dauer nicht förderlich für eine lange Akkulebensdauer, aber es passt gut zu der Verfügbarkeit von Solarstrom, wenn man outdoor unterwegs ist. Da kann man auch bei Aprilwetter eine kurze Sonnenphase effektiv nutzen und bekommt die Akkus z.B. in einer Ruhepause beim Wandern wieder voll.


    Brunnen.jpg Stromtankstelle.jpg 40W-12V-Faltmodul-mit-Akkulader_detail.jpg


    Ich habe auch noch ein kleineres 10W-Faltmodul, das eine USB-Buchse besitzt. Hier ist das Problem, dass der direkt verfügbare Ladestrom selbst bei idealer Ausrichtung und voller Sonne für die meisten Smartphones zu niedrig ist und sie gar nicht anfangen zu laden, sondern eine Fehlermeldung anzeigen. Man ist also gezwungen, zuerst eine Powerbank zu laden und selbst da dauert es, weil das "10W"-Modul effektiv nur 500mA (mit einem USB-Powermeter-Zwischenstück gemessenen) Strom an der 5V-Buchse liefert, wenn es in der Sonne liegt. Und sobald die Sonne weiterwandert und der Ausrichtungswinkel nicht mehr perfekt ist, bricht die Leistung völlig ein. Man ist also gezwungen, das kleine Faltmodul ständig manuell der Sonne nachzuführen. Das ist aber nicht praktikabel, vor allem Outdoor, wo man tagsüber anderes zu tun hat, als ein Modul zu betreuen. Das muss einfach funktionieren und liefern, wenn man es irgendwo aufhängt oder hinlegt. Und das geht nur mit entsprechender Überdimensionierung.


    Insofern gilt der Hubraum-Spruch sinngemäß bei Solarmodulen auch: Modulleistung ist durch nichts zu ersetzen, ausser durch mehr Modulleistung.


    Will man eine größere 12V- oder 24V-Batteriebank laden und Verbraucher wie in einem Wohnmobil betreiben, kommt man um eine Modulleistung von 200Wp oder mehr nicht herum, wenn das ganze halbwegs unbeaufsichtigt und zuverlässig funktionieren soll.


    Für den Winterbetrieb muss man die Modulleistung gegenüber Sommerwetter mindestens verzehnfachen, will man die gleiche Strommenge "ernten".


    Grüsse

    Tom

  • Ich habe seit kurzem ein SunnyBag Leaf+ das ich noch testen will wenn das Wetter mitspielt. Es hat aber nur 6W. Mittelfristig suche ich noch einen Kurbelgenerator als NotErgänzung. Auch deshalb will ich mir eine Powerbank bauen die mehrere parallele Eingänge hat.

  • 99eur.... 6w?!

    Geld spielt keine Rolex....


    Ganz im Ernst dafür bekomme ich wahrscheinlich ein 250WP Modul mit geprüfter Leistung.... (Ja, ich weiss, ist größer, aber nur mal so als Vergleich)


    Ich habe selbst ein Allpowers 21WP Modul mit 2xUSB und Kristallinen Zellen, wirklich wasserfest laminiert mit ETFE und nicht einfach PET Folie die milchig und spröde wird...


    Bringt tatsächlich annähernd die versprochene Leistung, und kostet im Angebot 34?! Eur, sonst so 43Eur


    Für mich die Obergrenze was ich ausgeben würde, und auch das kleinste, was ich kaufen würde!


    Dazu das beste Gesamtpaket, und nicht in Nylon eingenäht wie die meissten....ich will keine Ränder die Schatten werfen!


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    Gibts manchmal auch in Camo!

  • Endzeitstimmung

    Ich habe es deutlich günstiger erwerben können. Ein Modell mit kristallinem Zellen habe ich auch noch auf der Liste, für mich war aber erstmal das Schwachlichtverhalten wichtiger. Ich möchte es tatsächlich auf dem Rucksack tragen wenn ich unterwegs bin und da ist es selten perfekt auf die Sonne ausgerichtet.

    Wie viel bringt dein 21Wp Modul wenn du es auf dem Rucksack trägst, durch den Wald wanderst und die Sonne von der Seite scheint?

    Ich lese gerade das es am Ausgang 5V machen und 2A liefert, das sind bei mir nur 10W! Wo hin gehen die restlichen 11W die versprochenen sind?

  • Das mit dem Schwachlicht und besseren Erträgen bei Dünnschichtmodule ist eher theoretischer Natur, weil die Grundeffizienz auf die Fläche gesehen bei Dünnschicht im Verhältnis zu Kristallin grottenschlecht ist!


    Das ist ebensowenig ein valides Kaufargument wie die Zellwirkungsgrade!

    Ein echter Modulwirkungsgrad ist einzig aussagekräftig, und da wird gelogen, das sich die Balken biegen!


    Ich behaupte: der allergrößten Teil von diesen ganzen Falt- oder Portabel Modulen bringen nur 40-60% von dem, was da an Leistung drauf steht!


    Um Deine Frage mit ziemlicher Sicherheit korrekt zu beantworten:

    MEHR auf gleicher Fläche!!


    Im übrigen :


    Kristalline Module NIE NICHT biegen oder knicken!!!

    Auch wenn da was von Semi-Flexibilität steht!


    Das gibt Mikrorisse die bis zum Totalausfall führen können!


    Kristall + Knick = Bruch!!

  • Bei dem Leaf+ ist auch nur die mittlere Zelle Triple Junction....

    Über den tatsächlichen Modulwirkungsgrad schweigt sich der Hersteller aus....


    Die Überlegenheit von Triple Junction, so sie denn überhaupt auf gebogen Fläche funktioniert?!? Ist dann bei gebogen wahrscheinlich eh dahin....der Wirkungsgrad dürfte massiv einbrechen, wenn nicht völlig plan gemessen!


    Ich bleibe aber dabei...

    6wp für 99eur minus 10eur für die beigelegte Powerbank sind 89eur zu 21WP für unter 40eur....

    Da muss ich nicht lange überlegen....


    Zu den 2A am Ausgang...

    Das Allpowers bringt auf 2 ports zusammen 3?! A

    Pro port max 2A

    Mehr bekommste aus nem USB eh nicht raus..


    Aber wie ich schon schrieb...

    Die 21W wirst du nie erreichen, wie sehr sehr wahrscheinlich bei dem 6w teil auch nicht

  • ...das ist wohl so....

    Fakt ist... Selbst wenn dein 6w Modul 6W bringen sollte ist das grade mal 1A, und es wird im Normalgebrauch eher im 2-4W bereich liegen, also kann es da probleme wie zB von tom erwähnt mit der Schwelle geben, wo dein Gerät überhaupt einschaltet!


    Deshalb auch die 21W... Die können die BEIDEN USB Ausgänge in Theorie zumindest voll auslasten, das ganze läuft also einfach besser "im Saft"


    Und nicht falsch verstehen, mir geht es nicht drum zu bemäkeln was du da gekauft hast, sondern um aufzuzeigen, wo die Limits sind!

    Das ist vielen gar nicht klar!

  • Das verstehe ich.

    Und auch damit gebe ich dir recht.

    Meine Überlegungen waren das das Modul sowieso nie ohne Powerbank verwendet wird, eine gute Schwachlichtperformance wichtiger ist als der Spitzenstrom bei Idealbedingungen und das der Europäische Hersteller mit Realistischen Zahlen wirbt während sich die billigen Chinesen in ihren Werdetexten schon selbst wiedersprechen wenn sie mit supertollen Zahlen werben. Ein anderer Punkt ist das ich hoffe das ich mir eine höhere Langzeitstabielität und Zuverlässigkeit erkauft habe. Das lässt sich jetzt aber noch nicht beantworten.

  • Mit der Powerbank... Verstehe ich auch, allerdings haben auch die Powerbänke eine leidlich miese Effizienz!


    Beim Laden werden sie wahrscheinlich schon 20-30% an Verlusten haben, beim entleren noch einmal 20-40%.....alles in Luft und liebe aufgegangen....