Liquide trotz Bankenpleite

  • Interessant ist halt, was passiert, wenn du dann deine 75tsd von Daheim auf dein Konto zahlst, und irgendwelche Geldwäsche Grenzen reißt, und dann kommt nachher das Finanzamt und Co, um zu Fragen wo du denn das Schwarzgeld generiert hast....


    Frage auch, wie das Scoring sich in diesem Falle verhält...

    Das kann ich Dir genau sagen :

    Meine Bank hat völlig unkontrolliert durchgedreht !


    ( Ich hatte mir eine 6-Stellige Summe aus dem EU-Ausland überweisen lassen - auf Grund meines damals noch mit vorhandenen selbstständigen Geschäfts. )


    - vorherige Ankündigng meinerseits bei Zoll und Finanzamt

    - legale nachvollziehbare Geschäftsverbindung usw.


    Keine 24h nach Zahlungseingang hatte mich meine Bank bei der Staatsanwaltschaft angeschissen,das Konto gesperrt und EC sowie Mastercard auch.

    Das will dann natürlich kein Mitarbeiter gewesen sein,telefonische Erreichbarkeit - Fehlanzeige.


    Die Staatsanwaltschaft hatte nach einem Fax von mir mit den entsprechenden Unterlagen unverzüglich die Ermittlungen eingestellt und - auf meinen Wunsch hin - die Bank auch darüber informiert.


    Bis diese Tintenpixxer in der Bank den "Normalzustand" wieder hergestellt hatten dauerte es incl. dem erstellen neuer Karten ca. 6 Wochen !


    Als ich dann nach weiteren 6 Wochen meine Zahlungswege auf das System " Dienstleister" umgestellt hatte tat man bei meiner Kündigung des Konto`s dann als wäre das unverständlich und ohne Grund meinerseits...


    Mit der Hausfinanzierung gebe ich Dir Recht, da ist ein gewisser EIgenanteil unverzichtbar.

    ( Aber bitte schön Portionasweise über lange Zeit angespart - sonst leidet das Scoring auch ) :evil:

  • Interessant ist halt, was passiert, wenn du dann deine 75tsd von Daheim auf dein Konto zahlst, und irgendwelche Geldwäsche Grenzen reißt, und dann kommt nachher das Finanzamt und Co, um zu Fragen wo du denn das Schwarzgeld generiert hast....


    Inzwischen sind die Notare auch als Hilfspolizist verpflichtet, da muss das Geld nicht über ein Konto fließen.

  • Warum Menschen Bargeld horten:

    Angst vor Technikversagen und Hackerangriffen

    Aus Sicht vieler Befragter sind die Niedrigzinsen (58 Prozent) ein Grund, warum Menschen Scheine und Münzen im größeren Stil aufbewahren. Bargeld ist zudem ein gängiges Zahlungsmittel (55 Prozent). Auf Rang drei folgt mangelndes Vertrauen in die Sicherheit und Belastbarkeit der technischen Infrastruktur, zum Beispiel Angst vor Hackerangriffen. Als weitere mögliche Motive gaben die Befragten, die Bargeld horten, "keine Gebühren" und "Anonymität" an.


    Darüber hinaus nannten 12 Prozent als möglichen Grund "Vermögen vor dem Staat verstecken". Mehrfachnennungen waren möglich. "Aus der Befragung konnten keine konkreten Hinweise auf Steuerhinterziehung als Motiv der Bargeldaufbewahrung abgeleitet werden", heißt es in dem Monatsbericht.

    Ich persönlich würde eigentlich niemandem eine böse Absicht unterstellen. Aber da unser Geld zu einem großen Teil nur noch virtuell ist und damit gewissen Risiken unterliegt, denke ich, dass es aus Sicht einer sinnvollen Vorsorge schon dazu gehört, wenn irgendwie möglich, eine gewisse Menge an Bargeld im Zugriff zu haben.

    I feel a disturbance in the force...

  • Ich will nicht wieder polemisch werden, aber es ist ein Fakt, daß

    ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung aus verschiedenen Gründen mit der Gehaltszahlung oder der Zahlung vom Amt das Konto nicht mal mehr auf 0 bekommt....

    Eigentlich die perfekten Lämmer!(hat aber auch so seine Vorteile!)

    Wobei ich zumindest in D nicht sehe, das hier wer verhungern muss...


    Ich würde das Beiseite legen von

    Einem Monatsbedarf der Familienkosten als Minimum ansehen,

    Drei Monatsbedarfe als gutes Mittelfeld....


    Damit wäre man zB. jetzt auch durch die heiße Phase der Corona Geschichte gekommen...


    gleichzeitig sollte man auch einen Plan machen, welche seiner Luxusallüren man DIREKT abstellen kann, das hilft immens!

  • Wenn’s zu einer Krise kommt die auch Güter verknappt, wird es rasch zu höheren Preisen kommen. Dann ist die Rechnung nicht mehr schlüssig.

    Gruß Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • In so einem Fall währe es fast egal wie viele "Monatsauskommen" du im Kopfkissen hast, die sind dann schnell aufgebraucht. Nicht jeder kann sich einen Monat bei Seite legen, drei noch weniger, geschweige denn 10.

  • Sehe ich auch so...


    Ich würde halt nicht das Monatsgehalt nehmen, sondern halt mal analysieren, was die Familie an tatsächlichen Kosten hat....


    Und die Liste an kurzfristigen Einsparmöglichkeiten dürfte einen Preisanstieg zumindest teilweise ausgleichen...


    Und klar...mehr ist immer besser, aber wie ich ja schrieb illusorisch....


    Wenn es 80% vielleicht schaffen einen Monat an die Seite zu legen sind es bei drei Monaten vielleicht noch 20%....darüber siehts ziemlich düster aus....


    AndreasH -Du machst mir ja Mut....aber nix anderes hab ich erwartet....


    Vielleicht sollten wir mal den Ansatz verfolgen wie man sein Geld wieder auf die Bank bekommt, ohne das sowas passiert.....


    Auszahlungsbelege aufheben ist ja das allermindeste....das machen die Silberkäufer ja sowieso!

  • Ich hab mal etwas nach "scoring" geschaut....

    Fazit: genaues weiß man nicht!

    Klar ist das irgendwo Geschäftsgeheimnis, aber vielleicht kann uns ja irgendwer hier mal mit Fakten erhellen...?!


    Andreas hat ja schon ein paar Punkte angesprochen....


    Und....wenn sich das nicht geändert hat....

    Bei Zwangsversteigerung darf meines Wissens auch kein Bargeld für die Sicherheit hinterlegt werden, die bestehen auf eine Bankbestätigung....

    Ich frage mich, wie sowas rechtens sein kann....


    Macht vielleicht Sinn, damit die Clans nicht eine nach der anderen Immobilie aus der Portokasse kaufen, aber ansonsten?!?


    Dann stehst da wieder mit deinem Geldkoffer, und kannst auch nix damit werden....


    https://www.anwalt.de/rechtsti…ungsverfahren_113618.html

  • Ich hab mal etwas nach "scoring" geschaut....

    Fazit: genaues weiß man nicht!

    Unter dem Link kann man recht gut nachlesen wie das System funktioniert bzw. was man vermeiden sollte.


    https://www.auxmoney.com/kredit/info/schufa-score.html


    Beispielsweise können sich schon mehrere Kreditanfragen innerhalb kurzer Zeit negativ auswirken ( Wenn man sich als Vergleich diverse Angebote einholt oder so...)


    Da wird dann nur gemeldet das man mehrfach versucht einen Kredit zu bekommen - jedoch nicht das Warum des nicht Zustandekommens. Wirkt sich aber trotzdem negativ aus !

  • ..Die Frage die natürlich nicht beantwortet wird, ob das System auch sooo perfide ist,

    das man ein schlechteres Score bekommt WEIL man wenig oder keine Kredite am laufen hat, sich ein Gratiskonto leisten kann und immer alles brav bezahlt....


    Da gibt es natürlich theoretisch weniger zu verdienen als bei den Opferlämmern......


    Halte ich nicht für unmöglich!

  • In den "Tagesspiegel" News aus 2015 steht dazu


    ....

    laufen die meisten Transaktionen normal weiter. Überweisungen innerhalb des Landes sind per Internet- oder Telefonbanking möglich. Auch Daueraufträge werden planmäßig ausgeführt. Zahlungen mit Kreditkarten sind ebenfalls möglich.....

    Man hatte halt verhindern wollen das sämtliches Guthaben unter der Matratze verschwindet bzw. ins Ausland gebracht wird.


    Essenz des Ganzen :

    Man sollte als Bankkunde präventiv handeln - nicht erst dann wenn die ersten Rauchzeichen am Horizont aufsteigen.


    Schade eigentlich das man die 500er mit ihrer schönen Wertaufbewahrungsfunktion auslaufen lässt,aber selbst bei 200ern muss das schon ein ziemlicher Betrag werden bevor die Matratze "buckelt" :evil:

  • Ich hab mal etwas nach "scoring" geschaut....

    Fazit: genaues weiß man nicht!

    "Scoring" ist gequirlter Unfug.

    Jeder Mathematiker weiß, das man aus zwei richtigen Aussagen, durchaus einen falschen Schluß ziehen kann, (und umgekehrt).

    Beispiel gefällig: In meiner Nachbarschaft wohnte ein schwerreicher Kaufmann. Der hat mal eine Insolvenz hingelegt, inklusive Privatinsolvenz, im mehrstelligen Millionenbereich.

    Das hat den Schufa-Score der gesamten Umgebung gleich um 2 Stufen verschlechtert. Obwohl keiner der anderen Nachbarn, und ich auch nicht, in irgendeiner geschäftlichen, oder sonstigen, Beziehung zu dem Mann standen. Der hätt genauso gut auch ganz woanders wohnen können.


    Dann zum Thema "Inhalt eines Geldkoffers":

    Ich empfehle diese Scheine: https://www.mdm.de/dop?sku=144…rtdclldmy2gcmrvgjrdczlgmm

    Damit hält sich auch die Diebstahlgefahr in Grenzen und weitere Begehrlichkeiten. Nicht mal das Finanzamt dürfte sich ernsthaft dafür interessieren.

    Der Wert wird börsentäglich neu festgestellt. Stark steigend zur Zeit. Aktueller Preis, heute 28.07.20, für Altpapier, mittlere Qualität: 72 €/t bei Selbstanlieferung.

  • ..."Scoring" ist gequirlter Unfug"


    Mag ja wohl sein, hindert aber scheinbar ganze Finanz- und Bankstergenerationen nicht daran dich damit abzuurteilen.....


    Wie gesagt ringe ich schon seit einiger Zeit mit mir alles flüssige genau wie Andreas in Bar auf die Seite zu schaffen, aber genau wegen dem von ihm beschriebenen Theater hat es mich immer noch davon abgehalten....

  • Aaalsoooo.....


    Hohe Bargeldeinzahlungen oder hohe Überweisungseingänge, die NICHT zum normalen Zahlungsverkehrsverhalten des Kunden gehören, beeinflussen bei uns (deutsche "Großbank") nicht das Rating/Scoring eines Kunden.

    Sie triggern jedoch sofort das AML System (Geldwäschewachhund), aus meiner Sicht zu Recht - wenn Bank und Kunde gemeinsam eine Transparenz schaffen, gibt es eigentlich keine Probleme.


    Wie oben vermutet, wird das rege Umsatzverhalten auf einem Kontokorrent POSITIV bewertet, auch mit Inanspruchnahmen von Limiten, solange sie regelmäßig wieder zurückgeführt werden und das Konto temporär kreditorisch geführt wird (damit ist NICHT nur der Tag des Gehaltseinganges o. ä. gemeint).

    Umkehrschluss: sehr viele Girokonten und/oder Kreditkarten in der Auskunftei sind eher scoringverschlechternd... Ausmaß? Unbekannt! Aber nicht zu unterschätzen....


    Wir haben häufig Kunden, die haben 6stellige Beträge auf dem Girokonto und holen ihr Haushaltsgeld unregelmäßig cash vom Konto und machen ansonsten damit nicht viel. Deren laufendes Rating aus Kontoverhalten ist oft grottig, das finale Rating nach Erfassung aller Daten (insbesondere freie Vermögenswerte im Hause) fällt dann natürlich sehr gut aus.


    In der Tat wird eine nicht vorhandene (positive) Kredithistorie "schlechter" gewertet als eine positive Historie mit ordentlich bedienten (Konsumenten-)Krediten. Das Ausmaß jedoch ist auch nicht bekannt.


    Was mache ich?


    - Zwei Banken für Zahlungsverkehr

    - Derzeit noch zwei, bald eine für die Baufinanzierung

    - eine für Wertpapiergeschäfte


    Bargeld, Gold und Silber (neben Dokumenten) im eigenen Tresor - kein Schließfach- fertig.



    Meine 2Cents und viele Grüße


    zosh

  • Hohe Bargeldeinzahlungen oder hohe Überweisungseingänge, die NICHT zum normalen Zahlungsverkehrsverhalten des Kunden gehören, beeinflussen bei uns (deutsche "Großbank") nicht das Rating/Scoring eines Kunden.

    Danke erstmal für Deine "Insider" Info`s !


    Dieses " Scoring" lässt mich jetzt immer noch nicht ganz in Ruhe...


    Habt Ihr denn mit dem System schon negative Erfahrungen machen müssen - also das mal mehrere " Mitteldicke Fische" mit Mann,Maus,Moneten und Schulden untergegangen sind ohne das der Algorithmus das erkannt hat bzw. andere Automatismen reagiert haben ?


    Mir will das immer noch nicht in den Kopf das ein System das aus persönlicher Bekanntschaft des z.B. Filialleiters mit dem Kunden,das abchecken des sozialen Umfeldes, Kontinuität in einer langjährigen Geschäftsbeziehung ect. aufgebaut war (bis etwa Einführung Onlinebanking ) komplett durch ein elektronisches Gebilde ersetzt worden konnte.

    Zumindest nicht ohne Kollteralschäden...

  • Endzeitstimmung

    So Begriffe wie "Bankster" sind hier glaube ich unnötig.... Ich (als Bankster) könnte prinzipiell jeden Handwerker (oder gerade KfZ Werkstätten oder Autoverkäufer) als Gauner titulieren, weil ich seine wirkliche Leistung als Laie nicht nachvollziehen kann (und will) weil ich null technisches Verständnis habe, genauso wie jeden Mediziner - die haben nämlich oftmals eine genauso lange Ausbildung hinter sich wie ich persönlich (wobei ich im Vergleich zum Durchschnittsbankster sehr weit qualifiziert bin) aber rechnen ab "komme was wolle"....

  • Hi AndreasH,


    ein überwiegender Anteil der Daten für das laufende Rating wird ex-post gezogen, sodass harte Voraussagen nicht möglich sind. Hierfür gibt es mehrere Frühwarnsysteme, die jedoch das manuelle Eingreifen erfordern, wie bspw. Klärung mit dem Kunden:


    - reduzierter Kontoverkehr (Umsatzgrößen wie auch Postenanzahl)

    - längere Inanspruchnahmen von Limiten ohne zwischenzeitliche kreditorische Salden

    ------ wobei eine Dauerinanspruchnahme mit sehr starken Umsätzen wiederum nicht zwangsweise zu einer Ratingverschlechterung führen muss -------


    Klar sind harte Negativsignale wie Lastschriftretouren mangels Deckung, Pfändungen etc. eindeutig.... Oder wenn der Kunde verpflichtet ist, regelmäßig Einblick in die laufende Buchführung offen zu legen und dann die BWA&SuSaLi nachhaltig schlechter aussieht.


    Bei Firmenkunden kommt noch eine Beeinflussung durch die Branche hinzu. Hier kann es sein, dass du ähnlich zur Sippenhaft, aufgrund deiner Branchenzugehörigkeit trocken gelegt wirst, obwohl dein Laden ordentlich läuft. Dann kannst du dir auf deinem Rating ein Ei braten, denn es bringt dir nichts mehr.



    Bei einer Neukreditprüfung wird sowohl das Bestandsrating herangezogen wie auch ein neues erstellt unter Zuhilfenahme der bekannten wie neuen, ergänzenden Daten.


    Schlaue Unternehmer (die überwiegend auf ihr Rating schauen sollten) sprechen regelmäßig kurz mit Ihren Banken wie es aussieht - Sprechen hilft ;)

    Und noch schlauere Unternehmer reden mit der Creditreform (Crefo). Hier kann man sein externes Rating durchaus selbst mit gewissem Anteil positiv beeinflussen....


    Grüße

  • zOSh

    Bitte den Bankster nicht krumm nehmen... Es gibt halt überall "solche und solche"


    Ich weiss auch, dass der Bankkaufmann als solcher ja auch inzwischen einen schlechten Stand hat...der neue Kollege Bankautomat steht ja schon oft direkt nebenan, um ihn zu ersetzen....


    Ich hab leider auch schon meine Erfahrungen machen müssen.....

    leider genau bei einer regionalen Bank, wo so eisern durchgeharkt wurde, das alle Gentlemen's Agreements die über Jahrzehnte zwischen mehreren Generationen unserer Familie und der Bank vereinbart waren plötzlich genau nix mehr wert waren...


    Die nachrückende Garde, welche überhaupt kein Plan hatte was, und wie wir so arbeiten versuchte uns dann noch billigst abzuziehen.... mehrfach.....

    Das hat mein Vertrauen in persönliche Beziehungen zu Bankangestellten bei Banken von denen man abhängig ist echt nachhaltig geschädigt, da dadurch viel viel Arbeit vonnöten wurde, die meiner Meinung nicht not tat...


    Die Erkenntnis daraus ist für mich - gehe im Zweifelsfall zum grösseren Unternehmen, da bist du nicht besonders, wirst aber auch nicht besonders schlecht behandelt...

    Meisst sind die Konditionen bei größeren Buden auch nicht schlechter....


    Gruß EZS

  • EZS, alles fein. Ich kann das nachvollziehen, wenn jahrelang gepflegte Absprachen nicht eingehalten werden. Grüße