Altersarmut

  • Der Fehler ist, Renten ausschliesslich über Beiträge von Lohnempfängern zu finanzieren.

    Wie sonst? Egal, es wird (leider) eh schon ein signifikanter Teil der Renten aus Steuergeldern bezahlt. Das sind so rund 25-30% als grobe Hausnummer. Man könnte da auch flappsig sagen: alle die, die als Freiberufler Steuern zahlen aber nie in die Rentenkasse finanzieren dennoch zu 25% das Rentensystem haben aber nie Anspruch drauf.

    Wieviel netto sind in D 2000 .- brutto? Gehen davon die erwähnten 45% Abzüge für Sozailversicherungen usw. ab? Falls ja, wären das dann etwa 1100 netto?

    Das ist mehr. Für Arbeitnehmer ist das soviel. Als Rentner ist die KV idR günstiger und die Rentenversicherung fällt auch weg.

  • Wieviel netto sind in D 2000 .- brutto? Gehen davon die erwähnten 45% Abzüge für Sozailversicherungen usw. ab? Falls ja, wären das dann etwa 1100 netto?

    Bei all den rechnerischen Spielchen um Rentenformeln, und Punkte sollte noch ein weiterer ganz wichtiger Punkt Beachtung finden:

    Wir zahlen heute mit gutem Geld ein, und kriegen später das Schlechte zurück.

    Für das, was heute eventl. auf dem Papier noch ganz ordentlich aussieht, dafür krieg ich später nicht mehr viel zu kaufen.

    Nehmen wir zur Berechnung mal nicht diese schöngefärbten offiziellen Statistiken zum Vergleichen, sondern machen das am Goldpreis fest. Was anderes langjährig Werthaltiges ist mir gerade eben nicht eingefallen:

    Goldpreis heute, am 24.01.2023: 1780 €/OZ.

    Die Hälfte davon wären 890 €.

    Kostete das Gold z.B. zum Jahresbeginn 2014 diese 890 €/OZ.

    Wiederum die Hälfte davon sind 445 €.

    Zum Jahresbeginn 2006 war der Goldpreis bei diesen 445 €.

    Zu Beginn dieses Jahrtausends waren wir bei 280 €/OZ.

    Ich will Euch hier nicht weiter mit meinen Zahlen langweilen.

    Nur noch soviel zum Schluß:

    1780 : 280 = 6,36

    Was will ich Euch damit sagen? Ganz einfach: Zu Beginn des Jahrtausends hatten wir mit dem rechnerisch gleichen Geld die 6-fache Kaufkraft.

    Geht mal in die Kneipe und bestellt eine halbe Bier, oder an die Tankstelle und kauft einen Liter Sprit, dann seht Ihr was ich meine.

  • Bei umgekehrter Betrachtung unserer Inflation:

    Wer z.B. sich im Jahr 2014 eine Wohnung gemietet hat, und seitdem nicht erhöht wurde:

    Derjenige zahlt heute nur noch die halbe Miete! Jedenfalls kaufkraftmäßig. Auch wenn die mathematischen Zahlen gleich geblieben sind!

  • Wieviel netto sind in D 2000 .- brutto? Gehen davon die erwähnten 45% Abzüge für Sozailversicherungen usw. ab? Falls ja, wären das dann etwa 1100 netto?

    Es ist mehr. Aber wie hoch die Steuern in Zukunft sind weiß man halt nicht. Ist bei mir bei der bAV so ein Thema, ich kann mir die Rendite schlichtweg nicht sinnvoll ausrechnen (vermutlich unterhalb der Inflation), weil sich die Besteuerung alle paar Jahre teils deutlich ändert und dann auch noch davon abhängt, wann und wie ich mir die auszahlen lassen werde.


    RENTENBESTEUERUNG | Rechner Altersrente, Betriebsrente u.a. (n-heydorn.de)

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Bei all den rechnerischen Spielchen um Rentenformeln, und Punkte sollte noch ein weiterer ganz wichtiger Punkt Beachtung finden:

    Wir zahlen heute mit gutem Geld ein, und kriegen später das Schlechte zurück.

    Für das, was heute eventl. auf dem Papier noch ganz ordentlich aussieht, dafür krieg ich später nicht mehr viel zu kaufen.

    Nein. Genau das Problem umgeht ja die umlagegedeckte Finanzierung.


    Du zahlt heute einen Teil Deines Lohns an andere, künftig bekommst Du einen Teil des Lohns anderer.


    Inflation spielt deshalb überhaupt keine Rolle. Die gesetzliche Rente wächst eben mit der Inflation mit, sofern die Löhne und Abgaben auch mit der Inflation mitwachsen.


    Deshalb hat das deutsche Rentensystem zwei verlorene Weltkriege, mehrere Währungsreformen und selbst Hyperinflation überdauert.


    Das Kernproblem der umlagefinanzierten Rente ist ein ungünstiges Verhältnis von Einzahlern zu Empfängern und sie profitiert auch in keinster Weise vom Kapitalmarkt, da das Geld sofort ausgegeben wird und nicht 45 Jahre lang vor sich hi arbeiten darf.


    Außerdem ist es ein lock-in System. Einmal begonnen kann man es praktisch nicht mehr beenden


    Ganz anders ist das hingegen bei Kapitalgedeckten Renten. Meine bAV ist am Ende vielleicht mal 500€/Monat wert VOR Steuern. Damals fand ich das ein recht gutes Sümmchen, tatsächlich wird es in 30 oder 40 Jahren eher ein Fliegenschiss sein und reicht mir als private Vorsorge nicht mal ansatzweise aus. Hier haut die Inflation mit voller Wucht rein.


    MfG


    PS: Der Goldpreis ist kein geeigneter Indikator für Inflation, höchstens vielleicht über Jahrtausende betrachtet. Die Kaufkraft hat die letzten 20 Jahre ganz sicher NICHT um den Faktor 6 abgenommen, nur weil sich der Goldpreis um Faktor 6 erhöht hat. Gold ist im Preis einfach sehr volatil.

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Wieviel netto sind in D 2000 .- brutto?

    Kannst Du z.B. hier ausrechnen. Da spielen viele Faktoren mit rein: Familienstand, Steuerklasse, betriebliche Vorsorgeleistungen, Beitragssatz der Krankenversicherung, Kirchensteuer usw.


    Für einen 35jäjhrigen Single, der keiner Kirche angehört, 16,2% Krankenversicherung zahlt und in Steuerklasse 1 eingestuft ist, bleiben von 2.000€ rund 1.463€ netto übrig, was knapp 27% Abgabenlast sind.

    Ist er dagegen in Steuerklasse 5 und zahlt Kirchensteuer, bekommt er noch 1.215€ netto raus und hat eine Abgabenlast von über 39% zu tragen.


    Für einen 45jährigen (verheirateten) Mann in Steuerklasse 4 mit Kirchensteuer und 6.000€ Bruttoverdienst ergeben sich 3.558€ netto, entspricht einer Abgabenlast von knapp 41%.

  • Der Goldpreis ist kein geeigneter Indikator für Inflation, höchstens vielleicht über Jahrtausende betrachtet. Die Kaufkraft hat die letzten 20 Jahre ganz sicher NICHT um den Faktor 6 abgenommen, nur weil sich der Goldpreis um Faktor 6 erhöht hat. Gold ist im Preis einfach sehr volatil.

    Was schlägst Du also vor, als werthaltige Meßgröße? Längerfristig halte ich da Gold für unschlagbar? Eine gute Tunika, im alten Rom, mußte mit 1 OZ vergütet werden, genausoviel wie heute ein ordentlicher Herrenanzug kostet.

    Denn auch andere Währungen, wie etwa der CHF oder die NOK, außerhalb unseres Fiat-Euros, unterliegen ja auch einer gewissen Inflation, wenn auch nicht ganz so schlimm.

  • Bei all den rechnerischen Spielchen um Rentenformeln, und Punkte sollte noch ein weiterer ganz wichtiger Punkt Beachtung finden:

    Wir zahlen heute mit gutem Geld ein, und kriegen später das Schlechte zurück.

    Das Argument höre ich vor allem von sehr jungen Menschen, für die der eigene Rentenbezug in vielleicht einem halben Jahrhundert eine völlig abstrakte Sache ist. Dabei vergeht die Zeit schneller als man denkt und blieben sämtliche Vermögensentwertungskrisen die von diversen Crash-Propheten gebetsmühlenartig beschworen wurden (um die Crash-Vorsorge-Bücher zu verkaufen), schlicht und einfach aus.

    Es klingt manchmal auch nach trotziger Arroganz, wenn gerade junge Selbständige sagen: was soll ich ein Rentensystem mitfinanzieren, von dem ich später eh nix haben werde?


    Gegenüber Gold oder anderen physischen Wertanlagen hat ein aufgefülltes "Rentenkonto" (aka Anspruch auf Rentenzahlungen) beim Staat den Vorteil, dass ich mich eigentlich um nichts kümmern muss. Je nachdem wie wichtig der jeweiligen Regierung die Rentner sind, gibts mal mehr mal weniger große Geschenke in Form von Erhöhungen zum Inflationsausgleich oder Zuschläge wie bei der Mütterrente oder aktuell dem Grundrentenzuschlag. Solange unser Staatswesen noch funktioniert, werden auch Renten ausgezahlt. Ich kann sogar in ein beliebiges Land auswandern und meine dt. Rentenzahlungen mitnehmen. Und bei verheirateten Paaren sorgt der Staat dafür, dass bei einer Scheidung der besser verdienende Partner dem schlechterverdienenden einen lebenslang geltenden Versorgungsausgleich zahlen muss. Also was von seinem Rentenanspruch an den Ex-Partner abtreten muss. Anders als bei Betriebsrenten oder privaten Rentenmodellen läuft dieser Versorgungsanspruch auch nach dem Tod des besserverdienenden Partners weiter. Da in der typischen Konstellation der Ehemann der Besserverdienende war und die Ehefrau statistisch etliche Jahre mehr Lebenserwartung hat, ist das ein ernstzunehmendes Argument ggü. den allermeisten privatwirtschaftlichen Versorgungskonstrukten (die zudem einen erheblichen Anteil an Nebenkosten für Provisionen und Konzerngewinne mit sich bringen).


    Dagegen muss ich mich bei physischen Wertanlagen "kümmern". Dazu braucht ein Rentner in den meisten Fällen Unterstützung, da jemanden zu finden, der sich uneigennützig um die Verflüssigung von z.B. Goldmünzen in Cash kümmert, insbesondere, wenn es sich um gehortete, den Finanzbehörden nicht bekannte Edelmetallbestände handelt, halte ich für schwierig. Wir wissen nicht, wie unser Zahlungssystem in zwei drei Jahrzehnten aussehen wird: ob es für Privatpersonen überhaupt noch Möglichkeiten gibt, legal größere Goldmünzen-Bestände nach und nach in Bargeld umzuwandeln oder in ein Bankguthaben zu transferieren, ohne dabei schlafende Hunde zu wecken.

  • Ich will Euch hier nicht weiter mit meinen Zahlen langweilen.

    Doch doch, mach mal. Du hast dir da nämlich schön das Maximum "rausfiletiert". Wenn ich die gleiche Rechnung für den Zeitraum 1980 - 2000 aufmache, also so ziemlich genau die 20 Jahre davor, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.

    1980 : 615 USD

    2000 : 280 USD -> Faktor 2,19, allerdings in die "falsche" Richtung.

    Legt man die Inflation in dem Zeitraum drüber, dann ist 1980er 1 USD = 2,32 USD 2000. Bleiben vom Gold am Ende also nur rund ein Fünftel an Wert übrig.

    Was will ich Euch damit sagen? Ganz einfach: Zu Beginn des Jahrtausends hatten wir mit dem rechnerisch gleichen Geld die 6-fache Kaufkraft.

    Nö, du hast halt 6 Mal soviel Gold bekommen. Der Durchschnittsverdienst lag aber auch nur bei 27t€, heute liegt der bei 43t€


    Diese "Idee" der Goldliebhaber, man würde zu jeder Zeit in der Geschichte für eine definierte Menge Gold immer das gleiche Produkt bekommen (beliebtes Beispiel 1oz Gold = ein maßgeschneideter Anzug) stimmt nicht. Insofern stimmt es eben auch nicht, dass sich Gold völlig neutral gegenüber der Inflation verhält.


    Gold ist eben auch "nur" ein Sachwert dem eben zu jeder Zeit ein monetärer Wert zugeordnet wird. Sowas ist im Zweifel "Inflationssicherer" als eben Geld, wobei da auch wieder das Problem besteht, dass die meisten scheinbar nicht verstehen, was Geld eigentlich ist und wie es funktioniert. Das sieht man ja daran, wie viele das Geld auf dem Girokonto versauern lassen und das selbst unser Kanzler gerne "spart". Total doof.

    oder an die Tankstelle und kauft einen Liter Sprit, dann seht Ihr was ich meine.

    Anfang 2002 lag nen Liter Sprit bei 1,05€, heute bei rund 1,69€ (gem ADAC) -> Faktor: 1,61

    Anfang 2002 Durchschnittsgehalt bei 28626 vs 43142 -> Faktor: 1,507

    Gegenüber dem Einkommen also eine Steigerung um 6.6%. Ist natürlich doof, aber nicht völlig dramatisch.

    Je nachdem welcher Quelle man traut, ist die Inflation 2002 vs 2023 (also inkl. letztem Jahr) um den Faktor 1,38 gestiegen. Die Reallöhne steigen also. Zumindest über die letzten 20 Jahre gerechnet.


    Es wurde ja schon dargelegt, dass die Idee mit den Rentenpunkten eben jene ist, keine absoluten Zahlen zu nennen, sondern das im Prinzip an die Wirtschaftsleistung zu koppeln. Was eigentlich auch "schlauer" ist. Der demographische Wandel bleibt natürlich ein Problem, weswegen man da querfinanzieren muss.

  • Berechnung nach Standard Deutschland !


    von 40 Rentenpunkten kannst du grad noch überleben. 40 Rentenpunkte - bei nehmen wir an, 2022 in Rente - entsprechen diese 1440,80 Euro BRUTTO

    Heißt, davon gehen 121 Euro KV, 34 Euro Pflegeversicherung, evtl. 4 Euro Kirchensteuer, sicher aber 51 Euro Steuer ab.

    Bleiben netto also noch 1230 Euro, Mit einem Besteuerungsanteil von 82% und Kindern gerechnet (rentenbeginn 2022)

    Gehst du 2023 in Rente zahlst du 4 Euro mehr Steuer......


    Der sogenannte Eckrentner ist 2022 mit 1.620,90 Euro Brutto in Rente gegangen.

    Er hat auch nur 1359 Euro. Wer da allein ist und noch Miete zahlen muß, hat auch gerade so sein Auskommen.


    Zwischen dem Brutto und dem dann echten ausgezahlten Netto sind schon heftige Unterschiede.

    Das ist genau die Falle wo viele reintappen. Die 1440,8 Euro Rente stehen nämlich auf dem Rentenbescheid der jährlich kommt.


    Da sollte man schon fähig sein die Linie zwischen jetzigen Netto und den zu erwartenden Netto aus Rente zu ziehen.

    Dort tun sich meist hohe Lücken auf.


    Bei deinen angesprochenen 28 RP schaut es nur noch ok aus, wenn man nicht alleine ist.

    Alleine landet man da bei Miete fast immer in Grundsicherung. Netto entspricht das glatte 900 Euro.

    Je nach Wohnort kommt man da nicht mehr weit mit.


    Wer auf 33 Grundrentenzeit kommt, hat Anspruch auf die neue Grundsicherung plus.

    Derjenige hat 100 Euro Freibetrag auf seine Rente. Alles darüber wird zu 70% angerechnet.

    Von 900 Euro würden also 100 Freibetrag plus 240 Euro die 30% - also 340 Euro nicht angerechnet werden.

    Dieser Betrag ist aber GEDECKELT. Es gibt Maximal 50 % des Eckregelsatzes - 2021 war der bei 446 Euro.

    Also gibt es real bei dem Beispiel NUR 223 Euro Maximalen FREIBETRAG. Immerhin.


    Ich finde das wirklich gut, das so einfach selbst erarbeitete Rente besser berücksichtigt bzw. anerkannt wird.

    Indem man diesen Menschen höhere Freibeträge gewährt.

  • Ist das mit der Zuschlägen für die Grundrente berechnet? Ich habe den Eindruck das fehlt.


    Ich hab mich damit nicht im Detail beschäftigt, aber gerade für solche Konstellatioen wird die Rente doch seit 2021 oftmals noch (aus Steuergeld) aufgestockt.


    Grundrentenzuschlag | Deutsche Rentenversicherung (deutsche-rentenversicherung.de)

    Wer im Jahresschnitt 0,8 Rentenpunkte oder mehr sammeln konnte, hat keinen Anspruch auf den Grundrentenzuschlag.

    Oder wer weniger wie 35 Jahre eingezahlt hat.


    Unterm Strich ist es eigentlich so, das nur diejenigen einen Anspruch haben die sowas von wenig Rente haben,

    das sie auch so wahrscheinlich in Grundsicherung fallen würden.

    Den einzigen denen es direkt was bringt, wenn z.B. der Partner noch etwas mehr Rente hat.

    Die Freibeträge sind höher wie bei Grundsicherung.

    Dafür wird hier rein nach persönlichen Ansprüchen an die Rente gerechnet.

    Während bei Grundsicherung auch sowas wie Miethöhe Berücksichtigung findet und es egal ist was man in die Rente eingezahlt hat.

    (außer halt bei der Grundsicherung plus - wo die eigene Rente stärkere Berücksichtigung findet)

  • Naja, darum wird die Rente ja auch jährlich angepasst, unter anderem auch der Lohnentwicklung.

    Steigen die Löhne, steigen auch die Renten. So das wir bei ca bei 48% Rentenniveau sind, bzw. nicht darunter fallen.


    Man kann die Kaufkraft/Kaufkraftverlust (oder soll ich es Inflation nennen) nicht direkt am Goldpreis festmachen.

    Außerdem spielen bei dem Goldpreis auch noch andere Gründe eine Rolle.

    Da fließt auch viel Spekulation mit ein.


  • Für Deutschland :


    Eigentlich kann man immer nur Steuerklasse 1 bzw. 4 in den Ring werfen.

    Denn bei Stkl. 3 bzw. 5 werden nur die Freibeträge verschoben.

    Was viele nicht überblicken und so nicht verstehen warum (meist) Mann bei Stkl. 3 soviel raus bekommt und die (meist) Frau in Stkl. 5 anteilig viel mehr

    Steuern bezahlt. Je nach Einkommensverteilung gibt es in der Konstellation oft große Beträge die ans Finanzamt nachgezahlt werden müssen.

    Die reale Steuerbelastung zeigt sich hier meist erst nach der verpflichtenden Einkommenssteuererklärung bei Stkl. 3/5

  • Für Deutschland :

    Die reale Steuerbelastung zeigt sich hier meist erst nach der verpflichtenden Einkommenssteuererklärung bei Stkl. 3/5

    Steuerklasse 1 ist für Singles, Steuerklasse 4 ist bis auf wenige Cent Abweichung dasselbe in grün für Ehepaare. Da hier aufgrund von zum Beispiel Werbungskosten etc. und weiteren Punkten wie Vorsorgebeiträge (Zahlungen zu Rentenversicherungen einschließlich der gesetzlichen Rentenversicherung zum Beispiel) aber bei Steuerklasse 1 oder 4 das Finanzamt eher zu viel einbehaltene Steuerzahlungen an die steuerpflichtige Person zurückzahlen muss, sagt der Gesetzgeber, dass hier eine Steuererklärung nicht verpflichtend ist.


    Gerade für Berufstätige mit einer leidlich langen Pendelstrecke sowie leidlich hohen Vorsorgebeiträgen kommt da regelmäßig eine dreistellige Rückzahlung raus, wenn man stumpf alles Mögliche angibt. Das Finanzamt ist verpflichtet, im Rahmen der Günstigerprüfung, die für den Steuerpflichtigen günstigere Berechnung durchzuführen. (Kam mir mal vor ein paar Jahren zugute als ich die Steuererklärung meiner damaligen Noch-Verlobten für ein paar frühere Jahre machte und dabei großzügig ihre beruflich bedingten Umzugskosten angab. Gab nen Anruf vom Finanzamt. Ich könne nicht den Pauschbetrag für die Umzüge angeben UND die detaillierten Einzelposten. Das Finanzamt wies mich darauf hin, dass ich mit der Pauschale besser fahre... 🙄)


    Bei der Kombination Steuerklasse 3/5 sieht es hingegen so aus, dass die Freibeträge eher in Richtung des besser verdienenden Ehepartners verschoben werden. Unterm Strich bleibt unterjährig bereits mehr im Haushaltssäckl. Aber hier ist die Steuererklärung verpflichtend, denn hier ist die Sache am Ende eine Nullnummer oder sogar mit einer satten Nachzahlung verbunden, wenn nicht steuermindernde Aspekte zum Beispiel über die Werbungskosten angeführt werden können. Aber dann besteht auch hier die gute Chance, sogar eine satte vierstellige Rückzahlung vom Finanzamt zu erhalten.


    Was auch immer wieder gerne vergessen wird: auch Rentner und Pensionäre können verpflichtet sein, eine Steuererklärung abzugeben! Ein Vater eines Onkels durfte mal trotz jahrelanger Hinweise meines Vaters auf seine Pflicht zur Steuererklärung dann am Ende für 10 Jahre nachzahlen. Das tat gut weh..


    Diese Verpflichtung kommt regelmäßig vor, wenn noch weitere Einkünfte neben der regulären Rente/Pension bestehen. Und sei die Auszahlung aus der privaten Rentenversicherung oder der bAV noch so niedrig! Bei sowas verstehen die Finanzämter keinen Spaß und es wurde eine teurere Angelegenheit für jene, bei denen ich von einschlägigen Nachzahlungsforderungen weiß.


    Gerade dann, wenn man eh schon auch über eine sehr niedrige Rente ärgert und man darüber sehr betrübt ist, dass die ach so tolle bAV auch gerade mal 50€ (überspitzt gesagt) auszahlt. Da wäre eine dreistellige Nachzahlungsforderung für Monate nachhaltig doof.

    aus DE gesendet...

  • Ich verstehe die Angst vor Edelmetallen nicht so recht. Wenn ich mir gegen eine Quittung Goldmünzen kaufe die ich mir von meinem Gehalt erspare ist alles nachvollziehbar. Aus irgend einem Grund wird immer wieder der Edelmetallkauf in eine Schwarzgeldecke gedrückt. Klar kann es eine Steuer geben oder ein Goldverbot oder eine maximale Grenze die pro Person verkauft werden darf. Who knows ....

    Einige können und werden schadenfroh sein, wenn genau das eintrifft. Anders herum werden einige neidisch sein sollte der Goldwert in den nächsten 20 Jahren exorbitant steigen.


    Bei der Vorsorge ist es mir auch wichtig Werte in der Hand halten zu können. Alles was auf dem Papier steht oder online in einer Blase steckt kann durch X belastet werden oder man kommt nicht mehr heran. Eine meiner Ängste ist zum Beispiel gar nicht mehr an das eigene Geld heranzukommen oder nur noch an minimale Beträge eines ganzen.


    Seit 4 Jahren beschäftige ich mich auch noch mit ETF`s und Dividendenaktioen. Immer wieder kleinere Beträge investiert. So langsam lohnt sich das.

    Wichtig ist nur sich mit einer Sache zu Beschäftigen und ernsthaft anzufangen.


    Alles nur auf eine einzelne Imobilie zu setzen halten ich im übrigen für einen sehr großen Fehler.

  • Ich verstehe die Angst vor Edelmetallen nicht so recht. Wenn ich mir gegen eine Quittung Goldmünzen kaufe die ich mir von meinem Gehalt erspare ist alles nachvollziehbar. Aus irgend einem Grund wird immer wieder der Edelmetallkauf in eine Schwarzgeldecke gedrückt. Klar kann es eine Steuer geben oder ein Goldverbot oder eine maximale Grenze die pro Person verkauft werden darf. Who knows ....

    Einige können und werden schadenfroh sein, wenn genau das eintrifft. Anders herum werden einige neidisch sein sollte der Goldwert in den nächsten 20 Jahren exorbitant steigen.

    Es ging mir um Grundsicherung im Alter. Dazu ist das Vermögen anzugeben, mittlerweile sind 10.000€ pro Person erlaubt (bisher 5.000 Euro).


    Insgesamt.


    Gold zählt natürlich zum Vermögen. Die Grenze für den anonymen Handel wurde erst vor wenigen Jahren von 10.000 Euro auf 2.000 Euro reduziert. Wenn Du also Gold in 1 Unzen Münzen angesammelt hast und die noch etwas im Wert in Euro steigen ist anonymer Handel mit Händlern nicht mehr möglich, außer Du zerschneidest die in Teilstücke.


    Auf hohe Wertsteigerungen bei Gold zu spekulieren ist Quatsch. Der Wert von Gold ist hoch volatil, langfristig kann man erwarten, dass Gold die Inflation ausgleicht, aber eben mit extrem hoher Volatilität und mit diversen anderen Risiken verknüpft. Kann in 30 Jahren das dreifache der heutigen Kaufkraft sein, aber auch ein Drittel. So war es zumindest seit Aufheben der Goldpreisbindung zum USD.


    Trotzdem kann man das machen, wenn man sein Vermögen verschleiern möchte, halt nicht ohne Risiken und auch nicht legal.


    MfG

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Auf hohe Wertsteigerungen bei Gold zu spekulieren ist Quatsch.


    Trotzdem kann man das machen, wenn man sein Vermögen verschleiern möchte, halt nicht ohne Risiken und auch nicht legal.

    Ich bin froh wenn der Geldwert möglichst 1 zu 1 erhalten bleibt. Da habe ich mich falsch ausgedrückt, mit einer Steigerung rechne ich nicht.


    Zum anderen was hat das mit verschleiern zu tun? Jedes Produkt das ich mir als Material in die Ecke stelle und das an Wert steigt hat doch den selben Effekt? Autos Uhren Briefmarken, was weis ich. Es geht darum etwas in der Hand zu halten kompakt, transportabel und langfristig wertstabil wenn möglich. Gegen Quitung entweder mit Adresse oder ohne. Zudem noch nachvollziehbar woher das Geld zum Kauf kommt.

    Finanziell ist das natürlich ist alles eine Wette.


    EDIT mir geht es auch um einen Notgroschen gegen die Altersamut und um meiner Familie zu helfen. Wertvolles Material in kompakter Form als Rücklage bietet sich da an.

    Einmal editiert, zuletzt von flywheel ()

  • Nochmal: Es ging um den Zusammenhang wie man Grundsicherung ergänzen könnte.


    Legal geht das z.B. über eine bAV, Sonstiges Vermögen darf 10.000 Euro nicht übersteigen, daher wäre es nicht legal, Grundsicherung in Anspruch zu nehmen, wenn man gleichzeitig 10 Unzen Gold im Schubladen hat. Eine Möglichkeit ist es dennoch und im Gegensatz dazu, sich heute 20.000 Euro in Cash in den Schubladen zu legen ist zumindest die Chnace recht hoch, dass der Wert der Goldmünzen in Euro in 20 oder 30 Jahren höher ist als heute (aber die Chnace ist nicht 100%)

    Bei breit diversifizierten Aktien ist die Chance, dass der wert in 20-30 Jahren höher ist als heute schon sehr hoch, auch die Chance, dass der Wert deutlich höher liegt als heutige 20.000 Euro inflationsbereinigt ist ebenfalls sehr hoch. Aber Aktienbesitz lässt sich als Vermögen halt nicht vor dem Staat verbergen,


    Was bleibt, um Grundsicherung "aufzustocken":


    BAV bis zu einem gewissen Schwellenwert, siehe: Freibetrag für bAV steigt sprunghaft in der Grundsicherung - bAVheute

    Wohneigentum, sofern einem das mehr Lebensqualität gibt als Miete (kostet allerdings Instandhaltungskosten)

    Dinge, die nicht unter Vermögen fallen wie hochwertige Möbel, Geräte, Kleidung, Gemüseanbau im (Schreber)Garten usw...

    Den legalen Rahmen über 10.000 Euro ausschöpfen (allerdings werden Renditen daraus angerechnet)

    Verschleiertes Vermögen wie z.B. Goldbesitz (nicht legal)


    (kann sein, dass ich auch nicht alle Optionen kenne, so intensiv hab ich mich damit noch nicht beschäftigt)


    ---


    Das Problem mit diesen Plänen ist, dass sich über solche Zeiträume Gesetze idR auch ändern.


    MfG

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

    3 Mal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • Über Gold als Notgroschen kann man trefflich streiten. Natürlich ist es eine kompakte Substanz mit sehr hohem Wert, die man theoretisch immer bei sich tragen kann. Der über die Jahre stark schwankende Wert von Gold und anderen Edelmetallen zwingt einen für eine sichere finanzielle Planbarkeit aber dazu, den Eintauschwert der Goldmünzen sehr konservativ anzusetzen (und nicht mit dem langjährigen Durchschnitts-Goldpreis der letzten x Jahre). Also eher mit einem Tiefstwert, wie er immer wieder mal auftgetreten ist. Nach Murphys Gesetz, ist der Goldkurs genau dann ziemlich ungünstig, wenn ich das Gold dringend in Geld umwandeln muss. Das ist wie beim Verkauf von Aktien: wenn ich jetzt 20.000€ flüssig machen muss, dann nützt mir der Rat, abzuwarten, bis der Kurs wieder angezogen hat, herzlich wenig, dann muss ich möglicherweise zu einem ungünstigen Zeitpunkt mit Verlust verkaufen.


    Dazu kommt noch, dass ich möglicherweise weitere Abschläge beim Verkauf hinnehmen muss, wenn ich keinen passenden Käufer finde oder die Transaktion anonym ablaufen soll (was sich ein Aufkäufer mit einem kräftigen Rabatt bezahlen lassen könnte).


    Wenn ich so mein persönliches Umfeld betrachte, dann sind diejenigen Alten, die "arm" aber sozial gut vernetzt sind, aufs Ganze gesehen, wesentlich besser dran, als die wohlhabenden Senioren, die irgendwann verwitwet und eher isoliert in einer viel zu großen Bude hocken und mangels unterstützendem Umfeld sämtliche Dienstleistungen und Hilfen (sehr) teuer kaufen müssen. Was nützt mir dann ein dickes Finanzpolster oder eine Immobilie mit sehr hohem Marktwert, in der nur noch ich wohne?


    Insofern sollte man auch über "soziale Investments" als Altersvorsorge nachenken: pflege Kontakte, sei nett zu deinem Umfeld, engagiere dich nachbarschaftlich und ehrenamtlich. Wenn man an so einem Netz mitwebt, dann trägt es einen auch ein Stück mit. Nicht alles kann man kaufen - und wenn dann oft nur zu einem hohen Preis.