Inselanlage / Inselsystem Sammelthread

  • In deinem zweiten Post hast du folgendenden Link eingesetzt. Und ein SE2200 HD-Wave https://www.solaredge.com/de/p…v-inverter/single-phase#/


    Unter Leistungsmerkmale steht:


    Schnelle und einfache Inbetriebnahme der Wechselrichter direkt von Ihrem Smartphone aus mit der SolarEdge SetApp

    oder

    Internetkommunikation über Ethernet oder drahtlose Verbindung (per WLAN, ZigBee® oder Mobilfunk-Module)


    Das sieht für mich mach digitaler Einrichtung aus, wird ja auch so beschrieben. Verknüpft mit drahtlosen Wlan. Kann natürlich bei dir rausgenommen sein, dafür stecke ich nicht weitgenug drin. Ehrlich gesagt will ich das auch nicht.


    Das würde bei mir schon scheitern da ich kein Smartphone habe sondern nur ein 12 Jahre altes Handy. Wlan kommt bei uns im hause auch nicht zum tragen. alle PCs sind per kabel verbunden. So kann keiner meine Leitung misbrauchen oder bei verlorenen Smartphone meine PV Anlage sabotiert werden.

    Ich weiß es klingt immer etwas nach übertriebener Sicherheit, aber man hat schon genug Pferde kotzen gesehen.

  • Bei der Inbetriebnahme der Anlage wurde sie via Ethernet zur Konfiguration und Anmeldung an das Monitoring Portal verbunden, WLAN ist optional.

    Wenn ich die online Monitoringsoftware nicht nutzen würde könnte ich die Verbindung auch wieder trennen.

    Die Konfiguration der Anlage ist natürlich auch ohne Internet über das Display am Hauptwechselrichter möglich, genauso wie die Abfrage der ganzen Betriebsdaten.

    Rechne mit dem Schlimmsten aber hoffe das Beste. -Arthur Schopenhauer-

  • Es handelt sich hier um eine Anlage zur Netzeinspeisung incl. Notstromfunktion. Da ist man auf die recht speziellen Systeme des Wechselrichter-Herstellers angewiesen, selbst warten oder gar modifizieren ist eher nicht möglich.


    Mit einer einfachen Inselanlage ohne Verbindung zum Netz ist das nicht vergleichbar. Hier hat man Standard-Systemspannungen von 12, 24 oder 48 V und kann als Laderegler und Wechselrichter mehr oder minder beliebig Standardkomponenten verschiedener Hersteller einsetzen, oder sogar selbst bauen.


    Man sollte auf jeden Fall mal probieren, ob die Notstromfunktion auch wirklich über Solarbetrieb funktioniert. Bei den Speichersystemen für Anlagen zur Netzeinspeisung kann zwar oft der Energieinhalt des Akkus für Notstrom verwendet werden, ein Wiederaufladen des Akkus über Solar ist aber teils nur bei vorhandenem Netz möglich.

  • Mir spukt folgende Konfiguration im Kopf rum:


    1. Einspeisebetrieb ist mir nicht so wahnsinnig wichtig, weil es mir in erster Linie um Autarkie geht. Könnte aber im Sinne der Amortisation sinnvoll sein. Muss ich noch genauer hinterfragen.


    2. Inselbetrieb muss die Anlage können. Ob automatische Umschaltung bei Netzabfall bzw. Wiederverfügbarkeit oder manuelle Umschaltung bin ich mir noch nicht im Klaren. Derzeit tendiere ich zu manueller Umschaltung. Die Anlage wird nicht in der Lage sein das Netz komplett zu ersetzen. Wir brauchen ca. 10.000kWh p.a. Das heisst, ich müsste für Inselbetrieb einige Verbraucher wegschalten. Bei automatischer Umschaltung müsste auch das automatisiert werden.


    3. Panel-Leistung soll bei 4-6kWp liegen, je nachdem wieviel ich aufs Dache bekomme. Dachausrichtung ist 120°, Schräge 39°. Verfügbare Fläche muss ich erst genau messen (Gaupen, Kamine, große Dachfenster etc.) aber geschätzt irgendwo zwischen 24-30m²

    4. Speichergröße, hab ich noch kein Gefühl was da sinnvoll ist. Ich möchte so viel Strom wie möglich selbst verbrauchen. Ich vermute dafür brauch ich einen relativ großen Speicher so um 10kW?


    5. Die Anlage soll 3 phasig sein.


    Soweit mal meine Gedanken.


    LG. Nudnik

  • 1. Einspeisebetrieb ist mir nicht so wahnsinnig wichtig, weil es mir in erster Linie um Autarkie geht. Könnte aber im Sinne der Amortisation sinnvoll sein. Muss ich noch genauer hinterfragen.

    Hier sind vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen wichtig, die ich für Österreich nicht kenne.


    Es gibt durchaus Inselwechselrichter, die überschüssigen Strom ins Netz einspeisen könnten. In Deutschland darf man das aber nicht, weil die Inselwechselrichter die entsprechenden Normen nicht erfüllen. Man ist daher auf aufwendige Sonderlösungen angewiesen oder eben auf eine Einspeiseanlage mit Speicher incl. Notstromfunktion. Da muss man sich aber im Detail anschauen, was diese Notstromfunktion wirklich kann.


    Das nächste Problem ist die EEG-Umlage, die man auf den Eigenverbrauch von netzgekoppelten Anlagen zahlen muss. Bei typischen Inselanlagen ist es technisch nicht möglich, die Einspeicherung und Ausspeicherung wie gefordert mit geeichten Zählern zu messen. Allein aus diesem Grund kann man solche Anlagen nicht mehr netzgekoppelt betreiben, wenn man nicht unter eine andere Ausnahmeregelung fällt. Das geht nur mit AC-gekoppelten Speichersystemen, die entsprechende Messungen 230-V-seitig ermöglichen. Solche Speichersysteme sind dann aber eine Black Box, an der man selbst nichts ändern oder reparieren kann.

    5. Die Anlage soll 3 phasig sein.

    Zur Einspeisung oder im Insel- bzw. Notstromberieb? Letzteres ist bei der Anlagengröße kaum sinnvoll möglich. Man müsste entweder den Wechselrichter riesig auslegen mit entsprechend hohen Kosten, aber auch hohem Standby-Eigenverbrauch. Oder peinlich genau darauf achten, dass nicht zu viele bzw. zu große Verbraucher an einer Phase betrieben werden.

  • Thomas: für Boote und Wohnmobile gibt es Netzvorrang-Schalter, die vom PV-gestützten Bordnetz automatisch auf "Landstrom" umschalten, sobald man Netzstrom in das Wohnmobil/Boot einspeist. Stöpselt man den Landstrom aus, fällt das Bordnetz wieder in den Batterie-/PV-Betriebsmodus zurück.

    Das könnte man doch sinngemäß auf eine autarke Versorgung eines Hause/einer Wohnung übertragen? Das Haus entspricht dann dem Wohnmobil und wird über einen Netz-Vorrangschalter wahlweise aus dem Insel-WR oder dem Landstrom (aka öffentliches Netz) versorgt.


    Die EEG-Umlage-Pflicht greift. m.W. erst ab 10kWp PV-Generatorleistung.


    Von meinem VNB (EnBW) weiss ich, dass er in seinen Anschlussbedingungen das netzgestützte Nachladen einer Inselanlagen-Installation, die das Haus versorgt, ausschließt und sieht für den Fall der Zuwiderhandlung das Abklemmen des Hausanschlusses vor...

  • Moin,


    ich bastele ja auch schon Jahre an dem Inselanlagen Thema rum, aktuell habe ich tatsächlich ein funktionales System laufen was alle meine Forderungen an die Komponenten erfüllt.

    - Erweiterbarkeit

    - Flexibilität

    - Leistungsfähigkeit
    das wichtigste: Ich habe es alles selbst mit ein paar Hilfestellungen gebaut und verstehe daher alle Funktionen und kann das eben auch instandhalten.


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    Der Wechselrichter ist im Prinzip das Kernsystem um das sich alle anderen Komponenten scharen. Er leistet 5kva und ist als Beipass ans Stromnetz angeschlossen. Man kann diese Wechselrichter zusammenschalten, 3 pro Phase und eben 3 Phasig, so sind maximal 45kva 3 Phasig möglich.

    Außerdem verfügt der Wechselrichter über einen 60A mppt Laderregler und eine Batterieladefunktion.

    Ein recht komfortables Gerät, z.Z. ist er so parametriert, das er die Batterie-Bank nutzt bis 47V erreicht sind, dann geht er auf Netzbypass. Das ermöglicht eine Überprovisionierung ohne zu befürchten das angeschlossene Geräte ausfallen.


    Die Batterie-Bank besteht aus 12V 65Ah AGM Batterien die zu viert je vier 48V 65Ah Batteriestränge bilden mit in Summe 260Ah bei 48V. ich möchte davon um die Akkus zu schonen nur 30% nutzen, das sind ca. 4,2Kwh.

    Die Batterie-Bank verfügt über einen Ladungsausgleicher(BMS), der die Batteriespannung der einzelnen Batterien immer gleich hält und über einen ständig aktiven Puls-Desulfatiere.


    Das Windrad leistet 800W bei 48V Dreiphasig, der kleine Laderegler lädt die Batterie. Bei starkem Wind wie letztens Sabine und danach die Tage erreicht das Windrad auch schon mal knapp über 1kw


    Zur Zeit hängen permanent die Heizung und die Wasserversorgung an dem System, funktioniert bisher ganz gut.


    Über Wirtschaftlichkeit mache ich mir dabei keine Gedanken, mir geht es um den Lerneffekt und ich habe Spaß daran wenn es funktioniert.



    Gruß Frank

  • ...

    Man sollte auf jeden Fall mal probieren, ob die Notstromfunktion auch wirklich über Solarbetrieb funktioniert. Bei den Speichersystemen für Anlagen zur Netzeinspeisung kann zwar oft der Energieinhalt des Akkus für Notstrom verwendet werden, ein Wiederaufladen des Akkus über Solar ist aber teils nur bei vorhandenem Netz möglich.

    Die Notstromfunktion wurde bei der Inbetriebnahme selbstverständlich auch getestet.

    Die Umschaltung der Enwitecbox erfolgte erfreulich schnell nach dem Trennen vom Netz: Licht flackert kurz und nicht empfindliche Geräte wie z.B. die Fritzbox haben es ohne Reset überstanden. Für empfindliche Hardware sind in die Steckdosenleisten integrierte Mini USVs verbaut.


    Im Notstrombetrieb steht dann nur eine Phase zur Verfügung die nur vordefinierte Bereiche im Haus ohne die Großverbraucher (Heisswasserboiler, Herd etc.) versorgt. Wenn der Ausfall länger anhält bis die Akkureserve aufgebraucht ist ist der SE5000 Wechselrichter mit dem StorEdge Modul in der Lage die Stromproduktion mittels 9V Blockbatterie zu triggern und den Akku wieder zu füllen.

    Rechne mit dem Schlimmsten aber hoffe das Beste. -Arthur Schopenhauer-

  • für Boote und Wohnmobile gibt es Netzvorrang-Schalter, die vom PV-gestützten Bordnetz automatisch auf "Landstrom" umschalten, sobald man Netzstrom in das Wohnmobil/Boot einspeist. Stöpselt man den Landstrom aus, fällt das Bordnetz wieder in den Batterie-/PV-Betriebsmodus zurück.

    Solche Umschaltungen sind in vielen Inselwechselrichtern auch bereits integriert, auch wählbar als Netzvorrang (normal Netzbetrieb, Umschaltung auf Solar-/Akkubetrieb nur bei Stromausfall) oder als Batterievorrang (normal Solar-/Akkubetrieb, Netzbetrieb nur unter einem bestimmten Ladezustand der Batterie oder bei Überschreitung der Wechselrichterleistung). Die Sache hat mindestens zwei Haken:


    1. Man kann (bzw. darf) damit Überschüsse nicht einspeisen, wenn die Batterie voll ist geht der weitere mögliche Solarertrag verloren, oder man muss Möglichkeiten finden, diesen selbst z. B. zur Warmwasserbereitung zu nutzen.


    2. Selbst ohne Einspeisung erlauben die Netzbetreiber den Anschluss nicht unbedingt so ohne weiteres. Um zu vermeiden, dass im Fehlerfall der Inselwechselrichter in ein abgeschaltetes Netz einspeist, werden teils aufwendige Zusatzmaßnahmen (NA-Schutz, Kuppelschalter) gefordert.


    Die ganze Geschichte ist kein technisches Problem, sondern ein rechtliches. Technisch geht alles, bei manchen Inselwechselrichtern ist sogar die Einspeisung von Überschüssen möglich.


    Man kann die Problematik natürlich ignorieren und den Anschluss einfach ohne zu fragen selbst vornehmen, rechtlich bewegt man sich damit aber in D mindestens im Graubereich. Genaues weiß man erst, wenn der erste Betreiber verurteilt wird und/oder seinen Netzanschluss abgeschaltet bekommt.

    Zitat

    Die EEG-Umlage-Pflicht greift. m.W. erst ab 10kWp PV-Generatorleistung.

    Diese Freistellung ist aber zeitlich befristet.


    Zitat

    Von meinem VNB (EnBW) weiss ich, dass er in seinen Anschlussbedingungen das netzgestützte Nachladen einer Inselanlagen-Installation, die das Haus versorgt, ausschließt und sieht für den Fall der Zuwiderhandlung das Abklemmen des Hausanschlusses vor...

    Da ist halt jetzt die Frage, wie das genau gemeint ist.


    Sind damit auch die Wechselrichter-Ladegerät-Kombinationen verboten, die in Wohnmobilen und Booten üblich sind? Das wäre blöd, auch weil es in den Speichersystemen teils üblich ist, zur Verlängerung der Batterielebensdauer von Zeit zu Zeit Ausgleichsladungen über das Netz durchzuführen.


    Oder geht es nur darum, das Laden aus dem Netz zum Grundtarif und späteres Einspeisen als Spitzenlast zu einem höheren Tarif zu unterbinden?

    3 Mal editiert, zuletzt von Thomas ()

  • Moin Frank.


    Magst Du verraten, wo du die WKA gekauft hast? Mustest Du das Ding genehmigen lassen, gerade bezogen auf die Bauhöhe?


    Gruß


    Duke

  • Hallo,


    hatte an den vergangenen Wochenenden endlich mal Zeit und Muße gefunden, ein paar längst überfällige Bastelprojekte fertigzustellen.


    1. Die 12V-Powerbox "kompakt"


    bestehend aus

    - US-Munitionskistennachbau in mittlerer Qualität: "Tetos Universalbox 350x180x220mm"

    - einem Low-cost Solarregler, wie er in China&Co. zu zehntausenden zur Versorgung von Straßenlaternen verwendet wird

    - 12m Anschlusskabel mit MC4-Steckern für Solarmodule (z.B. für mein Klappmodul Marke Eigenbau aus zwei 30Wp-Modulen)

    - einem 12V-Blei-Akku 17Ah von Panasonic (gabs mal günstig als Restposten bei Pollin)

    - einem einfachen aber soliden Ladegerät (Ansmann ALCT-6-24/1)mit IU-Kennlinie

    - einer 3fach-Kfz-Steckdose

    - einem 2,1/5,5mm-Hohlstecker-Anschluss


    Der Solarregler ist ein simpler PWM-Regler, den man für unschlagbare 8€ inkl. Versand bekommt. Dafür hat man einen Regler mit 50V Spannungsfestigkeit am PV-Eingang, einen mit 10A belastbaren Ausgang, Über- und Unterspannungsschutz für den Akku, 2 USB-Ladeanschlüsse, ein Display und die Möglichkeit den Lastausgang entweder permanent "on", nur von abends bis morgens oder eine wählbare Anzahl Stunden nach Sonnenuntergang einzuschalten (Straßenlaterne!). Die Tag/Nacht-Erkennung liefert der PV-Eingang ja kostenlos mit.

    Damit die Akkubox beim Verbraucher und nicht beim Solarmodul stehen kann, hab ich dem Kasten 12m Kabel spendiert, so kann man auch notfalls ein einzelnes(!) Modul einer Dachinstallation anzapfen.


    Das Ladegerät liefert max. 1A und ist für Akkus bis 24Ah empfohlen. Es erlaubt ein Laden bei vorhandenem 230V-Netz und kann parallel zum Solarregler betrieben werden. Es hat gegenüber "intelligenten" Ladegeräten a la Ctek den großen Vorteil, dass es bei einer kurzen Unterbrechung der 230V-Versorgung nicht in einen Passiv-Modus zurückfällt, sondern einfach weiterlädt.


    Die 3fach-Kfz-Steckdose dient der Versorgung von Verbrauchern bis max 20A (darüber fliegt die Sicherung an der Batterie raus). In meinem Fall wären das CB-Funkgeräte oder Netbooks mit 12V-Adapter. Der DC-Hohlstecker-Anschluss ist bis 3A nutzbar, das kann z.B. eine FritzBox sein oder andere Kleingeräte wie Ladeschalen für Funkgeräte etc.


    Habe heute mal die sonnigen Abschnitte am Nachmittag ausgenutzt und die Bastelei getestet. So wie es aussieht, funktioniert es ganz passabel.

    Wenn man aus dem 17Ah-Akku 50% entnimmt, sind das 8,5Ah. Damit kann man gut und gerne einen Tag oder eine Nacht lang ein CB-Gerät betreiben (90% hören, 10% senden). Oder man lädt über Nacht Tablets, Handys etc. mit tagsüber geerntetem Sonnenstrom. Oder man baut sich ein "12V-Stecker-Stecker"-Kabel und lädt die Box während einer Autofahrt aus dem Zigarettenanzünder des Wagens.


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  • 2. Die 230V-Powerbox "XL"


    bestehend aus

    - einer alten Alukiste aus Armeebeständen (EDAK-Kiste, Fernmeldekrams)

    - einer Aufbau-Steckdose CEE & Schuko

    - einem 24V-Wechselrichter mit 600W Dauerleistung (1.000W Kurzzeit) und "echtem Sinus" am 230V-Ausgang

    - einem halben NATO-Kabel mit 150A-Stecker

    - einer (von mehreren) BW-Batteriekisten mit 2 NATO-Würfeln (12V Blei-Gel-Akku mit 115Ah) und passender 150A-Steckdose


    Das ist eigentlich mein Notstrom-System für unsere Pellet-Heizung, nur war das bisher ein fliegender Aufbau (der WR lag lose auf dem Batteriekasten). Ich habe damals bei der Installation der Pelletheizung den Netzanschluss steckbar über eine blaue CEE-Verbindung realisiert. So ist die Zuordnung von L- und N-Leiter eindeutig und deshalb hat der Wechselrichter-Kasten nun auch eine CEE-Steckdose bekommen (die korrekte Steckposition des Schukosteckers im Wechselrichter ist markiert).

    Die Alukiste (übrig aus einem anderen nicht realisierten Projekt) passt aber wie die Faust aufs Auge und nimmt alle Komponenten auf. So ist alles aufgeräumt und auch portabel. Die BW-Batteriekisten nutze ich seit längerem, da haben sich ein paar davon angesammelt, z.B. als Bordstromspeicher in der FM-Kabine unseres Unimogs. Allerdings sind die Kisten mit zwei 40kg-Batterien bestückt, nicht mehr wirklich "tragbar", sondern müssen auf Rollbrettern oder einem robusten Bollerwagen bewegt werden.


    Den Batteriekasten kann ich mit einem 24V-Solarregler laden (das ginge zur Not sogar mit dem Billig-Regler aus der 12V-Powerbox, der kann nämlich auch an 24V-Systemen arbeiten und darf PV-seitig dann mit einem max. 260Wp-Modul betrieben werden. In meiner PV-Installation auf dem Scheunendach sind zwei PV-Module als "Lückenfüller" montiert, die ich einzeln verkabelt nach unten geführt habe. Der Batteriekasten kann natürlich auch mit einem 24V-Ladegerät oder über den Ladeanschluss unseres (ex-BW-)Unimogs geladen werden oder mit dem berüchtigten 28V-Diesel-Generator der BW "SEA1,9KWsilent", das sich meinem Sammeltrieb vor einigen Jahren auch nicht widersetzen konnte...


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    Grüsse

    Tom

  • Das hast du richtig gut gemacht! Dein Projekt 1 könnte mich glatt zum Nachbau anregen, da ich ein Teil der benötigten Komponenten noch aus vorherigen Installationen übrig habe. Vielleicht im nächsten Jahr, wenn wieder mehr Zeit ist. Danke jedenfalls fürs Teilen des Aufbaus!


    Nur eine Frage: sichert der Wechselrichter nicht bereits gegen zu viel Last ab? Die Sicherung an der Batterie ist sicher nicht verkehrt, aber würde das nicht auch der WR übernehmen? (Müsste ich in meinem Fall dann noch ergänzen.)

  • Eine Sicherung direkt an der Batterie ist eigentlich ein absolutes Muss. Wenn man wie auch immer, einen Kurzschluss produziert, fließen 3-4stellige Amperewerte, Leitungsisolierungen schmelzen oder brennen innerhalb von Sekunden und man hat keine Chance, den Stromfluss sofort(!) zu unterbrechen, bis man ein 4qmm oder 35qmm-Kabel dann endlich abbekommt, steht die ganze Chose schon in Flammen. Muss man nicht haben.


    Nicht umsonst heissen Sicherungsautomaten auch Leitungs-Schutzschalter.


    Wo man sich eine Sicherung tatsächlich sparen kann, ist am Ausgang eines Wechselrichters, denn die Leistung im Kurzschlussfall ist auf die Leistung des WR beschränkt, die reicht nicht, um die üblichen Leiterquerschnitte zu überlasten.


    Grüsse

    Tom

  • Bitte beachten: Die vorstehenden Ausführungen bezüglich Nichteinspeisen bei Inselbetrieb gelten ausschließlich für Deutschland!


    In Ö ist das durchaus möglich und auch gewollt (möglichst hoher Eigenverbrauchsanteil).


    Auch ökonomisch ist es sinnvoll, die Anlage daraufhin auszulegen. Die paar ct/kWh (ca. 7 aktuell, je nach Anbieter bzw. Fördermodell) machen das Kraut nicht fett. Rentieren tun sich die 25 ct/kWh, die man NICHT bezahlt.

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Maresi Überschuss Einspeisung ist aber kein Insel Betrieb, denn bei Netzausfall wird’s finster werden. Da alle Netzgebunden Anlagen , auch jene der Überschusseinspeisung, ein gültiges Spannungs und Frequenz Signal brauchen um zu arbeiten. Das macht soweit auch Sinn sonst könnte die Hauszuleitung nie vom Versorger Spannungsfrei geschaltet werden um daran Arbeit durchzuführen.

  • Überschuss Einspeisung ist aber kein Insel Betrieb, denn bei Netzausfall wird’s finster werden. Da alle Netzgebunden Anlagen , auch jene der Überschusseinspeisung, ein gültiges Spannungs und Frequenz Signal brauchen um zu arbeiten. Das macht soweit auch Sinn sonst könnte die Hauszuleitung nie vom Versorger Spannungsfrei geschaltet werden um daran Arbeit durchzuführen.


    Meine Anlage speist bei vollem Akku und zuwenig Hausverbrauch den Überschuss auch ein, ist aber durch die vollständige Netztrennung durch die Enwitec Box bei Netzausfall in der Lage weiter zu funktionieren. Um da richtig durchzusteigen wie das ganze im Detail funktioniert reichen meine spärlichen Elektrotechnikkenntnisse leider nicht aus, ich habe da nach einem Blick auf die interne Verdrahtung der Box die weisse Fahne gehisst.


    https://www.memodo.de/media/pd…_de_mq_deba6b2c1899bb.pdf

    Rechne mit dem Schlimmsten aber hoffe das Beste. -Arthur Schopenhauer-