Wachsreste verwerten

  • Was kann man nun daraus alles machen ?


    Wer eine Idee dazu hat, dann bitte hier sie uns vorstellen :lachen: .


    Fange mal an mit einer Variante " Wärme und Licht " .


    Nehme eine Blechbüchse mit einer maximalen Höhe von ca 4 cm und einem Durchmesser von ca 5-10 cm .


    Dann schneide aus Pappe einen Streifen quer der Rillenstruktur und so breit,
    das er ca 4 mm höher ist als die zu verwendete Büchse, dadurch ensteht später ein Dochteffekt .


    Der Streifen wird nun zusammen gerollt, so das er einigermaßen stramm in die Büchse gesteckt werden kann .
    Wenn der Streifen zu kurz war, einfach noch ein Stück mit einfügen .


    Nun wird flüssig gemachtes Kerzenwachs vorsichtig in die vorbereitete Büchse gegeben .
    Nach Abkühlung des Wachses eventuell noch mal nachgießen
    ( da 20-30% Wachsschrumpfung nach Abkühlung ) .


    Jetzt haben wir eine starke Licht und Wärmequelle, die vollflächig ca 2 Stunden mit wenig Rußentwicklung brennt .


    Bei Partys im Freien, hat sich die 5 cm Durchmesser Variante am besten bewährt ( auf Bild 1 hintere Büchse ).
    Die kleine Büchse ist untauglich, ist zu hoch zum Durchmesser .
    Wie im 2. Bild zu sehen, brennt sie auch nicht ab :traurig: .


    Grüsse ZB
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  • @ Techniker,
    - wäre mir eine Ehre .


    Möchte noch erwähnen, das nach abbrennen der Dose die eingelegte Papprolle
    einfach umgedreht wird zur Neubefüllung mit Wachs .


    Es brennen ja nur paar Millimeter Pappe als Docht ab .


    - und nicht eine feuerfeste Unterlage vergessen -


    Grüsse ZB

  • Ich habe mir beim A&M Versand eine Keramikschale mit einem Dauerdocht aus Glasfaser besorgt.
    Dabei kann man sehr gut Kerzen- oder Wachsreste verwerten. Brennt gut und ist auch im Freien zu gebrauchen.

  • Der A&M Verlag heißt jetzt Weltbild und ist im Netz unter AUM oder Weltbild zu finden.


    Diese Art von Kerzenbrenner ist auch unter dem Namen Schmelzfeuer bekannt.

  • Hallo Fischer,


    die sogenannten Schmelzfeuer sind nach wie vor sau teuer, wenn man das so sagen darf .
    Ein Selbstbau ist ziemlich knifflich, aber ich werd es trotzdem mal versuchen ( Ergebnis wird dann hier später bekannt gegeben ) eine Variante davon zu bauen .


    Ein Tipp noch, wenn viel mit Kerzenresten gearbeitet wird, so wird das Ausgangsmaterial immer spröder und der Schmelzpunkt steigt .
    Das liegt daran, das die leichten Stoffe und Weichmacher sich einfach verflüchtigen .
    Da gibt es eine einfache Alternative und die heißt - Technische Vaseline - diese wird, je nach Bedarf, zu gemischt ( 10 - 30 % ) .
    Die Vaseline wird in der Bucht billig angeboten - .


    Grüsse ZB
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  • @ Eterus -


    Keine schlechte Idee, da muss man erst mal trauf kommen - .
    Der Fantasie sind ja bei der Variante auch keine Grenzen gesetzt was die Vielfältigkeit der Verwendung betrifft - .


    Noch ein Tipp von mir hier - Kiefer/Fichtenzapfen betreffend :
    Die Dinger nehmen, auch im völligen getrockneten Zustand einfach kein Wachs im Flüssigbad an,
    aber mit technischer Vaseline eingerieben - ein toller Grill - Holz - Kohleanzünder, brennt lange-heiß und hell .
    Einfach mal ausprobieren - .


    Grüsse ZB

  • Wir haben früher einmal im Jahr einfach (mehr aus Spass an der ganzen Sache) die Kerzenreste des Vorjahres verflüssigt und schichtweise (andere Farben) in alte Lebensmittelgläser mit einem Docht in der Mitte gegossen. Fertig waren eine handvoll neue Stumpen- und Kaminkerzen...

    *** Das Wichtigste am 'Vorbereitet sein' kann man nicht in Taschen packen ***

  • So, jetzt kommt erst mal " Heisses " in die Tasse :grosses Lachen: ,
    aber erstmal meinen Respekt an WAY TO GO - diese Eierlegvarinte wird natürlich von mir abgekupfert :lächeln: .
    Aber nun gehen wir zu meinem Experiment erstmal über .
    Wie ich schon angekündigt habe, wollte ich mich ja mal an der Variante Schmelzfeuer versuchen und heute musste
    ich das erstmal durchziehen .
    Ab auf den Baumarkt, Ofendichtstrick aus Glasfaser geordert und von der Mutti die gute Glühweintasse ausgeborgt :peinlich: .
    Passendes Rohr aus der Kramkiste rausgewühlt und ne passende Feder fiel mir auch noch dabei in die Hände .


    Heizplatte angeworfen, Wachstopf trauf und in der Zwischenzeit alles schön zusammengefummelt .
    Brenner in die Tasse reingeklebt, natürlich mit hitzebeständigem Spachtel und danach das heisse Getränk
    @ Wachs eingefüllt .


    So, es darf gewettet werden ob das nun ein Rohrkrepierer wird oder eine " Heiße " Sache wird :lachen: .


    Das Feuer-Getränk befindet sich jetzt in der Abkühlphase und Testergebnis wird morgen mitgeteilt,
    versprochen :rolleys: .


    Grüsse ZB


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  • Bin gespannt, aber wofür den Aufwand mit dem Rohr und dem Draht
    welcher Nachteil wäre entstanden, den Docht nur grade in den Wachs
    zu hängen ?


    Grüße


    Eugen j.Keusen

  • Way to go, die Eierkartonvariante haben wir auch in Gebrauch - aber bislang ohne Sägespäne. Das wird sich jetzt ändern, spart Wachs, und ich weiß endlich wohin mit dem ganzen Holzabfall. :D


    Bei uns bekommt ein alter teekessel alle Wachsreste ab, bis es sich lohnt, die einzuschmelzen. Wir hatten mal einen offenen Topf, aber der ist auf unserer Esse umgekippt... Ich sage mal so, Wachsexplosionen sind spektakulär.

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    So, nun eine vorläufige Auswertung .


    Zündung der heissen Tasse erfolgte pünktlich 8 Uhr 45 min heute früh - siehe unteres Bild .


    Nun Ergebnis von 9 Uhr 45 min - siehe Bild 2 oben.


    Nun Ergebnis von 10 Uhr 45 min - siehe Bild 3 oben.


    Letztes Bild von 13 Uhr 45 min oben.


    @ Keusen, siehst nun anhand der Bilder warum das Standrohr notwendig ist und die Feder ( Draht geht auch ) verhindert das zurück -
    rutschen des Glasfaserdochtes !


    Mal sehen, wie lange sie brennt und wie lange der Docht den flüssigen Wachs hochziehen kann - .


    Bis jetzt bin ich selber erstaunt über das jetztige Ergebnis, normalerweise müsste man jetzt Altwachs nachfüllen .
    Aber wir sind ja erstmal in der Experimentierphase - .


    Grüsse von Zähneblatt ( Sorry, Bilder sind etwas ungünstig angeordnet )

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  • Hallo Zähneblatt,


    So wie Du das hergestellt hast, gehe ich da richtig in der Annahme, dass man das Ganze eigentlich wieder mit frischem Wachs wieder auffüllen kann, wenn der alte ganz verbraucht ist?:Gut::lachen:


    Einen schönen Gruss


    Dani

  • @ Dani051

    Richtig, Sinn und Zweck ist, das immer wieder Altwachs nachgegeben werden kann und
    das dabei der Docht nicht gewechselt werden muss .


    So, Experiment 15 Uhr 45 min beendet, also nach immerhin 7 Stunden und starker Flamme .


    Die Schmelzbrennerkerze, so will ich sie mal nennen, brannte aber noch .
    Der Abstand von Flamme zu Wachs darf aber nicht zu groß werden, sonst schmilzt das Wachs nicht mehr


    und es wird Zappenduster :rolleys: .


    Das nachgegossende Wachs habe ich separat aber erwärmt, der Brenner hätte den Nachschub wohl
    nicht mehr zum Schmelzen gebracht .


    Im letzten Bild habe ich Kerzenstücke so nachgelegt und die schmolzen wie der Schnee in der Sonne :lachen: .


    Schwachpunkte habe ich erkannt und nun wird eine verbesserte Variante, mit Kupferrohr und Kupferdraht,
    angefertigt .


    Diese wird hier natürlich auch vorgestellt :lächeln: .


    Grüsse ZB


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  • Hat es stark gerußt? und wenn nein, wie dick war das Rohr?


    Spitzenteil! Ich freu mich schon auf die Version 2.0

    Brot ist nicht hart. Kein Brot ist hart!

  • Hallo Harmlos


    Benutzte ein 13 mm starkes Rohr mit Innendurchmesser von 12 mm.


    Der Glasfaser Dichtstrick ist 8 mm stark .


    Hatte am Anfang gerußt:traurig:, weil der Docht zu weit traussen war, ließ sich aber mit einer scharfen Schere
    während der Brennphase gut zurück stutzen :rolleys:.


    Bei Variante 2.0 will ich versuchen, den Docht etwas verstellbar zu machen :lachen: .


    Grüsse ZB


    - - - AKTUALISIERT - - -