11 Tonnen Nahrung landenjährlich im Müll

  • Heute berichten die Medien darüber, 11 Millionen Tonnen Nahrung landen jährlich im Müll, 6,7 Millionen Tonnen kommen aus privaten Haushalten.


    Die Hälfte der Nahrungsmittel, sind Gemüse (26 Prozent) und Obst (18 Prozent).


    Wie ist dies bei euch....


    Werft ihr Lebensmittel in den Müll...

  • Hallo mckoy


    Wir werfen sehr sehr wenig weg. Nur wenn es durch Schussligkeit verdirbt.


    Gemüse wird getrocknet und dann gemahlen und vakuumiert. Brot wird getrocknet, gemahlen und dann als Paniermehl, falsches Schnitzel oder Brotsuppe verwendet.


    Fleisch wird nie schlecht ......, da wir immer wenig kaufen oder dann einfrieren.


    Bei längeranhaltendem Stromausfall wird der Kühler zuerst geleert......, nötigenfalls eingekocht. (Benzinkocher im Grossformat)


    Viele Grüsse, Ernst

  • Den Bericht habe ich heute im Radio aufmerksam verfolgt.


    Aus eigener Erfahrung kann ich lediglich sagen, dass ich nicht stur auf das MHD Datum schaue und jede Überschreitung dieses oftmals fiktiven Datums mit Entsorgung ahnde...ausprobieren ist angesagt, letztlich ist es doch interessant in Erfahrung zu bringen, ob der Joghurt auch nach vier Wochen über dem MHD Datum noch essbar ist, oder unter dem Deckel lustig bunt geworden ist ;-)


    Diese ganze Wegwerferei von noch essbaren Nahrungsmitteln ist Erziehungssache - hätten all jene Menschen, die alles gleich in die Tonne hauen Hunger zu leiden oder nur Centbeträge zum Einkauf, dann würden sie entweder verhungern oder doch nochmal nachdenken, ob die "abgelaufene" Wurst wirklich von gestern auf heute ungeniessbar geworden ist.


    Seltsam, dass diese Thema jahrzehnte nicht den Weg auf die politische Bühne gefunden hat....die Nahrungsmittel-Industrie interessiert ohnehin nur, dass verkauft wird *hüstel*



    Gruss,


    Fairlane

  • Und Brot wird bei uns nur absichtlich alt, denn alle lieben Knödel aus altem Brot, ganz besonders lecker wenn Körnerbrot mit drin ist.


    Aus Obst wird Obstkuchen (Bleckkuchen mit Obst)
    Gemüse wird gekocht und püriert, daraus wird dann eine Sosse oder eine Suppe welche eingefroren werden könnte (ist nie dazu gekommen, dank unseres Hundes)


    Ausserdem wird immer bewusst eingekauft!

  • Ich muss gestehen: Ja, ab und zu landet bei uns auch Essen im Müll. V.a. Obst, da ich wg. zwei Zwetschgen (Pflaumen) nicht die Darre anwerfe.
    Milchprodukte eigentlich ganz selten, Fleisch eigentlich nie.
    Ausnahme: Es wurde zu viel gekocht, und es bleibt gerade so viel übrig, dass sich keine Mahlzeit mehr ausgeht bzw. das Einfrieren oder Aufbewahren nicht lohnt (vor kurzem z.B. ein Viertel einer Bratwurst und einige Pommes).
    Da mir weder Hühner noch sonstige Abfallverwerter zur Verfügung stehen landet das schon mal in der Biotonne...
    Bei Lebensmitteln halte ich mich auch nicht ans Haltbarkeitsdatum. Da vertraue ich lieber meinen 5 Sinnen. Immerhin kann ja Essen auch schon vor dem Ende der Haltbarkeit bereits abgelaufen sein. Andererseits gibt es Lebensmittel, die man trotz abgelaufenem Datum noch ewig weiterverwenden kann (Sauerrahm - saure Sahne für die Nordvölker :rolleys:) z.B. kann drei Monate nach dem Ablaufdatum noch 1a sein - kürzlich wieder bewiesen.
    Oder passierte Tomaten. Ich bin gerade dabei, die im November letzten jahres "abgelaufenen" Vorräte an passierten Tomaten zu Suppe zu verarbeiten.


    Ist btw. ein absolut einfaches Prepper-Rezept: passierte Tomaten 1:1 mit Wasser verdünnen und pro L einen Suppenwürfel dazugeben. Fehlt nur mehr geröstetert Zwiebel (habe noch zahlreiche Dosen vom Aldi daheim), etwas frischer und leicht angeschwitzer Knoblauch und ein paar Kräuter (frisch oder getrocknet).
    Dazu noch getrocknetes Brot und in 10 Minuten ist eine leckere Preppermahlzeit für 2-3 Personen am Tisch!
    Wer will kann mit Sauerrahm verfeinern.

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Wenn ich Lebensmittel wegwerfe dann fast nur weil ich minderwertiges im Handel bekommen habe. Möhren die schon in der Packung verschimmelt sind kommen in den Müll.
    MHD ist nie ein Grund etwas wegzuwerfern, ich habe noch ein Paket Nudeln mit MHD 06/2011 das is grade verbrauche. Die sind noch gut, also verwende ich sie auch.

  • Ich glaube die Sucht nach dem optischen " Optimalen " macht vielen Lebensmittel schneller den garaus.
    Obst darf keine komische Stelle haben, Bananen oder anderes Obst müssen aussehen wie Kunstobst usw.
    Gerade Bananen schmecken aber am besten wenn sie in D schon in der Mülltonne liegen :grosses Lachen:
    ( melde mich hiermit zurück, war auf See ohne Laptop )
    Grüsse - Norbert

  • Wir werfen hier (zwei Personen) im Jahr höchstens 1-2 Kilogramm an prinzipiell noch essbaren Lebensmitteln weg.


    Ich wüsste auch nicht, warum es mehr sein sollte. Wir kennen unsere Mengen und wenn doch mal die Augen größer waren als der Magen, gibt's den Rest halt am nächsten Tag. Die 1-2 Kilogramm rekrutieren sich aus den Lebensmitteln, die man halt am nächsten Tag nicht mehr essen mag (wie z. B. die oben beschriebenen Pommes...).

    *** Das Wichtigste am 'Vorbereitet sein' kann man nicht in Taschen packen ***

  • Eine meiner Tanten in den Staaten hat ein Hängebauchschwein, ist ein Klasse Bio-Müllverwerter...

  • Werfen bei uns daheim auch so gut wie nichts weg, da alles entsprechend verbraucht wird, bevor es schlecht wird. MHD an sich halte ich mich nie dran, ausser ans Verbrauchsdatum. Für den Rest gibt es Auge und Nase, wenns doch mal überm MHD ist, was fast nie vorkommt. Fleisch wird generell eingefroren wenn mehr gekauft wird. Wenn was Fertig gekochtes übrig bleibt, wird es aufgehoben und ist mein Mittagessen für den nächsten Tag auf der Arbeit. Bio Müll bleibt so gut wie nix übrig ausser echten Abfällen.

  • Hallo,


    ich werfe eigentlich nur was weg, wenn es wirklich verdorben ist. Zur Not kann man auch was einfrieren oder den nächsten Tag aufwärmen.


    Ich denke die Fehler werden schon beim Einkaufen gemacht, da wird häufiger mehr gekauft als man wirklich braucht.


    Grüße, Hans

  • Hallo Zusammen


    Wenn wir alles wegwerfen würden, was das MHD überschritten hat, dann wären das auch einige dutzend Kilogramm. Aber zum Glück ist vieles auch weit über das MHD noch essbar und so können wir sagen, dass wir doch wenig wegwerfen. Wenn immer möglich versuchen wir bewusst keine Esswaren wegzuwerfen, ausser sie sind verschimmelt oder so.


    Gruss Moski


    PS: Ich habe zuerst nur den Übertitel des Thread gelesen "11 Tonnen". Da hab ich mir ausgerechnet, dass dies auf ca. 80 Mio Einwohner in Deutschland nicht wirklich viel ergibt. Aber in deinem Beitrag hast du dann korrekterweise "11 Millionen Tonnen" hingeschrieben. So ergibt dies für Deutschland doch 137.5 kg Abfall pro Einwohner und Jahr. Pro Tag wären das dann noch etwa 0.38 kg.


    Mich hat zudem erstaunt, dass die meisten Abfälle doch aus den Haushalten kommt. Ich hätte jetzt spontan daran gedacht, dass Einkaufsläden, Restaurant und Kantinen viel mehr Lebensmittel wegwerfen als der Privathaushalt.

    Keep It Simple

  • Mit solchen hochgebauschten "Studien" bin ich immer sehr vorsichtig.
    Wenn man sich die Sache genauer anschaut, dann basiert die Untersuchung in weiten Teilen auf Sekundärquellen (teilweise 10 Jahre alt) und die Jungs schreiben selber, dass man es nicht genau ermitteln kann.


    Die 60kg pro Kopf und Jahr halte ich für maßlos überzogen und frage mich, welche neues Gesetz damit nun wieder vorbereitet werden soll...


    Ping

    [SIZE=2]Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei und Unwissenheit ist Stärke.[/SIZE]

  • Ich ignoriere das MHD natürlich und ich esse auch 1 Woche altes Brot noch, dennoch landet bei uns so einiges im Müll, hin und wieder Säfte und vor allem auch Obst. Bei Fleisch, Wurst, Käse, Eier ist das doch sehr selten, aber auch da ist es schon passiert, dass wir uns Hackfleisch gekauft haben und dann hat mans 2-3 Tage im Kühlschrank vergessen und das war es dann...


    Auch aus dem Rotationsvorrat hat es schon das ein oder andere erwischt, z.B. Nüsse.


    Ob man jetzt ein moralisch überlegener Mensch ist, weil man weniger wegschmeißt sehe ich eher nicht. Da habe ich mehr Respekt vor denen, die aus ethischen Gründen den Fleischkonsum deutlich einschränken. Überspitzt gesagt: Wer 5kg Brot wegwirft lässt den anderen mehr übrig als der, der 1kg Fleisch isst. Und ob jemand, der 4.000kcal tagtäglich in sich rein schaufelt besser ist als jemand, der 2.000kcal isst und 200kcal wegwirft könnte man auch hinterfragen. Ein anderer füttert einen Hund durch, auch das sind potentielle Nahrungsmittel.


    Keine Frage, Lebensmittel wegwerfen ist blöd und es ist wirklich schade darum, zeigt aber vor allem, in welchem unglaublichen Überfluss wir hier leben. Man sollte sich meiner Ansicht nach aber nicht für moralisch überlegen halten, wenn man wenig Nahrung wegwirft. Der Welt wäre an anderer Stelle weit mehr geholfen...


    Ach übrigens: Wer hat denn in den letzten 10 Jahren wieviele Mobiltelefone gekauft und auch wieder entsorgt? Mal den ökologischen Rucksack eines solchen Telefons betrachtet? Auch das ist Wegwerfen, ein halb fauliger Apfel ist eher defekt zu bezeichnen als ein 2 Jahre altes Mobiltelefon.


    mfg

  • Moin Forum,
    ich habe sehr viel weniger als die 300,- Euro / Monat.


    Nebendem ich einen kleinen Vorrat anlege, esse ich alle frische Kost auf, das bleibt nichts über für einen Vorrat.


    Paar Dosen Suppe, Tütengerichte, Reis, Nudeln, Fleisch im Glas, mehr nicht.


    Und ich frage mich, ob eine ordentliche "Bevorratung" mit ganz wenig Geld überhaupt möglich ist, nein, nicht.



    Michel

  • Moin Laufenburg,
    die 300,- €-Euro beziehen sich auf die Menge an Geld, die mir monatlich zur Verfügung steht.


    Das ist sehr wenig, und z.B. das Anschalten einer Waschmaschine, das ist ein seltener Luxus...


    Es gibt Tage und Wochen, an denen ich kein warmes Essen zu mir nehme, und mich durch die geilen Rezepte im Internet durchklicke...


    All das ist meiner pers. Situation geschuldet, und diese ist nicht schön...



    Michel

  • Zitat von Maggi56;96691


    ich habe sehr viel weniger als die 300,- Euro / Monat.
    Nebendem ich einen kleinen Vorrat anlege, esse ich alle frische Kost auf, das bleibt nichts über für einen Vorrat.
    Paar Dosen Suppe, Tütengerichte, Reis, Nudeln, Fleisch im Glas, mehr nicht.
    Und ich frage mich, ob eine ordentliche "Bevorratung" mit ganz wenig Geld überhaupt möglich ist, nein, nicht.


    Gerade wenn Du nur sehr wenig Geld zur verfügung hast, halte ich einen kleinen Vorat für sehr wichtig,
    sonst wird wohl die Küche ab- und zu kalt bleiben (Wenn man was sofort benötigt, wird man teuer als
    nötig kaufen müssen). Dein Vorat wird dann wohl im wesenlichen aus Mehl, Nudeln, Reis, Hülsenfrüchten
    und selbst konservierten (wenn die kostenlos / sher günstig an was ran kommst) bestehen.


    Hast du mehr Zeit als Geld?


    Dann kanst da etwas drehen:


    - einen großen Bogen um den ganzen Fertiggerichts- und Confined-Kram machen müssen
    - was versuchen, kostenlso abzustauben (Nachlesen von Kartel, Gurken usw. , Obstbäume werden öfters von ihren
    Besitzern nicht (oder nur Teilweise) abgeernte usw.
    - Futtermöhren kosten nur eine Bruchteil der Supermarktware (sind nur krumm, zu klein, abgebrochen usw.)
    - kannst Du Kartoflen lagern ? Hier kosten 10kg Säcke genausoviel wie die 2,5kg-Säcke, beim Bauern lose abgeholt noch mal weniger
    usw.


    Ganz wichtig: Kochen und backen lernen.


    Günstige Gerichte: Reis oder Nudeln mit einer kleineren Menge gut gewürzter Soße, vorzugsweise aus Gemüsebasis, Suppen usw.
    1kg Mehl (jetzt 0,45 Euro beim Discounter, Getreide ist teuer und vor ein paar Monaten war das Preisverhältniss zu Fertigbrot deutlich günstiger)
    + ein wenig Salz + Wasser reichen bei mir für den Brotbedarf einer Wochen (Weizensauer), wen ich jeden 2. Tag backen kann.



    Um beim Thema zu bleiben: Ein großer Teil der Rüstabfälle vom Gemüse und Fleisch und Fisch, Karkassen usw. bilden bei mir
    die Grundlage von Brühen.


    Lebensmittel schmeiße ich extrem selten was weg, aber es passiert eben, das nach 3 Tagen 1-2 Apfelsinnen von einen 2kg Netzt
    anfangen, schlecht zu werden oder die letzten 2-3 , notgedrungen in der warmen Wohnung gelagerten Kartoffeln.
    Da Singelhaushalt muß ich da die kleinen Gebinde, und dann so gut wie immer gewaschnen Kartofeln kaufen.


  • Ist es definitiv. Ich kann jeden Monat maximal 70,-€ investieren, das reicht völlig aus um einen Vorrat für 4 Personen für eine Woche anzulegen. Also schaffe ich in zwei Jahren einen Vorrat für 24 Wochen, dann wird durchrotiert. Und dabei handelt es sich um abwechslungsreiche Kost, die wir auch so ganz normal verwenden, also nichts was wir nicht gerne essen würden.

  • Moin im Thema,


    in meiner TV Programmzeitschrift findet sich heute eine beigeheftete Broschüre des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.


    Kompass Ernährung, Ausgabe 1/2012
    - Zu gut für die Tonne
    - Lebensmittel im Müll
    - Die große Verschwendung


    Diese Broschüre könnt ihr als PDF auch Online lesen, hier der Link: http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Service/KompassErnaehrung/Ausgabe-2012-1.pdf?__blob=publicationFile



    http://"http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Service/KompassErnaehrung/Ausgabe-2012-1.pdf?__blob=publicationFile"