Effizienter Solarlader für AA, AAA & USB gesucht

  • Ich versuche gerade ziemlich viele meiner Geräte auf Akkus umzustellen bzw. die Möglichkeit zu haben, wichtigere Geräte im Falle eines längeren Stromausfalles auch mittels alternativen Energiequellen länger betreiben zu können.


    Ein Solar-/Dynamoradio hat den Anfang gemacht und ein Notfallhandyladegerät mit 2 normalen AA Akkus hat das Notwendigste auf jeden Fall mal vervollständigt. Die PMR Funkgeräte laufen auch über AAA Akkus und selbige schlummern auch im Gerät. Von Taschenlampen brauch ich gar nicht mehr reden ;) Damit wäre alles an elektrischen Geräten in meiner mobilen Ausrüstung genannt.
    Ein paar Solarideen habe ich im tiefpreisigen Segment bereits ausprobiert, die halten allesamt aber leider nicht das, was sie Versprechen. Mein Handy hab ich damit noch nie auch nur ansatzweise laden können.
    Was mich zum Dynamoladegerät brachte. Nur: wer will schon 10 stunden kurbeln, um sein Handy wieder flott zu kriegen? :(


    Meine Frage wäre also, ob ihr mir vielleicht eine halbwegs mobile Lösung anbieten könntet, die auch in einen Rucksack passt und nicht zuviel Platz wegnimmt.

  • Alle Meine Akkus sind alle auf AA umgestellt. Ich achte auch darauf, dass mir kein AAA ins Haus kommt. Bis auf eine TV-Fernbedienung hat das bisher auch geklappt.


    Ich habe eine USB Akkutank von Just mobile. Damit lade ich meine Telefone und PDA. Soetwas kann ich auf jeden Fall auch für den täglichen Gebrauch sehr empfehlen.
    Als normales Heim-Ladegerät habe ich das BC-700 mit 12V-Adapter an der kleinen Solaranlage. Meiner Meinung nach das beste Ladegerät für AA und AAA am Markt, wenns kein Profi-Gerät sein soll.


    Für den Notfall habe ich von Varta noch das Varta easy energy Ladegerät. Das ist aber wirklich nur etwas für den Notfall.
    http://www.amazon.de/Varta-Ene…_top?tag=httpswwwaustr-21
    Das ist ein kleines Gerät für 2 AA oder AA-Akkus mit dem sie an USB aufgeladen werden können oder ihren Saft an USB abgeben.


    Alle mobilen Solarlader sind reine "Schönwettergeräte" Im Ernstfall ist darauf kein Verlass. Wenn überhaupt, kann man nur mit einem passenden Akkutank etwas damit erreichen. Ich teste seit einiger Zeit ein 6W-Modul (Nomad 7M). Das tut zwar soweit was es soll, es ist extrem nervig immer auf die Sonne zu warten. Wenn mal Sonne, ist hat man meist etwas besseres zu tun, als das Modul zu babysitten. Von der angegeben Nennleistung ist meiner Erfahrung nach 1/4 realistisch, wenn man nicht im Sommer richtig und ohne Glasscheiben dazwischen in der Sonne liegt.


    Vielleicht ist der Sunload MultECon Charger M60 etwas für dich. Zwar teuer und groß, aber dafür mit genug Kapazität und Ladefunktion für AA+AAA.


    Grüße
    Solarwind

  • Keine AAAs? Das stelle ich mir aber sehr schwer vor. :-/ Alleine in meiner persönlichen Ausrüstung habe ich einen Bedarf von 16AAAs. Ich habe das Gefühl das mittlerweile AAAs weit mehr verbreitet sind als AAs.

  • Ich habe mich nach Abwäagung vieler Punkte für die AA entschieden. Ich denke, dass ich mit nur einem Batterietyp besser fahre. AAs haben u.a. etwas mehr Kapazität und sind in meinen Augen universeller und verbreiteter. Das mögen andere anhand ihrer Geräteflotte anders entscheiden.


    Taschenlampe: je 1x AA (Olight i2 im EDC und Ansman X1 im Notgepäck)
    Mini-Weltempfänger: 2x AA im Notgepäck
    Telefon(e)+PDA inkl. Navi: USB mit LIon-Akku im EDC


    Mehr ist nicht da an mobilen Elektrogeräten im Notgepäck bzw. im EDC. Das ganze wird mit ein paar Lithium-Batterien als Langzeitreserve im Notgepäck und Eneloop-Akkus, sowie bereits genanntem Just mobile-USB-Akkutank betrieben. Dazu kommen noch je ein 12V- und 230V- auf USB-Adapter.


    Zuhause muss man hier und da natürlich Kompromisse machen. Diverse Knopfzellen und einen 9V-Block im Multimeter gibt es hier auch. Das sind jedoch alles nicht überlebenswichte Geräte (Außer DER einen AAA-Fernbedienung natürlich) :-D und diese Batterein müssen nur sehr selten erstzt werden.


    Generell sehe ich den Trend eher in einem weiteren größeren USB-Akkutank oder einem 12V-LiFePo-Akku mit 10-20 Ah. Da könnte man auch das Notebook mal dranhängen. Aber im Moment ist das eher "Haben will" und weniger wirklich der Bedarf.



    scavenger: der Guide 10 Plus Battery Pack von Goalzero ist vielleicht auch interessant für dich. (Ohne Plus hat er übrigens nur 500mA am USB-Ausgang)


    Grüße Solarwind

  • Hallo,Sokaris!


    Mit mobilen Akkuladern für den Ruchsack wirst Du folgendes problem haben:


    Entweder sind sie klein und leicht aber zu schwach oder sie haben die gewünschte Power sind aber dafür schwer und sperrig. Das lässt sich nur bedingt durch teures Equipment verbessern. Der Akku für die Zwischenspeicherung benötigt halt einfach seine Größe/Gewicht.Vom Solarpanel mal ganz zu schweigen...


    Das Aufladen von Akkus solltest Du meiner Meinung nach nur Stationär(wo auch immer) machen. Wenn du keinen sicheren Standort mehr findest gehe ich davon aus, das Du ganz andere Probleme haben wirst als einen leeren Handyakku.


    Meine Lösung ist ein 20WP Solarpanel welches eine Autobatterie lädt. An die Autobatterie kann ich ein normales Akkuladegerät anschließen bei dem ich das Netzteil einfach weglasse.Dazu muss es natürlich auf 12V laufen.
    Die Autobatterie ist hier quasi das Powerpack. Eine USB Buchse fürs Auto kannst Du natürlich auch an die Batterie anschließen und damit diverse Geräte wie z.B Handys aufladen.
    Das Solarpanel passt auf den Balkon oder auch auf die Fensterbank wenn es gut befestigt wird.


    UmUnterwegs mal sein Handy nachladen zu können empfehle ich dir das hier:
    http://www.google.de/products/…QTO-rXGCQ&ved=0CGAQ8wIwBQ


    Die Batterien die Du dazu benutzt können natürlich auch AA Akkus sein welche Du stationär im Vorfeld geladen hast. :rolleys:


    Das Ganze System hat auch noch folgenden Vorteil:


    Wenn wir mal vom absoluten MadMax Scenario ausgehen das hoffentlich niemals kommt sind die Kabel und das Ladegerät nicht schwer.Und es wird wohl noch einige stehengebliebene Autos mit Restspannung auf der Fahrzeugbatterie geben welche Du nutzen kannst.


    Grundsätzlich solltest Du aber überlegen,ob Du unterwegs wirklich so viel Energie benötigst. Handy oder Funkgerät nur zu festgelegten Uhrzeiten zu benutzen spart eine Menge Schlepperei
    an Equipment. Auch kommen Nachrichten im Radio immer zur vollen Stunde.


    Ich hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben.


    Gruß:Andreas

  • Vielen Dank für eure Tipps!
    Ich habe so etwas in dieser Richtung schon befürchtet und kann also in Zukunft meine zwei kleineren Solar"Ladegeräte" mit gutem Gewissen aus der Ausrüstung schmeissen und sie als "Lehrgeld" abschreiben.
    Ein kleines Ladegerät mit USB - In & Out für 2 AA Akkus habe ich bereits und habe es für recht praktisch befunden. Eine Möglichkeit wirklich Mobil eben diese Akkus wieder aufzuladen wird also weiterhin auf sich warten lassen. Irgendwie traurig: wir schiessen Teilchen mit Lichtgeschwindigkeit durch Magnetröhren um hinter die Geheimnisse des Universums zu kommen und auf der anderen Seite können wir kein Gerät erfinden, dass 2 popelige AA Akkus aufladen kann und halbwegs kompakte Maße hat ;)


    Für das stationäre Daheim jedoch wäre das interessant. Könntet ihr mir als absoluten Laien was Solartechnik angeht vielleicht einen Aufbau einer solchen Anlage beschreiben (vielleicht auch mit dem einen oder anderen Foto?)?
    Wir haben hier doch recht viele starke Sonnenstunden, da würde sich etwas derartiges sicher bewähren können denke ich. Zumindest für ein paar Akkus :)

  • Schau dir mal sowas an, ist zwar von pearl, aber die Mischung Preis/Leistung Qualität sollte reichen: http://www.pearl.de/a-NC5466-5452.shtml Ich will mir das mit etwas weniger leistung als Stomversorgung für meine Arduino Wetterstation (mit geigerzähler ;-) ) holen.
    Wenn es doch Mobil sein Sollte schau dir mal das Aurora 12 an (Hersteller, http://%22https//www.amazon.de…%22=&tag=httpswwwaustr-21).


    Gennerell Bendeke: Wer billig kauft kauft zwei mal


    Dazu dann noch das BC-700 das ist wirklich klasse.

  • Vielen Dank falkner! Das ist in etwa eigentlich genau das, was ich gesucht habe (in beiden Varianten!). In Kombination mit einer Powerbank sollte damit doch einiges machbar sein und sämtliche Akkus und auch ein Telefon oder Navi unterwegs oder daheim ohne Strom ladbar werden. Meine Stromsorgen sind aufs Erste mal gelöst denke ich! Ich mag dieses Forum jetzt schon sehr :-)

  • Wir haben unsere Batterien und Akkus auch fast komplett auff AA reduziert.
    Einige wenige AAA, CR123A und Knopfbatterien sind noch im häuslichen Einsatz (Fernbedienung, überall verteilte Taschenlampen, etc.).


    In den BOBs werden jedoch nur AA-Batterien verwendet, da diese eine deutlich höhere Kapazität haben.
    Akkus kommen nur zuhause zum Einsatz, da sie immer gerade leer sind, wenn man sie mal draußen braucht.


    Wenn ihr einen wirklich brauchbaren Akkulader gefunden habt der auch mit sehr wenig Sonne Leistung bringt, gebt mir bitte bescheid.
    In unseren Breitengraden (Norddeutschland) ist das alles Mist, mit Ausnahme an wenigen Tagen im Sommer.

  • Ich bin bisher auch immer mit Batterien anstatt Akkus ausgestattet gewesen. Ich hatte da eher den Ansatz der "Nachhaltigkeit" wenn der Strom wirklich mal über längere Zeit weg ist. Mittels Solar könnte ich die Akkus entsprechend ihrer Ladezyklen wieder flott kriegen und hab so doch eigentlich bessere Chancen gegenüber Batterien. Ich hab derzeit ca. 100 AA Batterien und 60 AAA Batterien "gebunkert" weil ich die relativ günstig kaufen konnte. Aber Akkus verwend ich mittlerweile immer öfter für GPS und co. Dass hier die Kapazitäten andere sind, hab ich aber auch schon bemerkt.


    Bin ich mit meiner Intention im Falle eines Falles auf Akkus zu setzen vielleicht falsch unterwegs und sollte ich mir statt der Solarsache im gleichen Budgetrahmen doch Batterien zulegen?

  • Zitat von sokaris;106126


    Bin ich mit meiner Intention im Falle eines Falles auf Akkus zu setzen vielleicht falsch unterwegs und sollte ich mir statt der Solarsache im gleichen Budgetrahmen doch Batterien zulegen?


    Ja, minn Batterien.
    Am besten Lithium.
    Schau mal in der Bucht nach, da gibt es günstige Batterien in großen Mengen (Energizer Lithium, Duracell, etc.).

  • Zitat von sokaris;106076

    Vielen Dank für eure Tipps!
    Ich habe so etwas in dieser Richtung schon befürchtet und kann also in Zukunft meine zwei kleineren Solar"Ladegeräte" mit gutem Gewissen aus der Ausrüstung schmeissen und sie als "Lehrgeld" abschreiben.


    Hallo Sokaris,


    wenn Du die Dinger wegschmeisst, dann sag mir, wo sie liegen. :rolleys:


    Ich gebe Satras im Grunde recht, ich habe auch eine kleine Solar-Inselanlage, nur ist die dummerweise stationär und nichts zum mitnehmen, auch einige akkubetriebene USB-Lladegeräte gehören zur Ausrüstung.



    Andererseits besitze ich auch einen kleinen rucksacktauglichen Solarlader (Conrad), der einige NiMH-Akkus enthält. Ich habe mit dem Ding vor kurzem während unseres Urlaubs experimentiert. Die Solarzelle ist mit 2W / 7V angegeben. Bei voller Sonne lieferte sie im Ladebetrieb auf leere Akkus gemessene 300 mA . Die internen Akkus (5x AAA zu je 900 mAh in Reihe) waren nach einem halben Tag geladen und standen zur sonnenunabhängigen Ladung von mobilem Gerät zur Verfügung.


    Viele Grüsse


    Matthias

    They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.
    Benjamin Franklin (1775)

  • Zitat von Bärtram;106125

    ...
    Wenn ihr einen wirklich brauchbaren Akkulader gefunden habt der auch mit sehr wenig Sonne Leistung bringt, gebt mir bitte bescheid.
    In unseren Breitengraden (Norddeutschland) ist das alles Mist, mit Ausnahme an wenigen Tagen im Sommer.


    Naja, die Aurora 12 hat da schon einige Reserven. Schön bei der ist das man auch mehrere von den dingern kopplen kann. Steht auf jedenfall auf meiner persönlichen Einkaufsliste. Muss mir nor noch überlegen wie ich die Anschaffung vor meiner Frau rechtfertige...


    Aber ich finde wie gesagt auch den Biolite Stove so interessant für's BOB. Verbrennt Biomasse, sorgt für Wärme und eine Kochmöglichkeit und produziert nebenbei auch Strom. Nur das Gewicht ist etwas hoch.

  • Hallo Sokaris, beschreibe bitte mal etas genauer, was bei dir "unterwegs" bedeutet.


    Geht es dir z.B. um Notgepäck, Campingtouren mit Rucksack oder eher mit Wohnmobil oder das tagtägliche Reisen?
    Mit ein paar Eckdaten zu deinen Einsatzbedingungen lässt sich eine Abwäagung Solar/Akku/Batterien besser treffen.


    Batterien haben den Vorteil der jahrelangen Lagerfähigkeit. Ansonsten sind eigentlich Akkus die bessere Wahl. Auch dort gibt es Modelle, die man getrost 1/2-1 Jahr liegen lassen kann.


    Grüße Solarwind

  • scavenger:
    Normale Einwegbatterien haben noch einen deutlichen Nachteil: Bei hohen Strömen geben sie sehr viel schneller auf als NiMH-Akkus oder auch Lithium-Batterien. Dieses Verhalten fällt zum Beispiel bei kräftigen Taschenlampen, Digitalkameras (gibt es kaum mehr mit Batterieschacht) und ähnlich starken Verbrauchern auf.
    Für unterwegs würde ich auf einen möglichst kräftigen Lader in Kombination mit einem schnellladefähigen Pufferakku setzen. Ein kleiner Solarlader der bei günstigem Wetter schon mindestens einen ganzen Tag braucht um einen Akku zu laden wird nicht sehr hilfreich sein.

  • So viele starke Verbraucher hat man aber i.d.R. nicht im BOB, oder?
    Selbst meine JetBeam PA 40 hat mit guten AA (Duracell, Energizer) keine Probleme, auch nicht bei Minusgraden.
    Im Winter versagen Akkus regelmässig.

  • Sollte man nicht mal ein Forums-Ladegerät entwickeln? Im Prinzip ist das auch recht einfach.


    Vorschlag:


    [ATTACH=CONFIG]9041[/ATTACH]


    2 x Solarzelle (5-6 Volt, am liebsten so 300 bis 400 mA) http://www.conrad.de/ce/de/product/110491/
    1 x Diode http://www.conrad.de/ce/de/product/180580/
    1 x USB-Schlachtekabel http://www.conrad.de/ce/de/product/990761/


    Und als Last sowas:


    USB-AA(A)-Akku-Ladegerät http://www.conrad.de/ce/de/product/200170/


    Oder sowas:


    LiIo-Akku mit USB-Ausgang: http://www.conrad.de/ce/de/product/251090/


    Oder direkt ein Smartphone dranhängen.


    Die Lasten haben alle eine Ladeelektronik dabei. Die Diode verhindert das die Last sich in die Solarzelle entlädt.


    Wenn man die Zellen in Reihe hat und noch eine andere Diode und ein anderes Kabel holt kann man damit ein Notebook (sehr langsam) aufladen, wenn man sie parallel hat die USB-Dinger.

    Dateien

    • Diagramm1.png

      (4,34 kB, 20 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Zitat von sokaris;105987


    Meine Frage wäre also, ob ihr mir vielleicht eine halbwegs mobile Lösung anbieten könntet, die auch in einen Rucksack passt und nicht zuviel Platz wegnimmt.


    Ich habe gleich zwei Systeme.


    Das im Notrucksack ist von denen: http://www.swisssolarcharger.c…NIVERSALSWISSSOLARCHARGER


    Meines gibt es wohl nicht mehr, Besteht aus einem ca. 5V und angeblich 5W (real eher 4W) Solarmodul (140g herum) und dem eigentlichen Li-Ionen-Ladegerät. Auch ein USB Ladegerät für 4x1 AA oder AAA war dabei.
    Das ganze ist in China eingekauft und bekommt ein Schweizer Label draufgepappt und den 10fachen Preis. Teilweise wissen die selbst nicht, was sie da verkaufen und mein erstes Modul hatte ne defekte Bypassdiode und es hat etwas Überzeugungsarbeit gebraucht bis ich da Ersatz bekommen konnte.
    Der Eingang verkraftet übrigens maximal 500mA, also maximal 2,5W, wobei am Akku (3,6V) dann nur noch 1,8W Ladeleistung ankommen. Der DC-DC-Wandler am Ausgang wird recht heiß, da geht viel der kostbaren Energie wieder verloren. Ist halt alles billiger Chinakram.
    Dafür kann man das Teil aufschrauben und es stecken drei Standardakkus in 18650er Bauform drin. Wenn man sich gute Zellen gönnt (z.B. Panasonic NCR18650A) kann man die Kapazität um ca. 40% erhöhen, aber mit 6,6Ah ist die auch in der Standardbestückung ganz ok, reicht für 2x Smartphone laden.


    Gut daran ist, dass alles über 5V läuft, also 5V rein und 5V raus und die Kabel miteinander kompatibel sind. Man kann also das Handy auch direkt ans Solarmodul oder Netzteil anschließen, wenn man Lust hat. Das mitgelieferte AA Ladegerät funktioniert direkt am Solarmodul aber nicht, da gepulste Ladeströme. Ansonsten erfüllt es seinen Zweck, ich habe es aber durch ein kleineres und leichteres primitives 2x1 AA/AAA Ladegerät ersetzt, das garnix macht, außer eben den Akku langsam und konstant zu laden, bis man den raus nimmt. Würde man daheim nie machen, für den Rucksack und nen Solarlader aber genau richtig.
    Braucht aber robuste NiMh Zelle, aber was anderes außer Sanyo Eneloop kommt mir eh nicht mehr ins Haus und die vertragen das gut.


    Dann habe ich noch dem M5 von Sunload http://www.sunload-shop.de/a1/a1-1/5.html


    Das ist angeblich made in Germany und zumindest technisch auf einem anderen Niveau mit LCD Display und MPP Tracker. Hier hab ich mir die Solarmodule dann direkt aus den USA geholt für den Bruchteil des Preises. In meinen Fall ein paar Ascent Solar mit ca. 16V und angeblich 4,5W (real eher 4W). Das wiegt nur ca. 110g und ist komplett dunkel.
    Vorteil ist, dass man Solarmodule oder andere Stromquellen mit einem sehr weiten Spannungsbereich (6V bis 30V) anschließen kann und der Eingang tatsächlich bis zu 6W Ladeleistung zulässt. (ab 12V, da max. 500mA)


    Leider ist der verbaute Akku im Vergleich recht winzig (so aus der Erinnerung raus 1800mAh) und da das Gerät verklebt ist und der Akku ein prismatischer, kann man das auch nicht so einfach gegen was besseres tauschen.


    Blöd am MPP Tracker ist, dass er bei trüben Wetter nicht wirklich in den Gänge kommt, da lädt das "Schweizer" Produkt schon mit sachten Strömen.


    Das für mich aber absolute K.O.Kriterium ist der Ausgang. Mein Motorola Defy genehmigt sich, sofern verfügbar, nen kurzen Strompeak jenseits der 900mA beim anstöpseln. Damit zeigt der sunload eine Fehlermeldung an und schaltet sich ab. Würde er einfach nur den Strom auf 900mA begrenzen wäre das alles gar kein Problem. Lustigerweise reicht bereits eine dazwischen geschaltete Messeinrichtung, um das laden dann zu ermöglichen (übrigens nach dem kurzen peak dann mit rund 400mA).


    Begründet wurde das vom Hersteller damit, dass es beim Design des Gerätes seinerzeit noch keine smartphones gab und das Gerät ja die USB Spezifikationen einhält. Der kleine Akku ist dem Kundenwunsch geschuldet, die möglichst kleine Geräte haben wollen.


    Im Grunde genommen kann ich keins der beiden Produkte uneingeschränkt empfehlen und überteuert sind sie beide. Beide schicken übrigens zu große Netzgeräte mit. Beim sunload gibt es alle denkbaren Adapter gleich mit dazu, dafür ist die Eingangsseite (6V bis 30V, typ. 12V) nicht kompatibel mit dem Ausgang (5V), man muss also immer das Gerät dazwischen haben.
    Bei den Schweizern muss man die meisten Adapter teuer dazu kaufen. Auch da liegt die Marge jenseits der 1000%, mir ist das aber erst nachträglich aufgefallen, dass das einfach der Nokia Stecker ist.


    Für das ausschließliche Laden von AA Zellen würde ICH erst einmal robuste Zellen besorgen. Ansonsten braucht man garnicht erst anfangen. Also Sanyo Eneloop. Die quäle ich seit 5 Jahren und die sind immer noch zu 100% funktionsfähig.


    Dann würde ich mir ein 5V Solarmodul in ca. DIN A4 Größe kaufen und da dran einen möglichst primitiven USB zu AA/AAA Lader dran hängen. Idealerweise ganz ohne Mikroelektronik, Steuerung und was auch immer, nur die Zellen müssen jeweils einzeln geladen werden können (womit 90% des Angebots leider wegfällt).
    Mein Lader befindet sich in Alufolie eingepackt im Notrucksack, da will ich jetzt nicht ran. Hab den auf Amazon gefunden und er hat eben pro Ladeschacht eine eigene LED.


    Und damit lädst Du Deine Zelle. Du überlädst sie möglicherweise auch mal, was ihnen sicherlich nicht wahnsinnig gefallen wird, aber eine vernünftige dU Ladung kann man direkt über Solar sowieso nicht machen, dann dazu braucht man konstante Ladeströme.


    Über das 5V Modul kannst Du dann auch Geräte, die ansonsten über USB geladen werden auch direkt laden.


    Der große Nachteil ist, dass man den Ladezustand der Zellen nicht wirklich kennt. Das ist kein großes Problem, wenn man nur Geräte hat, die mit jeweils 1 Zelle laufen. Wenn leer, dann leer.
    Aber das ist bei Dir ja nicht der Fall.

    Zuverlässiger wirds mit dem beiden o.g. Produkten, wobei ich wenn schon, dann das "Schweizer" nehmen würd, aber Du musst Dir bewusst sein, dass die Leistung nicht dem Preis entspricht und bei Ladevorgang locker 70-80% der im Modul erzeugten Solarenergie auf den ganzen Umwandlungspfaden verloren gehen.


    Ich selber bin natürlich ein freak und werde das sunload wahrscheinlich diesen Herbst im Himalaja testen (wenn ich den Ausgang so modifiziert bekomme, dass ich mein smartphone problemlos laden kann) und zu meinen Schweizer Produkt im Notrucksack überlege ich mir, ob ich mir zum Spaß noch einen Thermogenerator mit 5V Ausgang für die Winterversion dazu kaufe.
    Ist halt technische Neugierde.


    Die o.g. Anbieter vertreiben übrigens auch Produkte eine Nummer größer dann auch mit 12V Ausgang. Evtl. sind dort die Probleme weniger stark ausgeprägt? Für den Notrucksack wären mir die aber zu schwer.


    Hier würde ich "vom Gefühl her" aber das sunload Produkt wählen, das hat nen 12V Ausang und nicht diese 19V zu 12V Krücke und bei diesem Leistungen ist ein MPP Tracker und ein gutes Display schon nicht verkehrt.


    mfg


    Die eingebaute LED Beleuchtung in meinem Swisssolarcharger ist zwar ebenfalls eher "primitiv", taugt aber als Leselicht und leuchtet bei vollem Akku tagelang.


    PS: Swisssolarcharger vetreibt jetzt ein neues "XL" Produkt , das von mir gesagte bezieht sich noch auf den alten, den man hier im Bild sieht unter Punkt m)
    Vieles am neuen klingt zumindest verbessert, allerdings halte ich den Micro USB Stecker als Ladestecker für eine Fehlkonstruktion. Dieser Stecker ist dafür viel zu sensibel.


    [ATTACH=CONFIG]9048[/ATTACH]

    Dateien

    • BOB7.JPG

      (137,96 kB, 48 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Zitat von falkner;106080

    Schau dir mal sowas an, ist zwar von pearl, aber die Mischung Preis/Leistung Qualität sollte reichen: http://www.pearl.de/a-NC5466-5452.shtml Ich will mir das mit etwas weniger leistung als Stomversorgung für meine Arduino Wetterstation (mit geigerzähler ;-) ) holen.
    Wenn es doch Mobil sein Sollte schau dir mal das Aurora 12 an (Hersteller, http://%22https//www.amazon.de…%22=&tag=httpswwwaustr-21).


    Gennerell Bendeke: Wer billig kauft kauft zwei mal


    Dazu dann noch das BC-700 das ist wirklich klasse.


    kann das BC-/700 auch mit einem 12V Autoanschluß betrieben werden?