Strompreise gestiegen, heute Nachricht erhalten, ab 2020 dann 30 Cent/kWh

  • Heute hatte ich die Nachricht im Briefkasten, jetzt ist es so weit die 30 Cent-Marke für die Kilowattstunde Srom ist geknackt.

    Jetzt meint Tip für euch, ich habe bereits zwei sogenannte "Balkonkraftwerke" in meiner Familie installiert. Die laufen super.


    Was braucht man?


    1. https://www.ebay.de/itm/Solarp…923399:g:~JUAAOSw7qRdvEnS

    2. https://www.shop-muenchner-sol…rsion-inv315-50-eu-rf.htm


    zu 2. die Anschlussleitung mit Schukostecker dazubuchen.


    Installation kann jeder:


    1. Modulwechselrichter unter die Platte schrauben, Stecker rein. Anschlusskabel rein und in eine beliebige Steckdose im Haus einstöpseln, fertig.


    Das Gerät synchronisiert sich mit der Netzfrequenz von 50 Hz und schaltet sich dann drauf.

    Wenn die Sonne scheint werden ca. 150 bis 250 Watt eingespeisst und wenn du nicht soviel verbrauchst dreht sich dein Zähler (Drehscheibenmodell (alt)) rückwärts.

    Ansonsten um den Wert langsamer, den die Sonne gerade einspeisst.

    Die Grundlast (Kühlschrank, Netzteile f. Telefone und TV usw...) deckt die Anlage fast immer ab, ausser nachts.

    Die 360€ sind je nach Sommer in drei Jahren wieder drin und die Platte hält ca 20 Jahre.

    Wer Kontrolle über den Stromgewinn haben möchte kaufe bei Amazon noch den "Brennstuhl" Verbrauchszähler Zwischenstecker. Nur der Brennstuhl kann auch Einspeisung zählen.


    Nein ich verdiene nix daran, das ist keine Werbung nur ein Tipp gegen die 30 Cent.

    Wenn ihr es als fertiges Set kauft kostet es nen 100€ schein mehr, deshalb hier meine rechechierten Links. (Finger weg von 40€ China-Wechselrichtern, die haben die vorgeschriebene Abschaltung bei Netztrennung nicht.)

  • Hey Adventurebiker,


    danke für die Erklärung und die Bezugsquellen. Das System ist einfach und fast selbsterklärend, Plug and Play sozusagen.


    Vor der Steckdose noch ein Ladegerät und daran ne Batterie müsste ja gehen und schon hab ich zusätzlich noch eine "Notfall- Stromversorgung"


    Grüße


    Mondfrey

  • Vor der Steckdose noch ein Ladegerät und daran ne Batterie müsste ja gehen und schon hab ich zusätzlich noch eine "Notfall- Stromversorgung"

    so ist das leider nicht möglich/gedacht. Balkonkraftwerke sind nicht zum Strom speichern gedacht, wenn du eine "Notfall- Stromversorgung" willst dann beschäftige dich mal mit "Insel Solaranlagen".


    du kannst aber natürlich Akkus über ein Ladegerät laden - dann hast du aber nur geladene Akkus und noch keinen Wechselstrom mit 230V

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • Der "Aeceonversion" ist doch ein Wechselrichter, er wandelt auf 230V um, um, oder?


    Kann ich diese 230V nicht benutzen um ein z.B. Wohnmobil-Ladegerät zu "beliefern"?


    In meinem Bus kann ich über die Lichtmaschine, das Solarpanel und über 230V das Trible-Ladegerät füttern.


    Grüße




  • Der "Aeceonversion" ist doch ein Wechselrichter, er wandelt auf 230V um, um, oder?


    Kann ich diese 230V nicht benutzen um ein z.B. Wohnmobil-Ladegerät zu "beliefern"?


    Das funktioniert so nicht. Der beschriebene Wechselrichter ist mit einer ENS (Einrichtung zur Netzüberwachung mit zugeordneten Schaltorganen) ausgestattet. Dies stellt sicher, dass der Wechselrichter bei Ausfall des Stromnetzes binnen kürzester Zeit abschaltet.


    Du kannst deine Akkus mittels Ladegerät wohl laden, sofern der Netzstrom anliegt. Aber bei Netzausfall bringt dieser Wechselrichter nichts mehr. Der ist ausschließlich dafür gedacht, Strom ins funktionierende Hausnetz einzuspeisen und damit die Stromkosten zu senken.

  • Währe aber auch nicht sinnvoll von 24V auf 230V zu wandeln und dann wieder auf 12V runter zu wandeln; das sind unnötig hohe Umwandlungsverluste. Wenn du pro Wandler einen Wirkungsgrad von 80% annimmst kommen nach 2 Wandlern noch 64% der erzeugten Energie im Akku an. Direkt laden ist für dein Wohnmobil der bessere Weg.

  • Ja, da gibt es ein vereinfachtes Anmeldeverfahren. Dann wird der Energieversorger einen Zähler mit Rücklaufsperre installieren. An diesen Balkonkraftwerken müssen spezielle Stecker verbaut sein, in der Anlage des Kunden passende Einspeisesteckdosen. Wenn man das alles erfüllen möchte, ist eine Rentabilität fast nicht mehr erreichbar.


    Die maximale Einspeiseleistung ist je Kundenanlage auf 600 W begrenzt.


    Die BNA ist hierfür nicht relevant.

  • Rücklaufsperren haben die Zähler doch schon seit Jahrzehnten standardmäßig.

    Nur die, die dieses Symbol haben. Wir hatten von 2010 -2015 einen elektronischen Stromzähler im Verteilerschrank. Dann kam Ende 2015 der Netzbetreiber und meinte, er müsse den Zähler austauschen, weil die Eichung dieser elektron. Zähler nur 5 Jahre gilt. Seither haben wir wieder einen Ferraris-Zähler und der hat das verlinkte Symbol nicht und damit hat er auch keine Rücklaufsperre.

    Die Stecker müssen beidseitig berührungssicher sein, Kupplung und Stecker dürfen auch im getrennten Zustand keine berührbaren spannungsführenden Teile haben.

    Von Wieland gibt es solche Stecker, die werden z.B. bei vorverdrahteten Heizkesseln oder Deckenleuchtensystemen für Büros/Fabrikhallen zum Netzanschluss verwendet.

    Für Balkonkraftwerke hat Wieland auch einen speziellen Steckverbinder herausgebracht, dessen Wanddose in IP44 auch in einer Außenwand montiert werden darf.

  • Das stimmt, Festanschluss oder die speziellen Stecker. Das ist aber eigentlich Quatsch mit diesen Steckern, da die Wechselrichter sofort abschalten wenn sie vom Netz getrennt werden. Es sind schon ein paar 100.000 Anlagen in Deutschland in Betrieb genommen worden bevor diese Vorschrift rauskam und deshalb mit einfachen Schukostecker in Betrieb. Die 600 W sind deswegen vorgeschrieben, weil die Platte vor der Sicherung einspeist, genau genommen nach der Sicherung wenn man vom Energieversorger her guckt D.h. die Sicherung im Kasten die zum Beispiel 16 A hat löst erst aus wenn diese überschritten werden plus der Strom der Solarplatte. Aus diesem Grund hat man es auf 600 W festgelegt. Wie immer klatscht sich Deutschland auch hier wieder als einziges Land mit Vorschriften dermaßen zu, dass wir letztendlich den Anschluss an dem neuesten Stand der Technik hinterherhinken. Beispiel Mobilfunknetz und die albernen regeln mit Kettensägen Führerschein und so weiter, einfach nur zum Lachen.

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  • Das ist aber alles kein Grund um Angst vor so einer Anlage zu haben, denn was du in deinem Haus in die Steckdose steckst ist ganz allein deine Sache. Man sollte natürlich ein gewisses Wissen mitbringen und keine Experimente als Laie unternehmen. Trotzdem halten diese ganzen Vorschriften schon wieder etliche Leute davon ab sich eine eigene Mini Solaranlage einzurichten.

  • Das stimmt, Festanschluss oder die speziellen Stecker. Das ist aber eigentlich Quatsch mit diesen Steckern, da die Wechselrichter sofort abschalten wenn sie vom Netz getrennt werden.

    Ich denke mal, dass die Vorschrift so gehalten ist, dass die Sicherheit auch bei jenen Modellen gegeben ist, die keine sofortige Abschaltung des WR haben. Und bei vielen billig-WR (wovon ich bei diesem Preis ausgehen muss) liegt auch noch Spannung an, wenn man den Stecker in vollem Betrieb rauszieht...

    Was passiert eigentlich wenn ich 3 Anlagen an Schukosteckdosen und ohne Anmeldung betreibe?:P:evil:

    Das selbe, wie wenn du eine Anlage mit mehr als 600W betreibst: In den allermeisten Fällen (lies: solange niemand draufkommt und nix passiert) vermutlich gar nichts. Wenn aber jmd. dadurch zu Schaden kommt (z.B. Brand, Stromschlag bei Löscharbeiten, ...) bekommst du ein richtiges Problem.

    Nennt sich dann grobe Fahrlässigkeit: Versicherungen gehen in Regress, du bekommst eine Betrugsanzeige, Steuerhinterziehung, ...

    Wobei die beiden letztgenannten Sanktionen auch dann drohen, wenn man "nur" draufkommt, dass du so eine nicht genehmigte Anlage betreibst.


    Wer sich mit dem Gedanke spielt, so eine Anlage in Betrieb zu nehmen findet unter https://www.vde.com/de/fnn/arb…zeugungsanlagen-steckdose die für D gültigen Infos schön zusammengefasst.

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • was du in deinem Haus in die Steckdose steckst ist ganz allein deine Sache


    Das wird der Versorgungsnetzbetreiber erst dann so sehen, wenn er deinen Hausanschluss von seinem Netz abgeklemmt hat. Solange deine Steckdosen mit dem Netz des VNB verbunden sind, gelten die Spielregeln, die im Strombelieferungsvertrag stehen (TAB - technische Anschlussbedingungen). Du darfst z.B. nicht beliebig viele komplexe Lasten anschließen (bei denen der Leistungsfaktor cos Phi zu sehr von 1 abweicht. Hat man z.B. sehr viele Verbraucher mit kapazitiver Last (Kondensatoren), dann muss man diese in der Installation durch Kompensationsdrosseln ausgleichen. Umgekehrt bei sehr stark induktiver Last muss man die Leistungsfaktorverschiebung durch Kondensatoren ausgleichen. Solange ohmsche Verbraucher wie Glühbirnen und elektrische Küchenherde die Hauptlast darstellen, ist das kein Thema, aber schon bei komplett auf LED-Beleuchtung umgerüsteten Gebäuden kann die Korrektur des Leistungsfaktors nötig werden. Schaltnetzteile (PCs etc.) müssen eine eingebaute PFC (power factor correction) besitzen.


    Und sobald man über einen Endverbraucherstromkreis (Steckdosenstromkreis) quasi rückwärts Strom einspeist, wird der VNB nervös. Denn er muss schon aus Gründen der Arbeitssicherheit garantieren, dass ein Hausanschluss abschaltbar ist und bei einem Netzausfall nicht unkontrolliert aus einem Hausanschluss Strom ins Netz eingespeist wird. Deshalb dürfen ja auch nur solche "Balkonkraftwerke" über Steckdosenstromkreise einspeisen, die über einen zugelassen NA-Schutz verfügen, der die Einspeisung nur bei vorhandener Netzspannung ermöglicht.


    Grüsse

    Tom

  • Es gab ja schon die links, aber wenn man sein Kleinkraftwerk über eine eigene FI+ Sicherungs Kombination separat absichert, dann ist schon das meisste passiert, und in Ordnung!


    80% der ganzen Auflagen dienen doch eh nur zum Erhalt des Strommonopols der grossen Energieversorger, die um ihre Gewinne bangen....

    Und da wird lobbymäßig die ganz grosse "gefährlich" keule geschwungen, damit der unbedarfte Interessent ja Abstand von der Idee nimmt!


    Ausrechnen sollte man aber schon was da so über bleibt.....

    Oftmals sind die kleinen Anlagen völlig überteuert!

  • Ein Toyota Mirai ist nicht nur ein Auto mit Brennstoffzellentechnologie.

    Laut Prospekt, kann man ihn über eine Steckdose im Kofferraum auch mit dem Haus verbinden und hat somit ein 60kW Notstromaggregat.

    Nur die Wasserstofftankstelle sollte vorhanden sein. Da happerts noch.