Das Gartenjahr 2020

  • Ja mit Radieschen ist das so eine Sache. Selbst ich, der schon seit Jahren gärtnert habe immer wieder Probleme mit Maden. Dabei spielt es keine Rolle ob trocken oder zu feucht. Was das matschig/faulig betrifft da kann ich nichts zu sagen. Aber es kann sein das der Kohlrabi daran schuld ist, denn Radieschen und Kohlrabi vertragen sich als Nachbarn nicht.

    Du solltest dir erstmal eine Liste machen mit Pflanzen die sich gegenseitig helfen, oder die sich patou nicht leiden und dadurch schlechter wachsen, ja sogar eingehen können sie.

    Dann ob sie Starkzehrer sind wie Kartoffeln oder Mais. Mittelzehrer wie Möhren oder Knoblauch, oder Schwachzehrer wie Radieschen, Salat, oder Bohnen.

    Alles irgendwie in die Erde und drauf hoffen das es gedeiht das geht nicht. Etwas vorbilden muss man sich schon. Im Netzt gibt es genügend zu lesen. Die beiden LInks die ich für dich rausgesucht habe sind nur ein kleiner Teil. Und wenn du überhaupt nicht weiterweißt helfen dir sicher Gärtnereien mit Rat und Tat.

    Gärtner kann ein schönes Hobby sein bis hin zur fast Selbstversorgung,aber man muss so einiges Wissen. Sonst nehmen es dir die Pflanzen übel, und du hast nur Frust.



    http://www.neulichimgarten.de/…nd-radieschen-ohne-maden/

    https://www.gartengnom.net/sch…mittelzehrer-starkzehrer/

  • Du solltest erst mal genau bestimmen, was das für Viecher sind. Die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass die anderen Radieschen auch befallen werden.

    Ich tippe auf Kohlfliege, aber ganz sicher bin nicht. Ich habe die anderen Radieschen jetzt weggemacht, die standen genau daneben und zwischen dem Kohlrabi. Die nächsten kommen vielleicht an das andere Ende vom Beet zum Salat oder ich lass sie erstmal weg.


    Arwed51 Danke für den Tipp, ich gucke immer viel im Netz, aber mache natürlich als Anfänger viele Fehler. Auf Mischkulturen und Beetfolge bin ich dabei erst gestoßen, als der Kram schon in der Erde war. Für das erste Jahr rechne ich mit viel Ausfällen aber auch mit viel Erfahrungen, nächstes Jahr wird es vielleicht dann besser :D


    Ich habe jetzt noch 20m insektenschutznetz bestellt, das kommt über die Kohlrabi und dazwischen kommen diverse andere Kohlsorten, für die im Hochbeet nicht genug Platz ist, sofern sich das verträgt. Hoffentlich ist es für das Netz noch nicht zu spät :P

  • Ich habe jetzt noch 20m insektenschutznetz bestellt, das kommt über die Kohlrabi und dazwischen kommen diverse andere Kohlsorten, für die im Hochbeet nicht genug Platz ist, sofern sich das verträgt. Hoffentlich ist es für das Netz noch nicht zu spät :P

    Tut mir leid, aber wieder falsch. Kohlrabi darfst du nicht mit anderen Kohlarten mischen. Genau so wie verschiedene Kohlarten, die beißen sich auch.

    Allerdings habe ich auf meiner Liste bemerkt das unter Radischen der Kohlrabi als schlechter Nachbar aufgelistet wurde, dagegen bei Kohlrabi werden die Radieschen als gute Nachbarn aufgelistet. Ich habe abet auch noch nie Radischen und Kohlrabi zusammen angebaut. Die Radieschen kommen immer vereinzelnt in die Möhrenreihen. Hat den Vorteil das Radieschen früher aufgehen und dir so anzeigen wo die Möhrenreihe sind wenn du jäten musst.

    Deshalb mach dir eine Liste von guten und schlechten Nachbarn, am besten laminieren, und im Gewächshaus oder dort wo du sie brauchst aufhängen. Alle Sorten die nicht bei gut oder böse aufgelistet sind sind neutral. deshalb kannst du sie ruhig zwischen die entsprechenden Pflanzen anbauen.

    Mit dem Insektenschutz hast du alles richtig gemacht. sonst wirst du bei Kohl auch nicht viel Freude haben. Und denk daran Kohl ist ein Starkzehrer der braucht mächtig Dünger unter die Füsse. Am besten Mist der schon etwas verrottet ist.

    Und denk dran Kohlrabi ist ein Mittelzehrer, während Kohl ein Starkzehrer ist. Die kann man schon aus dem Grunde nicht zusammen pflanzen.

    Ich weiß eine Menge information, aber wenn du im Garten weiterkommen willst musst du einige Regeln beachten.

    Übrigens gehört Kohlrabi nicht zu den Kohlsorten sondern ist ein sogenanntes Stängelgemüse. Das nur als Info.

  • Danke für die Hinweise Arwed51

    Oha oha, bis ich da ne Kombination habe was zusammenpasst :D Jetzt gerade bin ich maximal verwirrt 8o


    Vielleicht hast du ja n Tipp für mich, wo ich was Pflanze. Ich habe 9 Beete 1,2m x 6m.

    Beet 1: 1 Reihe Zwiebeln, 2 Reihen Knoblauch

    Beet 2: 2 Reihen Kohlrabi

    Beet 3: ebenfalls 2 Reihen Kohlrabi

    Beet 4: 3 Reihen Möhren

    Beet 5: ebenfalls 3 Reihen Möhren

    Beet 6: 1 Reihe Pastinaken, 1 Reihe Rote Beete

    Beet 7: 1 Reihe Möhren, 1 Reihe Pastinaken, 1 Reihe Zwiebeln 

    Beet 8: vorne 2 Reihen Erbsen, hinten 2 Reihen Buschbohnen

    Beet 9: 2 Reihen Kopfsalat und 1 Reihe Erdbeeren


    Und 3 Hochbeete a 2m x 1m mit Zwischenwand bei 1m sowie 3 80liter Maurerkübel wo noch nix drin ist


    Vorgezogen habe ich noch:

    30 Kohlrabi

    13 Rotkohl

    23 Rosenkohl

    25 Buschtomaten Freiland

    20 Stabtomaten Freiland

    20 Grünkohl

    20 Wirsing

    4 Kürbis

    4 Zucchini

    4 Gurke Freiland


    Insektenschutz habe ich für die Hochbeete und 2 Beete. Ist da noch was zu machen oder ist Hopfen und Malz verloren? :P

  • So eng würde ich das mit der Fruchtfolge, den Nachbarn und der verschiedenen Düngung nicht sehen. Insbesondere in kleinen Gärten ist das schwer umsetzbar. Und streng genommen müsste man alle paar Jahre eine Bodenuntersuchung im Labor machen lassen, wenn man es perfekt machen wollte.


    Du solltest allerdings nicht das ganze Gemüse einer Sorte auf einen Haufen setzen, damit die Schädlinge es nicht zu leicht haben. Insbesondere sollten Zwiebel und Möhren abwechselnd in Reihen stehen. Und es sollten in aufeinander folgenden Jahren nicht die gleichen Sachen an der gleichen Stelle stehen.


    Ich mache es so, dass ich den Garten in vier Abschnitte einteile: Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Gemüse, Gründüngung. Die rotieren von Jahr zu Jahr durch und es wird immer eine gewisse Menge Pferdemist untergegraben, außer vor der Gründüngung. Starkzehrer bekommen dann nochmal in der Saison Extradüngungen mit Pferde- oder Hühnermist oben drauf. Ganz exakt halte ich mich da aber auch nicht dran. Dieses Jahr hatte ich das Kartoffelbeet beispielsweise zu groß geplant. Da habe ich die Freifläche dann unter anderem mit Kohl besetzt, der nur noch knapp ins restliche Gemüsebeet gepasst hätte.


    Letztlich ist auch jeder Boden, jedes Klima und jede Saison unterschiedlich. Ich hatte beispielsweise noch nie Fliegenlarven an den Möhren, dafür im letzten Jahr reichlcih am Porree und an den Steckzwiebeln, aber kaum an den Saatzwiebeln. Auf der anderten Seite gab es letztes Jahr bei mir überhaupt keine Kartoffelkäfer. Das habe ich bisher noch nie erlebt. Kohlweißlinge kommen bei mir nur so wenige vor, dass man die paar Raupen problemlos absammeln kann und keine Netze am Kohl braucht.

  • Tut mir leid, aber wieder falsch. Kohlrabi darfst du nicht mit anderen Kohlarten mischen.

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    Und denk dran Kohlrabi ist ein Mittelzehrer, während Kohl ein Starkzehrer ist. Die kann man schon aus dem Grunde nicht zusammen pflanzen.

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    Übrigens gehört Kohlrabi nicht zu den Kohlsorten sondern ist ein sogenanntes Stängelgemüse. Das nur als Info.


    Nun verunsichere den armen Meini nicht weiter.


    Natürlich sind Kohl und Kohlrabie Brassica oleracea , gehören also zu selber Art und sind nur verschieden Zuchtformen.

    Stägelgemüse ist nur ein Begriff aus der Lebensmittel-Kunde.

    Radischen (Raphanus sativus) und Chinakohl, Mairüben, Pak Choi (Brassica rapa) sind eng verwand.


    Alle werden von den selben Krankheiten und Schädlinge befallen. Es werden die selben Nährstoffe benötigt.


    Das Radischen zu den Schwach-, Kohlrabie zu den Mittel- und Kopfkohl zu den Starkzehren gezählt wird, hat nur mit der Kulturdauer und Grünmasse zu tun. Ein Radischen ist 6 Wochen nach Aussaht erntereif, späte Kohlsorten nach 25 Wochen.


    Um den Krankheit- und Schädlingsdruck zu verringern und die Nährstoffe besser auszunutzen, gibt es 2 Konzepte:


    Mischkultur: Du halst nur eine paar Meter im Garten einen Kreuzblüter stehen. Dazwischen Gemüse aus anderen Familien.

    Fruchtfolge: Du baust auf einen Beet jedes Jahr eine andere Pflanzenfamilie an.


    Du kannst durchaus Radischen, Kohlrabie und Kopfkohlarten im selben Beet anbauen. Das hat den Vorteil, das die Radischen reif sind,

    wenn der Kohlrabie und Kohl mehr Platze benötigen und wenn der Kohl richtig gross wird, die Kohlrabies geerntet sind.

    Nur solltest Du dann in den nächsten Jahren vorsichtshalber keine Kreuzblüter auf dem Beet anbauen. Eine Selbstunverträglichkeit gibt es im Gegensatz zu z.B. Sellerie, Lein oder Spargel aber nicht.

  • Ich will doch nicht den armen Meini verunsichern. Im Gegenteil, ich möchte das er auch noch in den nächsten Jahren Spass hat am gärtnern. Misserfolge kommen von ganz allein und sind auch bei mir an der Tagesordnung. Deshalb werfe ich doch meine Erfahrung und mein Wissen nicht über Bord.




    Ja das stimmt, alle Kohlarten gehören zur selben Art. Aber deshalb müssen sie nicht alle miteinander harmonieren, und tun es auch nicht.

    Nehmen wir mal an ich sähe Radischen und Kohl zusammen aus, was laut gute und schlechte Nachbarn man nicht machen sollte, dann werden die Radischen mit 100%tiger Sicherheit voll Würmer sein. Da ich ja den Boden mit Stallmist versehen habe. Mache ich das nicht werde ich vermutlich einbusen beim Kohl haben, oder ich müsste soviel gekaufen Dünger aufbringen das sich der Anbau für mich nicht mehr lohnt. Der Mist kommt vom Nachbarn und aus unserem Stall. Der kostet nichts. Da der Kohl ein Starkzehrer ist, und über lange Zeit und immer auch mal etwas Dünger von oben bekommen sollte. Hier verwende ich teils Flüssigdünger den ich selber anrühre, wie Brennesseljauche oder auch anderes Blattgrün das ich vergären lasse oder ich benutze meinen Kompos. Ja aber ich kaufe auch in kleinen Mengen, ca.10 kg im Jahr organischen Dünger. Und dann haben wir ja noch die Hornspäne als Langzeitversorger für Stickstoff. All diese Dünger tragen dazu bei meinen Boden gesund zu halten und wenn möglich und das Wetter mitspielt ich gute Erträge habe.

    Meine Erfahrung sagt mir das ich solche Experimente lieber lassen sollte. Ich versuche als Selbstversorger so viel wie möglich aus meinem Garten zu holen, ohne dem Boden zuviel zuzumuten, und mich lieber auf mein Wissen und auch das Wissen aus Büchern kombiniert mit dem Wissen und die Erfahrung von anderen Gärtnern belassen sollte. Das heißt aber nicht das ich mich mal auch ganz weit über den Tellerrand beuge um zu sehen ob dies oder das doch geht. Aber da brauche ich Zeit und die habe ich momentan nicht. Also greife ich auf das altbewärte zurück und verschiebe meine Experimente.

    Ich würde mich aber freuen wenn du mit deinem Wissen das ausprobieren, und hier mal zum besten geben könntest. Das wäre auch für mich etwas was ich dann versuchen würde.

  • Nehmen wir mal an ich sähe Radischen und Kohl zusammen aus, was laut gute und schlechte Nachbarn man nicht machen sollte, dann werden die Radischen mit 100%tiger Sicherheit voll Würmer sein.


    Hier kommt die Kohl -und die Rettichfliege nicht vor Mitte April. Der erste Satz Radischen ist da schon abgerntet.


    Außerdem decke ich Aussaaten meist mit Flies ab.

    Kohl pflanze ich, da kommt dann gleich ein Gemüseschutznetz drüber. Hilft auch gegen die Fliegen.


    Den Zusammenhang mit Mist erschließt sich mir nicht. Dort leben anderen Fliegenarten.

    Die Kohl- und Rettichfliegen überwintern als Puppen im Boden. Und zwar dort, wo sie im Vorjahr was zu fressen hatten.

  • Vielen Dank für die Tipps und Anregungen! Ich werde die Überreste des Kohls diesmal einfach zwischen die Kohlrabi pflanzen, da beides unter ein Netz soll und ich nicht ausreichend Netze bestellt habe, um es separat zu pflanzen. Die sind leider ziemlich teuer, obwohl ich die als Meterware kaufe. Zusätzlich kommen Nematoden gegen die Fliegeneier in die Erde, ob es was bringt, weiß ich nicht, außer Gift gibt es anscheinend keine Möglichkeit die einzudämmen. Der Kohlrabi wird mittlerweile noch von was anderem angeknabbert, ich tippe neben den Erdflöhen auf kohlweißling, zwar konnte ich bisher keine Raupen finden, aber ich sehe ihn regelmäßig da rumfliegen. Naja, die Netze werden ja heute geliefert, vielleicht bringt’s noch was, ansonsten nächstes Jahr und es wächst ja auch noch was anderes außer Kohlrabi im Garten, was ich möglicherweise irgendwann mal ernten kann ^^

  • Hallo Zusammen,


    Ich habe heute einen weisen Wurm entdeckt der Wurzeln meiner jungen Krautplanzen verzehret. Hat jemand eine Idee dazu?
    Leider sind die Bilder nichts geworden.

    Gruß Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Bei mir haben es die Kamikaze-Tomaten nicht geschafft. Die sind letzte Woche restlos erfroren. Ich warte jetzt mal den Wintereinbruch in den kommenden Tagen ab und setze am nächsten oder übernächsten Wochenende das zweite Drittel Tomaten raus, Anfang Juni dann den Rest.


    Ansonsten sind die ersten Kartoffelpflanzen an der Oberfläche aufgetaucht. Die Saubohnen zeigen die ersten Blüten. Die zuerst gesäten Erbsen dürften nächste Woche so weit sein, dass sie Rankhilfen brauchen. Möhren und Zwiebeln sind ganz gut in den Reihen sichtbar, so dass ich da schon mal etwas robuster Unkraut hacken kann. Mit den ersten Pastinaken war ich wohl etwas früh. Die kommen nur sehr vereinzelt. Die ersten Mangoldpflänzchen zeigen sich auch schon. Der Knoblauch hat sich sehr ordentlich entwickelt, viel besser als letztes Jahr. Da mir die Blätter etwas blass erschienen, hat er heute nochmal eine ordentliche Düngung bekommen.


    Johannis- und Stachelbeeren tragen sehr ordentlich. Die Himbeeren sind schon größtenteils verblüht und sehen nach durchschnittlichem Besatz aus. Die Brombeeren fangen gerade an zu blühen. Mal schauen, was der Frost mit ihnen macht. Kirschen treiben sehr üppig Früchte. Bei den Pfirsichen ist es ein durchnittlicher Besatz.

  • Ich habe am Himmelfahrts-Donnerstag dann doch schon alle Tomaten, Kürbisse und Zucchini rausgesetzt. Das hat auch perfekt funktioniert. Durch das gute Angießen und den bedeckten Himmel und den Regen vorgestern und gestern sind die sichtlich so gut wie selten in den Jahren zuvor draußen angekommen. Damit ist jetzt bis auf die späten Kohlsorten und die zweite Buschbohnen-Saat alles draußen.


    Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Die Saubohnen stehen in voller Blüte, an den Erbsen zeigen sich die ersten Blüten. Die ersten Aussaaten von Erbsen, Möhren und Zwiebeln sind so weit, dass ich nach einem letzten Durchgang mit der Hacke da heute schon ordentlich mulchen konnte. Der Mangold ist jetzt so weit, dass ich hacken konnte. Zum Mulchen ist es da aber noch zu früh. Außerdem zeigt sich die Reihe noch etwas lückenhaft. Mal schauen, was da noch an Pflänzchen kommt. Bei den späten Möhren und Pastinaken zeigt sich erstes Grün. Zum Hacken ist es aber noch etwas früh.


    Beim Kohl war heute der erste Hackendurchgang. Außerdem hat er schon mal eine erste Zwischendüngung mit aufgeschlämmtem Hühner- und Pferdemist bekommen. Da kann dann wohl nächste oder übernächste Woche der Mulch drauf. Nächste Woche dürften auch die Kartoffeln weit genug fürs Anhäufeln sein.


    Auch die Sonnenblumen, die bei mir überall dazwischen stehen, kommen ganz gut.


    An Schädlingen haben die Schnecken an den Saubohnen und am Kohl stellenweise ganz gut zugeschlagen, aber zum Glück nur in einem kleinen Teil des Bestands. An den Bohnen zeigen sich ein paar Blattläuse.


    Beim Beerenobst scheint es ein sehr gutes Brombeerjahr zu werden. Jedenfalls hängen da viele Früchte dran. Im letzten Jahr war allerdings ein großer Teil schnell vertrocknet. Ob es am mangelnden Wasser oder an der Kirschessigfliege lag, weiß ich nicht.

  • Heute war, aller Hoffnung nach, der letzte große Gartenarbeitstag bis zum Umgraben im Herbst: Die Kartoffeln sind angehäufelt, der größte Teil des Gartens hat nochmal einen Durchgang mit der Hacke bekommen, und dann eine Mulchschicht. Jetzt ist alles, bis auf kleinere Nachsaaten, so weit, dass es nur noch gepflegt und hoffentlich beerntet werden muss.


    Bei den Saubohnen sind überraschend doch noch ein paar aufgegangen, die ich schon abgeschrieben hatte. Jetzt wird das da wohl ein bisschen eng, weil ich Kürbis und Zucchini in die Lücken direkt gesät und einige Tomaten reingesetzt habe. Aber irgendwie wird es schon passen. Ansonsten sind die ersten Bohnenblüten verblüht, und demnächst geht es hoffentlich an die Ernte.


    Die frühen Erbsen stehen jetzt ordentlich in der Blüte, die folgende Aussaat braucht nächste Woche wohl Rankhilfen.


    Bei den Tomaten und Kürbisfrüchten zeigt sich nach dem guten Start jetzt der Wassermangel, unterschiedlich stark nach Sorte und Mikrostandort. Dort habe ich heute, anders als ich das normalerweise mache, doch gegossen. Vielleicht gibt es Montag nochmal Wasser, in der Hoffnung, dass sie es dann bis zum nächsten Regen schaffen.


    Der Mangold und die Saatzwiebeln sind inzwischen so gut aufgegangen, dass ich schon richtig gut durchjähten konnte. Jetzt sieht es fast überall sehr ordentlich aus.


    Die zweite Pastinakensaat kommt jetzt ganz langsam. Mal abwarten, wie die und die dritte aussehen. Dann entscheidet sich, ob ich in irgendwelchen Lücken noch ein viertes Mal aussäe.


    Die erste und die zweite Möhrensaat sehen sehr gut aus. Von der dritten ist noch nichts zu sehen.


    Der Kohl hat sich in Summe gut gemacht. Einzelne Pflanzen werden jedich von den Schnecken ziemlich angegangen, andere aber gar nicht.


    Porree und Kartoffeln sehen auch ordentlich aus. Bislang nichts von Kartoffelkäfern zu sehen.


    Beim Obst habe ich den Eindruck, dass es ein heftiges Insektenjahr werden könnte. Am Schwarzdorn habe ich bereits vor ein paar Wochen viele Gespinste gesehen. Jetzt sind die Apfelbäume auch ordentlich zugesponnen. An den Stachel- und den Jostabeeren habe ich die sehr kleinen aber sehr gefräßigen Raupen dee Stachelbeerblattwespe. Bis gestern wusste ich gar nicht, dass es sowas gibt. Ich habe jetzt zweimal Raupen abgesammelt und hoffe, dass es etwas hilft.

  • Jetzt ist alles, bis auf kleinere Nachsaaten, so weit, dass es nur noch gepflegt und hoffentlich beerntet werden muss.


    Baust Du nichts für den Herbst und Winter an?


    Bei mir war im November die letzte Aussaat.

    Ich habe den ganzen Winter über an frostfreien Tage Möhren, Porree, verschieden Blattkohle, verschieden Asia-Salate, Spinat, Feldsalat, Pastinaken geerntet.

    Im zeitigen Frühjahr dann auch Postelein und im Dezember noch Rote Beete, Sellerie und Mangold.

    Wirsing ist als Jungpflanzen den Tauben zum Opfer gefallen.


    Nicht bewährt hat sich der Überwinteranbau von Zwiebel, von den gesähten gesäten haben 10% den Winter überstanden, von den Steckzwiebel keine.

    Knoblauch stecke ich im Oktober, das gibt es keine Probleme.

  • Über Winter habe ich noch nie gezielt versucht. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass das gut funktioniert. Porree geht natürlich noch bis in den Frost hinein, aber wenn der ein paar mal durchfriert und dann wieder auftaut, wird der auch zunehmend faulig. Wenn es mal in den Januar reingeht, ist der nach meiner Erfahrung nicht mehr wirklich gut genießbar. In diesem Jahr habe ich allerdings Porree, der im letzten Jahr wegen der Trockenheit mickrig geblieben ist, über Winter stehen lassen. Der sieht jetzt so aus, als ob der bis Herbst was werden könnte, also gewissermaßen zweijähriger Porree. Nur gab es ja auch quasi keinen Winter. Mit Pastinaken ist es ähnlich: Geht ein Stück weit in den Winter rein, aber nicht unbegrenzt. Allerdings müssen Porree und Pastinaken beide bis Juni gesät bzw. ausgepflanzt werden. Und da meine frühen Pastinaken in diesem Jahr von Mitte Februar und Anfang März zu weniger als 10% aufgegangen sind, kann ich mir nicht so gujt vorstellen, dass es da kleine Pflänzchen über den Winter schaffen. Mangold habe ich in milden Jahren auch noch bis Anfang Dezember geerntet, aber danach wächst da nichts mehr nach und es geht erst ab März wieder weiter.


    Blattkohl mag ich nicht so, und die anderen Kohlsorten außer Kohlrabi werden bei mir selten was. Dieses Jahr habe ich zwar wieder mal Rosenkohl und Brokkoli probiert, aber bislang hat das nie gut funktioniert. Wenn der Rosenkohl was wird, dann ist der tatsächlich was für den Winter.


    Möhren halten meiner Erfahrung nach nicht lange über den Frost, wobei ich die immer alle im Spätherbst abgeräumt und dann in Sand gelagert habe. Wirklich versucht habe ich das draußen noch nicht, aber alles, was ich beim Umgraben im Frühjahr an Möhren gefunden habe, sah nicht mehr so appetitlich aus.


    Postelein hatte ich letztes Jahr als Salat und den auch bis in den ersten Frost rein geerntet, aber dann ist da nichts mehr nachgewachsen, und ich war da auch von Geschmack und Ertrag her nicht so überzeugt von. Da bleibe ich für das zeitige Frühjahr lieber beim Feldsalat. Rote Beete und Selerie sind nicht so Meins.


    Bei mir kommen im Spätsommer nochmal Kohlrabipflänzchen raus. Das ist dann die letzte neue Kultur für das Jahr. Knoblauch wird natürlich im Oktober gesteckt.

  • Über Winter habe ich noch nie gezielt versucht. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass das gut funktioniert. Porree geht natürlich noch bis in den Frost hinein, aber wenn der ein paar mal durchfriert und dann wieder auftaut, wird der auch zunehmend faulig.<


    Bei Frost kanst du den nicht ernten. Aber wenn es ein paar Tage frostfrei waren oder im Frühjahr wieder.


    Zweijähriger Porree dürfte nichtst werden, meiner geht jetzt in Blühte. Da stehen aber auch nur noch die markierten Pflanzen für die Sammengewinnung.


    Möhren hatte ich bis April. Die habe sich besser gehalten, als die im Sand (habe keinen geeigneten Keller).


    Wachsen tut ab ab Mitte Oktober bis März nichts mehr. Da fehlt einfach das Licht. Aber es überlebt einiges und kann frisch geernte werden.

    Oder hat in Frühjahr einen Vorsprung.


    Bei mir kommt, sowie was frei wird, sofort wieder was rein.

    Alles, was von der Kulturdauer bis Mitte Oktober noch eine erntebare Grösse ereichen oder überwintern kann.

    z.B. Möhren, Rote Beete, Feldsalat, Mairüben, China-Kohl, Asia-Salat, Radischen.

    Die letzten Kolhrabie oder Rote Beete sind dann zwar oft noch recht klein.


    Überraschungen gib es da immer wieder.

    Die als Wintererbsen angepriesen Erbsensorte fängt aber z.B. erst jetzt an zu blühen (am 22.09. gesäht).

    Eine frühe Sorte hat schon die ernsten Schoten (am 08.3. gesäht), da kann ich die in 2 Wochen anfangen zu ernten.

    Dafür haben die Wintererbsen die Möhrenreihe überwuchert und das 5-fachen an Blattmasse.

    Mal sehen, wie es mit der Erntemenge aussieht.

  • ich bin mal gespannt was sich bei mir im Garten noch tut.


    Hatte ja geschrieben, dass ich das Krautland "geerbt" habe - und nicht wusste was ich damit machen soll.

    Mittlerweile sieht es so aus - einfach mal anschauen.


    Für den ein oder anderen älteren Nachbarn eDSC_0005_2.jpgDSC_0006.JPGin "guter" Grund zum vorbei kommen und nach dem Rechten zu sehen und Tipps zu geben.

  • Ich mache auch mal mit.


    Wofür Mörtelkästen auch gut sein können (davon haben wir nach der Sanierung viele übrig):


    hbeet_1.jpeg


    hbeet_2.jpeg



    Im Gewächshaus:


    tomaten_2.jpeg



    Chilis und Tomaten:


    chili.jpeg



    tomaten_1.jpeg



    Kartoffeln:


    kartoffeln.jpeg



    Süßkirsche. Der Baum wirft dieses Jahr leider zu viel vorher ab:


    suesskirsch.jpeg



    Kohlrabi, Zwiebeln und Möhren:


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    kohlrabi_1.jpeg



    Blumenkohl und Salat:


    bkohl_salat.jpeg


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