Was habt ihr in Eurem ODB?

  • Guten Morgen,


    mir ist da so ein Gedanke bzw. eine Fragestellung an die aktiven Einsatzkräften hier im Forum eingefallen.


    Was habt Ihr denn für länger andauernde Einsätze (z.B. Kontingenteinsätze bei Flächenlagen) in Eurem persönlichem Gepäck dabei?


    Um in der Prepping - Terminologie zu bleiben, habe ich mal das Akronym ODB := On duty bag 😉 gewählt.


    Also z.B:

    Waschzeug, Wechselwäsche, Adiletten, ....


    (Vor zig Jahren hatte ich als adhoc - ODB eine Alu - Zarges - Box dabei, Inhalt weiß ich nicht mehr)


    Schönen Tag

    Transalp

    Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum!

  • Also ich würde im Bedarfsfall - sagen wir für 1 Woche - (wieder) packen:

    Waschzeug, Wechselwäsche (inkl. Schuhe), ein paar Medikamente (Schmerzmittel, Lutschtabletten, ...), Handy, Ladekabel, Powerbank, Mini-EDC, etwas zum Trinken für die "Anreisedauer", diese Box fährt sowieso auch mit.

  • [...] diese Box fährt sowieso auch mit.

    Das dort eingebundene Bild kann man nur dann sehen, wenn man im Partnerforum ebenfalls einen Account hat.


    On Topic kann ich leider nix beitragen :|

    Si vis pacem, para bellum.

  • Was picm genannt hat (und nicht wieder das Handtuch vergessen), unbedingt auch Mückenmittel in die Kulturtasche, was zu lesen, etwas mehr Proviant (die ersten 3 Tage klappt das noch nicht so wirklich mit dem Nachschub), Teva Sandalen (als Freizeitschuhe und um weite Strecken zu gehen), Schreibzeug, Ohropax, Zahnputzsachen, Hautpflegemittel, Nagelpflegeset. Schlafsack/Inlet/Isomatte (wir haben normalerweise Feldbetten, das ist von unten recht kalt). Taschentücher. Auch ein Becher/Napf und ein Löffel sind praktisch, es gibt nicht immer Einwegmaterial, und ich würde es auch wegen der Gebrauchseigenschaften und der Müllproduktion vermeiden wollen. Am Gürtel hab ich Multitool und Messer, das restliche Werkzeug und Material ist hoffentlich vor Ort. Wenn sich das schon vor dem Start abzeichnet, dass es länger dauern könnte, Rei in der Tube oder Seife, um die Klamotten einigermaßen auf Level zu halten, und ich nehme dann auch mehr Wäsche und Socken aus Synthetikmaterial und eine Wäscheleine mit. So ein Stopfen für das Waschbecken kann auch hilfreich da, ist nicht immer vor Ort vorhanden.


    Ich habe das ganze in einer wasserdichten Ortliebtasche. Passt notfalls auch hinten aufs Fahrrad oder Motorrad.

  • Hallo, erst mal vielen Dank für die Antworten.


    David


    Ich dachte mehr an Feuerwehr/Katastrophenschutz.


    Schönen Abend

    Transalp

    Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum!

  • Oh dann kann ich ja was dazu schreiben...


    Ein, zwei Sachen hab ich zwar erst mitgemacht wo man plötzlich und schnell sein Zeug packen musste, aber diverse weitere Wocheneden im Zelt und anderswo waren auch dabei.

    Man bekommt ja auch vielerlei Eindrücke von außen, wie man seine Ausrüstung fürs „Einsatz-Camping“ gestalten kann.

    Dienstliche Vorgabelisten, Foren wie auch u.a. dieses hier, Youtube-Videos, Berichte von Auslandseinsätzen und Campausstattung von SAR-Einheiten, eigene Erfahrung, abgucken bei anderen, recherchieren,... Danach und davor habe ich auch schon immer mal Listen geschrieben, mal ist Ausrüstung dazu gekommen, mal tatsächlich auch getestet. Im Endeffekt hab ich nur eine komplett gepackte Kulturtasche immer fertig im Schrank und eben hier und da ein paar Listen...


    Ein bisschen ist es ja wie Campingurlaub, nur kann das Zelt auch eine Fahrzeughalle, eine Sporthalle oder sonst was sein... Jedenfalls Orte an denen nicht alles vorhanden ist, wie man es im Alltag nutzt oder in einem Hotel wäre.


    Vor einigen Jahren gab es wirklich mal einen plötzlichen Einsatz bei einem Hochwasser, 250 Kilometer entfernt. Alarmierung um Mitternacht. Man hatte Vorberichterstattung mitbekommen, meinte aber man wäre zu weit weg und erst wären andere Einheiten dran. Jedenfalls hatte jeder nur Rund zwei Stunden zu packen um sich an zu versammeln um in das Einsatzgebiet zu verlegen. Einsatzkleidung und Schlafzeug für eine Woche. Geschlafen wurde in einer ehemaligen Kaserne ohne Möbelierung. Hat irgendwie hingehauen.


    Ich habe gar nicht die typische Campingerfahrung, sondern kenne überwiegend die Stangengerüstzelte der Firma Lanco von innen. Öfter auch schon bei Ausbildungswochenenden drin geschlafen.


    Letzte Erfahrung waren geplante zwei Wochen am Stück fern der Heimat im Hochsommer als Helfer bei einem Jugendgruppenzeltlager mit 5000 (!) Teilnehmenden. Auf der grünen Wiese aufgebaut. Auch wenn man nicht selber kochen oder Sanitäranlagen reinigen musste, die Eigene Ausstattung sinnvoll zu verpacken, Menge und Art vorher zu erkennen, war schon einiges an Vorbereitungszeit.


    Fazit: Ich würde es hinbekommen in kurzer zeit Zeug für eine Woche zusammenzupacken und auch etwas an „Luxus“ zu haben. Den guter Schlaf ist sehr wichtig, egal was für einen Auftrag man hat. Manche schlafen mit einer Decke auf einem wackeligen Feldbett und haben nur ihre Einsatzkleidung dabei... ;-)



    • Rucksack am Mann während der Anreise, mit persönlichen Dingen, etwas Proviant falls nicht gestellt, Kleinkram den man dabei hat wenn man später nicht im „Camp“ ist. (EDC)
    • Große Reisetasche mit persönlicher Kleidung, Handtücher, Kulturtasche, Schlafsack, dicke Isomatte, Kissen,... für jedes Wetter
    • Tasche mit kompletter Einsatzkleidung bzw. zweite Garnitur und Zubehör.


    Ich hab auch schon eine Alukisten, Packsäcke, Reisetaschen... Ausprobiert und fahre immer mit großem Gepäck. Auch wenn die anderen komisch gucken, ich habe genug Kleidung dabei und kann gut schlafen. ;-)


    Achso, das ganze ist ein Auszug aus Erfahrungen beim THW...

    Gruß David