Telepolis: Stromversorgung massiv gefährdet

  • Die Netztengelte sind für Grossverbraucher schon extrem subverntioniert.

    Wir bauen in Deutschland weder Aluminium ab noch haben wir hier billigen Strom im Überfluß.

    Wenn sich deren Geschäftsmodell nicht mehr rechnet, ist das halt so. Aluminium läßt sich genauso wie Bannen importieren.

    Ich halte es für keine gute Idee diese Grundlagenindustrien komplett aus Deutschland zu verbannen, und z.B. nach China zu verlagern.

    Und diese hohe Subventionierung durch den Stromkleinkunden haben wir ja jetzt schon. Sonst wären diese Großverbraucher ja international gar nicht mehr konkurrenzfähig. Aber bieiben wir mal beim Aluminium, da ja bei der Verarbeitung extrem viel Strom gebraucht wird:

    Deutschland ist weltweit bei der Produktion auf Platz 15, direkt hinter Mosambik und Saudiarabien: https://de.wikipedia.org/wiki/…Ften_Aluminiumproduzenten

    Allein der größte Chinese produziert unter großer Umweltsauerei und mit hoher staatlicher Subventionierung 5,2 Mio Tonnen Alu im Jahr: https://de.wikipedia.org/wiki/China_Hongqiao_Group Deutschland produziert insgesamt nur 1/10 davon im Jahr. Siehe Link oben.

    Und das sollten wir m.E. nicht aufgeben. Vor langen Jahren haben wir mit der Schule das Aluminiumwerk in Töging am Inn besichtigt. Das hat damals dazu gehört: https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Aluminium-Werke EON hat das gesamte Unternehmen für 3,1 Milliarden Euro an Norsk Hydro nach Norwegen verkauft: https://de.wikipedia.org/wiki/Norsk_Hydro Der Strom kam u.a. aus dem direkt daneben angesiedelten Inn-Flußkraftwerk. Unser damaliger Guide sagte, sie brauchen genausoviel wie die Stadt München. 1,2 Volt Gleichstrom und ein paar Tausend Ampere fließen durch Kupferbalken mit ca. 20 x 20 cm Querschnitt, von Schmelze, zu Schmelze. Neben den üblichen Alu- Magnesium- und anderen Legierungs-Barren haben die z.b. damals die BBS Schmiedefelgen für Porsche produziert. Und Flugzeugfelgen und andere Teile für Dornier nach Oberpfaffenhofen. Soche Industrien sollten wir in D keinesfalls verlieren?

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  • Da sind wir bereits angelangt. Die stromintensiven Großverbraucher können mit dem teuren Zitterstrom aus Wind und Photovoltaik nichts anfangen:

    https://www.welt.de/wirtschaft…hr-naechstes-Problem.html

    Der Herr Wetzel ist bei den Thema nicht sachlich, der bringt dazu alle 2 Wochen einen Aufreger gegen die Energiewende, manchmal im Kern richtig, aber tendeziös negativ dargestellt, teilweise aber auch haarsträubernder Blödsinn dabei. Ist halt die Springer Presse.


    Natürlich wird die Lobby laut, wenn es um Kosten geht. Das ist ja ihre Aufgabe.


    Eine seriöse Rechnung würde aber mal die Kosteneinsaprungen vergleichen, die die Großverbraucher durch die pressenke Minderung der EEG Anlagen über die merit order genießenn, während sie als privilegierte Letztverbraucher von der EEG Umlage wiederrum völlig befreit sind.


    Die Aluminimschmelze in Deutschland muss sich vielmehr überlegen, wie sie in Zukunft Aluminium aus Kohlestrom an die Automobilbrance verkaufen möchte, die dieses Aluminium nicht mehr haben will. derTrend zum green steel ist ganz klar, green Alu kommt heute aus Island, Braslien, Norwegen & Co.


    "...Im vergangenen Jahr waren die Börsenstrompreise im vortägigen Handel (day ahead) in der deutschen Preiszone mit durchschnittlich 37,70 Euro/MWh am geringsten.

    Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht von ACER, der europäischen Agentur für die Zusammenarbeit der Regulierungsbehörden, hervor. Die höchsten Preise gab es in Griechenland (63,80 Euro/MWh), Italien (53,90) und Polen (53,50).

    Ähnlich günstig wie in Deutschland ist der Strom sonst nur in den skandinavischen Ländern Dänemark, Schweden und Norwegen..."


    https://www.karlsruhe.ihk.de/f…preisen-in-europa-4923538