Inselanlage / Inselsystem Sammelthread

  • Zur Konfi
    Solarmudule
    20 x Schueco 175-SP-3Pakete a2 (also 40 Module)
    Wechselrichter
    1x Sunny Boy 3300 ESS
    1x Sunny Boy 2500 ESS


    Anlagenleistung 7,0 kWp (steht zumindest im Angebot so drin)
    Ertrag pro Jahr 6714 kWh
    Bisher lag ich immer einiges drüber


    Primär möchte ich natürlich weiter einspeisen.
    Aber für den Fall eines längerfristigen Stromausfalls würde ich halt gern eine Alternative haben.
    Primär die Ladetechnik
    Sekundär die Akkus da die noch Zeit haben und im wirklichen Notfall auch durch KFZ Akkus ersetzt werden könnten.

  • Zitat

    Mittelerde schrieb: ich hatte ja schon mal ein einem anderen Fred meine Teil-Autarke 12V Versorgung kurz vorgestellt .... Hier nochmal etwas ausführlicher:

    Ich habe bei mir ein Windrad (Black 600) und dazu weil es das Steuergerät hergibt ein 100W Solarmodul. Das ganze speist 4 x 100 Ah Akkus (extra Solarakkus weil Autobatterien dafür nicht wirklich brauchbar sind. Aber im Zweifelsfall besser als nix). Ein 1500 W Wechselrichter ist auch noch vorhanden. (Wichtig ist da einen mit echtem Sinus zu verwenden)

    Da ich bei mir im Haus sowieso schon viel Halogenbeleuchtung hatte .... habe ich die einfach auf 12 V Gleichspannung umgestellt. Dazu habe ich selbstverständlich extra Leitungen mit entsprechendem Querschnitt (6 qmm) gezogen. Man muß beim Einsatz von Schaltern immer auf deren maximal verträglichen Strom achten. Von denen gehe ich mit 1,5 qmm dann zu den einzelnen Verbraucher. Im Flur habe ich die Bewegungsmelder auf 12 V umgebaut und mitlerweile auch alle Halogen-Strahler durch LED eingesezt. Die brauchen einfach weniger Strom und es gibt sie ja auch mit warmen Lichtton.


    :Gut: Sehr gut! Genau so würd ich es auch machen. Das ist ja auch das was ich immer wieder schreibe erst den Verbrauch runterfahren praktischerweise mi 12V Verbrauchern die haben meist auch einen erheblich besseren Wirkungsgrad. Beispiel: Laptop / stationärer PC oder LED / Glühlbirne. Und Du bekommst ja auch alles in 12V angefangen vom Kühlschrank, DVD-Player, Stereonanlage bis hin zur Stichsäge. O.k. das mit dem Ziehen von neuen Leitungen in einem normalen Haus wäre mir zu aufwendig - Ich dachte eher so an eine Gartenlaube oder Wohnmobil.


    Und dann sehen das man nicht mehr in Kw rechnet sondern in W, dann ist es fast schon ein Kinderspiel die benötigte Energie zu erzeugen.


    Vom Windrad Black hab ich auch schon viel positives gehört. Da ich im Süden Wohne würd ich es aber eine Nummer kleiner wählen (ist ja nur als Zusatz gedacht zu anderen Energierzeugern wie z.b Solarzellen)

  • Zitat von Apo;103100

    1x Sunny Boy 3300 ESS
    1x Sunny Boy 2500 ESS


    Anlagenleistung 7,0 kWp


    Ich komm' mit den Daten dieser Wechselrichter auf eine Gesamtleistung (AC) von 5,6 kWp *grübel*


    Zitat von Apo;103100

    Primär möchte ich natürlich weiter einspeisen.
    Aber für den Fall eines längerfristigen Stromausfalls würde ich halt gern eine Alternative haben.


    Nachdem du Sunny-Boy-Wechselrichter hast, käme die Sunny-Backup-Lösung ja in Frage. Du müsstest die Einspeisewechselrichter halt so anschließen, dass einer bei Netzausfall abgeschaltet wird und einer zusammen mit dem Sunny-Batteriewechselrichter arbeitet.


    Wenn diese Lösung eine Nummer zu groß und zu teuer ist, müsstest du eine kleine separate 12- oder 24-V-Inselanlage aufbauen, bestehend aus aus MPP-Laderegler(n) und einem Inselwechselrichter mit Ladefunktion (um im normalen Betrieb die Akkus übers Netz nachladen zu können). Bei eBay bekommt man solche Sachen teilweise sehr günstig, Qualität ist halt fraglich (Chinaware). Mit Markengeräten wirds auch nicht viel billiger werden als die Lösung von SMA. Das unschöne an dieser Sache ist, dass du evtl. keine Laderegler bekommen wirst, die mit der jetzigen Stringspannung für die Sunny-Boy-Inselwechselrichter arbeiten können. Dann geht bei Stromausfall kein einfaches Umschalten, sondern du müsstest die Module umverdrahten (weniger Module in Reihe schalten).


    Zitat von Apo;103100

    Primär die Ladetechnik
    Sekundär die Akkus da die noch Zeit haben und im wirklichen Notfall auch durch KFZ Akkus ersetzt werden könnten.


    Abgesehen davon, das Starterakkus für eine solche Anwendung ohnehin ungeeignet sind, müsstest du dann Akkus mit unterschiedlichsten Daten (Größe, Alter, Ladezustand) zusammenschalten. Das kann nichts werden.

  • Hm, stand so im Angebot, aber hast Recht. Hat das evtl was mit dem Wirkungsgrad zu tun?
    Die Module kommen auf 7000 kw
    Die Wechselrichter auf 5800 kw.

  • Zitat von Apo;103176

    Hm, stand so im Angebot, aber hast Recht. Hat das evtl was mit dem Wirkungsgrad zu tun?
    Die Module kommen auf 7000 kw
    Die Wechselrichter auf 5800 kw.


    Die Leistung der Solarmodule wird in Wp(eak) angeben,d.h. unter standartiersiert Idealbedingen (kühle Module und viel Licht) maximal Leisten.
    In der Praxiswerden diese Werte sogut wie nie (höchste für 1-2 Stunden an einen kalten Frühlingstag) ereicht.


    Blei-Säure-Akkus haben einen Ladenwirkungsgrad von von 60-70%, d.h. man muß einiges mehr an Strom (kWh) reinstecken, als
    man entnehmen kann.


    Aber es kommt noch der Faktor Zeit dazu,d.h. man kann durchaus den Akku 12 Stunden Laden und 2 Stunden entladen und hat
    wärend den 2 Stunden eine deutlich höhere Leistung als die Solarmodule liefern.


    Wie man die Anlage auslegt, hängt davon, was man damit machen will.


  • Das ist mir schon klar und war ja auch nicht die Frage.
    Für mich halte ich bisher fest


    Gute Akkus sind notwendig


    Jetzt brauche ich noch das drum rum :lächeln:

  • Zitat von Apo;103176

    Hm, stand so im Angebot, aber hast Recht. Hat das evtl was mit dem Wirkungsgrad zu tun?
    Die Module kommen auf 7000 kw
    Die Wechselrichter auf 5800 kw.


    Ups, ich hatte in Beitrag Nr. 46 übersehen, das es sich um eine Einspeiseanlage handelt. Also nicht mit Batteriewirkungsrund usw.


    Trotzdem kann es auch hier Sinn mache, die Weselrichter etwas kleiner als die Summe der Wp der Module zu wählen.
    Je nach Monatgeort wird der vieleicht vieleicht nie erreicht auf Grund der nicht optimale Ausrichtng der Module.
    Dazu kommen noch die Leitungsverluste von den Modulen zum Wechselrichter.
    Der Wirkungsgrad des Wechselrichters ist natürlich auch kleiner als 100%.
    Außerdem sinkt die Leistung der Module mit der Zeit.


    Der Rest ist dann eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, ob man vieleicht auf eine paar Stunden im Jahr auf etwas teoretisch möglicher
    Leistung verzichtet, dafür aber einen preiswertere. etwas kleineren Wechselrichter nimmt.
    Die Module sind immer preiswerter geworden, die Wechselrichter nicht in dem Maße und die Montagekosten erst recht nicht.
    Die optimale Lösung von vor 1 Jahr muß heute nicht mehr die beste sein.


    Hier würde ich aber unbedingt nachrechnen (die Anlage hält ja einige Jahre), nicht das die Wahl des Wechselrichters durch die
    Liefersitutation bestimmt wurde.

  • Zitat von Apo;103290


    Jetzt brauche ich noch das drum rum :lächeln:


    Einfachste Variante: Du besorgst Dir passend zu Deiner Strangsspannung Laderegler, Batterien und Wechselrichtter.
    Bei Stromausfall klemmst du die Einspeisewechselrichter ab und die Laderregler an (denke daran,die Strangspannung wird bei ausreichend Lichteinfall
    einige hundert Volt betragen. Auch beim Einspeisewechselrichter können au fder Modulseite gefährliche Spannungen anliegen, wenn plötzlich der
    Strom wieder kommt). Dann hängst Du deine Verbraucher an den Wechselrichter.

    Batterien entwender trocken vorhalten und dann erst mit Säure befüllen, oder Du muß sie reglmäßig nachladen, auch wenn Du
    sie nicht benutzt.


    Wenn Du das normale Hausnetzt benutzen willst,muß Du es vorher vom öffenlichen Netzt trennen (alle Sicherungen vor dem Zähler raus)


    Elektriker tragen bei solchen Arbeiten nicht umsonst Schutzkleidung, auch bei Stromausfall kann der Strom ja jederzeit wiederkommen.



    Wenn Du es bequemmer haben nöchtest, mußt Du in sowas investieren:

    http://www.sma.de/produkte/bac…y-backup-system-mlxl.html


    Oder mit mechanischen oder elektronischen Umschaltern. Dann solltest Du aber auch garantieren, das es auch bei
    Fehlbedienung (Streß, anderes Famileienmitglied schalte um) nicht möglich ist, versehendlich Deinen Batteriewechselrichter aufs
    öffentlicheNetz zu schalten.

  • Ich habe mein Haus selbst verkabelt und habe das mal gelernt, also keine Sorge.
    Nett das du Vorschläge machst, aber die kamen alle schon. Mal paar Beiträge zurückschaun.
    Mein Problem ist eher mit welcher Konfi ich am besten fahre.

  • Ich bin kein Experte und verkaufe die Dinger auch nicht, aber aus Sicht eines Preppers vielleicht interessant.


    http://www.ikube.it


    Flyer mit techn. Beschreibung in Englisch:


    http://products.ikube.it/iKube_Relazione_Tecnica.pdf


    Das ganze sollte eine mobile PV-Anlage sein und natürlich als Inselanlage funktionieren.


    Geschlossen gerade mal 1,20 mt x 1,27 mt und im geöffneten Zustand 9 m² groß und soll sie bis zu 3 kWp bringen.


    Wie gesagt würde mich freuen wenn jemand der mehr davon versteht darüber seine Meinung sagen könnte.


    Den Preis für das "Ding" hoffe ich nachreichen zu können, habe gerade den Hersteller ein email geschickt.


    Servus


    Stephan

    Tiocfaidh ár lá

  • Hallo,


    so langsam kommt die PV-Industrie auf den Trichter und bietet Lösungen für Insel-PV-Anlagen an, wie ich sie mir vorstelle.


    Meine "PV-Insel" soll einen Teil meines Hausnetzes vorrangig mit selbst erzeugtem Solarstrom versorgen, eine Einspeisung ins öffentliche Netz ist zunächst nicht vorgesehen.


    Das Prinzip ist: PV-Module -> MPPT-Laderegler -> Akkus -> Wechselrichter -> netzsynchroner Umschalter -> Steckdose


    Der netzsynchrone Umschalter sorgt dafür, dass bei leeren Akkus nahtlos und phasensynchron der Strombezug aus dem öffentlichen Netz kommt. Also: wenn Akkus voll = es kommt eigener Strom aus der Steckdose, wenn Akkus leer = es kommt "öffentlicher" Strom aus dem Netz aus der Steckdose.


    Zunächst wollte ich das System aus 2 TriStar-MPPT60-Reglern von Morningstar und einem Insel-WR NUS 3000 mit integriertem netzsynchronem Umschalter von Berel realisieren.


    Jetzt habe ich die Flexpower ONE von Outback Power entdeckt und muss sagen, das montagefertige Konzept gefällt mir sehr und die Features, die die Anlage bietet, entspricht meinen Vorstellungen: alle Trennschalter, Sicherungen und Erdschlussüberwachung sind integriert und ein Daten-"Hub" mit PC-Interface ebenfalls. Zudem kann man die Akkus nicht nur mit PV-Strom laden, sondern auch mit einem Notstromgenerator oder auch aus dem öffentlichen Netz. Man kann die Anlage auch als "USV" konfigurieren, die normalerweise mit öffentlichem Netzstrom läuft und bei Netzausfall auf Akkubetrieb umschaltet oder eben umgekehrt, wie ich das möchte. Der Vorteil einer Inselanlage mit synchroner Netzumschaltung ist, dass man klein anfangen kann, also mit wenig PV- und Akku-Kapazität und dann je nach Möglichkeiten nach und nach erweitert. Je mehr Akku- und Solarkapazität man hat, desto später schaltet die Anlage wieder auf öffentlichen Bezug.


    Die Anlage reicht mit ihren 3kVA natürlich nicht für die komplette Stromversorgung eines Haushalts. Aber man kann damit die "Dauerläufer" im Hausnetz betreiben, also Heizungstechnik, Kühlgeräte, PCs, Telefon/Internet/TV, Licht.


    Grüsse


    Tom

  • Leider fehlt bei dem nicht unerheblichen Batzen Geld
    noch das Geld für die Module oder das Windrad etc.


    Also ist man am Ende schnell beim doppelten Betrag


    Schade, aber sonst ne feine Sache


    Grüße


    Eugen j.keusen

  • Beide vorgestellte Systeme sind echt top! Würde sich echt lohnen für Leute die oft unterwegs sind. Gibt beim 2ten auch super Ko.mbinationsmöglichkeiten

  • Hallo,


    ich grab den Insel-PV-Thread aus aktuellem Anlass mal aus. Unsere elektrische "Teil-Autarkie" nimmt jetzt konkrete Formen an.


    Nach einiger Recherche hab ich mich für das "Flexpower One"-System von Outback entschieden, das als komplett vorverdrahtete Einheit alles an Elektronik enthält, was unsere PV-Insel benötigt:


    - MPPT-Laderegler für max. 4kWp Solarmodul-Leistung und 48V Batteriesystem temperaturgeführt
    - 3kVA-Sinus-Wechselrichter 230V
    - 1-Phasen-Einspeisung ins Verbraucher-Netz
    - nahtlose Umschaltung der Versorgung des Verbrauchernetzes aus öffentlichem Netz bei leeren Akkus und automatische Rückschaltung auf WR-Betrieb bei vollen Akkus/Sonne (Batterievorrang)
    - Einspeisemöglichkeit von öffentlichem Netzstrom zur Batterieladung (USV-Modus/Netzvorrang)
    - Einspeisemöglichkeit von Windstrom (DC)
    - Einspeisemöglichkeit von Generator-(Netz-)Strom (230V AC)
    - Daten-Hub mit Netzwerkzugang zur Steuerung und Überwachung
    - Hauptschalter, Sicherungsautomaten, RCD, Überspannungsschutz, Erdungs-/Iso-Fehlerüberwachung decken alle wichtigen DC- und AC-Kreise ab
    - 5 Jahre Herstellergarantie


    Die Anbieter des Flexpower-ONE im deutschsprachigen Raum, die ich im Web gefunden habe (Solarshops) sind mir für so eine Investition (auf Vorkasse) allesamt zu wackelig (1-Mann-Betriebe ohne Reputation, die v.a. Solar-Gadgets verkaufen). Deswegen habe ich die dt. Outback-Vertretung direkt per Mail kontaktiert, die haben mir keine 20 Minuten später einen Vertriebspartner in meiner Nähe genannt (den ich über Google so schnell nicht gefunden hätte) und mir mitgeteilt, dass sie die Ware lagernd vorrätig haben (die Solarshops haben zwischen 2 und 3 Wochen Lieferzeit genannt). Zwei Stunden später habe ich von diesem Vertriebspartner ein konkretes Angebot mit Lieferung nächste Woche per Mail bekommen und einen Preis, der 200...300 Euro unter dem der günstigsten Solar-Webshops liegt. So gefällt mir das. Jetzt ists bestellt.


    Ein interessanter Aspekt des Flexpower-Systems: es ist im SHTF-Notfall auch schnell demontiert und mitgenommen: 44kg auf einer kompakten Montageplatte, nur noch PV-Module und Akkus dran, fertig ist das Mini-Kraftwerk. PV-Module "findet" man inzwischen überall und der Laderegler akzeptiert bis 150VDC Strangspannung.


    Die Modulmontage werden wir aus Zeitgründen erst im September hinbekommen - auf alle Fälle aber noch weit bevor die EU auch Anti-Dumping-Zölle auf Solarmodule einführt (in USA werden seit Februar 2012 zwischen 31% und 250%(!) Zoll auf PV-Module aus China erhoben).


    Unsere PV-Anlage wird dann diese Eckdaten haben:


    - (zunächst) 3kWp Modulleistung auf Westdach (erwartbare Leistung dann ca. 2,5kWp), mit Option zur Erweiterung um 2kWp -> erwartbare max. Gesamtleistung ca. 4kW (was dem Maximum des Flexpower One entspricht)
    - Akku-Bank besteht (zunächst) aus 8 Stück 12V/115Ah Blei-Gel-Akkus, die in 48V-Konfiguration verschaltet sind (2x 4 in Reihe). Nennkapazität: 11kWh
    - ein Teil des Haushaltsnetzes (Licht, Kühltruhe/-schrank, Solar-Warmwasser-/Heizanlage, Büro-Steckdosen) wird vom normalen Netz abgetrennt (über manuellen Netzumschalter) und mit dem 3kVA-Ausgang des Flexpower-ONE verbunden. Bei Anlagenstörungen kann man den alten Zustand durch zurückschalten des Netzumschalters sofort wieder herstellen, allerdings nicht unterbrechungsfrei.


    Ich gehe davon aus, dass das so versorgte Teilnetz im Sommerhalbjahr ausschliesslich mit selbst erzeugtem Strom auskommt. Wie es im Winterhalbjahr aussieht, wird sich dann weisen. Da wir i.d.R. recht stürmische Frühjahrs- und Herbst-Zeiten haben, könnte ich mir noch einen vertikalen Windgenerator (VAWT) im Garten vorstellen, aber eins nach dem anderen!


    Geräte mit sehr hohem Strombedarf, v.a. die mit elektr. Heizelementen habe ich bewusst ausgeklammert, weil sie die Kosten für die PV-Anlage, Akkus und Wechselrichter in unsinnige Dimensionen treiben und die Anlage dann die meiste Zeit am Tag völlig überdimensioniert ist, was u.a. auch einen viel höheren Ruhestromverbrauch des/der Insel-Wechselrichter mit sich bringt. Ein 3kVA-WR ist ein Kompromiss aus Ruhestrom und verfügbarer Spitzenleistung: er kann notfalls auch eine Waschmaschine betreiben, saugt einem im Leerlauf aber nicht die Akkus leer.


    Ach ja, die Kosten:
    - Outback Flexpower One 48V: ca. 3.600 Euro
    - 3kWp Solarmodule mono-Si: ca. 3.000 Euro
    - Montagegestell, Verkabelung: ca. 400 Euro
    - 8x Blei-Gel-Akkus: ca. 2.000 Euro
    --> Summe 7.000 Euro


    Planung, Montage und Inbetriebnahme sind Eigenleistung, würde man es machen lassen, kämen noch mal ca. 20% (1.400 Euro) dazu. Wie schafft man das als Normalverdiener? Einigkeit mit der Partnerin, beide jobben nebenbei und legen gezielt regelmässig Geld auf die Seite. Wenn man das 1-2 Jahre durchzieht, kommt direkt was zusammen. Man muss nicht immer alles in Flach-TV, Smartphones und exotische Urlaubsreisen investieren...


    Wenn wir es mit unserer PV-Anlage schaffen, 500 Euro der jährlichen Stromkosten einzusparen, wäre die Anlage nach 14 Jahren milchmädchenhaft (ohne Abschreibung, Wartung, Versicherung) amortisiert. Mit (ziemlich sicher) steigenden Stromkosten kommt der Break even sogar noch schneller.
    Aber eine Rentabilitätsrechnung will ich gar nicht aufstellen. Ich seh es als "Investition" in die Zukunft, mein Haus, meine Versorgungssicherheit und als Referenzanlage (die ich so oder ähnlich dann anderen planen und verkaufen kann). Für PV-Anlagen muss man sich immer der "Lohnt sich das überhaupt?"-Frage stellen, wenn ich 8.000 Euro für einen Car-Port, 12.000 Euro für eine gepflasterten Hof und 5.000 Euro für eine Terassengestaltung mit Sonnensegel ausgebe, wird das wohlgefällig zur Kenntnis genommen, keiner stellt die Rentabilitätsfrage. Ich hab halt eine "PV-Terasse", basta.


    Und nein, ich werde meinen PV-Strom nicht einspeisen und auch keine Subvention kassieren. Das EEG hat in Deutschland nicht nur Licht (Etablierung der PV als Massenmarkt), sondern auch viel Schatten hinterlassen (Konzentration der PV-Industrie auf maximale Subventionsmitnahme bei niedrigstmöglichem F&E-Aufwand, das Resultat ist die Insolvenzwelle der hiesigen Solarindustrie), die Hypothek der EEG-Vergütung lastet auf den Schultern der jetzigen und kommenden Generationen.


    Grüsse


    Tom

  • Zitat von tomduly;108189

    Hallo,


    ich grab den Insel-PV-Thread aus aktuellem Anlass mal aus. Unsere elektrische "Teil-Autarkie" nimmt jetzt konkrete Formen an.


    Interessant danke. Hast Du auch ein Datenmonitoring, das Minutengenau Ertrag und Verbrauch und Akkuzustand erfasst? An Deinen Erfahrungen bin ich sehr interessiert...


    Zitat


    Und nein, ich werde meinen PV-Strom nicht einspeisen und auch keine Subvention kassieren. Das EEG hat in Deutschland nicht nur Licht (Etablierung der PV als Massenmarkt), sondern auch viel Schatten hinterlassen (Konzentration der PV-Industrie auf maximale Subventionsmitnahme bei niedrigstmöglichem F&E-Aufwand, das Resultat ist die Insolvenzwelle der hiesigen Solarindustrie), die Hypothek der EEG-Vergütung lastet auf den Schultern der jetzigen und kommenden Generationen.


    Eine der Hypotheken, die Du zu tragen hast ist die Tatsache, dass Dich Deine 3kW PV Module heute nur noch 3.000 Euro kosten und nicht 15.000 Euro, wie das vor dem EEG 2000 der Fall war. Das kannst Du Dir ja mal aufrechnen gegenüber dem, was es Dich kostet.
    Das mit den "Generationen" gehe ich so auch nicht mit. Die hohen absoluten Vergütungsszahlungen der Anlagen aus den Jahren 2008 bis 2012 sind 2028 bis 2032 abgezahlt und liefern ab dann fast kostenlosen Strom. Schon auf dem Weg dorthin werden die Vergütungssätze durch Inflation teilweise entwertet. Ja, ich bin auch der Meinung, dass hier in den o.g. Jahren zuviel Geld geflossen ist, aber es gab auch schon schlimmere Fehlentwicklungen...


    Die deutsche Solarbranche geht nicht an mangelnder Forschung zu Grunde (viele Innovationen und Rekorde stammen von hiesgen Unternehmen), sondern schlichtweg daran, dass China massives Preisdumping betreibt.


    mfg

  • Hallo,


    Zitat von Cephalotus;108196

    Interessant danke. Hast Du auch ein Datenmonitoring, das Minutengenau Ertrag und Verbrauch und Akkuzustand erfasst?


    noch hängt die Flexpower-Anlage nicht an der Wand. Aber ich werde sehr wahrscheinlich die Software WattPlot pro zur Überwachung einsetzen, die schreibt die Anlagen-Parameter bei Bedarf im Sekundentakt mit.
    In der Praxis wird das so aussehen, dass ich direkt neben das Flexpower-System einen kleinen PC hänge (LEX Light Mini ITX, VIA EDEN CPU, Pges 15W, von denen hab ich noch ein paar "rumliegen"), an den ich auch noch ein mehrkanaliges Temperaturmessystem dran hängen möchte (Hygrosens USB Temperaturmessystem). Damit sollen die PV-Modultemperaturen und die Batterietemperaturen überwacht werden. Mit dem Hygrosens-System hab ich gute Erfahrungen gesammelt, bei einem Hausbau-Projekt, wo der Bauherr (ein Physiker im Unruhestand...) an zig Punkten die Temperaturen erfassen wollte (Geothermie-Erdsonden, Bodenplatte Fundament, Wandtemperatur vor und hinter der Wärmedämmung in jede Himmelsrichtung, Innentemperatur in jeder Etage usw.).


    Der Mini-PC hängt dann wiederum am Haus-LAN.


    Grüsse


    Tom

  • Auf der Suche nach dem richtigen MPPT - Lader


    Ich suche einen MPPT Lader für meine langsam gestalt annehmende Inselanlage.


    Vorhanden:
    6 Stück Kristalline Module mit 160WP und 30V Leerlaufspannung


    4 Stück 65AH 12V Blei/Gel Akkus.


    Es soll ein 24V System werden!


    Vorraussetzungen an dem Lader sind:


    - Modulspannungsverträglichkeit von mindestens 60V Leerlauf
    - Mindestens 30A Ladestrom / ca. 1000W Maximale Modulleistung
    - Verschiedene Parameter für die Ladekennlinien einstellbar / also für verschiedene Batterietypen nutzbar.
    - Logging Funktion, besser noch eingebauter Webserver
    - Preis Maximal 300€


    Gegen einen Import aus Fernost hab ich nichts!


    Sowas vielleicht?:


    http://www.pvsolarchina.com/wp…ontroller-User-Manual.pdf


    Gruß Endzeitstimmung

  • Der verlinkte Regler von epSolar ist für deine Anwendung geeignet und erfüllt deine technischen Vorstellungen, aber dass du mit 300 EUR hinkommst, glaube ich nicht. Bei Eigenimport kommt ja auch mindestens die Mehrwertsteuer dazu.


    Laut der Spezifikationen reicht für deine 960 Wp Modulleistung bei 24 V Batteriespannung der 30 A Regler nicht aus. Ich kann dem Handbuch leider nicht entnehmen, ob der Regler eine zuverlässige Strombegrenzung hat, sprich ob die maximale Modulleistung lediglich eine Empfehlung ist oder eine Zerstörungsgrenze. Ich würde daher mindestens den 45 A Regler verwenden, der aber hierzulande derzeit nicht zu bekommen ist. Also bleibt nur Selbstimport oder der 60 A Regler.


    Für etwa das gleiche Geld bekommt man auch einen Tristar MPPT Regler, der zwar Anzeige/Schnittstellenmäßig weniger bietet, aber dafür bewährt ist. Die epSolar Regler sind recht neu, da gibt es noch keine Erfahrungswerte. Musst du letztlich selbst wissen, was dir wichtiger ist.