Gemüse/Obst - Eure Erfahrungen mit den versch. Sorten

  • Hallo,


    Nachdem ich mich nun mal durch verschiedene Seiten von Saatgutanbietern geklickt hab, musste ich feststellen, dass es erschreckend viele Sorten gibt. Verschiedene Tomaten, Gurken, Paprika, Salat.
    Nun dachte ich, wäre es doch vielleicht sinnvoll, mal Eure Erfahrungen zu den von Euch bisher gesäten oder gepflanzten Sorten zusammen zu sammeln.


    Wichtig wäre wohl erstmal dass die Sorte Samen bildet und kein Hybride ist.


    dann sollte sie gut keimen und widerstandsfähig sein gegen Temperaturschwankungen und Schädlinge.


    Ertragreich wäre natürlich auch von Vorteil.


    Und der Geschmack darf natürlich auch Spass machen...


    wie sieht's aus, habt Ihr Lust Eure Lieblingssorten mal zusammen zu schrieben?
    und kurz zu formulieren, warum nun die Tomate Gerda Eure liebste ist und nicht die Tomate Elsie?
    ( gibt's wahrscheinlich beide nicht...)


    Evtl noch mit kurzer Anbau"Erklärung", also Hochbeet, sonnig . oder Kübel, Halbschatten.


    Könnte vielleicht auch für Gartenerfahrene interessant sein,zu lesen, was die anderen für Sorten ziehen und warum?
    Bin gespannt ob Euch das Thema anspricht


    LG
    Emil

  • Hallo Emil!


    Werde bald meine Sämereien wieder hervorkrämen.


    Aus meinen Erfahrungen kann ich nur raten Tomaten soferne sie keine Wildsorte sind nur unter Dach bzw. in Kübeln zu ziehen.
    Meine standen letzte Jahr im Freien und es hat viel geregenet und somit die Braunfäule erleichtert die gerne bei Tomaten auftritt.


    Dieses Jahr werde ich meine Tomaten in Kübeln unters Dach stellen und vorbeugend mit Brennesseljauche düngen.
    Bei den Samensorten greife ich gerne auf Demeter oder Reinzuchtsamen zurück um auch später eigenes Saatgut zu erhalten.


    LG
    Fischer

  • Hi,


    ich habe im vergangenen Jahr statt der weissblühenden Stangenbohnen mal rotblühende, also echte Feuerbohnen ausprobiert.
    Die roten sind unempfindlicher, was Schiet-Wetter angeht.
    Dafür wird das Häutchen, das zwischen den eigentlichen Bohnen (Samen) und der grünen Schote sitzt, sehr schnell hart, und fühlt sich nach dem Kochen im Mund wie ein Stück Plastikfolie an, so dass das Bohnenessen ein einziges Gepuhle wird.


    Bei Buschbohnen nehme ich am liebsten "Saxa", robust, trägt viel und lange, und die Bohnen schmecken mir am besten.


    lg Itchy

  • Also ich bin selbst noch am probieren, es kommt auch sehr drauf an was für ein Platz man hat. Sinnvoll ist es im Sinne des SP keine Hybriden zu nehmen, weil man nur dann sinnvolles Saatgut erhält, das ist der einzigste Tipp den ich dir bis jetzt definitv geben kann...


    Was ich dieses Jahr mal ausprobieren will, ist Kartoffelsamen, also nicht Pflanzkartoffeln sondern Samen und Pflanzen selber ziehen. Gibt wenn ich es recht verstanden hab im ersten Jahr Pflanzkartoffeln mit teilweise sehr unterschiedlichen Aussehen und eigenschaften und dann im Nächsten Jahr diese ziehen und dann die besten weiterverwenden, sozusagen meine eigene Kartoffelsorte Kreieren :) die Samen habe ich bisher nur bei Dreschflegel gesehen, sonst bekommst du immer nur Saatkartoffeln

    ich bin ich, was sollte ich auch sonst sein??

  • Samen sind auch aus Saatkartoffeln zu ziehen, für diesen Zweck habe ich einen Topf mit Kartoffeln schon zeitig im Frühjahr auf dem Fensterbrett.

  • Hallo,


    Vielen dank für eure Beiträge! Das mit den Tomaten werde ich beherzigen und sie entweder in Eimern unter dem Terrassendach wohnen lassen oder so ein Folienzelt besorgen. Nur welche Sorten ich kaufe, mal schauen. Ich denke ein paar für gute Tomatensoßen zum Einkochen und natürlich Cocktailtomaten.
    Bohnen, da bin ich noch unschlüssig, denn wir essen das fast gar nie...lohnt sich vllt. nicht so, die an zu pflanzen.
    Bei den Kartoffeln wollte ich evtl mal im Fass anpflanzen. Bin noch unschlüssig ob es sich lohnt, hab öfter gelesen, die Ernte wäre nicht so berauschend. Welche Sorten habt ihr denn?


    LG


    Emil

  • Also ich habe zwar keine Erfahrung damit, aber ich habe mir für dieses Jahr Tomatensamen der Sorten San Marzano 2 und Pomodoro Crovarese gekauft (bei www.pepper-king.com).
    Beide Sorten sollen sich gut zum Einmachen eignen und in der Haltung recht einfach sein, die Crovarese wird wahrscheinlich auch als Nach- und Salattomate dienen ;). Hab da auf unterschiedliche Quellen zurückgegriffen, kann dir da leider nicht genau sagen, welche das waren.
    http://www.pepper-king.com/Sae…rzano-2-Tomatensamen.html
    http://www.pepper-king.com/Sae…ovarese-Tomatensamen.html


    Kartoffeln werde ich erst Ende Februar/Anfang März bestellen, weiss noch nicht genau welche Sorten.


    So long,
    Sam

    There is only one god and his name is Death. (Syrio Forell)

  • Hallo,
    da wir diese Woche auch mit unserem Hochbeetbau beginnen, habe ich heute meine Samenbestellung aufgegeben.Habe mir von bio saatgut.de den Katalog bestellt und heute meine Wahl getroffen.Es sind alles alte Sorten, keine F1 Hybriden. Flaschentomaten zum einkochen, kleine Tomaten und normale zum Essn, Kugelzuchini, kleine Auberginen, Salat, Radieschen, usw.
    Man sollte auf robuste Sorten achten, die auch frosttolerant und lagerfähg sind.zB. bei Porree, Rote Beete,Kürbis.
    Beim Kürbis habe ich eine nichtrankende Sorte bestellt, aus Platzgründen. Beim Salat bevorzuge ich Pflück oder Schnittsalat, weil Köpfe sind bei einem 2 Personenhaushalt nicht so schnell aufgebraucht.
    Bin gespannt, wie alles wächst, und Erfahrungswerte mit den verschiedenen Sorten bekommt man im Laufe der Zeit, ist ja auch abhängig von der Gegend, Bodenbeschaffenheit usw.
    Die Tomaten werden ein Gewächshaus beziehen, das wir uns anschaffen werden. Weil ohne Überdachung werden Tomaten einfach nichts. Als Unterpflanzung wurde im Katalog Spargelerbse empfohlen, eine alte, fast vergessene Kulturpflanze. Bin gespannt, was daraus wirdAnsonsten für den frischen Verzehr dürfen Radieschen nicht fehlen, und für die Herbst und Winterzeit Feldsalat, der breitwürfig gesät werden kann, wenn die Beete leer sind und den ganzen Winter erntefähig ist.


    Außerdem überlege ich, ob ich auch in den Blumenrabatten hier und da Gemüse zwischenpflanze (Zwiebeln, Knoblauch, Grünkohl) oder Heilkräuter ( Teefenchel).
    Wird sicher ein spannendes Gartenjahr.


    LG Bea

  • Hallo zusammen,


    Möchte mich endlich mal wieder zum Thema zurückmelden. Das gartenprojekt entsteht langsam. Ich habe mich nun doch gegen ein Hochbeet entschieden und dafür die letzten zwei Tage ein Beet angelegt mit 5 mal 2,50 Meter und einer 28 cm Umrandung. Den Rasen habe ich umgegraben, alle Grassoden mit den Wurzeln nach oben gelegt. Dann etwas Laub drauf, dann eine Schicht Karton. Nun fehlt noch eine Menge Erde, soll noch um ca 15 cm aufgefüllt werden. Die holen wir nächsten Samstag. Uff.
    Eben habe ich eine Menge Samen bestellt, alles sortenreines Biosaatgut. So ziemlich alle gängigen Gemüsesorten.und stehe damit vor einem neuen Problem . Wie sortiert man das alles ins Beet ein, so dass der Platz gut genutzt ist und es sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindert. Scheint eine Wissenschaft für sich zu sein...Fruchtfolge, Mischkultur...puh.
    Zu den einzelnen Sorten und wie sich sich dann letztendlich "gemacht" haben, im Nachhinein,kann ich natürlich noch nix sagen....im Herbst dann. Falls ich es bis dahin geschafft haben sollte, das ganze Zeug sinnvoll aufs Beet zu bekommen.......


    Liebe Grüße
    Emil

  • Zitat von Emil;95708

    Eben habe ich eine Menge Samen bestellt, alles sortenreines Biosaatgut. So ziemlich alle gängigen Gemüsesorten.und stehe damit vor einem neuen Problem . Wie sortiert man das alles ins Beet ein, so dass der Platz gut genutzt ist und es sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindert. Scheint eine Wissenschaft für sich zu sein...Fruchtfolge, Mischkultur...puh.
    l


    Typischer Anfängerfehler: zuviele verschiede Sorten bestellt. Du hats nur 2,5x5 m !
    Baue wenigsten soviel pro Sorte an, das es für eine Mahlzeit reicht. Den Rest dann eben nächstes Jahr.


    Um den Üblick beser zu waren, habe ich mein Beet in ca. 35x35 cm große Qudrate mit dünnen Stäben angeteilt
    und ich führe dann Buch, was ich wohin gesäht und geplanzt habe (und wie meine Erfahrung mit der Sorte war.)
    So verhindere ich, das ich Pflanze aus einer Familie zu früh wieder an die selbe Stelle setze.


    Nicht zu dicht pflanzen und säen, wenn doch passiert, rechtzeitig ausdünnen.


    Wenn Du die Fläche intensiev nutzen willst, ziehe die Pflanzen vor, soweit es geht.
    Dann kannst Du immer in eine Lücke was pflanzen. Vor dem Pflanzen einfach etwas Kompost auf die Stelle.


    Die Angaben in der Literatur, welchen Pflanzen günste Nachbarn oder eine gute Vorkultur sind,
    sind teilweise wiedersprüchlich. Hängt sicherlich auch mit den Witterungsverlauf und dem Boden ab.
    Also ausprobieren udn nicht entmutigen lassen.



    Andreas

  • Hallo,


    habe im Mai Saatkartoffeln der Sorte Ditta gekauft und in einen übergroßen Blumentrog gepflanzt.


    Zuerst eine ca 10 cm hohe Erdschicht ( vorzugsweise Kompost ), die vorgekeimten Kartoffeln darauf und mit Erde Handvoll bedeckt.
    Jedesmal wenn die Katoffeltriebe hervorschauten wurden sie fast zu Gänze wieder mit Hornspänen vermischter Erde aufgefüllt.


    Habe pro Pflanzgefäß 10 Stück Kartoffel gesetzt, zur Zeit stehen die Kartoffelpflanzen in Blütte, mal schauen wie hoch der Ertrag ist.


    Zum Vergleich steht ein Kartoffelacker bereit.


    LG
    Fischer

  • Zitat von Kanada;105315


    Bei letzterem solltest du meiner meinung nach zu 80% Kartoffeln wählen.
    .


    Das es heute das ganze Jahr Kartoffeln im Supermarkt zu kaufen gibt, liegt an den (immer größer werden) Importen,
    zum anderen an klimatisierten Lagerhallen. Wer kann schon seine Kartofeln bei 4,5°C und 55% Luftfeuchtigkeit lagern, im
    Im Frühjahr noch welche zu haben ?


    Und auf Dauer gehen 80% Kartofeln wegen der notwendigen Fruchtfolge sowie nicht.
    Einen Vorat für ein 2. und 3. Jahr, wenn mal die Ernte ausfällt (oder gestohlen wird) kann man damit auch nicht anlegen.
    (Mit Kartoffeln kannst Du zwar ca. 30% kcal pro Fläche ernten als mit Winterweizen, bei Weizen ist aber noch ein Nachfrucht möglich)

  • Hallo Henning


    Etwas wirr Dein Beitrag ........


    Was möchtest Du uns genau sagen?


    Logisch die ganzjährige Verfügbarkeit von Lebensmitteln (sofern sie den Namen verdienen) ist EINE Sache.
    Wer kennt denn noch die saisonal verfügbaren Gemüse.


    Erkläre uns Deinen Beitrag.


    Viele Grüsse, Ernst

  • Zitat von ID 2;105324

    Hallo Henning


    Etwas wirr Dein Beitrag ........


    Was möchtest Du uns genau sagen?


    Kanada rät für eine autarke Versorgung 80% Kartoffel anzubauen.
    (Wahrscheinlich aus dem Grund, weil das mit die meiste Nahrungsenergie pro Quadratmeter bringt und keine Spezialgeräte zur Verarbeitung erfordert).


    Dagegen sprechen:


    1. notwendige Fruchfolge


    2. Die Lagerfähigkeit von Kartoffeln.
    Zwischen der Ernte von Frühkartofeln (Juli, den Nachteil der Fühsorten (kleiner Ertrag) muß man dann in Kauf nehmen) und den Zeitpunkt wo
    einen die Lagersorten in einer Erdmiete oder Kartoffelkeller verschrupelt oder verfault sind, muß man auch was essen.


    Ich hoffe, jetzt ist es verständlicher.

  • Hallo Henning,


    ich denke für Einlagern nimmt man spät reifende Sorten und die Frühsorten gehören fürs Gleichessen.


    Auf meinem Acker habe ich frühe, mittel- und spätreifende Sorten angebaut, so habe ich das ganze Jahr Kartoffeln.
    Die Spätsorte bleibt bei mir bis Anfang Mai des nächsten Jahres, natürlich kühl und dunkel gelagert ohne irgenwelche künstliche Kühlung und dann kommen ja bald
    die Frühkartoffeln.
    Auch nach der Ernte der Frühkartoffeln gibt es noch einige Folgefruchten wie Salat und Wirsing


    Unser Kartoffelbauer machts genauso( alter Roßstall ), nur wenns im Frühjahr zu warm wird, so werden die Erdäpfeln mit einem Keimhemmenden Mittel bestreut, das bei nicht in Frage kommt.



    @kanada,
    Bei den Zucchinis kommt es auf die Sorte an und natürlich brauchen sie für einen hohen Ertrag Dünger ( Kompost),viel Wasser und Wärme.
    Auch braucht es eine stete Bestäubung durch Insekten, dies kann man allerdings selber vornehmen.
    Die Früchte nicht zu groß werden lassen, dies fördert den neuerlichen Fruchtansatz, ich ernte im Schnitt alle 3-4 Tage eine Zucchini bei 3 Pflanzen.


    LG
    Fischer

  • Zitat von Fischer;105539


    Die Spätsorte bleibt bei mir bis Anfang Mai des nächsten Jahres, natürlich kühl und dunkel gelagert


    Wer hat noch solche Lagerbedingungen?
    In meinen Keller (18-20°C, trocken) halten die gewaschenen Supermarktkartoffeln max. 4 Wochen.

  • Der Tipp heißt: Erdkeller.
    Relativ kühl und ausreichend feucht bietet er das ideale Klima zum lagern von Obst und Gemüse (insbesondere Äpfel, Birnen, Kartoffeln, Karotten usf.).


    Bezüglich der Tomaten setze ich nur mehr kleine bis mittlere Sorten. Bei großen Sorten ist einfach die Gefahr des verfaulens viel zu hoch.
    Habe letztes Jahr nur eine einzige Ochsenherztomate retten können. Daher sind sie (genau wie die Fleischtomaten) aus dem Programm geflogen.
    Den besten Ertrag brachten bei mir Kirschtomaten, aber die sind in der Ernte sehr aufwendig. Aber aufgrund des guten Geschmacks und des Ertrages bleiben sie weiter im Korb.


    LG


    Maresi

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.