Mobile Tankstelle

  • Hallo,


    ich habe mich in letzter Zeit mit einer "mobilen Tankstelle" beschäftigt.
    Grund: Blackout-Szenario.


    Die 12 Volt-Pumpe habe ich mir von einem Bekannten geliehen.
    Er hat sie bei Baywa (D), Landi (CH) usw. gekauft.


    Anbei der Text dazu.


    Nein Bilder habe ich noch keine.
    Grund:
    - Zeitprobleme momentan (verschiedene "Baustellen" ((z.B. improv. Verbandsmaterial, Sterilisation usw.)))
    - Theorie (Texte schreiben kosten auch Zeit)
    - Praxis (Theorie umsetzen und Fehler erkennen kostet auch Zeit)
    - Bilder "schiesssen" und aufbereiten (kostet auch Zeit)


    Ich hoffe der Text ist verständlich genug und die Bilder folgen sobald ich Zeit dafür habe.


    Ergänzung zum Text in der Anlage sind ausdrücklich erwünscht.


    Muss ich einen Metalltank beim Umfüllen von Diesel eigentlich erden?
    Ich glaube ich habe bei "Jericho" so was mal gesehen bzw. gehört oder war Benzin dort im Tank?

  • Das wichtigste dürfte wohl ein FUnkenschutz an der Pumpe und den Schaltern sein.
    Ich gehe mal davon aus, dass Du auch das meinst beim "die Pumpe muss für die Flüssigkeit geeignet sein".

  • Zitat von Bernie;104567

    Das wichtigste dürfte wohl ein FUnkenschutz an der Pumpe und den Schaltern sein.
    Ich gehe mal davon aus, dass Du auch das meinst beim "die Pumpe muss für die Flüssigkeit geeignet sein".


    Hallo,


    natürlich darf mit einer Pumpe die für Diesel und Heizöl zugelassen ist nicht Benzin gepumpt werden, wegen der Dichtungen und der Explosionsgefahr (Funkenflug usw.).


    Der Schalter an der geliehenen Pumpe hat einen "Spritzwasserschutz" der aber nichts mit einem Funkenschutz zu tun hat.

  • Mein Entscheidung fiel gegen eine elektrische Pumpe, für die mechanische Handpumpe aus dem Baumarkt. Primitiv, geringe Förderleistung aber unabhängig von jeglicher Stromversorgung. Auf Eignung für Benzin und evtl. Probleme mit den Dichtungen angesprochen, haben mir die Mitarbeiter des Baumarktes gesagt, dass sie dieses Modell selbst am Diesel-Faß für die eigenen Betriebsfahrzeuge hernehmen. Dann muss es für mich auch reichen. :lächeln:


    Habe damit erst zweimal aus einem Fahrzeug umgepumpt, die Pumpe zieht, braucht lange, aber sie tut es. Umschütten von Kanistern geht schneller.

  • Manuelle Pumpen


    Zitat von Crusoe;104592

    Mein Entscheidung fiel gegen eine elektrische Pumpe, für die mechanische Handpumpe aus dem Baumarkt. Primitiv, geringe Förderleistung aber unabhängig von jeglicher Stromversorgung. Auf Eignung für Benzin und evtl. Probleme mit den Dichtungen angesprochen, haben mir die Mitarbeiter des Baumarktes gesagt, dass sie dieses Modell selbst am Diesel-Faß für die eigenen Betriebsfahrzeuge hernehmen. Dann muss es für mich auch reichen. :lächeln:


    Habe damit erst zweimal aus einem Fahrzeug umgepumpt, die Pumpe zieht, braucht lange, aber sie tut es. Umschütten von Kanistern geht schneller.



    Danke für den Beitrag - manuelle Pumpe (dann muss schon ich nichts zu diesem Thema schreiben :lächeln:).



    Du schreibst - "Fahrzeug umgepumpt".
    Ich denke Du hast einen dünnen Schlauch verwendet oder das Fahrzeug war kein PKW.
    Bei den Fahrzeugen (PKW) wo ich schon mal Diesel umpumpen wollte (keine Straftat in diesem Zusammenhang!:lächeln:) ging der Schlauch nicht tief genug in den Tank hinein.
    Entweder ist der Tankstutzen entsprechend gebogen gewesen, dass ein Schlauch nicht um die Biegungen gekommen ist oder es war irgendwo eine Art Sieb eingebaut.
    Kennt sich da jemand aus?


    Bei einem Transporter und LKW ist das Umpumpen kein Problem.




    Ich persönlich habe auch nur eine manuelle Pumpe, eine Schüttelpumpe und eine Syphon-Pumpe mit einem Ballon (ich kennen die Typenbezeichnung nicht).



    Da ich mir einige Zeit die 12 Volt-Pumpe leihen konnte habe ich mir gedacht ich probiere es mal mit der.


    Für grössere Fordermenge hat sicherlich eine el. Pumpe ihre Vorteile.
    Aber. Strom hat man nicht überall und die Fördermenge ist auch nicht immer so gross.


    Für den normalen Gebrauch reicht eine manuelle Pumpe - m.M. - aus.



    Aber der Bereich Schläuche, Umweltschutz usw. ist bei beiden Pumpenarten die gleiche.



    Dieselresistente Schläuche halten beim Umpumpen von Diesel bzw. Heizöl eben länger - aber wenn man nur Gartenschläuche hat müssen die eben zur Not herhalten.


    Bei den Kupplungsstücken bin ich schon wählerischer.
    Den Kupplungsstücken aus Metall traue ich mehr zu als den Kunststoff-Kupplungsstücken aus dem Gartenschlauchbereich.
    Bei Kunststoff-Kupplungstück die ich letztes Jahr zum Diesel umpumpen verwendet habe ist das Gewinde ausgebrochen und bei einem anderen die "Festhaltekrallen" für den Schlauch im Kupplungsstück.
    Die Kupplungsstück wurde nicht gereinigt nach dem Gebrauch - nur vom Schlauch abmontiert und dann eingelagert.


    Ach so,
    Ölbinder = Katzenstreu, geht auch

  • Hallo,


    habe mal ein paar Jahre in einem großen Tanklager gearbeitet.
    Hier wurde allergrößten Wert auf Sicherheit gelegt!
    Zum Beispiel durften keine Feuerzeuge oder Handys mit in die Anlage gebracht werden.


    Sämtliche Kupplungen und Anschlüsse für Schläuche etc. bestanden aus Metallen die beim "bearbeiten" keine Funken erzeugen konnten.
    Aluminium, bzw. Aluminiumguss, für die Kupplungen, Messinghämmer um diese Kupplungen zu schließen, bzw. zu öffnen, usw.


    Fiel einmal die elektronische Füllstandsanzeige aus, mußte der Tankinhalt (ca. 100 000 bis ca. 1,5 Mio. Liter pro Stück) manuell gemessen werden.
    Dazu wurde ein Massband mit einem Messinggewicht am Ende in ein dafür vorgesehenes Rohr eingeführt.
    Der abgelesene Wert wurde in einer Tabelle umgerechnet - fertig.
    Bei all diesen Arbeiten wurde ganz penibel darauf geachtet, dass sich alle Mitarbeiter vorher an entsprechenden "Erdungspunkten" erdeten.


    Worum es mir hier eigentlich geht ist die Gefahr der elektrostatischen Aufladung, die durch die Verwendung von Kunststoffen beim Umgang mit Treibstoffen ausgeht.
    Dazu gehört das Tragen von Kleidung aus bestimmten Synthetikfasern (aneinander reiben) und natürlich auch das Fließen von Benzin durch bestimmte Kunsstoffschläuche!


    Mein Rat: erkundigt Euch vor der Benutzung oder dem Bau Eurer eigenen Tankstelle genau darüber welche Materialien verwendet werden dürfen.
    Zumindest sollte man mal einen Blick in sog. Unfallverhütungsvorschriften werfen, hier über den Umgang mit brand- und explosionsgefährdenden Flüssigkeiten und dem Thema elektrostatische Aufladung.


    Persönlich glaube ich kaum das ein normaler Baumarkt hier die richtige Quelle für Materialien zum Bau einer, wenn auch nur mobilen, Tankstelle sein sollte.


    Gruß
    Dietmar

    Hunde retten Menschenleben - wir bilden sie aus.

  • Zitat von epwin;104599

    Du schreibst - "Fahrzeug umgepumpt".
    Ich denke Du hast einen dünnen Schlauch verwendet oder das Fahrzeug war kein PKW.
    Bei den Fahrzeugen (PKW) wo ich schon mal Diesel umpumpen wollte (keine Straftat in diesem Zusammenhang!:lächeln:) ging der Schlauch nicht tief genug in den Tank hinein.
    Entweder ist der Tankstutzen entsprechend gebogen gewesen, dass ein Schlauch nicht um die Biegungen gekommen ist oder es war irgendwo eine Art Sieb eingebaut.


    Korrekt, der beiliegende Originalschlauch war zu breit und reichte nicht tief genug, ich habe einen PVC-Schlauch aus der Gartenabteilung mitgenommen und notdürftig befestigt, die Förderleistung sinkt rapide, der PVC-Schlauch wurde ausgespült, dürfte aber mit jeder Benutzung angegriffen werden und bald "verbraucht" sein. Und ja, es war ein PKW mit Benzin-Tank in einem Falle, das eigene Fahrzeug, das ich verkauft habe aber kurz zuvor noch voll aufgetankt hatte (ich Blödmann, Macht der Gewohnheit). Filterung habe ich nachträglich beim Umfüllen in Kanister erledigt, das Benzin war sowieso für zwei Benzin-Zweitakter gedacht (Rasenmäher und Zweirad), die eigene Filter haben.


    Solche primitiven Pumpen sind m.E. o.k. für primitive Tanks, wie sie auf jedem Bauernhof für Traktoren aus der Vorzeit rumstehen, an großen Tanks aber ein schlechter Witz oder gar bei Benzin-Tanks untauglich. Daher greife ich auch bei eigener Garagenlagerung lieber zu mehreren Kanistern und bleibe flexibel.


    Trotzdem besser als nix ist so ein Pumpensystem schon, meine Nachbarn haben die Pumpe sofort ausleihen wollen. :lächeln: Vielleicht weil es einfach ist und man es sich zutraut.


    Eine Schüttelpumpe wollte ich immer für den Benzinkocher kaufen, aber bisher klappte es ohne. Wird halt mit dem Mund angesaugt. :Zunge raus:

  • Hallo,


    meine Erfahrung mit mobilen Tankstellen beziehen sich auf Diesel, der in dieser Hinsicht wesentlich harmloser ist als Benzin.


    Als völlig ungeeignet hat sich die "12V-Öl-Absaugpumpe" erwiesen, die u.a. von Proxxon und Brüder Mannesmann vertrieben wird. Mit 1,5l pro Minute wird da jeder Pumpvorgang zum Geduldspiel. Und sowas könnte ich in einer Krisenlage garantiert nicht gebrauchen. Da muss ein Tank- oder Umfüllvorgang schnell und sicher durchführbar sein.


    Ein völlig unterschätztes Teil ist die so genannte Bohrmaschinenpumpe. Gibts in "einfach" in jedem Baumarkt für unter 10 Euro (da kann man auch mal zwei einlagern) und auch in edel aus Messing oder Alu. Die Dinger sind selbstansaugend und schaffen (mit einer E-Bohrmaschine als Antrieb) respektable 1500l/h (das sind 25l/min). Die Pumpen lassen sich auch gut an einem Akkuschrauber betreiben.


    Bei LKW-Touren durch die Wüste gehören die mittlerweile zur Standardausrüstung in jeden Werkzeugkasten. Wir hatten schon mal das "Vergnügen" einem in Schräglage am Dünenhang festgefahrenen Magirus den noch halbvollen 500l-Dieseltanlk links (talseitig) in den leeren 500l-Tank rechts umpumpen zu müssen. Die 250l Diesel schafften wir mit dem Akkuschrauber in gut 20 Minuten.


    Übrigens, bei den typischen "Wüstentankstellen" in Nordafrika sind handbetriebene Kurbelpumpen für 200l-Fässer sowas wie ein Standard (auf dem Bild liegt im Vordergrund auf den Fässer so eine Pumpe). Diese Pumpen findet man bei uns auf dem Land in Baumärkten mit Agrarbedarf, wie z.B. bei Stabilo. Westfalia Agrishop hat sie auch. Mit diesen Pumpen schafft man mit 2..3 Umdrehungen eine Liter Förderleistung, allerdings sind die Pumpen nicht selbstansaugend, muss man also zu Beginn "auffüllen".


    Aus Gründen des Umweltschutzes (und zur Vermeidung von Sauerei und Ärger) hab ich an Bord unseres Reise-Unimogs neben der Akkuschrauber-Pumpe noch eine Faltschüssel mit 15l (entspricht dem Ölwanneninhalt des Unimogs, falls man sich die mal im Gelände aufreissen sollte...), ein "Ölbindetuch" (war Standard-Bordausstattung bei der BW) und einen halben Sack Ölbinder Marke "Bindöl" (das rote Ölbinderpulver, wie es die Feuerwehr verwendet - hat den Vorteil, es saugt sich nur mit öligen Flüssigkeiten voll, nicht aber z.B. mit Wasser, funktioniert also auch bei Regen auf der Fahrbahn - Katzenstreu versagt da).


    Mehr Aufwand würde ich für eine "Mobile Tankstelle für Notfälle" nicht treiben. Will man eine mobile Tankstelle jetzt und ggf. sogar gewerblich (z.B. als Baustellentankstelle/Betriebstankstelle) betreiben, muss man soviele Auflagen erfüllen und Vorschriften beachten, dass IMO ein "Selbstbau" nicht lohnt. Da gibts fertige Lösungen mit 430 oder 900l-Tank, gabelstapler-tauglich und mit eingebauter Zapfanlage, die den Gefahrgut- etc. Vorschriften genügen.


    Grüsse


    Tom

  • Hallo,


    immer wieder liest man vom „Sprit absaugen“ bei einem Blackout aus einem Erdtank.

    Schon einmal (erfolgreich) probiert???

    Ich denke nicht.


    Der nachfolgende Text soll keine Anleitung sein, wie man „Sprit“ aus einem Erdtank absaugt.



    Ich hatte die Möglichkeit bei der Überprüfung eines Erdtanks dabei zu sein.

    Nachfolgendes gilt nur für den Erdtank bei dem ich dabei war, aber wahrscheinlich auch für viele andere Tanks.


    Tankart:

    Erdtank

    Diesel

    20.000 Liter

    Mit Innenhülle


    Auf die Überprüfung der Tanksäule und des Kontrollgerätes für die Innenhülle des Erdtanks gehe ich nicht ein.


    Der Domdeckel muss zuerst einmal entfernt werden.

    Bemerkung: Das Teil ist ganz schön schwer. Also sind die entsprechenden Werkzeuge erforderlich.


    Dann sieht man mehrere „Rohre“ die aus dem Tank herausragen.

    1.Füllstutzen

    2.Das Rohr mit der „Messlatte“

    3.Grenzwertgeber (Verhindert das Überfüllen des Tanks)

    4. verschiedene Kabel die zum Kontrollgerät der Innenhülle bzw. (manuellen bzw. elektrischen) Füllstandsanzeiger führen.

    Bemerkung:

    Bei einem längeren Blackout wird die Innenhülle früher oder später im Erdtank zusammenfallen.

    Das Kontrollgerät wird dabei aber keinen Alarmton geben.


    BILD2703-1-1.JPG


    „Sprit absaugen“ über den Füllstutzen:

    Schön einfach … wäre es.

    Ist es aber nicht.

    Am Ende der Leitung zum Füllen des Tanks ist ein Winkel oder eine „Prallplatte“ (im Tank) damit der Dieselkraftstoff beim einfüllen nicht direkt auf die Tankwandung (Innenhülle) trifft.

    „Grob gesagt“ eine Art Brause bzw. „Zerstäuber“.

    Also führt dieser Weg nicht zu Ziel (Dieselkraftstoff).


    Der Durchmesser der Öffnung für die „Messlatte“ ist so gross, dass ein ½ Zoll-Wasserleitungsrohr hindurchpasst.

    Aber auch hier gibt es Probleme.

    1.Durch ein ½ Zoll-Rohr kann man nicht … so einmal schnell eine grösser Menge Diesel absaugen.

    Aber soweit sind wir noch gar nicht, das grössere Problem kommt erst noch.

    2.Nächstes Problem:

    Reicht das Wasserleitungsrohr in den Dieselkraftstoff im Tank?

    Tankdurchmesser ca. 2 Meter (Länge der Messlatte) sowie ca. 50 cm Überstand des Messlattenrohres nach oben.

    Da dieser Tank nicht mehr voll gefüllt wird, ist die Chance über ein Wasserleitungsrohr „Sprit abzusaugen“ nicht bei 100 %.

    Wer hat schon ein 2,50 Meter ½ Zoll-Wasserleitungsrohr herumliegen?

    Ich jedenfalls nicht.

    Verlängern kann man das Rohr mit entsprechenden Rohrmuffen leider nicht.

    Dafür ist der Durchmesser des Rohres für die Messlatte zu klein.


    Spontane denkbare Möglichkeit:

    Die (langen) Wasserleitungsrohre ohne Muffen, aber mit Folie (an den „Verbindungsstellen“) und Panzerband (eng darüber wickeln) zu verbinden.

    Innen eine Schnur durch die Rohre führen und am Ende mit einem Knebel verbinden.

    A)Saugt sich das Rohr dann nicht an der Innenhülle fest.

    B)Dann könnte man die ½ Zoll-Rohre wieder aus dem Messlattenrohr hochziehen (bis auf das letzte ½ Zoll-Rohrstück bzw. die Schnur mit dem Knebel).

    Die Schnur vermindert aber wieder die Durchflussgeschwindigkeit beim Abpumpen und sie muss Dieselbeständig sein (Alternative dünner Draht).


    Für Benzintanks gilt obiges nicht!!!

    Da Benzindämpfe explosiver sind als Dieseldämpfe.

    Trotzdem darauf achten das beim Arbeiten an einem Heizöl- oder Dieseltank keine „Funken“ entstehen.

    Sonst u.U. gute Nacht.


    Fast vergessen:

    Der Entlüftungsstutzen des Erdtanks ist auch kein gangbarer Weg … wegen der Winkel.


    Verschiedene Tanks,

    verschiedene Probleme,

    verschiedene Lösungsmöglichkeiten für die Probleme???

    Möglich.


    Also so einfach ist das absaugen von „Sprit“ aus einem Erdtank nicht (… zumindest bei dem ich dabei war).

    Vor allem ist Benzin abzusaugen um einiges gefährlicher.


    Haftungsausschluss:

    Obiger Text soll nicht dazu anleiten „Sprit abzusaugen“ sondern nur auf die möglichen Probleme hinwiesen.

    In der Theorie ist vieles einfach … in der Praxis sieht es dann ganz anders aus.

    Vom rechtlichen Standpunkt wurde das „Sprit absaugen“ nicht behandelt.

    Selbst eigener Dieselkraftstoff abzusaugen ist nicht rechtskonform, da Wasser- und Umweltgesetze missachtet werden.

    Also Finger weg.


    Ich habe gelesen, dass die Feuerwehr u.U. mit ihren „Gefahrstoffpumpen“ Sprit aus Tankstellen bei einem Blackout absaugen soll.

    Nur wie macht die Feuerwehr das???

    Welchen Zugangsweg wählt die Feuerwehr?

    Antwort auch gerne als PN.

  • Ich habe gelesen, dass die Feuerwehr u.U. mit ihren „Gefahrstoffpumpen“ Sprit aus Tankstellen bei einem Blackout absaugen soll.

    Nur wie macht die Feuerwehr das???

    Welchen Zugangsweg wählt die Feuerwehr?

    Ich kann nicht sagen, wie das bei anderen FW geplant ist. Bei uns habe ich davon noch nichts mitbekommen. Es gibt natürlich spezielle Schläuche, Rohre, Pumpen und Auffangbehälter, bei denen sichergestellt ist, dass es zu keiner Funkenbildung kommen kann. Aber die dienen (bei uns) vorrangig dazu, Kraftstoff aus havarierten LKW oder aus Dieseltanks von Ölheizungen abzupumpen. Ob man damit aus der örtlichen Tankstelle Kraftstoff fördern könnte hat m. W. noch niemand versucht.


    Und wichtig ist, was du oben schon geschrieben hast: bei Benzin ganz besondere Vorsicht! (Besser Finger weg ...)


    Danke aber für die Infos und das Foto! :thumbup:

  • ...der habgierige Dieselabsauger wird seinen Stengel wahrscheinlich erst mal gaaanz tief in das Loch seiner Lieblingszapfe versenken...

    Dabei gebe ich zu bedenken, dass unten der ganze Schlonz, und das Wasser der vergangenen Zapfenbeglücker lagert....


    Man sollte seinen Zauberrüssel also nicht zu tief reinstecken....

  • "Wer hat schon ein 2,50 Meter ½ Zoll-Wasserleitungsrohr herumliegen?

    Ich jedenfalls nicht."


    Ich schon. Habe drei Rohre je 3 m 1/2 Zoll verzinkt zuhause. Die werden als Lehren für Pflasterflächen (Abziehen des Edelsplittes) verwendet, nun haben sie noch einen potenziellen Zusatznutzen. Danke!

  • ...was noch Sinn machen würde....

    Um ebend NICHT den Schlonz abzusagen könnte man unten in das Rohr einen Propfen oder Korken stopfen, den man zur Rohrreinigung entfernen kann, und dann flext man von den Seiten ca 5cm höher mit einer 2mm Scheibe von 2 oder 3 Seiten so viele Schlitze ein. Das sie den Querschnitt des Rohres entsprechen I===IIIIIII======= damit hat Mann die meissten dicken Brocken aussen vor, und das meissten an Schlamm und Wasser bleibt auch im Tank....


    Oben dann die Klemmringverschraubungen drauf, und dann ein von aussen zu öffnenden Rückschlagventil...


    https://www.tbs-online.de/de/de/pid.1144.1644/agid.97836.112149.4102/atid.21811/ecm.at/Check-valve-deployable-for-solar-max-150°C-3-4-x-L-50mm.html


    Dann ein 90Grad Bogen. Und ein Schlauchstutzen.... Ab geht's...


    Evtl. Ist es aber auch praktikabler zu schauen, ob nicht so ein Ansaugstück bekommt, oder baut und dann einen flexiblen kraftstoffbestandigen Schlauch dran, der bei Unterdruck nicht gleich zusammengeht.... Das lässt sich dann schön in einem Eimer mit Deckel aufrollen und lagern, bzw abtransportieren, ohne große Sauerei....

  • Hallo,


    hier mal ein Bild einer FW-Gefahrstoffpumpe. Man sieht auch zwei Stücke Saugschlauch. Mein erster Ansatz bei einem Erdtank wäre, so einen Saugschlauch entweder durch das Sondenrohr oder den Einfüllstutzen einzuführen.


    Hier eine Querschnittzeichung eines Erdtanks, wie ihn Epwin beschrieben hat. Die Frage, ob das Füllrohr einen Winkel hat, nicht bis unten reicht usw, muss man im Zweifelsfall vor Ort ausprobieren.


    Anstelle des vorgeschlagenen Halbzoll-Wasserrohres (wäre mir zu unhandlich, die Tape-Verklebung der Vebrindung zu "wackelig") würde ich es zunächst mit dickwandigem Gummischlauch versuchen, wie er bei Profi-Gartenschläuchen verwendet wird, sollten die Saugschläuche der FW-Gefahrstoffpumpe zu kurz sein. Den Schlauch dürfte man in vielen Handwerksbetrieben, Bauernhöfen etc. finden.


    Ein simple Methode wäre evtl. eine Kurbel-Fasspumpe, wenn der Erdtank nich tzu tief liegt: man führt das Saugrohr direkt in das Rohr des Messstabes ein und kann nun per Handkurbel bis zu 30l/min fördern. Das genügt, um Einsatzfahrzeuge aufzutanken.


    Als ultima ratio könnte man den Spannring im Domschacht lösen und den gesamten Flanschdeckel mit der Verrohrung abbauen und hätte eine Öffnung so groß, dass man einen Eimer an einem Seil herablassen kann.


    Was den Dreck/Bodensatz im Tank betrifft: wenn man den versehentlich aufwirbelt oder absaugt, dann muss man den geförderten Sprit eben vor der weiteren Verwendung wieder ruhen lassen (z.B. in einen IBC-Palettentank pumpen und diesen eine Tag stehen lassen) oder filtern.


    Aus eigener Erfahrung, weil ich kürzlich ein älteres Diesel-Fahrzeug wg. Motorschaden entsorgen musste: das Abpumpen eines frei geformten Plastiktanks in einem Auto ist alles andere als einfach: der Tank war dummerweise vollgetankt worden, als der Motorschaden eintrat. Mit der Gummiball-Pumpe über den Einfüllstutzen konnte ich gerade mal 20l von 60l Inhalt "abschlauchen". Dann zog die Pumpe Luft an. Den Wagen mit dem Wagenheber schräg zu stellen, brachte nur weitere 5l zutage. Ein Blick in die Werkstattunterlagen des Autos zeigte, dass der Tank in Fahrtrichtung schräg nach unten geformt ist, mien Saugschlauch kam aber nicht dorthin. Ich hätte nun die Rücksitzbank ausbauen und dort den Revisionsdeckel abschrauben können, um dort an den Flansch der Vorförderpumpe zu kommen, diesen hätte ich abbauen müssen und hätte dort absaugen können. Alternativ hätte ich auch den Vorlaufschlauch im Motorraum abklemmen und dort einen Schlauch anschließen können und dann mit eingeschalteter Zündung die Vorförderpumpe missbrauchen können. Das war mir dann doch zuviel Gebastel und so ging das Auto mit 35l Diesel im Tank abends zum Verwerter.


    Grüsse

    Tom

  • Hallo Tom,


    Danke für das Bild des Erdtanks.

    Genau so wurde mir der Erdtank erklärt.

    Ausnahme:

    Bei dem Erdtank wo ich dabei war reichte das Füllrohr nicht sehr weit in den Tank (ca. 1,20 Meter [geschätzt]. Die Messlatte steckte einmal kurz im Füllrohr und schaute "weit" heraus" wegen dem Winkel bwz. der "Prallplatte".)


    Deine Bedenken zum Wasserleitungsrohr und Gewebeband:

    Da stimme ich Dir völlig zu.

    Die Idee war nur ein Notbehelf.


    Thema Schlauch:

    Ein Schlauch ist in der Regel nicht „gerade“, wegen dem aufwickeln beim Lagern.

    Also wird er sich u.U. im Tank nicht (freiwillig) Richtung Boden „bewegen“, vor allem die dicken Schläuche werden da etwas „unkooperativ“ sein.


    Flanschdeckel abschrauben:

    Ich denke, da benötigt man aber „schweres“ Gerät.

    Mit einem „normalen“ Schraubenschlüssel bzw. Nuss bekommt man die Muttern am Flanschdeckel nicht gelockert (Grösse der Muttern und Kraftaufwand).

    Das Rausheben des Flanschdeckel geht nur mit einer Flaschenzug / Kettenzug an einem „3-Bein-Bock“ oder mit einem Gabelstapler (Thema: Gewicht).

    Die Lage der Leitungen müssten auch noch beachtet werden.

    Was die Tankhülle macht ist ein anderes Thema.


    Dreck/Bodensatz im Tank:

    Da stimme ich Dir völlig zu.


    Abpumpen eines Fahrzeugtanks:

    Schwierig bei neueren Fahrzeugen, wegen der „geformten“ Tanks.

    Da kommt man fast nicht bis zu Tankboden runter und wenn dann nur mit einem (sehr) dünnen und flexiblen Schlauch (eher ein „Schläuchle“, Thema: Durchmesser) sowie viel Zeit und Nerven.

    „Benzin-Vampire“:

    Bei uns im Ort haben einige Leute einmal ein Paar PKWs am Strassenrand „gemolken“, indem sie die Tanks angestochen haben (Sauerei, die Sachbeschädigung und das Benzin auf der Strasse).

    Ist auch schon bei LKWs im Industriegebiet passiert, da der Weg über den Tankstutzen (im wahrsten Sinne des Wortes) verschlossen war.


    Danke an Endzeitstimmung:

    Die Idee mit einem langen (Edelstahl-)Rohr mit Gewinde hat was für sich.

    bis dann - nutze die Zeit - Wissen schafft Zukunft - epwin - UWP3355BZ - epwin02@web.de;' ;)

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  • Hat jemand Informationen oder Tipps, wo ich Vorschriften und Vorgaben nachlesen kann, wenn es um Kraftstofflagerung geht?


    Dabei geht es mir nicht mal um den privaten Bereich, sondern um eine kleine Halle, in der Benzin aus verschiedenen Fahrzeugen abgepumpt und wieder eingefüllt wird. Bisher läuft das ohne besondere Maßnahmen in Fässern und Kanistern innerhalb der Halle. Jetzt ist man hellhörig geworden und möchte das halbwegs "wasserdicht" machen. Die gelagerte Kraftstoffmenge beträgt dabei meist nicht mehr als je 250 Liter für Benzin und Diesel.


    Im Gespräch waren ein zertifizierter Tankanhänger, ein fest installierter Tank (also quasi eine kleine Tankstelle) oder eben die günstigste mögliche Variante, mit der man die Vorschriften einhält, sowohl in oder auch außerhalb der Halle.

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Hier ein Artikel zu der Thematik: Mobile Tankstelle am Bauhof: Diese gesetzlichen Grundlagen müssen Bauhofleiter berücksichtigen


    Kurzfassung: bei einer stationären Betriebstankstelle greifen umfangreiche Vorschriften der Verordnung über den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Bei einer mobilen Tankstelle gelten die weniger strengen Vorgaben der Gefahrgutverordnung GGVSEB bzw. ADR.


    Beispiele für mobile Tankanlagen für Benzin (und Diesel) findet man bei div. Anbietern für Lagerungstechnik, wie diesem hier.