...unerwartet der Strom weg ist

  • Als am Montag/Dienstag der letzte "Sturm" über Europa fegte habe ich mir keine Sorgen gemacht, schließlich habe ich auch "Gudrun" ohne Blessuren überstanden und Wind um die 15m/s, in Böhen auch mal 25, sollte problemlos an mir vorbei ziehen.
    Es gab auch absolut keine Einschränkungen bis so gegen 21Uhr plötzlich der Strom weg ging und erstaunlicherweise auch weg blieb. Da hatte wohl unsere Kommune das Notstromaggregat des Dorfes still und heimlich still gelegt.
    Bis auf die Heizung (Holzpanna, Schwerkraft) und Wasser ging nix mehr.
    Im Ferienhäuschen wäre das durch Holzherd, 12V-LED-Beleuchtung und Kleinelektroaggregat absolut kein Problem gewesen, aber hier in der Zivilisation ließ sich noch nicht einmal Frühstück zubereiten, da keine ausreichende Kochmöglichkeit vorhanden ist. Das Lustige an der ganzen Situation ist, dass eine holzbefeuerte Außenküche mit Herd, Grill und Räucherofen als Anbau für das Schlachthäuschen schon seid Jahren in der Planung ist, aus Zeitgründen und "fehlender Notwendigkeit" aber immer wieder hinten an gestellt wurde. Mal sehen wann ich anfange, aber es drängt ja nicht, der Sturm ist ja vorbei und 15 Stunden ohne Strom überlebt man ja.


    Nur was wäre gewesen wenn es ein Umspannwerk oder einen großen Mast der Überlandleitung zerlegt hätte?
    Was nützen dann die Lebensmittel im Froster?
    Wie lange reichen einige Gaskartuschen für den Campingkocher?


    So ein Stromausfall ist nicht wirklich schlimm, mal abgesehen vom fehlenden Morgenkaffee, aber es regt doch etwas zum Nachdenken an.

  • Genau aus diesem Grund möchte ich dort vorbereitet sein, wo ich mich meist und vor allem in einer Krise aufhalte.


    Wenn man "nur" in einem Ausweichort auf solche Eventualitäten eingestellt ist, wird es schwierig, den richtigen Zeitpunkt zum "ausweichen" zu finden.


    Ein Beispiel:
    Der Strom bleibt auch noch den ganzen nächsten Tag weg, willst du deshalb deine Zelte abbrechen, deine Wohnung verlassen und in dein Ferienhäuschen ziehen?


    Tsrohinas


  • Is halt blöd, wenn man nicht mitbekommt, dass die zentrale Notstromversorgung gekillt wurde.
    Wenn der Strom länger weg bleibt dann kann man eh nix machen, jede Spritreserve ist irgendwann verbraucht.

  • Zitat von drudenfuss;151798

    Is halt blöd, wenn man nicht mitbekommt, dass die zentrale Notstromversorgung gekillt wurde.
    Wenn der Strom länger weg bleibt dann kann man eh nix machen, jede Spritreserve ist irgendwann verbraucht.


    Natürlich ist es doof, wenn eine Notstromversorgung wegfällt. Aber in deinem Fall ist diese nunmal nicht unter deiner Obhut und Verantwortung.
    Wenn du auf Strom angewiesen bist, dann solltest du dir eine eigene Versorgung mit Spritvorrat aufbauen. Den Spritvorrat mußt du halt auf deine Wünsche abstimmen. Für die Ewigkeit reicht es natürlich nie.


    Aber man kann auch einige Tage ohne Strom auskommen, wenn man sich vernünftig darauf vorbereitet.
    Z.B. Ein Campingkocher mit einer 11kg Gasflasche reicht schon einige Tage zum Kochen und Wasser erwärmen......


    Aber ich denke, hier erzähle ich nichts neues. Bist ja schon lange genug im Forum unterwegs.


    Tsrohinas

  • Hallo!


    Zentrale Notstromversorgung? - lebt Ihr auf einer Insel?


    In der Regel ist die Stromversorgung vernetzt; drum Stromnetz. Wenn irgendwo ein Baum auf ´ne Leitung kracht oder diese reißen, so kommt in der Regel der Strom nach Relaisschaltungen "von hinten herein" :rolleys: - dauert in der Regel nur eine kurze Zeit.


    Liegen aber alle Hochspannungsmasten flach (wie im Münsterland in 2005) - erinnern sich wohl auch noch die Jüngeren dran, so wird´s halt eben duster.

    Für so ´nen Fall gibt es wohl dies Forum!


    ... sich ein paar Gedanken machen (preppen) für den Fall - das muß gar keine so große Katastrophe sein, wenn man vorbereitet ist.


    Also gegen duster helfen Lampen (LED-Lampen gab es vor kurzem bei LIDL für ganz kleines Geld im Doppelpack)
    ... und überleben?


    Da muß man für wenige Tage nur nen kleinen Gas-, Esbit- oder Spirituskocher auf die Herdplatte stellen und ´ne Tasse Kaffee ist schon mal gerettet.
    Im Kühlschrank schaut man mal nach, was denn da alles so drin ist - davon kann man sich in der Regel auch nach Stromausfall ernähren (vielleicht das Brot mit ´nem Messer schneiden.


    - übrigens: in meiner Kindheit gab es keine Kühlschränke!


    So, die Frage nach den Lebensmittel im Froster - die läßt man am allerbesten dort drin, denn bei Isolierklasse AAA bleibt der Krempel erst einmal für längere Zeit 24 bis 48 Stunden kalt.


    Dauert das Ganze länger (passiert dann meistens bei strengen Minusgraden), einfach alles auf den Balkon - dort ist es dann ja kalt genug).


    Die Alternative ist dann das Lieblingskind meiner Frau; den Truheninhalt auf Holzfeuer einkochen (einwecken) - gut wenn´s noch genug Gläser gibt!


    Nachts die Decke etwas höher ziehen, während meiner Kindheit wurde nur die Küche geheizt, das Wohnzimmer nur zu Weihnachten und die Schlafkammern überhaupt nicht - Der Rauhreif vom Atem auf der Decke war lustig - nur die kalte Waschung am Morgen war etwas unangenehm, denn es gab noch keine Warmwasserversorgung und bei Frost fiel auch die Wasserversorgung aus, die Rohre froren im Winter in der Erde zu - da gab es zugeteiltes Wasser aus der drei-Liter Michkanne!


    Also worum macht Ihr Euch nen Kopf?


    Gruß
    Vollzeit-Opa

    Wer aus der Vergangenheit nicht lernt, ist dazu verdammt Sie zu wiederholen. (KZ Dachau)

  • nun, wenn ein riesentransformator getroffen wird dauert es sehr lange bis der strom wieder kommt.


    dafür habe ich verschiedene brennstoffarten kocher.....und die super tolle kelly kettle.....10-15 miniäste rein, anzünden, ca 8-10 min später 1,9 liter am kochen.....
    na der kaffee ist geregelt......der rest kocht was länger......


    nun es kann immer mal passieren. aber genauso wichtig wie die flüssigkeit ist die wärme, habe jetzt petrolium und
    demnächst einen bezinheizung, für 25m² ;die andere bescheidener ein zelt wird sie wohl tempereiert bekommen ...
    dafür ist letztere auch kleiner und viel leichter.......


    manchmal ist es gut sich zwiebelhaft warm anzuziehen....ich hatte mal eisblumen am fenster und keine kohle zum feuern,
    da hab ich mit strümpfen ,schal und mütze und handschuhen geschlafen....


    habe auch guten schlafsack für minusgrade.......


    stromausfall ist eine der leichtesten übungen.....
    ausnahme krankheiten, da könnte es zu infekten kommen, weil wir es nicht mehr gewohnt sind......


    und früher wurde wenns hell wurde aufgestanden und wenns dunkel war ins bett.......
    nun wer berufstätig ist, da geht das nicht.....




    lg urban-rolli

    Auch eine Reise von tausend Meilen fängt mit dem ersten Schritt an. (sprichwort,china)


    Anmerkung der Administration: Aufgrund besonderer Umstände darf diese Fori die allgemein gültige Rechtschreibung ausser Kraft setzen!!!

  • Zitat von Tsrohinas;151801


    Z.B. Ein Campingkocher mit einer 11kg Gasflasche reicht schon einige Tage zum Kochen und Wasser erwärmen......
    Tsrohinas


    Auf jeden Fall, bei uns nur zum Kochen 6 Monate, wenn man noch Wasser erwärmt etwa 4 Monate.


    Da wir bei einem Stromausfall vom 5. Stock erstmal in den Keller steigen müssten und meine bessere Hälfte das gerade wegen Schmerzen überhaupt nicht kann, haben wir in der Wohnung einen kleinen Gasvorrat zum Kochen (Kartuschen). Eine Kartusche reicht etwa 3 Tage.

  • naja in einer Mietwohnung, so wie ich wohne, ist es etwas schlecht, trotzdem habe ich ein 6KW Notstromer...


    ein Bekannter hat in seinem Haus ein Notstromaggregat, welches er ans Hausnetz angeschlossen hat, wenn der Strom wegfällt trennt er das Haus vom Stadtnetz und speist Lampen und einige Steckdosen im Haus.

  • Moin @All,


    was zeigt uns dieser Fall?
    Das, selbst wenn man zu den 3% der Bevölkerung gehört die sich auf solche Fälle vorbereiten, meißt das Naheliegenste vergißt oder zumindest aus profanen Gründen
    (Kann mir nicht passieren. Wird schon nicht so schlimm werden.) bewußt vernachlässigt.


    Das wurde auch mir wenn auch nicht im Bezug auf Blackouts, vor kurzen wieder bewußt. Dazu aber demnächst in einem anderen Trööt mehr.


    Was Stromausfälle angeht, hatten wir vor etwa 3 Jahren mal einen Probelauf. Einfach ein Hausgemachtes Problem was uns gut 12 Stunden Dunkelheit bescherte.
    Samstag später Nachmittag. So etwa 17:45 Uhr. Meine Frau in der Küche fleißig am brutzeln.
    Und Papa denkt sich er kann die Zeit noch eben nutzen und für die Älteste ein Lankabel vom Server im Keller zu ihrem Zimmer im 2 Obergeschoß verlegen.
    Also Bohrmaschine und den 14er Mauerdurchbruchbohrer ausgepackt. Erste Loch vom Keller zum EG ohne Probleme glatt durch die Decke durch.
    Zweite Bohrung vom EG ins erste OG. Es blitzt kurz und dann ist es Dunkel. Ok. wohl eine Leitung erwischt. Aber gleich das ganze Haus dunkel?
    Meine Frau am schimpfen. Also erst einmal zwei Gaskocher, 3 Feuerhand und die schicke Petroleumlampe in der Stube aufgetankt. Dazu die kleinen LED Batteriespots
    und es viel kaum auf das der Strom weg war. Abgesehen davon das weder Fernsehen noch Radio liefen.
    Nach dem Abendessen machte ich mich dann an die Fehler suche. Sprich ich schnitt ein Loch in den Tepichboden des OG und machte mich mit Hammer und Stechbeitel
    (Holzkassettedecke) ans Werk um den Ort meines diletantischen Verbrechens zu zu erkunden. Heraus kam das ich knapp an einem Holzträger an dem 3 Hauptleitungen
    übereinander befestigt waren entlang bohrte und diese glatt durchtrennte.
    Ärgerlich ok. Aber kein Beinbruch. Handwerklich nicht ganz ungeschickt waren die Leitungen relativ schnell wieder geflickt.
    Also ab zum Sicherungskasten und nach 2,5 Stunden sollte das Licht wieder angehen. Doch der Sicherungsautomat löste immer wieder aus.
    Mmmh. Mist gebaut beim flicken? Nochmal hoch alles genau nachgeschaut und mit einem Pieper durchgemessen. Nö Alles so wie es sein soll.
    In meiner Ratlosigkeit rief ich dann einen Bekannten der Elekrikermeister ist an und fragte um Rat. Nach der ausführlichen telefonischen Analyse kam er zu dem Schluß das
    es wohl den Sicherungsautomaten zerlegt haben müsse. Das kann wenn sie lange eingebaut sind und nie ausgelöst werden schon mal vor kommen.
    Also sollte man sie vorsorglich alle 6 Monate mal auslösen.
    Aber kein Problem. Haupsicherung raus. Schraube gelöst. Sicherungautomat heraus uns neuen rein. Pröööt. :verärgert: 21:20 Samstag Abend und keine Reserve Sicherung im Hause.
    Es war auf jedenfall nicht der schlechteste Abend und auf meinen Kaffe musste ich am nächsten Morgen, dank guter Vorsorge auch nicht verzichten.
    Mein Bekannter brachte uns dann am Sonntag Nachmittag einen ersatz Sicherungsautomaten.
    Montag drauf war dann erst einmal Baumarkt Time und es wurde sich mit Ersatzschaltmitteln eingedeckt.


    Wie gesagt es sind oftmals die einfachen, simplen Dinge die man trotz guter Vorsorge vergisst.


    Schönen Gruß
    littlewulf

    1800 wie 2020 = 1Oz Gold = 1 Maßanzug! Geld ist übrigens aus Papier.

  • Hallo,
    da bin ich heute morgen über eine Kolumne in der: http://www.giessener-allgemeine.de/ gestolpert:


    Zitat-Anfang


    Guten Morgen, liebe Leser!


    Ein Stromausfall im Winter ist stets mit Unannehmlichkeiten verbunden. In den Fünfziger-Jahren des letzten Jahrhunderts war das noch anders.
    Mutter holte griffbereit Kerzen aus den Schrank. Opa hatte immer Streichhölzer dabei für seine Stumpen.
    Man saß gemütlich in der warmen Stube dank Holz- und Kohleofen. Die Kinder bekamen einen heißen Pfefferminztee, die Erwachsenen Muckefuck:
    Malzkaffee aus der blau-weißen Schachtel, den es heute noch gibt. Kürzlich fiel bei uns frühmorgens der Strom aus. Wir wurden erst später
    wach. Der Radiowecker ist ausgefallen. Die Rollläden waren unten, alles stockdunkel. Irgendwo hatten wir eine Taschenlampe. Nur: Wo ist sie? Das
    Frühstück fiel kärglich aus. Mineralwasser und Marmeladenbrot. Schnell rasieren, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Fehlanzeige. Irgendwo gibt
    es noch einen Nassrasierer im Haus, aber wo? Der Ausfall des Telefons konnte dank Handy kompensiert werden, um der Mutter frühmorgens zum
    Geburtstag zu gratulieren, wie sie sich das immer wünscht. Nun aber schnell mit dem Fahrrad los. Unser Garagentor lässt sich aber auch nur mit Strom
    öffnen. Es gibt einen Notschlüssel, der in der Eile aber nicht zu finden war. Also war ein Fußweg angesagt. Ich habe mir überlegt, wie ich mich
    in Zukunft gegen einen Stromausfall wappnen kann. Mir ist noch nichts Gescheites eingefallen. (rai)


    Zitat-Ende


    ... ich werde dem Kolumnenschreiber mal "unser" Forum empfehlen :rolleys:


    Gruß allerseits

    Wer aus der Vergangenheit nicht lernt, ist dazu verdammt Sie zu wiederholen. (KZ Dachau)

  • hi ;)
    da wo wir wohnen sind stromausfälle nichts Besonderes, ja eigentlich können wir mit ziemlicher wahrscheinlich sagen, dass in jedem Jahr (hauptsächlich im Winter) zwei bis drei Mal der Strom verschwindet, weil ein Baum auf die Leitung gekracht ist -aber das kommt nun mal vor, wenn man im Wald am beinahe Ende der Welt lebt ;)


    Daher sind wir darauf relativ gut vorbereitet -aber eben nur auf kurze Dauer von höchstens 3-4 Tagen (kam schon vor...), bei einer längeren Dauer von einer Woche oder mehr sehe ich da wesentlichen Handlungsbedarf... Überleben würden wirs aber trotzdem ;)


    Lg kath :)

  • AkkuPack/Solaranlage könnte zumindest ein paar Geräte wie Tablet/Handy versorgen allerdings Heizung/Kühlschrank nur beschränkt.
    Bzw es gibt zwar 12Volt Kühlschränke allerdings hängt das dann wieder ab von der Leistung der Anlage un der Größe des Kühlschranks.
    Wobei wenn die Sonne nicht scheint wäre es auf dauer schlecht. Kerzen und Decken und die paar Stunden könnte man auch so überbrücken.

  • Gibt es, allerdings dann auf etlichen Gasflaschen sitzen? allein der Transport ob sich das wirklich lohnt naja. Wäre auch die frage wie lange der Kühschrank mit einer Flasche auskommt.

  • Ein alter Absorberkühlschrank könnte entsprechend umgebaut werden und sogar
    mit einem Parabolspiegel bei entsprechender Sonne funktionieren.
    Im nächsten Urlaub werde ich mal basteln


    Coole Grüße, Olaf

    ​- Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen -

  • Zitat von drudenfuss;151791


    Was nützen dann die Lebensmittel im Froster?


    In einer hochwertigen Gefriertruhe passiert erstmal 48h lang nix, danach muss man die sachen halt essen oder zubereiten.
    Im schlimmsten fall verliert man den Inhalt, man sollte das in Relation zu dem sehen, was eine Vorbereitung dagegen kostet.
    Wenn mir vielleicht irgendwann mal Lebensmittel für 150 Euro vergammeln dann würd ich mir nicht für 1000 Euro eine Notstromversorgung kaufen, um das um 3 Wochen hinaus zu zögern (wenn es gut läuft).


    Zitat


    Wie lange reichen einige Gaskartuschen für den Campingkocher?


    Erstaunlich lange. Um 1l Wasser zu kochen braucht man grob 0,1kWh. 1kg Butan/Propangas enthält ca. 13kWh.


    Jetzt gibt es natürlich sehr ineffiziente Arten zu kochen, aber das muss man ja nicht so machen.


    Zitat


    So ein Stromausfall ist nicht wirklich schlimm, mal abgesehen vom fehlenden Morgenkaffee, aber es regt doch etwas zum Nachdenken an.


    Kommt drauf an.


    Aber ein längerer Stromausfall ist doch eins der ersten "Anfängerszenarien" für jeden Prepper und man kann schon mit sehr wenig Aufwand sehr viel erreichen.
    Ich kann mir kaum vorstellen, dass Leute hier Jahrelang mitlesen und dann keine Taschenlampen, "Notfall"-Kocher und Batterieradio zu Hause haben.


    mfg


    [COLOR="silver"]- - - AKTUALISIERT - - -[/COLOR]


    Zitat von drudenfuss;151798

    Is halt blöd, wenn man nicht mitbekommt, dass die zentrale Notstromversorgung gekillt wurde.
    Wenn der Strom länger weg bleibt dann kann man eh nix machen, jede Spritreserve ist irgendwann verbraucht.


    Bei der Vorbeeritung zählt nur das, wo man sicher weiß, dass es auch da ist und funktioniert.


    Das gilt auch für eigene Ausrüstung. Ich kann mir eine Gaslaterne kaufen, aber ich sollte vorher prüfen, ob das Ding auch funktioniert und dann sollte ich das in regelmäßigen Abstanden ausprobieren und testen.

  • Was mir gerade so einfällt in Sachen Stromausfall:


    Meinen ersten habe ich erlebt als ich ca. 10 Jahre alt war – eine Katastrophe! Ich habe Samstag Abends um 18 Uhr eine ersehnte Folge von Bonanza verpasst.


    Meinen letzten Stromausfall hatte ich letztes Jahr im Winter. 3 Tage hier in der Siedlung ohne Strom/Heizung. Ich habe versucht, das Haus mit Teelichtern und dem Gasherd einigermaßen warm zu halten. Hat nicht funktioniert – war sogar gefährlich wegen dem Kohlenmonoxyd. Bitte nicht nachmachen – lieber für jeden eine dicke Decke, und ‘ne Wärmflasche besorgen und draußen den Künzi anwerfen.


    Gruß, Thomas

  • Meine Meinung zum Thema Stromausfall:


    Wie bei den meisten anderen Dingen individuell völlig verschieden zu bewerten und darum auch vorzusorgen.


    Natürlich rechtfertigt der Verderb von Lebensmitteln wie oben angesprochen nicht den finanziellen Einsatz einer gescheiten Notstromversorgung allein. Obwohl die angesprochenen 150€ für den Truheninhalt eher Singlehaushalttauglich sind als es den Wert eines Familienvorsorgeinhalts entspricht, ist das in vielen Fällen nur eines der Argumente.


    Klar überlebt man auch einen 14tägigen Stromausfall irgendwie auch so, aber gerade um nicht so leben zu müssen wie vor 70 Jahrensorge ich eben vor.


    Ich bin auf Strom angewiesen für die Abwasserentsorgung(Hebeanlage), Wassernotversorgung (Brunnen), Kühlschränke, Tiefkühltruhen (beides redundant vorhanden), Wohnraumlüftung, Beleuchtung und EMA. Heizen brauch ich eigentlich nicht(Passivhausstandard) aber ebenso fürs angenehmere Kochen, Abwaschen, Warmwasser und auch die eigentlich unnötigen aber angenehmen Dinge.


    Selbst das beseitigen von Schäden geht entschieden besser wenn man Elektrowerkzeuge nutzen kann.


    Nach Selbstverteidigung, Nahrungsmittelvorrat nimmt Strom für mich den 3ten Platz in der Wichtigkeit ein.


    LG Wolfgang

  • Hi Alle,


    habe erste jetzt einen Artikel gefunden zum Thema Blackout aus einer Basler Zeitung



    LG



    http://bazonline.ch/schweiz/st…-Blackout-/story/15908516


    Die Angst vor dem Blackout

    Von Kurt Tschan. Aktualisiert am 13.11.2013 73 Kommentare
    Im schlimmsten Fall wäre bei einem Blackout in der Schweiz die öffentliche Sicherheit gefährdet. Notfallszenarien bei der Stromversorgung gewinnen deshalb an Bedeutung.
    Risiko im Stromnetz: Schwankungen bei der Stromproduktion durch die erneuerbare Energie gefährden mitunter die Balance.
    Risiko im Stromnetz: Schwankungen bei der Stromproduktion durch die erneuerbare Energie gefährden mitunter die Balance.
    Bild: Kai-Uwe Knoth/Keystone



    Kein Geld mehr in der Kasse, Banken mit geschlossenen Schaltern, verdorbene Lebensmittel, fehlendes Wasser und Tausende Tiere, die wegen einer nicht mehr funktionierenden Lüftung jämmerlich in den Ställen verenden. Die Vorstellung eines Blackouts im Stromnetz ist grauenhaft. Im schlimmsten Fall würde es nicht nur den öffentlichen Verkehr und die Arbeitswelt zum Erliegen bringen, sondern auch die öffentliche Sicherheit gefährden. Selbst die An*weisungen der Landesregierung übers *Radio würden nur noch die wenigsten hören. Wer hat schon ein Transistorradio mit Batterien zu Hause?


    Der Führungsstab des Kantons Solothurn hat diese Woche die Gefahren eines Blackouts thematisiert und die Abhängigkeit vom Strom auch anhand der Migros Verteilbetrieb Neuendorf AG aufgezeigt. Ob bei Tiefkühlprodukten (48 Prozent), Waschmitteln (31 Prozent) oder Toilettenpapier (42 Prozent), die Marktanteile der Genossenschaft sind beachtlich und für die Landesversorgung von Relevanz. Hans Kuhn, Geschäftsleiter des Verteilzentrums in Neuendorf, behauptet zwar, dass die Migros im Krisenfall bei der Versorgung mit ihren 2000 Verkaufsstellen und ausgeklügelter Logistik besser ist als die Armee. Aber auch die Migros ist zunehmend vom Strom abhängig.


    Zum einen setzt die Genossenschaft beim Transport immer häufiger auf den Zug. Da in den nächsten zehn bis 20 Jahren das Nationalstrassennetz *gemä**ss Kuhn unzuverlässiger werden dürfte, transportiert die Migros schon heute 40 Prozent ihrer Waren auf der Schiene. Bei einem Jahresbedarf von 26 Millionen Kilowattstunden Strom – alleine für das Verteilzentrum in Neuendorf – sind bereits kleinere Stromausfälle ein grosses Problem. Letzte Woche wurde bei Arbeiten ein falscher Stecker entfernt. Als Folge davon war das riesige Tiefkühllager während anderthalb Stunden ohne Strom. «Wir hatten Glück im Unglück», sagte Kuhn am Montag beim Jahresrapport des Kantonalen Führungsstabes in Solothurn. «Das Lager blieb unversehrt.»


    Angriffe aus dem Internet


    Darauf zu hoffen, dass auch in Zukunft alles ein gutes Strom-Ende finden wird, wäre aber trügerisch. «Jeden Tag werden auf die schweizerische Stromversorgung Tausende Cyber-Attacken geführt», bestätigt derweil Paul Niggli, Stabschef Krisenstab bei Swissgrid, der Nationalen Netzgesellschaft, die als Übertragungsnetzeigentümerin den Betrieb des Schweizer Höchstspannungsnetzes verantwortet.


    Nicht immer handle es sich um bösartige Angriffe. Kürzlich erst kam es in Österreich zu einem System-Blackout, weil in Deutschland ein falsches Signal gesendet wurde. Überhaupt passiert im europäischen Stromnetz gegenwärtig viel, was Anlass zur Sorge bereitet. Jedes Land wurstelt an der eigenen Energiezukunft auf Kosten des gemeinsamen Netzes. 2011 gab es gemäss Niggli bereits während 1520 Stunden Engpässe. «Tendenz steigend», wie er sagt. Seit Mai kommt es überdies zu gefährlichen Abweichungen. Die Frequenz sei ein kritischer Punkt, räumt Niggli ein. Dieser werde mehr und mehr ausgereizt.


    Wäre das Netz nicht darauf ausgelegt, dass es täglich mehrere ernst zu nehmende Fehler gibt, wäre es längst Geschichte. Das N-1 genannte Prinzip garantiert, dass bei einem Ausfall oder einer Abschaltung eines Leistungstransformators, Generators oder einer Freileitung der Betrieb des Stromversorgungsnetzes aufrechterhalten wird.


    «Stromverbrauch und -Produktion müssen stets ausgeglichen sein», sagt Niggli. So wie bei einer Waage, die in Balance gehalten werden müsse. Obwohl das europäische Stromnetz, das inzwischen von der Türkei bis nach Portugal reicht und bald auch Libyen erreicht haben wird, zu den besseren auf der Welt gehört, wurde in der Vergangenheit zu wenig investiert und unter den Staaten koordiniert. Das Beispiel von Deutschland belegt, wie Fehler politisch motiviert sein können. Im Zug der Energiewende wurden im Süden des Landes Kernkraftwerke abgestellt. Genügend Leitungen, den Stromüberschuss aus dem Norden des Landes in den Süden zu transportieren, gibt es gemäss Niggli aber nicht. Seit mehreren Jahren ordert deshalb die Bundesrepublik bei Swissgrid im Winter für 200 Millionen Schweizer Franken 2500 Megawatt installierte Reserven. Swissgrid wiederum kauft diesen Strom bei einem Pool von Energieversorgern ein. Diese fahren während der Jahreszeit ihre Kapazitäten nicht ganz hoch, um im Notfall ihren vertraglichen Abkommen mit Deutschland nachkommen zu können. Ein Notfall, der im letzten Winter dreimal eingetroffen sei.


    Ohnehin hat die deutsche Energiepolitik inzwischen mehrere Nachbarstaaten selbst in Probleme gestürzt. Um bei windigen und sonnenreichen Zeiten die Überschüsse zu exportieren, werden die Netze in Tschechien, Polen, *Österreich oder der Schweiz benötigt. Dort müssen sich die Energieversorger regelmässig auf die deutschen Stromlieferungen einstellen und selber die Produktion runterfahren, um nicht einen Blackout zu riskieren. Im Rahmen der Liberalisierung des Strommarktes und der milliardenschweren Anschubfinanzierung für erneuerbare Energie aus Wind und Sonne gibt es – bei nach wie vor nicht rund laufender Wirtschaft – inzwischen sogar happige Überschüsse. «An der Börse werden teilweise Negativpreise bezahlt. Wer Strom bezieht, kriegt Geld dafür», bestätigt Niggli. Oder dann kommt es umgekehrt, wie vor einigen Tagen, als wegen eines Sturms in Deutschland die Windräder abgestellt werden mussten, und die Schweiz den fehlenden Strom ins europäische Netz einspeisen musste, um die Balance im Netz zu wahren.


    Klumpenrisiko Fotovoltaik


    Zum Klumpenrisiko ist inzwischen auch die Fotovoltaik geworden, die wie der Wind häufig über staatliche Absatzgarantien verfügt und europaweit 25 Gigawatt installierte Leistung erreicht. Würde sie – aus welchen Gründen auch immer – wegfallen, wäre das Blackout vorprogrammiert, da die Reserven laut Niggli in Europa inzwischen auf drei Gigawatt gesunken sind. Die Versorgungssicherheit werde deshalb zum grossen Thema der Zukunft.


    Die Katastrophenvorsorge bei Swiss*grid befindet sich in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung und dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen zuoberst auf der Prioritätenliste. Erst letzte Woche fiel in der Zentrale in Laufenburg die Telefonanlage aus. Für diesen Fall sind die Leute geschult. Unter anderem betreibt Swissgrid eine Ersatzleitstelle, wo im Rahmen einer Übung noch in diesem Jahr während mehreren Tagen das schweizerische Versorgungsnetz geführt wird. Regelmässig wird an Simulatoren getestet und die Versorgungslage analysiert.


    Wenn es im schlimmsten Fall in ganz Europa dunkel geworden ist, braucht es für den Aufbau der schweizerischen Landesversorgung viel Feinarbeit in Schritten von fünf Megawatt, sagt Niggli. Das Funktionieren der Infrastruktur vorausgesetzt, wäre ein Blackout nach zwölf Stunden zu 80 Prozent behoben. Für jene Hunderte oder Tausende, die in Liften oder Zügen festgesessen wären, ein schwacher Trost.
    (Basler Zeitung)


    Erstellt: 13.11.2013, 11:15 Uhr