Allohooolische Resebbte

  • Hier mal ein Rezeptchen für den legendären


    "Hudson-Bay-Trapper-Rum"


    Ihr braucht dazu:

    • 1 Zimtstange
    • 1/2 Vanilleschote
    • 250ml Ahornsirup
    • 700ml Rum (ca. 50%)
    • GEDULD!


    Rum und Ahornsirup in eine Flasche füllen, die längs geschlitzte Vanilleschote und die Zimtstange mit hinein geben und die Flasche an einem kühlen und dunklen Ort stehen lassen. Reißt Euch zusammen für die nächsten 6 Wochen! :lächeln: Ab und zu die Flasche mal schwenken ist sinnvoll. Aber von häufiger Verkostung ist abzuraten. Soll ja noch was übrig bleiben, wenn die Aromen dann nach Ablauf der Ruhezeit herrlich durchgezogen sind.


    - - - AKTUALISIERT - - -


    Man sagt, die Felljäger der Hudson Bay Region haben ihre Felle u.a. gegen kostbaren Rum eingetauscht. Damit dieser auch über die langen, kalten Wintermonate reichte, haben sie ihn gestreckt mit selbst produziertem Ahornsirup. Durch die Lagerung in Holzfässern bekam das Rumgemisch nochmal mehr Aroma. Dieses Stöffchen widerum entwickelte sich wegen seines herrlichen Geschmacks selbst zum begehrten Tauschobjekt. Es heißt, dieses Rezept soll dem Geschmack des originalen Trapper-Rums recht nahe kommen.

  • NOCINO (Nuss-Likör)


    300 g Grüne Walnüsse ungeschält
    1 L Grappa
    Macis
    Nelke
    Zimt
    Vanille
    Muskatnuss
    Zucker




    Jede Familie hat da ein eigenes Rezept. Deswegen schmeckt der Nocino in jedem Grotto und jede Flasche anders. Ein Likör der nach eigenem Gusto hergestellt werden kann.
    Wichtig sind nur die unreifen Nüsse, Alkohol und Zucker.

    Ungeschälte Nüsse (wenn mögl. frisch vom Baum) werden geviertelt und in Grappa aufgeweicht, dazu nimm ca. 300 g Nüsse pro 1 Liter Grappa. Lose verkorken.


    Der Gärprozess dauert 40 Tage und vollzieht sich am besten an einem warmen, sonnigen Ort (Wärme begünstigt die Fermentation).


    Nach 40 Tagen werden die Nüsse heraus genommen. Nun presst du ihnen ihren grünlichen bitteren Saft ab, dem du Aromastoffe zugibst: Standard sind Macis, Nelke, Zimt, Vanille und Muskat, je nach Gusto!


    Schließlich noch Zucker - etwa 240 g pro Liter. Mit dem Zucker nicht übertreiben. Man lässt das Gebräu noch 20 Tage ziehen! Nach insgesamt 2 Monaten filtert man den Nussschnaps und füllt ihn in Flaschen ab.


    Der Schnaps hat jetzt die Farbe dunklen, kräftigen Kaffees und ein warmes, würziges Bouquet



    Wer mehr darüber wissen möchte kann sich ja mal hier umsehen:


    http://www.walnussbaum.info/walnusslikoer.php

    Haarus!

  • Update zum Trapper-Rum:


    hab mir inzwischen sagen lassen, so richtig, richtig, richtig unwiderstehlich wird er, je länger er gezogen hat. Also so ab 6-12 Monaten. Also, d.h. mit anderen Worten: man sollte schon eine größere Menge ansetzen, damit er überhaupt eine kleine Chance hat, so alt zu werden. :rolleys:


    (Bei mir wurde er noch nie so alt. :schmeichel: :unschuldig:)

  • @Woerber: Grappa hat doch ca. 40% Alkohol. Was soll denn da gären oder fermentieren?
    Da ist doch jegliches Leben perdü in dem Schnappes, alkoholische Gärung hört bei irgendwas zwischen 14 und 18 % Alkoholgehalt auf.

  • Wenn Du schon mal einen richtigen Nocino genossen hättest würdest Du das Prozedere dahinter verstehnen. Es ist in der Tat eine Spezialität, die man nur mittels guter Beziehungen oder Wohlwollen des Gastgebers bekommt. Einfach im Laden eine Flasche kaufen ist nicht drin.


    :rolleys:

    Die grösste Verwundbarkeit ist die Unwissenheit - Sun Tsu

  • Als wir noch in Deutschland wohnten, haben wir gerne selbstgemachtes 'Schlehenfeuer" angesetzt.


    Im November/Dezember nach dem ersten Frost haben wir mit klammen Fingern diese blauen Früchtchen gepflückt.
    Sollte der Frost zulange auf sich warten lassen,kann man sie auch über Nacht ins Gefrierfach legen.
    Auftauen!


    Dann mit einer spitzen, kleinen Gabel o.ä. rundum anpieksen
    Früchte mit der gleichen Menge Zucker mischen, 1 Std. ziehen lassen
    gezuckerte Früchte in ein Schraubglas füllen
    1 Vanilleschote anschlitzen dazugeben
    1 kleines Stück Zimtstange dazu
    mit klaren Schnapps auffüllen und gut bedecken
    1x wöchentlich durchschütteln


    Nach 4-6 Wochen schmeckt der Aufgesetzte wie Portwein- danach wie Likör. Hält sich Jahre und wird immer besser.


    Salut!


  • Frage (die für einige vielleicht doof klingen mag), bis in welchem Monat kann man die Walnüsse für dieses Rezept brauchen bzw. Ab wann ist die Nuss im Inneren so weit fortgeschritten dass die Nuss nicht mehr geviertelt und somit gebraucht werden kann?

    Ich möchte gerne friedlich, schlafend sterben wie mein Großvater und nicht schreiend wie sein Beifahrer.:Sagenichtsmehr:

  • Zitat von Chevron;280905

    [/align]


    Frage (die für einige vielleicht doof klingen mag), bis in welchem Monat kann man die Walnüsse für dieses Rezept brauchen bzw. Ab wann ist die Nuss im Inneren so weit fortgeschritten dass die Nuss nicht mehr geviertelt und somit gebraucht werden kann?


    Wikipedia nennt dazu die Johannisnacht.


    Aber ich hab auch ein Rezept:


    24-30 Wachteleier verquirlen, 300g Puderzucker mit 250ml Schlagsahne verrühren und unterrühren, 250-300ml klaren Schnaps dazugeben und für die bessere Haltbarkeit auf gut 70 grad erwärmen. Den warmen Lokör in Flaschen füllen und verschenken.

  • Worber : schade, dass Du nicht zum Sommerfest kommen wirst. Ich hätt' ja gern mal ein winziges Schlöckchen von dem Nocino probiert. Hätte auch im Gegenzug selbstgemachten Limoncello angeboten. :drinks:

  • Rhabababaerer-Pansch:


    Rhababer schälen und klein schneiden
    100 Gramm Zucker pro Kilo Rhababer dazu geben
    30ml Wasser pro Kilo dazu
    3 Stunden auf niedrigster Stufe Köcheln lassen
    es sollte ein dicker Brei entstanden sein
    abkühlen lassen
    Mit billigstem Fusel-Wodka aufgiessen max. 5 € pro Flasche
    3 Tage ziehen lassen
    Gemisch durch ein Sieb schicken,
    Anschließend einmal durch einen Kaffeefilter


    et Voila
    feinster Kopfschmerzbooster der aber super lecker ist!


    PS: Wir haben ca 30 Kilo Rhababer dieses Jahr ernten können.

  • Zitat von Macohe;281056

    Hätte auch im Gegenzug selbstgemachten Limoncello angeboten. :drinks:


    Habe ich da Limoncello gelesen? :bigear:


    Bitte um das Rezept! Ich liebe Limoncello. :verliebt:

    Ich möchte gerne friedlich, schlafend sterben wie mein Großvater und nicht schreiend wie sein Beifahrer.:Sagenichtsmehr:

  • Für Chefron:


    http://www.portanapoli.de/rezepte/limoncello


    Saluti a tutti, Worber


    P.S. Wichtig ist bei der Rezeptsuche möglichst in der ursprünglichen Region zu suchen um nahe ans Original zu kommen. In den einschlägigen Foren gibt es oft nur irgend was selbstgestricktes was meilenweit von Origanl entfernt ist. Weil immer was erstzt wird. Bäääh.

    Haarus!

  • Danke für den Link.


    Ich wusste einfach so viel, dass man da mindestens 90%igen Alkhohol braucht (Wobei ich gehofft habe, dass es auch mit Vodka oder so ginge - eben weil in der Schweiz Apothekenartikel).
    Werde bei Gelegenheit mal über (oder durch) den Gotthard fahren und in Italien mich mit Alhohol eindecken.

    Ich möchte gerne friedlich, schlafend sterben wie mein Großvater und nicht schreiend wie sein Beifahrer.:Sagenichtsmehr:

  • Für Chevron, Timmy und Konsorten:


    Limoncello


    Hier ein altes Familienrezept aus Kampanien, wo der Limoncello ursprünglich herkommt. Habe das Rezept von der Nonna (Oma) einer guten Freundin, aus der Gegend der Amalfiküste.


    Zutaten:


    • Schale von 8 großen, unbehandelten Zitronen und den Saft einer Zitrone
    • 1 Liter Alkohol (95%)
    • 1l Wasser
    • 800g Zucker



    Zubereitung:

    Die Zitronen waschen und dünn schälen, so, dass möglichst nichts Weißes an den Schalen ist (denn das Weiße macht das Ganze sonst bitter). Die Schalen in einem Topf mit Deckel oder einem verschließbaren Glasgefäß in den Alkohol legen. Die gelbe Farbe und der verführerische Geruch entwickeln sich schon nach nur einem Tag. Dennoch mindestens 1, besser 2-3 Wochen im Alkohol lassen, gelegentlich umrühren.


    Dann die Schalen durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter herausfiltern. Das Wasser mit dem Zucker aufkochen und einen Sirup herstellen. Den abgekühlten Sirup mit dem gefilterten Alkohol und dem Saft einer Zitrone mischen und abfüllen.


    Tipps:

    Ich ganz persönlich nehme ausschließlich die weltberühmten, großen, unvergleichlich aromatischen Sfusato Zitronen, die ich mir immer aus Campania mitbringe, wenn ich mal meine Freundin dort besuche. Andere, als die Königin der Zitronen, kommen bei Macohe nicht in den Limoncello! Wenn man "normale" und somit normal große nimmt, würde ich mehr nehmen. Je nach Größe vielleicht die Schale von 12-15 Stück und den Saft von 2 Stück.


    Den Allohoool bringe ich mir auch immer aus Italien mit, da er da viel günstiger ist, als in D und man ihn im Supermarkt kriegt. In D kriegt man ihn z.B. in manchen Russenläden, oder kann "Sprit" im Internet bestellen. Kostet da aber halt doppelt so viel, wie in Italien. Ist aber, glaube ich, immer noch günstiger, als ihn aus der Apotheke zu holen. Und glaubt mir: probiert's nicht mit Wodka oder Schnaps. Das bringt wirklich nicht das gewünschte Ergebnis, weil erst der hochkonzentrierte Alkohol die Aromen richtig rausholt aus den Schalen.


    Sollte Euer Leitungswasser kalkreich sein, empfiehlt sich die Verwendung von weichem Quellwasser oder gekauftem Wasser aus Flaschen.
    Mit 1 Liter wird er ordentlich gehaltvoll. Wer ihn milder haben möchte, muss halt mehr verdünnen.


    Den fertigen Limoncello anschließend nach Möglichkeit wenigstens 2 Wochen ruhen lassen, besser länger. Das fällt nicht leicht, denn der Duft ist bereits unglaublich verführerisch. Durch das Ruhenlassen wird der Limoncello milder und runder im Geschmack. Man kann ihn aber auch schon gleich trinken, wenn man es nicht so lange aushält.


    Aufbewahrung nach der Ruhezeit am besten im Gefrierfach, denn der gehört richtig eisgekühlt serviert. Durch den hohen Allohooolgehalt (schätzungsweise um die 40 %) passiert der Flasche dabei nichts. Mit der Pulle in der Truhe seit ihr gut gepreppt und allzeit bereit. :victory:


    Salute! :drinks::021::crazy:

  • So das habe ich nun davon....
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    Ich lese eindeutig zuviele Threads hier im Forum^^

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  • Viel Geduld wünsch ich Dir. Je mehr Du davon hast, umso besser wird dat Janze.
    Mitbringen zur Lütsche! Vergleichstest! :drinks: Wobei, das wird unfair, meiner ist schon 2 Jahre "gereift". :grosses Lachen:
    (Ich hoffe, ich vergesse dann auch meinen nicht, mitzubringen. Wäre sonst megapeinlich! :schmeichel::unschuldig:)

  • Uhhhhhh, ob sich der so lange hält, da findet vorher noch ein kleines Festchen bei mir statt. Denke da setz ich wohl gleich mal mehr an^^

  • Okay, ich gebs zu es ist a bissal scharf geworden bzw. ist der Limoncello einfach noch sehr sehr frisch, nichtsdesto trotz kommt er mit auf die Lütsche und die hartgesottenen können sich ja dran laben.
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    Und wehe ihr jammert, ihr wolltet es ja so haben :devil:

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