Hausbau und die Prepper Stolperfallen

  • Wir sind am überlegen, uns ein Haus zu bauen. Dabei habe ich mit erstaunen festgestellt, dass eine "normale" Photovoiltaikanlage sich abschaltet, wenn der Strom ausfällt. *staun* Es gibt bestimmt noch mehr solche Knaller, auf die man beim bauen achten sollte. Auf meiner Liste steht Einbruchsschutz. PV, evtl. Solar (ist das bei einer Luft Wasser Wärmepumpe + Fußbodenheizung sinnvoll?), Regenwasserzisterne (wie bekomme ich beim Stromausfall da das Wasser raus?), verstärktes Dach wg. Scheelast und bessere Ziegelbefestigung für Orkanböhen.


    Kamin wird nichts, in einem hochgedämmten Haus gibt es Probleme mit der Temperatur. Ob wir einen Keller bauen, hängt am Bodengutachten.


    Größere Geschichten (Brunnen im Keller oder so) werden ebenfalls nichts, das macht mein BEVA nicht mit.


    Habt ihr noch Tipps und Anregungen?


    LG Haselmaus

  • Hallo Haselmaus,


    wir haben ein Haus gekauft, wo aber nie irgendwas gross gemacht wurde. Wir haben dann im Umbauprojekt Nr. 1 grossen Wert gelegt auf einen Speicherofen. Sprich, wir haben das bestehende 70er Jahre Cheminée ersetzt durch einen hammermässigen Speicherofen. Hat etwas Geld gekostet aber die Nutzrendite ist super. Und beim Heizen holen wir ca. 2°C raus im ganzen Haus für rund 14h.


    Das kann ich und meine Frau und Kidz Dir sehr empfehlen. Da kann man auch backen und kochen, wenn es sein muss.


    Guggst Du hier:
    previval.org/f/index.php?attachment/38764/


    _______
    pm bitte, wenn Du mehr wissen möchtest

    Pa Capona!

    Einmal editiert, zuletzt von Ghostrider ()

  • Hallo "Haselmaus",


    Solaranlagen gibt es auch mit "stand alone" Funktion (Insel) zur autarken Versorgung wenn der öffentliche Netzstrom weg bleibt. Und sei es nur eine kleine Anlage mit sagen wir mal mit ca. 500 Wp, die Du verwenden kannst, um einige noch halbwegs transportable Batterien aufzuladen....
    Solarthermie kannst Du machen, die wird sich aber nicht wirklich mords rechen.


    EIne Zysternenpumpe kann man auch mit einem Wechselrichter und Batterien für den Notfall betreiben. Die Zysterne sollte auch einen großen Gullydeckel haben, so dass man in sie hinein kann zum Putzen, notfalls holt man Wasser mit dem Eimer und Seil dort raus, wenn sonst nichts mehr geht. Die Toilettenspülungen sollten leicht auf Stadtwasser umschaltbar sein.

    Ein Haus ohne Keller wäre für mich ein absolutes "No Go", würde ich niemals machen !
    Solltest Du die Hütte jemals wieder verkaufen wollen, gibt es große Abschläge. So ein Haus würde ich niemals kaufen.


    Abstellraum und einen kühlen (trotzdem gut gedämmten Keller) hat man nie genug.
    Ansonsten wird der ganze Kram, der sich so ansammelt, wohl in den Garagen landen und keine Autos.....
    Wo wilst Du Deine Vorräte und Dein Wasser lagern ? GGf. ein improvisierter Schutzraum ?

    Einen Brunnen kannst Du auch im Garten bohren .... (Wünschelrutengänger holen und sehen wo eine Wasserader günstig liegt)

    Sieh das Ganze mal (wenigstens ein bisschen) von der Prepper-Seite und vergess ganz schnell diese "Strodur Bunker", die man einem unbedarften Bauherren heute als der Weissheit letzten Schluss andienen will....
    (-> Guck Dir mal das Thema Feuersicherheit (auch hier im Forum Beiträge dazu) und ggf. das Thema Entsorgung an -> Sondemüll....)


    Schöne dicke hervorrgend dämmende Poroton Steine (40 cm oder noch mehr), ein Dämmputz, excellent gedämmte (und einschlagsichere) Fenster, erstklassig gedämmte Rolladenkästen und ein sehr gut gedämmtes Dach, Eingangstür mit Windfang.... auch keine elektrisch betriebenen Röllläden und solche "Gimmicks", die bei Stromausfall nicht mehr funktionieren. Vergitterte Kellerfenster und absolut sichere Türen/ Schlösser, auch die Terassen- und Balkontüren ! Auch einen Potentiellen Einstieg über das Dach nicht vergessen ....


    Lass Dich auch bei der Heizung nicht auf Dinge ein, die Dich von irgendeinem Versorger abhängig machen. (Wärmepumpe, Pellets, auch Stadtgas...)


    Die Heizanlage muss ggf. in der Not auch mit Batteriestrom/Solarzellen und Wechselrichter längere Zeit betreibbar sein (Brenner und Umwälzpumpen).
    Zumindest gleich so konzipieren, auch wenn noch nicht alles gleich da (bzw. gleich bezahlbar) ist.


    Ggf. auch ein Holzofen in der Küche ? Ein Gasherd, der auch mit Propangas zu betreiben wäre (ggf. mit Düsenwechsel) ? Mit 2 x 11 Kg Flaschen ist man schon lange unabhängig....


    Mit 5000 Litern (oder mehr) Heizöl im Keller bist Du ggf. sehr lange autark mit der Heizung...und unabhängig.


    Dazu ein zweiter Kamin für einen Holzofen, der so eingebaut ist, dass er bei offenen Türen weite Teile des Hauses heizen kann und der ggf. auch Warmwasser produziert wenns sein muss.....
    Den Warmwasserbereiter der Standard Heizung ggf. mit einer zusätzlichen Wendel dazu ausstatten, und die Rohre vorsehen, auch wenn der Holzofen noch nicht gleich da ist....


    Den Grundriss so konzipieren, dass es nicht von Keller bis zum Dach "überall offen" ist und ein Kamineffekt einsetzt (Türen vorsehen) ....


    Früher hatte man nur einen zentralen geheizten Raum im Haus meistens eine "Wohnküche".

    Konzipiert das Haus so, das das ggf. auch zu machen ist im Fall der Fälle....



    Nur mal so zum Nachdenken. ;)


    Gruss, Udo (DL 8 WP)

  • Also ich habe jetzt zu meiner Wärmepumpe folgendes geplant. Solaranlage mit 230V Speicher für 24h. Aber Speicher nicht ans Hausnetz angeschlossen sondern mit 2 12V Ausgängen und 2 230V und eben an die Heizanlage angeschlossen. So kann ich Kühlgeräte und eine Notbeleuchtung sowie die Heizug in Betrieb halten.

  • Die Prioritäten würde ich nochmal überdenken.


    Wichtig im Ernstfall ist doch erst mal, dass du noch Heizen kannst. Eventuell noch Kochen. Netzunabhängige Stromversorgung ist eher Luxus.


    Eine Wärmepumpe als alleinige Heizmöglichkeit ist hier so ziemlich das Schlimmste, was du machen kannst, da bist du zu 100% von einem funktionierenden Stromnetz abhängig.


    Zitat

    Kamin wird nichts, in einem hochgedämmten Haus gibt es Probleme mit der Temperatur.


    Was heißt hochgedämmt? Passivhaus-Standard wirds ja nicht sein, sonst hättet ihr keine Fußbodenheizung? Ein kleiner Werkstattofen oder Holzherd hat auch nur ein paar kW Heizleistung, das wird kaum mehr sein als die Wärmepumpe. Welche Temperaturprobleme soll es da geben? Du musst den Kamin ja auch nicht benutzen, nur vorhanden sollte er sein. Werkstattofen oder Festbrennstoffherd für den Fall der Fälle in den Schuppen stellen, und natürlich etwas Heizmaterial, und gut ists.


    Ein Betrieb der Wärmepumpe über eine PV-Inselanlage ist wahrscheinlich nicht sinnvoll machbar. Du bräuchtest eine riesige Modulfläche, um bei der im Winter geringeren Einstrahlung genügend Strom zu haben, müsstest die Module schneefrei halten, und die Inselanlage für die wahrscheinlich dreiphasige Wärmepumpe wird technisch aufwendig. Für das Geld kannst du 20 Kamine bauen.


    Zitat

    Regenwasserzisterne (wie bekomme ich beim Stromausfall da das Wasser raus?)


    Zugängliche Wartungsöffnung vorsehen, dann geht es zur Not mit Eimer + Seil.

  • Naja also die WP alleine ist ja nicht unsere Heizvorsorge. Ich habe noch nen Holzofen wenn nix mehr geht aber die WP kann auch mit meiner Solaranlage laufen, im Winter 8h täglich und das reicht bei nem Niedrigenergiehaus um eine Grundtemperatur zu halten. WIr reden hier zwar nicht von 25 Grad aber 15 Grad ist locker realisierbar, eher 18 Grad und dazu noch der Holzofen passt dann.
    An den Akku der Solaranlage kann man auch sehr gut noch ein oder zwei Windräder anschließen.

  • Zitat von TheHamster;304681

    Naja also die WP alleine ist ja nicht unsere Heizvorsorge. Ich habe noch nen Holzofen wenn nix mehr geht aber die WP kann auch mit meiner Solaranlage laufen, im Winter 8h täglich

    Ja, meine Antwort war eher an die Haselmaus gerichtet.


    Dass man im Selbstbau was preppertechnisch sinnvolles mit WP basteln kann, will ich nicht abstreiten ... aber dass du im Winter die WP 8 h täglich über PV betreiben kannst, kann ich mir nicht vorstellen. Wie groß ist deine PV-Anlage? Und wie befreist du die vom Schnee? Sicher gibts auch im Winter gute Tage, wo es geht. Aber auch mal zwei Wochen am Stück, wo gar nichts geht.

  • 8 von 24h sind ein rein rechnerischer Wert bei 14 Tagen Stromausfall, vorher voll geladenem Zwischenspeicher, abgeschalteter Warmwasserbereitung (seperat bei Bedarf über Aggregat möglich) und etwa 3-4 Sonnenstunden am Tag bei ca. 30% schneebedeckten Kollektoren.


    Praktisch kann ich natürlich bei 100% Schneedecke auf meinen Kollektoren, was jedoch laut Hersteller nicht vorkommen soll durch Lotusoberfläche und "aktiver Heizung", auch nix mehr reißen.


    Aber ich sehe es eben so dass ich einfach nicht alle Risiken eines Lebens abdecken kann. Im schlimmsten Fall habe ich nur noch meinen kleinen Holzofen im Wohnzimmer und bei dem bricht die Scheibe oder ein Scharnier... Dann habe ich Decken die von Mitten zerfrssen werden können.... sehr patetisch aber ich hoffe du verstehst meine Einstellung dadurch nen bissl ;)

  • Hui, sehr spannendes Thema.


    Spontan fallen mir hier folgende Dinge ein:


    1) Die Lage des Grundstücks und seine Beschaffenheit sowie die Positionierung des Hauses darauf.. Ich persönlich würde tendentiell immer eine leichte Hanglage mit kleinem Bachlauf oder eigener Quelle auf dem Grundstück einem flachen, trockenen Ding vorziehen. Das Ganze am besten in der Nähe des Waldes. Auch sollte das Ding nicht in einer Erosionszone liegen und so beschaffen sein dass sich eventuell bildende Abwasserströme am Haus vorbei bewegen können bzw. entsprechend geleitet werden. Eine entsprechende Lage des Hauses auf dem Grundstück findet man heute noch viel bei alten Bauernhäusern.


    2) Keller? Immer! Ich würde niemalsnich ein Haus ohne Keller bauen wollen, alleine schon wegen des relativ geschützten Lagerraums. Und Wein lagern geht da auch ohne Klimaschrank ;)


    3) Neuralgische Infrastruktur die ohne viel Strom auskommt, in meiner persönlichen Lesart Kühlschrank, Tiefkühltruhe und eine kleine LED - Lampe würde ich an eine USV hängen.


    4) Je unabhängiger von irgendwelchen Netzversorgern, desto besser. Was Strom und Wärme angeht, würde ich mir eine KWK bzw. BHKW in den Keller stellen, leider gibt es aktuell meines Wissens nichts was mit Pellets versorgt wird. :(


    5) Wenn Ihr eigenen Strom erzeugen wollt und den auch theoretisch nutzen könntet, würde ich definitiv eine Art Netztrennschalter installieren lassen. Ist das Netz tot habt Ihr von Eurer Photovoltaik auch nicht viel wenn die ihren ganzen Saft ins Netz pumpt. Das Ganze ist recht schwierig, weil Ihr unter Umständen überschüssigen Strom vernichten müsst. Früher (bevor es eine Möglichkeit zur Netzeinspreisung gab) wurden für solche Zwecke gerne Tauchsieder in Wassertanks gehängt die viel zu gross waren als dass das Gerät diese hätte sinnvoll erwärmen können. Strom muss aber nunmal passend zur verfügung gestellt werden weil es Euch sonst unter Umständen die Geräte verjagt.


    Wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe gibts auch mehr als meine 2 cents :)


    LG, Bremsstrahlung


    Edit Nachtrag: Bei modernen Häusern mit Zwangslüftung ist der eingebaute Filter häufig "nur" Klasse F7. Solltest Du einen nuklearen Zwischenfall aus der Rechnung haben würde ich die Filteranlage entsprechend etwas grösser dimensionieren (lassen) bzw. mit dem Lüftungsbauer sprechen. Sobald es allerdings um radioaktive Stäube geht sprechen wir von HEPA, und das ist entsprechend teuer. Die Frage ist ob Du im Ernstfall die Sauerei in der Bude haben willst.

    Die Kunst ist einmal mehr aufzustehen als man umgeworfen wird. - Winston Churchill

  • Zitat von Udo (DL 8 WP);304673

    Die Zysterne sollte auch einen großen Gullydeckel haben, so dass man in sie hinein kann zum Putzen, notfalls holt man Wasser mit dem Eimer und Seil dort raus, wenn sonst nichts mehr geht.


    Gute Idee mit dem Gully.

    Zitat

    Ein Haus ohne Keller wäre für mich ein absolutes "No Go", würde ich niemals machen ! Solltest Du die Hütte jemals wieder verkaufen wollen, gibt es große Abschläge. So ein Haus würde ich niemals kaufen. Abstellraum und einen kühlen (trotzdem gut gedämmten Keller) hat man nie genug. Ansonsten wird der ganze Kram, der sich so ansammelt, wohl in den Garagen landen und keine Autos..... Wo wilst Du Deine Vorräte und Dein Wasser lagern ? GGf. ein improvisierter Schutzraum ?


    Das Problem wird irgendwann das Geld. Wenn Wasser vom Hang direkt auf den Keller drückt, dann kosten ein trockener Keller eine Menge Geld. Dann steht man irgendwann nicht mehr vor der Entscheidung mit oder ohne Keller bauen sondern ohne Keller oder gar nicht bauen. Außerdem habe ich grade einen Keller und außer meinem Lebensmittelvorrat (und der Waschmaschine, aber die kommt sicher ins OG, ich hasse es Wäsche durchs Haus zu tragen) ist er leer. So dringend brauche ich ihn also nicht, wenn ich meine Vorräte im EG lagern kann.


    Zitat

    Einen Brunnen kannst Du auch im Garten bohren .... (Wünschelrutengänger holen und sehen wo eine Wasserader günstig liegt)

    Mit meinem BEVA nicht machbar.

    Zitat

    Sieh das Ganze mal (wenigstens ein bisschen) von der Prepper-Seite und vergess ganz schnell diese "Strodur Bunker", die man einem unbedarften Bauherren heute als der Weissheit letzten Schluss andienen will....

    Wir haben uns noch auf keine Bauweise festgelegt. Von "Strodur" habe ich noch nichts gehört.


    Zitat

    Die Heizanlage muss ggf. in der Not auch mit Batteriestrom/Solarzellen und Wechselrichter längere Zeit betreibbar sein (Brenner und Umwälzpumpen).

    Ich hatte die Hoffnung, dass die PV zumindest den Notbetrieb für die kontrolierte Lüftung und die Wärmepumpe liefern kann. Wir brauchen im Notfall auch keine 22 Grad.


    Zitat

    Ggf. auch ein Holzofen in der Küche ? Ein Gasherd, der auch mit Propangas zu betreiben wäre (ggf. mit Düsenwechsel) ? Mit 2 x 11 Kg Flaschen ist man schon lange unabhängig....

    Gibt es die raumluftunabhängig? Ansonsten könnte es Probleme mit der kontrolierten Lüftung geben.


    Zitat

    Mit 5000 Litern (oder mehr) Heizöl im Keller bist Du ggf. sehr lange autark mit der Heizung...und unabhängig.

    Eine Ölheizung werde ich nicht einbauen. Öl ist in meinen Augen als ausgehender Rohstoff nicht zukunftsträchtig.


    Zitat von Thomas;304680

    Eine Wärmepumpe als alleinige Heizmöglichkeit ist hier so ziemlich das Schlimmste, was du machen kannst, da bist du zu 100% von einem funktionierenden Stromnetz abhängig.

    Wenn meine PV meine Wärmepumpe am laufen halten kann, sehe ich da kein Problem.


    Zitat

    Was heißt hochgedämmt?

    KFW 40 plus


    Zitat

    Welche Temperaturprobleme soll es da geben?

    Bekannte meinten, dass sich das Haus bereits nach 1 h auf 24 Grad und mehr aufheizt und man durch die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung die Wärme aus dem Haus nicht mehr raus bekommt. Ich mag nicht bei 24 Grad und mehr schlafen, wenn ich nicht muss.


    Zitat

    Du musst den Kamin ja auch nicht benutzen, nur vorhanden sollte er sein. Werkstattofen oder Festbrennstoffherd für den Fall der Fälle in den Schuppen stellen, und natürlich etwas Heizmaterial, und gut ists.

    Wenn ich über 10.000 € + Wartungskosten ausgebe, dann will ich es auch problemlos nutzen können.


    Zitat

    Ein Betrieb der Wärmepumpe über eine PV-Inselanlage ist wahrscheinlich nicht sinnvoll machbar.

    Wissen oder Vermutung?


    Zitat von Bremsstrahlung;304685

    Die Lage des Grundstücks und seine Beschaffenheit sowie die Positionierung des Hauses darauf.. Ich persönlich würde tendentiell immer eine leichte Hanglage mit kleinem Bachlauf oder eigener Quelle auf dem Grundstück einem flachen, trockenen Ding vorziehen. Das Ganze am besten in der Nähe des Waldes. Auch sollte das Ding nicht in einer Erosionszone liegen und so beschaffen sein dass sich eventuell bildende Abwasserströme am Haus vorbei bewegen können bzw. entsprechend geleitet werden. Eine entsprechende Lage des Hauses auf dem Grundstück findet man heute noch viel bei alten Bauernhäusern.


    Hier in der Gegend muss man froh sein, wenn man überhaupt ein Grundstück bekommt. :-D


    Zitat

    Je unabhängiger von irgendwelchen Netzversorgern, desto besser. Was Strom und Wärme angeht, würde ich mir eine KWK bzw. BHKW in den Keller stellen, leider gibt es aktuell meines Wissens nichts was mit Pellets versorgt wird. :(


    Was ist KWK und BHKW?


    Zitat

    Bei modernen Häusern mit Zwangslüftung ist der eingebaute Filter häufig "nur" Klasse F7. Solltest Du einen nuklearen Zwischenfall aus der Rechnung haben würde ich die Filteranlage entsprechend etwas grösser dimensionieren (lassen) bzw. mit dem Lüftungsbauer sprechen. Sobald es allerdings um radioaktive Stäube geht sprechen wir von HEPA, und das ist entsprechend teuer. Die Frage ist ob Du im Ernstfall die Sauerei in der Bude haben willst.

    Wenn es einen nuktearen Zwischenfall gibt, dann bin ich hoffentlich weit weg. :ohhh: Was bedeutet Klasse F7?



    LG
    Haselmaus

  • Was das Grundstück angeht hast Du dann wohl ein Problem. :D


    KWK steht für Kraft - Wärme - Kopplung, BHKW für Blockheizkraftwerk. Im Prinzip ist es dasselbe - Du ziehst aus der Restwärme die beim Heizen entsteht noch Strom, wahlweise auch anders herum, je nach Typ. Meines Wissens nach werden die Dinger die aktuell am Markt sind allerdings mit Heizöl oder Gas betrieben, Pflanzenöl, Vielstoff oder Holz in welcher Form auch immer sind mir länger nicht begegnet, leider.


    F7 steht für die Filterklasse - Feinstaubfilter sind im Grundsatz in die Klassen 7 bis 9 eingeteilt, daraus ergibt sich der Typ "Feinstaub, als F7", siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Filterklasse

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass ich damals von einer HEPA gefilterten Atmosphäre durchaus profitiert habe, Krankheiten sind nicht so schlimm durchgebrochen wie sie es hätten können während ich im Reinraum gearbeitet habe, aber das kann auch nur subjektives Empfinden gewesen sein. Ich war allerdings nicht der einzige der dieses Empfinden hatte. Zugegeben, deswegen würde ich mir keine HEPA - Anlage einbauen lassen ;)


    LG, Bremsstrahlung

    Die Kunst ist einmal mehr aufzustehen als man umgeworfen wird. - Winston Churchill

  • Hallo Haselmaus,


    bevor Du Dir so ein Passivhaus mit kontrollierter Lüftungsanlage und solchen derzeit propagierten "modernen Errungenschaften" antust, geh bitte erst mal ein paar Wochen in ein Hotel mit solchen Anlagen....


    Ich hatte die Freude in solchen "Bunkern" auf diversen Dienstreisen zu sein. Auch in Hochhäusern zu arbeiten in denen Du kein Fenster aufmachen kannst ist "äußerst angenehm" .... Wenn einer einen Schnupfen hat, bekommen ihn mit Sicherheit alle nacheinander.


    Nachts bei offenem Fenster zu schlafen ist eine Sache, die ich mir nicht nehmen lassen wollte.


    Kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung etc., würde ich mir in meinem Haus freiwillig NIEMALS antun !


    Wenn Ihr in Eurer Gegend anscheinend schon keine Alternative mit einem Grundstück etc. habt (Extrem-Ballungsraum ?), würde ich mir das schwer überlegen, ob ich da bleiben wollte....


    Ich sage einfach mal ganz provokativ: Intensivhaltung von gut geölten Industrieknechten....


    Ich würde da vielleicht mal grundsätzlich über mein Lebenskonzept nachdenken wollen.....


    Lebensqualität ist etwas, das Du mit keinem Geld der Welt aufwiegen kannst....

    Nach ein paar Deiner Antworten zu urteilen, tickst Du sehr präzise "inside the Box" mit Deinen Einstellungen.


    Deine Grenzen steckst Du Dir offensichtlich recht eng (schön brav nach vorgegebenen Maßstäben) und in Anlehnung mit derzeit als "richtig" und ökonomisch angesehenen Prinzipien.


    ...die da (sehr rudimentär zusammengefasst) heissen...


    Am besten komplett abhängig ("just in time") und 100 % in jeder Hinsicht kontrollierbar....

    Setz Dich doch mal auf den Rand des Suppentopfes in dem Du anscheinend schwimmst und überleg Dir, ob Du das "so" wirklich willst....


    Kreativität wird durch solche anscheinend vorgegebene Grenzen sehr eingeschränkt bzw. zerstört.


    Ein Hausbau ist für viele das größte Lebensprojekt, benötigt erhebliches Kapital, und man geht anderseits (jahrzehntelange) Verpflichtungen (gegenüber einer Bank) ein, die einen wiederrum langfristig und verpflichtend in ein sehr geregeltes Arbeitsverhältnis bindet. Regelmäßiges Einkommen muss sein.....


    Das nur mal als meine 2 Cents zu der Sache, vielleicht zum Nachdenken (?), aber vielleicht liege ich ja komplett falsch und "off topic" ?


    Es gibt immer Alternativen.... man muss sich nur die Mühe machen sie zu finden und ein bisschen "ausserhalb der Box" denken... ;)


    Gruss, Udo (DL 8 WP)

  • Besser hätte man es nicht beschreiben können. Hatte gestern Abend einen ähnlichen Post wie den obigen in der Tastatur, habe mir aber gespart den abzuschicken, da der Entschluß zum Leben in noch größerer Abhängigkeit ja wohl eh schon gefallen ist, wenn man die Erklärungen liest.
    Ich meine, das ist jetzt sehr persönlich, aber wenn Du, Haselmaus schreibst, dass mit Deinem BEVA ein Brunnenbohren nicht möglich ist, dann frage ich mich nur, was mit dem nicht stimmt ;-), weil das ja nun echt keine große Sache ist.
    prepardness ist nach m.E. Zunächst einmal das freie Denken.


    Gruß


    TiD

  • Grüß Gott zusammen,


    zuerst Danke (!) an Udo + TID. Ich wollte auch zuerst so etwas schreiben, jedoch keinen "Streit" verursachen und hab es mir verkniffen.


    Wenn ich, der ich die Verantwortung für meine Frau und die Kinder (sofern vorhanden) habe, nicht grundlegende und wichtige Entscheidungen zum Absichern treffen darf, ... ... dann gibts kein Haus. Punkt. Wenn es nämlich brennt schreit das Weibe laut den Alten an "Tu doch was, du bist doch der Mann!" und es ist dann zu spät. Darwin läßt grüßen.


    Jede Art von Papierversicherung wird es aber wohl geben, oder? Riester, Kapital-LV, Arbeitsunfähigkeit, Unfall, ... ABER eine eigene Versicherung die in euren Händen liegt und nicht abhängig von Fremden ist habe ihr nicht?


    Mein Hausbau: Kamin? 1991 gebaut + 1992 eingezogen. 1995 Hark Kamin (Kachelofen-Ding - Elektro für ca. 8.000,- DM eingebaut) montiert - war richtig scheisse sah aber gut aus. Keine Möglichkeit für einen Abzug gefunden. Dann um 2002 / 2003 Schnautze voll gehabt. Alles geplant mit dem Schornsteinfeger das ich den Abzug außen am Haus "unter der Erde" hochziehen durfte! Ja - man muss nur reden. Dann einen richtigen Kamin eingebaut - ist total geil - im Winter da schlafen wenn das Holz knistert. Mein Frau würde auch nie wieder etwas anderes haben wollen (z.B. Mist-Gas-Kamine im WZ zum vorzeigen).


    Keller: Bei uns hat das Haus Hanglage und die Hälfte des UG ist Keller und unsere Küche und daneben das Gäste-WC drinnen. Ansonsten noch der Hausanschlußraum mit ein wenig Lagerfläche.


    Die Gastherme (Vaillant-Brennwert, ca. 10 Jahre jung) ist unter dem Dach im Waschraum. Dort ist auch der Waffenschrank weil daneben das Schlafzimmer ist. Ich muss doch immer ein Auge auf die Waffen haben, oder nicht? ;-)


    Beispiel: Meine ICOM 7300 habe ich mir einfach gekauft ohne meine Frau zu fragen? Warum? Das ist ein Teil der Vorsorge und meiner Meinung nach ist es wichtig! Auch wenn ich noch aktuell am lernen bin. (Aktuell fehlt nur noch das Erdungsgeraffel und eine große Notstrombatterie)


    So, dass ist meine Meinung und jeder kann leben wie er möchte. Er soll nur nachher nicht heulen obwohl die Informationen vor lagen.


    Waidmannsheil
    zero-error (Peter)

    Wetten Sie niemals gegen den menschlichen Erfindungsreichtum. Der größte Feind der Propheten der Apokalypse ist ein Ingenieur (Daniel Lacalle)

  • Vom "habt ihr Tipps für den Hausbau?" zu "dein Lebenskonzept ist scheiße und du solltest deine Ehe auf den Müll schmeißen!" scheint es ein kürzerer Weg zu sein, als ich gedacht habe.


    Beim besten Willen: Wie und wo ich lebe ist meine Entscheidung. Genau so ist meine Entscheidung, dass ich mit meinem Mann eine gleichberechtigte Ehe führe und ihn nicht vor vollendete Tatsachen setze. Nur weil das für euch nichts ist, können andere damit trotzdem sehr glücklich sein. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr meine Lebensweise genau so akzeptieren würdet, wie ich die eure akzeptiere.


    Um zum Thema zurückzukommen:
    Ich habe schon in einem solchen hochgedämmten Haus geschlafen und fand es sehr angenehm.


    In meinem jetzigen Haus habe ich einen Kamin und er ist seit dem Einzug noch nicht einmal angewesen. Weder ich noch mein Mann haben irgendwie Lust dazu. Daher habe ich auch so ein Problem damit, soviel Geld dafür auszugeben. Daher wäre es praktisch, wenn die PV das Haus alleine warmhalten könnte.


  • PV: Im Winter, wo man es am meisten benötigt und die wenigsten Sonnenstunden + Schlechtwetter dazu kommt .... ist das eine suboptimale Lösung. Leistung für 12 Volt Licht wirds schon werden. Jedoch kann man auch 20KW aufs Dach packen dann sollte es klappen. Bei Streulicht / difuses Licht (Wolken, Nebel, ...) rechnet man um die 10% der normalen Leistung = 2KW - aber die Lage, den Platz auf eurem Dach usw. kennt hier (noch) keiner außer dir.

    Wetten Sie niemals gegen den menschlichen Erfindungsreichtum. Der größte Feind der Propheten der Apokalypse ist ein Ingenieur (Daniel Lacalle)

  • Hallo Haselmaus,


    also, zunächst solltest Du einmal das, was wir geschrieben haben, als für Dich unmassgebliche Meinungen relativieren.


    Du hast gefragt und wir haben Dir unsere Meinungen, Erfahrungen und Kenntnisse mitgeteilt.

    Hochglanzkataloge jubeln über die neuesten Technologien immer in den höchsten Tönen. Hier haben viele Leute ihre Häuser gebaut oder umgebaut und ganz persönliche Erfahrungen damit gemacht.


    Wenn das Dein erster Hausbau ist, wirst Du Erfahrungen damit sammeln, so spielt das Leben.
    ....


    Mehr ist das was wir geschrieben haben nicht. Auch nicht weniger.


    Vielleicht ist das dann auch ein bisschen mehr geworden "an Meinungen" als Du eigentlich fürs erste wissen wolltest.... etwas sehr "Gesamtheitlich aus Preppersicht" ....


    Ich kann mir gut vorstellen, dass das, was wir da geschrieben haben, Dir weitgehend nicht gefällt.


    Glücklich sein, bzw. werden, musst Du auf Deine ganz persönliche Art, und wenn "mein / unser Dreh" nicht der Deine ist, ist es auch gut.

    ....


    Passivhäuser gibt es schon ein ganze Weile, ich würde mich mal im Internet zu Detailinformationen dazu umschauen und nach den Erfahrungen der Bewohner recherchieren.


    Ein Wohnklima in einer Diffusionsfähigen Umgebung, natürliche Baustoffe, die keine Ausgasungen wie Formaldehyd, Weichmacher, Flamminhibitoren und dergleichen abgeben, sind mir persönlich deutlich wichtiger, wie eine in Styrol- Butadien Materialien und mit Filtersystemen hermetisch luftdicht eingepackte Wohnbox, die auf höchste Energieeffizienz getrimmt ist. Aber auch das ist nur meine Meinung.


    Ausserdem solltest Dir darüber im klaren sein, dass eine Solaranlage bei komplett grauem Himmel (der in unseren Breiten öfter vorkommt) fast keinen Ertrag liefert. Auch dazu gibt es (unabhängig !!!) Ingeniertechnisch recherchierte Werte für Deine Region.


    Über das Jahr gemittelte Werte klingen z.B. zwar gut, aber wenn eine Woche lang die Sonne nicht scheint wird das eben nichts mit der Autarkie.... Die Krux liegt im Detail, da redet aber kein Hersteller gerne drüber.... Informier Dich ! Und zwar richtig und objektiv.



    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg mit dem Hausbau, auf dass Du das Richtige findest und darin lange glücklich bist.


    Gruss, Udo (DL 8 WP)

  • Moin Haselmaus,


    auch wenn ich den Gedanken an die feste Bindung an eine kontrollierte Lüftungsanlage nicht teilen kann und auf einen Kamin nicht verzichten möchte, kann ich (einen Teil) Deine(r) Gedankengänge gut nachvollziehen.


    Zur PV: Wie Udo bereits schrieb, gibt es tragfähige Insellösungen. Denn "Abschalten bei Stromausfall" ist Schwachsinn - die Solarmodule produzieren Strom, sobald Licht drauf fällt. Und warum den wegschmeißen, nur weil er nicht sinnvoll eingespeist werden kann. Die Vergütungen sind nicht mehr so hoch, dass es sich lohnt, ausschließlich auf den Verkauf zu schielen. Gesparter Eigenverbrauch bringt da mehr Rendite ... und Unabhängigkeit!


    Zur Wärmegewinnung: Je nach Dachfläche und Ausrichtung lohnt es sich darüber hinaus auf eine Kombi von PV und Thermosolar zu schauen. Ich habe mal ein Modell gesehen, bei dem die Solaranlage ausreichend dimensioniert war, um im Winter kommode Wohnraumtemperaturen und Warmwasser zu generieren. Hierzu ist allerdings ein entsprechendes Speichervolumen und eine Wärmepumpe notwendig, um über die Nacht zu kommen. Der benötigte Strom wurde mit einer PV erzeugt. Das Problem des Wärmeüberschusses im Sommer wurde so gelöst, daß der ebenfalls mehr anfallende Strom genutzt wurde, um die Wärmepumpe "rückwärts" laufen zu lassen, um so die Thermosolaranlage zu kühlen, damit sie nicht überhitzt.
    Das erfordert zwar ein weing Querdenken, ist aber in sich logisch....


    Außerdem gibt es Wand- bzw. Dachelemente, die durch eine Wabenstruktur im Winter bei tief stehender Sonne Strahlungsenergie in das Haus leiten und so den Raum erwärmen. Im Sommer steht die Sonne jedoch so hoch, daß die Strahlung durch die Wabenstruktur abgeschattete wird und (fast) keine Wärme ins Haus übertragen wird.
    Merke: Nicht jede high tec Lösung bedarf eines großen technischen Aufwandes, dieses System arbeitet völlig passiv!


    Eines erscheint mir bei allen Überlegungen auf jeden Fall bedenkenswert: Wenn ein Haus dermaßen isoliert ist, daß ich Probleme damit bekomme "überschüssige" Wärme ohne große Technik bzw. bei Ausfall derselben raus zu bekommen, dann läuft was verkehrt. Dann bin ich auf Gedeih und Verderb der Technik ausgeliefert - ob das mit einem wie auch immer designten Ansatz von Preparedness kompatibel ist, mag jede(r) für sich selbst entscheiden, meins ist es nicht. Jede Technik bedarf früher oder später der Wartung und/oder des Ersatzes. Auch das erzeugt Kosten und Abhängigkeiten.
    Was das Raumklima und die gesundheitliche Belastung durch moderne Bau- und Isolierstoffe angeht, ist IMVHO vielfach das letzte Wort noch nicht gesprochen. Auch das ist - neben der Energieersparnis - in meinen Augen eine Frage beim ökologischen Bauen...


    Ein letztes Wort noch zum Keller:
    Wärmepumpen, Speicher und Installationen brauchen auch Raum, nicht nur Vorräte. Gerade in Hanglagen ist eine anständige Drainage um einen Keller trocken zu halten kein Hexenwerk oder Raketenwissenschaft. Und die Fundamente müssen am Hang auch entsprechend gegründet werden. Der Aufwand dürfte sich fast die Waage halten. Da ist umbaute Fläche deutlich teurer!
    Anders sieht es bei einem hohen Grundwasserspiegel in der Ebene / Tallage / Flußaue aus. Da machen Keller teilweise gar keinen Spaß mehr. In sofern finde ich absolute Aussagen ("das würde ich so nie machen...") eher wenig tragfähig.
    Aber wenn die Möglichkeit besteht, ist ein Keller auch und nicht zuletzt im Hinblick auf einen Wiederverkauf sinnstiftend. In diesem Punkt stimme ich Udo ebenfalls uneingeschränkt zu. Da sollte nicht nur die eigene derzeitige Sichtweise entscheidend sein. Denn man weiß nie, wohin einen der Wind mal weht...


    JMO2CT ... denn Du hattest gefragt. ;-)


    Be prepared!


    Christian

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!


  • Wichtigste Lebensregel: Nicht an Lebensregeln halten.


    Wenn ich in einem Survival, Preparedness, Outdoor u.ä. bezogenen Forum Fragen in diese Richtung stelle, dann ist es wahrscheinlich ein völlig anderer Fokus, als wenn man das in einem anderen Forum mit anderem Themenbezug tut.
    Auch für mich ist ein Haus ohne Keller nur ein Bungalow, aber hey, ich kenne Leute die leben ganzjährig im Zelt oder Bauwagen und die sind damit zufrieden.


    Ich würde nicht gerne ein vollgedämmtes Haus haben wollen, weil ich mal eine Wohnung mit Schimmel hatte (nach Kellerflutung wurde nicht korrekt saniert sondern nur drübertapeziert und gestrichen und nach knapp ein Dreiviertel Jahr nach Einzug hatte ich blühende Landschaften an Wänden hinter Schränken und Sofa usw... :brech:) und bei der Feuerwehr aktiv war. Luft ist immer noch einer der besten Isolatoren, was Udo geschrieben hat über Hohlkammerziegel ist durchaus valide. Die meisten Dämmstoffe neigen dazu, im Brandfalle entweder durchzuzünden (alte Dämmstoffe, wird heute wahrscheinlich keiner mehr verwenden), auszugasen wie Bolle und durch effiziente Lüftungstechnik die Atemgifte schneller an den Mann zu bringen, oder sich nach Löscheinsatz so mit Wasser vollzusaugen, dass es nur noch nach innen wieder abgegeben wird, bzw. zwischen Dämmstoff und Wand staut. Wären wir wieder bei Schimmel, Algen, Moder...
    Wahrscheinlich wird im hier und jetzt eine Versicherung den Schaden regulieren und es ist nur mit einer vorübergehenden Unbewohnbarkeit zu rechnen, so etwa 2-4 Monate.


    Persönlich schätze ich partnerschaftliche Beziehungen sehr, meine geht jetzt seit 2009 und im Sommer wird geheiratet. Da wir keine WG sind, sondern ein Paar, haben wir wenig kategorische Interventionen gehabt. Wenn es eine rational sinnvolle Möglichkeit gibt, Wünsche zu implementieren -oder wenn es einem von uns wirklich wichtig ist- dann finden wir da einen Weg. Ein "das ist mit meinem Partner nicht zu machen" wird es nur in wirklich drastischen Fällen geben. Das ist es, was ich unter partnerschaftlich verstehe.


    Vielleicht neigen wir im Allgemeinen zu etwas missionarischem Eifer, das ist aber mitnichten so, weil wir so gern bevormunden, sondern weil wir Wert darauf legen, dass jeder die bestmögliche praktikable Vorbereitungsmöglichkeit findet. Und vielleicht nicht Fehler wiederholen muss.


    Ein kleiner Tip für zukünftige Fragen: Wenn man schon fertig gefasste Beschlüsse und Meinungen im Gepäck hat und nur Bestätigung sucht, sind wir vielleicht die falsche Klientel. Dafür hat man eine "beste Freundin".


    Viel Erfolg und Spaß beim Bauprojekt!


    So long,
    Sam

    There is only one god and his name is Death. (Syrio Forell)

  • Leute,


    wir haben die junge Schwabenmama tief erschüttert ..... sie wird sich hier im Forum mit dieser enormen Dichte an anders denkenden, unkonformen "Waldschraten" die alle nur im Wald unter Tarps im Schlafsack, hausen, wohl nicht mehr blicken lassen ... Heiligs Blechle ....


    .....oder ? ;)


    Gruss Udo