Abschuss von Kameradrohne über eigenem Grundstück legal

  • Der Abschuss einer Drohne, die über dem eigenen Grundstück fliegt, ist in D "legal": Artikel bei Krone.at.


    Es liegt nach einem Urteil eines Gerichtes in Riesa in einem solchen Fall ein Defensivnotstand vor. Wie das allerdings aussieht, wenn ich das mit meiner .308er machen würde kann ich nicht sagen ^^

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Naja, der Kerl hat es mit einem Luftgewehr geschafft. Und die .308 würde schöner knallen 8)! Aber wie Nudnik schon gesagt hat, nichts davon wäre für mich eine Option, um meine Zuverlässigkeit nicht zu gefährden.

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    Bertold Brecht

  • Ja, ich habe den Artikel erst hinterher gelesen. Bei 10 - 15 m Höhe ist es auch mit der 9mm oder eben .308 kein Problem. Aber wie schon gesagt, die Zuverlässigkeit...


    Das kann auch schon mit dem Luftgewehr ein Problem werden, denn du musst als Schütze sicherstellen, dass die Geschosse dein Grundstück nicht verlassen können. Wenn es die Waffenbehörde darauf anlegt, ist auch dann die Zuverlässigkeit weg. Dann lieber mit der Steinschleuder...:evil:

  • Naja, "legal". Das ist ein vermutlich erstinstanzliches Urteil eines Amtsgerichts. Selbst wenn es nicht noch durch andere Instanzen geht, kann immer noch ein anderes Gericht zu einem anderen Schluss kommen. Auch wenn ich es inhaltlich verständlich finde, sollte man jetzt nicht vollkommen sorglos die Jagdsaison auf nervende Fluggeräte eröffnen.

  • Interessant, dass eine mgl. Verletzung der Persönlichkeitsrechte den "Waffeneinsatz" rechtfertigt.


    Der Drohnenpilot braucht nicht jammern, hat er doch bereits mit dem Ort seines Fluges gegen Geltendes Recht verstoßen.


    Über den Einsatz von "echten" Schußwaffen zum Drohnenabschuss braucht keiner Nachzudenken. Da wird jedem Berechtigtem aber sowas von ein Strick draus gedreht...


    Ned gschimpfd is fei gloobt gnuuch!
    Der nächste fränkische Stammtisch findet statt, Infos bitte bei mir erfragen.

  • Hei,


    auch bei Schrot braucht man in Deutschland eine Schießerlaubnis. Da ja dieser Fall im Zweifel als Notstand einzuordnen ist, findet eine Güterabwägung statt.

    Da glaube ich wird dem Legalwaffenbesitzer tatsächlich ein Strick draus gedreht!


    Aber technisch hast du Recht, mit Schrot in die Luft geschossen, ist der Gefährdungsbereich 100xKugeldurchmesser in Metern. Man könnte ja sogar Gummischrot nehmen, wenn man ihn zufällig daheim hat ;-)



    Grüße


    Tom

  • Man könnte es ja so begründen, dass bei einem Schrotschuss die zu Boden stürzenden Teile kleiner sind und somit die Verletzungsgefahr unbeteiligter Personen geringer. Bei besagtem Luftgewehrabschuss ist die Drohne erst auf dem Garagendach zerschellt, beim Schrotschuss bleibt nicht mehr viel übrig.;)

  • Vielleich doch eher so etwas zulegen: Netzpistole


    :/ bzw. müsste eigentlich auch selber zu bauen sein, denke da an eine mit nem Netz bestückte Kartoffelkanone, die ist zwar eigentlich zumeist auch verboten aber leicht selber zu bauen: Hier ne feine Bauanleitung :saint:


    Mit ein wenig Übung dürfte auch eine Suruchin oder Bola seinen Zweck erfüllen aber ne Netzkanone mach bestimmt richtig Spaß... :evil:

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • ... in diesem Zusammenhang mal eine Frage an die Jagdscheininhaber hier in der Runde:


    Mir ist erinnerlich, dass Schusswaffengebrauch nur in einem gewissen Abstand von Wohn- bzw. Siedlungsbebauung zulässig ist.

    Und für einen §34 erscheint mir der Rechtfertigungsgrund zu schwach ...


    Fragende Grüße vom


    ksbulli

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!

  • Und welchen Grund seht ihr, die Drohne eines Nachbarn über eurem Grundstück abschiessen zu wollen?


    Habt ihr wirklich das Gefühl, dass ihr wegen eurem Preppertum bereits ausspioniert werdet oder wollt ihr einfach aufs Verrecken etwas vom Himmel holen?

    (Oder ihr habt ein Model als Frau, das sich gerne nahtlos bräunt...?)


    In den allermeisten Fällen ist es doch einfach ein Pilot, der sich nichts böses dabei denkt, wenn er die neuen Einstellungen an seiner Funke probefliegt. Oder es ist ein Jugendlicher, der nicht daran denkt, dass er evtl. jemanden damit nerven könnte.


    Ich persönlich würde deswegen keine nachbarschaftliche Beziehung aufs Spiel setzen. Schliesslich ist man später mal froh, wenn man besagten Nachbarn um Hilfe bitten kann.

    Solltet ihr wirklich von einer Drohne im eigenen Garten gestört werden, so macht doch den Piloten ausfindig und sprecht mal mit ihm. Die meisten Personen sind für ein vernünftiges Gespräch zugänglich.


    Und übrigens... Das Grundstück gehört euch. Der Luftraum darüber nicht. Wenn einer also in 30 Metern über euren Garten fliegt, ist das Sache der zuständigen Luftfahrtbehörde ob es eine Flugverbotszone ist oder nicht.


    Ausserdem habe ich hier auch schon Diskussionen gelesen, ob eine Drohne in gewissen Szenarien als Scout dienlich wäre oder nicht. ;)

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • @ Chuck Noland

    Freilich sind sie dienlich. Dennoch haben sie nichts in 15 Meter Höhe über meinem Grundstück zu suchen. Das ist meiner für mich (subjektiv) geschützer Bereich. Das sonst alle Welt via Google vorbeispitzen kann ist mir klar.


    Das Herunterholen einer nachbarlich stationierten Drohne führt mit Sicherheit zu Ärger. Da stimme ich dir absolut zu. Das Denken darf auch bei dieser Thematik nicht außer Acht gelassen werden.


    Ansonsten gilt:


    Die maximale Flughöhe für Drohnen ist durch die neue Drohnen-Verordnung generell auf 100 Meter über Grund begrenzt.

    Außerdem sind die folgenden Dinge bei Fliegen der Drohne verboten:

    • das Fliegen außerhalb der Sichtweite
    • Fliegen über Wohngrundstücken
    • Fliegen über Naturschutzgebieten
    • Fliegen innerhalb eines Radius von 1,5 km zu Flugplätzen
    • Fliegen in Kontrollzonen, wenn man eine Höhe von 50 Metern überschreitet
    • Das Fliegen bei Nacht (nur möglich mit Ausnahmegenehmigung)
    • Fliegen mit einer Drohne über 5kg Startgewicht ohne eine spezielle Ausnahmegenehmigung (siehe Ausnahmen unten)

    Mindestens 100 Meter Sicherheitsabstand muß eingehalten werden zu:

    • Menschenansammlungen
    • Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen
    • Krankenhäuser
    • Unglücksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
    • militärischen Anlagen und Organisationen sowie mobile Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr im Rahmen angemeldeter Manöver und Übungen
    • Industrieanlagen
    • Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen des Maßregelvollzugs
    • militärischen Anlagen und Organisationen
    • Anlagen der Energieerzeugung und – verteilung

    Quelle: https://www.drohnen.de/vorschr…drohnen-und-multicoptern/


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  • Ich fliege selber ab und zu nebst dem Heli eine Drohne und kenne die Bestimmungen (der CH) nur all zu gut.

    Da ich als Wildflieger (= nicht in einem Modellflugclub) nicht mit den anderen schwarzen Schafen in den selben Deppen-Topf geworfen werden will, ist es mittlerweile nicht mehr einfach geeignete Plätze zum Fliegen zu finden.


    Aber das Aufzählen der Gesetze ist für mich noch keine Begründung.

    Für mich geht das immer noch in die Richtung "Mich stört die Drohne, also hole ich sie runter". (m.M.n. Selbstjustiz, was auch nicht erlaubt ist.)

    Ich kann ja auch nicht dem Besuch meines Nachbarn die Reifen zerstechen, wenn der wieder mal ungefragt auf meinem Gästeparkplatz parkiert.

    Auch wenn der objektiv gesehen auf meinem Grundstück steht und mich subjektiv nervt.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Die Auflistung diente nur der Verdeutlichung der Unrechtmäßikeit der Drohnenfliegerei über Wohngrund. Wie du richtig schreibst, gibt es kaum Flecken zur legalen, unorganisierten Fliegerei.


    Die Verteidigung der Persönlichkeitsrechte ist rechtmäßig.

    Da gibts diverse §§ der Jedermannsrechte. z.B. §228 BGB Notstand. §229 Selbsthilfe.

    Ich denke, da gehts mehr ums Prinzip des Schutzes des eigenen Rechts (was meiner Meinung nach momentan eher diskutiert als gelebt wird) als um die Flak im Garten.


    Dass ein Abschuß gut überdacht sein will und die Pro´s und Con´s vorher bedacht werden sollten, stelle ich nicht in Abrede. Genausowenig halte ich es für zielführend unter Inkaufnahme von Kolateralschäden durch die Gegend zu ballern.


    Reifen zerstechen ist nicht, klar. Abschleppen lassen ginge schon... Verhältnismäßigkeit der Mittel halt. Der folgende Ärger muss es aber auch wert sein.


    Vom Wort zur Tat ist´s weit. Hab´s in der fränkischen Schweiz schon ab und an gehabt, dass so´n drum oberhalb des mühsam erstiegenen Aussichtspunktes durch die Gegend sauste und, nun, der Stimmung nicht tauglich war. Da entwickeln sich eindeutige Bedürfnisse.


    Ned gschimpfd is fei gloobt gnuuch!
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  • Chuck,


    erinnere dich bitte nochmal ans Ausgangsposting. Es ging darum, dass ein deutsches Gericht jemandem rechtgesprochen hat, nachdem er eine Drohne über seinem Grundstück in geringer Höhe runtergeschossen hat, da trotz lautem Rufen der Pilot nicht erreichbar war.

    Die rechtliche Lage für diesen Fall ist also geklärt.


    Es geht hier nicht darum mit aller Gewalt irgendwas vom Himmel zu holen sondern es werden die Möglichkeiten erörtert, die man in so einem Fall hätte.


    Lg. Nudnik

  • Okay Nudnik.


    Der Inhalt im Eröffnungspost ist mir schon bewusst.

    Allerdings hatte ich das Gefühl, dass sich im Laufe des Threats eine Stimmung in der Art "Endlich dürfen wir das Zeugs runterholen" entwickelt hat.


    Vermutlich habe ich da etwas falsch interpretiert.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Aus Preppersicht ist es ja durchaus legitim, darüber nachzudenken, wie man eine Drohne abwehren kann. Es gab hier schon ähnliche Threads nur eine richtig gute Lösung war bisher nicht dabei. Luftgewehr und Steinschleuder waren bisher die einzig realistischen Ansätze. Wobei mir da die Steinschleuder noch besser gefällt, da sie lautlos ist. Zum Thema Steinschleuder gibt es jede Menge Input von Jörg Sprave (http://www.slingshotchannel.com/).


    Eine Schrotflinte wäre aufgrund ihrer Streuung natürlich noch effektiver aber realistisch betrachtet, fallen mir kaum Szenarien ein, wo das verhältnismäßig wäre.


    Eine Strahlenkanone wäre grundsätzlich effektiv aber der Bau wäre schon recht kompliziert und um 20m Reichweite abzudecken bräuchte ordentlich Energie. Im Netz gibt es Baupläne für ein solches Gerät, das auf eine Reichweite von 15 Fuß (~3m) kommt. Dafür braucht es aber schon 3 Klystrons mit einer Gesamtleistung von 6kW. Das Gerät wäre also sehr groß und schwer und würde von den Dimensionen wohl eher einer FLAK ähnel.

    http://citeseerx.ist.psu.edu/v…23.1300&rep=rep1&type=pdf

    https://patents.google.com/patent/US20110006678



    Auch Breitbandstörsender könnten den Zweck erfüllen. Sie müssten aber nicht nur sämtliche Frequenzen stören auf denen solche Fernbedienungen arbeiten können, sondern sie müssten auch auf den GPS-Frequenzen stören, denn die meisten Drohnen besitzen eine automatische Heimkehrfunktion, sobald die Drohne die Verbindung zur Vernbedienung verliert.

    Dieses Verhalten könnte man aber auch nutzen um den Standort des Piloten ausfindig zu machen.


    Wie auch immer, der Betrieb solcher Geräte ist auf jeden Fall weder in Österreich noch in der Schweiz oder Deutschland erlaubt.


    Die französische Luftwaffe trainiert Adler zur Drohnenabwehr aber auch das ist für den Privatmann eine eher unpraktikable Lösung.


    Auch Netzabschussgeräte wie diese hier: https://openworksengineering.com/skywall-100/ dürften für den Durchschnitt preislich uninteresssant sein.



    Ich freue mich auf weitere Kreative Ideen.


    LG. Nudnik