Go East -Deutschland ? (!) Haus oder Grundstück in Ostdeutschland....

  • ...

    Bei uns im Ort (auf der schwäbischen Alb) sagt man sinngemäß: "Ein Auswärtiger ist man erst in der 5, Generation nicht mehr" - da ist schon was dran.


    Grüsse

    Tom

    Moin Tom,

    das kann ich toppen:

    Hier im Rheinland, keine 7km Luftlinie von meinem (sehr ländlichen) Wohnort entfernt, gibt es ein Dorf mit einem eigenen Dialekt. Dorthin hat eine junge Frau aus einem Nachbardorf eingeheiratet und zwar in eine alteingesessene Familie. Sie macht alle Aktivitäten mit, bringt sich in die Dorfgemeinschaft ein, geht in die Kirche, die Kinder sind im Dorf in Kindergarten und Schule. Aber selbst mit Familienanschluss und nach über 10 Jahren spürt sie, dass sie einfach nicht „dazu gehört“...

    Also Ausgrenzung gibt es immer und überall, wenn man einfach am falschen Ort ist.

    Hier bei mir, 180 Einwohner zählt die Gemarkung, gehörte ich nach knapp drei Jahren dazu. Und ich spreche zwar den (rheinischen) Dialekt meines Heimatdorfes, aber nicht den dieses Dorfes ...


    In diesem Sinne:

    Mach dich nur dort ansässig, wo Du willkommen bist.


    JMO2Ct


    ksbulli

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!

  • Ob ein Haus in Ost- oder Westdeutschland halte ich persönlich für egal. Wichtig ist die Lage, die Lage und eben die Lage - zugegeben, auch noch das Budget.


    Man bekommt für kleines Geld auf dem Lande kleine Häuser im Zustand der 80er. Nicht selten mit 1000 qm Grundstück und noch offener Feuerstelle. Auch sind diese Häuser oft von der "Zwangssanierung" wie Dämmung usw ausgenommen.


    Nicht zu vergessen daß es ein Vorteil ist, wenn man in Deutschland wohnt, weil man dann unter Einheimischen ist, wenn es zur Krise kommt. Das einzige, was ich wirklich als Vorteil im Süden erkennen kann, ist der kurze oder nicht vorhandene Winter.

    Sonst aber auch gar nichts.

    Und für den Winter hat man halt hier einen Ofen und Holz gibt es genug.

    Dem stimme ich vorbehaltlos zu. Auch wenn wir Deutschen oft sehr klagefreudig sind und um jeden Zentimeter des Knallerbsenstrauchs am Gartenzaun streiten - im Ausland fällt man durch viel mehr als nur die Sprache auf. Dort ist und bleibt man immer der Auswärtige.


    Schauen wir auf die aktuelle COVID-19 Krise: ich würde mich jetzt in keinem anderen Land der Welt aufhalten wollen. Mögen es diffuse Informationslagen und Handlungsanweisungen geben, allerdings die Versorgungslage und der Zustand unseres Gesundheitssystems ist unstrittig weit weit weit vorn gegenüber anderen Ländern.


    Durchaus mag es auch Krisen geben in denen ein Land am Äquator vielleicht klimatisch Vorteile mit sich bringt. Allerdings wird man wohl auch bei einer Immobilie nicht die eierlegende Wollmilchsau finden.


    Häuschen in Deutschland mit Ofenheizung, Brunnen und ein wenig Grundstücke dazu in einer Wald- und Wiesenlage mit überschaubarer Nachbarschaft ist heute noch in Ostdeutschland zu finden und für jeden Previvalisten eine Überlegung wert.

  • Häuschen in Deutschland mit Ofenheizung, Brunnen und ein wenig Grundstücke dazu in einer Wald- und Wiesenlage mit überschaubarer Nachbarschaft ist heute noch in Ostdeutschland zu finden und für jeden Previvalisten eine Überlegung wert.

    Gibt's im Westen durchaus auch noch in der Form. Ich würde in so einmal Fall in Regionen mit schlechter Verkehrsanbindung suchen. Die gibt es reichlich in den Mittelgebirgen, die nicht direkt an Ballungsräumen dran liegen, und im Norden auf dem platten Land. Da ist durchaus eine kleines EFH mit Schuppen und ein paar hundert Quadratmeter Garten für deutlich unter 100.000 Euro zu haben.

  • Gibt's im Westen durchaus auch noch in der Form. Ich würde in so einmal Fall in Regionen mit schlechter Verkehrsanbindung suchen.

    Paßt zwar nicht zum Topic, weils gerade noch im "Westen" liegt: Landkreis Lüchow-Dannenberg (Wendland), Lüneburg, Ülzen und Umgebung.

    Da gibts solche Schätzchen.

    Statistik, ist zwar von 2017. Aber wer suchet der findet: https://www.demografie-portal.…png?__blob=poster&v=3 Oder noch etwas älter, aber genauer: https://www.landatlas.de/wohnen/leerstand.html


    In D wird gerne auf hohem Niveau gejammert: "Wir finden keine bezahlbare Wohnung"

    Ja warum:

    1. Betrifft vor allem Ballungsgebiete mit hoher Zahl von Zuzüglern und entsprechendem Druck.

    2. Teure Grundstücke, hohes Ausstattungsniveau, behördliche und gesetzliche Anforderungen, treibt alles die Preise hoch. Alleine die geforderten Kfz-Stellplätze kosten ca. 1 € pro m2, und Monat, bezogen auf die Wohnfläche.

    3. Anforderungsprofil Lage: Mitten im Grünen, Aussicht, kurzer Weg zur Innenstadt, usw.

    4. Anforderung Größe: 5-Zimmer + (gebaut wurden halt immer nur kleine Einheiten, weil besser vermarktbar). Wird in D flächenmäßig schon nicht funktionieren, daß alle ein einzelnes Haus im Grünen bewohnen.

    Und noch einiges andere mehr. Also kurzum, irgendeinen Kompromiss wird man machen müssen.

  • Spessart, bayrischer Wald, Hochsauerland, etc. Ich war schon öfters bei den Bayrischen Landesforsten zum jagen. Problem ist halt, dass es einen Grund hat warum die Häuser dort so günstig sind... Keine Jobs, schlechte Infrastruktur (viel Spaß beim Homeoffice wenn dein ganzes Dorf kein Handyempfang hat und Internet nur ISDN-Geschwindigkeit bietet), schlechter Öffentlicher Nahverkehr, weite Wege zum einkaufen, wenig Ärzte, usw.

  • Wir haben es getan.


    Vor einer Woche unterschrieben wir den Kaufvertrag für ein Anwesen östlich von Frankfurt in der vogelsberger Pampa.


    Es liegt außerhalb eines kleinen Ortes, hat insgesamt 1.800 qm in 8 Einheiten (mit Abgeschlossenheitsbescheinigung) und liegt auf knapp 1 Hektar Land. Ein Bachlauf begrenzt der Grundstück an einer Seite, ansonsten sind außenrum nur Felder und Wiesen.


    Zu renovieren ist nicht wirklich viel, fast nur Schönheitsreparaturen und ein paar Holzgeländer an den Balkonen, die durch sind. Unser Umzug soll im Januar stattfinden und ab dann hübschen wir eine Einheit nach der anderen auf, möblieren sie und machen ein paar Ferienwohnungen draus. Vielleicht zieht sogar einer unserer Freunde in eine der Wohnung ein - mal schauen ob es bei ihm mit dem Homeoffice so klappt, wie er denkt.


    Rechtlich ist alles geklärt - wir sind 100% Eigentümer, schuldenfrei und wer mit rein will ist dann ein ganz normaler Mieter.

    Vielleicht konnte ich jetzt allen, die ähnliches vorhaben, Mut machen.

    Es geht! Bleibt weiter am Ball und treibt Eure eigenen Projekte voran.

  • Vielen herzlichen Dank für den Zuspruch (so werte ich mal das "gefällt mir" von so vielen)!


    Ich kann gern weiter berichten - wird aber ein paar Monate dauern und die Berichte werden recht wenig mit Prepper-Themen zu tun haben. Ist das dann überhaupt noch interessant? Oder was interessiert Euch / Dich denn genau?


    Ob ich Fotos poste, weiß ich noch nicht. Das Anwesen ist bekannt genug, dass es Leute aus der Region erkennen können. Ob ich das möchte, bin ich mir momentan nicht sicher. Andererseits bin ich wirklich nicht ängstlich und würde gern der Community etwas zurückgeben.

    Wir haben einen sehr schönen Workshop/Seminar-Bereich. Ist denn jemand hier, der Workshops oder Seminare anbietet und eine geeignete Location östlich von FFM sucht? Könnte man mit einem formlosen Treffen kombinieren (ähnlich einem Stammtisch).

    Wer Workshops abhält - schreibt mich doch bitte mal an!