Wintercampingausrüstung - Thermozelt, Zeltbeizung , ...

  • Ich finde diese Lösung Recht simpel, wenn auch der Wirkungsgrad bescheiden ist.

    Es hätte auf jeden Fall Verbesserungspotential mit einem größeren Rohr oder einem Wasser Wärmetauscher.


  • offroader


    Habe dieses Video auch gesehen, allerdings in der englischen Version - YT - surfen halt....

    Mit einem Wärmetauscher oder einer Rohrisolation liesse sich da sicher der Wirkungsgrad erhöhen - auch steht mir persönlich diese Finnenkerze etwas zu nahe am Zelt. Auch verzinkte Rohre sind tendenziell suboptimal.

    Dafür ist es aber simpel gehalten, bis auf den Draht, Nägel und das Rohr alles vor Ort. Ist durchaus einer Überlegung wert, auch weil das Feuer ausserhalb des Zeltes ist. Ansonsten setze ich doch (zumindest beim Hauszelt) eher auf den Poshehonka, beim Hauszelt geht der Transport ohne PKW sowieso nicht.

    Die grösste Verwundbarkeit ist die Unwissenheit - Sun Tsu

  • Das ist wirklich cool, canuck!


    Könnte man nicht auch eine Truma-Standheizung aus WoMo innen im Zelt verwenden und deren Auspuff nach draußen legen? Die hat ja eine Innenraumzulassung. Dann müsste sie sich doch auch in einem Zelt sicher betreiben lassen, oder nicht? (Solange der heiße Auspuff nicht das Zelt ankokelt; den kann man ja sicher irgendwie Wärme-isolieren.)


    https://www.startpage.com/#q=%22truma%20standheizung%22

    It's not just the number of cannons, that decides about the outcome of a sea-battle, but - more importantly - how well you're able to operate  the ship. (Frei zitiert nach Admiral Lord Horatio Nelson, 1758–1805).

  • Vielen Canuck!


    Deine verlinkten Standheizungen-in-der-Alubox sind auf jeden Fall 10 mal besser als das, wo man bei Ebay unter "Zeltheizung" findet. Dort gibt es entweder nur offene Gasheizgeräte ohne Auspuff oder Zeltheizungen für Großzelte (Fest- und Veranstalltungszelte ab 50qm).


    Wäre so eine Standheizung-in-der-Alubox nicht ein tolles Forumprojekt? (Weil fertig bekommt man es nicht, außer bei nakatanenga.de ab 1250 Euro)

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  • wie nennt sich denn die Drahtschlinge, mit der er im Video seine Finnenkerze zusammenzieht?


    So etwas hätte ich ab und an schon mal gut gebrauchen können...

  • Ich finde die Schwedenfackel alias Finnenkerze wirklich hochinteressant. Wenn man mal am windigen Meer mit einem Gaskocher gekocht hat, weiß man wie wertvoll eine kleine Flamme ist, die vorm Auspusten durch Wind geschützt ist (weil sie innnen in einem "Holz-Schornstein" brennt).


    Nur glaube ich nicht, dass man mit einer Schwedenfackel das Zelt warm bekommt. Nach dem ersten Bild des Videos scheint es sich auch eher um einer Kochstelle mit drei Pfählen als Topfhalterung zu handeln. (Aus IT-Sicherheitsgründen mag ich Videos von https :// youtu . be/ nicht anschauen.)


    Evtl. sollte man das Thema "Outdoorkochen" von Thema "Wintercamping" abtrennen. Denn ich hatte damit lediglich die Camping-Unterkunft im Winter gemeint. Denn sonst laufe ich thematisch in Richtung Luft-Standheizung weiter und Ihr in Richtung Schwedenfackel / Outdoor-Kochen und das ganze vermischt sich wenig nützlich miteinander.

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    Nur glaube ich nicht, dass man mit einer Schwedenfackel das Zelt warm bekommt. Nach dem ersten Bild des Videos scheint es sich auch eher um einer Kochstelle mit drei Pfählen als Topfhalterung zu handeln. (Aus IT-Sicherheitsgründen mag ich Videos von https :// youtu . be/ nicht anschauen.)

    ...

    Moin consuli ,


    das Teil war zumindest in dem englischsprachigen Video nicht als Kochstelle eingesetzt worden, auch wenn die drei längeren Hölzer an den Seiten das vermuten lassen. Allerdings ist dann der Abstand zwischen der Oberkante des Brennms und der Oberkante der drei Hölzer zu groß für einen vernünftigen Wirkungsgrad beim Kochen. Anhand des Videos gehe ich eher davon aus, dass diese Hölzer, die auch unten sehr weit vorstehen, dafür eingesetzt werden um einen vernünftigen Abstand zwischen dem schneebedeckten Boden und dem Stamm zu haben.


    Gruß vom Axtwerfer ;)

  • Aber zum Kochen wäre eine Schwedenfackel aka Finnenkerze ideal:

    • Kleines wohl dosiertes Feuer,
    • das nicht vom Wind ausgeblasen wird.


    Da bin ich ja doch noch um offroaders Spezialvideo auf https:// youtu . be / 82hhn1gvugk herumgekommen. ;)


    Vielen Dank für Deine Hilfe!

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    Einmal editiert, zuletzt von consuli ()

  • Ich glaube, ich habe das "Geheimnis" gelüftet, warum die Jurte-Zelte der Pfadis immer gut abziehen und keine CO-Gefahr sind.


    Sie sind unten offen.

    CO ist nicht schwerer als Luft (im Gegensatz zu CO2) und sammelt sich daher auch nicht unten an, sondern vermischt sich recht gleichmäßig mit N2 und O2.


    CO entsteht bei unvollständiger Verbrennung unter Sauerstoffmangel, der beste Schutz ist also das Feuer ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen und die Abgase möglichst vollständig ins Freie zu leiten.

  • ... also ich war ja nur kurz bei den Pfadis, bevor unser Stamm auseinander fiel, aber damals waren Koten und Jurten unten nicht ganz zu, aber dafür oben offen.

    Von unten kam frische Luft rein und der Qualm zog (größtenteils) nach oben ab ... 😉

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!

  • Auf einer Flucht, dem einzigen Anlass warum man im Ernstfall im Zelt wohnen sollte, sind Holzöfen nach m.E. eine schlechte Geschichte, da der Rauch des Feuers weithin wahrnehmbar ist. Ferner schluckt die Holzbeschaffung viel Energie, die dem Körper dann wiederum zugeführt werden muss.


    Ein kleines Zelt zu heizen ist hingegen kein Problem. Alle Angaben, die man auch hier in Bezug auf CO, CO2 und Feuchtigkeit durch Verbrennung von Kohlenwasserstoffen (Gas/Benzin) hier liest sind in der Realität nicht zutreffend.


    In meinem 1 Mann Rucksack befinden sich ca. 600g Paraffin und ca. 250g Propan, hiermit kann ich ca. 10 Tage komplett unauffällig und letztlich warm agieren (im Winter), das Trocknen von Kleidung und Schlafsack ist ebenfalls möglich.


    Die Plünnen mit irgendeiner Karre rumzufahren ist natürlich nett, nur endet dann das "Szenario" dort, wo es mit dem Fahrzeug nicht mehr geht.



    Gruß


    T I D

  • 25g Propan pro Tag reichen zum kochen im Sinne von heißes Wasser erzeugen für Tee/Kaffee und Fertigmahlzeiten und Suppen


    60g Paraffin pro Tag sind zum Heizen aber nicht viel, das sind ungefähr 4 kleine Teelichter. Damit ein Zelt warm zu bekommen erscheint mir Herausfordernd.


    Ich würde zum Heizen eher von 1kg hoch energetischem Brennstoff (Petroleum, Paraffin, Propan/Butan,... ) pro Tag ausgehen

  • Um den energetischen Ansatz zu verstehen, ist es natürlich wichtig, zu wissen, wie die Energie denn verwendet wird und warum das bei mir hinlangt.

    Um in meinem Zelt eine echte Temperaturdifferenz von ca. 20-25°C zur Außentemperatur zu erreichen benötige ich, wenn ich im Zelt bin, ca. 400Watt.


    1. Einsatz des Propan (240g)

    Wie Cephalotus schon schrieb, benötigt man ca. 25g am Tag für Wasser.

    Um gleichzeitig noch was davon zu haben, bereite ich mein warmes Wasser ausschließlich im Zelt zu. Der Brenner läuft dazu auf kleiner Flamme mit ca. 400W im Innenzelt.

    25g * 12,7W/g= 300W/h / 400W= 0,75h oder 45min Brennerbetrieb am Tag.


    2. Einsatz des Paraffins

    Es werden auf keinen Fall Teelichter verwendet. (14g Paraffin/Teelicht, Leistungsabgabe ca. 40Watt)


    Christbaumkerzen á 11g oder 22mm Tafelkerzen á 44g mit RAL-Docht

    Abbrandzeiten: Christbaumkerze ca. 90min, Tafelkerze ca. 6h, Leistungsabgabe ca. 100Watt/h/Kerze


    600g*12,7Wh/g=7620Wh/g = 7,6KWh


    600g/11g/Christbaumkerze= 54 Christbaumkerzen


    7600 Wh / 54 Christbaumkerzen = 140Wh/Christbaumkerze


    140Wh/Christbaumkerze / 1,5h/Christbaumkerze = 93W Momentanleistungsabgabe pro Christbaumkerze.


    5 Christbaumkerzen am Tag = 466Watt Heizleistung für ca. 1,5h


    Zusammen mit dem Brenner kommt man dann auf ca. 2:15h in denen man pro Tag heizt.


    Das ist in der Realität bei mir meist weniger, da es abends hier derzeit nur sehr selten um den Gefrierpunkt ist und ich daher natürlich weniger Kerzen nutze. Dafür hatte ich es beispielsweise Anfang Januar in der Rhön in einer Nacht unter -10°C und da habe ich mir den Luxus gegönnt sehr verschwenderisch mit der Energie umzugehen. Ich hatte ne Primus Gaslaterne an, 4 Christbaumkerzen und habe vorm Schlafen mein Zelt für eine Stunde auf +25°C gehalten, am nächsten Morgen auch noch einmal eine 3/4-Stunde auf ca. 20-25°C (knapp über Liegehöhe, oben im Zelt wesentlich wärmer) um den Schlafsack durchzutrocknen und Tee zu machen etc.

    Verbrauch dabei: 4 Christbaumkerzen und 36g Gas.


    Gruß


    TID

    Einmal editiert, zuletzt von T I D ()

  • Ah, danke für die Erklärung.


    Wenn die Kerzen mit 60g bei Dir 90 Minuten am Tag brennen, dann würde das bei 24 Stunden heizen am Tag dann 960g entsprechen. Da war also das Missverständnis, da ich dachte dass Du mit "im Zelt wohnen" meinst, dass Du das 24h am Tag warm halten willst.


    Paraffin Kerzen haben mit den höchsten Heizwert pro kg und Volumen, da man sich zum einen das Heizgerät spart (das ist der Docht) und zum zwieten auch keinen Transportbehälter braucht wie bei Flüssigkeiten und vor allem Gasen. Außerdem kann im Rucksack nichts auslaufen oder undicht werden.


    Der Nachteil ist, dass man die offenen Flammen im Zelt idR beaufsichtigen soll und dass die Heizleistung eben begrenzt ist.

  • Hallo Cephalotus

    Ich hatte ja auch geschrieben, daß ich mich auf eine Flucht Situation beziehe ;-).

    Die Angaben überprüfe ich übrigens auch regelmäßig praktisch. Im April bin ich wieder eine Woche unterwegs , auch nur mit einer schmalen Ausrüstung die ich auch bei einem unfreiwilligen ausweichen dabei hätte. Sprich neben Zelt und allem anderen ist auch das Essen für eine Woche dabei, so dass sie ich nicht einkaufen und so etwas muss. . Ein weiterer Vorteil von Kerzen ist, dass man sie so vergraben kann. Und sie trotzdem einsatzbereit bleiben..


    Gruß


    TID