COVID-19: News & Informationen

  • Die komische Entwicklung in Manaus macht mir Sorgen. Ging mit den ersten Berichten vor ca. 1,5 Wochen dort los, seit 2-3 Tagen ist das Thema vermehrt in den USA in den Medien nun kommen die ersten Berichte in deutschsprachigen Publikationen:


    https://www.ruhr24.de/service/…nung-aerzte-90178360.html


    In den dortigen Medien berichten etliche Pflegekräfte und Ärzte von steigenden Reinfektionszahlen und von einer ungewöhnlichen Erhöhung junger Patienten wie sie es noch nicht beobachtet hatten in der dortigen (doch reicht traurigen) Entwicklung. Am Anfang dachte ich noch das ist reine Effekthascherei, aber immer mehr Medien berichten darüber. Hoffen wir mal das hier nicht eine schlimmere Mutante entstanden ist.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Das Klinikum Bayreuth (1.096 Betten, > 3.000 Mitarbeiter) macht dicht wegen der englischen Mutation.

    3.000 in Quarantäne.

    Nach dem Zufallsprinzip aus den positiv getesteten auf die GB-Mutation geprüft. Ergebnis: 23 weitere solcher Fälle in Bayreuth: https://www.kurier.de/inhalt.b…c4-9cc1-01388befe029.html

    Diese GB-Variante gibts wohl auch schon länger: 200 Altfälle in Tschechien nachgewiesen: https://www.kurier.de/inhalt.m…98-8758-15107dbe9380.html

  • Warum kämpft die EU eigentlich um den Astrazeneca Impfstoff. Der Wirksamkeitsgrat ist wohl nicht der Bringer. Und die 2. Impfung kann man sich damit auch schenken. Die haben für beide den gleichen Adenovirus verwendet. Die 2. Spritze wird von der Abwehr zerlegt bevor sie überhaupt wirken könnte. Da waren die Russen mit dem Sputnik ja schlauer. Warum kaufen wir den nicht, wenn wir nicht genügend RNA Stoff bekommen können.

  • Warum kämpft die EU eigentlich um den Astrazeneca Impfstoff. Der Wirksamkeitsgrat ist wohl nicht der Bringer. Und die 2. Impfung kann man sich damit auch schenken. Die haben für beide den gleichen Adenovirus verwendet. Die 2. Spritze wird von der Abwehr zerlegt bevor sie überhaupt wirken könnte. Da waren die Russen mit dem Sputnik ja schlauer. Warum kaufen wir den nicht, wenn wir nicht genügend RNA Stoff bekommen können.

    Selbst wenn die Wirksamkeit "nur" 70% sind, sind das 20%-Punkte mehr, als bei einer durchschnittlichen Influenzaimpfung. Da erwartet man eine Wirksamkeit von um 50%.


    Wie ich an anderer Stelle bereits ausführte, ist die viel interessantere Frage, warum man eine Impfung zulassen sollte, die für/gegen denselben Erreger ist, und es bereits Produkte am Markt sind, die eine höhere Wirksamkeit haben. Das ist arzneimittelrechtlich die viel spannendere Frage. 😉

  • Selbst wenn die Wirksamkeit "nur" 70% sind, sind das 20%-Punkte mehr, als bei einer durchschnittlichen Influenzaimpfung. Da erwartet man eine Wirksamkeit von um 50%.


    Wie ich an anderer Stelle bereits ausführte, ist die viel interessantere Frage, warum man eine Impfung zulassen sollte, die für/gegen denselben Erreger ist, und es bereits Produkte am Markt sind, die eine höhere Wirksamkeit haben. Das ist arzneimittelrechtlich die viel spannendere Frage. 😉

    Ich würde Sputnik kaufen.......falls es den noch gibt.

    Und ich würde die Grippeimpfung in den nächsten Jahren auf RNA Impfstoff umstellen.

  • [...]

    Und ich würde die Grippeimpfung in den nächsten Jahren auf RNA Impfstoff umstellen.

    Das ist nicht so einfach, weil im Endeffekt jedes Jahr wieder quasi "ausgetüftelt" werden muss, welche Influenza-Virenstämme in der kommenden Saison aktiv sein könnten und danach dann die Impfung ausgerichtet wird.

    So kommts, dass es Jahre gibt, in denen der Impfstoff "ins schwarze trifft", aber eben auch Jahre, in denen dann doch ein anderer Stamm grassiert und die Grippeimpfung nur minimale Wirkung hat.


    UrbanTrapper

    Ich entschuldige mich besser gleichmal für die laienhafte Erklärung :face_without_mouth:

    Si vis pacem, para bellum.

  • Das ist nicht so einfach, weil im Endeffekt jedes Jahr wieder quasi "ausgetüftelt" werden muss, welche Influenza-Virenstämme in der kommenden Saison aktiv sein könnten und danach dann die Impfung ausgerichtet wird.

    So kommts, dass es Jahre gibt, in denen der Impfstoff "ins schwarze trifft", aber eben auch Jahre, in denen dann doch ein anderer Stamm grassiert und die Grippeimpfung nur minimale Wirkung hat.


    UrbanTrapper

    Ich entschuldige mich besser gleichmal für die laienhafte Erklärung :face_without_mouth:

    Einen RNA Impfstoff kann man sehr leicht anpassen. Bei einer RNA Impfung könnte kurz vor Beginn eine Anpassung an die aktuellen Influenzastämme erfolgen. Bei der jetzigen Impfung ist die Vorlaufzeit für eine Änderung zu lang falls sich ein unvorhergesehener Stamm durchsetzt.

    Bei einem VectorImpfstoff wie Astra muss bei jeder weiteren Impfung ein anderer Vector eingesetzt werden (gerade das hat Astra ja komplett verpennt). Stell ich mir bei einer Anpassungsimpfung pro Jahr (Influenza und Covid könnten als Miximpfung ja den gleichen Adenovirus als Vector haben) lustig vor.

  • UrbanTrapper

    Ich entschuldige mich besser gleichmal für die laienhafte Erklärung :face_without_mouth:

    Alles gut.


    Wie Apfelbaum bereits richtig schreibt lässt sich ein mRNA Impfstoff sehr schnell anpassen.


    Vielleicht lehne ich mich jetzt etwas weit aus dem Fenster, aber theoretisch könnte ich mir vorstellen, dass man auf Basis von mRNA für Influenza einen Impfstoff entwickelt, der alle relevanten Influenzastämme abdeckt.


    Dass bei der konventionellen Influenzaimpfung vier Stämme ausgewählt werden müssen liegt ja an dem Umstand, dass für jeden einzeln Virusstamm Unmengen an Hühnereiern mit dem Virusstamm infiziert werden müssen, um die genügend Viren zu bekommen, die man anschließend a töten muss, um sie im Impfstoff zu verwenden. Bei vier Influenzastämmen sind das also vier Unmengen an Hühnereiern und entsprechend mehr, wollte man gegen mehr Influenzastämme impfen... Das kann und will kein Pharmaunternehmen leisten.


    Bei einem mRNA Impfstoff ist zumindest dieser Teil deutlich übersichtlicher. Nicht unbedingt einfacher, aber übersichtlicher.

  • Mit einer jährlichen RNA Impfung könnte man die relevanten Influenzastämme und zugleich den? / die? Corona Stämme abdecken.

    Corona wird voraussichtlich auch nicht so einen breiten Strauss an jährlichen Mutationen entwickelt. Event. reicht dann ab und zu eine Auffrischimpfung mit ein paar Mutanten Stämmen.

    Vielleicht wird Corona auch zu einem Schnupfen. Babies bekommen ihn, entwickeln Antikörper. Wenn sich dann die Erwachsenen anstecken, erinnert sich das Immunsystem und es kommt zu keinen schweren Verläufen mehr.

    Ich Frage mich wie das war als zb Masern das erste Mal auf den Menschen übergesprungen ist. Das muss eine Katastrophe wie Pest und Pocken zusammen gewesen sein. Jetzt haben wir es im Griff.

  • Der RKI-Chef kündigte für kommende Woche einen Bericht zu den Virus-Varianten in Deutschland an. Dabei traf er eine überraschende Aussage: „Je mehr wir impfen, desto mehr Varianten werden auftreten.“ Es sei wichtig, gezielt mit neuen Tests diese Mutationen ausfindig zu machen. Im Bezug auf mögliche Reisebeschränkungensagte Wieler: „Prinzipiell sind alle Reisen, die nicht gemacht werden, hilfreich.“ Die Mobilität sei ein Treiber der Pandemie.


    Quelle: https://www.merkur.de/welt/cor…ute-live-zr-90184332.html


    Auch ein mRNA-Impfstoff wenn dieser "erneuert" wird um gegen neue Mutanten zu wirken unterliegt den Zulassungsbestimmungen und den damit verbundenen Testphasen und der Testzeit. Ich halte es für naiv zu glauben jetzt das "Allheilmittel" gefunden zu haben. Corona wird uns auf Jahre begleiten und mal ein größeres und mal ein kleineres Risiko darstellen (je nach Mutante, Hot-Spot-Verteilung, unentdeckten neuen Mutationen auf welche Tests nicht ansprechen usw.).


    Und kein Land der Welt kann es sich leisten zig Milliarden jedes Jahr in die Corona-Bekämpfung zu investieren hier wird ein Gleichgewicht gefunden werden (müssen) zwischen Risikoschutz, Kosten und Restrisiko.


    Wir werden weiterhin mit Corona leben lernen müssen und wir werden auch das Restrisiko akzeptieren müssen was dann bleibt. So wie es jedes Jahr auch weiterhin Grippetote gibt so wird es auch jedes Jahr Coronatote geben. Die richtige Ballance zwischen Schutz, Kosten und Opfern wird sich auch hier über die Jahre einpendeln. Die Freiheit der Leute dauerhaft zu beschränken wird nicht mehr lange funktionieren.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Ich Frage mich wie das war als zb Masern das erste Mal auf den Menschen übergesprungen ist. Das muss eine Katastrophe wie Pest und Pocken zusammen gewesen sein. Jetzt haben wir es im Griff.

    Na ja, kann man so sehen, muss man nicht (Artikel aus November 2020):


    Genf – Rund 207.500 Menschen sind nach Schätzungen der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO und der US-Gesundheitsbehörde CDC im vergangenen Jahr an Masern gestorben. Die Zahl der Todesopfer stieg im Vergleich zu 2016 um 50 Prozent, wie es in dem Bericht von WHO und CDC heißt, der am gestern Abend in Genf veröffentlicht wurde.

    Impfungen kosten und einige Länder haben schlicht keine Kohle dafür oder die Leute wollen sich nicht impfen lassen. Dazu haben Masern nur den Mensch als Wirt und eine grottenschlechte Mutationsrate. Da ist Corona flexibler, ansteckungsfähiger und nicht so festgefahren was den Wirt betrifft. Wenn hier schon bei einer 2500 Jahre alten Krankheit wie Masern heute noch so viele Leute hops gehen dan extrapolier das mal bei Corona. Nix hat man im Griff, wer sich das einredet betreibt damit nur eigene Angstbewältigung.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Na ja, kann man so sehen, muss man nicht (Artikel aus November 2020):


    Genf – Rund 207.500 Menschen sind nach Schätzungen der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO und der US-Gesundheitsbehörde CDC im vergangenen Jahr an Masern gestorben. Die Zahl der Todesopfer stieg im Vergleich zu 2016 um 50 Prozent, wie es in dem Bericht von WHO und CDC heißt, der am gestern Abend in Genf veröffentlicht wurde.

    Impfungen kosten und einige Länder haben schlicht keine Kohle dafür oder die Leute wollen sich nicht impfen lassen. Dazu haben Masern nur den Mensch als Wirt und eine grottenschlechte Mutationsrate. Da ist Corona flexibler, ansteckungsfähiger und nicht so festgefahren was den Wirt betrifft. Wenn hier schon bei einer 2500 Jahre alten Krankheit wie Masern heute noch so viele Leute hops gehen dan extrapolier das mal bei Corona. Nix hat man im Griff, wer sich das einredet betreibt damit nur eigene Angstbewältigung.Stimmt Corona und Masern sind nicht zu vergleichen.

    Ich habe mir nur das Szenario vorgestellt wie eine 'Kinderkrankheit' erstmals auf den Menschen übergesprungen ist und was dann passiert ist.

    Ich glaube indigene Völker haben da nach dem Erstkontakt mit Europäern auch eine hohe Todesrate gehabt.

    Masern hätten wir theoretisch mit einer Impfung völlig im Griff, die Immunität hält lebenslang und Mutationen kann man vergessen. Da hast du völlig recht.

  • Covid-19 Schnelltest...

    Welcher, und woher?


    Also.. ich möchte meine Kollegen und mich mit einem Paket Schnelltests beglücken....


    Welchen der offiziell gelisteten und freigegebenen nimmt man, und woher beschafft man die?


    Es gibt ja sowohl Unterschiede in der Erkennungsrate, und auch Genauigkeit.


    Und abgesehen davon, das es natürlich Google und Idealo gibt gibt es bestimmt spezifische Suchmaschinen / Vergleichsportale für Einkäufer in Praxen und Krankenhäusern...

    Kann da wer helfen?


    Gruß EZS

  • Ich glaube indigene Völker haben da nach dem Erstkontakt mit Europäern auch eine hohe Todesrate gehabt.

    Nicht vergessen, daß sich auch die Europäer bei den Indigenen Krankheiten geholt haben, die für sie tödlich waren.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Nicht vergessen, daß sich auch die Europäer bei den Indigenen Krankheiten geholt haben, die für sie tödlich waren.

    Die Auswirkungen waren aber glaube ich weniger stark.

    So richtig haben wir (die Menschen allgemein) uns die Seuchen doch erst geholt, nachdem wir Viehzucht (Zoonose) betrieben haben. Und richtig Ausbreiten konnten sich die Erreger erst nach Städtbildung bzw. Reisetätigkeit/Handel.

    Bei isolierten Populationen bleibt auch ein Virus isoliert und läuft sich tot.

    Und da waren wir in der Alten Welt einfach früher dran, wir hatten mehr fiese Keime.

    Jetzt genehmigen wir uns ein Leben wie die Fledermäuse, dicht an dicht. Die Flatterviecher haben ja auch ein total aufgerüstete Immunsystem. Bei uns braucht's noch ein paar Jährchen der Evolution um uns immuntechnisch an unsere neue Lebensweise anzupassen.

    Da haben wir die Impfungen gefunden. Ich hoffe, dass mit Corona wenigstens ein Fortschritt bei den Impfstoffen (RNA!) herauskommt.

    Einmal editiert, zuletzt von Apfelbaum ()