Das Gartenjahr 2020

  • Ich schließe mich da Concideratus an, besser hätte ich es auch nicht machen können.

    Im kleinen lernen und sich weiterbilden, das ist es was einen nachher zu einem Selbstversorger machen kann, falls man es mal braucht. Und sonst spass am gärtnern haben und sich freuen und in der natur arbeiten.

  • Bei mir läuft so langsam die Erntesaison an. Nach einer ersten Miniportion letztes Wochenende haben Saubohnen und Erbsen heute schon ganz ordentlich was abgeworfen. Auch einzelne Möhren habe ich aus besonderen dichten Stellen der Reihen rausgezogen. Die haben noch nicht die Herbst-Dicke, sind aber schon verwendbar. Ansonsten zeigen die Tomaten und Zucchini die ersten Blüten, die Kohlrabi fangen langsam an, Knollen zu bilden, der Knoblauch fängt an zu verwelken und alles andere entwickelt sich ordentlich. Unzufrieden bin ich eigentlich nur mit den Pastinakten. Bisher waren die immer sehr unkompliziert, dieses Jahr sind sie nur sehr vereinzelt aufgegangen. Wo in den anderen Kulturen Lücken waren, habe ich nochmal Pastinaken nachgesät, aber da tut sich noch nicht viel. Die Saubohnen hätten eigentlich auch etwas früher kommen sollen, aber in der Summe bin ich noch halbwegs zufrieden mit denen. Interessanterweise haben sich an ein paar Stellen Tomaten selbst ausgesät, vermutlich von Früchten, die im letzten Herbst halb faul im Beet geblieben sind. Mal schauen, was daraus wird.


    Inzwischen scheint die Wachstumsphase der Ackerwinde als Hauptunkraut weitgehend abgeschlossen zu sein. Davon muss ich nur noch wenig Blattmasse ausrupfen. Dafür kommt jetzt die Melde an einigen Stellen. Auch die aufgelaufenen Sonnenblumen aus dem letzten Jahr, die ich eigentlich gerne stehen lasse, musste ich an ein paar Stellen im Kohlbeet etwas ausdünnen. An Getier gibt es bisher eigentlich nur Probleme mit Schnecken, die vor allem im Kohl ziemlich wüten. Leider schaffe ich es aus beruflichen Gründen nicht, die morgens abzusammeln. Mal schauen, ob ich vor allem von den Kohlrabi überhaupt was ernten kann. Von einer Blattlausplage, von der ein paar Bekannte berichten, merke ich bislang nichts. Heute habe ich den ersten Kartoffelkäfer abgesammelt. Es war aber auch nur der eine. Da die Kartoffeln alle blühen und teilweise schon verblüht sind, werden die Käfer wohl nicht mehr viel Schaden anrichten, selbst wenn sie jetzt langsam aufkommen sollten.


    Nicht zu vergessen: Die Wicke auf meiner Jahresbrache steht in voller Blüte und zieht reichlich Insekten an.


    An Obst bringen Kirschen und Himbeeren derzeit reichlich Ertrag. Johannisbeeren sind okay und können, je nach Sorte, schon beerntet werden. Brombeeren und Stachelbeeren tragen auch reichlich, brauchen aber noch bzw. stehen einige Brombeersorten auch noch in voller Blüte. An den Stachelbeeren hat mir die Blattwespe rund drei Viertel der Blattmasse vernichtet. Nach zwei Wochen täglichem Absammeln finde ich inzwischen keine Raupen mehr und die Büsche treiben wieder ein bisschen neues Laub aus. Mal schauen, wie sich das auf die Zuckerproduktion und damit das Reifen der Früchte auswirkt. Bei Äpfel und Birnen ist es dieses Jahr sehr unterschiedlich: Einige Bäume hängen brechend voll, andere haben nur ein paar Früchte und einige gar keine. Hängt vielleicht mit dem Blühzeitpunkt und den Frosttagen zusammen. Die Pfirsische tragen druchschnittlich und die Zwetschen eher schwach.

  • Bei mir läuft inzwischen das volle Ernteprogramm. Die Saubohnen liefern in diesem Jahr nicht ganz befriedigend, aber immerhin etwas, und bringen immer noch neue Blüten. Die früh gesäten Buschbohnen fangen an zu blühen, die späteren werden wohl noch ein, zwei Wochen brauchen. Von den Erbsen habe ich heute nochmal eine große Schüssel voll Schoten gepflückt. Ab jetzt dürfte das aber nachlassen. Die ersten dürren Pflanzen habe ich schon ausgerupft. Aber in den vergangenen drei Wochen gab es Erbsen wirklich in große Mengen. Die hatten wir so ziemlich bei jeder Mahlzeit mit drin, wo sie irgendwie dazu passen.


    Der Mangold hat jetzt annährend seine ausgewachsene Größe erreicht und beliefert uns fleißig mit Blättern. Da sind zwar bei weitem nicht alle Pflanzen aufgegangen, aber da Mangold sehr ergiebig ist, reicht der Ertrag bequem für unseren Bedarf. Die Tomaten sind je nach Sorte am Anfang der Blüte oder haben schon ordentlich Früchte angesetzt. Da werden wohl in zwei Wochen die ersten reif werden. Zucchini habe ich letzte Woche schon ein paar geerntet. Inzwischen sind da Fruchtansatz und Wachstum durch die Trockenheit weitgehend gestoppt. Die Kürbise sind ziemlich stark von Schnecken beknabbert worden. Da habe ich einige Pflanzen komplett verloren. Die übrigen kommen jetzt aber in die Blüte. Mit dem Blattwachstum sind sie aber noch ordentlich zurück im Vergleich zu den Zucchini.


    Die Pastinaken sind leider auch da nicht mehr nachgekommen, wo ich die in Lücken rein gesät habe. Die waren dieses Jahr wirklich schwach. Vielleicht war irgendwas mit dem Saatgut nicht in Ordnung. Von den Möhren ernte ich zwischendurch immer mal ein paar. Einige sind schon ordentlich dick, auch wenn da inzwischen das Wachstum ebenfalls nicht mehr so schnell geht. Da fehlt wohl auch das Wasser. Während ich mit den im März gesäten Möhren sehr zufrieden bin, ist die Spätsaat von Anfang Mai nur sehr vereinzelt gekommen und auch nicht viel gewachsen. Mal schauen, was die bis zum Herbst noch so machen.


    Die Zwiebeln machen sich großartig. Da ernte ich schon fleißig für den Küchenbedarf, obwohl das Laub noch grün ist. Den Knoblauch habe ich etwa zur Hälfte schon abgeerntet. Die übrigen Pflanzen haben noch etwas grünes Laub, aber in ein, zwei Wochen werden die auch aus der Erde kommen. Der Porree hat jetzt fast schon die Größe wie im letzten, erfolglosen Jahr im Herbst. Dieses Jahr könnte der gut werden.


    Die Kohlrabi sind ziemlich stark von Schnecken befallen. Da musste ich letzte Woche ein paar ernten, bevor sie ganz weggefressen waren. Von den übrigen Pflanzen werden einige überhaupt nicht zu verwenden sein, ein paar sind aber auch schön groß und ganz ohne Schneckenfraß. Wenn das so bleibt, kann ich da nächste oder übernächste Woche mit ordentlich Ertrag rechnen. Vom Brokkoli habe ich letzte Woche zwei traurige Köpfchen von jeweils Faustgröße geerntet, und das war es. Den Blumenkohl kann ich wohl komplett vergessen. Außer Kohlrabi ist mir bei uns noch nie Kohl vernünftig gelungen. Irgendwie scheint der den Boden nicht zu mögen. Heute habe ich nochmal ein paar Kohlrabi für die Späte Ernte ausgepflanzt.


    Außerdem habe ich heute mal probeweise zwei Kartoffelpflanzen geerntet. Die eine scheint sich entweder aus dem Kompost oder aus alten Kartoffeln vom letzten Jahr selbst ausgepflanzt zu haben. Da waren auch schon ordentliche Knollen dran. Bei der anderen, regulär gesetzten Pflanze waren sie noch sehr klein. Bis zur normalen Kartoffelernte wird es wohl noch bis August dauern. Von Kartoffelkäfern dieses Jahr zum Glück immer noch keine Spur.

  • Mal ein Abriss der letzten zwei Monate:


    - Erdbeeren in Hülle und Fülle, wie schon im letzten Jahr. Es hat geholfen, die Triebe neu zu Pflanzen, das gab wieder große Beeren
    - Rettich wächst so gut, dass wir ihn kaum verarbeiten können

    - Nach anfänglicher Skepsis (später Frost) sind die meißten Kohlrabipflanzen was geworden

    - Möhren können wir alle 2-3 Tage einen ordentlichen Bund entnehmen

    - Radies haben wir zu viel gepflanzt, soviel isst man davon nicht

    - Der Pak Choi wächst zwar in die Höhe, aber enthält kaum essbare Elemente

    - Brokkoli war lecker, aber auch zu viel, um ihn zeitnah zu verarbeiten

    - Salate werden wir im nächsten Jahr zeitversetzt Pflanzen. So gesund er ist, rauhe Mengen isst man davon nicht jeden Tag

    - Süßkirschen sind leider durch den Regen ziemlich aufgeplatzt. Da haben wir heute versucht zu retten, was noch zu retten war. Morgen nehmen wir die Sauerkirschen ab.

    - Die Johannisbeeren sind alle zu Marmelade verarbeitet, Stachelbeeren sind als nächstes dran.

    - Die Kartoffeln und der Mais lassen auf sich warten

    - Tomaten gibt es nun fast täglich eine Hand voll

    - Gurken nehmen wir ca- einmal wöchentlich ab

    - Grünkohl haben wir vor einer Woche ausgebracht

    - Die ersten Erbsenschoten waren lecker

    - Die Stangenbohnen lassen sich viel Zeit

    - Die Apfelbäume haben aufgrund des nassen Wetters dieses Jahr nicht so viel abgeworfen. Wir sind zuversichtlich, dass es in diesem Jahr eine reiche Ernte geben wird.


    Generell müssen wir an unseren Einkochskills arbeiten, dann gäbe es noch viel weniger Ausschuss.

  • Kurz ein bericht aus den Alpen:

    Heuer ging es langsam los, Frost bis zwei Wochen nach den Eisheiligen, relativ nass - den Schnecken gefällts.

    - Zwiebeln stehen schön da, aber erntereif ist noch nichts (bis auf das Grün)

    - Radieschen dieses Jahr gerne von Ungeziefer befallen und schnell ausgewachsen - werde da wohl ne Pause machen

    - Möhren inzwischen gut, legen täglich richtig zu, aber wie das Meiste ein paar Wochen später

    - Rote Beete startet erst jetzt durch, in den letzten Wochen eher statisch

    - Erbsen blühen und ranken, Ernte wahrscheinlich erst in 3 Wochen

    - Bohnen ranken jetzt gut, aber auch später

    - Kohlrabi dieses Jahr erstaunlich gut, auch etwas enger gesetzt sehr gute Erträge

    - Kartoffeln: Premiere dieses Jahr, in Kübeln, Säcken und einem Mini Acker. Mehr oder weniger alles was keimte reingeschmissen, Sortenunterschiede sind deutlich zu sehen - was rauskommt wird sich noch zeigen, aber zumindest ist fast überall was gekommen - und keine Krankheiten sichtbar.

    - Zucchini, Kürbis, Gurke - anfangs äußerste Mimosen, teilweise hat erst die zweite oder dritte Nachpflanzung überlebt und startete jetzt richtig durch. Wahrscheinlich eine Kombi aus tiefen Nachttemperaturen und Schnecken. Aktuell liegt der frische Misthaufen (Ziege/Huhn) weit vorne, der alte Komposthaufen (vom letzten Jahr) auf Platz zwei und der designierte Kürbisplatz zwischen den Komposthäufen am Ende - wahrscheinlich eine Schneckenautobahn, da läuft jetzt die dritte Phase - vielleicht überlebt ja was...

    - Tomaten - dieses Jahr auch eher spät, Mai und Juni hat sich nicht viel getan, jetzt geht es langsam los. Blüte nimmt nun auch zu, lange war da kaum Entwicklung zu sehen. Konkret, bis auf die in der Anzucht schon angelegten Blüten kam über 4 Wochen erstmal nichts nach. Jetzt ist aber der Schnellgang drin, mal schaun was noch passiert.

    - Chili - eigene Anzucht dieses Jahr schlecht - ja, kein Platz mussten nach den Eisheiligen raus und dann wurde es nochmal richtig kalt... mit ein paar Pflanzen aus diversen Märkten ergänzt, insgesamt wird es wahrscheinlich durchschnittlich werden. Leider wollte die Bhut Jolokia gar nicht, da wird wohl nächste Saison etwas technische Unterstützung folgen.

    Wolfsmilch und Kreuzkraut fühlen sich aber pudelwohl, da kommt man mit der Eindämmung kaum nach.

    Ansonsten, Schnittlauch und Petersilie wachsen sehr gut, andere Kräuter eher problematisch.

    920m ü. NN, wegen Bergen fehlen dann noch rund zwei Sonnenstunden.

  • Ich hebe eigentlich eher mittelgroße, möglichst unverletzte Knollen auf. Die kleinen können unter Umständen bis zum nächsten Jahr austrocknen.


    Bei mir werden die Saatkartoffeln in Zeitungspapier eingewickelt auf kleinen Obststiegen gelagert und zusätzlich mit alten Säcken abgedeckt. Das Ganze in einem kühlen, aber frostfreien Raum. Bis zum Setzen im nächsten Jahr sind die dann ganz ordentlich vorgekeimt.

  • Bei mir ist in den vergangenen drei Wochen der Knoblauch als erste Kultur komplett abgeerntet worden. An die Stelle ist ein wenig Kleesamen zur Gründüngung gekommen. Dicke Bohnen sind inzwischen auch durch. Da habe ich einen Teil der Pflanzen schon gerodet. Einige wenige mit Schoten stehen noch, in der Hoffnung, dass da ein wenig Saatgut rauskommt. Insgesamt liefen die Dicken Bohnen dieses Jahr aber nicht so gut. Von den Erbsen habe ich heute wohl die letzte Handvoll grüne Schoten für Gemüse geerntet. Auch hier habe ich einige Pflanzen schon ausgerupft und die paar noch vorhandenen bringen vielleicht noch ein bisschen Saatgut. Mit der Erbsenernte bin ich in diesem Jahr sehr zufrieden. Die Buschbohnen tragen seit rund zwei Wochen, und das in Massen. Allerdings reifen zumindest einige Sorten rasend schnell, so dass man viele Schoten schon innerhalb einer Woche nicht mehr als Gemüse gebrauchen kann. Liegt wohl an der Trockenheit.


    Bei den Tomaten war hier und da schon mal eine kleine Frucht rot. "Ernte" kann man das aber noch nicht nennen. Den Fruchtansatz würde ich als durchschnittlich beschreiben. Zucchini hatten vor zwei Wochen einen richtigen Lauf, und hier liegen noch ein paar Früchte rum. Inzwischen erscheint da aber wegen Wassermangels nichts mehr. Von den Kürbissen hat sich bislang nur einer wirklich gut entwickelt und Früchte angesetzt. Die anderen kümmern ein wenig vor sich hin.


    Die Steckzweibel haben in den vergangenen Wochen immer zuverlässig den Küchenbedarf gedeckt. Jetzt trocknet das Laub langsam so stark ab, dass ich die Hälfte gerodet habe und für den Vorrat vorbereite. Die sind hervorragend gelungen. Sogar die Saatzwiebel haben sich so gut gemacht, dass ein Teil sofort verbraucht werden kann und nur die kleineren zu Steckzwiebeln für das nächste Jahr werden.


    Die zwischenzeitig begonnene Möhrenernte habe ich erst mal wieder ruhen lassen, weil inzwischen so viel anderes Gemüse da ist, dass wir damit schon Probleme haben, es aufzubrauchen. Allerdings dürften die Wurzeln derzeit bei dem trockenen Wetter auch kaum noch Masse zulegen.


    Kohlrabi haben trotz des Schnecklenproblems dann doch noch ein bisschen was für die Küche ergeben. Der Porree macht sich sehr gut. Das scheint ein sehr gutes Jahr für alle Zwiebelpflanzen zu sein. Von den Frühkartoffeln ist rund die Hälfte geerntet. An ihnen ist das Laub auch schon weitgehend verdorrt. Die späten Kartoffeln stehen noch im vollen Grün. Die Ernte ist eher bescheiden. Zwar hole ich schöne, große Knollen aus der Erde, es sind aber nur sehr wenige an jeder Pflanze dran. Wenn das bei den Spätkartoffeln so weitergeht, wird es wohl ziemlich genau für den Küchenbedarf bis Ende Oktober reichen, aber keine großen Mengen mehr einzulagern sein.


    An Schädlingen sind jetzt tatsächlich noch ein paar Kartoffelkäferlarven aufgetaucht. Das waren aber nur rund ein Dutzend an einer einzigen Pflanze, die leicht abzusammeln waren. Bei Kohlweißlingen hatte ich an einem Tag zahlreiche Gelege entdeckt und hatte da schon größte Sorgen für die folgende Woche, aber anscheinend habe ich da wirklich alle vernichtet. Heute habe ich dann erstmals drei Raupen gesehen, aber das scheint beherrschbar. An den Erbsen habe ich ein wenig Mehltau. Aber da die ohnehin durch sind, macht das nicth so viel.


    Beim Obst werfen die Pflaumenbäume derzeit reichlich unreife Früchte ab. Mal schauen, was übrig bleibt. Bei Äpfeln kann ich das bislang nicht beobachten. Meine großen Brombeeren fallen leider komplett der Kirschessigfliege zum Opfer. Bei den Sorten mit kleineren Früchten ist das nicht zu beobachten. Die tragen auch sehr ordentlich. Mal schauen, was ich damit anfange. Mein Vorrat an Marmelade ist eigentlich noch sehr groß. Bei Johannis- und Stachelbeeren habe ich die letzten Reste, die noch an den Büschen hingen, zu Gelee verarbeitet. Die wären damit auch durch für dieses Jahr.

  • Sogar die Saatzwiebel haben sich so gut gemacht, dass ein Teil sofort verbraucht werden kann und nur die kleineren zu Steckzwiebeln für das nächste Jahr werden.


    Sähzwiebel erreichen bei mir normale Größe. Aussaht Anfang März. Ernte ca. 4 Wochen nach den gesteckten Zwiebel.

    Ich bilde mir ein, gessähte Zwiebel lasen sich besser lagern. Die letzten (vergessenen weil ich seit 1 1/2 Monaten immer schon frisch ernte) habe ich diese Woche verbraucht.


    Probleme: oft lausige Keimrate, aufwendig Unkrautfrei zu halten.


    Nächste Jahr will testweise ein paar Vorziehen, der Versucht mit einer Herbstaussaaht war ein Reinfall.

  • Sowohl Steck- als auch Saatzwiebeln sind bei mir in diesem Jahr am 14. März in die Erde gekommen. Früher wäre auch kaum möglich gewesen, weil da die Erde noch die Konsistenz von Fensterkitt hatte und ich da kein Saatbett hätte vorbereiten können. Die Saatzweibeln bleiben bei mir definitiv kleiner als die gesteckten. Ich würde sagen, dass die größten Saatzwiebeln ungefähr ein Drittel vom Durchschnitt der gestecken ausmachen. Vielleicht schaffen sie es auch noch bis zur Hälfte, weil bei ihnen das Kraut noch grün ist. Aber das ist definitiv ungewöhnlich. Normalerweise bleiben die zwischen erbsen- und walnussgroß. Wir haben halt einen relativ schweren Boden und kühles Klima mit einer Jahresmitteltemperatur von ungefähr 8 Grad.


    Dass bei Saatzwiebeln nicht alle keimen, ist normal, wobei ich in der Hinsicht in diesem Jahr ebenfalls Glück hatte und die Reihen sehr dicht sind. Unkraut ist nur ganz am Anfang ein Problem. Da muss man ein bisschen zupfen und hcken. Wenn das Laub mal so gut fünf Zentimeter hoch ist, mulche ich rundherum und muss nur noch direkt in den Reihen sowie die ganz hartnäckigen Kandidaten zupfen, die durch den Mulch durchwachsen.

  • Sowohl Steck- als auch Saatzwiebeln sind bei mir in diesem Jahr am 14. März in die Erde gekommen.


    Steckzwiebel waren es diese Jahr am 18.04. (Saatzwiebl

    Einen Monat früher hätte ich Angst, das die in Blühte gehen.


    Die Steckzwiebel sind zur hälfte geerntet, der Rest kommt diese Woche Raus.

    Saatzwiebel sind jetzt auch noch kleiner als die Steckzwiebeln, aber solange die noch grün sind, dürfen sie wachsen.


    Ich grabe nicht um und die Beete sind nur 75cm breit. Deshalb muß ich nicht warten, bis der Boden abtrocknet.

    Dort, wo noch nicht genug Kompost drauf ist, habe ich auch Fensterkitt und dann Beton mit Trockenrissen.

    Habe das Grundstück erst Ende 2018 gekauft, dauert halt noch.

  • Da merkt man, dass die klimatischen und Bodenunterschiede groß sein können. Dass Zwiebel in die Blüte gehen, ist mir hier noch nie passiert. Dafür brauche ich Paprika erst gar nicht zu versuchen und die Tomatenernte ist in nornalen Jahren ohne Gewächshaus nach sechs bis acht Wochen zu Ende.


    Auf Umgraben kann ich hier nicht verzichten. Dann würde der Lehmboden noch fester, nasser und schlechter zu bearbeiten. Bis zu einem gewissen Grad kann man hier auch was an der Bodenstruktur machen, aber Kompost reicht dafür nicht. Ich arbeite jedes Jahr Sand und, wenn ich ihn bekomme, auch Kalk ein. Auf den älteren Flächen habe ich so nach fünf, sechs Jahren erste Effekte bemerkt. Aber mein aktuelles Gartenland habe ich erst zwei bis fünf Jahre in Arbeit. Das sind immer noch massive Lössflächen. Hat natürlich auch seine Vorteile: In trockenen Jahren wie aktuell hält der Boden lange das Wasser.

  • Bei uns ist es heuer mal nicht so trocken, wie in den letzten Jahren. Auch Temperatur mäßig bewegt sich das Jahr spürbar niedriger.
    Tomaten, Buschbohnen, rote Rüben Kohlrabi wachsen im Freien. Der Kohlrabi hat den Schädling Befall auch relativ gut überlebt.
    Paprika, Peperoni, Charapita, gedeihen im Glashaus
    Meine Flächen sind 1 bis 2 Jahre in Bewirtschaftung und damals mit hochwertiger Pflanzende angelegt worden.
    Ich denk gerade darüber nach, wie ich die Erde fürs nächste Jahr aufbessern kann.
    Kompost und Pferdemist gibt es, alles andere muss besorgt werden.
    Welche Verbesserung bringt Kalk?
    Gruß

    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Kalk und Sand machen den Boden lockerer. Das macht Biomasse zwar auch, aber die wird relativ schnell wieder abgebaut. Die Mineralien bleiben länger drin. Mit Kalk kann man sauren Boden außerdem alkalischer machen, aber das dürfte bei Gartenland eher selten das Problem sein. Wenn dein Boden sowieso alkalisch ist, solltest du keinen Kalk zugeben. Außerdem stellt der Kalk Calcium bereit, das die Pflanzen als Nährstoff brauchen. Aber das ist selten eine Mangelsubstanz.