"Man muss asozial werden" - Prepper und Corona

  • Man muss fast sagen "Gott sein Dank" hinter der Bezahlschranke von Welt Online. Titel "Man muss asozial werden" - Prepper und Corona:


    „Man muss asozial werden“

    Prepper, das sind die Anhänger einer ursprünglich US-amerikanischen Szene, die davon überzeugt sind, dass die Welt bald auf die eine oder andere Art in Chaos und Verderben versinken wird. In der öffentlichen Wahrnehmung wurden Prepper bislang eher belächelt als ein Haufen harmloser, mitunter auch gefährlicher Spinner, die sich mit Aluhüten gegen kosmische Strahlung oder Hirnkontrolle schützen und in Ausnahmefällen auch mal zum Sturmgewehr greifen. Durch die Verbreitung des Coronavirus und die damit verbundene Angst vor Ansteckung bekommt die Prepper-Szene nun offenbar reichlich Zulauf aus dem Normalo-Lager. Immer mehr Menschen bevorraten sich mit Schutzausrüstung, sie beginnen, Nahrungsmittel für den Ernstfall zu horten.

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    Quelle


    Den Rest kann ich glücklicherweise nicht lesen...!

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Ach Papa Hotel,


    watt soll ich dazu sagen. Ich fordere die Impfpflicht gegen Dummheit...


    Prepper werden im allgemeinen für Idioten gehalten. Ich bin in einigen amerikanischen Foren unterwegs, auch in FB und ehrlich gesagt, was mir da so an post entgegenkommt, ist intellektuell schwierig (so etwa "ist diese machete geeignet gegen zombies" oder die Fragestellung ob eher 80.000 oder 120.000 Schuss Munition angemessen sind.)

    Wenn Du dies als Grundlage für Einschätzungen auf die Prepper-Szene insgesamt nimmst, kann ich solche oberflächlichen Artikel sogar verstehen. Spinner schreiben viel, vernünftige eher weniger.

    Dazu kommt, dass sich reisserische Artikel so klasse verkaufen. An gründlicher Recherche, unaufgeregter Diskussion, Fakten und Toleranz gegenüber Menschen, die eben ein anderes Prinzip leben, besteht eigentlich kein Interesse. Das Dummvolk will gefüttert werden mit vorgekauten Meinungen, einfachen Betrachtungen und kurzfristiger Lösung.

    Ich kann das aus professioneller Sicht sogar ein wenig verstehen:

    Die Welt ist unendlich kompliziert, die Zusammenhänge nicht mehr einfach nachzuvollziehen und der Wunsch nach einfachen, sauberen, schnellen, Lösungen ist immens.


    Den von Dir zitierten Artikel habe ich jetzt nicht gelesen, aber so wie das in Auszügen hier steht...da denke ich: vermutlich ein nicht sonderlich gut informierter Journalist, der nicht einen journalistischen Artikel schreibt, sondern seine Meinung zu diesem Thema herausposaunt. Und die Meinung scheint mir nicht wesentlich differenziert.

    Für mich ein weiteres Beispiel, wie sehr sich Glosse, Kommentar und persönliche Meinung mit journalistisch ausgewogener, gegenrecherchierter und fundierter Information bis zur Unkenntlichkeit vermischen. Eine traurige, aber immer wieder zu beobachtende Entwicklung!



    Ich schieb dir ne Tasse Tee zur Beruhigung rüber...


    Dein DocAlmi

    Ordnung ist das halbe Leben. Ich bin eher an der anderen Hälfte interessiert.:nono:

  • Ich nehm den Tee und werd ihn mit Miesegraus Schnaps abrunden. Meine armen Nerven :rolleyes:

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Vieles was heute als "prepping" bezeichnet wird, war früher normale Vorratshaltung und wird heute eigentlich von den Bundesbehörden als "Notvorrat" empfohlen.

    Es ist ausserordentlich schwierig, jeden Menschen der Mineralwasser und Pasta im Schrank stapelt, in den gleichen Topf zu werfen und sinnvoll ist es schon gar nicht.

  • Sogar Previval wird in diesem Beitrag genannt... ;)

    Aber der Beitrag ist echt ganz, ganz fies.


    Zitat

    Endlich scheint die abstrakte Gefahr, auf die sich die Prepper seit Jahren vorbereiten, zu einer greifbaren Bedrohung geworden zu sein.


    Eine solche Unterstellung sagt alles.

  • Möge der Schreiberling mit seiner "Recherche" weiterhin sein täglich Brot an der Tanke und seinen Kaffee bei Starbucks holen können....

    Die grösste Verwundbarkeit ist die Unwissenheit - Sun Tsu

  • Möge der Schreiberling mit seiner "Recherche" weiterhin sein täglich Brot an der Tanke und seinen Kaffee bei Starbucks holen können....

    ...yep und ich wünsche dazu noch einen klitzekleinen persönlichen Krisennotfall wie mit Durchfall auf ner öffentlichen Toilette ohne Klopapierbevoratung :evil:

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • Mal kurz recherchiert...


    Der Unsinn scheint tatsächlich eher vom Autoren abhängig zu sein und leider nicht sein erster Blödsinn in diese Richtung, schade nur dass "Welt" ihm hier eine Plattform gibt, hatten auch von z.B. Chefreporter Per Hinrichs mal einen sachlich besser fundierten Artikel zum Thema!

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    Gruß derSchü

  • Wobei die Welt selbst wieder die Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz teilt und auf die bevorratungsempfehlungen hinweist...


    Ich wünsche ihm als Raucher mal ohne Feuerzeug und Streichhölzer mit einer Zigarette in der Hand irgendwo zu stranden :D

    Schreckliches Gefühl im Übrigen

  • PapaHotel


    Stumpf Lächeln und wissen dass die darwinsche Auslese bis jetzt noch immer funktioniert hat.

    Sie braucht nur manchmal etwas länger. :)

    “Du kannst die Realität verleugnen, aber du kannst nicht die Konsequenzen der Verleugnung der Realität ignorieren” – Ayn Rand

  • Gegen Dummheit gibt es leider keine Impfung, deshalb werden es immer mehr.

    Wenn es nicht soviele von ihnen geben würde, dann hätten wir viel weniger Probleme.


    Scheinbar ist das Verhältnis intelligente zu dumme Redakteure auch schon mehr bei den Dummen.