Tid kocht Gulasch ein

  • Corona hat uns fest im Griff ergo braucht man etwas Ablenkung.


    Die Beva war gestern beim Dorfschlachter und hat 8kg Gulaschfleisch halb und halb a 9€/kg bestellt, welches wir dann heute morgen abholten.


    Das soll alles zu Gulasch verarbeitet und ei ngekocht werden.


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    Zunächst habe ich das Fleisch in Form gebracht, sprich ich habe es auf ca. 2x2cm geschnitten, weil Anette immer größer schneidet.

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    Nach dem das geschehen war habe ich schon einmal einen Schwung Gläser geholt.

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    Danach dann den Brenner zum Anbraten aufgestellt.


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    Dann beginnt die Anbraterer :-)


    Gruß


    Tid

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  • Beim Anbraten ist es wichtig, das man nicht zuviel Fleisch auf einmal in die Pfanne gibt, soll ja schließlich scharf angebraten sein:

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    Wenn das Fleisch dann fertig ist, wird es mit Salz und Pfeffer und etwas paprika abgeschmeckt. Ausserdem wird ne gewürfelte Zwiebel mit angebraten.

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    Dann wird mit Wasser aufgefüllt...

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    ... und dann wird alles in den großen Topf gegeben...


    Fürs Einkochen ist jetzt auch aufgebaut :

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    Gruß


    Tid

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  • Und wie geht’s weiter? Nur befüllen und abkühlen lassen?

    Das wäre ein absolutes No-Go für Fleischgericht.

    TID berichtet uns hier vom Einkochen, nicht vom Heißeinfüllen. Letzeres Verfahren kann man bei Konfitüren einsetzen.

    Beim Einkochen, was das sichere dieser beiden Verfahren ist, werden die Gläser nacher noch in heißen Wasser gekocht.


    Wie er es gemacht hat, wird uns TID sicher noch illustrieren :)


    Über Theorie & Praxis des Einkochens haben wir übrigens hier einen lesenswerten Faden:

    Einkochen, auf die "Alte" Art

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  • So, als erstes habe ich die Gläser aus der Spülmaschine raus geräumt und aufgestellt.

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    Dabei habe ich darauf geachtet, nicht den Rand und das Glasinnere zu berühren, da Sauberkeit eine wichtige Grundlage für eine lange Haltbarkeit ist.


    Wichtige "Werkzeuge" stehen auch schon bereit :

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    Neben den Glasklammern ist für mich die Glaszange das Wichtigste.

    Das Thermometer ist für mich persönlich nicht zwingend notwendig.


    Ach, fast vergessen:

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    Der Einfülltrichter. Ich verwende einfach die obere Hälfte von 2 Liter Petflaschen.

    Der Trichter hilft ungemein, den Glasrand nicht mit Kochgut zu benetzen.


    Jetzt rauscht der Brenner unterm Einkochtopf.

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    Gruß


    Tid

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  • Wenn ich das mal so dazwischenwerfen darf.

    Wer kein Desinfektionsmittel hat, kann sie auch einfach nur auskochen. dabei reicht es sie 5-10 min im kochenden Wasser zu lassen. danach wie bei TID aufhängen, und nur noch an den Laschen anfassen

  • Arwed51

    Genau so siehts aus ;-)

    Da wir hier derzeit nur noch mit Isoprop rummachen bin ich garnicht mehr drauf gekommen....

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    Als das Gulasch zu kochen begann, konnte ich mit der Abfüllerei beginnen

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    Das Gulasch ist relativ dünnflüssig ohne Sossenbinder etc..

    Andicken tut man es kurz vorm Genuß :-)


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    Befüllen mit Trichter, bis ideale Füllhöhe, sieh Foto, erreicht.

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    Dann Gummi drauf..


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    ... Deckel und Klammer drauf u d fertig für den Topf.


    Gruß


    Tid

  • Beim Abfüllen muss man etwas aufpassen, das kein Kochgut auf den Glasrand kommt:

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    Das wäre eine ideale Keimbrücke und muss daher mit einem feuchten Lappen entfernt werden.


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    Dann werden die Gläser gesetzt...

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    ... Sie beginnen dann gleich "abzublasen", so daß man beim ersten Mal denkt, daß sie vollaufen.


    Wenn der Pott dann 100 Grad hat...

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    ... Beginnt die Warterei...ich koche Gulasch ca 90 min ein...


    Gruß


    Tid

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  • Wie vermeidest du, dass sich im Gulasch Botulismus Bakterien bilden?

    Diese kann man, bei eiweißhaltigen Lebensmitteln wie z.B. Fleisch, Bohnen, Linsen, etc., nur vermeiden, indem man das befüllte Glas für mind. 90 Minuten bei <120° "einkocht" (canning).

    Ich habe auch einiges an Gulasch, Chili, Bolognese, usw. in Gläsern eingekocht, aber nur mittels Pressure Canner bei 15 PSI und 121° Celsius. Damit hat man dann die Bakterien UND auch die Sporen, welche Temperaturen bis ca. 115° Celsius aushalten, erwischt.

  • georgum

    Für mich ist der Pressure Canner ein tolles Marketingobjekt. Jeder will es, keiner hier in D braucht das wirklich ;-).

    Ich koche wirklich seit vielen vielen Jahren ein und so ein Geschiss mach ich nicht drum. Wenn sich Botulinum bildet geht der Deckel ab, hatte ich noch nie.

    Ich achte auf Sauberkeit koche eine hinreichende Zeit und gut ist.

    Zu Langzeitstabilität kann ich aber auch nix sagen, da ich das eingekochte Gulasch und auch die Bolognaise üblicherweise in 1-2 Jahren verbrauche. Letztens haben wir Rouladen von 2017 aufgemacht, war sehr sehr lecker.

    Meine Einkochuntensilien habe ich größtenteils vom Sperrmüll ;-)


    Gruß


    Tid

    .

  • So hier die Bilder vom ersten Satz:

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    Die Gläser blubbern beim Abkühlen zunächst wie blöd, wenn sie auf Vakkum ziehen.


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    Ich lass die Gläser erst richtig Abkühlen bevor ich die Klammern löse.

    Dann räum ich sie in den Vorratsraum. Das Gulasch hält dann mindestens 3 Jahre. (War bisher die längste Lagerung eines eingekochten Fleischgerichtes hier bei uns).


    Gruß


    Tid

  • bosselerodr

    Die Gasbrenner, die ich benutze, haben definitiv mehr Power, aber der eigentliche Grund ist, das ich die Hitze wesentlich besser regulieren kann, als dies bei Elektro der Fall wäre.


    GRuß


    TID

  • Wenn ich das mal so dazwischenwerfen darf.

    Wer kein Desinfektionsmittel hat, kann sie auch einfach nur auskochen. dabei reicht es sie 5-10 min im kochenden Wasser zu lassen. danach wie bei TID aufhängen, und nur noch an den Laschen anfassen

    ... gib nen Schuß Essig dazu und Du bist 100% auf der sicheren Seite ... 😉

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!