Notstromaggregat: Probelauf oder unbenutzt einlagern?

  • Da würde ich auf jedenfall einen Probelauf machen. Stell dir vor du hast ein Montagsgerät, und merkst es erst im Notfall.

    Da ist dann die (vielleicht schon verstrichene) Garantie das geringste Problem.

    Der Optimist glaubt in der besten aller Welten zu leben.
    Der Pessimist denkt: Der Optimist hat recht, alle anderen Welten sind noch schlechter.

  • Probelauf! Woher willst Du wissen, ob es nicht defekt ist?

    Hau noch ein halbes Pinnchen MTX Vergaserreiniger mit

    in den Tank und lass ihn durchlaufen.

    Schau in den Wartungsplan, falls vorhanden. Ansonsten

    würde ich alle drei Monate einen Testlauf machen.

  • Bei einem solch neuen Gerät würde ich tatsächlich in 5L Aspen 4T Sonderkraftstoff investieren, dann kannste alle 6 Monate mal nen 30Min Testlauf machen, und dir kippt der Sprit auch nicht, oder es verharzt dir den Vergaser.....


    Da kommste wahrscheinlich über die ersten 5 Jahre "Lagerstatus" mit aus....


    Das Öl...fürs gleiche Geld bekommst du besseres - 5w-40, wobei das "Fass" mache ich nicht auf :winking_face: (oh! Ein Ölthread!)


    Gruß EZS

  • Nun stellt sich die Frage, befülle ich es und mache einen Probelauf oder stelle ich es weg bis ich es wirklich brauche?


    Unbenutzt lagern lassen, trägt eventuell Lagerschäden davon. Das ganze da drinnen ist eventuell nichtmal ölig, bisl feuchtigkeit und das rostet...


    Mal alles mit Betriebsmittel füllen.

    Mal den Umgang und Bedienung üben.

    Mal checken ob er überhaupt anspringt.


    Wartungsplan lesen, siehe Duke!


    Bedienungsanleitung lesen, meist soll man nach den ersten 5-10h Betrieb mal das Öl wechseln, danach dann längere Wechsel Intervalle.



    Bei Langzeit Einlagerung, alles wo du davon ausgehst, ihn "demnächst" nicht zu verwenden, solltest du folgendes machen.

    • Tank leer
    • Vergaser belüftet
    • Motorraum konserviert


    Check mal meinen Thread dazu: https://www.diekrisenvorsorger…einlagern-des-generators/

  • [...]

    Bei Langzeit Einlagerung, alles wo du davon ausgehst, ihn "demnächst" nicht zu verwenden, solltest du folgendes machen.

    • Tank leer

    [...]

    Das gilt aber nur, wenn es ein Kunststofftank ist, oder? Ansonsten wäre eine Lagerung mit vollem Tank (bei regelmäßigen Probeläufen, nicht für 10 Jahreslagerung) vorzuziehen, um Korrosion vorzubeugen. Oder liege ich falsch?

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Bei Öl gibt es halt "genügendes" und "besseres"....

    Bei so unbelasteten Motoren wie dem Generator von dir genügt das von dir beschriebene bestimmt auch.....


    5w-40 ist halt "synthetischer" als das eher mineralische, und hat meiner Meinung nach Vorteile was die Alterung und auch das "Nicht austrocknen lassen" von Dichtungen usw. betrifft.... aber das füllt ganze Foren und ist eher "forensischer" Natur....


    Ich halte mich immer an die Mercedes BEVO 229.5 Öl-Liste, da sind die modernsten Öle drin, die auch rückwärtskompatibel funktionieren für bis zu Ende 70er Jahre Motoren..... ich nutze das Total Quartz 9000 Energy 5w-40 eigentlich für so ziemlich alles was mit Benzin und Diesel läuft....

    Gut und Günstig - Autos mit DPF wo man ein anderes Öl brauchen würde hab ich nicht.....


    Der Unterschied dürfte zu deinem Öl bei 1-1,5€ pro Liter liegen....


    Aber du musst ja eh Ölwechsel machen nach dem Einlaufen, da hast du genug Möglichkeiten zum aufbrauchen....


    Bei Metalltanks (aber auch Kunststoff) hat man immer gesagt Volltanken!


    Zum einen um ein Rosten zu verhindern, durch Kondenswasser im oberen Tankbereich, der nicht gefüllt ist, zum anderen soll möglichst wenig Sauerstoff an den Sprit kommen, damit er nicht kippen kann.... macht meiner Meinung nach immer noch Sinn! Insbesondere bei Kraftstoffen mit "E".


    Aspen macht es für die Mindermengen im Tank des Generators einfacher....


    Das sprengt aber auch jetzt langsam den Thread hier....


    Gruß EZS

  • Das gilt aber nur, wenn es ein Kunststofftank ist, oder? Ansonsten wäre eine Lagerung mit vollem Tank (bei regelmäßigen Probeläufen, nicht für 10 Jahreslagerung) vorzuziehen, um Korrosion vorzubeugen. Oder liege ich falsch?

    im Kunstofftank würd ich nix mehr länger lagern. der bläht sich sicher auf und es diffundieren flüchtige stoffe aus dem tank.


    im blechtank auch eher trocken. sonst setzen sich bestandteile ab um ... auch eher trocken. das ist vielleicht mit Aspen weniger schlimm.


    insbesondere würd ich den vergaser aber trocken legen. damit sich da nix absetzen kann.

  • Wenn man das Aggregat trocken, kühl und dunkel lagert,braucht man nach meiner Erfahrung - zumindest bei 4-Takt-Motoren - keine besonderen Vorkehrungen treffen, wenn man das Aggregat zumindest alle 6 Monate mal eine halbe Stunde laufen lässt und nach dem Warmlauf auch belastet.


    Ich habe 2005 bei unserer Schneefräse den defekten Tecumseh-Motor durch einen 9PS-Honda-Klon aus China ersetzt. Nach erster Befüllung des Blechtanks mit E5 Benzin wurde der Spritschlauch zum Vergaser undicht. Das konnte durch einen Schlauch in besserer Qualität behoben werden. Das war bis jetzt der einzige Defekt an dem Motor. Im Winter darf die Fräse je nach Schneemengen meistens so einige 10 Stunden unter Volllast ackern. Frühjahr wird die betankte Fräse in der Garage neben der Tenne abgestellt und steht dort unter eine Plane abgedeckt bis zum nächsten Winter. Zu Beginn des Winters prüfe ich den Ölstand und mache einen Probelauf. Anspringen tut so ein OHV-Motor normalerweise nach 2-3x ziehen. Mehr Wartung braucht es eigentlich nicht.


    Bei Stromaggregaten ist es ähnlich. Nur verwende ich bei allen Motorgeräten, die noch seltener als die Schneefräse zum Einsatz kommen, Aspen-Benzin. Das bleibt aber im Tank.


    Man kann natürlich den Empfehlungen der Motorhersteller wie z.B Honda folgen und für das längere Stillsetzen eines Aggregates den Tank leerpumpen, den Vergaser leerlaufen lassen und die Zündkerze rausdrehen und etwas (1 Teelöffel) Motoröl durch das Kerzenloch einfüllen, durch mehrmaliges Ziehen am Starterseil das Öl verteilen, die Kerze wieder rein und dann einmal am Seil ziehen, bis Widerstand spürbar wird (dann steht der Kolben im OT und das Einlassventil öffnet) und so das Aggregat einlagern. Wenn man aber nicht gerade direkt am Meer wohnt oder in den Tropen mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit, braucht man das eigentlich nicht.


    Zur Eingangsfrage: natürlich muss man ein neues Notstromaggregat nach dem Kauf startklar machen (vor allem Öl einfüllen!), warmlaufen lassen und dann unter Last ne halbe Stunde laufen lassen. Ganz vorsichtige wechseln dann gleich das Öl (nannte man früher "Einlauföl") ab, um evtl. Herstellungs-Rückstände, Späne etc. aus dem Kurbelgehäuse zu bekommen. Ansonsten sollte man das Öl nach den ersten 10 Betriebsstunden wechseln und dann meist so nach allen weiteren 100-200h (steht im Handbuch). Ob man jetzt ein 0W30...15W40 nimmt, hängt von der Qualität der verbauten Dichtungen ab und von der Umgebungstemperatur ab, bei der das Aggregat eingesetzt werden soll. In einem heißen Hochsommer würde ich eher ein 15W40 verwenden und kein 0W30, das rinnt einem sonst womöglich durch die Simmeringe an der Kurbelwelle, weil es heiß dünn wie Wasser ist. Umgekehrt wird sich ein Motor, der bei -20°C draußen steht, schwer tun, sofort mit einem 15W40 rund zu laufen oder Leistung zu liefern, weil das Öl eher wie zäher Honig ist.