Wieviele Kilometer schafft ihr wirklich mit eurem Fluchtrucksack?

  • Moin


    Also zum Thema,muss ja mal nachfragen,ich lese hier und auch in anderen
    Foren ständig das ihr/die Anderen einen Fluchtrucksack ihr eigen nennen
    der jenseits der 20kg marke auf die Waage bringt?!Und ich muss jetzt mal
    nachfragen wer von Euch jemals mit 20kg + auf dem Rücken
    "geflüchtet" ist??Oder auch nur eine wanderung mit solchem Gewicht auf dem
    Rücken vollzogen hat!?Ich denke es ist von den Meisten hier äusserst utopisch
    gedacht das Sie mit 20kg + auf dem Rücken "flüchten" könnten.Wer jemals eine
    normale Wanderung mit mehr als 10kg auf dem Rücken gemacht hat wird wissen
    Das man eine relativ gute Strecke nur schafft wenn man überdurchschnittlich fit ist.
    Im Grunde geht es ja darum eine gewisse Anzahl Kilometer in einer bestimmten Zeit zu
    Schaffen oder nicht??


    Also um mal meine Erfahrung wiederzugeben.


    Ich und Zwei meiner kumpels laufen 17,2 Kilometer in
    3,42 Minuten Ich hatte dabei ein Gewicht von circa 12kg auf dem Rücken
    inkl. 3l Wasser,Essen und sonstige Ausrüstung auf dem Rücken!!
    Ich habe mich totgeschwitzt,circa 28grad Temperatur....
    3l Wasser waren ausreichend aber nicht genug in anbetracht der Anstrengung die ich aufgebracht habe!!Also sind Wir doch mal ehrlich es bedarf schon einiges an Körperlicher
    Fitness um eine gewisse Strecke zu "flüchten" also ganz ernsthaft wie weit kommt jemand
    mit 20kg+ auf dem rücken evtl. Noch familien mitglieder wie Frau umd Kinder
    mitgerechnet!?


    Für alle die einen Ansatz brauchen was ein Fluchtrucksack beinhalten
    Sollte hier die Austellung von Meinem Fluchtrucksack.
    Es bezieht sich bei dieser Aufstellung auf einen reinen
    "Fluchtrucksack"


    5.11 12rush backpack:


    Sleeka snugpack Jacke(als Schlafsackersatz)
    0,7l camelbak flasche
    Catstove (Tomatenmarkdose)
    2x 60ml Spiritus
    Shemag
    Us Poncho
    Wasserfilter katadyn Hiker
    Erste hilfe packet gepimpt mit 2x Tampons,25x micropur Tabletten,
    Spiegel,Staubschutzmasken
    Titan Göffel
    Mini Victorinox
    Wasserfester Schreibblock
    6m Paracord
    Rolle Klebeband
    2x 1l Ziplockbeutel
    3x 3l Ziplockbeutel
    2x 120l Müllbeutel
    2x 60l Müllbeutel
    Bw Mückennetz
    Sas Survival Buch
    Nomex Handschuhe
    Bonniehat
    2x Notdecke
    1x 25x bcb lifeboat matches
    Monokular
    4x 123 aa Batterien
    Innova 24/7
    Nagelknipser
    1x Bp 5
    Camelbak Trinkblase 3l
    1x Alu Becher
    Sonnenbrille
    Survival Kit nach Sere Kurs
    Hygene Kit mit kernseife,Natron,Instant Handtüchern,gekürtzte
    Zahnbürsten
    Mini Thermoskanne mit 10x Brühwürfeln und 3x Teebeuteln gefüllt
    Messerschärfer(Abziehstein)
    2x Knicklicht rot
    1x Socken
    1x T-shirt
    1x Feldjacke Multicam
    Recta mini Kompass
    Kartenmaterial



    Im Fall der Fälle immer am man:


    Microtech Medallion
    Pohlforce Bravo one/emmerson/Microtech Amphibian
    Surefire E2D
    Feuerstarter Kit
    Casio Wave Ceptor Uhr
    Go Tube
    Survival Bracelet inkl. Gurtschneider und Minikompass
    Ehering


    Soviel zu meiner "Fluchtausrüstung"


    Alles aufgelistetes ist erprobt und bei diversen Märschen
    ausgiebig getestet!!


    Also wie weit kommt Ihr????

  • Hab so Zwei Drei Sachen vergessen ...Info auf anfrage
    Und nebenbei ich meinte natürlich 3,42std. Gewandert !!!


    Also


    Grüsse Tacroc

  • Naja einmal im Jahr den Leistungsmarsch (12 km in unter 2 Stunden bei 15kg Gepäck). Ansonsten laufe ich eigentlich selten auf Zeit, aber gerne lange und auch im Schwarzwald (da kommen schon einige Höhenmeter zusammen). Mit einer Notsituation ist das aber nicht zu vergleichen. Ich habs noch nie darauf angelegt, aber ich denke zu Fuß nach Stuttgart in 2-3 Tagen sollte möglich sein. (ca 80km).

  • Okay, hier meine Erfahrung.


    Drei exemplarische Touren der Vergangenheit:
    Arctic Circle Trail: Startgewicht 31kg Gepäck, 1. Tag 6km, 2. Tag 12 km, 3. Tag 15km, ab dem 4. Tag rund 20-25km am Tag
    Padjelanta: Rund 160km, Startgewicht 28kg Gepäck. 1. Tag 8km, 2. Tag 14km, 3. Tag 16km, danach um die 20km am Tag
    Sauländer Waldroute: Startgewicht 22kg Gepäck. 1. Tag 22km, 2. Tag 25km, 3. Tag 22km, ....


    Überdurchschnittlich Fit würde ich mich nicht beschreiben. 123kg verteilt auf 175cm nennt man Übergewicht. Aber ich weiß das es geht und beiße mich da durch. Das Problem ist, dass viele es nur ein Wochenende ausprobieren. Bei mir ist es so, dass die ersten drei Tage die Tage der Hölle sind. Am 4. Tag wache ich auf, es geht los und ich merke einen deutlichen Leistungsschub, es tut alles weniger weh, ich schwitze weniger. Allerdings wurde auf den Touren der Rucksack auch jeden Tag fast 1kg an Essen leichter. Wenn ich das immer nur 3 Tage lang ausprobieren würde, komme ich nie über den Punkt hinaus zu merken was mein Körper alles kann und speichere nur den Schmerz und das Unvermögen des Fleisches ab.


    Wirklich fitte Leute lachen üer meine Distanzen. Ein guter Freund von mir, wir gehen bewusst nicht miteinander wandern, macht mit 25kg 25-30km am Tag und etwas weniger wenns arg Berg auf un Berg Ab geht.


    Du hast nach Flucht gefragt. Mein Fluchtgepäck ist unter 20kg, ich versuche es immer weiter runter zu drücken. Zum einen komme ich mit jedem Gramm weniger weiter oder bin bei gleicher Distanz weniger Erschöpft und nehme mehr von meiner Umgebung war, was heute schön und bereichernd ist und vermutlich eines Tages lebens rettend sein wird.


    So weit meine Erfahrung.


    grüße,


    Frank

  • Sauber 12 km in unter 2std. Ist ein guter Schnitt mit 15kg
    Gepäck!!wobei ich anmerken muss 3,42 std. 17,2 km sind recht gemütlich "gewandert"

  • @FrankD


    Ja ich denke das Fluchtgepäck sollte sich deutlich unter 20kg bewegen!!!
    Ansonsten kann ich deine erfahrungen bei längeren Wanderungen teilen
    Jeden tag verringert sich das Gewicht!!


  • Hallo Tacroc,


    ich kann Dir nur absolut recht geben. Für ein optimales Rucksackgewicht für Märsche und Bergwanderungen habe ich 15% des Körpergewichts gelernt (deckt sich auch ganz gut mit meinen persönlichen Erfahrungen), maximal 20%.

    Mit 3:42h auf 17,2 km seid ihr da schon recht flott unterwegs gewesen. Üblicherweise rechnet man mit Gepäck in durchschnittlich schwerem Gelände eine Stunde auf 4km oder 400 Höhenmeter, was immer zu erst kommt. natürlich geht das auf einer einzelnen Etappe auch schneller, aber wer das Tempo über Tage und evtl. auf einer Langstreckenwanderung über 1-2 Wochen aufrecht erhalten will, ist gut beraten, "Sprintetappen" zu meiden. Die rächen sich spätestens am nächsten Tag.


    P.S. Wo bleiben in Deiner Aufstellung die Klamotten? Bei 28 °C wäre bei mir T-Shirt, die Zip-Off-Hose mit abgezippten Beinen und Trekkingsandalen angesagt. Sonst würde ich mich nämlich totschwitzen. Der Rest der Klamotten (zusammengestellt nach dem Zwiebelschalenmodell), müsste in den Rücksack.


    Was bei mir noch ins Fluchtgepäck gehört: Funkgerät mit integriertem GPS und ein Kurzwellenempfänger.


    Ob man in einem der wasserreichsten Länder dieser Welt 3l Wasser mitschleppen muss, stelle ich in Frage. Ich bin bisher immer mit einer Literflasche ganz gut ausgekommen. Bis die leer war, hat sich ein Bach gefunden. Sehr hilfreich ist da auch schon mal ein Blick auf die Flora und Fauna. Aus einem Forellengewässer würde ich meine Trinkflasche bedenkenlos füllen. Bei vielen Wasserpflanzen und Weissfischen würde ich das Micropur in Erwägung ziehen. Bei ABC-Szenarien, wenn natürliche Wasserquellen ausfallen, hätten die drei Liter natürlich ihre Berechtigung.



    Viele Grüsse


    Matthias

    They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.
    Benjamin Franklin (1775)

  • Moin Waldschrat


    Naja also ich war mit ner Baumwoll cargo hose unterwegs und 2 T-shirts,und bates
    M9 desert Boots!!
    Zu dem Wasser mitschleppen,ich Trinke sehr viel also beim
    "flüchten" bin ich von meinem normalem Wasser verbrauch ausgegangen!
    Im Zweifelsfall wie du angemerkt hast...Micropur... Und
    Natürlich Wasserfilter!!Allerdings bezieht sich mein test auf eine normale Wanderung bei der ich
    Just for fun meine Fluchtausrüstung dabei hatte.Im normal fall nehme ich deutlich weniger mit wenn
    Wir "nur" wandern gehe.


    Grüsse


    Tacroc

  • Hi Tacroc!


    Also als ich noch beim Bund war, hieß es 20 km in 3 Stunden (als Mindestsatz, es gab aber auch 25 und 30 km, an die Zeiten erinner ich mich spontan nicht mehr). Die Strecken waren aber meist auch in 2,5 Stunden zu schaffen (einige "liefen" die Strecke auch ab...oO) - jedoch mit der Einschränkung, dass man selbiges die nächsten Tage eher nicht bringen konnte ;) Achja, das Rucksackgewicht war 10 kg.


    Eine längere Flucht wäre dann der Ansatz "Campingtour". Mit ca. 21 kg auf dem Rücken durfte ich ähnliche Erfahrungen wie FrankD sammeln, die ersten 3 Tage Qual und kleinere Strecken, danach gings ziemlich gut. "Langfristig" sind 20-25 km pro Tag drin - eine Fluchtroute sollte man aber wohl mit niedrigerer km-Zahl/Tag planen. Ich würde dennoch unbedingt geringeres Gewicht empfehlen. Und keinen Billigrucksack...


    Der Einwand von Matthias ist völlig berechtigt, die Investition in einen Wasserfilter spart viel zusätzliches Gewicht - kommt aber, so im voraus geplant, auf die Fluchtroute und die jeweilige Verfügbarkeit von Wasser an.


    Grüße

  • Bei mir waren es etwa 50km pro Tag mit 6kg Gepäck...
    (Keine Ahnung ob das gut oder schlecht ist, bin es mir nicht so gewohnt zu laufen...)

  • Meine vermutlich sportlichste Leistung in der Hinsicht war, den Inka Trail (in bis zu 4.000m Höhe) mit zwei voll gepackten Trekking-Rucksäcken in drei Tagensetappen zu gehen, weil meine Begleiter höhenkrank wurden. Die Streckenlänge weiß ich nicht mehr.


    In den Bergen sind bei mir meistens die Knie vom Bergab gehen der limitierende Faktor.


    Das Zielgewicht für meinen Fluchtrucksack sind 10kg, wobei ich die derzeit nicht ganz einhalten kann. Ich habe aber eigentlich nicht vor, damit viele km pro Tag zu Fuß zurück zu legen, sondern mich der Transportmittel zu bedienen die jeweils verfügbar sind. Mir ist da eher wichtig, dass ich damit laufen und klettern kann. Das kann ich mit einem 25kg Rucksack nicht mehr.

  • Hi!


    Ganz realistisch:
    Max. 10kg Fluchtrucksack und damit genau bis zu einem meiner Fahrzeuge,
    in denen sich zusätzliche Ausrüstung befindet.
    Also entweder in eines der Autos, oder mit einem der Motorräder weiter...je nach Bedarf und Lage.
    Unwahrscheinlich, daß keines der Fahrzeuge mehr zu nutzen ist, oder ich nicht verwenden kann.
    Sollte dieser Fall doch eintreten bin ich genau in knapp 20 Minuten im Wald...
    ...um von dort zu einer nahegelegenen anderen Stadt zu gelangen, in der nochmal 2 Fahrzeuge warten und Material.


    Meine Idee ist nicht tagelang herumzuwandern....sondern rasch (mit Fahrzeug) km zu machen.
    Sollte das doch nicht aufgehen, dann kann ich mit dem Fluchtrucksack ganz gut über die Runden kommen.
    Wobei schon ziemliche Katastrophen anrauschen müssen, um mich von meinen heimatlichen Gefilden zu vertreiben...


    Ciao,
    Occam

    [CENTER]"Alle, außer mir, haben sich verirrt!"... Indiana Jones[/CENTER]

  • Im Bundesheer sind wir mit der 40 kg "Wolke", heisst heute glaub ich KAZ3, gerade mal 5 km weit gekommen! Das wird heute warscheinlich aus Gründen des Jugenschutzes gar nicht mehr gemacht.

    Mit dem kleinen Rucksack und 15 kg Ausrüstung waren es dann 40 km.


    Liebe Grüsse
    Vansana

    Het Bun Dai Bun

  • Beim neuen Kampfanzug (KAZ03) gibt es zusätzlich zum Dienstanzug (also Jacke und Hose) 5 Ausbaustufen. Die ersten 4 sind dazu gedacht, damit auch km zu machen, die 5. wird nur noch von der Unterkunft zum LKW getragen.


    Der KAZ03/4 besteht aus Kampfweste und Waffe (zusammen ca 10kg) und dem Rucksack der nochmal um die 10kg wiegen dürfte.
    Beim 5er kommt dann noch lediglich alles was beim 4er noch im Spind ist, in den Trosssack, der dann eben auf den LKW kommt.


    Das mühsamste, was ich bisher in der Adjustierung gemacht habe, waren ca 5km gesicherter Fußmarsch in rund 1h. Als Panzergrenadier ist die Marschiererei mit viel Gepäck nicht so mein Ding :gunsmilie::devil:

  • Leistungsmarsch mit Rucksack, Koppeltragegestell, G36 mit 60 Schuss 5,56 Plastik-Platzpatronen 30km

    Ich hätte ehrlich gesagt lieber einen Stock gehabt, als die Plempe. Vor allem weil wir die nicht am Rucksack festmachen durften, oder auf den Rücken schnallen, nein... es musste ja die Pirschhaltung sein -.-
    Wenigstens war ich nicht die arme Sau, die auch noch die SigPi mit Muni rumschleppen musste :D

    Uns sind dabei einige Leute halber verreckt... am Ende einer nicht übermäßig langweiligen Grundausbildung mit regelmäßiger Bewegung. Wenn ich da vor meinem geistigen Auge so meinen Bekanntenkreis vorbeidefilieren lasse würd ich sagen, so lange keine akut spürbare Bedrohungslage besteht, also man nicht verfolgt wird, der Wald nicht brennt, etc. würd die überwiegende Mehrheit nach einem lockeren Marsch von 10km in sagen wir mal 1,5Std völlig entkräftet am Straßenrand zusammenbrechen. Mit einem Rucksack von vll. 5kg.
    Mit einem 10-15kg schweren Rucksack... können sie auch gleich da bleiben wo sie sind, dann sterben sie wenigstens nicht völlig entkräftet.

    So long,
    Sam

    There is only one god and his name is Death. (Syrio Forell)

  • Zitat von Tacroc;75610

    Also wie weit kommt Ihr????



    Ich verstehe die Frage eigentlich nicht, bedeutet "Flucht" maximal Kilometer zu schaffen ?


    Habe ich viel Gepäck und Zuladung nehme ich das Rad, meine Sachen packe ich modular für
    a) Rucksack
    b) Rad
    c) Auto


    Falls ich nicht weiß, wohin mein Ziel führt bzw. wie lange meine Strecke dauert, werde ich garantiert nicht auf´s Geratewohl alles in einen Rucksack packen und losmaschieren. Flucht wohin ?


    Deute ich die Frage richtig, so lassen es die bisherigen Antworten vermuten, lautet die Frage*: Wie fit seid ihr, um wieviel Kilogramm über welche Strecke in welcher Zeit zu tragen ?


    Alles verschiedene Parameter, der eine läuft querfeldein in ein Waldlager, der andere versteckt an Hauptstrassen entlang um bestimmte Personen/Häuser zu erreichen, wieder ein anderer sucht die Abgeschiedenheit, weil er bewusst größere Menschenansammlungen resp. "Zivilisation" ausweichen möchte.


    *Dann wäre meine Antwort: 25 kg trage ich am Tag 25-30 km über unwegsames Gelände, die Schnelligkeit hängt vom Druck ab, ist der Druck entsprechend hoch (=Lebensgefahr) wird Balast abgeworfen. Geht es nur darum, schnell den aktuellen Standort zu verlassen, geht das motorisiert einfacher + sicherer. Soll es heimlich passieren + schnell, dann nehme ich das Rad, habe ich Zeit und die Wege sind einigermaßen gut, wird der Radanhänger gefüllt.


    Die Tragfähigkeit von Gewicht hängt meiner Erfahrung nach direkt vom dem Tragesystem des Rucksacks, viel Gewicht in einem grossen Sack auf dem Rücken kostet Kraft, Schweiß, müde Muskeln und neben dem Verletzungsrisiko vor allem Zeit. Einmal 150 Euro für ein vernünftiges Tragesystem auszugeben, dürfte DIE Anschaffung schlechthin sein, will man sich auf eine Flucht zu Fuß vorbereiten.


    Mir war vor der Qualität des Rucksackmaterials noch wichtiger ein fester gepolsteter Hüftgurt, der überträgt alles Gewicht auf den besten Schwerpunkt, die Hüfte. Damit können sogar schwächliche Personen - man muss für seine möglichen Begleiter, i.d.R. nicht physisch + psychisch vorbereitet - mitdenken. So kam meine Frau zu einem sinnvollen Geschenk: einen besseren Rucksack als ich einen besitze. :rolleys: Alleine zu flüchten ist eine Sache, doch was nützt mir die eigene Schnelligkeit, wenn die Bremse neben mir läuft ? Dann heißt es umpacken, um den Begleiter zu entlasten, die Ansprüche an so einen geräumigen wie flexiblen Fluchrucksack werden immer höher ...


    Deshalb plädiere ich für modulare Packeinheiten, die beschriftet sind und unterschiedliche Gewichte und Maße haben, einige wenige, das spart Zeit im Ernstfall und entlastet bei Entscheidungen, was man "abwirft" unter Druck.

  • Hallo zusammen

    In der Tat entwickelt sich dieser Beitrag in eine komische Richtung.

    Da ist von Gewaltsmärschen die Rede ......, von armen Kumpels die fast zerbrachen an der Last die sie tragen mussten.

    Dazu kann ich nur eines sagen, ich war auch schon froh wenn mir Kumpels einen Teil meiner Last abgenommen haben! ABER ich habe auch schon auf solchen Märschen meinen Kumpels Last abgenommen da ich sah, dass sie nicht mehr die Kraft hatten.

    Aber das ist ein anderes Thema und geht in den Bereich "Gruppenzusammenhalt" wo auch immer das ist.

    Grundsätzlich denke ich ist es wichtig, dass Mann oder Frau eine gewisse Ausrüstung tragen kann die man einfach so braucht.

    Eine gewisse Grundfitness ist da wichtig ........., wie weit das ist abhängig vom Standort und der Situation.

    Viele Grüsse, Ernst

  • Zitat von Sam de Illian;75649

    Leistungsmarsch mit Rucksack, Koppeltragegestell, G36 mit 60 Schuss 5,56 Plastik-Platzpatronen 30km
    ...

    Uns sind dabei einige Leute halber verreckt... am Ende einer nicht übermäßig langweiligen Grundausbildung mit regelmäßiger Bewegung. Wenn ich da vor meinem geistigen Auge so meinen Bekanntenkreis vorbeidefilieren lasse würd ich sagen, so lange keine akut spürbare Bedrohungslage besteht, also man nicht verfolgt wird, der Wald nicht brennt, etc. würd die überwiegende Mehrheit nach einem lockeren Marsch von 10km in sagen wir mal 1,5Std völlig entkräftet am Straßenrand zusammenbrechen. Mit einem Rucksack von vll. 5kg.
    Mit einem 10-15kg schweren Rucksack... können sie auch gleich da bleiben wo sie sind, dann sterben sie wenigstens nicht völlig entkräftet.


    Vermutlich hast Du (leider!) recht, ich kenne auch einige der von Dir beschriebenen Couch Potatoes, obwohl ich 30 km mit Gepäck im mittelschwerem Gelände als normale und relativ entspannte Tagesetappe für eine normal trainierten Menschen ansehe, die in acht bis zehn Stunden auch mit reichlich Pausen und Naturbeobachtung zurückzulegen sind. Ich beziehe mich hier auf den von Dir genannten 10-15kg schweren Rucksack. (Abhängig vom Körpergewicht. 15% sind okay, 20% irgendwo noch länger zu schleppen.)


    Solange man"Leistungsmarsch" nicht als Leistungssport betreibt - Wer kommt als erster an? - ist das eigentlich ziemlich stressfrei.


    Ein G36 wiegt etwa 3,6 kg, Die zivile Variante der 5,56 x 45mm NATO, die .223 Remington, wiegt ca. 11g pro Patrone (Messinghülse mit ummantelten Bleigeschoss, nicht Platzpatrone aus Plastik. Wir reden da also über maximal 4,4 kg Zusatzgewicht durch die Waffe.


    Viele Grüsse


    Matthias

    They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.
    Benjamin Franklin (1775)