Inselanlage / Inselsystem Sammelthread

  • Nabend!


    Tolle Diskussion, danke!


    Ohne jetzt den Faden abwürgen zu wollen verfehlt sie doch Themenstarter...


    Vielleicht macht es sinn die entsprechenden Beiträge in einen neuen Thread zu verschieben und hier dann doch eher mit "technischem" weiter zu machen...


    Gruß Bastian

  • Hi,


    um den Thread wiederzubeleben und in die richtige Richtung zu schubsen:
    Bei Raymann gibt es 12V-Inselanlagen (Komplettpakete) zw. 990 € und 2.990 € (je nach Ausstattungsvariante). Die sind zwar auf eine Jagdhütte ausgelegt, aber die Nutzung in Krisenzeiten wird da sehr ähnlich sein...

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Ich habe jetzt auch endlich in ein Inselsystem investiert.
    Vorerst hab ich bei einem Air X Windgenerator zugeschlagen.


    Später soll das System noch mit einer Solaranlage ergänzt werden.


    In der Bucht habe ich noch Led Tagfahrlichter gekauft.
    Die Dinger kosten vergleichsweise wenig, sind Wassergeschützt und sollten auch Steinschläge gut vertragen.
    Ausserdem kann man sie direkt an die Batterie anhängen und hat dadurch keinen Verlust durch Wechselrichter.


    Das ganze Zeug (Windgenerator, Solar, Wechselrichter, Laderegler, Batterie, sowie Ledläuchten div. Ladekabel und Ladegerät) sollen
    später in einer Alubox platzfinden und so als mobile Stromversorgung dienen.


    Was ich noch suche ist ein brauchbarer Sinuswechselrichter mit ca. 700Watt.
    Die Dinger sind richtig teuer :weinen:
    Wäre euch für Tipps dankbar

  • Hallo Evo,


    guckst Du mal hier Reinsinus 600 W :


    http://www.allrad-lkw-gemeinsc…iewtopic.php?f=16&t=38026



    Dort hatten wir auch mal einen Reinsinus 1,5 KW Typ vor kurzem als Sammelbestellung


    http://www.allrad-lkw-gemeinsc…iewtopic.php?f=16&t=37474


    Vielleicht kannst Du Dich noch dranhängen ?



    Ich denke Deine Tagfahrlichter sind für den HAsbetrieb nicht ganz so spannend.


    Im Bauhaus gibts von Osram 12 V LED Einbaulampen :


    Guckst Du mal hier:



    https://www.previval.org/forum…rladung?p=87368#post87368 Guck mal im Beitrag 10....



    Good Luck + Gruss,


    Udo (DL 8 WP)

  • Ich kann ohne Anmeldung leider nicht auf die Seite zugreifen.
    Um welchen Typ geht es und was würde er kosten ?

  • Wie schon jemand geschrieben hat,


    braucht man im Privathaushalt gar nicht soviel Strom, wenn man es richtig anstellt.


    Unser 12-Volt-Staubsauger verbraucht etwa 130 Watt und saugt fast so gut wie ein 1500-Watt-"Heizlüfter", der mit 230 Volt betrieben wird. ---


    Man kann übrigens JEDEN Rechner auf 12 Volt umrüsten mit einem speziellen Netzgerät. Sinnvoll ist natürlich ein Stromsparmodell. ---


    Wenn ich nochmal mit unserer 12-Volt-Anlage anfangen würde, würde ich gleich von vorneherein mindestens acht 200-Ah-Solarakkus kaufen und die alle parallel schalten. Dann halten sie nämlich am allerlängsten, weil sie immer nur minimal entladen werden. Die Akku-Kapazität ist meines Erachtens das Wichtigste bei einer Inselanlage.

  • Jetzt ist es offiziell!
    Dank unserer 12-Volt-Inselanlage haben wir im Mai nur noch knapp 25 kWh Strom aus dem öffentlichen Netz verbraucht.
    Da wir vor ein paar Tagen noch einen heimlichen Stromfresser entdeckt haben und da ich einen weiteren Trick gefunden habe, wie man unsere Geschirrspülmaschine davon abbringen kann, dass Wasser mit teurem Strom zu erhitzen, werden wir in den nächsten Monaten sicherlich unter 20 kWh Netzstrom kommen.

  • Zitat von Selbermacher;101794

    würde ich gleich von vorneherein mindestens acht 200-Ah-Solarakkus kaufen


    Kannst du eine bestimmte Sorte empfehlen? Die sind ja nicht grad ein Schnäppchen.


    Was ist, wenn man die Möglichkeit hat an 10-15 Autobatterien ranzukommen und die parallel schaltet? Möglicherweise preiswerter?

  • Zitat von Selbermacher;102639


    Da wir vor ein paar Tagen noch einen heimlichen Stromfresser entdeckt haben und da ich einen weiteren Trick gefunden habe, wie man unsere Geschirrspülmaschine davon abbringen kann, dass Wasser mit teurem Strom zu erhitzen, werden wir in den nächsten Monaten sicherlich unter 20 kWh Netzstrom kommen.


    Hallo selbermacher,


    wie geht das mit der Spülmaschine?


    Grüße, Hans

  • Hallo,


    Zitat von Apo;102640

    Was ist, wenn man die Möglichkeit hat an 10-15 Autobatterien ranzukommen und die parallel schaltet? Möglicherweise preiswerter?


    das bringt ausser Frust nichts - es sei denn, man bekommt die Batterien gratis.


    Bleiakkus sind je nach Anwendungsbereich sehr unterschiedlich konstruiert:


    - Autobatterie: muss billig sein, soll max. 5 Jahre Autobetrieb aushalten. Bei einem einigermassen regelmässig benutzten Auto ist die Batterie die meiste Zeit fast 100% voll, zum Anlassen des Motors braucht man (vom Kaltstart im Winter mal abgesehen) etwa 5...10% der vorhandenen Batteriekapazität. Fährt man danach einige Kilometer, ist die Batterie wieder voll. D.h. die Ladung einer Autobatterie pendelt normalerweise zwischen 100 und 90%, wobei die meiste Zeit 100% Ladung vorhanden sind. Auf diese Nutzung sind Autobatterien ausgelegt. Sie mögen nicht: schleichende Entladung (modernes Auto 4 Wochen unbewegt geparkt = Batterie leer) und sie mögen nicht "Tiefentladung", d.h. die Entnahme von weit mehr als 50% der Kapazität, z.B. durch endloses Orgeln im Winter.


    - Notstrombatterien (USVs, Notbeleuchtungen, Alarmanlagen etc.): sollen relativ lange an einem Ladegerät konstant auf 100% Ladung gehalten werden, ohne dass sie genutzt werden. Erst bei einem Stromausfall werden sie gebraucht und müssen dann für Minuten oder Stunden Strom liefern können. Diese Batterien sind für diese Betriebsart "Erhaltungsladung" optimiert und auch nicht besonders zyklenfest oder hochstromfähig. Dafür nehmen sie die jahrelange Erhaltungsladung nicht übel (Autobatterien würden "sulfatieren")


    - Traktionsbatterien (Rollstühle, Gabelstapler, E-Bikes etc.): sind auf häufiges kräftiges Entladen und schnelles Laden optimiert und sind "dauer-hochstromfest". Sie mögen nicht: Tiefentladung.


    - Solarbatterien (PV Inselsysteme): sind auf tiefe Entladung hin optimiert, d.h. besonders zyklenfest. Dazu wird dem Elektrolyt Phosphorsäure beigemischt, die die chemischen Zersetzungsprozesse, die bei Tiefentladung ablaufen, bremst bzw. reversibel macht. Nachteil: die Phosphorsäure begrenzt die Gesamtlebensdauer, weil sie insgesamt korrosiv auf die Elektroden wirkt.


    Wer sich mit der Materie näher befassen will: vom Batteriehersteller Exide/Sonnenschein gibt es diverse Publikationen, die sehr informativ sind, so z.B. das "Handbuch für stationäre
    verschlossene Gel- Bleibatterien
    "


    Da erfährt man dann z.B. was über die Zyklenzahl (Zahl der Entladezyklen mit 60% Entladung und anschliessender Wiederaufladung) verschiedener Bauarten (in diesem Fall von Gel-Akkus):
    "A500: 600 Zyklen
    A400: 600 Zyklen
    A700: 700 Zyklen
    A600 Block: 1000 Zyklen
    A600: 1200 Zyklen
    SOLAR: 800 Zyklen
    SOLAR BLOCK: 1200 Zyklen
    A600 SOLAR: 1600 Zyklen
    Entladebedingungen gemäß DIN EN 60896-2 [9]: 20° C, Entladung über 3 h mit einem Strom
    I = 2,0 • I10 . Dies entspricht einer Entladetiefe von 60% C10."
    (Quelle: o.g. Handbuch)


    Oder auch über die Lebenserwartung:


    "Übliche Brauchbarkeitsdauern, bezogen auf die Nennkapazität, 20° C
    und bei gelegentlichen Entladungen:
    A500: > 6 Jahre
    A400: > 10 Jahre
    A700: 12 Jahre
    A600 Block: 13 bis 15 Jahre
    A600: 15 bis 18 Jahre
    SOLAR: 5 bis 6 Jahre
    SOLAR BLOCK: 7 bis 8 Jahre
    A600 SOLAR: 12 bis 15 Jahre
    " (Quelle: s.o.)


    So etwas sollte man bei einer ernsthaften Planung einer Insel-Stromversorgung berücksichtigen. Akku ist nicht gleich Akku. Eine Autobatterie kostet vielleicht nur ein Viertel einer gleichgrossen Solar-Batterie, sie hält aber sehr wahrscheinlich nur ein Zehntel der Lebenserwartung einer Solarbatterie und ist daher unterm Strich viel teurer...


    Letzten Endes ist auch die tatsächliche Nutzung der Batterien im Inselsystem entscheidend:


    Bei schönem Sommerwetter werden die Akkus nur wenig belastet, auch bei hohem Stromverbrauch, denn eine (richtig dimensionierte) Solaranlage schiebt laufend genügend Strom nach, die Akkus werden in so einem Fall eigentlich gar nicht entladen.


    Muss man dagegen dunkle sonnenlose Tage überbrücken und den normalen Strombedarf aus den Akkus sicherstellen, dann gehts den Batterien ans Eingemachte. Will man z.B. 4 Tage ohne Sonnenstrom mit täglich 5kWh allein aus den Batterien überbrücken, zieht man (vereinfacht) 20kWh aus den Akkus. Ein 12V/230A-Akku hat theoretisch 2,7kWh - wenn man ihn völlig entlädt. Als kritische Entladung gilt aber bereits eine Entnahme von 60% der Kapazität, im Beispiel also 0,6 X 2,7kWh = 1,6 kWh. Um die genannten 20kWh über 4 Tage aus den Akkus ziehen zu können und einen (der wenigen hundert möglichen) Entladungszyklen zu "verbrauchen", benötigt man also mindestens zwölf dieser 230Ah-Batterien. Rechnet man das auf eine angenommene Zahl von 600 Zyklen hoch, kann man grob 20kWh x 600 = 12.000kWh auf diese Weise über die Akkus verbrauchen.


    Wenn man für ein Jahr durchschnittlich 1.000 volle Sonnenstunden annimmt, bleiben pro Jahr (365 x24h = 8.760h) etwa 7.760 Stunden ohne Solarstromerzeugung oder rechnerisch 323 "Tage" ohne Sonne im Jahr.
    D.h. die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Akkus in einem Inselsystem sehr oft und stark beansprucht werden. Nimmt man täglich 5kWh Strombedarf an, ergibt das an diesen 323 Tagen insgesamt 1.600kWh Energiebedarf, der aus den Akkus bereitgestellt werden muss. Unsere Akkus mit 600 Zyklen erlauben über ihre Lebensdauer eine Entnahme von 12.000kWh, das ergibt eine Nutzungsdauer der Akkus von 12.000 kWh / 1.600kWh/Jahr = 7,5 Jahren.


    Nimmt man für Autobatterien mal grosszügig 150 Entladezyklen (60% Entladung) pro Akku-Leben an, ergibt sich folgendes Bild: 20kWh/Zyklus x 150 Zyklen = 3.000 kWh -> 3.000kWh/1.600kWh/Jahr = 1,9 Jahre.


    Grüsse


    Tom

  • Hallo Hans1981,
    unsere Spülmaschine zieht dreimal Wasser aus der Leitung.
    Wie ich durch Beobachtung mit einem Energiemessgerät festgestellt habe, wird die erste Portion und die dritte Portion bei etwa 2000 Watt erhitzt, die zweite Portion nicht.
    Erster Durchgang: Maschine normal vorbereiten, wenn Wasser gezogen wird, sofort Tür öffnen, heißes Wasser (60 Grad +) aus unserer Thermosyphon-Anlage mit Metall-Gießkanne reingießen, Tür zu, weiterlaufen lassen
    Dritter Durchgang: muss man leider abwarten, am besten mit Kurzzeitwecker, wieder beim Wassereinlauf Tür öffnen, heißes Wasser reingießen, Tür zu
    -
    Stromverbrauch für einmal Geschirr spülen: 0,25 kWh


    Gruß
    Selbermacher

  • Ich hab mir den Thread jetzt durchgelesen, habe aber irgendwie das Gefühl, daß hier die "Wissenden" unter sich diskutieren.


    Ich würde mir gerne was zulegen, für den Garten, was Monatelang im Schuppen vor sich hin gammeln wird. Ich möchte einen kompletten Inselbetrieb und nichts in Netz einspeisen.
    Mir würde es sehr helfen, wenn mir mal jemand für Dummies erklärt, wie Ihr euch die Leistung der Module etc. berechnet.
    Ich dachte daran mir vielleicht 2-3 Module zu kaufen, die nicht dauerhaft aufgebaut sind.
    Es soll dafür reichen, diverse Akkus zu laden und eventuell mal eine elektrische Handkreissäge oder anderes Werkzeug zur Holzbearbeitung zu betreiben.


    Ein Kühlschrank wäre schön, ist die Frage ob man die Dinger auch schubweise anschalten kann, die halten heutzutage die Kälte ja.


    Bei der "Colony Staffel1" (ich weiß nicht das beste Beispiel) haben die ja 20 Autobatterien zusammen geklemmt, um dann Maschienen zu betreiben.


    http://www.youtube.com/watch?v=d-Rz0nYSkLM
    Ferner wäre natürlich so eine Verfolgeanlage toll. Sowas hab ich schon beim Caravan Ausstatter gesehen für 2900€ was mir aber zu Fett ist.
    Aber vielleicht kennt sich ja hier jemand damit aus.

  • Hallo Anubisfwk,


    Bei einer Inselanlagenauslegung geht man vom Strombedarf aus, den man decken möchte. Davon lassen sich dann Akkugrößen und Modulgrößen ableiten. Das ganze ist kein Hexenwerk, sondern eher eine Schätzaufgabe.


    Welche Verbraucher möchtest du betreiben? Wie oft und wie lange. Damit lässt sich der Energiebedarf pro Tag oder pro Woche abschätzen.
    Am besten du machst eine Liste in der steht:
    -Gerätetyp,
    -Nutzungsdauer pro Tag oder Woche,
    -Leistung des Gerätes in Watt (steht auf dem Typenschild).


    Wenn wir den Energiebedarf haben können wir die Modulgröße bestimmen. Sie sollten diesen Energiebedarf decken und etwas Reserve bieten. für den Ertrag gibt es statistische Erfahrungswerte für die einfache Schätzung bzw. auch Hilfsprogramme. Wichtige Daten für eine Ertragsprognose ist dein Standort (PLZ) die Ausrichtung der Module (Himmelsrichtung und Winkel gegenüber dem Boden) und ob es Zeiten gibt, an denen Schatten auf sie fällt. Mit diesen Werten lässt sich der Ertrag in Wattstunden pro Watt Nennleistung des Moduls bestimmen. Ein 50 W-Modul kann z.b. an einem idealen Sommertag mit guter Ausrichtung nach Süden und schräg zu Sonne bis zu 350 Wh liefern, es ist im Durchschnitt aber deutlich weniger. Es gibt wie gesagt Statistiken und Prognosen abhängig von deinen Vorraussetzungen vor Ort für sowas.


    Beim Akku stellt sich die Frage, wie lange du ohne Sonne auskommen möchtest. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass mal ein paar Regentage mit sehr wenig Ertrag auftreten können. Das muss entweder der Akku abpuffern, oder du musst dich dann im Verbrauch einschränken. Abhängig von der Modulleistung benötigst du einen Laderregler, der das Überladen der Akkus vermeidet.


    Wenn du 230-V Geräte hast benötigst du einen Wechselrichter, der aus dem Gleichstrome 230 V-Wechselstrom macht. Dessen größe ergibt sich aus deinem höchsten Energieverbrauch (Was muss alles gleichzeitig laufen) und dem Gerätetyp. Je nach Typ muss der Wechselrichter unterschiedliche Leistungsreserven bereithalten.


    Wenn du das ganze nur saisonal nutzen möchtest kann auch das berücksichtigt werden. In den Sommermonaten steht die Sonne höher und länger am Himmel, was höherer Erträge bringt. Die Anlage kann dann sehr viel kleiner ausfallen.


    Anlagen, die die Solarmodule der Sonne nachführen nennt man umgangsprachlich in Photovoltaikkreisen Tracker (vom englischen tracking=verfolgen). Die Anlagen zeichnen sich durch hohe Erträge, aber auch durch sehr hohe Preise aus. Es gibt Systeme, die die Module einachsig und zweiachsig nachführen. Oft ist es aber billiger stattdessen eine größere fest installierte Modulfläche zu nutzen.


    An dieser Stelle möchte ich dann doch nch das Photovoltaikforum.com empfehlen. Dort bist du mit all deinen Fragen kompetent aufgehoben und dort gibt es viele fachkundige Helfer zu all den oben angesprochenen Themen.


    Ich hoffe das hilft dir ein klein wenig beim Einstieg in die Thematik.
    Grüße Solarwind


    P.S. mein Laptop läuft jetzt seit mehreren Wochen rein solar. Er benötigt 20 Watt und läuft etwa 5 h pro Tag (= 100 Wattstunden am Tag). Ich habe drei 50-Watt Module, die senkrecht nach Westen ausgerichtet am Balkon hängen und nur ca 4 Stunden am Tag Sonne sehen (wenn es nicht bedeckt ist). Dann liefern die Module ca. 40-70 Watt, obwohl sie 150 Watt Nennleistung haben. Die restliche Zeit liegen sie im Schatten und liefern nur 5-7 Watt. Der Strom wird in einem 12 V, 85 Ah-Bleiakku (=1020 Wattstunden) gespeichert.

  • Die Auflistung der Akku Typen ist klasse. Danke


    Ich habe eine Solaranlage auf dem Dach die 2011 8000kwh ins Netz eingespeist hat.
    Verbraucht habe ich 3000kwh.
    Ich suche nun folgendes
    Szenario Stromausfall


    Eine Anlage die sobald extern kein Strom mehr anliegt die Hauptsicherungen trennt und auf Interne Versorgung umstellt.
    Kann auch Manuell sein, da ich solange kein Problem mit der Versorgung ist, den Strom zu 100% einspeisen möchte.


    Ohne externe Versorgung bedürfen die Wechselrichter ja erst mal Strom (über Akkusystem).
    Gibt es solche Geräte zum selbstaufrüsten oder fertige Sets?
    Was wäre sinnvoll zu bevorraten?
    Elektroinstallation im Haus ist 2003 zu 100% bis auf die Abnahme durch mich durchgeführt worden


    Hat da schon jemand Erfahrung mit gesammelt


    Was müßte ich da ausgeben?


    Vielen Dank schon mal im vorraus

  • Hallo Apo,


    die Frage ist wieder ein mal was soll es kosten ..... natürlich geht das alles vollautomatisch, aber das dürfte als Goldrandlösung zu teuer sein.


    Also (theoretischer) Lösungsansatz wenn das Netzt weg ist:
    - vom Netz trennen
    - Wechselrichter (echter Sinus versteht sich) über Akkus ein Netz vorgeben lassen
    - den Wechselrichter der Solaranlage zuschalten (eigentlich sollte das klappen, aber ich weiß nicht wie sensibel die Elektronik ist)
    - gleichzeitig die Akkus wieder aufladen
    - für ein 3-Phasen-Netz ehr schwierig zu machen, aber 1-Phase einfach


    Die Solarwechselrichter benötigen um aufzuschalten nicht nur die passende Spannung und Phasenlage sondern auch die richtige Frequenz und Impedanz. Das zu simulieren ist leider nicht so einfach. Falls jemand eine kleine schwarze Kiste hat die das (für kleines Geld) macht .... ich nehm auch eine :rolleys:


    Gruß


    Ralf

  • Zitat von Selbermacher;102689


    Erster Durchgang: Maschine normal vorbereiten, wenn Wasser gezogen wird, sofort Tür öffnen, heißes Wasser (60 Grad +) aus unserer Thermosyphon-Anlage mit Metall-Gießkanne reingießen, Tür zu, weiterlaufen lassen
    Dritter Durchgang: muss man leider abwarten, am besten mit Kurzzeitwecker, wieder beim Wassereinlauf Tür öffnen, heißes Wasser reingießen, Tür zu
    -
    Stromverbrauch für einmal Geschirr spülen: 0,25 kWh


    Sorry, aber wenn ich eh daneben stehen muß, habe ich schneller per Hand abgewaschen.
    Stromverbrauch 0 kWh.


    Eine möglichkeit wäre, die Spülmaschiene an die Warmwasserleitung anzuschließen. http://ww.test.de/Geschirrspue…m-sparen-4127686-4127690/


    http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-968.html


    Für Waschmaschienen gibt es Vorschaltgeräte.


    http://www.gruenspar.de/alfa-m…Mi48cmZurACFQrN3wodZTcu6Q

  • Zitat von Mittelerde;103032

    Also (theoretischer) Lösungsansatz wenn das Netzt weg ist:
    - vom Netz trennen
    - Wechselrichter (echter Sinus versteht sich) über Akkus ein Netz vorgeben lassen
    - den Wechselrichter der Solaranlage zuschalten (eigentlich sollte das klappen, aber ich weiß nicht wie sensibel die Elektronik ist)

    Es geht (zumindest in der selbstgebastelten Variante) nicht, denn der Einspeisewechselrichter braucht ein Netz, in das er mit seiner vollen Leistung einspeisen kann. Wo sollen die 8 kW denn bei Stromausfall hin? Da geht ganz schnell alles in Rauch auf.


    Es gibt Systeme, die so arbeiten, z. B. Sunny Backup von SMA. Funktioniert aber nur mit bestimmten kompatiblen Einspeisewechselrichtern, die sich per Software auf Inselbetrieb umstellen lassen, und auch nur unter bestimmten Bedingungen. Kostenpunkt ab 4000 Euro zzgl. Akkus, geht dann aber nur bis 4,6 kW PV-Leistung.

  • Die Module sind aufgeteilt auf zwei verschieden große Wechselrichter. Wie genau müßte ich mal schaun. Ich könnte im Fall Sunny oder E3DC den passenden Strang abkoppeln und durchschleifen. Nur sind diese Lösungen teuer. Kann denn die Selbstbau Variante nicht den Ladestrom überprüfen und bei Abfall auf Wert X den Wechselrichter abschalten? Dann würde auch kein Strom fließen.

  • Apo :
    Wie hoch ist denn die gesamte Nennleistung Deiner Anlage? Du hast ja nur den Ertrag 2011 angegeben. Mein Vorschlag wäre, je nach Budget und geschätztem Bedarf das Akkusystem zu wählen und die überschüssige Leistung per E-Heizpatrone in einen Boiler/Puffer zu jagen. Die Leistung würde sonst nur irgendwo anders ungenutzt verheizt, so hat man zumindest ein wenig Nutzen.


    Um einen inselfähigen Wechselrichter in irgendeiner Form wirst Du wohl nicht herumkommen, entweder als ein Kombigerät mit allen Funktionen oder kombiniert mit einem Ladegerät für die Akkus auf das Du bei Bedarf umschaltest.

  • Zitat von Apo;103079

    Die Module sind aufgeteilt auf zwei verschieden große Wechselrichter. Wie genau müßte ich mal schaun. Ich könnte im Fall Sunny oder E3DC den passenden Strang abkoppeln und durchschleifen. Nur sind diese Lösungen teuer. Kann denn die Selbstbau Variante nicht den Ladestrom überprüfen und bei Abfall auf Wert X den Wechselrichter abschalten? Dann würde auch kein Strom fließen.

    Nein, die Einspeisewechselrichter sind für sowas einfach nicht vorgesehen. Mit einem Abschalten ist es nicht getan, man bräuchte eine Regelung, mit der der Einspeisewechselrichter immer genau soviel Leistung liefert, wie das Ladegerät und evtl. weitere Verbraucher abnehmen (das ändert sich ja auch je nach Ladezustand der Batterie). Sowas kann man nicht selbst nachrüsten, abgesehen davon dass die Thematik sehr komplex ist, kann man die Software der Wechselrichter ja nicht verändern.


    Das Sunny Backup System ist eigentlich gar nicht so teuer, wenn man einen passenden Einspeisewechselrichter bereits hat. Für eine reine Inselanlage bräuchte man Laderegler + Inselwechselrichter + evtl. Ladegerät um die Batterien im Winter auch vom Netz oder Notstromaggregat laden zu können, das wird in dem Leistungsbereich auch nicht unbedingt billiger, wenn man hochwertige Komponenten will. Den Nachteil des Systems sehe ich eher darin, dass man bzgl. PV-Leistung und Batteriekapazität eingeschränkt ist, und dass man ein technisch komplexes System hat, in dem nichts mehr funktioniert, wenn eine der Komponenten ausfällt. Wechselrichter sind durchaus empfindliche Teile und können z. B. durch netzseitige Überspannungen zerstört werden. Im Krisenfall ist dann wahrscheinlich keine Reparatur möglich.


    Ein System zum Nachrüsten bietet auch Studer Innotec an (Anti-blackout system / Solsafe concept). Damit ist man bzgl. der Leistungen, Akkukapazitäten und einsetzbaren Einspeisewechselrichter flexibler als bei SMA, billiger wirds aber wohl nicht. Einschränkung ist aber auch hier, das die PV-Leistung nicht größer als die Insel-Wechselrichter-Leistung sein darf.