Einer schläft abseits?

  • Hi,


    ich weiss nicht, ob ich im Brett richtig bin, weil es ja eigentlich nicht um eine "Fähigkeit" geht, aber in diesem Brett steht recht viel zum Thema Schlaf.


    Weil ich recht schnarchempfindlich bin, und eine Daunenallergie habe, schlafe ich meistens nicht mit im Zelt / Wohnmobil / ... sondern außerhalb, wenn ein Gestrüpp oder ein paar Bäume in der Nähe ist, da drin/dahinter. Meistens auch, eher um die Psyche zu beruhigen, als um wirklich "wilde Tiere" abwehren zu können mit Klappspaten neben dem Schlafsack.


    Wenn ich mir nun eine Kriese vorstelle, in der Wohnmobile nach "hier gibts was" aussehen, könnte ein von hinten Auftauchender das zumindest eventuelle auf leichte Beute abzielende Plünderer erschrecken und vertreiben. Allerdings ist man bis auf die bessere Tarnung drausen deutlich schutzloser als mit allen in der gemeinsamen Schlafstätte.


    Ich werde mein Schlafverhalten ziemlich sicher nicht ändern, aber was haltet Ihr davon, dass einer nicht aus gesundheitlichen oder bequemlichkeitsgründen abseits schläft, sonder wie beurteilt Ihr den Sicherheitsaspekt, insbesondere in einer Ausnahmesituation mit etwas unzuverlässigerer Strafverfolgung, gereizterer Stimmung, etc. ?



    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Hallo Opa,


    Plünderer die es wirklich auf deine Unterkunft (mit Inhalt) abgesehen haben, wirst du schlafend vermutlich zu spät warnehmen.
    Um diese Personen abzuwehren, braucht man jemanden der nicht schläft. Also eine Art Wache mit geeignetem Gerät. Ein Klappspaten ist hier nur für den Nahkampf geeignet.


    Allerdings gebe ich dir recht, dass du draußen schlafend weniger auffällst als im Wohnwagen. Aber hilft dir das wirklich in dieser Situation weiter?


    Tsrohinas

  • Hallo Nick,
    wie beurteil ich diesen Aspekt. Ganz ehrlich? Leichte Beute.
    Wenn etwaige Plünderer oder wer auch immer dort an kommt, er/sie sieht/sehen eine einzelne Person welche auch noch schläft. Überaschungsmoment, nicht geschützter Raum... Wie gesagt, da bist Du klar im Nachteil!
    Klar, ob jetzt eine Wohnwagentür ein reales Hinderniss darstellt brauchen wir nicht zu diskutieren, tut sie nicht! Es ist aber einfach eine zusätzliche Barriere welche vielleicht nach einem leichteren Opfer suchen lässt.
    Abhilfe könnte da ein Hund schaffen, wobei ich als Hundehalter da eh sehr parteiisch bin (c; Allein aus vielleicht irgendwann mal eintretenden Schutzgründen würde ich mir allerdings keinen Hund anschaffen!
    Gruß Thomas

  • Ich denke das dies durchaus aus sicherheitstechnischen wie auch strategischen Gesichtspunkten sinnvoll sein kann. Draußen bekommt man deutlich schneller mit wenn sich was tut als im Zelt oder Wohnwagen. So können die Anderen rechtzeitig gewarnt werden oder bei einem Angriff eine Aktion aus dem Versteck heraus erfolgen. Gut wäre es in jedem Fall wenn es eine Kommunikationsmöglichkeit geben würde via CB oder PMR Funk.


    Gruß KUPFERSALZ

  • Also, das in einer möglicherweise gefährlichen Situation - und was, wenn nicht eine Gefahr hat denn überhaupt erst die Flucht ausgelöst? - mindestens eine Wache aufgestellt wird, ist eigentlich schon so sehr selbstverständlich, dass man wohl kaum noch darüber reden muss...

  • Abgesehen davon, gab es doch vor nicht allzu langer Zeit Berichte über Camper in Schweden, wenn ich mich nicht irre, die recht häufig in ihren Womo überfallen wurden, indem die Täter zunächst den Innenraum mit "Schlafgas"(k.A. was genau das war) geflutet und abgewartet haben. Nach wenigen Minuten sind sie dann einfach rein und haben den Karren leergeräumt. Die Insassen sind dann, in der Regel am nächsten Morgen, aufgewacht und haben böd aus der Wäsche geguckt.


    Also würde eine außen schlafende Person auch in Friedenszeiten eine nützliche Option darstellen. derjenige sollte selbstverständlich gut getarnt sein und über sowas wie einen stillen Alarm verfügen, um, rechtzeitig geweckt, entweder die Gauner zu überraschen/Insassen zu wecken oder aber die Polizei zu rufen.

    lg

  • Hallo,
    kommen wir gerade vom Thema ab oder kommt es mir nur so vor?
    Es ging ja ursprünglich darum was wir davon halten wenn jemand, in einer Fluchtsituation, draußen schläft.
    Jetzt wird aus ihm eine Wache gemacht, welche mit einem stillen Alarm die Insassen weckt.... Sorry aber das finde ich mehr als konstruiert. Klar könnte er, wenn er aufwacht und irgend eine Möglichkeit hätte aber ich finde es gilt zu unterscheiden zwischen jemanden der aussen schläft und ner Wache! Ausserdem wird in so einer Situation niemand z. B. eine Schnur spannen über welche er ein Glöckchen zieht oder ähnliches. Es wird ne Wache aufgestellt, alles andere ist einfach zu umständlich.

  • Naja, ich habe den Anfangspost durchaus so verstanden, das Opa wissen wollte, was wir davon halten, dass jemand draußen schläft, um Plüderer/Einbrecher zu vergraulen. Das ist in meinen Augen, etwas leger formuliert, die Aufgabe einer Wache. Zumal Opa ja selbst erklärt hat, warum er grundsätzlich draußen schläft. Und wenn er schon mal da ist...


    lg

  • Zitat von melusine;99534

    Camper ... in ihren Womo überfallen wurden, indem die Täter zunächst den Innenraum mit "Schlafgas"(k.A. was genau das war) geflutet


    Das hier http://www.amazon.de/Holts-101…=8-1&tag=httpswwwaustr-21


    Inhalt: Diethylether. Das erste Narkotikum, bewährt seit 1846 (erste Ethernarkose durch einen amerikanischen Zahnarzt) Man kann es auch zum Starten startunwilliger Motoren nehmen, weil hochgradig entzündlich.



    Viele Grüsse


    Matthias

    They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.
    Benjamin Franklin (1775)

  • Zitat von melusine;99542

    Naja, ich habe den Anfangspost durchaus so verstanden, das Opa wissen wollte, was wir davon halten, dass jemand draußen schläft, um Plüderer/Einbrecher zu vergraulen. Das ist in meinen Augen, etwas leger formuliert, die Aufgabe einer Wache. Zumal Opa ja selbst erklärt hat, warum er grundsätzlich draußen schläft. Und wenn er schon mal da ist...


    lg


    Hallo,
    Aufgabe einer Wache ist es, für mich, Wache zu halten. Ergo wach zu sein. Schlafend bringt sie wenig bis nichts. Das Opa draussen schläft hat ja seine Gründe, machen ihn aber nunmal eher zum Opfer als das irgendwer davon nen Nutzen hat.

  • Zitat von Opa;99523

    Wenn ich mir nun eine Kriese vorstelle, in der Wohnmobile nach "hier gibts was" aussehen, könnte ein von hinten Auftauchender das zumindest eventuelle auf leichte Beute abzielende Plünderer erschrecken und vertreiben. Allerdings ist man bis auf die bessere Tarnung drausen deutlich schutzloser als mit allen in der gemeinsamen Schlafstätte.


    Ich werde mein Schlafverhalten ziemlich sicher nicht ändern, aber was haltet Ihr davon, dass einer nicht aus gesundheitlichen oder bequemlichkeitsgründen abseits schläft, sonder wie beurteilt Ihr den Sicherheitsaspekt, insbesondere in einer Ausnahmesituation mit etwas unzuverlässigerer Strafverfolgung, gereizterer Stimmung, etc. ?


    Ein mit Personen belagertes Lager (Höhle/Zelt/Wohnmobil/Hütte/Haus) und eine abseits schlafende Person sind zwei Angriffsziele. Nicht mehr und nicht weniger. Sie bedürfen einer erweiterten Strategie bei den Angreifern. Eine könnte sein, die abseitig schlafende Person (Ziel 1) schnell als Verteidigung und Alarmquelle für die "Lager-Gruppe" (Ziel 2) zu eliminieren, was immer das heißen dürfte.


    Ziel 1 könnte daher abschreckend wirken, wenn dessen Position unneinehmbar ist und nicht ausgekundschaftet werden kann (wieviele Personen), z.B. ein Baumversteck, zu dem keine Leiter führt, in dem aber Licht brennt u.ä.


    Dauerhaft vertreiben dürfte Ziel 1 die Angreifer nicht, sondern zu besserer Strategie provozieren. Was z.B. in der Nacht eine buchstäbliche Vertagung oder Vernachtung :peinlich: ergeben könnte, falls dann "Fallen"/Sensoren aufgebaut waren um den Lagerplatz, die nicht alarmieren, sondern (am nächsten Tag) Auskunft geben über Zahl der Angreifer, hätte die Sache das Element einer Abwehrstrategie erfüllt (uneinsehbare Gegenwehr > Rückzug für heute).


    Wie umgekehrt ein Schnarcher in der Gruppe die Aufmerksamkeit von Angreifern auf sich zieht. Eine Sound-Anlage, die (strategisch) das Geräusch eines Schnarches permanent oder auf Sensor-Auslösung wiedergibt, könnte diese Aufmerksamkeit lenken sowie gezielt (den Verteidigern bekannte) Pausen für das bessere Hören der Angreifer einplanen. Gut gemacht funktioniert das mehrmals, was genügend Zeit für Gegenwehr (im Gegensatz zum Tiefschlaf aller) gewinnen lässt.

  • Es gibt eigentlich drei Probleme beim Schlafen im Freien:


    - Zecken
    - Wetter
    - Plünderer/Raubtiere


    Direkt am Boden schlafen wäre mir wegen der Zecken ein zu grosses Risiko. Lieber etwas erhöht (Es gibt gute Feldbetten, oder man kann sich einfach eine erhöhte Plattform bauen) oder in einer Hängematte.


    Gegen das Wetter schützt ein Dach, wie etwa Zeltplanen. Gegen die Kälte natürlich ein Feuer, was aber wiederum Problem Nummer drei anzieht.


    Gegen das dritte Problem bietet tatsächlich nur eine aufmerksame Wache den ausreichenden Schutz. Ist man völlig allein, kann man sich mit einigen mechanischen Vorrichtungen die ich nicht detailliert erwähnen möchte den nötigen Schutz verschaffen. Allerdings bergen diese Vorrichtungen das Risiko, dass ein "Freund" der sich dem Nachtlager nähert erheblichen körperlichen Schaden davonträgt. Darum ist eine Wache auch einiges besser.



    Was das Schnarchen betrifft, hat mich das im Militär in den Unterkünften oft genervt. Von daher schlief ich seit der Grundausbildung immer mit Gehörschutzpfropfen in den Ohren. Zu Friedenszeiten kann man damit seelenruhig schlafen.



    Gruss


    Stefan

  • Hallo Matthias


    Du verrätst auch wieder alle "geheimen" Tipps! :grosses Lachen:



    @ all


    Jetzt aber mal im "ernst"! Wenn die Bedrohungslage es erfordert sind gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
    Ich denke nur im "freien" zu schlafen reicht da bei weitem nicht.


    Was man zum Eigenschutz unternehmen kann ist nicht so einfach zu sagen, das ist auch wieder abhängig vom Ort und der effektiven Situation.


    Viele Grüsse, Ernst




    Viele Grüsse, Ernst

  • Für wahr, Ernst.


    Unbefestigt zu schlafen bedeutet, dass man sich dem Zufall ausliefert. Man kann Glück haben und übersehen werden. Beim Übernachten im Freien ist es jedoch bereits Glück genug, wenn man nicht von einem Witwenmacher erschlagen wird. Wenn die Bedrohung kriegsähnliche Dimensionen erreicht, geht nichts über starke Mauern.


    Aber um auf das Kernthema zurück zu kommen, geht es doch darum wichtige Objekte und Personen vor Übergriffen zu schützen. Wenn man in einer Gruppe unterwegs ist, kann man die Zugänge durch Wachposten sichern, die sich in Schichten ablösen. Die Zugänge könnte man aber auch sperren oder durch das Aushängen von Warnschildern (Radioaktivität, Biologische Gefahren) unattraktiv machen. Fallgruben mit Palisaden und ähnliches, auf das ich hier nicht weiter eingehen werde, könnten zudem die Position sichern.


    Für mich ist eine gute Massnahme, ein gefestigest Objekt zu besetzen und dieses zu befestigen. Zugänge werden blockiert und Wachposten werden gestellt. Je weniger Wege zum Objekt führen, desto einfacher ist es zu halten. Diese Wege sollten zudem auch mit schweren Behinderungen ausgestattet werden. Aber es reicht oft schon, wenn man die Theatralik nutzt. Wer die Menschen kennt weiss, dass man wenig an Manipulation braucht, um sie zu beeinflussen. Wie gesagt kann ein improvisiertes "Radioaktiv" Schild bereits viele zur Umkehr zwingen. Wenn man dann noch Tierkadaver auf dem Weg verteilt, wird die Illusion umso heftiger. Das ist natürlich ein enormer Aufwand und ich wünsche mir wirklich, dass so etwas niemals nötig sein wird. Aber es wäre taktisch Klug um eine direkte Konfrontation behelfsmässig zu vermeiden.


    Gruss


    Stefan

  • Hi!


    Also, wenn einer abseits schläft bringt das gar nix.
    Vor allem, wenn er eh schnarcht und so Aufmerksamkeit auf sich zieht... :rolleys:


    Nein, ganz ohne Spaß...entweder Wache oder keine Wache.
    Schlafend bringt niemand was.


    Es kann allerdings, je nach Umständen, sinnvoll sein sich in Gruppen (kommt halt darauf an, wieviele Personen
    überhaupt man begleitet/mit einem unterwegs sind) aufzuteilen.


    Also, daß sich zwei Gruppen in einer gewissen Distanz zueinander aufhalten.
    Um...nun, ja...entweder das Überleben einer Gruppe zumindest zu sichern,
    oder, daß die Gruppe auf Bedarf die Überlebenschancen der anderen Gruppe steigert.


    Nochmal...ein schlafender Bär mit Klappspaten...(oder auch mit M16 oder sonstigem lustigen Gerät...) bringt nix. Gar nix.


    Ciao,
    Occam

    [CENTER]"Alle, außer mir, haben sich verirrt!"... Indiana Jones[/CENTER]

  • Hallo,


    weil an meiner Ursprungsfrage ruminterpretiert wird, vielleicht nochmal kurz:
    Ich schlafe sowieso drausen, jetzt, und habe keinerlei Besorgnis, dass die Sicherheitslage drinnen oder drausen schlecht ist.
    Dieses Verhalten in einer Kriese, in der eventuelle Diebe nicht mit Strafe rechnen müssen birgt Risiken und Vorteile, und die wollte ich diskutieren.


    Ich finde es aber trotzdem spannend, den Faden in verschiedene Richtungen weiterzuspinnen, wie ja geschehen.


    Vielleicht in die Richtung: Kann man trainieren, beim geringsten Geräusch aufzuwachen?
    Wie sieht der optimale Kompromiss zwischen "Sofort einsatzbereit" und "am morgen gut ausgeruht" aus?



    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Zitat von Opa;99599


    Kann man trainieren, beim geringsten Geräusch aufzuwachen?



    Da ist „Elternsein“ sehr hilfreich dabei!

    Unsere Kids schlafen zusammen in einem Zimmer.
    Ich kann im tiefsten Schlaf sein, aber die kleinste Bewegung der Türklinke des Kinderzimmers am anderen Ende der Wohnung und ich bin hellwach!

    Ich denke das in einer Krise oder sonstiger Survival Situation eh nicht an normalen ruhigen Schlaf zu denken ist. Da wird das Ohr automatisch die Umgebung nach ungewohnten Geräuschen scannen.

    Das merke ich oft wenn ich auswärts schlafe an fremden Orten. Der Schlaf ist viel leichter und die kleinsten Geräuschen lassen mich hellhörig werden, auch im Schlaf.

    Grüsse

  • Zitat von Opa;99599

    Vielleicht in die Richtung: Kann man trainieren, beim geringsten Geräusch aufzuwachen?
    Wie sieht der optimale Kompromiss zwischen "Sofort einsatzbereit" und "am morgen gut ausgeruht" aus?


    Das Aufwachen bei kleinsten Geräuschen ist möglich, und ich nehme auch an dass man es irgendwie trainieren kann. Wie weiß ich nicht, allerdings gibt es dafür angeblich (Hörensagen) Techniken im "Schlafyoga", durch die man auch im Tiefschlaf bei Bewusstsein bleibt. Eine schon wissenschaftlich belegte Technik besteht darin, in luziden Träumen eine Art Alarmanlage oder Wache zu visualisieren die einen weckt wenn etwas nicht stimmt. Dass funktioniert allerdings nur in den REM-Phasen des Schlafes, ist also nicht unbedingt die beste Methode.


    Bei mir hat sich diese Fähigkeit ohne bemerkbaren Grund eingestellt, während ich ursprünglich fast alles verschlafen konnte weckt mich inzwischen jedes Geräusch das nicht ins Muster passt.
    z.b. wecken Grillen mich nicht, wenn sie aber plötzlich still sind wache ich auf, greife nach der Waffe (Wenn ich eine in Reichweite habe) und suche einen Grund für den Wechsel. Wenn ich denn Grund als harmlos erkenne schlafe ich gleich wieder ein, wenn nicht muss ich erst drüber nachdenken ob es sicher ist weiterzuschlafen. Sobald ich mir darüber klar bin kann ich recht schnell wieder einschlafen bzw. aufstehen und die Quelle des Geräusches suchen.


    Ausgeruht bin ich trotzdem immer, auch wenn ich nur um die vier Stunden Schlaf hatte.


    Zum Training dieser Fähigkeit habe ich eine Theorie, die ich allerdings nicht testen kann da ich sowieso schon bei fast allem aufwache:
    Evntl. kann man die Fähigkeit durch Autosuggestion verbessern. Wenn man also z.b. beim Schlafengehen eine Waffe neben das Bett /den Schlafsack legt mit der Absicht sich zu verteidigen falls jemand einbricht, ein wildes Tier kommt etc. müsste man eigentlich aufwachen sobald dieses Szenario real werden könnte.
    Eine verharmloste Variante wäre sich ein Diktiergerät neben das Bett / den Schlafsack zu legen mit der Absicht irgendwelche Vögelgesänge aufzunehmen. Da man dann allerdings nur bei Vogelgesängen aufwacht wäre das eher zum Üben als zum echten Einsatz geeignet.


    Falls irgendwer das ausprobiert, schreibt bitte auch ob es funktioniert. Es interessiert mich nämlich ziemlich wie man solche Fähigkeiten lernen kann. Und was wirklich funktioniert.


    Gruß Ulfhednar

  • Zitat von Ulfhednar;99605

    Das Aufwachen bei kleinsten Geräuschen ist möglich, und ich nehme auch an dass man es irgendwie trainieren kann.


    Hallo Ulfhednar,


    das ist individuell und vermutlich auch zum guten Teil genetisch veranlagt. Wenn ich draussen schlafe, weckt mich - komfortabler Schlafsack vorausgesetzt - nur eines, die Sonne. Wie sagte meine Frau (die beim leisesten Geräusch aufwacht) mal zu mir: "Sei froh, dass du heute lebst. In der Steinzeit hättest du null Überlebenschancen gehabt, da hätten dich die Viecher im Schlaf gefressen ...."



    Viele Grüsse


    Matthias

    They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.
    Benjamin Franklin (1775)

  • Die Frage ist und bleibt interessant., Vielleicht sollte man hier die alternativen Schlafzyklen erwähnen.


    Um es kurz zusammenzufassen:
    Viele Tiere, zB Katzen,schlafen nicht die ganze Nacht durch, machen dafür aber auch tagsüber ein Nickerchen. Irgendein Wissenschaftler ersann daraufhin, dass es auch für den Menschen vielleicht besser wäre, statt eine Nacht durchzuschlafen, den Schlaf auf mehrere, über den Tag verteilte, Portiönchen zu unterteilen.
    Das ganze heißt dann "polyphasischer Schlaf" und soll recht gewinnbringend sein, da, laut einigen Meinungen, Summa summarum weniger Schlaf benötigt würde.
    Als Arbeitnehmer wohl kaum durchzuführen, im Krisenfall allerdings durchaus nützlich, da man dadurch quasi als Nebeneffekt "Stoßzeiten" vermeiden und eventuellen ärger aus dem Weg gehen kann. Stationär wohl nützlicher als während der Reise zum zufluchtsort oder sosntwas, da man ejdesmal ein sciheres Lager basteln müsste.