Die Geschichte meiner Flucht

  • Unbedingt!!!
    Unglaubliche und sehr bewegende Geschichte. Zeitzeugnis! Such dir einen Verlag. Wenn du Hilfe dabei brauchst dann schreibe mir gerne Privat. Meine Frau ist Buchhändlerin und kennt sich da aus.
    Obwohl hier in Deutschland aufgewachsen habe ich auch so einiges über diesen Krieg mitbekommen. (Jahrgang 61). Wenn meine Eltern die Nachrichten am Abend einschalteten, die ersten Worte: Saigon....
    Ich hab auch immer noch die Fernsehbilder von der Flucht mit den Helis vom Dach der Botschaft in Erinnerung. Eigentlich jede Menge furchtbare Bilder von diesem Krieg....
    LG
    Boxer

    Das Leben ist das, was dazwischen kommt, wenn man alles geplant hat

  • Auf eine große Fähre fuhren wir zu einer anderen Insel. Unser Gepäck bestand aus sechs Taschen,
    die ich allein in mühsamer Arbeit aus alten Reissäcken mit Nadel und Fäden zusammengenäht hatte.
    Außer uns fuhren auch 40-50 andere Flüchtlinge mit nach Bataan Philippine Refugee Processing Center
    ( PRPC).Dahin dürften nur die, die definitiv eine Zusage von einem Drittland erhalten hatten.Trotz
    neun Monaten Aufenthalt in Palawan traute ich das Camp nicht nach. Vor uns lag die nächste Etappe
    unserer Reise in Ungewissheit aber auch voller Hoffnung. Hoffnung auf ein Leben in Freiheit, Wohlstand
    und dass wir unsere Familie wieder sehen würden.


    Nach dem Anlegen der Fähre fuhren wir mit mehreren Kleinbussen von der Stadt Morong auf die Berge
    hoch. Als wir das neue Camp nach einigen Stunden erreichten war ich richtig angenehm überrascht.
    Das riesige Camp sah aus wie eine richtige Stadt. Mit asphaltierten Strassen, Wasserstelle, Toilettenhäuschen…
    Unser Bezirk für die Vietnamesen, die nach Deutschland oder Norwegen ausreisen dürften, lag ganz am Ende
    vom Lager.
    Wir konnten nicht mehr aussuchen, mit wem wir zusammen wohnten sondern nur unsere Gruppengröße
    angeben und wurden dann immer zu 5 bis 8 Personen in eines von den vielen baugleichen Häuschen zugeteilt.

    Papa, der Xuan und ich bekamen mit einem Ehepaar ein Haus zugewiesen. Die Häuser wurden mit
    Pressholzplatten auf einfachste Weise in Blöcke gebaut. Unser haus war etwa 3m breit und 4 m lang.
    Unten ein Doppelbett. Da schlief natürlich das Ehepaar. Nach oben direkt unter dem Schrägdach hatten
    wir drei unser Lager. Und überhaupt war alles nicht mehr so provisorisch wie in Palawan. Es gab richtige
    Kirche, buddhistische Tempel, sogar einen Marktplatz. In jedem Bezirk befanden sich mehrere Schulräume.
    Die Toilette waren zwar gewöhnungsbedürftig aber sauber da es in jedem Kabine einen eigenen Wasserhahn
    gab. Zwischen den Häuserblöcken waren Gemeinschaftswaschbecken aber keine Duschkabine. Wir konnten
    entweder in den Toilettenräume oder das Wasser bis nach Hause schleppen und in unserer selbstgebauten
    Kabine duschen. Der Haken war aber: das Wasser lief nur ein Paar Stunden am Tag. So gegen späten
    Nachmittag. Eine genaue Uhrzeit dafür gab es nicht. Wir mussten also immer etwas Wasser auf Reserve
    haben, auch für den Fall wenn das Wasser ausblieb, passiert aber zum Glück ganz selten. Auf jeden fall war
    es um Welten besser als in Palawan.
    Das Essen war von Qualität her besser aber von der Menge her wiederum etwas weniger. Es gab mehr Obst
    und Gemüse und weniger Fleisch. Nicht dass ihr mich falsch versteht. Wir stellten keine Ansprüche. Wir waren
    halt froh dass es überhaupt jemand um uns kümmert. Man hätte uns auch einfach unser Schicksal überlassen
    können. Stattdessen organisierte jemand aus dem Nichts solche Lager, die zigtausend Menschen beherbergten
    mit solch meisterlicher Logistik. Wir könnten gar nicht genug dankbar dafür sein.

    Neben uns lebte ein jüngeres Pärchen nur zu zwei in dem Haus, das sie in ein kleines Cafe verwandelten.
    Der Mann war ein von den „schweren Jungs“. Also ein von den harten Sorte. Die beiden wohnten schon eine
    halbe Ewigkeit dort und gar keine Aussicht auf Ausreise in ein anderes Land. Keine Ahnung wie sie da gelandet
    waren. Den Grund zu fragen hatte ich mich nicht getraut obwohl sie die ganze Zeit super nett zu uns waren.
    Eigentlich waren sie mitunter die nettesten Menschen die ich auf diese lange Reise begegnet hatte. Der Mann
    hatte mir ein paar Mal die Haare geschnitten, die Frau, eine sehr schöne junge Frau mit operierte Nase und
    ordentlich viel Holz vor der Hüte :rolleys:, scherzte und lachte viel mit uns. Dass die zwei nicht so harmlos waren hatte
    ich erst bemerkt, als ein kleiner Vorfall ereignet. Ein von den Gäste hatte die Frau irgendwie blöd angebaggert
    als der Mann nicht zu Hause war. Als er das erfuhr war er fuchsteufelwild, rief einige von seinen Jungs zusammen,
    die den Typ unbedingt finden sollten. Nach einiger Zeit war der Typ zu dem Cafe gekommen und hatte heulend
    auf die Knien um Verzeihung gebeten. So kann man sich in den Menschen täuschen.

    Zwei Deutschen und zwei Vietnamesen, die schon in Deutschland lebten, gaben uns Deutschunterricht. Genau so wie
    ich waren die meisten Feuer und Flamme auf die Schule. Kein Wunde nach so langer Zeit endlich wieder eine sinnvolle
    Beschäftigung zu haben. Außerdem war das der erste Kontakt mit unserer zukünftigen Heimat. Mein Lehrer, Günther,
    war ein lustiger lockerer Typ. Er versuchte uns nicht nur die Sprache sondern auch die Geflogenheiten in Deutschland
    beizubringen. Wirklich ein toller Typ. Günther, wenn du jemals das hier zu lesen bekommen solltest. Ich danke dir
    von ganzen Herzen. Es hatte mir sehr viel geholfen, was du uns damals gelehrt hast.

    [FONT=&amp]Das Camp wurde auf einem Hügel gebaut. Rum herum war nur Wald und Berge. Ca eine Stunde Fußmarsch über die
    Berge lief ein Bach auf eine ruhige Stelle und das Wasser war tief genug um darin zu schwimmen. Immer wenn ich Zeit
    hatte, ging ich dahin. Unterwegs probierte ich alle Früchte im Wald auf Essbarkeit. Auf dem Weg zurück suchte ich
    Brennholz und trug diesen nach Hause. Der Urwald war hammermäßig schön. Total unberührt und dicht bewachsen.
    Ich folgte ein Mal einem trockenen Bach hoch zu der Quelle bis es fast dunkel [/FONT]wurde. Hätte ich die Ausrüstung wie
    heute wäre es ein Riesenspaß gewesen. So aber musste ich meine Expedition abbrechen und schnell zurück zum
    Camp laufen.

    Die evangelische Kirche in Bataan wurde schon von unserer Ankunft benachrichtigt.Wir wurden herzlich in die
    Gemeinschaft aufgenommen. Jeden Sonntag zogen wir unsere besten Klamotten an und gingen in die Kirche.
    Da hatte ich zum ersten Mal ein „Ausländer“ gesehen, der unsere Sprache sprach. Er, ein Australier, sprach
    nicht nur sondern predigt in Vietnamesisch. Hammer. Wir haben mit Abstand eine der schwierigsten Sprache der
    Welt. Ich kannte einige, die nur paar Fetzen zum Besten geben konnten aber so wie er, zwar mit starkem
    Akzent aber perfekten Grammatik und etlichen Redewendungen. Nicht zu glauben!


    Nach zwei Monaten nach der Ankunft in Bataan wurden wir drei getauft. Aber so richtig von einem Pfarrer in
    einem Fluß und nicht nur angedeutet mit ein paar Wasserspritzer.


    Auf Youtube habe ich ein Video mit vielen Bildern vom Camp in Bataan gefunden. Da kommen mir viele
    Erinerrung von damals hoch.







    Da ihr auf meine Reise bis hierhin gefolgt habt, möchte ich der Geschichte auch ein Gesicht geben.
    Hier ein Bild von mir( in grauen T-Shirt), mein Vater und der Xuan vor der Kirche in Bataan.
    Man beachte meine Größe. Mit 15 war ich so groß wie mein Papa. :grosses Lachen:


    [ATTACH=CONFIG]21653[/ATTACH]

    Dateien

    • Bild8.jpg

      (54,55 kB, 175 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

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  • hallo Leo,
    darf ich den folgenden Absatz in einem meiner Bücher zitieren? (Der Phönix-Plan)
    Gruß Luka


  • Aber natürlich Luka. Es freut mich jedesmal wenn ich eine Schriftstellerkollegin aushelfen kann :kichern:
    Liebe Grüße

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  • Hallo Leonardo,
    Inspiriert durch dein Motto möchte ich dich fragen ob eine Waffe (Schusswaffe) dir und deinem Vater irgendwann einen signifikanten Vorteil auf der Flucht gebracht oder Euch eher Schwierigkeiten bereitet hätte. Wurdet ihr im Laufe der Odyssee gelegentlich durchsucht?


    Beste Grüße
    KUPFERSALZ

  • Ich hab dieses Thema erst gestern hier entdeckt und jetzt gerade eine Stunde oder so hier alles gelesen... Ich weiß nicht wie ich mich äußern kann,ich kenne keine Worte dafür wie mich das ganze "getroffen" hat, aber ich habe gerade selber über mich gedacht, wie "dumm" bin ich eigentlich??? (fängt schon damit an, wieviel man nach der Schule wieder vergessen hat, klar hat man mal über diesen Krieg gehört und hat mal ne karte gesehen, wo sich deine Erzählungen zugetragen haben aber Ahnung von fremden Kulturen, anderen Ländern bekommt man wenn überhaupt nur als Tourist und dann auch nur die Oberfläche ... )...



    Also Wahnsinn! Sowas zu erleben, sowas super gut aufzuschreiben, weiter leben, lernen, lachen, weinen, ...
    Jeder älter werdende Mensch, egal ob Arm oder Reich an Bildung und Materiellem, erfährt negatives und positives, Leben und Tod von geliebten Menschen, Krankheit,... und für jeden einzelnen ist seine schlimme Situation , wenn es denn eine gibt schon schlimm genug... aber das ganze über Jahre in oder nach einem Krieg, was noch ganz andere Sachen mit sich bringt, erfährt nicht jeder, obwohl es gerade überall passiert...das muss ja doppelt schlimm sein...
    Ach wenn mir die passenden Worte einfielen, würde ich gerne was passendes dazu schreiben... tut es aber nicht ...Mist ...ein Wort fällt mir für mich doch ein: Verwirrtheit und erstaunen... und ich könnte mich selber nie so beschreiben wie du in den Abschnitten wo es über deine Familie und frühere Lebenssituation schreibst.



    Mir schwirrt nun auch eine veränderte "Liste" im Kopf rum, was man so an Begleitausrüstung für das Gegenwärtige Leben braucht...und wiedermal ist das meiste nicht zum anfassen, sondern das was alles in Kopf/Herz/Seele ist ...trotzdem braucht der Mensch anscheinend ein Messer ...hmm


    @ leonardo: Was ich mich doch Frage (stellvertretend für alle meine Fragen die ich nun habe), wie kommt man nach so langer Zeit, wenn man mit nichts plötzlich los musste, obwohl man alles hatte und sogar einen Plan, an Erinnerungen wie alte Fotos? Gehst du da noch drauf ein, wie es dann später bei dir zu Hause war? gab es das dann noch und euren Besitz und eure Verwandten? Was ist daraus geworden?



    Ach noch was... Ich und bestimmt andere Leser haben bestimmt versucht, die meisten beschriebenen Situationen sich genauer vorzustellen und wenn man sowas liest, was für einen selber weit weg und unbekannt ist, versucht man das mit etwas zu vergleichen...also mal neben den emotionalen Gedanken, Angst, heimweh usw. ist bestimmt mit das "schlimmste" wo du über die wechselnden hygienischen Umstände schreibst und das du schon die daraus resultierenden Folgen selber erlebt oder gesehen hast...
    Und das versuche ich, der vllt mal 3 Tage ohne Wasser/Strom/Toilette verbracht habe...allerdings ohne zu wissen was hunger ist, ohne Angst...sondern absichtlich mit Rucksack und Zelt... und von dem Ekel her über menschliche Flüssigkeiten und Abfälle will ich mal gar nicht reden...


    Mir ist noch was eingefallen: Wenn man jemanden fremdes kennenlernt, wie ist der erste Eindruck? genaugenommen zählt aber auch der zweite! Sehr schwer ist es natürlich, wenn die Person eine andere Sprache spricht und ganz woanders herkommt... das muss auch echt schwierig sein und deswegen sind jemandem solche Leute ungewohnt, man denkt negatives über sie und die denken das gleiche...


    oh man.... sorry für meine komischen Sätze ;-)




    Ich hoffe du schreibst noch weiter!!!!!

    Gruß David

  • Erstmal habt vielen Dank für euere Interesse an der Geschichte. Es macht mir auch sehr viel Spaß, meine Erlebnisse niederzuschreiben. Ich muss dabei immer abwägen: ist dieses oder jenes überhaupt interessant für euch? Sind manche Details vielleicht doch zu persönlich um hier im Netz für jedermann zu veröffentlichen? Also einfach ist es nicht. Ich bemühe mich so weit mein Gedächtnis mir erlaubt, authentisch und wahrheitsgemäß zu erzählen. Bitte habt noch etwas Geduld.

    luka jetzt aber vol im Ernst. Für jemanden mit „Migrationshintergrund“ wie mich ist es eine große Ehre wenn eine Schriftstellerin seine Formulierungen toll findet. Wenn ich Zeit habe, würde ich auch mal gern deine Bücher lesen.

    @KUFPERSALZ mein Vater besaß noch seine Dienstwaffe. Ich glaube zu wissen, dass es ein Colt 1911 in 45er Kaliber war. Ob 5’’ oder 6’’ Lauf konnte ich jetzt nicht sagen. Wäre die Flucht planmäßig abgelaufen, hätte er sie meiner Einschätzung nach mitgenommen. Es war aber richtig in unserem Fall das Ding zu Hause zu lassen. Es hätte nur unnötig die Meuterer provoziert. Durchsucht wurden wir nie aber wo du es fragst, ich glaube als wir auf der Cap Anamur waren, hatte man uns gefragt, ob jemand Schusswaffen bei sich führte. In unserem Fall hatten wir keine Waffe gebraucht aber ich kenne viele anderen, die von thailändischen Piraten überfallen worden waren. Da war es sicherlich nicht verkehr, eine Knarre im Boot zu haben. Also ich persönlich würde im Notfall eine Waffe mitnehmen aber auf jedem fall diese gut verdeckt tragen.

    David das Problem, die richtigen Wörter zu finden kenne ich zu gut. Da bist du nicht der einziger. Woher ich die alten Fotos herhabe erklärt sich im laufe der Geschichte von selbst. Oder soll ich dir jetzt schon vorab verraten? So wie du gerne hättest.

    Wenn mein Sohn gleich einschläft mache ich mich wieder an Tastatur.

    Viele Grüße

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  • Nein...nichts verraten, dass ist ja nicht irgendeine Geschichte, sondern eine Echte... Fotos als Erinnerung sind den allermeisten Menschen denke ich mal sehr wichtig deswegen macht man ja welche... umso schlimmer, man verliert diese Erinnerungen...

    Gruß David

  • Lieber Leo,
    ich glaube, dass Menschen spüren, wenn etwas von Herzen kommt. Authentisch schlägt zu jeder Zeit perfekt.
    Und danke, ich weiß, dass so etwas irgendwie sehr persönlich ist.
    Wenn der letzte Band fertig ist, stelle ich gerne die Bücher als PDF ins Forum, für alle, die versprechen, sie nicht einfach so an Forenfremde weiterzugeben - ich leb zum Teil vom Schreiben, deshalb geht das nicht anders.
    Also, wer Interesse hat, ab 8. Dezember gehts los.
    Gruß Luka

  • In Bataan verlief unser Alltag strukturierter als in Palawan. Dadurch dass wir einen abgetrennten Wohnbereich hatten,
    müssen wir nicht ständig auf unsere Sachen aufpassen. Der Aufwand für Wasserbeschaffung und Toilettengänge reduzierte
    sich auf ein angenehmes Maß so dass wir mehr Zeit für andere Tätigkeiten bekamen. Der Mann, der mit uns im Haus
    wohnte, war ein findiger Geschäftmann. Er stellte verschiedene Souvenirs aus einfachsten Mittel her und verkaufte sie
    auf dem Marktplatz. Papa machte mit, malte und bastelte kleine Modelschiffe nach Vorbild der Flüchtlingsboote. Viele
    westliche Mitarbeiter der UNO und Leute die in Drittland ausreisen kauften unsere Andenken. So kam etwas Geld in unsere
    knappe Kasse. Der Xuan backte mit seinen Kumpels Brot in selbst gebauten Ofen für den Marktplatz. Ich begleitete einen
    Uhrenmacher als Lehrling. Der hatte gut zu tun da viele Uhren früher noch mechanisch und nicht wasserdicht waren.
    Ich lernte, wie man eine Uhr öffnet, reinigt, schmiert, den Taktgeber einstellt usw…Ein bisschen Geld bekam ich dafür
    jeden Tag. Zu Hause schleppte ich Wasser für den Mitbewohner und er gab mir 10 Dollars die Woche. Die meisten
    versuchten irgendwie sich zu beschäftigen, ob mit oder ohne finanzielle Vorteile. Hauptsache man war abgelenkt und
    der Tag schneller verging.


    Überall lauerten Leuten, die einen Fotoapparat besaßen, und machten fürs Geld Fotos. So kamen wir zu einigen wenigen
    Bilder von unserer Zeit in Bataan. Die hatten wir an unsere Familien geschickt damit sie sahen, dass es uns gut ging.


    Als wir ein Stück Kürbis mit der Essenration bekam, pflanzte ich die Kerne hinter dem Haus. Der Boden in Bataan war so
    fruchtbar, man brauchte nur hinzuspucken und schon wuchs da irgendwas. Meine Kürbispflanze wurde immer größer, kletterte
    an dem Gerüst hoch, den ich für sie gebaut hatte. Ich goss und pflegte die Pflanze jeden Tag. Als der erste Frucht heran reifte,
    freute ich mich wie ein frisch gebackene Vater auf sein erstes Kind. Als mein Kürbis so groß wie meine Hand war und die Angst
    vor Diebstahl zu viel wurde, pflückte ich ihn und kochte daraus eine leckere Suppe. So einfach konnte das Glück sein in einer
    Zeit, wo man sich sonst wenig Gründe hatte, sich zu freuen.


    Nach vier Monaten in Bataan kam endlich die Erlösung. Wir bekamen unsere Einreisegenehmigung nach Deutschland. Mit
    unserem schwerverdienten Geld kauften wir das Nötigste für die Reise. Schuhe, Socken, Pullover…Der Xuan schenkte mir
    drei Unterhosen. Das habe ich bis heute nicht vergessen.


    Mit dem Bus fuhren wir nach Manila. Man ließ uns einfach vor einem leerstehenden Gebäude, das aussah wie eine ehemalige
    Schule, aussteigen. Da sollten wir zwei Nächte bleiben. Darin waren schon etwa 40-50 andere vietnamesische Flüchtlinge, die
    auch wie wir auf die Weiterreise warteten. Wir suchen uns einen freien Schlafplatz im Gebäude. Vielleicht gab es da Betten aber
    ich selbst hatte keine gefunden. So schliefen wir einfach auf dem Boden. Daran waren wir gewohnt. Ich passte auf unser Gepäck
    auf, das aus meiner selbst genähten Reissäcken bestand, während Papa und der Xuan in die Stadt fuhr. Ich war in Manila und
    hatte nichts davon gesehen. Ich nahm mir seit dem Tag vor, irgendwann nach Manila zurückzukommen und mir die Stadt anzusehen.


    Nach zwei Tagen brachte ein Mitarbeiter von UNHCR uns zum Flughafen. Erst am Eingang der Abflughalle übergab er uns unsere
    Reisepässe. Sicherlich damit wir keine Gelegenheit bekamen, Unfug zu treiben, z.B. die Pässe verkaufen oder Plätze tauschen.
    Dann sah ich diesen seltsamen Gesichtsausdruck wieder, was mein Vater damals hatte, nachdem wir auf die Cap Anamur kletterten.


    Auf einem DC 10 der Flughansa flogen wir in die neue Heimat. Wie ich das nach so lange Zeit das noch wüsste? Der Flug dauerte
    11 Stunden + 2 Stunden Aufenthalt in New Delhi. Da hatte ich eine Menge Zeit um die Magazine und Prospekte zu lesen, was vor
    mir in der Sitztasche befand. Als eine Stewardess mich fragte:“ Would you like something to drinks?”nahm ich all meinen Mut
    zusammen und antwortete:” Nein danke. Ich möchte jetzt noch nichts.“ Meine ersten Wörter auf Deutsch außerhalb des
    Deutschunterrichts von Günther. Die Frau blickte kurz erstaunt, hatte mich aber anscheinend verstanden, lächelte
    freundlich:“ OK. Dann vielleicht später.“ Ich war so stolz und dankte innerlich meinem Deutschlehrer. Von jetzt an könnte
    gar nichts mehr schief gehen. Ich war auf alles gefasst. Was sollte uns nach diese Reise außer dem Weltuntergang noch
    schocken können?


    Am 01.September 1981verließen wir Vietnam in einem kleinen Boot. Am 10. November 1982 stiegen wir aus dem Flugzeug
    in Frankfurter Flughafen. Es war eine lange beschwerliche aber auch abenteuerliche Reise, die mich mein ganzes Leben prägte.
    Es klingt vielleicht abgedroschen wenn ich sage, diese Erfahrung will ich für nichts auf der Welt missen aber hoffe inständig,
    dass ich sie nicht noch mal durchlaufen muss. Anderen Vätern reicht es, mit ihren Söhnen zu zelten oder angeln zu gehen.
    Mein Vater musste gleich maßlos übertreiben. :rolleys:




    Puhhh. :Schwitz: Erstmal Luft holen. Das war eine Geschichte was?


    Nach zwei Jahren holte Papa meine Mutter und meine vier Geschwistern nach Deutschland. Ich muss gar nicht beschreiben,
    wie groß die Freude war, sie alle wieder zu sehen. Nur die Lücke, die die Zeit und unsere Erlebnisse uns trennten, war nie
    wieder gefüllt. Ich war nicht mehr der kleine Junge wie Mama mich in Erinnerung kannte. Meine Geschwister brachten mir
    immer noch den gleichen Respekt wie früher entgegen aber ich konnte mit ihnen nichts mehr anfangen. Nicht dass wir uns
    nicht mehr lieben aber so ein nahloser Übergang als ob nichts gewesen wäre, wurde es nicht. Sie waren mir irgendwie fremd
    und ich ihnen vielleicht auch. Warum erzähle ich euch das? Trennt euch nicht von euere Familie wenn es nicht unbedingt sein muss.


    Nach weiteren zwei Jahren durfte Oma auch zu uns wenn wir der deutschen Behörde versicherten, selbst für Oma zu sorgen
    und sie nicht das Sozialsystem belastete. Der Deal auf der vietnamesischen Seite war, unsere Eigentumswohnung gegen die
    Ausreisegenehmigung.


    Der Flüchtlingsjunge von damals ist heute mit einer Deutsch-Türkin verheiratet, hat einen dreijährigen Sohn nachdem wir uns
    die Welt angesehen haben. Wir waren in den Cheops Pyramide, in New York, Niagara Wasserfälle, Paris, Venedig, Angkor Wat,
    kreuz und quer durch Vietnam gereist…Ok genug der Angeberei. Ich besitze einen Open Water Diver Brevet, fahre Motorrad…
    kurz um führe einen Leben wie ich in meinem wildesten Träume nicht gewagt hätten. Dieses geschenkte Leben möchte ich auf
    keinem Fall vergeuden. Ich bin nicht reich, besitze auch keinen akademischen Titel. Alles was ich mir in Deutschland erreiche,
    schaffe ich mit harter Arbeit, Fleiß und Genügsamkeit. Wir drei wohnen seit fast zwei Jahren in unserem Haus mit Garten, Garage
    und einem Zaun rum. Das übliche halt. Wenn ich eine abgetrennte Wohnung im Haus samt eigene Küche und Bad fertig renoviere,
    wird meine Mutter zu mir ziehen. Sie hat so ihre Ansprüche. Mit einem Zimmer konnte ich sie nicht locken.


    Papa erlag seinem Krebsleiden Anfang 2009. Als er in der Onkologie lag, hatte ich viel Zeit mit ihm zu reden. Ich erfuhr viele Dinge,
    die er mir bis dato nie gesagt hat. Viele Geschichte über unsere Familie, über die schwere Zeit nach dem Krieg…Als ich ihn fragte,
    ob er Angst vor dem Tod hat, meinte er:“ Ich habe den Krieg überlebt, die Flucht überlebt. Was soll mir jetzt noch Angst machen?“.
    Bis zur letzten Sekunde hatte Papa trotz seinen Schmerzen nicht gejammert. Habe ich auch nicht von ihm erwartet. Mein Papa halt.
    Ich hatte das riesige Glück, bei meinem Vater am Bett zu sein als er uns verließ. Auf seine letzte Reise.


    Die Freundin von Xuan kam ein Jahr nach Mama auch nach Deutschland. Die beiden haben zwei Kinder. Der ältere Junge studiert im
    Moment BWL, die Tochter arbeitet als Arzthelferin.
    Die Familie haben noch mit uns letzte Sylvester zusammen in meinem Haus gefeiert.

    Die Cap Anamur hatte auf ihre Mission 11 000 Flüchtlinge gerettet. Ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zu den Massen der
    Flüchtlinge damals. Die meisten von ihnen hätten hochwahrscheinlich ohne das Rettungsschiff nicht überlebt. Daraus sind heute nach
    meinem letzten Wissenstand ca 60 000 geworden. Natürlich sind ein Paar Spinner, Loser, Kriminelle darunter. Aber wo gibt es so was
    nicht. Die meisten Flüchtlinge die ich kenne sind anständige Bürger mit sehr hohem Anteil von Eigenheimbesitzer. Von uns fünf
    Geschwister haben zwei eigene Häuser und ein eine Eigentumswohnung. Fast jede zweite meiner ehemaligen Freunde aus den Camps
    bewohnen ihre eigenen Häuser. Faule Marotzer, die auf das soziales Netz sich bequem machen sind wir definitiv nicht.


    Zum Abschluss möchte ich, wie es üblich ist bei der Oskarverleihung :grosses Lachen:, mich bei Herrn Rupert Neudeck, seine Organisation Cap Anamur
    und deren Spender für unsere Rettung, bei den Mitarbeitern der UNHCR die um uns auf den Philippinen gekümmert hatten, das
    philippinische Volk, das uns eine Zwischenstation bot und natürlich unser neue Heimat Deutschland das uns mit offenen Armen
    aufgenommen hat, von ganzen Herzen bedanken.


    Und auch an euch allen, die so viel Interesse an meine Geschichte gezeigt habt, ein dickes Danke schön.

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  • So, ab jetzt könnt ihr mir per PN eine E-Mailadresse schicken. An die sende ich dann ab heute nachmittag Band 1 als PDf. Bitte nicht an andere weitergeben, kostenlos ist das Buch nur für Foris... (Partner natürlich ausgenommen).
    LG Luka

  • Hallo Luka,


    Danke vielmals für diesen Lesegenuss! Ich fühle mich sehr geehrt, das wir hier das Privileg haben Dich zu kennen. Nun schon dafür lohnt es sich hier zu sein.


    Das war Spannung ohne Ende mit Herzklopfen.
    Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, wie lange ist die Wartezeit?
    Bitte nicht zulange..., ob Lennard abhaut, sich verstecken und Prepper werden muss?


    Meine Güte, Du schreibst echt spannend, kompliment!
    Gehst Du jetzt auf Leser-Reise?


    Liebe Grüsse
    Brötliduft

  • Hi,
    danke!
    Teil 2 (Episode 4-6) erscheint am 25.12. .
    Wem Teil 1 gefallen hat, der kann einfach eine PN mit: Teil 2 schicken (schreibt bitte die E-Mail noch mal dazu, damit ich nicht alle heraussuchen muss) und bekommt dann automatisch bei Erscheinen Teil 2 geschickt.
    Für die Foris natürlich wieder kostenlos. Ach so, mit Teil 3 (1.1.) ist es das Gleiche. Schickt die PN rechtzeitig, weiß nicht, ob die in der Weihnachtspause gehen?!
    Liebe Grüße
    Luka

  • Zitat von leonardo;197200

    Für jemanden mit „Migrationshintergrund“ wie mich ist es eine große Ehre wenn eine Schriftstellerin seine Formulierungen toll findet.
    [...]
    das Problem, die richtigen Wörter zu finden kenne ich zu gut.


    Als jemand, der in der Hoffnung, die Welt ein Bisschen zu verbessern, mit großer Begeisterung an falschen Formulierungen und ähnlichem herumnörgelt, kann ich nur sagen: Mach dir da gar keine Sorgen.
    Natürlich machst du Rechtschreibfehler, verwendest mal falsche Artikel oder Präpositionen und benutzt auch mal Wörter, die so klingen wie das gemeinte Wort, aber eigentlich eine andere Bedeutung haben.
    Aber in einem getippten Text macht jeder Fehler und gerade bei längeren Texten verbessert man immer nochmal irgendwas oder kopiert etwas hin und her und übersieht dabei, dass irgendwelche Sätze so nicht mehr funktionieren. Das ist ganz normal, auch bei Muttersprachlern.
    Die verwendeten Formulierungen und Redewendungen sind aber für mein Verständnis sowohl richtig als auch treffend verwendet.
    Günter wäre bestimmt stolz auf dich. :Gut:


    Jedenfalls ist es eine spannende, informative, lehrreiche und ergreifende Geschichte geworden.
    Danke, dass du sie mit uns teilst! :lächeln:

  • Hi Leonardo


    Von einem, der sehr viel liest, lass Dir gesagt sein, es kommt nicht auf die Fehler etc. an, die Dein Text in der Rohversion hat. Was einen "guten" Text ausmacht, ist der Schreibstil in dem er geschrieben ist. Und ich wage zu behaupten, dass Du einen super Stil hast, der sich sicher verkaufen lassen würde wenn Du denn ein Buch rausgeben würdest. Für korrekturlesungen ist eh immer ein Lektor zuständig, der damit sein Geld verdient (ausser man is sein eigener Lektor, wovon ich aber abrate)


    Zum Inhalt: WOW, einfach nur WOW! Was Du durchgemacht hast, machen hier in unseren Breitengraden nicht viele durch. Daher sehr berührend einen Bericht aus erster Hand zu lesen! Fesselnd geschrieben und nach jedem Abschnitt hoffte ich, dass der nächste auch schon dasteht :-) Meinen Kommentar habe ich extra bis zum Schluss aufgehoben, da ich nicht unterbrechen wollte.


    Viele Worte sind überflüssig. Danke für Deine Mühe und vielen Dank für den Bericht!!


    Gruss
    Helvetica

  • Hallo zusammen :winke:


    Als ich mich beschlossen habe, diese Geschichte in diesem Forum zu erzählen, dachte ich mir schon, dass nicht viele von euch sich, verständlicherweise, noch nie mit Hintergründen und Verlauf von einer Flucht auseinandergesetzt hat. Ich möchte hiermit keine Flüchtlingsdebatte anstoßen, es hängt mir sowieso durch die ganze Medien letzte Zeit schon zum Halse raus, sondern euch nur ein sagen: niemandem fällt es leicht, seine Heimat zu verlassen und keine Flucht läuft so ab wie geplant. Hinter jedem Fluchtenden steckt eine Geschichte und ich bin mir sicher, dass viele davon noch dramatischer und abenteuerlicher als meine sind.


    Ich bin, jetzt muss ich wieder das richtige Wort suchen, hmmm „überwältig“, oder einfach baff über euere Resonanz und Zuspruch. Natürlich hofft jeder, der etwas schreibt, dass die Leser seine Geschichte gut finden, aber das hier übertrifft bei weitem meine Erwartungen. Ich danke euch sehr dafür. Wie schon erwähnt, ich habe sie bisher niemandem erzählt. Noch nicht mal meiner Mutter.
    Eine ausführliche Version davon möchte ich irgendwann für meinen Sohn niederschreiben. Sonst habe ich eigentlich nicht vor, sie als Buch zu veröffentlichen. So stehe ich nicht unter Druck, etwas zu verändern, um vielleicht für den heutigen verwöhnten Leser die Dramatik zu steigern. Ihr kennt das ja. So bald Geld im Spiel ist, zieht die Wahrheit meist den Kürzeren.
    Ich hatte das große Glück, im richtigen Alter die Flucht anzutreten. Alt genug um Sprache und Kultur meiner alten Heimat nicht zu verlernen, jung genug um die neue zu erlernen. Alt genug um die Strapazen zu ertragen, jung genug um sie wieder zu vergessen. Ganz am Anfang als ich nach Deutschland angekommen war, wachte ich ab und zu mal nachts auf und dachte ich wäre noch im Lager auf den Philippinen. Sonst habe ich keine Folgeschäden davon getragen. Vielleicht habe ich noch mehr Glück und gehöre zu der resilienten Gruppe, die Krisen leichter wegstecken konnte.
    Link dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/R…Boat_People.29_in_den_USA


    Ich hoffe nicht noch mal alles hinter sich zu lassen und abhauen zu müssen. Wenn doch, bin ich vorbereitet. Ihr hoffentlich auch. :rolleys:



    Frohes Fest wünsche ich euch allen

    Kritik ohne Lösung = meckern

  • Hut ab.
    Einfach nur Hut ab!


    Und genau in dem Moment, wenn man sowas gelesen hat, sollte man sich überlegen ob es richtig oder falsch ist aktuell z.B. syrische Flüchtlinge aufzunehmen.


    Was diese Menschen durchmachen, erleben und erleiden bis die Entscheidung zu einer Flucht erstmal gefällt wird und bis sie dann hier sind, da diskutier ich nicht mehr über richtig oder falsch...


    Grüße
    Panger

  • Hallo Leonardo..


    Ich habe seit gestern gefesselt an deiner Geschichte gehangen... sehr schön erzählt sehr lehrreich


    Als ich zur Schule ging hatte ich eine Klassenkameradin... Aus Vietnam, ihre Eltern hatten die Flucht nicht überlebt, sie haben alles für ihr Kind gegeben, sie hat es geschafft und so war sie von einem Deutschen Ehepaar adoptiert worden.


    Ich fand es damals schon erschreckend und faszinierend und habe immer die Berichte über die Cap Anamur und die Boatpeople verfolgt. Ich habe ein recht gutes Gedächtnis und mit deiner Geschichte kamen die Bilder aus dem Fernsehen und diversen Zeitschriften (Vor allem PM) grad wieder hoch, von den Nussschalen und den verängstigten Menschen und der Cap Anamur....


    Was mir dabei Auffällt ist: Die Berichterstattung damals war eine Andere als heute, wenn man so rückblickend schaut.


    Damals waren sie Opfer denen geholfen werden muß, heute hört man immer wieder von illegalen Einwanderern und Wirtschaftsflüchtlingen... Selbst die Mensch die vor dem Terror der IS Flüchten werden nicht mehr als Opfer bezeichnet, denen man ja selbstverständlich hilft, sondern nur als Flüchtlinge...


    Jeder halbwegs Normale Mensch hilft bereitwillig einem Opfer.... Bei einem Flüchtling ist diese Bereitwilligkeit schon eingeschränkt- wovor flieht er denn, hat er was angestellt (immerhin sind ja auch Ausbrecher aus dem Knast Flüchtig), und wenn dann begriffe wie Wirtschaftsflüchtling oder gar illegaler Einwanderer kommen ist der Käs gegessen...


    Fiel mir nur gerade so auf....

    ich bin ich, was sollte ich auch sonst sein??

  • Hallo Leonardo,


    vielen Dank für Deinen authentischen Bericht. Auch ich bin der Meinung, daß Deine Geschichte veröffentlicht gehört (s.a. "Die Wüstenblume" von Waris Dirie oder "Ich, die Sklavin" von Mende Nazer, die ähnliches berichten und erfolgreich wurden - aber das sollte nicht das Primärziel sein).


    Leider werden von unseren Medien nur noch die Informationen verbreitet, die politisch korrekt sind oder hohe Umsätze versprechen. Genau hier müssen Personen wie Du ansetzen und die Wahrheit verbreiten. Vielleicht (oder besser: hoffentlich) ergeben sich in diesem Forum die notwendigen Kontakte für Dich.


    Ich bin überzeugt, daß auch heute noch die Hilfbereitschaft der deutschen Bevölkerung groß ist. Die Freude ist groß, wenn man jemandem helfen kann und darf - aber die Enttäuschung ist viel größer, wenn man feststellen muß, daß die Hilfsbereitschaft ausgenutzt wird.


    Es gibt den Spruch: "Lieber Gott gieb mir die Geduld, das zu ertragen, was ich nicht ändern kann und die Kraft, dass zu ändern, was ich ändern kann sowie die Weisheit beides voneinander unterscheiden zu können!"


    Dies sollte man auch auf unsere derzeitige Immigrationsdiskussion anwenden: "Herr gieb uns die Anteilnahme um Notleidenden zu helfen und die Härte die Schmarotzer abzuwehren sowie die Fähigkeit beide voneinander unterscheiden zu können!"


    Gruß


    Boppel