Kaufkraft in der Wirtschaftskrise!?

  • Moin!

    Grade kommt mir der Gedanke....


    Wie verhält es sich eigentlich mit der Kaufkraft in der Wirtschaftskrise?


    Alle haben Angst davor, aber so wirklich treffen wird es doch die Reichen bis OberReichen!

    Denen bricht dann der Geldfluss ein, so viel ist sicher....


    Aber wie sieht es an der Basis aus?


    Hartz4.... :

    Scheissegal, die Leistung wird evtl. angepasst, die Bude wird bezahlt, das Futter auch, Kohle für den kleinen Suff und Zichten sind auch mit einbezogen... Fazit.... Nix neues.....(nicht falsch verstehen, ich bin mir durchaus bewusst das so mancher unfreiwillig abhängig von diesen staatlichen Leistungen ist)


    Alleinverdiener und Alleinerziehende....:

    Hier wird es richtig eng werden....so einige werden ihren Job verlieren, und tendenziell werden viele in Hartz4 wandern, da wenig Rücklagen existieren.... Vorher brauchen die Aber restlos alles an ersparten und Altersvorsorge auf, was sie nicht bis dann auf die Seite schaffen konnten....


    Rentner....: Da gilt das selbe wie bei denen eins höher, bis auf die, denen auch jetzt schon reichlich zur Verfügung steht, und die, die in ihrem bezahlten Eigenheim so lange günstig und sparsam wohnen können bis Zwangshypothek und Enteignung droht.


    Der Normalbürger, also die Familie mit oder ohne noch abzuzahlendes Eigenheim, 2 Pkw, ihren statistischen 1,4?! Kindern und 1,5 Gehältern.....:

    So Einige werden arbeitslos werden und ihr Eigenheim verlieren, so einige Richtung Hatz4 abrutschen....richtig Geld zum Investieren ist aber auch hier nicht vorhanden.....


    ------- Bis hier sind wir eindeutig bei den Verlierern -------


    Jetzt wird es aber in Bezug auf meine Frage Interessant:


    Der Besserverdiener,und die Beamten.......:

    Hier ist meisst deutlich mehr an Kapital und Rücklage vorhanden, und auch wenn hier Zwangshypothek droht wird diese Gruppe den Kapitaldienst leisten können, und evtl. Noch von der Situation profitieren können...denn:


    Bei einer Finanzkrise müssen die Löhne, Baumaterial und Treibstoff wegen der geringeren Nachfrage eigentlich günstiger werden, sprich....


    - Es können günstig Die Häuser gekauft werden, welche in die Zwangsversteigerung gehen..

    - will ich mir ein neues Carport bauen sind auf einmal die Leute da, die das auch günstig machen...

    - aufgeschoben Sanierungen lassen sich kostengünstig umsetzen....

    - es werden viele günstige Sachen Angeboten, die aus Kofferkäufen stammen....


    Usw usw.....


    Also wenn man gut aufgestellt ist dürfte es diese Bevölkerungsgruppe eigentlich nicht sonderlich schlechter gehen....


    Die Schichten darüber möchte ich nicht behandeln, das trifft eh auf die wenigsten Menschen zu.....


    Was meint ihr dazu?

  • Es kommt schon drauf an, welche Art Krise gemeint ist: 2009 oder 1929 (oder halt irgendwas dazwischen).


    Wenn es richtig heftig reinhaut, wird die öffentliche Hand keine Leistungen mehr bezahlen können bzw. sie stark zusammenstreichen, also Rente, Sozial- und Arbeitslosenhilfe, Pendlerpauschale, Gehälter für öffentliche Angestellte. Das Unschöne ist ja, dass zugleich die Steuereinnahmen sinken und die Sozialkosten steigen.


    Dazu kommen andere Variablen: Bei einer sich langsam und langanhaltend verschlechternden Lage können viele Reserven über die Jahre aufgebraucht sein. Bei umfassenden Firmen- und Staatspleiten geht auch angelegtes Kapital drauf, bei Inflation auch Sparguthaben. Wie verhält sich die Landeswährung gegenüber Fremdwährungen? Das kann zum Beispiel dazu führen, dass über den Ölpreis Mobilitätskosten unerschwinglich werden.

  • Richtig Richtig.....

    Krise ist nicht Krise, ich nehme Mal den Klopper von 2009 und lege noch Mal eine Schippe drauf....

    Ich denke, wenn es knallt, dann sollte es schon deutlich mehr reinhauen als 2009....


    Nicht soweit das alles bis ins Mittelalter zum erliegen kommt, aber dennoch schon so, das die Einschnitte deutlich spürbarer sind, als in 2009....da ist ja auf die von mir genannten Bevölkerungsschichten bis auf eine Versklavung durch Allgemeinene Staatsschulden die ja Recht "ungriffig" für den einzelnen sind nicht viel zu spüren gewesen...

  • Aber wir befinden uns doch schon mitten drin in der Wirtschaftskrise. Deutschlandweit wandern Firmen ins Ausland ab, oder sind durch die Steuerlast am Ende. Der Mittelstand, der eigentlich den Staat trägt, ist faktisch am Ende, die Nullzins Politik vernichtet die Sparguthaben der Bürger und um uns völlig wehrlos gegen diese Praktiken zu machen wird daran gearbeitet das Bargeld abzuschaffen.

    Dazu kommt noch das das Rentensystem und die Sozialsysteme faktisch vor dem Kollaps stehen, die Infrastruktur sich in einem desolaten Zustand befindet und das der Staat Milliarden an Steuergeldern für nutzlose Projekte verbrät. Das Einsetzen von Frau Lagard als EZB Chefin zeigt deutlich auf wohin die Reise gehen soll. Die Absichten und Pläne dieser Hyäne sind bekannt.

    Um den Euro und die EU zu retten wird dieses System so lange aufrecht erhalten bis es ausgeblutet ist. EU, Staat, Banken und Bürger sind pleite, alles wird auf Null gesetzt und ein Neuanfang ist möglich.

    Wie lange das noch dauern wird weis ich nicht. Fakt ist das die durch die inflationäre Gelddruckerei der EZB gebildete Blase mit einem Knall platzen wird.

    Ich hoffe wirklich das ich mich irre und meine Kristallkugel lügt. Vermutlich haben viele eine ganz andere Meinung dazu und kommen zu einer anderen Einschätzung der Lage. Mögen diese Menschen bitte Recht behalten.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Schön auf den Punkt gebracht!


    Ein Entrinnen ist da tatsächlich schwer möglich, es sei denn man setzt sich wirklich in das ungewisse ab, oder man zieht halt aus der Situation die Konsequenzen....


    Dagegen Arbeiten, mosern, und Meckern .....alles vergebene Liebesmüh....


    Man kann sich nur sehenden Auges einen Weg bahnen, der einen möglichen unbeschadet durch diesen kommenden Kollaps kommen lässt!


    Ich habe mir schon einige Strategien ausgedacht, deshalb auch meine Frage, die ein Teil dieser werden soll....

  • Hallo,


    gute Gedanken.


    Vor allem, dass in einer richtigen Depression alles billiger wird - es gibt viele Arbeitslose und der Faktor Arbeit wird damit immer billiger.

    Auch die Besserverdienenden haben jedoch keum einen Vorteil, weil sie schnell ihr Geld verlieren, wenn sie es so wie heute üblich in Aktien, Konto oder Immobilien angelegt haben - das wird ihnen alles ncihts mehr nutzen.

    Ein Konto mit einem Millionenvermögen auf das man nicht mehr zugreifen kann ist wertlos!


    Ob der Staat noch Geld haben wird das meist überflüssige Beamtneheer zu bezahlen oder Renten auszuzahlen ist mehr als fraglich - wurde bspw. in der Weltwirtschaftskrise 1930 massiv gekürzt.


    Die meisten machen den Fehler anzunehmen, eine Wirtschaftskrise würde automtaisch inflation bedeuten - das ist keineswegs der Fall: Alle großen Depressionen waren Deflationen die weitaus schlimmer sind als eine Inflation


    Gruß

  • ...ich würde mich jetzt Mal in der Gruppe Normalbürger ansiedeln....


    Wir haben zwar ein großes Haus, aber leben sehr sparsam, ich habe eine PV Anlage ich heize zu 95% mit Holz per Holzvergaserkessel....

    Für das Holz fallen nur die Arbeit und Maschinenkosten an...


    Wir fahren 2 Alte Autos, die weder viel kaputt gehen, noch viel kosten, und die ich zu 90% selber reparieren kann....


    Wir verdonnern auch nicht alles in Konsum, und vieles kaufen wir gebraucht....grandios was es alles bei eBay Kleinanzeigen für schmales Geld gibt...


    Urlaub....machen wir Recht wenig, wir sind gerne zu Hause.....


    Die Finanzierung ist frisch abgeschlossen zu schmalen Zinsen, und wir haben noch 14 Jahre Ruhe damit.... Der Kapitaldienst ist In Ordnung.


    Andere offene Posten und Kredite für Firlefanz haben wir nicht....


    Im Moment haben wir 1,5 Gehälter.....


    Zu gut "deutsch" (komische Redewendung) es geht uns gut!


    Es sind keine grossen Investitionen zu machen... Es läuft...


    Energetisch lässt sich nicht mehr ganz viel am Hause machen...neue Fensterscheiben noch, die kommen nach dem Sommer, der Rest ist technisch in Ordnung!


    Nun die berühmte Frage....

    Wohin mit dem Geld?!


    Entweder alles bis in 15 Jahren zusammenkratzen, und dann restlos tilgen, oder


    Jetzt oder IN der Krise die auch meiner Meinung nach innerhalb der nächsten 10 Jahre kommen wird in das Haus und Werkzeuge und Lebensqualität investieren?!

    -------

    Bleiben wir Mal beim Carport aus Stahl und Glas.....

    Von 6 Anfragen bei Stahlbauern kamen nur 2 überhaupt zu mir um zu messen, und nach 6 Monaten immer noch kein Angebot!


    Stand HEUTE:

    Kosten geschätzt 8500eur mit Glas..wenn es überhaupt jemand zeitlich schafft...


    Stand Wirtschaftskrise:

    Kosten geschätzt 6000eur mit Glas... Kapazitäten frei ohne Ende mehr Konkurrenz, niedrigere Löhne, günstigeres Material.....

    Nachteil... Dauert evtl noch 5 bis 10 Jahre...


    Grundsätzlich aber eine nachhaltige Investitionen in unser Haus, Nutzungsdauer 50+ Jahre


    Also... Wann kaufen?

  • Also hier ist es auch der Normalbürger, ab September dann endlich wieder 2 Gehälter, Haus ist neu gebaut auf 20 Jahre fest finanziert. Allerdings ... wenn mein Gehalt wegfällt wird es sehr eng, wenn beide wegfallen ist innerhalb kürzester Zeit (ich rede hier von wenigen Monaten) der Ofen sprichwörtlich aus.


    Ich wüsste nicht mal, wie ich mich in irgendeiner Form (auf das Eigenheim bezogen) auf einen Finanzcrash vorbereiten sollte. Gerät das Einkommen oder die Bank (oder beides) in Schieflage, ist es realistisch betrachtet schnell rum. Beides hab ich nicht in der Hand und ich neige momentan an dieser Stelle zu "...akzeptiere, was Du nicht ändern kannst...".

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Ich halte es für keine gute Idee, mit einer Krise spekulieren zu wollen. Erst mal bin ich weder der Meinung, dass wir uns bereits in einer solchen befinden, noch, dass diese sicher kommen muss. Also wartet man eventuell auf den Sankt-Nimmerleinstag. Zweitens kann so etwas verschiedene Formen annehmen, und einige davon können dazu führen, dass das angesparte Vermögen erheblich an Wert verliert. Außerdem ist auch nicht sicher, dass Arbeitskraft und Werkstoffe dann wirklich günstiger werden.


    Insofern würde ich Investitionen, die sinnvoll sind, nicht mit dem Argument verschieben, dass sie irgendwann billiger zu stemmen sein könnten. Natürlich sollte man auf der anderen Seite nicht unnötig Geld verballern. Ansonsten gibt es noch Anlageformen wie Sand am Meer. Wenn man da etwas diversifiziert unterwegs ist und sich noch ein bisschen Gold irgendwo hin legt, bekommt man das viele störende Geld ganz gut vom Girokonto weg.

  • Ich oute uns mal in die untere Klasse ein, ein normales Einkommen im unteren 2000-Bereich, Autokredit, ein Verdiener, Mietwohnung. Wir könnten eine lange Wirtschaftskrise nicht überstehen. Wir kämen zwar länger hin, doch wenn die Wohnung teurer und teurer wird, das Einkommen aber schrumpft oder weg fällt, dann wird es schon sehr arg bei uns.

    Vielleicht, wenn es immer mehr Menschen dann so ergeht, blüht auch der Tauschhandel Ware gegen Ware oder Ware gegen Dienstleistung auf. Anders wäre ein Überleben nicht möglich.

    Allerdings denke ich auch, das in einer Wirtschaftskrise die Verrohung nicht so heftig ausfallen wird, wie bei lang anhaltenden Stromausfall, Pandemie oder Krieg. Es trifft einfach JEDEN. Keiner wird im Laufe der Zeit mehr was haben, Arbeit, Auto, Wohnung, Essen. Aber eben langsam und nicht von gleich auf jetzt.

    - Der wichtigste Vorrat ist Wissen, den können selbst Plünderer nicht mitnehmen -

    Einmal editiert, zuletzt von nashua () aus folgendem Grund: Mal wieder nicht vorm Tippen nachgedacht und das Herz auf der Zunge getragen. Mit solchen Reaktionen hatte ich nicht gerechnet. Aber ich lerne es sicher noch - irgendwann.

  • Die Finanzkrise 2009 war für die allermeisten in MItteleuropa keine wirkliche Wirtschaftskrise, war zumindest mein Eindruck damals. Auch ein Blick auf das Bruttoinlandsprodukt von z.B. D zeigt, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung 2009 eher gering (5%) war, schon 2010 war das BIP wieder über dem Vor-Crash-Niveau von 2008 und wuch seither beständig. Ich sehe uns momentan auch noch nicht "mitten in einer Wirtschaftskrise". Da gings Mitte der 1990er und vorher schon mal ganz anders zur Sache.


    Was man in richtigen Wirtschaftskrisen bisher immer beobachten konnte, war ein Zusammenrücken der sozialen Gruppen, das sollte man auch bei einer Krisenvorsorgeplanung auch auf dem Schirm haben: der eine in der Familie wohnt seit dem Auszug der Kinde rallein im abbezahlten, an sich zu großen Haus, andere wiederum in Mietwohnungen, die bei Arbeitslosigkeit schnell zu teuer werden. Auch wenn es den Beteiligten schwerfällt: wenn man zusammenrückt und aus 3 Wohnungen in ein Haus übersiedelt, entspannt sich die finanzielle Not wieder. Man muss halt hier und da über seinen Schatten springen.


    Was die Kaufkraft betrifft: Jobs gibt es auch in Krisenzeiten, man muss sich allerdings auch mal umorientieren und nicht darauf hoffen, dass man als gelernter Investmentbanker im ländlichen Brandenburg weiter seinen Beruf ausüben kann. Aber vielleicht als Gemüsebauer oder Betreiber eines Reparaturcafes.


    Ausserdem entwickelt sich in Krisenzeiten ganz schnell eine Schattenwirtschaft: Tauschhandel, Schwarzarbeit, Verkauf selbst gemachter Erzeugnisse: vom Dörrobst über Brennholzbündel bis hin zu handwerklichen Erzeugnissen oder Dienstleistungen wie Haare schneiden oder Reparaturen ausführen.


    Wirtschaftskrisen sind entweder von Finanzmärkten durch Spekulationsverbrechen ausgelöst "plötzlich da" oder durch Strukturwandel allmählich "mit Ansage" - so wie sich derzeit der Untergang der klassischen (deutschen) Autoindustrie ankündigt:

    Man braucht kein Prophet zu sein, um vorhersagen zu können, dass es schiefgeht, wenn ein Land 4 Mio. PKW mit Verbrennungsmotor im Jahr produziert, davon 80% exportiert und das Hauptabnehmerland China per Gesetz bestimmt hat, ab 2030 keine Autos mit Verbrennermotor mehr neu zuzulassen. Das ist "erst" in 10 Jahren, aber es wird uns mit Wucht erwischen. In Europa wurden auch mal ganz tolle Plattenspieler gebaut, die besten Mobiltelefone (Nokia) und Mikrochips. Hier wurde hervorragender Stahl erzeugt und dafür Steinkohle zu Koks verarbeitet. Alles weg. Und trotzdem geht es den Europäern unterm Strich besser denn je. Man muss halt den Wandel mitmachen und versuchen, soweit es geht, zu gestalten. Bedeutet aber auch, dass man sich prsönlich mobil hält und sich nicht an eine Region klammert, die von einem Strukturwandel brutal erwischt wird.


    Grüsse

    Tom

  • ......

    Man braucht kein Prophet zu sein, um vorhersagen zu können, dass es schiefgeht, wenn ein Land 4 Mio. PKW mit Verbrennungsmotor im Jahr produziert, davon 80% exportiert und das Hauptabnehmerland China per Gesetz bestimmt hat, ab 2030 keine Autos mit Verbrennermotor mehr neu zuzulassen. Das ist "erst" in 10 Jahren, aber es wird uns mit Wucht erwischen....

    Das läuft bereits.

    in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind viele in der Automobilindustrie tätig. Sei es bei einem Hersteller oder einem Zulieferer.

    Viele der Firmen sind bereits dabei umzustellen auf die "Post-verbrennerzeit". Die Belegschaften die direkt mit dem Verbrenner zu tun haben werden reduziert, Dienstreisen nur noch in Ausnahmefällen, Schulungen auch nur noch wenn es unbedingt sein muss. Teilweise werden Fluktuationen nicht mehr ausgeglichen oder sie werden in andere Unternehmensteile versetzt. In anderen Bereichen, die nur indirekt mit Verbrennern zu tun haben, gibt es ebenfalls mehr und mehr Einschränkungen.

    Es ist ja nicht nur China mit dem Verbrennerstop ab 2030. Indien will ebenfalls ab 2030 nachziehen.

    Interessant wird das bei den Firmen die nur deshalb existieren, weil es die Autoindustrie in der derzeitigen Form gibt. Da werden sich einige stark verkleinern müssen, wenn sie bis dahin nicht schon umgekippt sind.

    Da ich selber auch in dem Bereich tätig bin, hab ich mir schon Gedanken über alternativen gemacht.


    2009 war für mich kein Krisenjahr. Das war in D eher ein Husten und dann ging es normal weiter.


    Wenn es wirklich mal kriseln sollte, sichern einem Reparatur- und Improvisationskünste schon mal etwas das man eintauschen kann.
    Wobei es da interessant wird wie die Energieversorger das handhaben. Strom braucht man immer, das ist klar. Was jedoch ist wenn Geld fast Wertlos ist? Wie wollen diese Firmen dann ihre Angestellten bezahlen? Was passiert wenn sehr viele Leute auf einmal ihre Stromrechnungen nicht mehr Bezahlen können?

  • ... vielleicht werden je endlich die Grossen Netzbetreiber enteignet, und die Netze wieder dem Staat untergeordnet, von dem sie die für nen Appel und nenn Ei abgegriffen haben!


    Man darf ja noch träumen....

    Ich glaube aber, die Energieversorger Lobby, die seit Jahrzehnten dem Volk die Kohle aus der Tasche zieht, und dann als Geschenk noch den Atommüll hinterlässt wird sich nicht von jetzt auf gleich ohne Gegenwehr geschlagen geben....

    Da werden dann kleine Blackouts mit Androhung derer kommen, und schon zählt der Blödbürger gerne seinen Anteil....


  • Wobei es da interessant wird wie die Energieversorger das handhaben. Strom braucht man immer, das ist klar. Was jedoch ist wenn Geld fast Wertlos ist? Wie wollen diese Firmen dann ihre Angestellten bezahlen? Was passiert wenn sehr viele Leute auf einmal ihre Stromrechnungen nicht mehr Bezahlen können?

    Ganz einfach: Dann gehen die Lichter aus.


    Wenn die Leute nicht mehr bezahlt werden, geht auch keiner mehr hin. Dann repariert keiner mehr die Stromnetze oder Kraftwerke, die Leitstellen bleiben unbesetzt und keiner übernimmt mehr die Bereitschaft.


    Die Betreiber der Einspeiseanlagen können aufgrund ausbleibender Zahlungen die Kredite nicht mehr bedienen, es können keine Ersatzteile mehr beschafft werden.

  • Glaub ich ehrlich gesagt nicht... Die Netze sind da, und Recht wartungsarm...

    Selbst in den 2. Bis 3. Welt Ländern ist trotz mieser Netze die Stromversorgung nicht katastrophal.....

    So weit kommt es nicht so schnell, das wir hier in das Mittelalter abdriften...


    Die Betreiber von Einspeiseanlagen sollten aber Safe sein!

    Zumindest kann mein Freund, der eine größere, vom Netzbetreiber Drosselbare Anlage hat, die entgangene Vergütung einfordern... Und ist das nicht auch bei all den Windparks so, wo die mit den Kabelarbeiten nicht nachkommen, dass die Kohle kassieren, ohne einen Anschluss zu haben?!?

  • ... vielleicht werden je endlich die Grossen Netzbetreiber enteignet, und die Netze wieder dem Staat untergeordnet, von dem sie die für nen Appel und nenn Ei abgegriffen haben!


    Hab das andersrum in Erinnerung: der Staat hat auf Teufel komm raus die Staatsbetriebe (u.a. die Energieversorger, Stadtwerke und Übertragungsnetze) privatisiert. "Schlanker Staat" hieß das Motto und "die private Wirtschaft kann das besser"


    Ich seh das aber auch nicht, dass eine Wirtschaftskrise den unmittelbaren Komplettzusammenbruch der Energieversorgung bedeuten soll. Wenn die Leute ihre Stromrechnung nicht bezahlen, dann gibt's bei uns entweder mehr Stromzähler mit Prepaid-Karten-Funktion (halb Asien verrechnet so seinen privaten Stromverbrauch) oder der Staat trägt bei Bedürftigen die Kosten.


    Was übrigens noch nicht angesprochen wurde, ist eine in Afrika verbreitete ziemlich moderne Methode zur Bezahlung: Mobilfunkguthaben auf Prepaid-Handys..

    Das kann man ja in fast beliebiger Stückelung von einem Handy zum anderen übertragen. Man braucht keine Bank, keine Bonität für ein Girokonto, kein Bargeld und man muss keine Angst vor Falschgeld haben. Man braucht nur ein leidlich funktionierendes Handynetz. So gesehen in Botswana auf dem Land: Bauer A kauft Ziege von Bauer B und transferiert diesem dafür X Pula auf dessen Handy. Dieser sieht sofort den Zahlungseingang und der Handel ist perfekt.


    Grüsse

    Tom

  • Ich oute uns mal in die untere Klasse ein, ein normales Einkommen im unteren 2000-Bereich, Autokredit, ein Verdiener, Mietwohnung. Wir könnten eine lange Wirtschaftskrise nicht überstehen. Wir kämen zwar länger hin, doch wenn die Wohnung teurer und teurer wird, das Einkommen aber schrumpft oder weg fällt, dann wird es schon sehr arg bei uns.

    Vielleicht, wenn es immer mehr Menschen dann so ergeht, blüht auch der Tauschhandel Ware gegen Ware oder Ware gegen Dienstleistung auf. Anders wäre ein Überleben nicht möglich.

    Allerdings denke ich auch, das in einer Wirtschaftskrise die Verrohung nicht so heftig ausfallen wird, wie bei lang anhaltenden Stromausfall, Pandemie oder Krieg. Es trifft einfach JEDEN. Keiner wird im Laufe der Zeit mehr was haben, Arbeit, Auto, Wohnung, Essen. Aber eben langsam und nicht von gleich auf jetzt.

    Wenn, wie in einer beschriebenen heftigeren Krise, mein Mieter mir statt 850.-€ z.B.nur noch (evtl.vorübergehend) z.B. 400.-€ bezahlen kann, würde ein neuer Mieter vermutlich auch nicht den alten Mietpreis bezahlen können. Deshalb lieber den Spatz in der Hand usw. Da wird wohl kein Vermieter so blöd sein und deswegen kündigen, wo sollen plötzlich neue potente Zahler herkommen ? Wenn sich die Lage wieder stabilisiert wird neu verhandelt.

    Also in diesem Bereich würde ich mir als Mieter keine allzu heftigen Sorgen machen.


    Optimistische Grüsse von Rugo,

    Vorbeugen ist besser als auf die Schuhe :brech: (brech.. , das stand mal was anderes <X)

    Einmal editiert, zuletzt von Rugo ()

  • Auch ein wichtiger Einwand.....!

    Danke!

    Die Bänker reiben sich dann schön die Hände.....


    Die Mieter zahlen nicht, der Vermieter kann seinen Kapitaldienst nicht mehr stemmen... Das schauen sich die Banken 3 Monate an, dann kündigen die bestimmt die Zins und Tilgungs- Vereinbarung auf, und das Ding wird in die Zwangsversteigerung geschickt....


    Die Bude geht dann für 50% oder weniger des Schätzwertes über den Tisch, -ist ja mehr als genug auf dem Markt- also geht man als ehemaliger Hausbesitzer mit nem Haufen Schulden aus der Sache raus.....und die Bank hat die Möglichkeit entweder das Haus selbst zum Schnäppchenpreis zu bekommen, oder und hat immer noch Ansprüche....


    Als "gieriger" privater Vermieter hat man nämlich im allgemeinen wider Erwarten kein wirklich grandioses Einkommen durch v+v und wird auch da zusehends durch den Staat gedeckelt!


    Grundsteuerreform, Vergleichsmiete, Mietpreisbremse... keinerlei Hilfe bei Messies und Nichtzahlern....

    Ist dem Staat SCHEISSEGAL, ob du in die Privatinsolvenz gehst...


    Bevor du einen Nichtzahler mit offiziellen Mitteln aus DEINER Bude hast hast du schon ON TOP auf die fehlende Miete fast eine komplette Jahresmiete dabei gelegt!


    Der Staat hat halt keinen Bock auf Leute ohne Dach über dem Kopf.....


    .... Ich weiss, dass die meissten Menschen Mieter sind, und naturgemäß eine andere Meinung dazu haben....


    Vielleicht also doch das Geld nicht investieren, sondern einen Puffer als Eigenheim-Besitzer und als Vermieter aufbauen...

    Das Geld wird zwar weniger wert, aber das zurück zu zahlende Geld wird ja parallel weniger wert!

  • Na so schlimm wird's schon nicht werden, nirgendwo in DACH läuft es so wie in einschlägigen und -seitigen Berichten aus 2008 bis 2010 aus den USA berichtet wurde. Hier gibt es keine "Klingelpost".


    Keine EU-Bank hat Interesse an einer Zwangsvollstreckung, schon gar nicht um vermeintlich günstig an die Liegenschaft zu kommen. Immerhin hat sich das KI langfristig refinanziert und ein Ausfall des Kredites würde zunächst zu 100% Hinterlegung mit Eigenkapital führen - das holt man nicht mit einer Immobilienspekulation tragfähig rein als Ertrag....


    Zudem:

    Jedwedem zahlwilligen, aber derzeit in wirtschaftlicher, absehbar zeitlich befristeter Notlage befindlichen Schuldner steht die Option der Stundung offen - REDEN hilft in solch einem Fall....



    Grüße


    PS

    Ich bin mir sicher, auch nonEU Schweizer Banken geht es so ;)

  • Eine EU-Bank hat evt kein interesse daran, ein Investor schon.

    Die Banken können und dürfen Kredite weiterverkaufen. Der Käufer kann sich dann überlegen was er damit macht.


    In D ist es gestattet das Baudarlehn zu kündigen wenn es einen drohenden Ausfall der Rückzahlung gibt oder sich die Vermögensverhältnisse verschlechtern.


    Wenn die Immobilienpreise fallen, ist in den meisten Fällen die Sicherheit des Kredits dahin. Jetzt kann man eine Forderung stellen die Sicherheit wieder zu erhöhen, sprich eine entsprechende Summe zahlen oder das Haus kann zwangsversteigert werden. In D geht das ohne großen Prozess da in aller Regel die Darlehnsnehmer das unterschreiben. "XXX unterwirft sich der Zwangsvollstreckung".


    Man kann dagegen halten das so etwas normalerweise nicht vorkommt, aber die Möglichkeit besteht. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es dann auch im großen Stil angewandt wird. Bevor eine Bank den Bach runter geht schaut man erst mal was man da so verwerten kann. Eben solche Kredite sind ein gefundenes Fressen. Die Kreditkäufer wissen genau das den Hausbesitzern meist nicht viel übrig bleibt als zu zahlen.

    Und in der aktuellen Zeit Bezweifele ich das es unter den Hauskäufern der letzten 6 Jahre viele gibt die tatsächlich noch hohe Rücklagen besitzen.