Deutschland bereitet sich auf Blackout vor

  • Wie die BILD berichtet gibt es in Deitschland größere Vorbereitungen für das Blackoutscenario.


    Wenn man den Winter Outlook der Entose lest, könnte dies auch schon bald Wirklichkeit werden. Darin wird beschrieben das Deitschland zum erstenmal Importe benötigt um die benötigte Strommemge bereitzustellen. Das für den Fall das die Witterung sehr kalt ist und es unvorhergesehene Leitungs- oder Kraftwerksausfälle gibt.


    Für Österreich ist die Situation nicht besser beschrieben, nur das wir schon die letzten Jahre auf Importe angewiesen waren.


    https://www.bild.de/politik/in…ut-vor-66431840.bild.html


    https://www.entsoe.eu/outlooks/seasonal/

  • den im Bild Artikel erwähnten Bericht vom "Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)" hat doch hoffentlich jeder schon mal gelesen. :/


    dort ist eigentlich alles gesagt auf was wir uns in so einer Situation einstellen können.


    Klar, der Bericht ist etwas lang :huh:, aber eine sehr gute informative Lektüre :thumbup: für lange Winterabende, wie ich finde.


    also ran an den Speck und mal lesen :)


    Zusammenfassung (30 Seiten)

    https://www.tab-beim-bundestag…rbeitsbericht-ab141_Z.pdf


    Endbericht zum TA-Projekt (264 Seiten)

    https://www.tab-beim-bundestag…-Arbeitsbericht-ab141.pdf

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • Erstaunlich konkret ist ja diese Aussage "Das THW bekommt 33,5 Millionen Euro für die Anschaffung von 670 „50 kVA-Notstromaggregaten“ – zur Ausrüstung der Ortsverbände in Deutschland." - das wäre ja eine Verzehnfachung des momentanen Bestandes an NEAs beim THW. Immerhin. Hoffentlich denkt man auch an die Verzehnfachung der dafür nötigen Kraftstoffbestände.


    Grüsse

    Tom


    P.S. Dass das Kürzel THW mit einem Link hinterlegt ist, stammt nicht von mir, das macht die Forensoftware, warum auch immer. Hilfreich ist es nicht,

  • P.S. Dass das Kürzel THW mit einem Link hinterlegt ist, stammt nicht von mir, das macht die Forensoftware, warum auch immer. Hilfreich ist es nicht,

    Die Funktion hat Ben am 23.11.2019 nun auch in dieser Forensoftware wieder integriert, siehe:

    Die Tooltips sind zurück! Auch oft gewünscht, nun auch in der neuen Software integriert.


    Lass dir Begriffe und Abkürzungen die BOB, INCH oder BOS erklären.


    Dir fällt etwas auf das fehlt? Sende mir bitte eine PN, danke!

  • Das was mir hier Sorgen bereitet ist "Otto-Normalverbraucher".

    Die lesen das in der Bild, oder bekommen es sonst wo mit und zucken mit der Schulter!


    Wir haben dieses Jahr mit etlichen Nachbarn gesprochen, die sich wunderten weshalb wir soviel Gemüse in unserem winzigen (200 qm) Garten angebaut haben oder wofür dieses komische kleine Haus mit dem Solarzellen auf dem Dach ist (Solar-Dörrhaus).


    Diese haben wir dann gefragt wie es denn bei ihnen so mit ein wenig Vorrat aussieht (so weit es geht unauffällig)... und die erschreckende Quintessenz ist:


    NIX


    Ich mein, da gibts keine Vorräte! Nada!

    Wie meinte der eine Nachbar?! "Ja ok, ein oder zwei Tafeln Schokolade, aber ansonsten kaufen wir halt was wir täglich brauchen!"


    Und bei 95% der restlichen Nachbarn ist es auch so.....


    Ei wei, ich seh mich schon beim Blackout als jener, der sich irgendwie die Nachbarn vom Hals halten muss, weil die wissen, das wir Sachen eingekocht haben (klar haben wir das gesagt, dass wir das mit dem Gemüse machen)...

    Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.


    Albrecht Müller

  • Finde die Hinterlegung auch gut :):thumbup:

    Die Tooltips sind zurück! Auch oft gewünscht, nun auch in der neuen Software integriert.


    Vor Allem eine der wichtigsten Erklärungen "die BEVA" ...lach ;)

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü


  • Deshalb erzählt man den Nachbarn ja nicht, was man hat.


    Meine Erfahrungen sind ähnlich. Deshalb kümmere ich mich, was Aufklärung angeht, schon lange nicht mehr um "die anderen". Eine enge Verwandte habe ich ein, zweimal ansatzweise aufgeklärt, sie mögen sich doch bitte zumindest Vorräte für 14 Tage irgendwo hin stellen, aber ob die das dann auch getan hat, weiß ich nicht.

  • Deshalb erzählt man den Nachbarn ja nicht, was man hat.


    Meine Erfahrungen sind ähnlich. Deshalb kümmere ich mich, was Aufklärung angeht, schon lange nicht mehr um "die anderen". Eine enge Verwandte habe ich ein, zweimal ansatzweise aufgeklärt, sie mögen sich doch bitte zumindest Vorräte für 14 Tage irgendwo hin stellen, aber ob die das dann auch getan hat, weiß ich nicht.

    Hehe, die Diskussion über das Thema (geheim halten usw.) wurde schon öfter geführt wenn ich mich recht erinnere.


    Selbst der naivste Nachbar wird nach einer gewissen Zeit merken, dass wir nicht auf Plünderungsaktionen gehen, oder zu staatlichen Ausgabestellen (insofern vorhanden) und dennoch nicht merklich abmagern.

    Aber wie gesagt, diese Diskussionen gab es schon reichlich.


    Ich hatte mal unserer örtlichen Volkshochschule angeboten Kurse zum Thema Haltbar machen und Vorratshaltung zu geben, aber das wurde recht schroff als nicht benötigt abgetan.

    Die "Wie schminke ich mich richtig vegan?"-Kurse sind hier dringender! *insertfacepalmhere*

    Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.


    Albrecht Müller

  • PapaB

    Warum würdest Du denn nicht zu den staatlichen Ausgabestellen gehen? Ich fände das eine sinnvolle Angelegenheit aus gleich mehreren Gründen (Vorräte strecken, nicht auffallen, die Stimmung erkunden) und würde hingehen. Mir ist klar, dass es ein gewisses Risiko gibt, dass es da zu Problemen kommt - aber bisher schätze ich die als geringer ein, wie die Vorteile. Oder sehe ich da was falsch?

  • Wanted73

    Jo, das mit dem Risiko.

    Ich wage gar nicht zu schätzen was an solchen Stellen passiert, gleichwohl sehe ich dann zb. Videos bei denen in irgendwelchen Krisengebieten ein Lastwagen mit Vorräten angefahren kommt und was da dann teils für ein Tumult herrscht (der stärkere gewinnt).


    Nö, will ich erst gar nicht testen.


    Die letzten Berichte aus den Krisengebieten in Tirol usw. haben es ja auch gezeigt!

    Da hat ein Supermarkt mal kurz aufgemacht und schon kam es da zu tumultartigen Szenen mit Diebstählen aus den Einkaufswägen usw. und das schon nach ein paar Tagen.

    Wie ist es nach einer Woche? Nach einem Monat? (*grusel*)

    Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.


    Albrecht Müller

  • Meinen Nachbarn ist das alles egal, ich wohne zur Miete in einer Gegend, wo nicht gerade gut Betuchte wohnen. Hier gibt es auch viele sehr alte Leute, denen ist das auch alles egal. Die haben, davon abgesehen, auch nicht mehr viele Möglichkeiten, im Fall der Fälle.


    Ich würde nicht zu solchen Essensausgabestellen gehen, weil ich die dort verabreichte Nahrung eh nicht essen kann (Kein Mehl, kein Zucker, keine Milch, kein Obst), ich koche selber für mich ein. Und das werde ich im Fall der Fälle auch an einem Ort essen, wo das keiner mitkriegt.

  • Es gibt aber auch Hoffnung.


    Heute ist meine frisch eingezogene Nachbarin im Treppenhaus mit einer Gasflasche an mir vorbei. Als ich nachgefragt habe, wofür die ist, hat sie mir erklärt, dass sie mit Gas kocht - und dann zu mir gesagt: "Also, wenn Stromausfall ist, dann kochen wir bei mir" :thumbup:

  • Uh... gerade gefunden beim BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)


    Ein Bericht aus dem diesjährigen Mai "Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2017".


    Viel Blabla, Statistiken und Grafiken.


    Aber letztendlich die Zusammenfassung:


    Die Frage „Ist der deutsche Bevölkerungsschutz angemessen vorbereitet?“ kann ohne Darstellung der Landesseite nicht abschließend beantwortet werden. Die vor-gestellten Ergebnisse aus Bundessicht können jedoch als Ausgangspunkt und Basis für eine notwendige Kon-kretisierung unter Einbezug der Länder genutzt werden. Damit sind Grundlagen für eine ausstehende, gemein-same fachliche Risikobewertung von Bund und Ländern geschaffen.


    Heist doch jetzt für mich im Klartext: Sie haben keine Ahnung ob wir ausreichend vorbereitet sind!

    Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.


    Albrecht Müller

  • Im Bericht vom TAB fiel mir an einer Stelle eine wissenschaftliche Arbeit der FH Münster auf,

    die auch im Netz zu finden ist. Es wurden die Auswirkungen des Stromausfalls im Münsterland

    2005 im Bezug auf Nahrungsmittelversorgung und - bevorratung untersucht. Hierzu wurden

    Fragebögen in fünf Gemeinden verteilt. Sehr interessant, zumal hier genau sichtbar wird, wie

    Teile der Bevölkerung denken - oder auch nicht denken. Zum Beispiel wurde gefragt, warum

    eine Vorratshaltung nicht notwendig ist (was immerhin knapp ein Drittel der Antwortengeber so

    sieht) und eine nicht selten gegebene Antwort war, dass "Einkaufsmöglichkeiten immer vorhanden sind." :)


    https://www.fh-muenster.de/hum…ls_05_im_Muensterland.pdf