Wie hat die COVID-19-Pandemie Eure Vorbereitung verändert?

  • Daran hab' ich noch gar nicht gedacht. Was für "Schonkost" hast du da im Sinn?

    Sorry für die späte Antwort aber es gerade ein wenig viel los.
    Die Schonkost betreffend bin ich jetzt mal bei selbst gemachten fertigen Speisen die ich eingefroren habe und nur auftauen und erwärmen muss. ZB: Suppen, Huhn usw.


    Berichte bitte mal mehr über die Infizierten und Tipps und Tricks drum herum

    Weil 5 von 6 Person berichten, daß sie zeitweise zu schwach sind um zu Kochen waren. 3 von 6 berichten über Diarrhoe und das die vorhanden Vorräte zu schwer verdaulich waren. Und da immer alle Haushaltsmiglieder gleichzeitig betroffen waren auch der Partner nicht helfen konnte.


    Die Nachbarn hatten großen Respekt und es dauerte bis geeignete Lebensmittel vorhanden waren.


    Tipps gibt’s keine das selbe gilt für Tricks, abgesehen davon nicht daran zu erkranken.


    Sonstige Symtome in unterschiedlichen Ausprägungen und Häufigkeiten.


    Sehr trockener Husten, Nerven Schmerzen bis zum zusammen Bruch, Fieber, Verstärkung von bestehenden Krankheiten wie Rheuma, Kurzatmigkeit bis hin das es schwierig ist vom Erdgeschoss (Küche ) in Schlafzimmer (1 Stock ) zu kommen.


    Gruß

    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Bei uns hat sich in punkto Vorbereitung durch Covid-19 gar nichts verändert.

    Wir preppen weiter wie bisher.

    Es hat sich herausgestellt, daß es uns an nichts fehlte, was aber wohl daran lag, daß wir weiterhin frisches Obst und Gemüse einkaufen konnten wie bisher. Wenn auch um einiges teurer, weil der hiesige Supermarktbesitzer den Lockdown schamlos ausnutzte und die Preise deutlich erhöhte.

    Es konnte ja keiner wie bisher woanders hinfahren zum Einkaufen.

    Ansonsten kämen wir aber trotzdem locker monatelang aus, ohne das Haus verlassen zu müssen und es würde auch ohne Frischgemüse gehen, da ich einiges eingekocht und teils auch eingefroren habe.

    Inzwischen baut eine etwas entferntere Nachbarin Gemüse an. Dort könnten wir jederzeit hin um was einzukaufen.

    Auf dem Land gibt es ja Schleichpfade, die man zu Fuß benutzen kann und die die Lince ( Polizei auf Motorrädern ) nicht kennt und nicht befahren kann.

    Heute kauften wir dort eine größere Menge Mangold.

    Davon gabs dann gleich welchen mit Kartoffelpü und Bratei. Mein absolutes Lieblingsessen. :)

    Der Rest ist eingekocht. 9 Halblitergläser für den Vorrat.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Es hat sich herausgestellt, daß es uns an nichts fehlte, was aber wohl daran lag, daß wir weiterhin frisches Obst und Gemüse einkaufen konnten wie bisher.


    Selber Gemüse anbauen?

    Selbst ein paar Kräuter und etwas machen schon eine großen Unterschied.

    Und z.B. Mangold wie o.g. ist sehr pflegeleicht.

  • Selber Gemüse anbauen?

    Das geht leider nicht.

    Felsiger Untergrund, schlechter Boden und leider schaffe ich das auch körperlich nicht ( mehr ).

    Da lassen wir dann halt die Nachbarn was verdienen, die können das Geld gut gebrauchen.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Das geht leider nicht.

    Felsiger Untergrund, schlechter Boden und leider schaffe ich das auch körperlich nicht ( mehr ).

    Da lassen wir dann halt die Nachbarn was verdienen, die können das Geld gut gebrauchen.

    Aber ein Nachbar hat doch vor kurzem ein Feld bei dir umgepflügt. Was hat du den da angebaut?

    Außerdem Erde fruchtbar zu machen ist heute kein Thema mehr. Die Azteken haben uns ds vor jahrhunderten vorgemacht.

    Anders ist es wenn man nicht mehr kann, das merke ich langsam auch, und seinen Nachbarn helfen ist auch etwas für die Allgemeinheit tun. Außerdem kann und sollte man nicht alles machen wollen, das geht meistens in die Hose.

  • An der Vorbereitung geändert?

    Erstmal hab ich festgestellt, dass wir in einer vernünftig eskalativen Lage auf keine hoheitlichen Kräfte (aulßerhalb des Ortes) hoffen sollten. Und gruselnd festgestellt, dass meine Mediennutzung durch die Decke ging um ein einigermaßen brauchbares Lagebild zu erhalten.


    Ansonsten gabs eine Vollinventur des Vorrats im Zugriff. Wir kommen schon ne ganze Weile, würd ich sagen. Mit etwas einseitiger Kost sogar noch etwas länger.

    Ergänzend haben wir


    a) die Medics aufgestockt und besser im Blick

    b) die Vielfalt der Obst und Gemüsekonserven deutlich erhöht und Frischware als Hauptaugenmerk gelistet.

    c) in Vorraussicht auf zukünftig reduzierte Liquidität mehr in die Härtung unseres SOs investiert und div. Investitionen geplant

    d) mehr Interesse am Gartenbau entwickelt

    e) mehr Zeit in die Aufrechterhaltung (teil auch Steigerung) der körperlichen Leistungs- / Verteidigungsfähigkeiten der Familie gesteckt.

    1984 is not an instruction manual!

  • hab nix geändert-


    Masken waren vorhanden - Rest auch-


    wie Schlack mehr Interesse seit diesem Jahr an Gartenbau - war aber schon eingeplant.

  • Aber ein Nachbar hat doch vor kurzem ein Feld bei dir umgepflügt. Was hat du den da angebaut?

    Mandioka, Erdnüsse, Bohnen, Zuckerrohr und Kürbisse.

    Die ganze Investition war für den Eimer.

    Da es nach dem Einsäen nicht geregnet hat, ist nichts aufgelaufen.

    Wir hatten seit fast 3 Monaten kaum einen Tropfen Regen und wie es aussieht, wird das noch bis mindestens Ende März so bleiben.

    Alles ist braun und vertrocknet, überall brennt es. Der stürmische Wind facht die Feuer immer wieder neu an und durch den Funkenflug entstehen neue.

    Der Himmel ist nur noch diesig und verhangen vom Qualm. Den ganzen Tag über sieht es aus, als würde die Sonne demnächst untergehen.

    Die Sonne geht abends blutrot unter und nachts sind keine Sterne zu sehen, der Vollmond hat einen Hof.

    Die freiwilligen Feuerwehren sind seit Tagen pausenlos im Einsatz. Ebenso freiwillige Helfer, die mit Eimern, Schaufeln, Hacken und Spaten anrücken um zu helfen wo es geht.

    So konnten schon Häuser und Anpflanzungen gerettet werden.

    Die Bürger sammeln Spenden und kaufen damit Wasser, das sie gut gekühlt zu den Helfern bringen.

    Wer Tankwagen hat, fährt Wasser zu den Bränden.

    Die Menschen bieten das Wasser ihrer Pools als Löschwasser an.

    Und wir haben erst Frühjahr.

    Der Sommer kommt erst noch.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Ich würde gerne den Daumen hoch drücken, aber bei solch Hiopsbotschafte kann ich das einfach nicht deshalb diesen Post.

    Er erinnert mich an 2019 als es bei uns Monate nicht geregnet hat, und selbst dieses Jahr fehlte noch eine Menge Regen. Wenigstens haben wir keine großen und anhaltenden Brände gehabt.

    Jedenfalls leide ich mit euch und wünsche euch viel Energie um das durchzustehen.


    Arwed

  • Danke Arwed.

    Das letzte Mal hatten wir das 2008. Da fiel 11 Monate lang kein Tropfen Regen.

    Die Ernte fiel praktisch aus.

    Auch das ist eigentlich normal.

    Extrem trockene Jahre wechseln sich mit extrem regenreichen ab.

    Und zwischendrin regnet es dann ausreichend und alle gedeiht.

    Wir haben wenigstens ausreichend Wasser aus unserem Tiefbrunnen, ebenso die Compañia, die ihren Wasserturm aus dem gleichen Reservoir füllt.

    Woanders sind viele Brunnen schon trockengefallen.

    Und wie gesagt, es ist erst Frühling. Die wirklich heissen und trockenen Monate kommen erst noch.


    Über dem Großraum Asunción hängt seit Tagen eine dichte Qualmwolke.

    Und auch woanders werden die Brände nicht weniger.

    Auch bei uns in der Nähe brannte es schon, auch bei unserem direkten Nachbarn. Direkt bei uns am Zaun konnte das Feuer gelöscht werden. Es kam von der Straße. Womöglich eine Zigarettenkippe.

    Und leider gibt es immer noch Idioten, die meinen, sie müssten jetzt ihre trockenen Felder und Wiesen abbrennen. Leider wurde bisher noch keiner dabei in flagranti erwischt.

    Ein Marktkollege brachte vorgestern Nacht ein Feuer gerade mal 30 m entfernt von seinem Haus und der Gemüseanpflanzung zum Stehen. Sie löschten mit Schaufeln und Hacken und der Hilfe von einigen Nachbarn.

    Er verbrannte sich dabei die Beine.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Unabhängig von der Lebensmittelversorgung etc. stellen wir fest, dass sich unser Nachwuchs wird umorientieren müssen.

    Die aktuellen beruflichen und schulischen Ausrichtungen passen nicht mehr in diese Zeit.

    Der Arbeitgeber des einen Kindes in Ausbildung kollabiert mit 1.400 Mitarbeitern.

    Das andere Kind zur Schule gehend hatte berufliche Ideen und Ausbildungsplatzzusagen, die nicht mehr gut sind.


    Besser jetzt beide für einige Jahre auf die Uni schubsen ?


    Wie macht ihr das mit euren fast erwachsenen Kindern ?

  • Vollzeitvater ich kann deine Fragen zwar nicht beantworten möchte dennoch meinen Senf dazuabgeben.
    Kinder sollen eine Ausbildung die Ihren Talenten und Fähigkeiten entspricht genießen dürfen, dann werden sie im Berufsleben Spaß haben und dadurch auch erfolgreich sein.
    Das Gedränge von Eltern in heute scheinbar sicher Berufe bringt außer Frust im Leben nicht viel. Corona lehrt uns das Berufe die vor Monaten noch knapp, gutbezahlt und im wachsenden Markt angesiedelt waren, zumindest kurzfristig nicht gebraucht werden. (Z.B Piloten )

    Also förder die Talent, unterstütze darin das sie selbstständig eine Ausbildung auszuwählen können, ganz egal ob UNI, Handwerk oder Freischaffende Kunst.


    Gruß


    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Wie macht ihr das mit euren fast erwachsenen Kindern ?

    Ich möchte an dieser Stelle zwei reale Herangehensweisen darstellen:

    Beispiel 1:

    Eine Person aus meinem Bekanntenkreis ist als Pharmazeutisch-technische Assistentin in einer Apotheke tätig. Mittlerweile auf die Gestellung von Heimmedikation via Blistermaschine spezialisiert. Als diese Person sich in ihrer Berufsfindungsphase fand, hat sie sich bewusst für ein Berufsfeld entschieden, dass auf der einen Seite auch nur näherungsweise ihrer Neigung entsprach, auf der anderen Seite eine gewisse "Versorgungssicherheit" bot, weil es eine gesetzliche Quasi-Jobgarantie gibt (in Deutschland ist per Gesetz eine gewisse Versorgungsdichte der Apotheken festgeschrieben). Krank werden die Leute immer und sie werden sich folglich auch immer irgendwie mit Medikamenten versorgen müssen.


    Beispiel 2:

    Ich hingegen bin einen gänzlich anderen Weg gegangen. Ich schwankte lange Zeit zwischen einem naturwissenschaftlichen Studium und einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium. Die wirtschaftswissenschaftliche Ausrichtung hätte mir auf der einen Seite natürlich eine gewisse "Versorgungssicherheit" gesichert, da ich als Diplom-Betriebswirt immer irgendwie untergekommen wäre. Alleine die geographische Flexibilität hätte mir deutlich mehr Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet.

    Ich wählte hingegen das Biologie-Studium, weil es meine Neigungen deutlich besser entsprach. Dass ich in gewisser Weise deutlich stärker ein Fachidiot dadurch und meine berufliche Tätigkeit nach dem Studium geworden bin verbessert natürlich auf den ersten Blick nicht unbedingt meine Beschäftigungsmöglichkeiten. Unternehmen, die im pharmazeutischen Bereich tätig sind, zahlen potentiell zwar leidlich gut (je nachdem, ob man bei einem großen Konzern tätig ist oder bei einem KMU), aber sind geographisch nicht unbedingt Wald- und Wiesenunternehmen, die es in jedem Dorf gibt.


    Wichtig unterm Strich ist, dass deine Kinder etwas finden, von dem sie glauben, dass sie es nicht nur während des Studiums oder der Ausbildung machen mögen, sondern auch für ein paar Jahre darüber hinaus. Vielleicht so fünf oder zehn Jahre. Dann haben sie erste Berufserfahrung gesammelt und je nachdem, wie ihre Familienplanung aussieht, werden sie so oder so umdisponieren müssen.


    Die Zeiten, dass jemand eine Ausbildung oder ein Studium abschließt und bei seinem ersten Arbeitgeber bis zur Rente verbleibt kommt heute praktisch nicht mehr vor. Tatsächlich habe ich einige solche Leute kennengelernt, die nach Berufsausbildung oder Studium den Arbeitgeber nie wechselten. Nur wenige waren in Summe zu hundert Prozent glückliche und zufriedene Menschen. Etliche waren aber eher Typ "verbitterter, alter Sack", der nur noch aufgrund von Trägheitsmoment in der Firma war. Oder weil sie mit Pattex an ihrem Stuhl klebten und nicht merkten, dass es für sie und die Firma besser wäre, wenn sie endlich in den (wohlverdienten) Ruhestand gingen.


    Wenn deine Kinder Zeit ihres Lebens neugierig und lernwillig bleiben, werden sie immer irgendwie etwas finden, womit sie ihr Auskommen finden. Die erste Berufsausbildung oder das Studium sind, in meinen Augen, lediglich das Rüstzeug, mit dem sie ihre künftige Lebenseinstellung bzw. Sichtweise auf die Welt und Herangehensweise an Problemen festlegen. Jemand, der eine naturwissenschaftliche Ausbildung hinter sich hat, hat ein anderes Mindset als jemand mit einer rein juristischen Ausbildung oder einem kaufmännischen Hintergrund.

  • Ich sehe das wie UrbanTrapper. Ich selbst bin nach abgeschlossenem Chemiestudium eine Zeit lang im IT-Bereich tätig gewesen und danach als Patentübersetzer. Keine klassische Karriere eines Chemikers, aber durchaus interessant, befriedigend bis begeisternd und familienkompatibel. Meine Älteste hat Skandinavistik und Musik studiert. Es war ihr völlig klar, dass das eine brotlose Kunst sein würde, aber sie argumentierte, sie habe dann wenigstens in der Zeit des Studiums etwas gemacht, was sie wirklich interessiert, und sie könne ja, falls es in der Branche nichts wird, immer noch als Kellnerin und Klamottenverkäuferin (ihre Studienfinanzierung neben dem Geld von Eltern/Großeltern) weiter arbeiten. Mittlerweile unterrichtet sie in einer Grundschule, und das gefällt ihr sehr. Nicht verbeamtet, sondern mit so jährlichen Angestelltenverträgen. Vielleicht wird sie das nicht noch Jahrzehnte so machen, aber momentan ist es sehr gut. Meine Zweitgeborene hat nach einer abgeschlossenen Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten beschlossen, noch mehr im medizinischen Bereich machen zu wollen, und steckt jetzt mitten in ihrer Ausbildung zur Notfallsanitäterin. Eine (oder zwei) abgeschlossene Berufsausbildungen können dir auch ungeahnte und sehr gute Wege öffnen.