• Ich räume gerade meine Sparkonten auf.

    Im Lauf der Jahre sind das leider einige zu viel geworden.

    Jetzt sehe ich beim kündigen der Sparkonten, dass die ganz überwiegend irgendwie zur Deutschen Bank gehören.

    Also mit Risikostreuung passt das nicht wirklich zusammen.

    Sind eure auch undercover zur DB gehörend ?

  • War die EInlagensicherung nicht so 100000€?


    Die Postbank gehört zwar zur Deutschen Bank, ist aber eigenständige Tochter und sollte beim Untergang der DB weiter bestehen. Ich weiß es nicht genau. Meine Sparkonten mit Festgeld habe ich bereits 2016 aufgelöst und habe andere Wege gesucht ein wenig der Inflation zu entkommen. Ich habe daher mich entschieden vieles breit in Aktien zu streuen und einen gewissen Teil Cash auf Tagesgeldkonten zu lagern. Dabei habe ich zwei bei unterschiedlichen Banken, weil hier und da gern mal die IT der Banken spinnt und man dann ohne Verzögerung flexibel bleiben kann.


    Suchst du eine Risikostreuung gegen einen Bankencrash?

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Ich gehe zwar davon aus, dass ein Crash, der eine der großen Banken(-verbünde) schnell und ohne wirksames Funktionieren der Einlagensicherung umhaut, auch alle anderen Institute arbeitsunfähig machen würde. Aber ich bin derzeit auch dabei, neben meiner Hausbank aus dem Sparkassenverbund ein bisschen mehr auf mein Konto zu einer privatwirtschaftlichen Bank umzuschichten. Das war ursprünglich nur fürs Brokerage gedacht, aber auf mittlere Sicht will ich da auch zwei, drei Monatsnettos auf dem Girokonto liegen lassen. Erstens für den Fall technischer Probleme bei der Hausbank, zweitens als Dry Powder, falls ich mal meine, jetzt schnell eine bestimmte Anlage machen zu müssen (aber eher unwahrscheinlich), und drittens, damit die Berater von der Hausbank nicht so oft nachfragen, ob ich das Geld vom Konto nicht in einen ihrer Fonds anlegen will.

  • Wie schnell auch zweite oder dritte Bankhäuser in Schwierigkeiten kommen können hat man ja 2008 sehr gut mitverfolgen können. Zuerst eine amerikanische Investmentbank, dann zwei, drei - sie fielen wie Doninosteine. Und ohne grosse Verzögerungen war der Rest der Welt betroffen. Ohne massive Finanzhilfe der Regierungen (mit unseren Steuergeldern, notabene) hätte es in einer richtigen Katastrophe geendet. Ich würde mich jetzt nicht blind darauf verlassen dass beim nächsten Crash (der zweifelsfrei kommen wird) wieder mit unseren Steuergeldern alles gerettet werden kann und / oder wird....

  • wieder mit unseren Steuergeldern alles gerettet werden kann und / oder wird....

    ... wird. Wir sind dazu da, um Steuern zu zahlen. ;-) Wer soll es sonst zahlen? Wir arbeiten ja auch, die Regierung gibt das Geld aus. Also ist der Weg des Geldes doch klar. :-)

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Die Postbank gehört zwar zur Deutschen Bank, ist aber eigenständige Tochter und sollte beim Untergang der DB weiter bestehen.

    Suchst du eine Risikostreuung gegen einen Bankencrash?

    Ich hab vor 50 Jahren mein Girokonto bei der Post eröffnet. Der Laden hieß damals "Postscheckamt Nürnberg Keßlerplatz". Heute nach zig weiteren Namensänderungen heißt das Teil aktuell "Postbank". Nur Bank ist das noch immer keine. Das ist eher ein Mißbrauch der deutschen Sprache. Unverändert hat sich all die Jahre erhalten den Kunden wie auf einer Behörde zu behandeln. Man wird dort vom hohen Roß aus als Bittsteller behandelt. Kurzum, für den täglichen Zahlungverkehr geht das Postbankkonto in Ordnung. Aber größere Beträge (wenn ich denn welche hätte), würde ich dort nicht aufbewahren. Und für ein Depotkonto paßt die Gebührenstruktur nicht. Da sind sie zu teuer. Wen sowas interessiert kann mal auf Gregors Seiten gucken: https://www.optimal-banking.de/

  • Die Postbank gehört zwar zur Deutschen Bank, ist aber eigenständige Tochter und sollte beim Untergang der DB weiter bestehen.

    Bin mir da nicht so sicher.

    Befürchte eher, dass ein Crash der DB auch die Postbank mit versenken würde.

    Personalunion , gemeinsame IT , Kollateralschaden ?

  • Befürchte eher, dass ein Crash der DB auch die Postbank mit versenken würde.

    Seit Blackrock 5,3% und Cerberus 3% Anteil an der Deutschen Bank halten, werden die den Laden wohl nicht so einfach untergehen lassen?

    Bekanntermaßen hält ja auch das Emirat Qatar 6% und auch die Chinesen haben 7,6% (HNA), dazu noch ein paar andere Hedgefonds. Kann meiner Meinung so schnell nix passieren?

    Bei den global Playern ist die DB wohl größenmäßig eher nur eine Klitsche: https://de.wikipedia.org/wiki/…%C3%9Ften_Banken_der_Welt (Platz 21)

    Einmal editiert, zuletzt von Matteo ()

  • Dass irgendwelche Private-Equity-Verwalter oder Staatsfonds sich über grundlegende ökonomische Entwicklungen oder gar umstürzente Krisen hinwegsetzen könnten, halte ich für eine gewagte Erwartung.

  • Dass irgendwelche Private-Equity-Verwalter oder Staatsfonds sich über grundlegende ökonomische Entwicklungen oder gar umstürzente Krisen hinwegsetzen könnten, halte ich für eine gewagte Erwartung.

    Der Blackrock mit 9 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen https://de.wikipedia.org/wiki/BlackRock nimmt bekanntermaßen sehr wohl Einfluß auf die operativen Geschäfte der beteiligten Unternehmen. Immerhin halten die Beteiligungen auch an allen 30 Dax-Unternehmen.


    Textauszug aus o.g. Link:

    Aus seinem Status als Treuhänder leitet BlackRock die Verpflichtung ab, mit den Unternehmen zu interagieren, an denen es Anteile hält. Zu diesem Zweck etablierte BlackRock ein sogenanntes Investment Stewardship Team, welches mit den Unternehmen kommuniziert und BlackRocks Positionen vertritt. Darüber hinaus gibt es weitere Vorgehensweisen, wie BlackRock Einfluss auf die Unternehmen nimmt. Dazu gehören der jährliche Brief an die CEOs, sowie eine ESG-Initiative.

  • Natürlich. Allerdings wird das ganze Geld nichts bringen, wenn es wirklich zu einem Bankencrash kommt, der die Deutsche Bank vernichtet.


    Dass die innerhalb der normalen Wirtschaftszyklen eingreifen, ist zweifelsohne korrekt.

  • Damit ist vermutlich der jährliche Brief mit "Merry Christmas" gemeint.

    Diese Briefe sind teilweise sogar öffentlich. Hier der, soweit mir bekannt, Neueste: https://www.ishares.com/de/pri…/de/larry-fink-ceo-letter

    Die Links für die Briefe aus den vergangen Jahren gibts hier ganz unten auf der Biographie-Seite in Englisch: https://de.wikipedia.org/wiki/Laurence_Douglas_Fink

    Darüber hinaus haben die aber auch noch Strategie- und Lobby-abteilungen, deren Schreiben an Vorstände, CEOs, usw. nicht öffentlich sind.


    Der Larry Fink, also der Chefe vom Blackrock (Chairman & Chief Executive Officer), wenn der mal bei Dir in der Firma eingestiegen ist, dann ist Schluß mit lustig. Solange Du ordentlich anschaffst, und jedes Jahr einen fetten Batzen Geld nach New York rüber wachsen läßt, gibts höchstens Gejammer, das es zuwenig ist. Solltest Du aber Dich erdreisten rote Zahlen zu schreiben, dann kannst Du versichert sein von den Blackrocks verschärft in den A. getreten zu werden. Solche Unternehmen, ohne Zukunftsaussichten, aus deren (Heuschrecken-)Sicht, werden blitzschnell zerschlagen, dichtgemacht, verkauft, usw.

    Das sind ausgewiesene Experten einem kaufmännischen Leichnam erst nochmal richtig in die Tasche zu langen.

  • Das ist sicher ein Aspekt. Dir Arbeit von Invrstmentfirmen ist aber mehrdimensional. Und für Kaliber wie Blackrock gelten nochmal besondere Regeln.

  • Hm... Einlagensicherung pro Konto schön und gut... aber war da nicht neulich mal n grosser Reiseveranstalter wo ja auch jeder Reisende auch "abgesichert" war, dann aber die Gesamtschadenssumme plötzlich zu hoch war und doch nicht mehr jeder sein Geld zurückbekam? Könnte das nicht bei den notleidenden Banken auch mal passieren? Irgendwann ist die Summe halt doch so gross dass der Staat halt nicht mehr helfen kann und will und der Sparer doch mit Verlusten rechnen muss, oder?

  • Gibt keinen Einlagensicherungsfond pro Konto, sondern pro Kreditinstitut.


    Wenn ich bei der Sparkasse 5 Konten, Giros, Tagesgeld, Sparbücher, was auch immer habe, dann ist alles zusammen mit 100.000€ abgesichert.

    Wie sich das mit Tochterbanken verhält, weiß ich nicht. Was mich das Leben allerdings bis jetzt lehrte, ist, das man als kleiner Mann immer der angeschmierte ist.


    Ich bekomme jedes Jahr die Infos zum Einlagensicherungsfond, dort steht im Kleingedruckten, das der Fond im Falle einer Krise der gesamten Kreditwirtschaft sowieso nicht greift.

    Nahezu alle Banken sind über eine lausige GmbH diesbezüglich rückversichert. Das Stammkapital und deren Bilanz findet man bestimmt im Internet. Ich hatte mir die Mühe zuletzt 2010 gemacht.


    Und wie man zuletzt bei der Bankenpleite gesehen hat, bleiben auch Gemeinden und Firmen auf dem Verlust sitzen...


    Man hätte auf den Infozettel von der Bank auch einfach schreiben können: "wir können nix und deine Kohle ist eh weg, besser du legst es unters Kopfkissen"


    Meint zumindest der Offroader

  • Wenn ich bei der Sparkasse 5 Konten, Giros, Tagesgeld, Sparbücher, was auch immer habe, dann ist alles zusammen mit 100.000€ abgesichert.

    Wie sich das mit Tochterbanken verhält, weiß ich nicht. Was mich das Leben allerdings bis jetzt lehrte, ist, das man als kleiner Mann immer der angeschmierte ist.

    Man hätte auf den Infozettel von der Bank auch einfach schreiben können: "wir können nix und deine Kohle ist eh weg, besser du legst es unters Kopfkissen"

    Gerade auch bei der Absicherung gilt der alte Spruch:

    "Nie alle Eier in einen Korb".

    Empfehlung wäre eventl. zusätzlich ein Konto außerhalb der EU, falls mal der Euro crasht, z.B. sowas hier:

    https://www.deutscheskonto.org/de/transferwise/borderless/

    Und es soll ja auch Leute geben, die haben ihre Schweizer Fränkli, oder Norwegerkronen, in Cash unterm Kopfkissen. Da muß man nur aufpassen, wenns alle paar Jahre dort neue Scheine gibt. Darüberhinaus gibts dann ja auch noch das Währungsrisiko. Der jeweilige Umrechnungskurs kann sich positiv entwickeln, oder aber eben auch nicht.

  • Absatz 1+2: ist das "Tochterunternehmen" ein rechtlich eigenständiges KI, gilt die Einlagensicherung separat. Die 100k Euro würde ich wörtlich nehmen!


    Absatz 3: im Rahmen der zulässigen Rechtsformen ist die GmbH mit diesem Geschäftszweck ja die ökonomischste Variante ;)


    Absatz 4:

    Die Instis und Öffis sind schon seit sehr langer Zeit bei Einlagensicherung außen vor, schlicht und einfach, weil deren Einlagenvolumen so hoch wäre, dass deren Absicherung nicht stemmbar wäre. Dann wäre von vornherein klar, dass der Staat einspringen MUSS, dann würde ja das Kartenhaus per se den Anschein erwecken, es könnte wackeln - du Schalk ;)

    Ein guter Kämmerer hätte schon vor über 10 Jahren statt Einlagen einen inflation-linked-bond-ETF auf EUR genommen und die sichere negative Rendite einkalkuliert, statt unbeherrschbare Einlagenrisiken einzugehen. Das Parken von nicht gesicherten Einlagen hat ein Risikoprofil, dass kaum durch andere "vernünftige" Finanzinstrumente zu toppen ist: ich lege Geld ein, bester Ertrag = Null Rendite, dafür volles Kreditrisiko bei mittlerer bis schlechter Bonität. Das würde aber "der kleine Mann" auch nach über zehn Jahren schleichender Enteignung und realer Negativrendite bei Sparprodukten nicht verstehen, warum "seine Gemeinde" sehenden Auges negative Renditen kauft (was jeder Geldmarktfonds seit Jahren tut).... Dafür ist jetzt das Geschrei umso größer, ist doch die ganze Kohle weg statt 0,4% p.a. an Einlagengebühr.


    Absatz 5: die Mitglieder der Einlagensicherung für die Privaten dürfen wegen Greensill schön zahlen dieses Jahr.... Wenn sich sowas häuft, wird es mal wieder eng mit dem Kapital.... Wir erinnern uns (ungern) an die Zeiten, als die größeren Banken die Nachranganleihen für 10%+X rausgehauen haben....


    offroader, leider hast du im Kern Recht :(

  • Ich merke gerade das je weniger man besitzt man um so weniger Sorgen hat. Sobald Sparverträge oder Lebensversicherung fällig sind räume ich ab. Als Prepper hat man genug Möglichkeiten überflüssige Kohle in Sachwerten anzulegen. Das "Luxusproblem" zu viel Finanzen zu besitzen hatte ich noch nie in meinem Leben. Was ein Glück.:)

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Das "Luxusproblem" zu viel Finanzen zu besitzen hatte ich noch nie in meinem Leben. Was ein Glück.:)

    Ich eigentlich auch nicht ;).

    Vor 9 Jahren gab es bei mir einen "Karrieresprung", der mir monatlich ein paar Hunderter mehr einbrachte. Vor 5 Jahren habe ich das ersparte Geld plus damals sehr günstigem Kredit in ein altes Haus in Oberösterreich investiert und renoviert. Danach war ich erst einmal ziemlich "abgebrannt", beginne aber seit heuer wieder intensiv anzusparen. In 4 Jahren möchte ich in Pension gehen und da würde ich gerne die Restschulden begleichen.

    Mich beschäftigt daher schon die Frage, wie ich das Ersparte vernünftig und SICHER anlege. Ich habe Fixzinsen vereinbart und kann bei meinem Kreditvertrag nicht verlustfrei vorzeitig zurückzahlen. Langfristige Anlagen machen auch keinen Sinn.

    Das Geld ruht derzeit auf einem 0815 Sparbuch, ich plane ab einer gewissen Summe immer die Hälfte abzuheben und in Gold und Silber anzulegen (sofern der Kurs günstig ist).

    Davon möchte ich eine Hälfte daheim versteckt und eine Hälfte im Banktresor aufbewahren.

    Virtuelle Währungen kommt für mich eher nicht in Frage.