Artikel: Fluthelfer beschimpft und angegriffen

  • Jetzt sind auch noch die Prepper Schuld an Angriffen auf THW-Angehörige in den Flutgebieten:


    https://www.n-tv.de/panorama/F…ffen-article22701554.html


    "Das geht dann soweit, dass unsere Helferinnen und Helfer beschimpft werden. Wenn sie mit Einsatzfahrzeugen unterwegs sind, werden sie mit Müll beschmissen." Dahinter steckten frustrierte Flutopfer, vor allem aber Menschen aus der Querdenker- und Prepper-Szene, die sich als Betroffene ausgäben und bewusst Stimmung machten."


    Ja, nee, is klar! Diejenigen die vorbereitet sind und helfen wollen sind jetzt quasi die Agitatoren gegen die Hilfskräfte.


    Herr lass Hirn vom Himmel fallen!

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Baerti : Genau den gleichen Artikel wollte ich auch gerade zitieren und habe einen passenden Thread gesucht, um jetzt festzustellen: da isser ja schon ;)

    Ich hatte zuerst das Video-Interview gesehen und dann den Artikel gelesen.


    Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass Prepper die Einsatzkräfte mit Müll bewerfen und beschimpfen.

    Das erscheint mir völlig an den Haaren herbeigezogen.

    Im Gegenteil! Ich kann mehr eher vorstellen, dass geholfen wird, wo und wie es nur geht! Service to Others. (Siehe z.B. den Bericht von DarkKnight hier)


    Ich habe eher das Gefühl, man weiß nicht wirklich (oder will es nicht sagen), wer die „Bösewichte“ sind, die Müll werfen, deswegen wirft man zwei Schlagworte in den Raum, die jeder kennt und mit „staatsgefährdende, verrückte Spinner“ in Verbindung bringt…


    Gruß,

    Schwarzstart

    -<[ N u n q u a m - N o n - P a r a t u s ]>-

  • Ob die Zuschreibungen stimmen, mag dahingestellt sein. Was ich ziemlich daneben finde, ist die Erwartungshaltung, die man öfter mal in Reportagen aus dem Flutgebiet mitbekommt, wenn Leute sich beschweren, dass sie keine Hilfe bei den Aufräumarbeiten bekämen. Das scheint mir schon eine ziemlich seltsame Anspruchshaltung zu sein.


    Natürlich ist klar, dass bevorzugt diejenigen Leute zu Wort kommen, die sich publikumswirksam aufregen, und nicht diejenigen, die einfach anpacken und keine Lust haben, vor die Kamera zu gehen. Trotzdem bleibt da ein ziemlich unguter Eindruck.

  • Vermutlich waren das weder Prepper noch Querdenker, sondern ganz normale Betroffene.

    In der Einsatzschulung lernt man eigentlich, als Uniformierter Helfer mit gestressten Opfern etc. deeskalierend umzugehen.

    Vermutlich waren sowohl Helfer als auch Opfer emotional am Limit.

    Und die Helfer hätten einen älteren Kollegen hin zu ziehen können zwecks Deeskalation.

    aus D / NRW

  • Wenn man mal die ungefilterten Interviews sieht und direkte Nachrichten aus dem Krisengebiet sieht , kann man durchaus verstehen dass die Betroffenen teils sehr schlecht auch die Obrigkeit (die sich im TV ungeniert feiern lässt) zu sprechen sind.


    Allerdings gehen Unmutsäusserungen gegenüber den Kräften vor Ort gar nicht!

    Die können nix für das aktuelle Missmanagement.


    Dass nun "Prepper und Querdenker " Rettungskräfte angreifen... naja... unsere Presse halt...

    Gibt es dazu Videos dass man sich selbst ein Bild machen kann, oder nur "Berichte"?

  • Dass nun "Prepper und Querdenker " Rettungskräfte angreifen... naja... unsere Presse halt...

    Gibt es dazu Videos dass man sich selbst ein Bild machen kann, oder nur "Berichte"?

    Am betsen wäre, wenn es dazu mehr Informationen gäbe, so z.B. Interviews mit den Akteueren.


    Wie erkennt man eiegntlich Prepper?


    am Tarnfleck? Patches?


    Warum sollte ich als Prepper die Einsatzkräfte bewerfen? Ich käme im Traum nicht drauf.


    ---


    Meine Vermutung(!) wäre daher erstmal, dass es sich zumindest bei den Preppern weniger um das öffentlche Bekenntnis handelt "ich bin Prepper und deswegen hasse ich das THW Personal", sondern eher um eine jouralistische Zuordnung.


    Der gewöhnliche Prepepr gilt heute nun mal nicht als Unterstützer sondnern als Feind staatlicher Strukturen. Dazu trägt auch das Image aus den USA bei, aber selbstverstänndlich auch dieses Forum, das sehr vielen Mitglieder bsitzt, mit einer grundsätzlichen staatsfeindlichen Argumentationskette.

    Ich kreide das schon seit vielenn Jahren an (auch weil ich es falsch finde, er auch weil es unser Reputation massiven Schaden zufügt), bin da aber hier in einer Minderheit.


    Das Image der Prepper als "gefährliche Idioten" hat sich also unsere Gemeinschaft über die Jahre schon selber hart erarbeitet.


    Wer das anders sehenn will: Bitteschön.


    MfG

    Einmal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • In der Einsatzschulung lernt man eigentlich, als Uniformierter Helfer mit gestressten Opfern etc. deeskalierend umzugehen..

    Interessant. Wie geht man denn deeskalierend damit um, dass man beworfen wird?

    Vermutlich waren sowohl Helfer als auch Opfer emotional am Limit.

    Ist das jetzt der Versuch, das Verhalten der Müllwerfer auch noch zu entschuldigen?


    MfG

    Einmal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • aber selbstverstänndlich auch dieses Forum, das sehr vielen Mitglieder bsitzt, mit einer grundsätzlichen staatsfeindlichen Argumentationskette.

    Hier argumentiert niemand staatsfeindlich und wenn wird das entfernt. Man darf legitime Kritik an staatlichen Maßnahmen zum Katastrophenschutz oder der Pandemiebekämpfung nicht mit staatsfeindlichen Gesinnungen gleichsetzen, die die Gesetze nicht akzeptieren wollen, demzufolge die Autorität von Behörden ablehnen und einen eigenen Staat gründen wollen, etc.


    Der Ruf der Prepperszene und das Gleichsetzen von Reichsbürgern, Querdenkern und Preppern in der Presse liegt an den zig Facebook Gruppen, wo sich solche Personen als Prepper bezeichnen und auf den großen Austausch oder ähnlichen Schwachsinn vorbereiten.


    Wir tragen definitiv nicht zum negativen Bild der Prepper bei. Ganz im Gegenteil.

  • Hier argumentiert niemand staatsfeindlich und wenn wird das entfernt. Man darf legitime Kritik an staatlichen Maßnahmen zum Katastrophenschutz oder der Pandemiebekämpfung nicht mit staatsfeindlichen Gesinnungen gleichsetzen, die die Gesetze nicht akzeptieren wollen, demzufolge die Autorität von Behörden ablehnen und einen eigenen Staat gründen wollen, etc.

    Für mich ist das dauernde Schimpfen auf staatliche Entscheidungen und Entscheidungsträger auch "staatsfeindlich"., auch wenn es natürlichen keinen Strafttatbestand erfüllt, sondern idR von der freien Meinungsäußerung locker gedeckt ist. (was auch gut ist)


    Vielleicht hätte ich einen anderen Begriff wählen sollen? Staats-phob???


    Ein Resultat daraus ist meiner Ansicht nach eben das heute erlebte Image in weiten Teilen der Presse. (von der viele hier im Forum auch nichts hält)


    Die hatte ja z.B. durch Covid-19 und im Zuge anderer Ereignisse in den letzte Jahren sicherlich auch einiges recherchiert. Sehr unnwahrscheinlich, dass man da nicht auch im Forum hier mitgelesen hat und was hier so geschrieben wurde und wird wissen wir ja beide.


    Möglicherweise empfinden wir es nur anders.


    Das ist übrigens keine Kritik an Dir, die Zusammensetzung der Leute ist eben so wie sie ist, das Thema zieht nun mal keinen durchgemischten Bevölkerungsquerschnitt an, sondern bevorzugt die "eher unzufriedenen".


    Man darf sich dann halt nicht über die daraus resultierende Außenwahrnehmung wundern.


    Ich kenne keinen Prepper, von dem/der ich mir vorstellen kann, Einsatzkräfte zu behindern. Warum zum Teufel soll maan das tun?

    Wie also kommt also so ein Bericht zustande?


    MfG

    3 Mal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • Für mich ist das dauernde Schimpfen auf staatliche Entscheidungen und Entscheidungsträger auch "staatsfeindlich".,

    Du magst das so sehen, das entspricht aber nicht der Definition von staatsfeindlich.


    Ich kann deine Sichtweise also nicht nachvollziehen, dass unser Forum zum negativen Image der Prepper beitragen würde.

  • -EDIT-

    Ähnlicher Artikel wurde bereits vor 7. Stunden von Baerti in einem anderen Thread des Forums erwähnt/benannt.

    -EDIT-


    Hier ein aktueller Bericht aus dem Zeit Onlineportal:


    THW klagt über Angriffe auf Helfende vom 24.07.21


    Zum Artikel


    Es wird darin darüber berichtet, dass THW Helfer von "frustrierten Flutopfern" beschimpft und mit Müll beworfen werden.


    Und jetzt kommts:

    Querdenker und Prepper sind natürlich mit von der Partie und sollen sich als Betroffene ausgeben um bewusst Stimmung zu machen. ?!


    Was mich mal wieder dabei irritiert. Das ganze wird in einem Satz genannt aber eine Erklärung was damit gemeint sein soll erfolgt natürlich nicht. Es kann sich also wieder jeder dazu denken was er will...

    Einmal editiert, zuletzt von JohnLittle ()

  • Ich kenne keinen Prepper, von dem/der ich mir vorstellen kann, Einsatzkräfte zu behindern. Warum zum Teufel soll maan das tun?

    Wie also kommt also so ein Bericht zustande?

    Auch unter Einsatzkräften gibt es "geltungssüchtige" Menschen, die gerne Geschichten erzählen.


    Wie man auf die Idee kommt Angriffe von verzweifelten Anwohnern auf offenbar eigens angereiste Querdenker oder Prepper zu schieben, kann ich nicht nachvollziehen. Das entbehrt jeder Grundlage und kann nur dem Bereich der Phantasie entsprungen sein.

  • Es ist wie es ist.


    Ich bin bisher noch auf keinen Artikel gestoßen wie: "Die Prepper hatten doch recht mit dem Notvorrat" oder "Prepper helfen Nachbarn", was ja (hoffentlich) die viel wahrscheinlicheren Szenarien wären.


    Stattdessen lese ich jetzt von Preppern zusammen mit den Querdenkern als Störer.


    Man sollte sich schon mal überlegen, wie sowas kommt.


    Natürlich kann einem das alles auch egal sein (was kümmerts mich was andere denken...), nur darf man sich dann halt auch nicht beschweren, dass wir Prepper keinerlei Lobby haben.

  • Man sollte sich schon mal überlegen, wie sowas kommt.

    Das liegt daran, dass Zeitungen das schreiben, was Leute lesen wollen = Klicks bringt.


    Ich habe die letzten Jahre weit über 50 Interviews gegeben. Davon erschienen sind etwa 10. Weil es einfach langweilig war was ich ihnen erzählt habe und so gar nicht dazu passte was sie schreiben wollten.


    Sie konnten von mir keine Bestätigung für all die Vorurteile bekommen, die sehr gerne platzieren wollten.


    Wenn ich in einem Artikel zu Wort kam, begann der Artikel aber meist mit "in den USA haben alle Prepper Waffenlager, Bunker und sind Nazis. In Deutschland ist das nicht immer so. Manche sind auch normal .... "

  • Bezüglich des "Kleinkram" ist das so eine Sache, da müsste man definieren, was gemeint ist.

    Für mich: das was ich sorgenfei (=/= schmerzfrei) aus eigener Kraft bezahlen kann, auch wenn es 2x kurz hintereinander passiert.

  • Warum liest man auch in diesem Form kaum noch Beiträge von "Preppern der ersten Stunde"?


    Ich denke, das es daran liegen wird, das sich sowohl die Ansicht darüber, was Preparedness bedeutet, als auch der hesamtgesellschaftliche Kontext geändert haben.

    Im Jahr 2012 war es bespielelsweise Usus, das wir in den Foren die taktische Sicherung von Grundstücken besprochen haben. Service to others war da immer ein beliebtes Thema, wobei da i. Meiner Erinnerung nicht gemeint war, jedem Deppen irgendwie Hilfe aufzudrängen, vielmehr ging des darum Gemeinschaften im Vorfeld zu bilden, das dann, in echten Krisenfall autonom aktionsfähig sind und im Idealfall mit anderen Gruppen interagieren.

    Mit dem Steigen der medialen Präsenz ab 2014 wurden diese Ansätze immer seltener diskutiert, diverse Foren machten divjt5.

    Stattdessen gab es plötzlich irgendwelche Facebookgruppen die das heutige Klischee etablierten.


    Gruß


    Tid

  • Ich habe die letzten Jahre weit über 50 Interviews gegeben. Davon erschienen sind etwa 10. Weil es einfach langweilig war was ich ihnen erzählt habe und so gar nicht dazu passte was sie schreiben wollten.

    Das glaube ich Dir gerne. Die Leute wollen lieber von Katastrophen, Versagen und Freaks lesen als "eigentlich läuft alles ganz gut". Das betrifft alle Teile des Lebens und wird beim Konsum von Medien auch gerne vergessen.


    Dass Prepper in eine Schublade mit Querdenkern gesteckt werden (es gibt da meiner Einschätzung nach auch größere Schnittmengen und gegenseitige Sympathie) war jetzt kein unabwendbares Schicksal, sondern ist eben der Zusammensetzung unserer Szene geschuldet. Die ist halt wie sie ist und bietet z.B. hier ein öffentliches Schaufenster der verschiedenen Strömungen und Meinungen.


    Und zumindest meine Einschätzung ist es, dass sich da bei einem breiten spektrum am Medienschaffenden eben das Bild ergeben hat, das heute von us gezeichnet wird.

    Das wird man auch nicht ändern können, ich teile nur nicht das plötzliche Erstaunen darüber, dass man uns nicht leiden mag und wir uns als bequemes Feindbild anbieten, wobei wir eigentlich gerade in der Katastrophe Vorbilder hätten sein können.


    MfG

    2 Mal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • Ich weiss nicht was sich gewisse Journalisten mit solchen Meldungen erhoffen zu erreichen. Ablenken von was?

    Dass Schadensereignisse in dieser grösse gar nicht alles wie am Schnürchen läuft ist wohl jedem klar.

    Ich kann mir das schlicht nicht vorstellen was da passiert sein soll und vor allem warum?

    Den einten oder anderen Vorfall wird es sicher geben da vor allem bei den betroffen die Nerven blank liegen dürften.

    Warum soll jemand einen Helfer mit Müll beschmeissen?

    Plünderungen? In Gegenden in die kaum zu kommen ist? Ortsfremde die nicht auffallen auf dem Dorf?

    Wohl eher versicherungstechnische Fragen....Warum sollen sich "Prepper" und "Querdenker" zusammentun und Stunk machen.

    Querdenkern geht es vor allem um Corona und nicht um Überschwemmungen. Da sehe ich jetzt keinerlei Zusammenhang ausser das gewisse Gruppen schlecht gemacht werden sollen in den entsprechenden "Fachblättern".


    Aber für (zu) viele Leser muss es ja stimmen, sie haben es ja schliesslich in der Zeitung gelesen und im Fernsehen hat der Reporter auch davon gesprochen.

    Ich verliere nicht! Entweder ich gewinne oder ich lerne.

  • Wenn ich in einem Artikel zu Wort kam, begann der Artikel aber meist mit "in den USA haben alle Prepper Waffenlager, Bunker und sind Nazis.

    Das zeigt doch mal ieder genau worauf ein Großteil der Medien aus ist. Diese Schlagworte als Clickbait eingesetzt bringen Umsätze - nur darum geht es noch.


    Ich denk grad über den Schwachsinn mit den Müllschmeissenden Preppern nach....

    Jeder vernünftige Prepper wird einen Teufel tun und mit irgendwas um sich werfen !


    Von mir ausgegangen = Wenn ich leere Bockwurstgläser duch die Gegend feuere mach ich ja nur Leute auf mich aufmerksam die evl. auch Hunger auf Bockwurst haben. Denen will ich ja nicht noch die Lagerstätte kundtun.


    Wenn ich in der "Aufräum Situation" nach dem Desaster wäre würde das nach hinten raus geschehen,mit vorne fast komplett runtergelassenen Rolläden. Meine Wertgegenstände quasi auf dem Bürgersteig trocknen und dem Gesocks das zwischen Meins und Deins nicht unterscheiden kann noch einen SB - Laden aufmachen ?


    Leise und unauffällig ja - aber rumpöbeln und schmeissen ? Das würde ja noch die letzten Reste der Vorbereitung ins Absurde führen.


    Blöd nur das die Medien-Leute das nicht so weit hinterfragen und verstehen wollen.Daher wären das auch die letzten mit denen ich in so einer Situation sprechen würde !!

    Aus dem Norden von DE bzw. dem Süden von ES gesendet