Bug Out Vehicle

  • Ich bekomme demnächst ein gebrauchtes "neues" Auto, diesmal einer mit 4WD. Bisher fahre ich einen Ford Focus Baujahr 2004, von dem mein Schrauber sagt, "der ist einfach unkaputtbar". All mein Bug Out Geraffel (abgesehen vom Rucksack) ist dort schön brav versteckt untergebracht, aber das war es auch. Mit dem neuen Wagen habe ich die Möglichkeit, sogar mal äußerlich als "Offroader" auf die Kacke zu hauen und mir zB nen Dachgepäckträger mit wahlweise Equipment oder Dachzelt, Frontschutzbügel, AT-Reifen, Höherlegung, Winde und keine Ahnung was noch alles ein echtes BOV zu schaffen. Mit dann natürlich Unmengen mehr an Stauraum für Schlafen, Benzin, Wasser, Elektrik / Strom etc. ...


    Abgesehen von den Kosten, die ich nur nach und nach bewältigen könnte, bewegt mich eine Frage derzeit sehr: Ist es sinnvoll, wenn man es dem Fahrzeug gleich ansieht? Also Grey-Man-Prinzip versus Understatement. Bei einem 11 Jahre alten Dacia Duster ohne genauere Typenkennzeichnung außen denkt erstmal niemand an BOV oder Offroadfähigkeit. Wenn ich den aber entsprechend aufmotze (was mein Jubidubiduuu-Zentrum sehr treffen würde :grinning_face_with_smiling_eyes: ), wäre es ja sofort sehr sichtbar.


    Wie handhabt ihr das mit eurem Bug Out Vehicle? Und wie würdet ihr es handhaben, wenn ihr einen Offroader bekommen würdet?

  • Wie handhabt ihr das mit eurem Bug Out Vehicle? Und wie würdet ihr es handhaben, wenn ihr einen Offroader bekommen würdet?

    Ich würde so viel wie möglich IM Fahrzeug dauerhaft vorhalten. Allenfalls außen die Vorbereitung für zum Beispiel Kraftstoffkanister und die Vorbereitung für einen Dachgepäckträger. Entweder dauerhaft montiert oder mit Schnellverschlusssystemen, zum Schnellen auf und abrüsten.


    Einzig die Höherlegung mit entsprechenden AT-Reifen würde ich "zugestehen". Im Alltag ist alles, was außen drangetackert wird den Verbrauch ungemein erhöhend.


    Davon ab gibt es für mich als Offroader nur die alten Landrover und die alte G-Klasse. Die neuen Modelle sind einfach unverschämt im Einstandspreis und mit unnötigem Schnickschnack überfrachtet. Oder in Groß einen MAN KAT mit vier Achsen. Da spielt Tarnung dann aber auch keine Rolle mehr, dafür komme ich damit gefühlt überall hin. Und für den Alltag ist so ein Geschoss dann definitiv nichts.


    Ansonsten würden meine BEVA und ich wahrscheinlich mit der E-Klasse und den Pferden auf dem Anhänger und meinen C 70 dorthin fahren, wo es etwas ruhiger ist.

    aus DE gesendet...

    Einmal editiert, zuletzt von UrbanTrapper ()

  • Ergänzend noch zu den Außenanbauten: da weiß ich nicht, ob du eine ABE oder so einen Blödsinn benötigst, wenn du an deinem Auto außen bauliche Veränderungen vornimmst.


    Auch weiß ich nicht, wie deine Wohnsituation ist. Wenn du dein BOV nicht in eine Garage wegsperren kannst, könnte es sein, dass die beweglichen Anbauteile früher oder später Beine bekommen.

    aus DE gesendet...

  • Ergänzend noch zu den Außenanbauten: da weiß ich nicht, ob du eine ABE oder so einen Blödsinn benötigst, wenn du an deinem Auto außen bauliche Veränderungen vornimmst.


    Auch weiß ich nicht, wie deine Wohnsituation ist. Wenn du dein BOV nicht in eine Garage wegsperren kannst, könnte es sein, dass die beweglichen Anbauteile früher oder später Beine bekommen.

    Die erste Frage beschäftigt mich ebenfalls, da muss ich mich noch schlau machen, notfalls mit einem Anruf beim Tüv.


    Was das Beine bekommen angeht: Ein Kollege hat einen Jeep Wrangler UL, bei dem er seitlich abschließbare Kanisterhalterungen an Airflowschienen befestigt hat. Die Kanister an sich nimmt er nur mit, wenn er in Urlaub fährt. Auf seinem Dachträgersystem (Rhino Rack) hat er eine Kiste permanent irgendwie diebstahlsicher installiert, alles andere kommt auch dort erst für den Urlaub drauf. Der Wagen steht immer draußen. Da auch ich keine Garage habe, würde ich es ähnlich machen, zumal es deutlich Sprit spart, wenn ich nicht immer voll aufgerödelt fahre. Meine gefüllten Ersatzkanister nehme ich ja jetzt auch nicht auf die Alltagsfahrten mit.


    Tja, ich bin nicht sicher, wie ich es lösen werde, aber dein Vorschlag weiter oben hat schon etwas für sich in Punkto Sichtbarkeit und Sicherheit. Einen alten Landy oder ne alte G-Klasse, hach ja, das wär was... *träum*. Dafür reicht aber das Geld und mein Fachwissen nicht aus. :confused_face:

  • Ich würde bei einem BOV auf maximale Reichweite/Ausdauer wert legen. D.h. das Optimum aus Spritverbrauch und Tankinhalt, Zuladung und Gesamtgewicht, Wartungsintervallen und Reparaturfreundlichkeit.


    >1000km Reichweite mit einer Tankfüllung, 500km Zusatzreichweite mit Kanistern, ohne dabei viel Stauraum opfern zu müssen.


    Ein PKW mit deutlich mehr als 6l Durchschnittsverbrauch fällt für mich dann schon durchs Raster.


    Oder ein zwar leicht zu reparierender Lada Niva, den ich aber auch alle 500km reparieren muss. Wäre auch nichts für mich.


    Unterm Strich halte ich die Effizienz beim Spritverbrauch für am wichtigsten. In allen für mich denkbaren BOV-Lagen wird man kaum noch Sprit bekommen. Also muss man jederzeit mit dem auskommen, was man an Bord hat.

  • Ich bin auch ein Freund von Geländegängigkeit und mein nächster Untersatz wird definitiv etwas mit Allrad, echten Sperren (nicht rigendein Elektronikfirlefanz), Bodenfreiheit, Wattiefe und AT Reifen ABER


    Hat das überhaupt Sinn? Wenn ich mir die Topographie in meiner Gegend so ansehe, dann stößt man mit jedem Landfahrzeug recht schnell auf ein unüberwindbares Hindernis. Also ist man erst recht wieder aufs Strassennetz angewisen und die notwendige Geländefähigkeit reduziert sich darauf, Hindernisse im Strassennetz zu umfahren. Wiese, Schotterweg, Unebenheiten etc.

    Kraweel, Kraweel! Taubtrüber Ginst am Musenhain!


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  • Hat das überhaupt Sinn? Wenn ich mir die Topographie in meiner Gegend so ansehe, dann stößt man mit jedem Landfahrzeug recht schnell auf ein unüberwindbares Hindernis.

    Ist hier bei uns in der norddeutschen Tiefebene doch auch nicht anders.

    Entweder hast du alle Nase lang irgendwelche Bäche im Weg, die sich mit den meisten handelsüblichen Allradfahrzeugen aufgrund der Böschungswinkel nicht zu durchfahren sind. Man denke da zum Beispiel an die Schloote, die vor allem an der norddeutschen Küste zu finden sind. Einige Meter breit mit in der Regel unkalkulierbarer Tiefe. Ich habe Schloote gesehen, die waren zwei Meter breit und beinahe ebenso tief, bis man überhaupt auf Wasserniveau ist.


    Und erst die Flüsse und Hügel-/Bergzüge... Den Deister südlich von Hannover kann man mit dem PKW offiziell nur an einer Stelle überqueren (Nienstedter Pass) und ansonsten westlich und östlich umfahren.

    Flüsse haben wir hier auch so einige. Weser, Aller, Leine, Elbe, Ems,... um nur die größeren zu benennen. Wenn man also nicht einen Brückenlegepanzer Leguan auf Tasche hat, dann wird man bei den meisten Überquerungen ziemlich alt aussehen. Und gerade Weser und Elbe, da wird man mit den paar nen 20 Meter auch nichts mehr.


    Ich habe das kürzlich erst wieder bei meinen Planungen für die Radtour gemerkt. Irgendwann auf der gewünschten Route muss ich die Aller überqueren. Aber da, wo ich zuerst rüber wollte, war keine Brücke, sondern irgend so ein Stauwehr in der Aller. Da kann man natürlich zu Fuß, sicherlich auch mit schwerem Rucksack rübermachen, aber nicht mit einem schwer bepackten Fahrrad. 🙈 Also blieb mir nichts anderes übrig, als doch in den sauren Apfel zu beißen und eine Strecke durch Winsen(Aller) zu wählen. 😔 Unabhängig davon, dass ich das durchfahren von großen Städten mit dem Rad vermeiden wollte, bedeutet das einen Umweg von 5 bis 10 Kilometer. 🙄


    Und sowas muss man bei der Auswahl seines BOV sicherlich auch in die Kalkulation einbeziehen. Da ist ein Fahrzeug, das mehr nach "Alltag" aussieht vielleicht sogar hilfreicher, wenn man eh über weite Strecken Straßen fahren muss. Und seien es irgendwelche Nebenstraßen.

    aus DE gesendet...

  • Zum Thema Verbrauch: habe auf meinem Auto AT- Reifen und eine Pioneerplattform von RhinoRack mit Dachzelt und Kanisterhalterung… sind ca 1,5l Mehrverbrauch

  • Und sowas muss man bei der Auswahl seines BOV sicherlich auch in die Kalkulation einbeziehen. Da ist ein Fahrzeug, das mehr nach "Alltag" aussieht vielleicht sogar hilfreicher, wenn man eh über weite Strecken Straßen fahren muss. Und seien es irgendwelche Nebenstraßen.

    Mein 4-er Golf, 2-Türer, 2-Sitzer, mit 101 PS AXR-Diesel, aus dem Jahr 2001. Grüne Pakette. 1000 km ohne Zusatzkanister oder Umbauten problemlos möglich. 3 x 20 Liter Kanister geben nochmals 1000 km. Gut für 2 Personen, eventl. mit etwas Campingausrüstung. Preiswerte Ersatzteile, Unauffällig, usw. Keine Allterrainreifen, sondern eher Michelin Energysaver. Geht bei freier Bahn bis nahe an die 200 km/h.

  • Wenn ich den aber entsprechend aufmotze (was mein Jubidubiduuu-Zentrum sehr treffen würde


    Wie handhabt ihr das mit eurem Bug Out Vehicle? Und wie würdet ihr es handhaben, wenn ihr einen Offroader bekommen würdet?

    Hmmm,das "Jubidubiduuu-Zentrum" ist in dem Fall wohl kein guter Berater....


    Freu Dich still über die Geländegängigkeit und gut iss.


    Den für das "Jubidubiduuu-Zentrum" geplanten Schotter würde ich eher in eine vollständige Wartung stecken,also neuen Zahnriemen, neue (Serien) Bereifung, Bremsanlage incl. neuen Bremsschläuchen und dem Wechsel von allen Ölen.

    Wenn Du dann noch was für das "Jubidubiduuu-Zentrum" ( Ich liebe diese Wortkreation ) tun willst würde ich den Einbau eines festen Zusatztanks erwägen (geht bei dem Duster recht gut ) und damit die Reichweite verdoppeln ohne diese Kanister-Panscherei..

    Ich würde immer auf Reichweite v o r allem anderen setzen...


    Danach würde ich an die Inneren Werte gehen : Zusatzbatterie, evtl eine Scheibenverdunkelung hinten / Gardinen, Ausrüstung/ Werkzeug, Schlafgelegenheit usw. Oder auch den Einbau einer Webasto-Standheizung - unverzichtbar wenn Du im Winter mal Tagelang eine Situation aussitzen musst.


    Die Aussenoptik dann eher nach dem "Gray Man Prinzip" so lassen wie sie ist, auch keine teuren Räder oder so montieren, die Originalfelgen mit guten All Season Reifen tun auch ihren Dienst - und sparen Dir noch einige Liter Sprit auf Langstrecken !

    Aus dem Norden von DE bzw. dem Süden von ES gesendet

  • Reichweite und Autarkie ist das eine, Anpassung an die persönlichen Anforderungen das andere: Anzahl und Fitness der Mitfahrer. Hindernisse auf den in Frage kommenden Strecken.

    Im Idealfall hat man ein abgestuftes Konzept: Auto + E-Bikes dran + Wanderausrüstung. Ein Pedelec bringt man notfalls auch mit einem Paddelboot über ein Wasserhindernis.


    Die ganze Planerei hängt natürlich auch von der Witterung ab. Im tiefsten Winter bei starkem Schneefall oder Frost sieht alles wieder komplett anders aus.

  • Ich habe da leider keinerlei Vorbereitung, da ich aus Überzeugung nur eAuti fahre und aktuell nur Car Sharing mache.


    Vermutlich wäre ein sowas wie ein

    Caddy Maxi 4MOTION noch am unauffälligsten, wenn man keinen spritschluckenden Lieferwagen möchte, aber gleichzeitig auch notfalls darin übergangsweise wohnen können möchte.

    Meine Elter zaben so einen als Benziner ohne allrad. Ohne die Sitze hinten ist da echt viel Platz.

    aus DE gesendet....

  • Vermutlich wäre ein sowas wie ein

    Caddy Maxi 4MOTION noch am unauffälligsten, wenn man keinen spritschluckenden Lieferwagen möchte, aber gleichzeitig auch notfalls darin übergangsweise wohnen können möchte.

    Meine Ex-Frau und ich hatten einen 2008(?)er Caddy gebraucht gekauft, weil die Vorbesitzer auf einen Caddy Maxi umgestiegen sind. Für dein Kleinen hatten sie bereits 60x40x40cm Auer-Boxen und zwei von diesen zweifach faltbaren Schaumstoffmatratzen mit dazu gegeben.


    Also, der Caddy fährt heute noch (meine Ex-Frau) und damals bin ich die Kiste über jeden Acker gefahren. Egal, wie schlammig der Boden durch tagelangen Regen war (Mittelaltermärkte als Lager gefahren).


    Ein 4Motion dürfte da dann richtig rocken. Die Krankheit aller neueren VW-Motoren ist allerdings ihre Überzüchtung. Ein Freund arbeitet als Kfz-Mechatroniker in einer VW-Werkstatt. Er musste nicht erst einen VW-Motor nach bereits 30k Laufleistung austauschen. Komplett. Und das nicht, weil der Besitzer irgendwas falsch gemacht hätte.

    aus DE gesendet...

  • Offroad ist eine Hobbytätigkeit, die in unseren Breiten und bei unserer Zivilisationsdichte schwer mit Vernunft bei der Fortbewegung über grössere Strecken mit viel Material zu begründen ist. Dennoch wird es immer wieder versucht.

    In den Ebenen kann man wegen Kanälen, Eisenbahnen, Zäunen, Gebäuden usw. nicht gut quer fahren, Im Gebirge wegen dem Gelände nicht. Auf landwirtschaftlichen Nutzflächen wird man bei manchen Wetterbedingungen stecken bleiben. Zudem steigt das wichtigste Kriterium, nämlich der Verbrauch pro Strecke, in unsinnig hohe Bereiche.

    Was du brauchst, um im Notfall schnell und weit wegzukommen, sind Sprit und unverstopfte Strassen. Dafür ist ein Offroader nicht das Fahrzeug der Wahl und ein strassenoptimiertes Auto mit zuschaltbarem Allrad, der im Winter aus mancher Verlegenheit hilft, reicht für den Zweck völlig aus.

  • Dafür ist ein Offroader nicht das Fahrzeug der Wahl und ein strassenoptimiertes Auto mit zuschaltbarem Allrad, der im Winter aus mancher Verlegenheit hilft, reicht für den Zweck völlig aus.

    Deine Ausführungen hätten es nicht treffender beschreiben können!


    Allrad kann hilfreich sein, wenn man damit umgehen kann. (Passiert Unerfahrenen mal, das sie sich trotzdem überschätzen und dann erst sehr spät, dafür aber um so deutlicher merken, dass Physik eine verdammt knallharte Bitch sein kann)


    Bei einem PKW, das zwar sehr gut beladen, aber eben nur minimal überladen ist (hüstel, wie gut, dass die Polizei ein paar Tage vorher die Kelle wieder einzog), dann fahre ich dir nahezu jedes Auto über jeden Schlammacker, auch wenn es nur 2WD mit Frontantrieb ist. In unserem Fall war es vor dem Caddy ein Mazda Demio. Raumwunder ohne gleichen (Zeltlagerkollegen im Nachbarlager beim Abbau: "Das kriegt ihr doch nie im Leben alles da rein?!" später nach dem Verladen: "Okay, Respekt aber von diesem Schlammacker werdet ihr mit dieser kleinen Gurke nie wegkommen! (andere, mit leistungsstärkeren Autos, teilweise mit Allrad waren am Brechen.) Ich den zweiten Gang eingelegt und ganz behutsam und gleichmäßig ohne hastige Lenkbewegungen über den Acker gefahren. Die Blicke der anderen? Unbezahlbar!.

    aus DE gesendet...

  • Was durchaus hilfreich sein kann, ist, dass Auto, sofern möglich, einige Zentimeter höherzulegen. Selbst fünf Zentimeter machen schon eine Menge aus. Und was durchaus eine Überlegung sein kann, keine Ahnung, ob der TÜV da mitspielt, ist es, sich den Unterboden mit Platten so zuzumachen, dass zwar Wasser ablaufen kann, aber nicht sofort jeder Ast, über den man fährt, irgendwelche Kabel oder Leitungen wegreißt. Müsste wahrscheinlich so organisiert sein, dass es für Wartung und TÜV einfach abgenommen werden kann.

    aus DE gesendet...

  • Was du brauchst, um im Notfall schnell und weit wegzukommen, sind Sprit und unverstopfte Strassen. Dafür ist ein Offroader nicht das Fahrzeug der Wahl und ein strassenoptimiertes Auto mit zuschaltbarem Allrad, der im Winter aus mancher Verlegenheit hilft, reicht für den Zweck völlig aus.

    Ich denke auch, dass trifft es im Kern ganz gut. Ich habe einen alten Landcruiser (mit dicken Reifen, bissi Anbauten, etc., 4Liter TD, ... ) und so gern ich ihn habe, so wenig wirklich Alltagstauglich ist er. Also man kann damit natürlich auch einkaufen fahren (und das mache ich auch gerne :smiling_face_with_halo: ) aber er ist sperrig, braucht viel Diesel, fährt sich ruppig, etc.


    Dann habe ich noch einen Mitsubishi ASX AWD, das ist so nen kleines SUV, wahrscheinlich kommt ein Duster dem schon recht nah. Der hat auch zuschaltbaren Allrad (elektronisch) und auch elektrische Sperren (über das ABS und das funktioniert auch).

    Ich lebe ja in Brasilien und hier komme ich mit dem ASX auch ohne Allrad nahezu überall hin, ich habe das spaßeshalber auch mal auf einem gröberen Waldweg probiert und keine Probleme gehabt. Ich würde mal behaupten, dass man damit in nahezu allen Fällen durchkommt.


    Wirklich Offroad (und das muss ich hier auch schon suchen), dazu bedarfs dann etwas mehr. Ich hatte das mit dem ASX dann tatsächlich mal probiert, aber da ist ein AWD nur ein Teil des Ganzen. Da merkt man schnell, dass man vor allem große Walzen braucht. Zudem ist der Unterboden von meinem Landcruiser ganz anders ausgelegt, sprich da sind Bremsleitungen nah an der Achse geführt, also so verlegt, dass man auch über Steine "schlittern" kann, keine Bauteile schauen da über den Leiterrahmen hinaus, etc. pp.

    Dicke Reifen machen da aus einem SUV keinen richtigen Offroader, kosten aber VIEL Sprit und vor allem fährt sich der Karren dann nicht mehr so schön. Ich könnte mir vorstellen, dass auch alle Verschleißteile am Fahrwerk darunter leiden.


    Wie handhabt ihr das mit eurem Bug Out Vehicle? Und wie würdet ihr es handhaben, wenn ihr einen Offroader bekommen würdet?

    Ich denke der echte Mehrwert von den Umbauten ist eher solala, alles was da dazu kommt, treibt den Spritverbrauch in die Höhe. Der Nutzen in Richtung Geländefähigkeit halte ich für begrenzt, neben der Frage: ist das dort, wo du hin willst überhaupt von Nöten.

    Ich denke Zuverlässigkeit ist das A und O und 11 Jahre sind ja schon was, repariere den durch, schau dir alles an, schraube selber, dann weist du, wie's geht, etc.

    Man kann ja dann doch über einen Dachgepäckträger nachdenken, wenn man zusätzlich Stauraum braucht. Ein richtiges Ersatzrad ist auch immer besser als Notrad oder dergleichen.

  • ... auf die Kacke zu hauen und mir zB nen Dachgepäckträger mit wahlweise Equipment oder Dachzelt, Frontschutzbügel, AT-Reifen, Höherlegung, Winde und keine Ahnung was noch alles ein echtes BOV zu schaffen. Mit dann natürlich Unmengen mehr an Stauraum für Schlafen, Benzin, Wasser, Elektrik / Strom etc. ...


    Abgesehen von den Kosten, die ich nur nach und nach bewältigen könnte,...

    Magst Du Dir denn die Spritkosten leisten (Benzin wird ab September wieder um 30ct/Liter teurer), oder fährt das Fahrzeug bei Dir nicht viel?

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Was durchaus hilfreich sein kann, ist, dass Auto, sofern möglich, einige Zentimeter höherzulegen. Selbst fünf Zentimeter machen schon eine Menge aus. Und was durchaus eine Überlegung sein kann, keine Ahnung, ob der TÜV da mitspielt, ist es, sich den Unterboden mit Platten so zuzumachen, dass zwar Wasser ablaufen kann, aber nicht sofort jeder Ast, über den man fährt, irgendwelche Kabel oder Leitungen wegreißt. Müsste wahrscheinlich so organisiert sein, dass es für Wartung und TÜV einfach abgenommen werden kann.

    Das ist vor allem gut, wenn man unbefestigte Wege mit tiefen Spurrinnen fahren will. Würde ich in mir unbekanntem Gelände allerdings nie fahren, denn wenns nicht mehr weitergeht hat man den Spass rückwärts wieder rauszumüssen (Woher ich das weiss ... ?).

    In bekannter Gegend lässt es sich oft vemeiden. Sind es nur die letzten paar Meter zur Waldhütte, ist das Geld besser angelegt, wenn man es dem Forstdienst gibt mit der Bitte, doch mal den Weg auszustossen oder die Spurrinnen zu schottern, wenn sie sowieso für solche Arbeiten unterwegs sind.

    Nachteil ist neben dem Aufwand für den Umbau und die Eintragung derselben der Mehrverbrauch und die schlechtere Strassenlage.


    Gegen Äste hilft eigentlich nur, auszusteigen und den Kram wegzuräumen. Geht fast immer schneller und ist weniger nervig als es draufankommen zu lassen.

    Äste sind ziemlich kreativ darin, sich irgendwo festzuhängen wo sie nicht sollen, etwa zwischen Reifen und Kotflügel oder zwischen Unterboden und Achse oder am Auspuffrohr ...

  • Nachdem ich sowieso eine Revier-Bitch (Bergrevier) brauche, denke ich aktuell über einen Gebrauchten bis ~€7-8k nach.


    Subaru Forester, Dacia Duster, Suzuki Grand Vitara, Toyota Rav 4 oder sowas. Muss kein Vollblutgeländewagen sein aber Allrad und Bodenfreiheit muss er jedenfalls haben. Dual Use als BOV strebe ich natürlich auch an.


    Empfehlungen jederzeit willkommen.

    Kraweel, Kraweel! Taubtrüber Ginst am Musenhain!


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