wenn unser Gesundheitssystem kollabiert ...

  • Na ja, wenn Du einfach "nur" eine Grippe hast, dann ist das von den Konsequenzen her unter den gegebenen Umständen recht heftig. Die Ärzte sind nicht für Dich da, weil sie überlastet sind. Find ich krass. Egal wie, Du hast auf alle Fälle gezwungenermaßen einen sehr realistischen (und unangenehmen) "Probelauf". (Ich meine das nicht flapsig oder gar sarkastisch.) Ich gehe solche Situationen gerne gelegentlich im Kopf durch (vor allem nach einschlägigen Spielfilmen...), um abzuchecken, was ich noch brauch, um für dieses oder jenes gewappnet zu sein. Viel mehr als theoretisches Kopfkino jedoch kann das Durchleben einer "realen" Grippe als Check dienen, mit dem Ziel, herauszufinden, was noch fehlt.

    Informier Dich, sonst wirst Du informiert.

    3 Mal editiert, zuletzt von busbeck () aus folgendem Grund: War stilistisch Kacke. Jetzt isses besser.

  • Sorry, aber was hat das mit dem Kollaps des Gesundheitssystem zu tun?

    Was das mit dem Kollaps des Gesundheitssystems zu tun hat?


    Kein Arzt. Kein Krankenhaus. Keine Apotheke.


    Wie gehe ich damit um?

    Welche Mittel stehen mir in solch einer Situation zur Verfügung?

    Habe ich Erfahrungen mit Ersatzmedizin, Heilkräutern etc.?

    Was habe ich in meinem Vorrat?

    Welche Netzwerke habe ich, um den Notstand zu bewältigen?

    Welche Probleme kommen da auf mich zu, wenn ich auf "das System" nicht mehr zugreifen kann?


    Wenn ich die Möglichkeit habe, einen weniger gefährlichen Probelauf zu machen (z.B. Grippe), dann ist das eine hervorragende Ressource.


    Oder?

    Informier Dich, sonst wirst Du informiert.

  • MMS" zu tun hat entfernt. Wie bekannt sein sollte, bieten wir keine Plattform für "pseudomedizinische" Mittel.

    :):thumbup: und HIER ein Link zu

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • Da ich aufgrund eine selbstauferlegten Ausgangssperre weniger frisches Obst und Gemüse esse, supplemtiere ich ein paar der wichtigsten Vitamine.

    Dazu habe ich noch das Buch "Wo es keinen Arzt gibt", ISBN-10: 3894160357


    Auf Amazon hat es eine sehr schlechte Kritik erhalten, aber soo schlecht finde ich es nicht. Immerhin besser als gar nichts, wobei bei den richtig heftigen Sachen man sowieso auf ärztliche Hilfe angewiesen ist.


    Krankschreibung hatte ich ausnahmsweise nach fernmündlichem Gespräch erhalten. In eine Hausarztpraxis möchte ich derzeit nicht gehen...


    Grüße

    Bo

  • borath: das Buch ist eine deutschsprachige Adaption des Entwicklungshelfer-Standardwerks "Where there is no doctor" der Hesperian Foundation. Dieses Buch und einige weitere zu Gesundheitstehmen kann bei Hesperian gekauft, aber auch (kapitelweise) als PDF kostenlos heruntergeladen werden.

    Das Buch vom RKH-Verlag kann man dort übrigens auch in Einzelkapiteln als kostenloses PDF herunterladen.


    Meine Buchtipps für ein kaputtes Gesundheitssystem:

    Juchli Pflege - Klassiker in der Krankenpflegeausbildung, mein Exemplar stammt aus meiner Zeit als Zivi&Pflegehelfer.

    Für angehende Klinikärzte das Oxford Handbuch der Klinischen Medizin - inklusive humoriger Merksätze ("Wenns auf der Inneren brennt, können die Parkinsonpatienten auf einmal rennen" - massiver Stress kann die Bewegungsblockade bei M. Parkinson überwinden).

    Und wer mal mit Ärzte ohne Grenzen und ähnlichen zu tun hatte: Conflict and Catastrophe Medicine - A Practical Guide. Leider nicht ganz billig.

    Und wer Kinder hat: Schnelle Hilfe für Kinder: Notfallmedizin für Eltern


    Grüsse

    Tom


    juchli1.jpg juchli2.jpg CCM-und-OxfordHandbuch.jpg CCM-und-OxfordHandbuch2.jpg

    2 Mal editiert, zuletzt von tomduly ()

  • Auch empfehlenswert: von Rüdiger Rehberg


    Medizin Survival: Überleben ohne Arzt

    Das ist leider hoffnungslos veraltet und es gibt weit bessere Lehrbücher zu diesem Thema.

    Ich habe es auch noch im Schrank stehen und zur Zeit der Veröffentlichung war es wahrscheinlich das einzige Buch zu diesem Thema auf dem Markt, aber inzwischen würde deutlich davon abraten.


    Wer Bücher möchte, der sollte sich vorher genau überlegen für welche Phasen er sich vorbereiten möchte.

    Man kann nicht erwarten die gesamte Bandbreite der modernen medizinischen Versorgung ersetzen zu können. Also entweder man geht von einer komplett fehlenden Versorgung aus, dann kann man aber auch selber nicht viel erreichen. Oder man geht von einer verlängerten Rettungskette aus und sollte sich nicht unbedingt als erstes mit dem Herstellen von Infusionslösungen befassen.

  • Das ist leider hoffnungslos veraltet und es gibt weit bessere Lehrbücher zu diesem Thema.


    Man kann nicht erwarten die gesamte Bandbreite der modernen medizinischen Versorgung ersetzen zu können. Also entweder man geht von einer komplett fehlenden Versorgung aus, dann kann man aber auch selber nicht viel erreichen. Oder man geht von einer verlängerten Rettungskette aus und sollte sich nicht unbedingt als erstes mit dem Herstellen von Infusionslösungen befassen.

    Natürlich ist das Buch hoffnungslos veraltet. Ich müsste mal in den Klappentext meines Buches nachschauen, von wann meine Auflage ist. Anfang der 1990er würde ich spontan schätzen.


    In dem Buch hat aber auch Nehberg selber geschrieben, dass alles nur in einer extremen Survival-Situation zur Anwendung kommen sollte. Natürlich hat sich die medizinische Versorgung von Erkrankungen und Verletzungen in den letzten 30 Jahren stark verändert. Nicht in jedem Fall verbessert.


    Hatte man damals zum Beispiel noch gesagt, dass eine stark blutende, arterielle Verletzung des Armes oder Beines oberhalb angebunden werden muss (natürlich mit Datum und Uhrzeit), ist das schon längst nicht mehr State of the Art. Auf der anderen Seite: bevor mir jemand verblutet und deswegen tot ist, weil er/sie nicht rechtzeitig in eine chirurgische Notaufnahme kam, würde ich das auch heute noch machen, wenn es die Lage erfordert. Im Zweifelsfall ist ein nekrotischer Arm besser als ganz tot.

  • Grüß Gott zusammen,


    eine kurze Rückmeldung: Am 26.03. wurde ich morgens gegen 9.00 Uhr operiert. Die Aufnahme im KH war gegen 7 Uhr und lief schnell und ohne Probleme.


    Nachdem ich auf dem Zimmer war und die OP-Sachen angezogen hatte, nahm ich die "LMAA"-Tablette ein. Circa 15 Minuten danach begann eine surrealistische Reise meines Verstandes und der Wahrnahmung der Umgebung!


    Zwei Dinge möchte ich gerne zum Besten geben:


    1. Die Betäubung: Ich lag auf dem OP-Tisch, war verdrahtet (ich hörte wie durch Watte das piepen und Stimmen) und dann sprach mich eine Person an, dass ich nun die Betäubung bekommen würde und "wir und sofort wieder sprechen würden". Schwupp ich war weg und dann hörte ich bei Aufwachen nur noch "Herr xxx, Herr xxx, haben Sie Schmerzen?".


    2. Im Tran beim Aufwachen Antwortet ich auf obige Frage (wirklich, der Blitz soll mich beim .... treffen wenn es nicht stimmt!):


    "Nein, keine Schmerzen. Vielen Dank der Nachfrage."


    Nächste Frage: Haben Sie sonst Beschwerden? Meine Antwort: "Nein. Danke das Sie sich um mich kümmern."


    Tja, so Antworten gibt es wohl wenn die Patienten noch halb sediert sind. ^^


    Waidmannsheil

    zero


    PS: Danach war ich zwei Wochen krank und hatte noch eine Woche Urlaub. Ab Montag geht es wieder los.

    Wetten Sie niemals gegen den menschlichen Erfindungsreichtum. Der größte Feind der Propheten der Apokalypse ist ein Ingenieur (Daniel Lacalle)

  • Meine Antwort: "Nein. Danke das Sie sich um mich kümmern."

    Das erinnert mich irgendwie an meinen Vater nach seiner Not-OP (Nierenkolik kurz vor Exitus) vor 15 Jahren oder so. Er nach der OP zum Assistenzarzt trocken wie es seine Art ist: "Toll, das man auch als Kassenpatient noch am Sonntag operiert wird..." Das entsetzte Gesicht des Assistenzarztes muss unbezahlbar gewesen sein... Wie gesagt, die OP erfolgte kurz vor Exitus... 🤦‍♂️