Kaufentscheidung Solar Powerbank

  • Hallo zusammen,


    ich bin auf der Suche nach einer Solar Powerbank. Die grundsätzlichen Vor- u. Nachteile sind mir bekannt. Nun habe ich hier (darf ich das verlinken ?) folgendes Gerät zu einem günstigen Preis entdeckt:


    https://www.ebay.de/itm/500000…%3APL_CLK%7Cclp%3A2334524


    Taugt das was ? Kann jemand (sofern das gerät Schrott ist, bin leider kein Techniker) alternativ ein anderes Gerät mit ebenfalls 500k mAh für bis 100,00 € empfehlen ?


    Viele Grüße

    Oliver

  • Nein das taugt nichts, sagt ja schon der Anbieter. Ich habe zwar keine Powerbank, brauche auch keine, aber ich habe mich vor nicht allzu langer Zeit mit den angeblichen Angaben beschäftigt. Zieh 50% ab und dann kommst du in etwa an die wirklichen Zahlen. Obwohl bei 500 000mA für knapp 15,00 € glaube ich auch nicht mal an ein fünftel der Angegebenen mA

    Über weitere Geräte mit 500k mA kann ich nichts sagen.

  • Über weitere Geräte mit 500k mA kann ich nichts sagen.

    Müssen jetzt auch nicht unbedingt 500k sein. Mir erschien das auch schon fast zu viel für ein Handgerät. Gerne auch weniger, aber eben Solar und gute Qualität. Celularline habe ich ein älteres Teil (6,6k), welches ich mir vor ca. 5 Jahren gekauft habe und das passt. Hat halt leider kein Solar. Möchte etwas in dieser Qualitätsklasse.

  • Die kannst du tagelang in die Sonne legen, sie wird nur heiß aber niemals voll.

    Genau. Kaufe dir lieber eine (durchladefähige) Powerbank und ein Solarpaneel, z.B. 21 Watt. Da hast du mehr davon.


    Eine Powerbank würde ich ohnehin nicht in die pralle Sonne legen, da sind die Akkus schnell hinüber.

  • "Derjenige, der zu Fuß unterwegs ist und alles dabei hat,

                                                          Um überall bei jedem Wetter zu campen.

                                                                                    Ist der unabhängigste Mensch auf Erden."

                                                                                                                                                                              Horace Kephart, 1904


    Gruß AlienTF/Alex

  • Ich habe auch so ein Faltpanel mit 21 Watt und eine viel kleinere Powerbank. Meist dient das Panel dazu Outdoor den Akku meiner Kamera, die Taschenlampe, Kopflampe, das Handy oder das Radio zu laden. Geht gerade so.

    Gehen wir mal davon aus das so ein Panel, alle Verluste eingerechnet, mit ca. 10 Watt lädt. Nun kann sich jeder ausrechnen wie lange es braucht um eine fette Powerbank zu laden. Dazu braucht es auch die nötige Verweildauer in der Sonne.

    Nun kann man sich auf Reisen das Ding außen auch an den Rucksagg bammeln und darauf hoffen öfters die Sonne im Rücken zu haben um wenigstens etwas Saft zu generieren. Oder man nutzt eben längere Pausen mit optimal ausgerichtetem Panel (die Powerbank im Schatten) dazu.

    Die beste Ausbeute unterwegs erreiche ich wenn ich das Panel auf dem Dach meines Hundefahrradanhängers befestige. Dort liegt es fast waagerecht (zwar nicht optimal), ist aber dafür sehr lange dem Licht ausgesetzt.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Hallo zusammen,


    also ich muss da nur mit dem Kopf schütteln welch dreiste Mogelpackungen die Freunde aus Chinesien da anbieten.


    Die von Oliver verlinkte Power Bank mit 500.000 mAh - das sind 500 Ah und entspricht 5 ausgewachsenen Diesel Batterien mit 100 Ah -


    Das schafft immer noch keine Lithium "was immer" Batterie von der angebotenen Größe , das ist einfach dreister Betrug ! Man will damit ahnungslose Kunden fangen.....


    Man könnte ja auch noch Mikroamperestunden angeben, das wären dann noch 3 Nullen mehr.... aber immer noch nicht realistisch.... Die Kapazitätsangaben stimmen einfach nicht.


    Diese Powerbank hat wohl so um die 5 Ah Kapazität....wenn sie denn gut ist.

    Und um die aufzuladen, braucht man aber gefühlte 100 Jahre.... mit dem kleinen Solarpanel....


    Kopfschüttlende Grüße,


    Udo

  • Vielen Dank für die tollen Infos. Werde mich die tage entscheiden zwischen den verlinkten Teilen und sage euch dann, wofür ich mich entschieden habe :-)


    Viele Grüße

    Oliver

  • also ich kann wärmstens folgende Setups empfehlen:


    • GoalZero  (kleine wie auch die grossen Panels)
    • X-torm  (ebenfalls, powerbanks mit Faltpanel)
    • Anker (nur die powerbank, damit kann man nichts falsch machen)
  • Powerbanks miteingebauter Solarzelle sind Fehlkonstruktionen wie es Sport- oder Geländewagen mit Tretauto-Rädern wären.


    Gründe:

    - Die Fläche der Solarzelle ist zu gering, um den nötigen Ertrag zu bringen, die Akkus vollzuladen. Auch wenn die tatsächlich verbaute Akkukapazität nicht utopisch hoch ist.

    - Die Ladelektronik selbst ist nicht auf den optimalen Ertrag ausgelegt.

    - Um diese Schwachstellen einigermaßen auszugleichen muss die Zelle über längere Zeit der vollen Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

    - Und genau dies führt zum nächsten Problem: Akkus sollten nicht übermäßig erwärmt werden. Sie werden schon allein durch den Ladevorgang erwärmt. Liegen sie zudem noch in der prallen Sonne, ist dies der Lebensdauer der Akkus eindeutig abträglich.

    - Mutmaßlich sind bei billigen Powerbanks die Solarzelle und das Gehäuse nicht unbedingt aus UV-beständigen Material gefertigt.


    Wie gesagt, die starre Kombination aus Powerbank und Solarzelle ist eine technisches Fehlkonzeption sondergleichen.


    Besser Lösungen wurden schon erwähnt:

    - Solarzelle von Powerbank/Akkupack getrennt halten und auf eine möglichst große (in Relation zur Transportmöglichkeit) Zellenfläche legen.

    Klapp-, falt- oder rollbare Solarzellen sind am Markt verfügbar.

    - Wenn möglich nicht auf Solarzellen gehen, die einen abgeregelten 5V Ausgang haben sondern auf Zellen mit 12V+ Volt. Ist dieser Abgang ungeregelt (0-30V), beschafft man sich einen MPPT-Laderegel für die optimale Ausbeute bzw. achtet bei geregelten Ausgang darauf, dass bereits ein solcher MPPT-Regler verbaut ist.

    - Egal ob die zum Laden die Powerbank benötigte Spannung nun vom einem, in der Solarzelle integrierten, USB-Port kommt oder aus einem, am Laderegler angeschlossen, USB-Netzteil, in beiden Fällen ist die Spezifikation der USB-Elektronik wichtig.


    Wir hatten vor kurzem einen Thread über den Selbstbau einer USB-Powerbank, dort wurden die Merkmale unterschiedlicher USB-Ladeelektronik erläutert.

    "Ungeeignete" Elektroniken liefern nicht so viel Spannung und Strom wie sie könnten und wie das zu ladene Endgerät (hier die Powerbank) aufnehmen könnte.