Autospezifische Notfallausrüstung Erfahrungen

  • Hallo Freunde,


    nach meiner Vorstellung muss ich hier jetzt auch gleich mal einen neuen Faden eröffnen. Möchte nicht die Beiträge von anderen zumüllen.

    Wie ihr ja vielleicht gelesen habt arbeite ich derzeit vor allem an meinem Fluchtfahrzeug (und nebenbei dem GHB).


    Am meisten Probleme macht mir dabei das autospezifische Equipment.

    Ich arbeite in der Buchhaltung, PKW Technik und Mechanik sind also eher nicht meine Steckenpferde. Trotzdem möchte ich einige Dinge dabei haben um Nothilfe geben zu können bzw. auch mir selbst zu helfen. Manches kann ich sicherlich selbst machen, bei anderem findet sich vielleicht jemand der helfen kann sofern ich das notwendige Material dabei habe.


    Gedacht habe ich dabei insbesondere an:

    - Eine Werkzeugtasche/Rolle mit dem nötigsten Werkzeug wie Maulschlüssel, Hammer, Schraubenzieher usw.

    -Starterkabel

    -Eine Powerbank als Starthilfe

    -Ein Reifenreparaturset

    -Einen Minikompressor um die Reifen wieder flott zu bekommen wenn ich die Löcher repariert habe.

    -Abschleppseil

    -Handsäge, Teleskopschaufel, Beil


    Da die Auswahl an Läden ja gerade überschaubar ist hab ich hauptsächlich beim großen Bezos Verkaufsstand nachgesehen.

    Da gibt es auch alles was ich brauche, nur sind die Bilder natürlich geduldig. Ob die Sachen was taugen steht auf einem anderen Blatt.

    Bin mir noch nicht sicher wie erwünscht hier Amazon Links sind, deshalb lass ich das mal lieber.

    Aber habt ihr da vielleicht schon Erfahrungen ? Soll kein Biligschrott sein, aber ich hab natürlich auch ein Budget. Die Bewertungen helfen oft auch nicht wirklich weiter.

    Daher dachte ich, ich frage einfach mal hier.


    Viele Grüße

    Martin

  • Hi Martin,


    - eine Werkzeugtasche habe ich nicht dabei. Bin technisch im Hinblick auf Autos total unbegabt, und in einem SHTF-Fall werden alle Leute Besseres zu tun haben als mein Auto zu reparieren.

    - Starterkabel habe ich in Verbindung mit deinem Punkt 3 - Powerbank zum Starten - eingelagert, aber nicht im Auto. Wäre aber keine verkehrte Idee, zumal ich noch eins extra herumfliegen habe.

    - Reifenreparaturset ist bestimmt auch nicht verkehrt, hab ich aber nicht, da ich einen Ersatzreifen habe. Bei mir fliegt allerdings ebenfalls ein Minikompressor im Auto herum.

    - Abschleppseil habe ich nicht im Auto, siehe dazu meine Ausführungen zu Punkt 1.

    - Teleskopschaufel hab ich ebenfalls, Beil und Handsäge nicht. Bis ich damit einen umgestürzten Baum durch hab, der die Fahrbahn blockiert, bin ich eh entweder erfroren oder verdurstet oder tot. Ich weiß aus Erfahrung, wie lange die Feuerwehr dafür mit Kettensägen braucht. Das dauert, und nur, weil du den Baum durch hast, ist der noch nicht von der Straße (Thema Seilwinde).


    Was ich zusätzlich noch im Auto habe, ist:

    - ein erweiterter Erste-Hilfe-Set inklusive benötigter persönlicher Medikamente sowie Schmerzmittel

    - eine Taschenlampe, die ein Magnetende hat, damit ich sie im Falle eines Reifenwechsels ans Auto bappen kann und nicht einhändig arbeiten muss, aufladbar über USB

    - die dazu passende Solar-USB-Powerbank mit 30.000 MAh

    - zwei Decken

    - ein kleines Zelt

    - eine Plane

    - eine Rolle mit Müllbeuteln

    - eine Rolle Klopapier

    - ein paar Notvorräte mit Essen und Trinken (Trinken ist angesichts der Temperaturen allerdings gerade ausgeräumt)

    - einen Wasserfilter

    - ein halbwegs gutes Taschenmesser von Bergkvist

    - einen kleinen Schleifstein

    - in einem ZipLock-Beutel etwas für die Körperhygiene

    - ebenfalls in einem ZipLock-Beutel etwas Unterwäsche zum Wechseln

    - ein 28W-Solarpanel von Big Blue oder so ähnlich

    - ein Kurbelradio auch mit Solar und USB

    - eine Campingtasse aus Metall sowie einmal Löffel und Gabel

    - ein "Absaugteil" (hab vergessen, wie das richtig heißt) zum Absaugen von Benzin und anderem

    - einen kleinen Allesverbrenner aus Titan aus dem Campingzubehör, um etwas erhitzen zu können

    - eine Mischung aus BOB und GHB

    - ein Kanister mit 20 Litern Reservebenzin (ein weiterer Kanister ist vorhanden, aber der eine nimmt schon verdammt viel Platz im Auto weg...)


    Das alles hab ich unter der Abdeckung über dem Reserverad in zwei Bäckerkisten verstaut, dann die Abdeckung wieder draufgelegt, so dass es 1. von außen selbst bei geöffneter Heckklappe nicht sofort sichtbar ist und ich 2. den Kofferraum - wenn auch mit verringertem Volumen - weiterhin normal nutzen kann. Lediglich das erweiterte Erste-Hilfe-Set hab ich mit nem Mollesystem am Rücken des Beifahrersitzes befestigt, so dass ich es bei Bedarf direkt griffbereit habe. Da wohnt auch die Taschenlampe, normalerweise eine 0,5-Liter-Flasche Wasser sowie ein Müllbehälter, den ich allerdings zur Lagerung von etwas Selbstverteidigungskrempel nutze. Der BOB / GHB wohnt ganz normal in einer Ecke des Kofferraumes.


    Hoffe, das bringt dir noch die ein oder andere Idee. Ich hab mich einfach gefragt, was passiert mir am ehesten? Angesichts des alten Autos: Ich bleibe liegen, aber dann hab ich den ADAC. Wenn ich auf den mal warten muss oder stundenlang im Stau oder liegengebliebenen Verkehr stehe, brauche ich vor allem Wärme und Wasser und vielleicht etwas Nahrung, um nicht ganz grätig zu werden. Wenns keinen ADAC mehr gibt, lass ich mein Auto eh liegen. Dann kommt ein Teil der Sachen mit in den BOB / GHB, ein Teil bleibt leider vermutlich unwiederbringlich im Auto.

  • Ich habe auch einen Rucksack im Kofferraum, der vielleicht sowas wie ein GHB auf Baumarkt-Qualitätslevel ist. Außer mal der warmen Mütze oder einem Ersatzakku habe ich daraus aber noch nie was wirklich benötigt. Insofern kann ich da keine Tipps geben.


    Was ich außerdem dabei habe, ist eine Starthilfe-Powerbank bzw. Booster. Über die Sinnhaftigkeit von solchen Geräten gibt es ja immer mal wieder unterschiedliche Aussagen. Ich habe den aber tatsächlich bereits einmal gebraucht und habe damit das Auto bei vielleicht noch nicht ganz platter, aber auch nicht mehr alleine startfähigen Batterie zum Laufen bekommen. Insofern würde ich sowas ganz klar empfehlen.

  • [...]

    - Eine Werkzeugtasche/Rolle mit dem nötigsten Werkzeug wie Maulschlüssel, Hammer, Schraubenzieher usw.

    Da würde ich erstmal schauen, was das Bordwerkzeug sowieso schon beeinhaltet und nur sinnvolle Ergänzungen vornehmen, ich fahre z.B. zusätzlich ein Radkreuz spazieren.

    [...]

    -Eine Powerbank als Starthilfe

    Muss auch regelmäßig geladen werden, in warmen Monaten reicht vielleicht alle 4, 6 Monate, aber im Winter bei Minusgraden würde ich da vom Gefühl her sogar eher monatlich nachladen.

    [...]

    -Ein Reifenreparaturset

    -Einen Minikompressor um die Reifen wieder flott zu bekommen wenn ich die Löcher repariert habe.

    Hm, mit den Reifenreparatursets hab ich keine guten Erfahrungen gemacht. Immer, wenn ich (LKW-Wuchtgewicht in die Lauffläche eingefahren) oder Freunde (Hals einer Sektflasche) eine Reifenpanne hatten, war ein Reserverad die praktikabelste bzw. einzige Lösung.

    Zudem: Mein Sommerreifen konnte nach der Nummer mit dem Wuchtgewicht von einem Reifenservice mittels "Stöpsel" repariert werden und hat dann noch den Rest des Sommers gehalten - hätte ich da so ein Dichtmittel aus einem Reparaturset eingefüllt, wäre das nicht mehr möglich gewesen.


    Minikompressoren sind soweit ganz praktisch. Ich hatte erst einen geliehenen aus der Rossmann Ideenwelt, nun einen vom Action. Beide totales, billiges Plastikgelumpe und das Manometer ist auch reine Dekoration, aber es hat nem Kumpel von mir aufm Festival den ADAC erspart (dem haben irgendwelche Assis die Luft abgelassen, Reifen selbst war ok. Aber es dauerte mit Abkühlpausen satte 2 Stunden, den Reifen von 0,5 Bar wieder auf die gewünschten 3 Bar zu bringen).

    [...]

    -Handsäge, Teleskopschaufel, Beil

    Klappsäge und Minibeil fahre ich seit 2 Jahrzehnten spazieren, waren bisher nur am See fürs Lagerfeuer im Einsatz.

    Ausserdem habe ich einen 08/15 Klappspaten und im Winter bei Schnee eine Kunststoff-Schneeschaufel und Schneeketten drin. Als sich eine Bekannte vor zig Jahren mal mitten in der Nacht in einer Schneewehe festfuhr, war die Kunststoffschaufel allerdings schon zu groß, wir haben den Schnee mit dem Klappspaten unter dem Auto "rausgekratzt" und mit der Schaufel dann beiseite geschafft. Wirklich raus kam das Fahrzeug aber nur rückwärts mittels Abschleppseil *


    Bei meinem vorigen Auto war ein Lampenersatz-Set und eine Auswahl an Flachsicherungen ein "must have", dazu eine feinere Zange (ausrangiertes Multitool) um die Sicherungen besser ziehen zu können.


    Ausserdem fahre ich noch 0,5 Liter Motoröl und 2 Liter fertig gemischten Scheibenreiniger durch die Gegend, daneben steht eine kleine Sprühflasche mit normalen Fensterreiniger und eine Rolle Küchentücher für die Scheiben innen.


    * Abschleppseil: Ich war mal der Lenker im abgeschleppten Fahrzeug, und konnte sehen, fühlen und hören, wie das bis 3 Tonnen ausgelegte Seil bei 1,4 Tonnen Fahrzeuggwicht gerissen ist... wenn Seil, dann auf jeden Fall "großzügiger" ausgelegt.

    ---

    Nachtrag


    Ansonsten ist noch drin:

    • 3D LED-Maglite im Seitenfach der Tür
    • 3 x 2 Meter Plane, 15 Meter Kunststoff-Seil
    • Kabelbinder, Klebeband (Gaffatape und Paketklebeband), Rolle "Tüddeldraht", ausrangiertes Multitool
    • Überbrückungskabel, Abschleppseil
    • 1x Arbeitshandschuhe aus Leder, 1x dünnere mit PU-Beschichtung, Müllsäcke
    • 2 Wolldecken, 1 Packung NRG-5, Notkocher M71 zzgl. 200 ml Brenngel zum Nachfüllen, 0,5 Liter Stahltasse, Campingbesteck, 0,5 Liter in Wasserbeuteln, 1 Liter in PET-Flaschen, löslicher Instant-Tee/Kaffee, Müsliriegel
    • 3 Knicklichter (2x Weiß für Licht, 1x Orange für etwaige Fahrzeugmarkierung an der Antenne)
    • Regenanzug mitsamt Schuhüberziehern
    • 2 St. faltbare Sonnenhüte, 5 Signalwesten (in DE brauchts soviele, wie Mitfahrer sind, in IT aber soviele, wie Sitze im Fahrzeug sind)
    • 2 Verbandkästen (der abgelaufene ergänzt um weitere Rettungsdecken und Standardmedikamente)
    • kleiner Feuerlöscher

    Jaaa, ich habe zum Glück einen Ladeboden :smiling_face_with_halo:

    Si vis pacem, para bellum.

    Einmal editiert, zuletzt von Lunatiks () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Da Punkte sind schonmal Hilfreich. An Lampen hatte ich z.B. zwar gedacht, aber keine mit Magnethalterung.


    Zum Punkt Werkzeug geb ich gul zwar insofern Recht das mir vermutlich keiner helfen wird das Auto zu reparieren. Aber abseits von SHTF gäbe es ja vielleicht ebenfalls den ein oder anderen "Notfall" bei dem es dann eben doch noch hilfsbereite Menschen gibt.

    Nur ein (total peinliches) Beispiel:


    Ich war vor einigen Jahren mal Sonntags unterwegs in einem Industriegebiet um Bilder von altem Zeug zu machen. Da war ein Parkplatz mit Schranke. Es war Sonntag, keine Sau da und die Schranke war offen. Ich fahr rein-> Schranke geht hinter mir zu :-)


    Keine Ahnung wieso, vielleicht hatte die eine Fehlfunktion und sollte eigentlich zu sein und durch mein durchfahren ist sie wieder neu hochgefahren.

    Jedenfalls war ich eingesperrt und musste letztendlich meine Eltern anrufen um mit Werkzeug zu kommen und mich freizuschrauben :-)

  • Ein Tool für gerademal 12,50 welches tatsächlich ein Leben gerettet hat bei nem Autobrand mit verklemmter Tür sowie mir selbst einmal & bei bisher zwei Unfallstellen mit soweit leichteren Blechschäden auch unschätzbare Dienste geleistet hat und hier noch nicht aufgeführt wurde...


    Brecheisen.jpg

    ...sollte aber schon die mindestens 550 Ausführung sein um z.B. den eingedrückten Kotflügel vom Reifen wegzudrücken um dann

    ein Unfallfahrzeug überhaupt wieder abschleppen zu können oder halt auch ne schei**verklemmte Tür unter Zeitdruck ruckzuck aufzuhebeln usw.

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • Muss auch regelmäßig geladen werden, in warmen Monaten reicht vielleicht alle 4, 6 Monate, aber im Winter bei Minusgraden würde ich da vom Gefühl her sogar eher monatlich nachladen.

    Ich hatte meine Powerbank gestern an der Steckdose. Davor letztmals irgendwann im Herbst. Die zeigte noch vier von fünf Ladebalken an. Das muss natürlich nicht zwingend der realen Ladung entsprechen, aber sieht schon mal ganz solide aus.

  • Beim Reparaturset dachte ich eher an so etwas mit Pfropfen

    Glücklicherweise verfügt der Chevi aber auch noch über ein richtiges Reserverad unter dem Auto montier (also außen).


    Als Werkzeugset vielleicht dieses hier

    Ein Bordwerkzeug habe ich nicht. Mur der Wagenheber ist drin.


    Santasche stell ich mir beim DRK komplett zusammen inkl. Larynx Tuben, Beatmung, Absaugung usw.

  • Ich hatte meine Powerbank gestern an der Steckdose. Davor letztmals irgendwann im Herbst. Die zeigte noch vier von fünf Ladebalken an. Das muss natürlich nicht zwingend der realen Ladung entsprechen, aber sieht schon mal ganz solide aus.

    Und verrätst du mir auch die Bezeichnung deiner Starthilfe? :-)

    Dann kuck ich mal nach ob die im budget drin ist :-)

  • Ich empfehle eine Stirnlampe, da beide Hände frei! Ob bei Reifenwechsel, Erste Hilfe....oft benötigt man BEIDE Hände.

    Kosten fast nichts....sind effektiv.


    Und der „Kuhfuss“ von derSchü ist absolut empfehlenswert!

    Ohne das Ding fahre ich nirgendwo hin.

  • Und verrätst du mir auch die Bezeichnung deiner Starthilfe? :-)

    Dann kuck ich mal nach ob die im budget drin ist :-)

    Das Ding ist eine Gooloo, Modell GP80. Heißt vermutlich wenig, weil das halt irgendein Chinaprodukt ist. Laut Aufdruck 37 Wh Kapazität und 600 A Stromstärke im Peak. Das sind vermutlich Phantasiewerte, aber immerhin tut das Ding, was es soll. Ich habe es für rund 60 Euro auf Ebay erstanden.

  • Habe auch eine Notfallausrüstung im Kofferraum und fahre die das ganze Jahr spazieren. Leute, die schon einen Blick in meinen Kofferraum erhaschen konnten, gucken meist erst so :flushed_face: und dann so :person_facepalming: - :beaming_face_with_smiling_eyes:. Halt Zeug, was man so für Notfälle brauchen kann, wenn man mit dem Auto mal nicht weiterkommt. Ähnlich wie bei Asdrubal alles auf einfachem Niveau, bzw. da ist viel Gear drin, das quasi ausrangiert wurde aus der Camping- oder BOB-Ausrüstung. Wenn's interessiert, liste ich gern mal alles auf.


    Ich hab mal ne Frage zu den Starthilfe-Powerbanks: da gibt es ja durchaus brauchbare, soweit ich das gelesen habe. Nur, solche Powerbanks mögen doch weder sehr hohe, noch sehr niedrige Temperaturen. Lässt die Kapazität nicht ziemlich nach, wenn man so eine Powerbank sowohl bei Bullenhitze, als auch bei Affenkälte immer im Auto liegen hat? Oder gibt es da bestimmte Powerbanks, die sowas abkönnen?

  • ...und wegen den aktuellen Wetterwarnungen aus dem "alten" Thread "Was tun wenn man im Auto eingeschneit wird"


    Denke tatsächlich Sinnvoll ist auf jeden Fall nen 5erpack Grabkerzen empfehle hier die Bolsius Kompositions Öl-Lichter da mit Aludeckel sicher gegen auslaufen im Sommer und lange Brenndauer von 52 Stunden!

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • Kennt von euch vielleicht jemand einen Shop in dem es zerlegbare Bolzenschneider gibt? Hab sowas mal in ner Serie gesehen (wars Stargate) und auch schon öfter gehört es gäbe so etwas. "Zerlegbar" bedeutet hierbei wohl hauptsächlich Griffe kürzbar.

    Zur not nehm ich einen normalen. So groß sind die ja auch nicht.

  • [...] Davor letztmals irgendwann im Herbst.

    Es ist schon ein paar Jahre her, als ich mich da informiert hatte (weil die Fahrzeugbatterie das schwächeln anfing), und da waren die Tests durchweg eher unbefriedigend.

    Kommt aber sicher auch auf den Hersteller an - magst du mal eine Typenbezeichnung posten? (zu laaangsam: danke!)

    Denn, dein Erfahrungsbericht ist ja recht positiv :winking_face:


    Beim Reparaturset dachte ich eher an so etwas mit Pfropfen

    Glücklicherweise verfügt der Chevi aber auch noch über ein richtiges Reserverad unter dem Auto montier (also außen).

    [...]

    Mein Reifen wurde auch mittels Propfen geflickt, ich hab mir das erklären lassen: Laut dem Reifenservice kommt der Reifen von der Felge, das Loch wird gereinigt, ggf. noch gerundet und mit einem Gummikleber und einem Propfen von innen(!) verschlossen. Dann kommt der Reifen wieder auf die Felge, wird auf Druck gebracht und natürlich gewuchtet. Beim "Profi" ist bei 8 bis 10 mm Lochdurchmesser schluß.


    Nix geht über ein echtes Reserverad, selbst wenns nur ein "Notrad" ist :winking_face: hast du mal "geübt", wie du das runter- bzw. dann auch wieder in die Aufnahme dafür bekommst (das Konstrukt will auch gelegentlich geölt bzw. gefettet werden)?

    Weil, bei meinem ersten Auto vor laaanger Zeit war das Reserverad auch auf einer Platte ausserhalb unter dem Kofferraum angebracht. Um die Platte mit dem Reifen drauf abzusenken, brauchte man den Radschlüssel aus dem Bordwerkzeug, mit dem hat man dann eine 8-Kantschraube im Kofferraumboden betätigt, die Platte lief dann am Gewinde nach unten bis man sie aushängen konnte. Das damals war auch der Grund fürs Radkreuz - das konnte man nämlich einfach frei drehen, den Radschlüssel musste man drehen, abnehmen, neu ansetzen, drehen usw. usf.

    [...]

    Als Werkzeugset vielleicht dieses hier

    Ein Bordwerkzeug habe ich nicht. Mur der Wagenheber ist drin.

    Da waren die Amis aber sparsam :hushed_face: je nach Hersteller ist neben dem Wagenheber zumindest noch ein Radschlüssel und ein umsteckbarer Schraubendreher mit Kreuz/Schlitzseite drin (war sowohl bei meinem Fiesta und dem Opel so). BMW lieferte früher(?) dazu noch ein paar Gabelschlüssel gestaffelt vom 8er bis zum 17er mit, dazu noch eine kleinere Ratsche mit ein paar Nüssen und einen Zündkerzenschlüssel.

    Skoda hat(te?) den Wagenheber, Radschlüssel, die Anti-Diebstahlnuß, umsteckbaren Schraubendreher + 30er Torx sowie eine Flachsicherungspinzette in der Reserveradmulde.


    Ob das verlinkte was taugt, kann ich natürlich nicht beurteilen - ich hab noch so ein Set von meinem ersten Elternhaus-Auszug aus dem Discounter (da steht noch ein DM-Preis drauf), bis jetzt ist nix davon kaputt gegangen. Wobei Discounterware aus den 1990ern vermutlich mehr abkann, als heute so manches teure Werkzeug aus dem Baumarkt :pensive_face:

    Si vis pacem, para bellum.

  • Nix geht über ein echtes Reserverad, selbst wenns nur ein "Notrad" ist :winking_face: hast du mal "geübt", wie du das runter- bzw. dann auch wieder in die Aufnahme dafür bekommst (das Konstrukt will auch gelegentlich geölt bzw. gefettet werden)?

    Weil, bei meinem ersten Auto vor laaanger Zeit war das Reserverad auch auf einer Platte ausserhalb unter dem Kofferraum angebracht. Um die Platte mit dem Reifen drauf abzusenken, brauchte man den Radschlüssel aus dem Bordwerkzeug, mit dem hat man dann eine 8-Kantschraube im Kofferraumboden betätigt, die Platte lief dann am Gewinde nach unten bis man sie aushängen konnte. Das damals war auch der Grund fürs Radkreuz - das konnte man nämlich einfach frei drehen, den Radschlüssel musste man drehen, abnehmen, neu ansetzen, drehen usw. usf.

    Ha, ja genau darüber haben wir vorhin daheim geredet. Der Wagen ist 11 Jahre Alt. Ich nehme an das Rad war noch nie runter. Die Stangen der Halterung scheinen verrostet, muss aber ja nix heißen. Aber ich muss es demnächst definitiv mal versuchen das Gestell abzulassen.


    Wollte gerade auch noch ein Set Ersatzbirnen suchen. Da ist mir aufgefallen das ich besser erstmal schauen sollte ob die Birnen im Chevi leicht zu wechseln sind. Gibt wohl PKW da musste die halbe Front dafür zerlegen. Außerdem weiß ich ja auch garnicht was für Birnen da rein gehören :-)

  • [...] Aber ich muss es demnächst definitiv mal versuchen das Gestell abzulassen.

    Leg dir alles notwendige bereit, evtl. auch eine Sprühdose Rostlöser oder WD40 (hat beides keine Langzeitschmierung). Einsprühen, Kaffee trinken, runterdrehen. Und dann saubermachen und fetten.

    [...] Außerdem weiß ich ja auch garnicht was für Birnen da rein gehören :-)

    RTFM = steht ggf. im Handbuch (wenn die Amis sowas beigelegt haben) :winking_face:

    Si vis pacem, para bellum.

  • Kennt von euch vielleicht jemand einen Shop in dem es zerlegbare Bolzenschneider gibt?

    Ich hab eine Akkuflex, samt 2. Akku, und Autoladegerät mit dabei, inkl. zum Akku passende LED-Handlampe.

    Ist zwar hier o.T., aber das Wichtigste ist m.E. das Auto selbst. Ordentliche Wartung und Batterie versteht sich von selbst. Bodenfreiheit nicht gar so knapp, falls man mal die Autobahn nicht über die Ausfahrt verlassen muß. Dann DSG und alle anderen Automatikpatente sind NoGo. Im Bedarfsfall läßt sich das Auto weder Anschieben, noch An- oder Abschleppen. Also Schaltgetriebe. Allrad wär oft wünschenswert, aber muß nicht. Technisch und computermäßig sollte das Gefährt nicht allzu zugemüllt sein. Bekanntermaßen geht nicht kaputt, was nicht dran ist. Vor ca. 10 Jahren hab ich hier schon mal geschrieben, was ich so dabei hab: http://www.golf4.de/jetzt-nehm…nd/131881-notfallset.html War nur das falsche Forum.:)

    Was ich immer mitführe, seit mir das das mal das Leben gerettet hat: 2-Komponentenepoxikleber in honigzäher Konsistenz, also auch zum Spachteln geeignet.

    Vor langen Jahren krieg ich in Norden von Mali einen Stein zwischen den, auf Dauerbetreib festgestellten Kühlerventilator, und die Kühlrippen rein. Der Stein rasiert mir etwa 2/3 der hinteren Lamellenreihe des Kühlers weg. Ich hab die kaputten Stellen des Kühlernetzes am Wasserkasten abgetrennt und mit dem Epoxizeugs zugeleimt. Hat für die restlichen 1000 km Sahara das Kühlwasser drin gehalten.