Feingold und Silber richtig verkaufen heute und in der Krise

  • Hat von Euch schon mal jemand Feingold oder Feinsilber veräußert?


    Es gibt ja nun verschiedene Anbieter um sein Eigentum wieder zu verkaufen.

    Wenn ich heute eine Münze bei Degussa z. b. 1oz Marple Leaf für 1562€ Kaufe, kann ich den derzeitigen Ankaufswer von 1441€ sehen.


    https://www.gold24direct.de/rechner bietet z. B.

    1462 €


    Eine Bank wird vermutlich weniger geben andere Händler zehn oder 20€ mehr.

    Gibt es versteckte Gebühren? Was ist mit Versand und Angebot?


    In jeder Stadt gibt es die kleinen Goldankäufer mit den gelben Schildern.


    Mich würden Eure eigenen Erfahrungen und auch Gedanken zum Thema interessieren.


    Liebe Grüße

    Sebastian

  • Moin!

    Obwohl ich zum Glück noch nichts von meinem Edelmetall wieder verkaufen musste meine ich:

    In den Kleinanzeigen wird regelmäßig genau die Mitte zwischen dem "offiziellen" An und Verkauf bezahlt....


    Bedeutet also du hast nicht die Verluste, die durch die Marge des Händlers entstehen....


    Gruß EZS

  • Der Titel ist etwas verwirrend.


    Danke,

    jetzt nicht mehr.:)

    bis dann - nutze die Zeit - Wissen schafft Zukunft - epwin - 6DPNC6RE - epwin02@web.de; ;)

    Einmal editiert, zuletzt von epwin ()

  • Eine interessante Sache vielleicht noch....


    Ich hab zu der Zeit, wo es keine Silberunzen gab, also vor ca. 1Jahr versucht

    100 Stück von den deutschen 10eur Münzen nach 2010

    (Also die Pressbechteile MITOHNE! Silber) an den Man zu bringen.. mit einem Aufschlag von 1eur pro Stück, also für 11Eur....


    Was glaubt Ihr, wie wohl die Resonanz war?!

    Wir reden hier immerhin von Sondermünzen für die man regelmäßig zur Bank rennen muss, und die nicht ständig problemlos verfügbar sind, und wenn bekommt man auch oft nur ein ganz paar....


    .....ich machs nicht zu spannend.....


    Es hat sich genau GAR KEINER nach 10 Wochen dafür interessiert...


    Ergo.... Die Teile sind einfach nur für die Katz.....


    Natürlich wissen das die Sammler, da ist kein Silber drin....

    Zu mehr als Leute damit in der Krise für blöd zu verkaufen und zu behaupten das wäre Silber ist nicht.....

    Den Kram zu sammeln ist brotlose Kunst!


    Bei denen mit wirklich noch hohem Silberanteil aus den Jahren vor 2010 ist das sicherlich anders, aber selbst bei den 10DM Münzen Olympiade in den 70ern ist der generierbare Aufpreis echt Mau


    Und wenn ich überlege was ich mir in den 80ern alles für 10Mark alles kaufen konnte, und jetzt für 5eur.....da ist mehr als fraglich, ob sich das weglegen wirklich gelohnt hat....


    Gruß EZS

  • Bekannte von mir hat letztes Jahr ihren Gold-Philharmoniker "versilbert", an die örtliche Sparkasse. Die nehmen die Münze, prüfen die auf Echtheit und Goldgehalt. Dauert etwa 10 Tage, die Gebühren belaufen sich auf etwa 30 Euro, die dann vom ausbezahlten Erlöß abgezogen werden.


    @flywheel

    Ändere bitte mal den Threadtitel, "Feind und Silber richtig..." ist wirklich etwas verwirrend.

    Si vis pacem, para bellum.

  • Du bekommst für den 1Oz Maple Leaf 1500€ vom Händler:


    https://www.gold.de/kaufen/goldmuenzen/maple-leaf/#pvcontent (oben auf den 'verkaufen' Button klicken)


    Imho etwas mehr erzielst du wenn du dein Edelmetall auf https://www.goldseiten-forum.com/ inserierst - da lesen vermögende Privateute mit die regelmässig Gold und Silber kaufen und etwas günstiger als beim Händler einkaufen wollen.


    Es gibt dort auch ein Bewertungssystem mit dem man erkennen kann mit wem andere schon positive Erfahrungen gemacht haben.

  • Ben

    Hat den Titel des Themas von „Feind und Silber richtig verkaufen heute und in der Krise“ zu „Feingold und Silber richtig verkaufen heute und in der Krise“ geändert.
  • Zunächst mal sind alle Deals am Wochenende und an Feiertagen generell nicht empfehlenswert. Warum? Einfach weil es keine aktuellen Preise zwischen unserem Freitag, in D, ca. 22.00 Uhr (Handelsende in USA), und Sonntag Nacht, ca. 0,00 Uhr (Handelsbeginn in Japan), gibt. Da muß sich jeder Händler eine kalkulatorische Sicherheit einbauen, wenn bei Handelsbeginn der neuen Woche der Preis stark steigt (bei Verkauf) oder fällt, (bei Ankauf). Das gilt übrigens auch bei Kauf von Münzen, oder Barren, per Internet. Empfehlung deshalb: Immer werktägig, zur deutschen Öffnungszeit, kaufen und verkaufen. Und immer den aktuellen Spot, am Handy, im Auge haben.

    Z.B. aktuell, über Ostern, beträgt der prozentuale Aufschlag bei einer beispielhaft gewählten gängigen 1 Oz-Münze, der kanadischen Maple Leaf, ab 3,3 %: https://www.gold.de/kaufen/goldmuenzen/maple-leaf/

    Im normalen werktägigen Handel beträgt der Aufschlag auf den Spot nur ca. 1%. So ganz egal ist das nämlich nicht, da bei aktuellem Preis für 1 Oz jeder Prozentpunkt ca. 15 € beträgt.

    Dann, Silber kaufen würde ich mit mehreren ???? versehen. Einfach weil 19 % Mehrwertsteuer aufgeschlagen wird (was bei Gold nicht der Fall ist, da von Mehrwertsteuer befreit). Diese Mehrwertsteuer ist für den Käufer dauerhaft verloren (auch wenns bei Diffenzbesteuereung etwas weniger ist). Bei Verkauf von Privat an Privat wird normalerweise verhandelt, bei Spotpreis, plus 10 %. So wird diese verlorene Mehrwertsteuer etwa zur Hälfte vom Verkäufer und vom Käufer getragen. Bei Verkauf von Silber an einen Händler ist diese Mehrwertsteuer verloren. D.h. man kriegt nur den Spot abzüglich Handelsspanne.


    Meist schlechte Preise gibts bei den Banken. Einfach weil deren Händlingskosten viel höher sind, weil mehrere Stationen zwischgeschaltet sind, die alle gefüttert sein wollen. Meine heimische Sparkasse schlägt bei der hier beispielhaft angeführten 1 Oz Maple Leaf über 67 € auf. Aber nicht auf den Spot, sondern auf den empfohlenen Verkaufpreis der Landesbank, die für sich auch schon ein ordentliche Handelsspanne eingepreist hat.

    Kurs zu Handelsende am 1.4.21 um 15.00 Uhr: LB Ankauf 1.435 € Verkauf 1.533 € Nachzulesen hier: https://www.bayernlb.de/intern…ursinfo_4/kursinfo_4.jsp# Heutiger Preis, bei Abholung am heimischen Sparkassenschalter 1.600,56 €, plus eventl. Versand 12,50 €, bei Lieferung nach Hause. Und die Bank schließt das Kursrisiko aus: "Es gilt der aktuelle Preis am Handelstag".

  • Eine interessante Sache vielleicht noch....

    Was glaubt Ihr, wie wohl die Resonanz war?!

    Es hat sich genau GAR KEINER nach 10 Wochen dafür interessiert...

    Ergo.... Die Teile sind einfach nur für die Katz.....

    Den Kram zu sammeln ist brotlose Kunst!

    Bei Münzen gilt generell der reine Metallwert, abzüglich der Händlingskosten fürs Einschmelzen.

    Und alles was darüber hinaus wertvoll ist, auch wenn das mehrere 100 % sein können, gehört in die Schublade "Liebhaberei".

    Gilt sinngemäß für Münzen ganz genauso:

    Die Britisch Guiana 1c Magenta Briefmarke hat einen Sammlerwert von 9 Mio €. Der reine Altpapierwert der Marke dürfte bei 0 liegen!

  • Ich habe letzten Sommer, als der Preis gerade sehr hoch war, 1/2 kg verkauft und damit einen der beiden Kredite für mein Haus bezahlt. Habe den Verkauf zu vernünftigen Konditionen unkompliziert über die Bank abgewickelt. Gekauft wurde es einige Jahre vorher deutlich günstiger, ich bin also tadellos dabei ausgestiegen.

  • Beim Verkauf über Kleinanzeigen sollte man nicht ausser Acht lassen das es vermutlich auch ein paar Anrufe / Mails geben wird die nur darauf aus sind einem die Adresse rauszuleiern und dann evtl ohe zu bezahlen nachts zum Abholen kommen...


    Das ist mir selbst schon oft bei dem Verkauf meiner Altkatalysatoren passiert - man muss da aufpassen !

    ( Nie die Wohnadresse geben,sich immer mit dem Verkaufsartikel in Kofferraum vom Auto auf einer gut beleuchteten Tankstelle unter den Video - Kameras treffen. Lehnt das jemand ab oder erscheint nicht zum Treffen weiss man Bescheid. )


    Den einzigen Vorteil den ich jetzt an Privatverkäufen erkennen kann ist die gewisse Anonymität und das ebenso anonyme einsacken des Verkaufserlöses. Macht man das aber nicht regelmässig / gewerblich spechen eher die offiziellen Annahmestellen für sich ( Degussa/ ESG / Heraeus ect )

    Dort bekommt man mit einem geringen Unterschied zwischen An und Verkauf - ähnlich eines Fremdwährungs-Handelskurses immer einen fairen Tagespreis.


    Diese Händler die mit den Schildchen im Wohnzimmerfenster / Hauseingang in den Städten werben würde ich äusserst vorsichtig gegenübertreten. Sicher gibt es da einige Seriöse drunter - die Menge der "Schwarzen Schafe" wird aber auch nicht unerheblich sein. Oft wollen die auch eine Kopie des Personalausweises machen - da weiss man auch nicht in welche Hände die Daten gelangen - schliesslich steht da die Meldeadresse drin und man gibt damit auch den Lagerort von evtl noch mehr Ware Preis. Eher suboptimal !


    Das einige Banken für eine "Prüfung" dann 30€ oder noch mehr berechnen ist eine absolute Frechheit und unnötig. Die machen auch nichts weiter als im Verdachtsfall ein Röntgenspektrometer an die Ware zu halten und haben so in sekundenschnelle ein Ergebnis. Nix mit "Laboranalyse" das war evtl 1973 eine Option - aber nicht mehr bei dem technischen Stand von 2021 ! Bei einem Bankverkauf mag nur die Sicherheit ein positiver Aspekt sein. Da wird man die Kundendaten besser unter Verschluss halten als bei einem der ambulanten kleinen Goldhändler...

    Aber dafür bezahlt man mit miesen Ankaufspreisen und Phantasieprüfungen mit Gebühren recht ordentlich drauf !

  • Diese Händler die mit den Schildchen im Wohnzimmerfenster / Hauseingang in den Städten werben würde ich äusserst vorsichtig gegenübertreten. Sicher gibt es da einige Seriöse drunter - die Menge der "Schwarzen Schafe" wird aber auch nicht unerheblich sein. Oft wollen die auch eine Kopie des Personalausweises machen - da weiss man auch nicht in welche Hände die Daten gelangen - schliesslich steht da die Meldeadresse drin und man gibt damit auch den Lagerort von evtl noch mehr Ware Preis. Eher suboptimal !

    Hier eine Seite mit Warnung zum Thema "Ausweiskopie": https://www.watchlist-internet…engigsten-betrugsmaschen/

    Für eine Schnellprüfung, kleiner Teile, im Profibereich, wird heute üblicherweise eine induktive Wirbelstrommessung gemacht. So ein Gerät ist aber für die meisten Hobbyisten wohl zu teuer: https://www.amazon.de/dp/B01M2…sc=1&tag=httpswwwaustr-21

  • Allein schon über die Definition von "richtig" kann man streiten.

    Beispielsweise mein (Hobby)Münzhändler er hat jahrelang immer alles angekauft, auch wenn die Münzen kaputt, etc waren. Vor einigen Jahren hat er dann neu gebaut und mit dem reinen Goldwert (war zwischenzeitlich natürlich auch schon gestiegen) der "Schrottmünzen" die Anzahlung geleistet.

    Würde er heute noch viel mehr Euros dafür bekommen? Ganz klar , ohne Frage .

    Trotzdem war es die richtige Entscheidung da er deutlich weniger Zinsen bezahlte, zu jedem Monatsende mehr Geld in der Tasche hatte und zudem seine Frau sein Hobby plötzlich gar nicht mehr so doof fand, und das ist unbezahlbar!

  • GilleD der Spielraum mit dem richtig soll jedem seinen Interpretationsspielraum ermöglichen.

    Was meinst Du mit kaputten Münzen, kein reines Feinsilber und zB zerbrochen?


    Ich sehe Feingold für mich persönlich als Währung. Bei mir hat sich das inzwischen

    zu einer Leidenschaft entwickelt. Eine Unze in Münzenform ist einfach schön, finde ich.


    Meine große Tochter wird in diesem Jahr 30 und mein mittlerer 18 beide

    bekommen je eine ganze Unze. Im Moment kann ich das und sehe lieber zu meinen Lebzeiten wenn sie sich (hoffentlich) freuen.


    Mit dem Hinweis das sie diese eintauschen können gegen bares. Zum gegenwärtigen Kurs und Abschlag der als Marge an einen Händler oder die Bank geht.

    Im Moment tendiere ich dazu Ihnen beim Verkauf eine Scheideanstalt zu empfehlen .

    Es kommt natürlich darauf an was geboten wird.


    Oder eben liegen lassen in der Hoffnung das der Wert steigt oder das Gold Inflationsstabil bleibt.


    Ich bin sehr gespannt was die damit machen.

  • Münzen werden nicht nur nach Edelmetallgehalt sondern auch nach Zustand uns Seltenheit bewertet.

    Vor einigen Jahren (jetzt fühl ich mich echt alt) hat man auf Sammlerbörsen durchaus den ein oder anderen abgeranzten Golddukaten zum Goldpreis kaufen können. Sammler wollen halt einen sammelwürdigen Zustand.

    Andersrum kann es auch passieren dass man in der Flut von nachgemachten Goldmarkstücken auch ein echtes Exemplar findet, da ist es dann schnell mal möglich dass eine mehr Nullen drangehängt werden.

    Puh , damals als das Gramm Gold noch 12 Euro gekostet hat...:love:


    Mal ne Frage an die die diesbezüglich aktiv sind: Wie sieht es zur Zeit mit Steuern aus? Früher waren Münzen ja steuerlich besser gestellt als Barren etc.

  • Mal ne Frage an die die diesbezüglich aktiv sind: Wie sieht es zur Zeit mit Steuern aus? Früher waren Münzen ja steuerlich besser gestellt als Barren etc.

    Siehe z.B. hier:https://www.gold.de/steuern-edelmetalle/

    Gold ist mehrwertsteuerfrei. Für Münzen und Münzbarren aus Silber gilt die Differenzbesteuerung. Silberbarren treffen die vollen 19 % Mehrwertsteuer.

    Außer es hat einer ein Geschäft. Soweit ich weiß darf, auch wenn das Silber nicht für den Betrieb gebraucht wird, die Umsatzsteuer gezogen werden. Das unversteuerte Silber wird dem Betriebsvermögen zugeschlagen. Allerdings wenn das Silber dann mal wieder aus dem Geschäft genommen wird, steht das Finanzamt in Sachen Umsatzsteuer auf der Matte. Für derartige Absichten würde ich mir aber vorab die Meinung eines Steuerberaters einholen.

  • Imho sind auf neuen Silbermünzen und Barren 19% Mwst drauf - auf Münzbarren allerdings nur 7%.


    Gebrauchte Stücke unterliegen der Differenzbesteuerung.


    Goldmünzen & Barren sind Mehrwertsteuerfrei zu erwerben.

  • Mal ne Frage an die die diesbezüglich aktiv sind: Wie sieht es zur Zeit mit Steuern aus?


    Nach einen Jahr nach Kauf ist der Gewinn bei Verkauf steuerfrei, sonst fällt Einkommensteuer an.


    Auf Münzbarren aus Silber sind auch 19% MwSt drauf (oder Diffrenzbesteuerung wie bei Silbermünzen).

  • Imho sind auf neuen Silbermünzen und Barren 19% Mwst drauf - auf Münzbarren allerdings nur 7%.


    Gebrauchte Stücke unterliegen der Differenzbesteuerung.


    Goldmünzen & Barren sind Mehrwertsteuerfrei zu erwerben.

    ... und werden wenn differenzbesteuert, in versiegeltem Behältnis übergeben.

    Ist also nix mit anschauen bzw. in die Hand nehmen.

    Wenn das Siegel bei Verkauf beschädigt ist, fällt die MwSt an. So meine Info.


    Gruß Transalp

    Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum!

  • In jeder Stadt gibt es die kleinen Goldankäufer mit den gelben Schildern.


    Das sind zu 99% nur Zwischenhändler, entsprechend fallen die Ankaufspreise aus.


    Da Du von Feingold und -Silber redest, gehen ich mal von Barren und Anlagemünzen aus.

    Da bekommst Du die besten Preise bei Goldhändlern in Internet. Es fallen aber noch Versandkosten an, bei kleineren Mengen ist dann vieleicht ein Goldhändler in einer größeren Stadt (z.B. Degussa) dann doch besser.