I: Pastaproduzenten wegen Getreideknappheit besorgt

  • Wegen des starken Rückgangs bei der Getreideproduktion in Kanada in diesem Sommer würden in Italien ab Anfang 2022 Probleme mit der Nudelherstellung drohen, warnte Giuseppe Ferro, Geschäftsführer des drittstärksten italienischen Pastaherstellers Molisana.


    Das Problem liegt in Kanada, dem weltweit größten Produzenten von Hartweizen. Heuer ist die Produktion dort von 6,5 auf 3,5 Millionen Tonnen gesunken.


    Extreme Hitze und Dürre haben Kanadas Weizenernte auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren abstürzen lassen. Das hat Folgen für die globale Versorgung und die Getreidepreise.

    Der Produktionsrückgang in Kanada ist wirklich bemerkenswert.


    Werde wohl meine Nudelvorräte nochmal aufstocken.

  • Eine Verknappung von Getreide betrifft weit mehr, als nur Nudeln. Sehr viele Lebensmittel werden aus Getreide herstellt, bzw. enthalten es.

  • Habt ihr euch schon Mal angeschaut wie "teuer" eine Tonne Weizen überhaupt ist?

    Des weiteren empfehle ich Mal eine übliche Kalkulationskette anzusehen, da erfährt man Mal welche minimalen Einfluss die Rohstoff Preise auf den Preis des Endproduktes hat.

    Selber denken macht schlau

  • da erfährt man Mal welche minimalen Einfluss die Rohstoff Preise auf den Preis des Endproduktes hat.

    Und was nutzt das, wenn nur 60% der sonst üblichen Rohstoffmenge zur Verfügung stehen? Die Versorgungsprobleme wiegen mMn schwerer als etwaige Preiserhöhungen.

  • Wenn es kein Brot mehr gibt essen wir halt Kuchen!

    Das Motto hat ja schon mal geklappt.


    Ich denke da muss sich die 3. Welt mehr Sorgen machen. Leider.

  • Und was nutzt das, wenn nur 60% der sonst üblichen Rohstoffmenge zur Verfügung stehen? Die Versorgungsprobleme wiegen mMn schwerer als etwaige Preiserhöhungen.



    Als Verbrauchen kann man auf Eiernudeln, Reis, Polenta, Kartoffeln usw. ausweichen.


    Ich werde mich wohl über die Preiserhöhung ärgern (da wird garantiert nicht nur der höhere Rohstoffpreis durchgereicht), da ich wegen der besseren Halbarkeit nur Hartweizenpasta kaufe.

  • Ich glaube viele wissen überhaupt nicht worüber wir hier reden und schmeißen alle Weizensorten(Hartweizen und Weichweizen) in einen Topf,

    Hartweizen hat viel Glutengehalt, und ist Kochfest. Hartweizen wird gebraucht für Nudeln, Grieß und Bulgar, soweit ich weiß.

    Weichweizen findet hauptsächlich in der Brot und Backverarbeitung Verwendung.

    Also schon ein großer Unterschied ob Hartweizen zu 50% fehlt. Da können die Nudel und Grießregale schnell leer werden, vor allem wenn das erst bei den Verbrauchern bekannt wird. Die Bäcker und die Brotindustrie wird davon weniger betroffen.

  • Kanada ist nicht das einzige Land das Hartweizen anbaut.

    Hartweizen ist nur ein kleiner Teil der Weizen oder gar Getreide Ernte.

    Man kann Nudeln auch aus vielen anderen Getreide und aus Hülsenfrüchten machen.

    Man lebt nicht nur von Nudeln allen. Man kann in der Tat auch Kuchen essen und ja: Rohstoffpreise sind nur zu einem geringen Teil am Endpreis beteiligt.


    Man sollte also nicht reflexartig rumhsyterisieren.

    Selber denken macht schlau

  • Italien baut selbst viel Hartweizen an, aber die Anbaufläche reicht halt nicht, 30-40% müssen bislang aus Kanada und Russland zugekauft werden. Es ist jetzt nicht zu befürchten, dass es gar keine Nudeln mehr gibt, aber mit nennenswerten Einschränkungen ist schon zu rechnen. Deshalb allein gibt es sicher keine Hungersnot, aber für die Nudelhersteller kann das schon zu einem ernsten Problem werden.

  • Zitat

    Extreme Hitze und Dürre haben Kanadas Weizenernte auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren abstürzen lassen. Das hat Folgen für die globale Versorgung und die Getreidepreise.

    Die Dürre betrifft doch nicht nur den Hartweizen, sondern auch alle anderen Getreidesorten. Mag sein, dass manche Sorten mit weniger Niederschlag besser zurechtkommen als andere, aber solche ausgesprochenen Dürreperioden tun denen allen nicht gut und mindert die Erträge.

  • Wir füllen seit einigen Wochen die Vorräte wieder systematisch auf. Dies gilt insbesondere auch für Nudeln.


    Gruß


    Tid

  • Bei mir sieht es ähnlich aus.

    Der Schwerpunkt liegt aktuell auf länger haltbaren Lebensmitteln, da ich nicht direkt mit einer Situation wie in den UK rechne.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Wieviel Jahre über dem Haltbarkeitsdatum war eigentlich bei euch bei Hartweizennudeln die "älteste" packung die ihr verzehrt habt. Bei mir waren es 5 Jahre, dunkel gelagert und zusätzlich eingeschweisst. Geschmack und Konsistenz waren prima.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Die Dürre betrifft doch nicht nur den Hartweizen, sondern auch alle anderen Getreidesorten. Mag sein, dass manche Sorten mit weniger Niederschlag besser zurechtkommen als andere, aber solche ausgesprochenen Dürreperioden tun denen allen nicht gut und mindert die Erträge.

    Die grossen Kornkammern der Welt, zBsp. in Kanada, Russland & Ukraine brauchen bestimmte klimatische Bedingungen für "optimale" Erträge.

    Verändern sich diese Bedingungen, wie wir es jetzt erleben, könnten mittelfristig wirklich massive Engpässe entstehen.

    Die Preissteigerungen für uns Mitteleuropäer werden wohl verkraftbar sein, das gilt aber nicht für viele Schwellenländer und Entwicklungsgebiete, wo Menschen zum Teil mit weniger als 1 U$ auskommen müssen.

    Wenn in Ägypten, Irak oder Venezuela ein Brotfladen plötzlich das doppelte kostet wie am Tag zuvor, dann ist das Zündstoff für soziale Unruhen, mit all seinen unschönen Facetten.

    https://www.npr.org/sections/t…-hoarding?t=1631440237758

  • Wieviel Jahre über dem Haltbarkeitsdatum war eigentlich bei euch bei Hartweizennudeln die "älteste" packung die ihr verzehrt habt. Bei mir waren es 5 Jahre, dunkel gelagert und zusätzlich eingeschweisst. Geschmack und Konsistenz waren prima.

    Luftdicht, dunkel und kühl gelagert sind 10 Jahre Haltbarkeit vermutlich durchaus möglich.

    Ob und wie der Nährstoffgehalt abnimmt weiss ich nicht.

    Die älteste Pasta die ich mal verkocht habe war ca. 7 Jahre alt. Ist schon eine Weile her, aber ich erinnere mich nicht an ein unangenehmes Esserlebnis :thinking_face:


    LG WTG