Mein Paradies

  • In Anlehnung an mein geschriebenes im HSP Forum bin ich durch Zufall auf einige Bilder aus dem HSP Forum im Netz gestoßen. Leider sind es nicht alle, aber immerhin konnte ich ca. 40 Bilder aus ca.6 Jahren meiner HSP Zeit finden. Warum gerade die sichtbar waren kann ich nicht sagen, bin aber froh sie gefunden zu haben, da durch einen PC Absturz einiges bei mir verloren gegangen war.

    Da ja das HSP Forum anscheinend nicht mehr off kommt, hab ich mich entschlossen etwas gleichwertiges über meine Art mit Szenarien und deren Folgen fertig zu werden.

    Da ich hauptsächlich fast jedes Szenario bei mir zu Hause aussitzen will, nach dem Motto, ( my home is my castle ) habe ich mich schon vor Jahren entschlossen, mich vollens auf Selbstversorgung zu versteifen.

    Mit den neu gefunden Bildern werde ich versuchen eine Art Rückblick zu starten, aber auch neues was ich anbaue, oder herstelle wird hier zu finden sein. So hab ich die Gewissheit das alles beisammen ist und keiner lange suchen muss in den entsprechenden Themen.

    Vielleicht macht ja der eine oder andere einen ähnlichen Thread auf.

  • Ich denke ich fang mal mit meinem kleinen Garten an. Ich habe ihn bewusst kleingehalten, etwa nur 30 qm. Zum ersten probiere ich hier einige Sorten aus, die ich bisher noch nicht kannte, und zum anderen versuche ich Sorten von Gemüse aus anderen Ländern und Regionen Deutschlands hier heimisch werden zu lassen. Trotzdem friere und wecke ich einiges ein, und das nicht wenig.

    Doch es ist nicht immer ganz einfach, da ich nur alte Sorten verwende, von denen ich auch Samen ziehen kann. Das ist mitunter ein langwieriges Geschäft und hat mich schon ein paar jahre gekostet. Aber so kommt man mit anderen Leuten ins Gespräch und merkt schnell was man falsch gemacht hat.

    Mittlerweile konzentriere ich mich auf Pflanzen die einen gewissen Nährwert haben. Sicher baue ich auch Salate und Gewürze an, aber das nur nebenher.

    Hier mal ein Beispiel. Fast 10 Jahre habe ich gebraucht um eine einigermaßen geschmacklich wie ertragsmäßige Möhre zu finden. Zudem muss sie auch noch lagerfähig sein. In einer alten Sorte "Ochsenherz" habe ich nun das gefunden, was mir so vorschwebte. Dieses Jahr werde ich auch Samen selber bekommen, aber noch blühen sie.



    Hier mal ein Teil vom Garten. Das war 2013 Im Hintergrund der Schaf und Hühnerstall.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Und hier 2018. Auf dem Dach sieht man das 100 Watt Panel, womit ich im Stall Licht und für den Garten Wasser aus den zwei 1000 Liter Tanks Pumpe. Im Hintergrund der Turm für das Windrad oder besser Savonius-Rotor. Vielleicht wird das ja irgendwann was.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Und hier meine Pilotanlage. Mittlerweile tut sie 6 Jahre ihren Dienst. Dieses Jahr musste ich zum ersten mal die Batterie wechseln.

    pasted-from-clipboard.jpg



    Wie gesagt das waren die ersten Anfänge. Mittlerweile hat sich doch einiges getan, doch dazu später.

  • Nach dieser Pilotanlage im Stall habe ich angefangen, die von Miesegrau und Temeon gebauten MISAs für mich etwas umzumodel, soll heißen sie wurden etwas größer und auch schwerer. Aus einer BW Holz Kiste mit dem Maßen LxBxH 54x26x28, habe ich mir dann meine erste Misa gebaut, die auch heute noch eingesetzt wird. Aber ich merkte auch das selbst diese doch noch etwas zu klein war. Also habe ich mir eine noch größere gebaut. Sie entsprach etwa der Leistung der Stallanlage. Von diesen habe ich nun zwei. könnte also theoretisch mein Haus so halbwegs mit Strom versorgen.

    Aber da man ja nie den Hals voll bekommt:), schwirrten schon die ersten Entwürfe in meinem Kopf herum für eine richtige Inselanlage, doch dazu später. Leider happerte es wie immer an den Finanzen. So musste ich lange warten bis mir ein paar Solarpanele über den Weg liefen. Ich suchte mir die größten heraus, die auch die gleichenDaten hatten, und verkaufte die anderen. Es waren nicht die neusten, aber es waren Austellungsstücke, die ich für kleines Geld erwerben konnte. Dazu gab es ab und zu ein paar Kabelreste. Damit hatte ich den Grundstock gelegt. Aber es sollten noch Monate vergehen bis bei mir das erste Panel auf dem Dach stand.

    Dieses verband ich mit einer der großen MISAs, die bei mir im Zimmer steht. So konnte ich die letzten heißen Tage damit meine elektrische Kühlbox betreiben und einige andere Geräte wie Radio oder kurzfristig den Computer. Aber auch eine 120 Ah Batterie mit dem 180 Watt Solarpanel reicht nicht unendlich. Bei starker Sonneneinstrahlung kein Problem, aber selbst eine Wolke reicht aus um zu sehen wie die Batterie leergesaugt wurde. Da muss dann der Computer wieder ans Hausnetz, da der Wechselrichter doch zu viel zog. Aber die Kühlbox kann ich beruhigt den ganzen Tag angeschlossen lassen. Bei ca.50 Watt ist das kein schlechtes Ergebniss.

    Aber es zeigt mir auch wie man sich umstellen muss wenn mal kein Strom mehr von draußen ankommen würde. Auch wenn meine Inselanlage, plus meine drei MISAs, sie könnten den Strom von draußen nicht kompensieren. Da muss man gewaltige Abstriche machen. Vor allem Im Winter. Es hört sich immer so leicht an, wenn man sagt, ich baue, oder lasse mir eine Inselanlage bauen, und kann dann weiter so leben wie bisher. Dem ist weit gefehlt. Man muss genau nachdenken was man wo zu welcher Zeit anschließen kann oder muss. Bei mir ist es hauptsächlich die Wasserpumpe und die Heizanlage. Heizanlage Sommer wie Winter. Obwohl man sich da im Sommer auch anders behelfen kann. Zur Not steht im Garten eine Solar Dusche. und Wasser zum Waschen kann man auch auf einem Grill oder auf offenem feuer erwärmen. Aber Wasser ist notwendig. Aber auch hier soll eine Schwengelpumpe angeschlossen werden. Zur Zeit leider kaputt.

    Oh, ganz wichtig, die Kläranlage verlagt auch ihren Stromanteil, auch wenn es mal ein paar Tage ohne geht. Dann muss aber abgepumpt werden.


    Und hier noch ein paar alte Bilder.


    Meine erste MISA. Mit einer 74 Ah Autobatterie, und einem 600-1200 modifiziertem Wechselrichter. Laderegler (20 A) ein einfacher Chinadingsbums. Ein paar Teile aus dem Autozubehör wie Sicherungen und ein 12V Auto KFZ Zigarettenanzünder Einbau Steckdose 2 USB Buchse, fertig ist die MISA. Na gut, ein paar Tage hat es gedauert, da ich ein völlig unwissender war/bin, was Elektronik anbelangt. Aber wenn ich nicht weiter wusste/ weiß löcher ich solange meinen Nachbar oder den Verkäufer meiner Solarpanele, bis ich es weiß.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Und hier der tragbare Solarpanele kasten mit 2x50 Watt Panele. Die habe ich aber neu aus dem Internet gekauft. Die hatte leider mein Händler nicht.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Und hier eines meiner Weiterentwicklungen MISA Nr.2. Mit einer 120 Ah Solarbleibatterie, und einem 1500-300 Wechselrichter mit reiner Sinuswelle von Voltronic. Habe aber festgestellt das der Wechselrichter zu groß ist. Wird demnächst mit einem 1000-2000 Wechselrichter ersetzt. Da der nächste Wechselrichter etwas kleiner wird passt er auch besser in die Kiste. Bei den anderen Teilen ist alles gegenüber der ersten MISA gleichgeblieben. Da sich die Teile aus dem Autozubehör auch bewährt haben.

    pasted-from-clipboard.jpg

  • Dann mal wieder zum Garten.

    Da ich ja nur einen kleinen Garten habe, der mir aber immerhin so viel liefert das ich genug für ein Jahr Obst und Gemüse habe, kam auch bald ein Hochbeet hinzu. Ich wollte zuerst noch zwei weitere Bauen, habe aber davon abgesehen da es im vergleich zur Ausbeute zu viel Arbeit macht. Also wird nur das dort angebaut was schnell wächst und man es frisch in der Küche gebrauchen kann.

    Dieses Jahr hatte ich Knoblauch, eine neue Sorte Linsen und Sojabohnen, nebst etwas Salat, Kohlrabi und Sommermöhren. Außerdem habe ich festgestellt, daß das Hochbeet schneller austrocknet und dementsprechend mehr Wasser braucht. Was gerade bei der Dürre doppelt schwer trägt. Außerdem muss ich es nun nach sechs jahren erneuern, da die Wände unten auseinanderdrücken. Trotz Gitter scheint sich zudem ein Maulwurf im Hochbeet gemütlich gemacht hat. Er kommt nur noch selten, aber wenn macht er doch richtig Schaden. Na ja, im Herbst oder Winter weiß ich mehr.

    Zudem habe ich seit drei Jahren meinen Mais, Kürbis und Bohnen in ein seperates Beet ausgelagert. Nach Art der Indianer versuche ich mehrere Sorten Gemüse auf engen Raum zu ziehen. Leider bin ich noch nicht damit zufrieden. Das Zusammenspiel der drei Arten ist noch verbesserungswürdig. Zudem habe ich noch ein paar Tomaten mit reingepflanzt, die gedeihen aber vorzüglich. Nur mit den Bohnen klappt es nicht so, da sie, obwohl noch zusätzlich Stangen mit eingebaut, überall hinschlingen und so das ernten nachher schwieriger machen.

    Nächstes Jahr werde ich zwar auch wieder alles in ein Beet pflanzen, aber räumlich getrennt. So ist das nicht zu händeln.

    Der kleine Garten beherbergt dieses Jahr vor allem Kartoffeln. Gurken, Zuchini, Dicke Bohnen, die gestern geerntet wurden, Zwiebeln und Möhren und Erbsen. Meine Rote Beete haben ein paar Jungkaninchen sich einverleibt, hatte vergessen einen Schutz drüberzustülpen.

    Kartoffel habe ich drei Sorten. Eine deutsche von 1860, eine französische von 1756 und eine amerikanische auch so um 1850. Also alles alte Sorten. Mal sehen wie die sich hier entwickeln. Sollen ja mit wenig Wasser auskommen. Erbsen Möhren und Zwiebeln sind Standart und werden jedes Jahr angebaut.


    Da das aber in einem längeren Szenario, wo keine Lebensmittel von Außern mehr reinkommen, der Garten viel zu klein wäre, und ein weit größeres Stück Land bearbeitet werden müsste, und dies mit Spaten und Harke unmöglich wäre, habe ich mich vor ein paar Jahren entschlossen einen Einachser zuzulegen. Es sollte ein alter älteres Modell sein der noch robust genug ist auch Minderwertigen Diesel zu verarbeiten. Da ich als Kind schon mit solch einem Gerät auf dem väterlichen Betrieb gearbeitet hatte, viel die Wahl nicht schwer. Durch Zufall fand ich bei Ebay die passende Maschine, ein 13 PS starker Einachser der Marke Bungartz, mit Anhänger Pflug und Egge. Leder fehlt bis heute noch die entsprechende Fräse.. Immerhin ist das gute Stück Baujahr 1958. Aber ich kenne mich mit dem Ding aus. Kann mich noch gut erinnern als unsere Maschine 1965 einen Getriebeschaden hatte, den ich repariert habe, und das mit 14 Jahren.

    So könnte ich theoretisch in ein paar Tagen einen Acker von mehreren tausend qm herrichten. Das Saatgut habe ich immer vorrätig.

    Trotzdem habe ich mich erstmal entschlossen noch mit zwei weitere große Beete für Kartoffeln und Getreide anzulegen. Das Getreide ist ein Versuch. Erstens geht es mir um Weizen für Mehl, und zweitens um Stroh, das lang sein soll, um damit zu bauen. Zudem bin ich dabei mir eine kleine Dreschmaschine zu bauen, nebst einer Windfege. Das ist eine Maschine um das Streu von den Körnern zu trennen, damit es so sauber ist um in meiner Mühle zu Mehr zu verarbeiten. Soweit die Pläne.

    In Arbeit sind auch noch ein Butterfass, welches neu gebaut wird, nach unserem alten Butterfass welches wir noch in den 60ger Jahren verwendet haben. Es hat aber keinen Motor. Zudem habe ich mir noch eine Milchzentrifuge zugelegt, auch per Handbetrieb.


    Und nun wieder eine Bildershow


    Hier mein Einachser

    pasted-from-clipboard.jpg


    Und das Hochbeet.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Und hier das Indianerbeet. Noch sieht alles übersichtlich aus.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Meine Milchzentrifuge.

    pasted-from-clipboard.jpg

  • Die Erntezeit rückt näher, Kirschen und Gurken wurden heute schon mal in Sicherheit gebracht. Leider haben wir in den Kirschen so einige Maden. Zwar finde ich Fleischeinlage nicht schlimm, aber das bezieht sich nur auf mich. So hat es zwei Stunden länger gedauert jede Kirsche nach dem entsteinen aufzuschneiden um das Würmchen, falls vorhanden, zu entfernen oder die Kirsche ganz wegzuschmeißen. In manchen Kirschen sah man noch wie sie sich durch die Frucht ins Innere bohrten. Trotzdem habe ich noch, bei 1/4 Abfall 15 Gläser bekommen. Die stehen nun im Regal und warten auf den Tag des Verzehrs.

    Dazu noch neun Gläser Gewürzgurken fertig gemacht. Habe sie auch eingekocht, da mir nur der kochenden Sud, nicht ausreicht. So wurden sie auch eine halbe Stunde bei 90° eingeweckt.

    Dann noch etwa 50 Twist Off Gläser gereinigt für die Apfelmussschlacht. Die kommt so in 14 Tagen. Der Baum mit Klaräpfeln ist voll.
    Dann noch die letzten Handgriffe an meinem Inselsolaranlagehäuschen gemacht, nun können Batterien, Laderegler und Wechselrichter eingebaut werden.

    Zudem habe ich angefangen für mein kleines Getreidebeet die vorarbeiten zu machen. Den Platz abgemäht und abgesteckt.

    Ich werde dort die Dreifelderwirtschaft betreiben. Ich fange mit dem Winterweizen an, der muss September- Oktober ausgesäht werden. Danach fange ich mit dem zweiten Beet an wo die kartoffeln rein sollen. Es wird umgegraben und mit Mist versorgt. dann warte ich bis in den April und setze die Kartoffeln. Gleichzeitig werde ich das dritte Beet in Angriff nehmen, hier kommt wieder kartoffeln zuerst, gefolgt im Herbst von Winterweizen. Das erste Feld mit dem Weizen und nachfolgenden Kartoffeln wird mit Gründünung versehen. Ich hoffe ich hab das jetzt nicht durcheinander gebracht.

    Da ich nur diese zwei Sorten, also Getreide und kartoffeln dort anbauen will. fehlt mir der Schwachzehrer. Sollte es nicht klappen mit der Dreifelderwirtschaft muss ich auf die Vierfelderwirtschaft umsteigen, was aber auch Platzgründen zur Zeit nicht möglich ist.


    Alles über was ich hier berichte, erweckt nicht den Anschein eines Selbstversorgers. Das ist auch richtig, aber es ist alles in Vorbereitung oder schon abgeschlossen um auch einen größeren Unfall, nennnen wir es mal so, auszustehen


    Und nun noch ein paar Eindrücke, einiges werdet ihr wiedererkennen, anderes ist neu.


    Das Indianerbeet als Dschungel

    pasted-from-clipboard.jpg


    Hier die Halbstarkengang. Der kleine vorne rechts ist ein Nachzügler, hat sich aber bei den anderen durchgesetzt.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Hier meine Sulmtaler. Leider kann ich sie nicht frei rumlaufen lassen, was ich gene täte. Der Habicht ist aber meistens schneller. Auf diesem Stück will ich später den Weizen und die Kartoffeln anbauen. Teils teils bereiten die Hühner schon den Acker vor.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Auch wenn etwas verwackelt . Das ist mein Hauptauslauf für die anderen Hühner, sind aber mehr wie auf den Bild. Sind eben etwas Kamarascheu. Sind aber meistens noch Hybriden, bis auf den Hahn der ist ein waschecher Maran. Aber ich bin ja dabei auf Zweinutzungshühner umzusteigen. Die Sulmtaler und die junge Gang sind da der Anfang. Übrigens sind die Gang auch französische Marans.pasted-from-clipboard.jpg


    Und hier meine drei Gratzien mit der Stänkerliese. Hat nur Blödsinn im Kopf, und man muss höllisch aufpassen das sie nicht in den Garten kommt. Einmal hat sie es dieses Jahr schon geschafft. Ich hätte sie erwürgen können. Aber wenn sie einen so anschaut kann man ihr nicht böse sein.



    pasted-from-clipboard.jpg


    Unsere aufgefrische Schmiede, die nun zu einer Taverne (Moderner Sprachgebrauch, Partyraum) umgestaltet wird. Trotzdem wird das Schmieden nicht aufgegeben, wird nur hinter das Häuschen verlegt. kann im Ernstfall auch wieder als Schmiede fungieren.pasted-from-clipboard.jpg


    Und nun noch mal der kleine Garten von heute den 05.07.2019 mit Zuchini und Erdmandeln

    pasted-from-clipboard.jpg


    Tomaten und nochmal Tomaten

    pasted-from-clipboard.jpg


    Und nochmal die andere Seite.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Und zum Schluss das langsam in einen Dschungel verwandelnde Gewächshaus.

    pasted-from-clipboard.jpg

    Einmal editiert, zuletzt von Arwed51 ()

  • Da man nur 10 Bilder auf einmal laden darf, hier noch ein paar.


    Das Inselsolarhäuschen. Oben sollen Einschübe für Insekten noch eingebaut werden. Mal sehen ob das klappt.pasted-from-clipboard.jpg


    Das verspricht eine reiche Ernte und viele, viele Apfelmusgläser. Aber etwa dürfen die Äpfel noch wachsen.

    pasted-from-clipboard.jpg


    Und zum Schluss braucht man auch ein Plätzchen wo man sich von reichlich Arbeit ausruhen kann mit einem schönen kühlem Bierchen.


    pasted-from-clipboard.jpg

    Einmal editiert, zuletzt von Arwed51 ()

  • Ein Traum! Die Pflanzen sehen richtig üppig aus. Rund und gesund, sozusagen. Irgend etwas scheinst du richtig zu machen! :)


    Glückwunsch zu deinem Paradies. Da gehört viel Zeit, Arbeit und Wissen dazu.

  • Arwed51 wie schön das du einige Bilder noch retten konntest. Habe deinen Garten Thread im HSB immer gelesen und sehr genossen. Vieles aus dem was du erzählst und berichtest konnte ich dann bei mir umsetzen, oder habe es zumindest versucht.

    Dein Garten und das drumherum ist einfach ein Traum :thumbup:

  • Wow, das ist ein echtes Paradies😍 da steckt eine Menge Arbeit und Leidenschaft drin.

    Ich hoffe ich kann mir bei dir noch einiges abschauen, wenn ich endlich meinen eigenen Garten habe.

  • Heute einen kurzen Bericht was sich im Garten die letzte Zeit getan hat, und was verbessert werden muss oder anders angepflanzt.

    Da sind zum ersten die Kaninchen, die meinen kleinen Garten mal wieder seit Jahren als Nachschub für Feinschmecker auserkoren haben. Leider sind sie noch so klein, das Sie zwischen den Zaunlatten hindurchschlüpfen können. Hatte ich in den letzten Jahre nicht gehabt. Muss also im Winter mit zusätzlichem Maschendraht nachgearbeitet werden. Deshalb gab es dieses Jahr keine rote Beete und Erbsen.

    Wieder erwarten hat sich das Hochbeet doch bewährt, da dort die Kaninchen nicht rankamen, obwohl es außerhalb des Gartenzaun steht.

    Zweitens habe ich dieses Jahr mal versucht Mais, Tomaten, Stangenbohnen (blaue Hilde) und Hokkaido Kürbis in einem Beet zusammen anzubauen. Werde ich bestimmt nicht mehr machen. Wenn dann nur Kürbis und Mais. Muss dementsprechend besser gedüngt werden. Aber so komme ich kaum an die Bohnen heran, ohne die Kürbisranken zu zertreten. Da kann man noch so vorsichtig sein. irgendeine Ranke, sei es nun Kürbis oder Bohne leidet darunter. Zudem leidet auch der Mais durch die Bohnen, die mit ihren Ranken vieles erdrücken.

    Dieses Jahr auch erstmalig mit Flüssigdünger gearbeitet. Bei der Trockenheit nicht schlecht. Gab es bei der Raiffeisen zum Soderpreis. Aber immer noch teurer wie Trockendünger. Auch hat sich die Brennesseljauche gut bewährt. Werde das noch ausbauen, da genug Brennessel zur Verfügung stehen.

    Wasservorräte werden diese und nächste Woche noch reichen, dann muss das Wasser aus der Leitung geholt werden, wenn es nicht mal wieder regnet.

    Ansonstensieht es gut aus. Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren und jede Menge Gurken, Tomaten und Zuchini gedeihen prächtig.

    Wenn die größte Hitze vorbei ist werde ich mich mit zwei neuen Beeten außerhalb des Garten beschäftigen. Dort werde ich noch dieses Jahr Weizen und Roggen sähen. ich möchte herausbekommen ob alte Sorten mit langen Halmen hier gut wachsen und vor allem die Höhe errichen die angegen sind. Ich brauche das Stroh für kleine Schuppen als Bedachung. Das zweite Beet ist für Kartoffeln.

    Da ich das Getreide auch ausdreschen muss, bin ich momentan dabei mir eine kleine Dreschmaschine zu bauen, nebst einer Windfege, das ist ein Gerät um die Körner von den Spelzen zu trennen. Also eine Menge Arbeit für den Winter.

    Nebenbei noch mein angefangenes Butterfass fertig machen, da ich nun das entsprechende Eichenholz bekommen habe.

    Als nächstes ist aber die Solaranlage dran, um sie Betrieb zu nehmen. Das erste Solarelement habe ich mit Freunden am Wochenende aufs Dach gehieft. Nun bin ich dabei es anzuschließen. Ich denke nächste Woche wird es mal provisorisch zum laufen gebracht. Dann wird es Stufe für Stufe auf 4 Batterien a 280 Ah und 4 Solarpanele a 250 Watt ausgebaut.

    So das war es erstmal in Kürze. Viel Arbeit, die aber auch Freude macht.

  • Hosa, da wir auch absolute Gartenfreunde sind und uns mehr und mehr auch an Gemüse und Obst-Sträuchern austoben ein kleiner Tipp was wir dieses Jahr an Dünger genutzt haben.


    Einfach mal im Internet nach "HaGaFe Pferdedung Pferdemist Rinderdung Kuhmist Universaldünger" suchen.

    Das sind zwei 15 Kg-Säcke mit Pellets aus getrocknetem Kuh- und Pferdedünger.


    Wir hatten die Befürchtung, dass es fürchterlich Stinken könnte, aber dem war nicht so (also im April). Die Pellets lassen sich gut einarbeiten, aber auch jene die auf der Erde liegen blieben quollen zwar auf, aber es (fast) nichts zu riechen... gaaaanz gelegentlich kam ein Hauch von Stall um die Ecke, aber echt kaum wahrnehmbar!


    Ach ja... 30 Kg kosteten 25,- Geld... haben wir komplett in unserem ca. 200 qm-Garten verarbeitet.

    Ok, davor noch Hornspäne... das sei erwähnt.


    Und.... unser Grünzeug "explodiert" förmlich! Die Tomaten werden immer größer und größer, sowie auch die Gurken :-)

    Fast alles trägt reichlich... nur die Kirschen dieses Jahr wollten mal nicht so recht...

    Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.


    Albrecht Müller

  • Da hst du recht PapaB. Nur ich spare mir das Geld und hole von einen Nachbarn den Kuh und vom anderen den Pferdemist, vermenge das mit meinem Schaf und Hühnermist und fertig ist mein Dünger.

    Da man aber nicht überall mit Mist düngen kann, einige Pflanzen wie z.b. Möhren, mögen das garnicht, teile ich meinen Garten so ein, das etwa zwei drittel mit Mist und ein drittel mit meinem Kompost versehen wird. Hier kommen dann auch noch Hornspäne und Uhrgesteinsmehl mit untergearbeitet. Den Dünger für zwischendürch hole ich von Philipps, https://www.thomas-philipps.de…%C3%BCnger-bio-anbau-25kg daneben noch ab und zu mit Brennesseljauche Düngen. Also eine ganze Pallette von Dünger. Das sieht im Moment sehr nach überdüngt aus, wird aber auf die Pflanzenart angepasst. Nicht jede Pflanze braucht das alles an Dünger.

    Übrigens gebe ich bei 10 Schaufeln zu meinem eigenen Kompost 1-2 Schaufeln verrotteten Mist dazu. Das schadet auch den Möhren nichts und bring so richtig die Pflanzen zum Wachsen.

    Einmal editiert, zuletzt von Arwed51 ()

  • Kommt immer darauf an wie viel ich von dem Mist bekomme. Aber man kann sagen etwa 35% Perd, 35% Kuh, 20% Schaf und nur maximal 10% Hühnermist. Hühnermist deshalb so wenig, weil er sehr scharf ist und die jungen Pflanzen regelrecht verbrennen kann.

    Manchmal nehme ich auch bis zu 50% Pferdemist, wenn ich von Kuhmist zu wenig habe, und nur Pferdemist im Frühbeet, und davon eine schöne Matte unter der Komposterde. Hält warm wo die Nächte noch kühl sein können.

  • Bei Hühnermist kommt es aber auch auf die Einstreuart an. Die meisten Hühnerhalter, die ich kenne, verwenden heute relativ trockenes, saugfähiges Material wie Getreidespelze oder Sägemehl und misten ziemlich häufig. Da kommt dann rieselfähiger, trockener Mist raus, der kaum riecht und Pflanzen auch kaum verbrennt. Vielmehr löst sich der Huhnermist relativ langsam auf, insbesondere bei Regen. Früher hat man die Hühner eher lange auf einer dicken, nassen Kotschicht stehen lassen. Das Zeug war im Garten wirklich kaum zu gebrauchen, es sei denn mit Wasser als Flüssigdünger oder als Beimischung zum Kompost.

  • Da hast du recht. Ich verwende aber nur meinen Mist oder den meiner Nachbarn. Da weiß ich was drinn ist. Zumindest kein genmanipuliertes Soja oder andere Stoffe die da nicht hingehören. darauf achte ich schon, denn das vergessen die meisten. Alles was die Tiere mal aufgenommen haben, geben sie auch wieder ab. Ach ja, ich streue mit Hecksel, wenn ich kriege, oder mit Hanfstroh für Pferde ein. Auch nicht immer zu bekommen. Sägemehl oder Hobelspäne lasse ich seit zwei Jahren weg, obwohl ich davon genug habe. Aber ich stopfe damit lieber große Papiertüten und verheiße diese.

    Wenn es draußen mehrere Tage nass ist muss ich aber öfters misten, da sie dann vermehrt sich im Stall aufhalten. Ich habe nur einen kleinen Stall, der aber bewusst so gebaut wurde, damit sie sich im Winter besser wärmen können.

  • Bei Hühnermist kommt es aber auch auf die Einstreuart an. Die meisten Hühnerhalter, die ich kenne, verwenden heute relativ trockenes, saugfähiges Material wie Getreidespelze oder Sägemehl und misten ziemlich häufig. Da kommt dann rieselfähiger, trockener Mist raus, der kaum riecht und Pflanzen auch kaum verbrennt. Vielmehr löst sich der Huhnermist relativ langsam auf, insbesondere bei Regen. Früher hat man die Hühner eher lange auf einer dicken, nassen Kotschicht stehen lassen. Das Zeug war im Garten wirklich kaum zu gebrauchen, es sei denn mit Wasser als Flüssigdünger oder als Beimischung zum Kompost.

    Wir hatten zwei Jahre lang Hühner (mussten sie leider wieder abschaffen, weil zu viel Nachbar-Proteste).

    Was sich in der Zeit als Einlage im Stall bewährt hat war Hanf-Streu.

    Furz-Trockenes Zeug, dass wirklich sehr gut die "Feuchtigkeit" des Hühnerkots "geschluckt" hat.

    Wir haben dann diese Mischung aus Streu und Kot dann auch gut gemischt im Garten verteilt...


    Auf die schnelle einen Bericht dazu gesucht:


    https://www.huehner-hof.com/hu…nstreu/hanfhaeckselstreu/

    Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.


    Albrecht Müller

  • Das mit den Wallnussblätter als Einstreu ist eine gute Idee, da es vor allem antiparasitär wirken soll. Bis jetzt habe ich die Schalen und Blätter zum färben von Leinen, Baumwoll und Wollstoffen verwendet. Ist kinderleicht da man sonst keine Fixirer oder Salze braucht. Aber das nur nebenbei.

    Mein Nachbar hat so viele Wallnussbäume stehen, das ich für ein Jahr Einstreu habe.