COVID-19: Erfahrungen & Austausch

  • Ob Attest notwendig Ist mir nicht bekannt. Letzte Woche haben mehrere Eltern aus diesem Grund angerufen, es wurde vereinbart über welchen Zeitraum das Kind nicht kommt und wie das mit dem Lernstoff organisiert wird und gut war.

    Das scheint dann aber stark abhängig von der Schule zu sein. Bei uns geht ohne Attest garnichts.

  • Alex


    Bei uns erfordert die Meldung einer Kindeswohlgefährdung immer eine Fallberatung und die Einbeziehung einer sogenannten "insoweit erfahrenen Fachkraft"- erst dann geht das(sofern keine Gefahr im Verzug ist) ans Jugendamt.

    Das OWI-Verfahren hingegen läuft über die Schulbehörde(dort dann Einschaltung des Jugendamtes, das die Familie anhört um im Bussgeldverfahren ein Urteil abgeben zu können), dann wird über Bussgeld oder weitere Maßnahmen entschieden- und natürlich kann das Jugendamt im Rahmen der Anhörung im schlimmsten Fall eine Gefährdung fest stellen. Ich hoffe der Ablauf ist jetzt klarer- sorry für die späte Erläuterung.

  • Entschuldigung- angesichts der Lager hier vor Ort und auf Arbeit bin ich, wie alle 12 Kollegen, zur Zeit an der Grenze. Ich gehe davon aus das mein komplettes Team demnächst wieder im Pflegeheim unterstützt- das ist oft endgültig was die Situation anbelangt und ich habe für einige scheinbare Argumente kein Verständnis mehr. Mir sind da wohl die Sicherungen durchgebrannt.


    Trotzdem einen schönen Abend. Bleibt gesund.

  • Die Fälle an Krisen und Kindeswohlgefährdungen steigen zur Zeit gefühlt massiv(auch wenn wir die zuvor diskutiertenraus lassen) an- die Pandemie wirkt als Beschleuniger. Vom Suizidversuch bis zur Gewalt alles dabei. Konsum von BTM dito.

    Das denk ich mir. Irgendwie hockt ja alles mehr zuhause.

    Da scheitern schon Ehen daran......

  • Ich verstehe nicht, warum die Schule die Kinder, die nicht kommen können oder deren Eltern sie aus Angst nicht schicken wollen, nicht mit dem Lernstoff unterstützt.

    Das bekommt doch sogar ein sogenanntes Dritte-Welt-Land wie unseres hin.

    Den Eltern wurde/wird freigestellt, ob sie die Kinder zum Präsenzunterricht schicken oder sie lieber daheim virtuell unterrichten lassen wollen.

    Für die virtuellen Schüler schickt das Bildungsministerium täglich den Lehrstoff per whats app an die Eltern und die Eltern schicken dann die fotografierten Arbeiten der Schüler per whats app ans Ministerium.

    Auch die Schuljahrsabschlußexamen wurden so gehandhabt.

    Welches Problem habt ihr da in Deutschland, daß das bei euch nicht auch so geregelt werden kann?

  • TejuJagua: Da fragst du was... Manchmal denk ich, die Menschen hier sind in ihren Köpfen zu festgefahren. Zusätzlich wird auch jeglicher Versuch irgendetwas zu verbessern erstmal mit aller Macht der Bürokratie erdrückt.

  • Welches Problem habt ihr da in Deutschland, daß das bei euch nicht auch so geregelt werden kann?

    Das hat vielschichtige Gründe.


    In den vergangenen Monaten habe Gründe wie mangelnder Datenschutz (Microsoft, WhatsApp) gehört. Als wenn die Kiddies nicht schon seit Jahren bei WhatsApp, TikTok und Co Dinge posten, wo sich jeder Datenschützer und Jugendschützer die Hände über den Kopf zusammenschlagen würde.


    Als einen weiteren Grund wurden Kosten und der Gleichbehandlungsgrundsatz angeführt. Es wurde hier im vergangenen Jahr von Seiten des Bundes, und auch die Länder haben sich da mehr oder weniger großzügig gezeigt, entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt, um einen Fernunterricht durch bessere Ausstattung zu ermöglichen. Diese Gelder wurden bislang nur sehr mäßig abgerufen.


    https://deutsches-schulportal.…-schule-bislang-gebracht/


    In diesem Artikel wird das ganze Drama doch recht anschaulich dargestellt. Und gefühlt eher in einem Nebensatz wird meiner Meinung nach das Hauptproblem mit den Fördergeldern im Rahmen der Digitalisierung in Deutschland benannt: das fördermittelanträge in Deutschland komplizierter sind als sie sein müssten, hat man eigentlich schon erwartet. Etliche Schulen dürften aber schon daran scheitern, ein technisch-pädagogisches Konzept zu erstellen und dem Antrag beizufügen. Den pädagogischen Teil traue ich denen schon zu. Sonst hätten sie ihren Beruf verfehlt. Aber wie viele Schulen haben haben die Lehrer, die technisch so versiert sind, dass sie den entsprechenden Part des Konzepts für das zuständige Ministerium schlüssig und förderfähig formulieren können?


    Richtig übel wird es dann aber bei der Finanzierung. Denn die beantragten Fördergeldern werden nicht etwa mit der Bewilligung auch ausgezahlt, sondern erst nach Abschluss der beantragten Fördermaßnahme! Das ist ungefähr so, als wenn ich eine neuen Mercedes E-Klasse benötige und beim Bundesland Fördermittel in Höhe von 100% beantrage. Diese Fördermittel bekomme ich aber erst, wenn ich den Mercedes mit eigenem Geld gekauft habe und es auf meinem Hof steht. Ihr könnt euch vorstellen, dass nicht jeder das Geld beim Autohändler mal eben auf den Tisch legen kann, um mit dem Auto direkt loszufahren. Ohne Auto bekomme ich aber auch keine Fördergelder...

    Ach ja, wer beantragt die Gelder für die Schulen? Der Schulträger. Wer ist der Schulträger der meisten Schulen? Die Gemeinde. Und für die weiterführenden Schulen in der Regel der Landkreis. Lasst uns mal überlegen, woran es auch ohne Corona in vielen Haushalten der Gemeinden und Landkreise bereits jetzt schon fehlt? Genau. Geld.


    Ich habe ähnliche Sachen im Katastrophenschutz mitbekommen: HiOrgs beantragen Gelder für dieses oder jenes KatSchutz-Fahrtzeug, der Antrag wird bewilligt, weil es ihnen zusteht, die Gelder können dann aber nicht ausgezahlt werden, weil die HiOrg nicht den Eigenanteil der Anschaffung leisten kann.


    Die Antragstellung in Deutschland ist in vielen Bereichen komplizierter als nötig und in vielen Bereichen mag es auch sicherlich richtig sein, dass die Antragstellung so komplex ist. Aber dann muss man eben in Kauf nehmen, dass die Antragsverfahren so lange dauern.

    aus DE gesendet...

  • Gerade bei Bens Planspiel gemerkt.

    Wir haben keine Einmalschutzanzüge. Falls Omicron wirklich 5 x ansteckender als Delta ist und ein Familienmitglied erkrankt wären die nützlich.

    Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegen bleiben soll.

  • Wäre für mich höchstens was zum Malern der Wohnung wenn ich mich in der Lockdown-Zeit langweil. Willst du a la Hazmat-Suit schwitzend durch die Gegend laufen im Wissen, dass du für das Ausziehen keine Dekontaminationsdusche / -gelegenheit hast? Hast du mal in einem S3-Labor einen Schutzanzug angelegt? Ist zum Kotzen hab ich gerade letzte Woche durch, dabei macht man zig Fehler, musste dafür extra eine Schulung machen und trotzdem hätte ich mir nur eine 3-4 von der Schulnote gegeben. Schau dir doch jetzt an was bei normalen Areosolwolken passiert. Um eine wirkliche Schutzwirkung zu haben brauchst du auch schon was Besseres als die "normalen" Einweganzüge. Die sind eher was zum Beruhigen der eigenen Psyche. Oder eben für Malerarbeiten…..

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Hast du mal in einem S3-Labor einen Schutzanzug angelegt?

    Ja habe ich, allerdings davor, drinnen ist es zu spät. Deshalb ist mir auch klar, dass ich zu Hause keinen S3 Standard hinbekomme.

    Aber wenn einer an Omicron erkrankt, wäre ein Einmalschutzkittel bei der Pflege der betroffenen Person ein kleines Bausteinchen, damit der Rest der Familie hoffentlich verschont bleibt.

    Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegen bleiben soll.

    Einmal editiert, zuletzt von Apfelbaum ()

  • Hast du mal in einem S3-Labor einen Schutzanzug angelegt?

    Ab S3 werden die Sicherheitsprozeduren lästig, aber mit einiger Übung überschaubar.

    Doof wird es bei S4. Da ist gefühlt jeder falsche Blick tödlich...

    Aber ja, wenn man sich angeplünnt hat, geht man nicht mal eben für fünf Minuten eine Rauchen oder "mal eben schnell" auf Toilette...

    aus DE gesendet...

  • Apfelbaum :


    Wie würdest du denn da von der Handlungsweise vorgehen und welchen Sicherheitsgewinn versprichst du dir davon? Wie oft würdest du am Tag diese Prozedur über dich ergehen lassen wollen? Ich seh da keinen Sinn drin. Meinetwegen wenn du dir super Sorgen machst eine richtige Schutzhaube aber dann würde es sich für mich erledigt haben.


    Ich halte das für illusorisch im Privatbereich mit Schutzanzügen einen wirklichen Mehrwert erreichen zu können. Würde mich mal interessieren wie du das handhaben würdest.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • PS: nächstes Frühjahr steht mir in einer unserer Niederlassungen ein S4-Besuch bevor. Da bin ich echt gespannt drauf wie das ablaufen wird.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Apfelbaum :


    Wie würdest du denn da von der Handlungsweise vorgehen und welchen Sicherheitsgewinn versprichst du dir davon? Wie oft würdest du am Tag diese Prozedur über dich ergehen lassen wollen? Ich seh da keinen Sinn drin. Meinetwegen wenn du dir super Sorgen machst eine richtige Schutzhaube aber dann würde es sich für mich erledigt haben.


    Ich halte das für illusorisch im Privatbereich mit Schutzanzügen einen wirklichen Mehrwert erreichen zu können. Würde mich mal interessieren wie du das handhaben würdest.

    FFP3 Maske

    Schutzbrille

    Faceshield

    Duschhaube fürs Haar, ja richtig gelesen, die sind halt da

    Einmalhandschuhe

    Einmalschutzkittel

    Hausschuhe, die nur in diesem Zimmer angezogen werden.


    Handschuhe und Kittel dann immer in Ecke vom Zimmer lassen. Zusätzlich Isoprop für die Pfoten.

    Mehr geht nicht.

    Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegen bleiben soll.

  • Ab S3 werden die Sicherheitsprozeduren lästig, aber mit einiger Übung überschaubar.

    Doof wird es bei S4. Da ist gefühlt jeder falsche Blick tödlich...

    Aber ja, wenn man sich angeplünnt hat, geht man nicht mal eben für fünf Minuten eine Rauchen oder "mal eben schnell" auf Toilette...

    Hier gibts dazu einige Videos - aus dem Labor des RKI :


    https://www.rki.de/DE/Content/…icherheitslabor_node.html

    Aus dem Norden von DE bzw. dem Süden von ES gesendet

  • Handschuhe und Kittel dann immer in Ecke vom Zimmer lassen. Zusätzlich Isoprop für die Pfoten.

    Mehr geht nicht.

    Und der Kittel bleibt dann immer in der Aerosolwolke im Zimmerchen des Infizierten und die Aerosole senken sich auf diesen Kittel ab? Auch auf die Innenseite wenn das Teil nicht gerade in Bundeswehr-Manier gefaltet wurde? Ich wage zu behaupten das hier die tatsächliche Schutzwirkung nahezu gegen Null gehen würde. Das Ding saugt sich quasi über die Zeit voll.


    Wenn man so viel Sorgen diesbezüglich hat würde ich eher in eine entsprechende mobile Filteranlage für einen Raum investieren und im Krankheitsfall den Raum Dauer-Lüften und gleichzeitig im Umwälzverfahren die Luft filtern, aber dann normal reingehen mit FFP3-Maske und gut ist. Danach Handdesinfektion und das war es.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Ab S3 werden die Sicherheitsprozeduren lästig, aber mit einiger Übung überschaubar

    Aber ja, wenn man sich angeplünnt hat, geht man nicht mal eben für fünf Minuten eine Rauchen oder "mal eben schnell" auf Toilette...

    :grinning_squinting_face: Da ich recht oft 'muss', war mir klar, dass ich nie im S3 Bereich arbeiten wollte.:grinning_squinting_face:

    Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegen bleiben soll.

  • Und der Kittel bleibt dann immer in der Aerosolwolke im Zimmerchen des Infizierten und die Aerosole senken sich auf diesen Kittel ab? Auch auf die Innenseite wenn das Teil nicht gerade in Bundeswehr-Manier gefaltet wurde? Ich wage zu behaupten das hier die tatsächliche Schutzwirkung nahezu gegen Null gehen würde. Das Ding saugt sich quasi über die Zeit voll.

    2 Szenarien.

    1. Der Kittel bleibt drinnen wird aber nur Einweg benutzt. Also immer einen neuen anziehen. Ist zb im Krankenhaus so üblich, kommt in der Schleuse direkt in den Müllsack.

    Oder

    2. Der Patient hat eine komplette Etage für sich. Dann kann der Kittel in einem vom Patienten nicht benutzen Nebenraum abgelegt werden und nach ca. 5 Tagen wieder benutzt werden, falls er nicht kaputt ist.


    Ich lass ja auch meine Mehrweg FFP 3 Masken und Faceshields vor Wiederbenutzung immer eine Woche liegen.

    Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegen bleiben soll.