COVID-19: Erfahrungen & Austausch

  • Ich war bewusst alleine zuhause, und habe mir einen chilligen gemacht. Was nur genervt hat war im TV die Widerholung der Widerholung der Widerholung.... sprich kein richtiges Weihnachtsprogramm fand ich X/;(

    Seit keine Ahnung wie viel Jahren machen wir uns schon unser eigenes Weihnachtsprogramm. Sei es mit irgendeinem Streamingdienst oder direkt "von der Konserve", also DVD/Bluray.


    Die Streamingdienste sind sicherlich neben einschlägigen Onlinehändlern und Versanddienstleistern die Gewinner der Corona-Pandemie. Letztlich sehe ich das so, dass diese Pandemie ein Katalysator für eine Entwicklung war, die vor einigen Jahren begann und ohne die Pandemie sicherlich noch einige Jahre länger benötigt hätte, um in der Tiefe anzukommen.

    Waren Sitzungen via Skype, Zoom, Microsoft Teams, Spatial.Chat etc. früher(TM) nur eine Sache für technikaffine Personen/Firmen, Nerds oder Early Adopters, so ist das alles auch für weniger technikaffine Menschen oder ältere Menschen durch die Pandemie mehr oder weniger unfreiwillig zu "Alltagswerkzeugen". Insbesondere auch für jene, die derartige Tools im Rahmen von Homeschooling oder Webinaren bei Weiter- und Fortbildungen einsetzen/benutzen.


    Die Welt der Kongresse wird durch Corona sicherlich auch eine Veränderung erfahren. Meine BEVA hat vor ein paar Monaten an einem Online-Kongress teilgenommen. Das war schon knallharter, anstrengender Input, eine Woche lang von morgens bis abends vor dem PC zu sitzen und einen Vortrag nach dem nächsten sich anzuhören. Das Zwischenmenschliche solcher Kongresse kommt dabei natürlich nur begrenzt rüber, denn Kongresse leben ja atmosphärisch davon, dass man sich nicht nur Vorträge und/oder Podiumsdiskussionen anhört, sondern auch, dass man sich zwischen den Veranstaltungen mit Kongressteilnehmern austauscht und Kontakte knüpft. Aber eben dieses "zwischenmenschliche Kontakteknüpfen" könnten Tools wie Spatial.Chat schließen. Oder eben Online-Kongressplattformen mit ähnlichen Funktionen.


    Alles dieses wäre in ein paar Jahren sicherlich gekommen, aber Corona hat das eben wie ein Brandbeschleuniger beschleunigt in der Entwicklung.


    Auch die Geschäftsreisen werden sich in Zukunft nach Corona auf einem anderen Level bewegen. Videokonferenzen werden sicherlich dominieren und On-Site-Besuche beim Kunden werden dann nur noch für die höherrangigen Führungskräfte vorgesehen sein oder um erste Kontakte anzubahnen. Auch könnte ich mir hier vorstellen, dass künftig mit einer HD-Bodycam eine Führung durch ein Werksgelände sehr viel eher realisiert werden würde und könnte.


    Wollten da nicht irgendwelche Aktivisten weniger CO2-Emmissionen durch Flugverkehr erwirken? Corona hat geschafft, was Politiker und Firmenbosse zuvor nicht ernsthaft durchdenken wollten...

  • Auch könnte ich mir hier vorstellen, dass künftig mit einer HD-Bodycam eine Führung durch ein Werksgelände sehr viel eher realisiert werden würde und könnte.

    Wenn schon Online - Werksführung,,würde ich ein professionell gedrehtes Video auf YT oder der firmeneigenen Webseite einstellen.

    Gibt´s ja mittlerweile auch schon.


    Aber ansonsten hast Du vollkommen recht.


    Gruß Peter

    An sich ist nichts gut oder böse. Erst das Denken der Menschen macht es dazu.

  • Zitat

    Alles dieses wäre in ein paar Jahren sicherlich gekommen, aber Corona hat das eben wie ein Brandbeschleuniger beschleunigt in der Entwicklung.

    Sehe ich auch so. Ich bin seit 20 Jahren auf (Maschinenbau-) Messen unterwegs. Als Austeller und Besucher. Europa und Asien (Indien, Thailand, Korea, China, Taiwan).

    "Früher" musste man auf Messen um Lieferanten zu finden, schauen was es an Neuheiten gibt, was der Wettbewerb so macht, etc. Kann ich heute alles per Internet. Schon vor Corona.

    Selbst ein kleiner / Mittlerer Messestand kostet schnell 30.000 EUR, dafür kann ich viele "google Adwords" Anzeigen schalten...
    Ich denke die Messebranche und Kongresse werden es in Zukunft schwer haben. Nicht unbedingt von den Teilnehmern her (so ein Kongress in Porto oder Mailand ist von der Lokation her ja ganz nett...) aber die Firmen werden da rigoros den Rotstift ansetzen.

  • Wenn schon Online - Werksführung,,würde ich ein professionell gedrehtes Video auf YT oder der firmeneigenen Webseite einstellen. [...]

    Jein, der Besucher eines (potentiellen) Kunden bekommt ja mehr zu sehen als ich für die breite Öffentlichkeit ins Internet stelle. Eine 1:1 live Führung ist etwas anderes als ein Imagefilm den man bei Youtube hochlädt. Bei der Online-Werksführung hat der Interessent ja die Möglichkeit direkt Fragen zu stellen und man kann auf Themen eingehen die ihn interessieren.

  • [...] Auch könnte ich mir hier vorstellen, dass künftig mit einer HD-Bodycam eine Führung durch ein Werksgelände sehr viel eher realisiert werden würde und könnte.

    Nochmal einen Schritt weitergedacht würde man Werksführungen als VR-Erfahrung veröffentlichen. Dann kann der Empfänger, je nach Umfang, sich sogar frei in der virtuellen Umgebung bewegen.


    Auch für den VR-Brillenmarkt hat Corona als Brandbeschleuniger gewirkt, die Verbreitung der verschiedenen Brillen hat seit März einen immensen Sprung gemacht.


    Ich konnte mir 2018 mit einer HTC-Vive Pro Nefertari´s Grabkammer (QV66) virtuell ansehen - die Erfahrung steht meinem echten Besuch im Tal der Könige und im Tal der Königinnen im letzten Jahrtausend nur in wenigem nach.

    Im Gegenteil sogar, man kann sich frei und alleine in der Grabkammer bewegen, die Hieroglyphen und Malereien an den Wänden so ausgiebig und genau betrachten, wie es bei einer Besuchszeit von nur 15 Minuten ggf. mit einigen anderen Besuchern niemals möglich wäre:

    https://www.plejadium.de/virtu…tari-journey-to-eternity/

    Si vis pacem, para bellum.

  • Das mag ja für Geschäftliches noch angehen.

    Vielleicht.

    Meiner Erfahrung nach ersetzt nichts das persönliche Treffen.

    Über eine Videoschaltung wird kein Vertrauen, keine Nähe aufgebaut.

    Und gerade in der Geschäftswelt läuft ja unheimlich viel über Seilschaften und Vetternwirtschaft.

    Und bei anderen Verhandlungen geht gar nichts ohne die Empfehlung eines persönlichen Bekannten für einen persönlichen Bekannten.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Hallo TejuJagua,


    das, was Du da schreibst kann ich absolut untschreiben.


    Ein gemeinsames Essen, ein Wochenede mit einem kleinen Ausflug zu sehenswerten Orten in der Gegend und absolut persönliche Gespräche, kann keine noch so "tolle" Videokonferenz ersetzten.

    Bei einem Gegenbesuch kriegst Du sowas immer wieder zurück und nach kurzer Zeit geht der Kunde mit Dir durch "dick und dünn".


    Dann wird auch meistens nicht mehr um ein paar Cents gefeilscht, wenn der Kunde merkt, dass er bei Dir auch Beratung bekommt und persönliches Engagement.....


    Das wirkt auch Wunder mit internationalen Kollegen in großen Konzernen, danach klappt die Zusammenarbeit deutlich besser und jede investierte private Stunde kommt mehrfach zurück....


    Das ist jahrhinderte alte Geschäftskultur .... und das kann kein Internet ersetzen.


    Das müssen junge Leute in Europa, frisch von der Uni oder Ausbildung, leider meistens erst mal mühevoll lernen....sogenannte "soft skills" auf "Neudeutsch"...



    Gruss, Udo

  • Meiner Erfahrung nach ersetzt nichts das persönliche Treffen.

    Über eine Videoschaltung wird kein Vertrauen, keine Nähe aufgebaut.

    Dem kann ich nur mehr als zustimmen.

    Besonders wenn man es mit "neuen Leuten" zu tun hat ersetzt nichts einen persönlichen Besuch !


    Die ganzen Eindrücke die man gewinnt

    - Wie in Betrieb geführt ist

    - Beobachtungen "zwischen den Zeilen"

    - Das empfinden des Betriebsklima`s bei den Typen mit denen man Geschäfte machen möchte


    Oft kommt es auch noch vor das man irgendwo hinfährt und nicht das eigentlich geplante Geschäft abschliesst weil sich das entgegen der Vermutung nicht rechnet. Dann aber "in einer Ecke" etwas entdeckt das viel lukrativer ist aber - aus was für Gründen auch immer - nie angeboten wurde.


    Und mehr als einmal hat es mich oder meinen Chef bei grösseren Geschäften "gerettet" das wir immer eine vor Ort Besichtigung machen.

    Eine Internetpräsenz bzw. Korrspondenz und Angebote können sich sehr schnell als heisse Luft rausstellen - wenn man da in Vorkasse getreten wäre --> Totalverlust der Summe !


    Man wird eine Geschäftliche Reisetätigkeit nicht ersetzen können,eine Besichtigung und das in die Augen gucken bzw. das Verhaltensmuster / die Körpersprache von jemandem der "böses" plant ist nicht fernvermittelbar !

  • Und wenn man z.B. Informationen braucht, oder wissen muss, wo man was wie bekommt, wer wo was zu sagen hat, wer vertrauenswürdig ist und wer nicht...........

    Das funktioniert nur, wenn man jemanden kennt, der einem jemanden empfehlen kann, der weiss, daß man vertrauenswürdig ist, weil sein Freund ihn kennt.

    Das funktioniert nicht über Videokonferenz.

    Die wollen einen sehen, sprechen hören, ab und zu auch berühren, wie es in vielen Kulturen üblich ist.

    Ich wäre nie irgendwo hingegangen um für uns wichtige Dinge zu erfahren, wenn ich den Kontakt nur übers Internet gekannt hätte.

    Das kann ein ANFANG sein, aber niemals der Ersatz für persönliches Kennenlernen.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Ich mag die Videokonferenzen auch nicht. Leider sind sie jetzt in letzter Zeit immer mehr geworden. Bei einigen Dingen macht das aus meiner Sicht aber völlig Sinn. Zumindest bei mir in der Arbeit, hat es Geschäftstreffen gegeben, da bin ich nur für ein paar Stunden ins Ausland geflogen und habe mich dann dort vielleicht zwei Std mit jemanden unterhalten. Dafür hätte ich nicht fliegen müssen. Auch wenn es mir so lieber war, sehe ich durchaus ein, dass Videokonferenzen durchaus Sinn ergeben.

    Beim Vertrauen kommt es auch auf die Branche an. Mir ist es im Grunde egal, ich mach das was der Kunde möchte, bezahlt hat er in meinem Fall ja schon dafür. Wenn der Kunde dann zu dick auftragen möchte, muss er mit den Konsequenzen leben. Ich bleibe so und so nur im Hintergrund.

  • Beim Vertrauen kommt es auch auf die Branche an.

    Das ist schon klar.

    Wenn ich jemandem nur Waren verkaufen möchte, dann muß ich den nicht persönlich treffen.

    Auch wenn ich den Kunden schon kenne, muß ich ihn nicht bei jedem Transfer an die Hand nehmen.

    Aber um solche Sachen ging es bei mir nicht.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Möchte jetzt nicht der MPK vorgreifen, aber scheinbar läuft es überhaupt nicht gut.

    Die wievielte Verlängerung wird das eigentlich ?

    Und Schule findet nur ein bischen statt.

    Letzteres bedeutet grosse Lücken für die jungen Menschen.

  • Möchte jetzt nicht der MPK vorgreifen, aber scheinbar läuft es überhaupt nicht gut.

    Die wievielte Verlängerung wird das eigentlich ?

    Und Schule findet nur ein bischen statt.

    Letzteres bedeutet grosse Lücken für die jungen Menschen.

    Wenn man die positiven Tests im UK trotz Lockdown betrachtet die wahrscheinlich verursacht durch die Mutation B1.1.7 werden, steht und noch ein spannender Winter und Frühling ins Haus.
    Gruß kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Wenn ich mich mit anderen Handwerkern, Unternehmern und Leuten aus dem Gesundheitssektor unterhalte, sind sie alle ziemlich angefressen für andere die Brötchen mit verdienen zu müssen.

    Die Tatsache mit dem vertrödelten Impfstoff, welcher auch wieder mit Steuermitteln subventioniert wurde, macht den Verdruss nicht besser.

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen.


    Mein Verdruss wird auch nicht dadurch gemildert, dass die Impfgegner immer abstrusere Maßnahmen ergreifen, um Angst zu schüren.


    Eine ehemalige Kommilitonin hat die Tage ein Pamphlet in ihrem Briefkasten gehabt, das sie dazu nötigte, wenigstens ihre Nachbarn in ihrem Wohnblock per Aushang über die inhaltlich falsche Darstellung der Impfung im Allgemeinen und der gegen Corona im Besonderen richtig zu stellen. Immerhin ist sie, wie ich, seit über 20 Jahren im Thema. In Teilbereichen sogar deutlich tiefer als ich.


    Und der Wirtschaftswissenschaftler, der dieses Pamphlet veröffentlichte, soll mehr "Expertise" in der Impfstoffentwicklung haben?

    Das macht zu recht wütend. Ist aber symptomatisch für die Generation mit akademischen Weihen von der YouTube Academy, Google University und Wikipedia College...

  • sind sie alle ziemlich angefressen für andere die Brötchen mit verdienen zu müssen.

    Deine Kritik finde ich etwas einseitig. Versetz Dich mal in die Lage eines Ladenbesitzers, der seinen Laden schließen muß.


    Ich sage es mal frei nach Karl Valentin: Können hätte ich schon getan, aber dürfen hat man mich nicht lassen!


    Gruß Peter

    An sich ist nichts gut oder böse. Erst das Denken der Menschen macht es dazu.

  • Ehrlich gesagt hab ich mit vielen Leuten aus der Mittelschicht zu tun, darunter auch Ärzte und niemand rennt in ein impfzentrum, um sich impfen zu lassen.


    Ich wurde als Feuerwehrmann ebenfalls gefragt, ob ich mich impfen lassen möchte. Ich habe abgelehnt, mit dem Hintergrund den Impfstoff für die Risikogruppen zu überlassen.


    Will auch erstmal die Langzeit Entwicklung betrachten und wissen, wie lange die Antikörper im Organismus durchhalten.

    Gruß offroader

  • Deine Kritik finde ich etwas einseitig. Versetz Dich mal in die Lage eines Ladenbesitzers, der seinen Laden schließen muß.


    Ich sage es mal frei nach Karl Valentin: Können hätte ich schon getan, aber dürfen hat man mich nicht lassen!


    Gruß Peter

    Wenn ich gesagt bekomme, das ich mein Gewerbe für längere Zeit nicht ausführen kann und sich der Trend sowieso vom Einzelhandel weg bewegt, werde ich nicht heulend zu Hause rumsitzen und langsam in die Insolvenz stolpern.


    Da gibt es auch ein Zitat/Lebensmotto, dessen Verfasser mir leider unbekannt ist:


    Die einen warten, bis die Zeit sich wandelt, die anderen packen sie kräftig an und handeln!

  • Deine Kritik finde ich etwas einseitig. Versetz Dich mal in die Lage eines Ladenbesitzers, der seinen Laden schließen muß.


    Ich sage es mal frei nach Karl Valentin: Können hätte ich schon getan, aber dürfen hat man mich nicht lassen!


    Gruß Peter

    Der Ladenbesitzer muss seinen körperlich besuchbaren Laden schliessen. Das ist natürlich hart. Klamottenläden die wahrscheinlich nie einen physischen Laden hatten gewinnen in der "Krise".....wie soll das eine kleine Buudique machen? Eigentümerin 60+? Die können sich nicht selbst helfen. Schade.....

    Und ich weiss natürlich nicht von welcher "Branche" Ladenbesitzer Du sprichst. Ich DENKE, dass viele den Sprung ins Internet und somit zu Online-Bestellungen schaffen können. Bin persönlich jemand der schon vor Corona schon gerne verderbliche Waren wie Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch aus den unterschiedlichsten Regionen von Europa über deutsche Shops bezogen habe.