Wagenheber - Erfahrungen & Empfehlungen

  • Hallo,


    ich bin auf der Suche nach einem guten Wagenheber für meinen Alhambra. Da dieser kein Leichtgewicht ist, sollte der Wagenheber entsprechend was taugen.


    Mit welchen Marken / Modellen habt ihr gute Erfahrungen gemacht? Welche könnt ihr gar nicht empfehlen?


    Danke!

  • Ich habe für unsere Fahrzeuge (1,5to und 1,8to Leergewicht) einen

    "normalen" hydraulischen 2to-Rangierwagenheber. Kostet so um die

    20€. In der 3to-Version ist der gleich viermal so teuer.


    Edith: Sind doch etwas teurer geworden gegenüber 2012.

    https://www.real.de/product/336695258/

    Nochmal Edith: Meine Erfahrung deckt sich bislang nur auf das Sommer-

    Winterreifen-Wechseln im November und April. Hab damit auch schon

    mehrmals den Wohnwagen hochgewuchtet. Macht was er soll.

  • Hallo Ben,


    was willst Du denn mit dem Wagenheber machen ?


    -> Nur ev. mal Reifen wechseln bei einem Platten ?


    -> Soll der immer mitfahren, oder brauchst Du was für zu Hause ?


    Wenn Du damit größere Arbeiten unter dem Wagen / an den Bremsen etc. machen willst, wäre es sinnvoll aus Sicherheitsgründen mindestens noch 2 Böcke zu besorgen.


    Den Wagenheber den "LH" da vorschlägt ist was feines für einen Geländewagen, dafür brauchst Du aber auch vernünftige Ansatzpunkte, die Du beim Alhambra wahrscheinlich nicht hast (?). Dazu aber bitte noch ein ordentliches Stück Baudiele mitnehmen. Auf feuchtem Untergrund sinkt sonst der Fuss ein ....


    Das (qualitativ hochwertige) Original dieses Typs Wagenheber (für die Ewigkeit gebaut) war mal der "Hilift", dafür gab es (als Zubehör) u.a. eine Aufhängung die man in die Felgen- Aussparungslöcher (Haken) einbringen konnte (normalerweise um dann Sandbleche unter zu legen).


    https://www.mehari-offroad.de/…agenheber-hi-lift-zubehor


    Findest Du unter diesem Zubehör ca. in der Mitte.


    Das ist aber nichts zum Reifen wechseln.


    Ansetzen an Stosstange oder unter den Holmen ist wohl beim Alhabra eher schwierig.


    Daher wäre vielleicht mbMn ein stabiler Scheren Wagenheber brauchbar.

    Den kann man auch mitnehmen (da klein genug).


    Ansonsten ein Rangier Wagenheber.


    Pass aber auf, wo Du den ansetzt, sonst hast Du eine Delle im Boden....

    Sowas in einfacher Version gibt es ab und zu mal bei Aldi / Hofer.

    Was vernünftiges gibts im Autozubehör. Sowas hast Du dann 50 Jahre...


    Für einen Hydraulik Wagenheber (mit einem Stempel) reicht wohl die Bodenfreiheit nicht (?) .


    Wenn Du am Auto schrauben willst, nie-nie-niemals nur unter einem Wagenheber.

    Den Schaden den Du Dir zufügen kannst wenn der Wegenheber abrutscht oder einknickt ist das gesparte Geld (für ordentliche Böcke) niemals wert.


    Notfalls gehen noch Beton-Hohblocksteine. Pass aber auf, wo Du die unterlegst.

    Diese Autos haben verdammt dünnes Blech....


    Gruss, Udo

  • Danke für die bisherigen Tipps.


    Es soll auf jeden Fall kein Billiggerät werden. Da habe ich schon viele Bewertungen gelesen, dass die nach wenigen Einsätzen selbst ohne Last von alleine wieder absenken, da schlecht verarbeitet.


    Mitfahren muss der Wagenheber nicht. Der bleibt daheim.


    Mein Einsatzbereich ist klar Reparaturen am Fahrzeug durchführen.


    Reifenwechsel soll natürlich auch machbar sein.


    Das heißt Empfehlungen für anständige Unterstellböcke sind auch gerne gesehen.

  • OK Ben,


    hier noch mal ein Video zum HiLift



    in dem auch ein paar Probleme angesprochen werden.


    Wenn Du sagst das Ding soll zu Hause bleiben, kauf Dir einen soliden Rangier Wagenheber mit großer Aufstandsfläche und einem dicken Gummi drauf.


    Gruss, Udo

  • Hallo Ben,


    für unterwegs und allfällige Reifenwechsel würde ich beim serienmäßigen Wagenheber bleiben. Der ist kompakt leicht und zuverlässig. Der wird in der gesamten VAG-Markenflotte verwendet, ich hab das Modell schon bei nem Audi 100/A6 , mehreren Passaten und Gölfen im Einsatz gehabt. Auf unbefestigtem Untergrund lege ich noch ein 20x20cm großes Stück Sperrholzplatte (Rest aus einer Schaltafel) unter. Der Wagenheber greift am Auto in eine definierte Stelle (Falz am Schweller) und kann unter Last praktisch nicht wegrutschen.


    Einen klassischen Hydraulikwagenheber mit Stempel aus dem Baumarkt würde ich am PKW nicht verwenden, durch den kleinen runden Stempel drückt man sich schnell mal ein Loch in den Unterboden und besonders abrutschsicher sind sie auch nicht. Billige China-Heber haben oft minderwertige Dichtungen und halten nach ein paar Jahren die Last bei geschlossenem Ablassventil nicht mehr und sinken mehr oder weniger schnell zurück.


    Für Arbeiten am/unterm Auto in der heimischen Garage würde ich einen soliden Rangierwagenheber nehmen, die haben meistens auch eine bessere Aufnahme als die Stempelwagenheber. Die Zeitschrift auto motor sport hat mal 10 Rangierwagenheber zwischen 23 und 230 Euro getestet.


    Absolut wichtig, wie Udo schrieb, sind Unterstellböcke. Wobei ich persönlich lieber große Reststücke von Balken mit rechteckigem Querschnitt verwende. Feldmäßig lege ich das Reserverad unter den Schweller und unterfüttere den Zwischenraum über dem Rad mit Brettabschnitten. Dann hat man unterm Auto etwas "Überlebensraum" falls der Wagnheber doch wegrutscht. Genauso wichtig sind Unterlegkeile, weil man bei manchen Arbeiten die Handbremse offen haben muss und evtl. kein Gang eingelegt ist.


    Am Unimog setze ich den Weber ADX 10-370 ein, der fährt 26cm aus und hebt 10t. Man braucht aber 37cm Luft unter der Achse, damit man ihn drunter bekommt ;) Er wurde für Fahrzeuge mit Portalachsen als Achsheber entwickelt. Bei den Militär-Unimogs ist er als 4t-Version serienmäßig im Bordwerkzeug.


    Die Kletterwagenheber HiLift/Jackall/Farmall etc. sind die klassischen Wagenheber für Defender und Buschtaxis. Auch als Bergehilfe. Und man kann sie als Reifenabdrücker umfunktionieren usw. Da sie als Wagenheber genutzt, senkrecht an der Lochstange hochklettern, hat man zwischen Karosse und Ansatzpunkt seitlich am Rahmen nur wenig Spielraum (wenn es überhaupt geht). Vorne und hinten kann man ihn an einer stabilen Stossstange ansetzen, so man eine hat.

    Die Bedienung ist allerdings nicht ganz ungefährlich, insbesondere, wenn die Mechanik verschmutzt ist und der Heber unter Last nicht mehr ablassen will. Ich hab meinen 3t Jackall nach kurzer Zeit gerne wieder verkauft, am Unimog war er überfordert und die Stosstange vorne ist in fast 80cm Höhe (Unterkante) und die Pritschenunterseite bei 120cm, da fällt der Jackallheber schon am oberen Ende aus der Führung.


    Grüsse

    Tom

  • Und sowas als Unterstellböcke - natürlich an die Dimensionen eines Alhambra angepasst.....


    911 Udo 195.jpg


    Die von Tom vorgeschlagenen Balken sind auch eine sehr gute Sache, such Dir mal in der Nachbarschaft einen Neubau bei dem gerade das Dach gemacht wird.

    Da gibts immer mal Stücke von Dachfirstbalken oder sowas als Abfall.

    Zum Unterlegen geradezu ideal.


    Gruss, Udo

  • für unterwegs und allfällige Reifenwechsel würde ich beim serienmäßigen Wagenheber bleiben. Der ist kompakt leicht und zuverlässig.

    Das mit dem " Zuverlässig" würde ich so nicht unterschreiben.


    Man sollte bedenken das die Serienwagenheber absolut auf Gewichtsparen gebaut sind - mit den Gedanken im Hinterkopf das der in einem Autoleben maximal 1-2 Mal eingesetzt wird. Und das auch nicht zum Tauschen der Winter / Sommerräder sondern nur im Pannenfall ein einzelnes Rad damit getauscht wird.


    Ich bin schon mehr als oft rausgefahren um bei einem Serien-Wagenheber dann Pannenhlfe zu leisten - weil sich da die nicht gehärtete Spindel mit dem Gewinde verabschiedet hat.


    Ben..

    für zu Hause also etwas vernünftiges aus dem Zubehör kaufen,etwa so wie der Blaue auf dem Bild von Udo !


    Dazu am besten in einem Laden für Anhängerzubehör 2 stabile Unterlegkeile - am besten welche mit diesen Eisenspikes unten -

    dann bist Du auf der sicheren Seite !


    Den High Lift kann man für den PKW Bereich überhaupt nicht empfehlen, bei fast allen modernen PKW hat man nichtmal mehr diese als Rohr ausgeführten Wagenheberaufnahmen. Ausserdem würde man dank dieser ganzen " Plastik-Garnituren in Spoiler Form" nicht dicht genug drankommen. Gibt dann bestenfalls üble Kratzer am heiligen Lack - schlimmstenfalls rutscht das Ding raus und die Karre stürzt zu Boden.


    Ansonsten siehe Udo...


    - Guter Wagenheber

    - Holzbohlenstücke

  • Das mit dem " Zuverlässig" würde ich so nicht unterschreiben.


    Man sollte bedenken das die Serienwagenheber absolut auf Gewichtsparen gebaut sind - mit den Gedanken im Hinterkopf das der in einem Autoleben maximal 1-2 Mal eingesetzt wird. Und das auch nicht zum Tauschen der Winter / Sommerräder sondern nur im Pannenfall ein einzelnes Rad damit getauscht wird.

    Ich bin schon mehr als oft rausgefahren um bei einem Serien-Wagenheber dann Pannenhlfe zu leisten - weil sich da die nicht gehärtete Spindel mit dem Gewinde verabschiedet hat.

    163.jpg


    Hallo Andreas, was den VAG-Heber, und viele andere mitgelieferte Serien-Heber angeht, da bin ich ganz bei Dir, siehe Bild.

    Für zuhaus hab ich einen alten Nike-Heber aus Schweden (gibts leider nur noch antiquarisch, selten und teuer) und einen Bahco BH1A1500. Kost bei Amazon 215 €: https://www.amazon.de/Bahco-BH…4SM6?tag=httpswwwaustr-21 und in der Bucht grad 199 €.

    Wiegt nur 12 kg, da aus Alu (kreuzschonend), und geht auch unter tief liegende Autos a la Golf GTI, und Verwandte. Hat nur recht kleine Rädchen, deshalb ebene Unterlage ratsam. Die mitgelieferte Gummiplatte taugt nix. Hier besorgt man sich unbedingt noch ein (altes) Eishockey-Puck dazu.

    Diese billigen Rangierheber vom Discounter sind für die Tonne da meist nach kurzer Zeit undicht.

    Der Hijack und seine Kopien sind nix für den PKW-Bereich, schon weil meist kein ordentlicher Punkt zum Ansetzen da ist.

  • Hallo Andreas, was den VAG-Heber

    Ich wollte das Ding halt nicht beim Namen nennen8)


    Aber der " Widow Maker" passt 100%ig,ich würde das Ding nicht benutzen,vor allem weil der ohne Vorwarnung " kommt" - da kündigt sich nix an !

  • Da wir ein Prepper-Forum sind hier die Sahara-Variante:

    1. Löse die Radschrauben, solange die Karre noch fest am Boden steht (Sollte man immer so machen!).

    2. Such einen passenden großen Stein oder Felsbrocken und knall den unter den Schweller, so dass er fest sitzt. Soweit plattentechnisch möglich das Auto aus den Federn heben.

    3. Schipp das Rad frei, bis es sich frei drehen läßt

    4. Dann Radwechsel ganz normal

    5. Loch wieder zu Schaufeln und Auto vom Stein runter

    Also, bevor einer schreibt: Der Schweller wird verkratzt und/oder verdrückt liegt falsch. Denn wer in die Sahara fährt nimmt das von vorne herein in Kauf.

    Einmal editiert, zuletzt von Matteo ()

  • Zum Thema noch eine Geschichte aus dem Leben:


    Ich hatte kein Vertrauen in den kümmerlichen original mitgelieferten Schraubenschlüssel für den Radwechsel, darum kam der auf den Schrott und in den Kofferraum ein solides Radkreuz.


    Klingt nach einem guten Plan, aber als ich einen Platten hatte bemerkte ich dass ich das Ersatzrad unter dem Wagen mit dem Radkreuz nicht losschrauben kann weil einfach nicht genug Platz ist. Einmal dürft ihr raten wer im Regen zum nächten Haus gewandert ist um nach einem 17er Schlüssel zu fragen.

    If you are looking to government for the answer, you obviously don´t understand the problem.

  • Zum Thema noch eine Geschichte aus dem Leben:


    Ich hatte kein Vertrauen in den kümmerlichen original mitgelieferten Schraubenschlüssel für den Radwechsel

    Das hatte ich vorhin noch vergessen :

    Diese werksseitig mitgelieferte " Hohlmade" die einem das als Radmutternschlüssel untergejubelt wird funktioniert nur dann wenn vorher keiner mit dem Schlagschrauber die Radbolzen angezogen hat.Machen die Reifenbuden / Werkstätten aber gerne...

    Darum ist es für unterwegs ratsam etwas besseres dabeizuhaben !


    Und für zu Hause --> Da würde ich gar nicht den Versuch machen mit dem Hohleisen zu arbeiten, 17 /19er Nuss rausgekramt,und was zum verlängern - spart Kraftanstrengung und führt schneller zum Erfolg !

  • Das mit dem " Zuverlässig" würde ich so nicht unterschreiben.


    [...]

    Das bringt mich jetzt doch etwas zum Nachdenken.
    Dass ein Wagenheber sich verabschieden könnte, hätte ich nicht gedacht.
    Gut, den im Auto benutze ich nicht viel. Aber zu Hause habe ich noch einen alten, massiven Nissan-Wagenheber bis 2 Tonnen.

    Sind diese ebenfalls Müll, oder sind diese noch alte bewährte Qualität?

    Dateien

    • wagenheber.jpg

      (104,12 kB, 6 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Ich möchte gerne friedlich, schlafend sterben wie mein Großvater und nicht schreiend wie sein Beifahrer.:Sagenichtsmehr:

  • Ich nutze Zuhause auch einen großen Rangierwagenheber, ähnlich dem Modell von Udo. Dazu noch 2 richtig ordentliche Böcke und du bist für dabei.


    Was ich dir auch noch empfehlen kann, zumindest soweit du keine Bühne hast sie hochwertige Auffahrrampen. Damit kommst du besser unter das Auto als mit dem Wagenheber, wenn du Mal was unter dem Auto machen musst. Sehr empfehlenswert ist für solche Fälle auch immer ein Rollbrett. Wenn du bei größeren Reparaturen das 20te Mal unter dem Auto raus gekrabbelt bist nur um nen anderen Schlüssel zu holen oder sowas, dann weißt du das Teil echt zu schätzen.;)



    Achte aber beim Wagenheber, Böcken und Rampen auf gute Qualität. Lieber eine Nummer größer als zu klein.


    LG Bulli

  • Danke für die Idee mit den Auffahrrampen. Das wäre doch tatsächlich eine interessante Alternative.


    Bzgl Wagenheber haben mich meine Recherchen übrigens zu den Marken Bahco und Rodcraft gebracht. Dürften der Goldstandard im Heimanwendungs-Bereich sein.



  • Sind diese ebenfalls Müll, oder sind diese noch alte bewährte Qualität?

    Das der auf dem Bild jetz "Müll" ist würde ich so nicht sagen,zumindest vom Material her wird der stabiler sein als etwas "neues" ,wohl auch haltbarer.


    Aber auch bei dem Modell hast Du das Problem mit der seitlichen Instabilität - wenn sich das Fahrzeug währed des hochdrehens bewegt hat man verloren.
    Darum i m m e r gut gegen wegrollen absichern !


    Die Kombination aus Kurbel und Radmutternschlüssel wird es aber schwer haben einen wirklich festsitzenden Radbolzen zu lösen.Da pack Dir noch was ins Auto wo Du noch eine Verlängerung draufstecken kannst ;)

  • Es kommt auch immer drauf an wo man sich befindet. Zu Hause auf der gepflasterten Hofeinfahrt oder auf einer Schotterpiste im nirgendwo wenn man z.B. ein Radwechseln möchte. ICh hab nur nen allgemeinen Tipp:


    Egal Ob Hydraulikstempel, Rangierwagenheber, komisches billiges Bordwerkzeug-Scherenhubteil, Luftkissen, Zahnstangenwinde,...

    Man sollte bei Hebevorgang IMMER paralell unterbauen, also die last zusätzlich sichern. Wenn der Heber abrutscht oder defekt geht und man unter der Last eingeklemmt wird, hat man da nichts von.