Was kommt in den Bug out Bag?

  • Guten Abend,


    nachdem ich mir nun ein paar Vorräte gekauft habe und Kopien von allen wichtigen Dokumenten erstellt habe, ist nun der Bug out Bag als nächstes dran.

    Nun ist mein Budget relativ gering, außerdem brauche ich 2 Stück, wir sind nämlich 2 Personen.


    Folgenden Rucksack finde ich relativ gut, nicht zuletzt wegen des guten Preises: https://www.bw-online-shop.com/bundeswehr-kampfrucksack.html

    Nun weiß ich wirklich nicht so richtig, was da genau rein soll. Leider habe ich hier im Forum auch keine Liste gefunden.


    Es wäre super nett, wenn ihr mir eine kleine Liste mit den wichtigsten Dingen erstellen / verlinken würdet. Was haltet ihr außerdem von dem Rucksack? Habt ihr sonst noch Tipps für die Flucht? Mein aktueller Plan wäre, erstmal mit dem Auto so weit wie möglich zu kommen.


    Ich bedanke mich für eure Hilfe.

  • Da gibts, ausser der Empfehlung in der Checkliste des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe), keine fertige Liste.


    Ist ja, wenn man mal drüber nachdenkt, auch quatsch - Person A findet, Gegenstand Y muss unbedingt in den BOB, besagter Gegenstand Y ist aber für Person B total Banane, weil B eben für sich sagt, Gegenstand X muss unbedingt rein, Y braucht er nie ;)


    Hier im Forum wurden aber immer wieder mal Bug out Bags (BOB) nebst Inhalt vorgestellt, da gibt es eigentlich reichlich Inspiration:

    https://www.previval.org/f/ind…o=2&highlight=bug+out+bag


    Alternativer Suchbegriff wäre BOB: https://www.previval.org/f/ind…esult/7316/&highlight=bob


    Aber ich habe zumindest einen Tipp zum Rucksack, da muss ich allerdings etwas weiter ausholen:


    Ich habe mir für mein erstes Festival mit Zuganreise und schmalem Budget auch einen günstigen 65 Liter Rucksack aus nem BW-Shop geholt, sieht aus wie der von dir verlinkte, nur lassen sich die Seitentaschen abnehmen. Und ich hätte den fast angezündet - so sehr habe ich ihn hassen gelernt :cursing:

    Ich konnte den z.B. am Münchner Hbf nicht einmal rum von Flügelbahnhof zu Flügelbahnhof (wers nicht kennt: das sind etwa 500 Meter) tragen, ohne dass mir die 16kg Rucksackgewicht auf dem Rücken enorme Schwierigkeiten bereitet haben. Trotz verstellbarem Tragesystem trug der sich bei meiner Größe einfach nur total beschissen :(


    Ein Jahr später habe ich dann in den sauren Apfel gebissen, saftige 80 Euro ausgegeben und mir einen 66 Liter Rucksack vom Hersteller Highlander bestellt. Tragesystem einmal auf meine Größe angepasst, gleiches Festivalgepäck wie im Jahr zuvor und noch ein paar Sachen mehr - und die dann 19 kg waren überhaupt kein Problem, meistens habe ich den Rucksack bei Wartezeiten am Bahnsteig nichtmal abgesetzt :P


    Worauf ich raus will: Kaufe erstmal 1 Rucksack, und mach den ordentlich voll so dass er auch was wiegt. Und dann machst du damit eine Testwanderung, und die zweite Person macht damit auch eine.

    Alternativ jeder einmal mit dem leeren Rucksack zum Supermarkt, dort z.B. 1 Palette Milch (12x 1 Liter) und den Wocheneinkauf, reinpacken und damit nach Hause marschieren - versteht sich aber von selbst, dass der Supermarkt für diese Tests dann schon mehr als nur 500 Meter weit weg sein sollte ;)


    Meinen Rucksack-Fehlkauf habe ich dann übrigens an einen Kumpel verkauft, der ist mit 180 cm etwa 10 cm größer als ich und versteht bis heute nicht, warum ich den Rucksack nicht behalten habe...

    Si vis pacem, para bellum.

  • Folgenden Rucksack finde ich relativ gut, nicht zuletzt wegen des guten Preises: https://www.bw-online-shop.com/bundeswehr-kampfrucksack.html

    Ihr müsst euch zunächst einmal eine grundlegende Frage beantworten:


    Welchen Zweck soll für euch dieser Bug out Bag erfüllen?


    Wenn ihr diese Frage beantwortet habt, dann könnt ihr euch einen Rucksack aussuchen, der in Größe und Ausstattung auf eure Bedürfnisse angepasst ist.


    Als Anregung möchte ich euch folgende Punkte an die Hand geben:

    1. Wollt ihr alles dabei haben, um für lange Zeit autark unterwegs zu sein?
    2. Wollt ihr wichtige Dokumente und Ausrüstungstücke dabei haben, um im Fall der Fälle nicht "nackig" dazustehen?
    3. Geht ihr von einer grundlegenden Flucht aus (einfach nur weg, weit weg) oder handelt es sich um ein mehr oder weniger geordnetes Bug Out, weil euch gerade eure Hütte unterm Arsch wegbrennt oder ihr wegen einer Bombenevakuierung temporär euer Heim verlassen müsst, um bei Freunden oder in einer Notunterkunft unterzukommen?
    4. Womit plant ihr euren Bug Out? Zu Fuß? Mit dem Fahrrad, Auto oder einem öffentlichen Verkehrsmittel?


    Zu 1) Wenn ihr lange Zeit unterwegs seid, dann brauchst du eigentlich alles, was du für eine klassische Trekkingtour mit Zelten und allem drum und dran auch brauchst. Also Zelt, Schlafsack und Isomatte, Wechselkleidung, Wasser-/Getränkebehälter, Verpflegung, Möglichkeit Verpflegung zu kochen und Wasser Abzukochen und als so was. Da kann selbst der von dir gewählte Rucksack schnell zu klein werden.

    Was den Komfort angeht: Ich habe das Original während meiner Dienstzeit getragen, zwischenzeitlich beinahe täglich über viele Stunden und Kilometer. Ohne die Mehrzweckfaltmatte der Bundeswehr (ist gleichzeitig als Isomatte zu verwenden, Beispiel Bw-Faltmatte) ist dieser Rucksack überhaupt nicht zu gebrauchen. Die Belastungskapazität liegt meiner Meinung nach bei maximal 15 kg. Fehlende Hüftflossen können sich bei langen Fußmärschen nachteilig auswirken. Fußmärsche mit 30 km und 10 kg Gepäck sind meiner Erfahrung nach ohne Probleme möglich und mit einem Zeitlimit von fünf Stunden realistisch, auch wenn es hierfür Training bedarf. ;)


    Zu 2) Wenn es darum geht, im Fall der Fälle einfach nur nicht "nackig" dazustehen und wichtige Dokumente und Ausrüstungsgegenstände dabei zu haben, ist meiner Erfahrung nach ein 40-Liter-Rucksack, zum Beispiel in Form eines "Assault Packs" (Assault Pack) wesentlich hilfreich und vom Packvolumen in der Regel für drei bis vier Tage ausreichend, wenn man davon ausgeht, nicht zu 100% autark "aus dem Rucksack" leben zu müssen/wollen. (Zu "militärisch" aussehenden Rucksäcken: wenn man die in grau oder coyote/tan oder eine völlig zivile Farbe, sofern verfügbar, wählt, dann kommen die nicht ganz so militärisch rüber wie in oliv oder gar irgendeinem Tarnmuster)

    Ich habe ein ähnliches Modell zweimal. Einmal für mich, einmal für meine Frau. In beiden Fällen reichen die Rucksäcke aus, um Wechselbekleidung für drei bis vier Tage mit zwei bis drei Übernachtungen dabei zu haben. Dazu entsprechende Hygieneartikel, ein einfaches Handtuch, ein nicht zu großes Badetuch sowie auch noch Ladegeräte für Smartphone und Tablet sowie auch noch das eine oder andere Buch. Ein paar Snacks und eine Trinkflasche finden auch noch Platz. Durch die zwei vorderen Taschen hat man die Möglichkeit, Dinge wie Schreibzeug, Taschentücher und anderes Kleinkram unterzubringen, ohne sich in den Tiefen des Hauptfaches zu verirren.

    Ein Rucksack dieser Größenordnung wird in der Regel nicht dafür geeignet sein, um auch noch große Mengen an Verpflegung und Kochgeschirr mitzuführen. Ist aber nicht unmöglich.

    Vom Konzept her sind diese Assault Packs auf etwa 72 Stunden Einsatzzeit ausgelegt.


    Zu 3) Auch wenn es sicherlich den einen oder anderen Prepper gibt, der für den Zusammenbruch der Gesellschaft plant und sich die entsprechende Ausrüstung zusammenkauft, liegt die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass ihr wegen eines Hausbrandes, einer Überschwemmung oder ähnliches euer Domizil verlassen müsst. Je nach Wohnortlage sind Evakuierungen wegen Bombenräumung (Weltkriegsbomben) auch heute noch zwar nicht an der Tagesordnung, aber auch nicht so selten. Auch bei Unterbrechungen der regulären Pendlerstrecke durch Witterungseinflüsse kann es schon mal hilfreich sein, ein zusätzliches Akkupack, etwas zu Trinken und eine Kleinigkeit zu Essen dabei zu haben. Auch ein trockener Pullover kann dann nützlich sein.

    Insbesondere, wenn ihr euer Domizil wegen eines Hausbrandes, einer Überschemmung oder einer Bombenräumung verlassen müsst, könnt ihr in der Regel davon ausgehen, dass ihr entweder in eine durch eine örtliche Hilfsorganisation eingerichtete temporäre Notunterkunft unterkommt, zu Freunden/Familie gehen/fahren könnt (bei größeren Lagen) oder von der Gemeinde direkt in einer Verfügungswohnung zeitweise unterkommt (wenn nur ihr bzw. ein paar wenige Nachbarn betroffen seid). In beiden Fällen wird eher über kurz als über lang zumindest eine rudimentäre Versorgung mit Essen gewährleistet (im Fall der Notunterkunft). Kaltgetränke, Kaffee und Tee sind in der Regel praktisch sofort verfügbar.

    Auch wenn die Betreuungsgruppen der Hilfsorganisation in der Regel ein paar Bespaßungsmaterialen wie einfache, klassische Gesellschaftsspiele und vielleicht auch ein paar Malbücher für Kinder dabei haben, ist es dennoch hilfreich, in so einem Fall eigenen Materialien gegen die Langeweile dabei zu haben. Und wenn man bei Freunden oder der Familie unterkommt, mag man auch seine eigene Unterbüx dabei haben. ;)


    Zu 4) Je weniger ihr mit euch rumschleppen müsst, ohne deswegen auf Komfort oder dergleichen verzichten zu müssen, desto besser ist das. Insbesondere, wenn ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln verlegt (dazu zähle ich auch eine Verlegung in einem Bus/MTW einer Hilfsorganisation zu zum Beispiel einer Notunterkunft), ist ein Rucksack größer als 40 Liter mehr hinderlich als hilfreich. Einen 40 Liter-Rucksack könnt ihr auch in einem Bus über längere Strecken auf euren Schoß nehmen oder unter dem Sitz (Reisebus) verstauen und seid nicht darauf angewiesen, euer Gepäck im Gepäckladeraum des Busses zu verstauen. Das wird man euch bei großen Rucksäcken und Reisekoffern regelmäßig nicht erlauben.


    Auch und gerade beim Bug Out Bag zählt: Weniger ist mehr:!:

  • Wenn es doch nur so einfach wäre....


    Wie bereits die anderen geschrieben haben gibt es da nicht das Patentrezept. Jeder hat andere Bedürfnisse, Ziele und Prioritäten.

    Auch das ändert sich mit den Jahren und wachsender Erfahrung *auf den Berg an A, B und C Ausrüstung schiel....*


    Der eine sagt möglichst leicht, der andere sagt möglichst viel. Du musst deinen Weg finden. Es wird dir nichts bringen einfach irgendeine Liste zu kopieren. Mit allen Beiträgen hier im Forum kannst du dir allerhöchstens "Ideen" holen oder es zur Diskussion stellen.


    Und jetzt das wirklich aller aller wichtigste.

    Lerne deine Ausrüstung kennen. Der teuerste BOB bringt dir nichts ohne praktische Erfahrung im Felde...

    Ich rede hier nicht von "Ich war als Kind im Pfadfindercamp" oder "Als Jugendlicher habe ich mal gezeltet" oder das allseits beliebte im Garten testen. Du solltest jetzt damit rausgehen und es ausprobieren. Dann merkst du schnell was etwas taugt und was für die Tonne ist. Am besten noch bei richtigem Scheißwetter. Bei 25°C und Sonnenschein braucht man keine Ausrüstung.


    Hat auch den schönen Vorteil das man viel viel Lernt und Erfahrung kann teilweise sogar Ausrüstung ersetzen bzw. du kommst mit mehr klar als nur dem einen Teilchen.


    Weil ein "Ich habe den BOB schön gepackt aber noch nie benutzt" im wahrsten Sinne des Wortes wahrscheinlich in Schei*e Fressen enden wird... und das kann man in einer Situation wo man auf den BOB zurückgreifen muss nicht noch zusätzlich gebrauchen.

    Erlebnisorientierter Prepper - LH Ultras

  • Naja, die Bedürfnisse eines Menschen ändern sich auch im Laufe seines Lebens. Familiensituation ändern sich. Man muss sich plötzlich nicht mehr nur um sich alleine, sondern auch noch um einen Partner Gedanken machen. Oder gar zusätzlich noch über Kinder oder alte und gebrechliche Eltern...

    Auch die eigene Gesundheit ist natürlich nicht zu verachten. Mit 20 war es mir einigermaßen egal, wenn die Ausrüstung nicht perfekt war. Wenn ich da völlig durchnässt durch die Pampa geradelt bin oder durch den Wald wanderte, dann war das halt so. Ich habe mir deswegen nicht gleich "den Tod" geholt. Heute bin ich da in dieser Hinsicht in manchen Punkten eine "Pussy". Nicht nur, weil ich nicht mehr alle Nase lang 30 km laufe/wandere und schon gar nicht mit schwerem Gepäck. Sondern auch, weil ich mir im Zweifelsfall hochwertige Ausrüstung einfach kaufe. Wobei ich im täglichen Einsatz tatsächlich die "guten, alten" Moleksin-Feldhosen der Bundeswehr habe. Kostengünstig, robust und gefühlt unkaputtbar. Nur, um mal ein Beispiel zu nennen.


    Wie mein Nickname nahelegt, habe ich mittlerweile auf sowas wie "urbanes Trekking" verlegt. Auch unter dem Gesichtspunkt, dass in der Gegend, in der ich wohne und lebe, es in den seltensten Fällen weiter als 5 km bis zum nächsten Dorf ist und somit irgendwo immer eine überdachte Nachtstelle sich finden ließe, um auch ohne Zelt oder ähnliches übernachten zu können. Und sei es eine Bushaltestelle, auch wenn die eher etwas unbequem sind...:rolleyes::/

  • Das meiste wurde schon gesagt:


    1. Für welche Szenarien soll der BOB sein, was ist die Bedrohung und womit soll es wohin damit gehen?

    2. Was brauche ich dafür unterwegs und was am Zielort? Kann ich es als Alternative schon vorher an den Zielort schaffen?


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    Meiner Ansicht nach soll grundsätzlich immer enthalten sein:


    1. Reisepass (und aktuelle Passfotos zur Erstellung weiterer Dokumente)

    2. sonstige wichtige Dokumente im original oder zumindest als Kopie, Originale der anderen Familienmitglieder jeweils als Kopie.

    3. Wichtige kleine Erinnerungsgenstände/Talismane und Bilder

    4. Elektronische Kopien (zusätzlich ist eine Sicherung online sinnvoll), man kann Dateien ggf auch verstecken, z.B. alles in einer ZIP Datei, die man im Smartphone oder MP3 Player als Video- oder Audiodatei umbenennt.

    5. Bargeld. Das ist natürlich immer individuell, was man da zur Seite legen möchte und ob man sich traut, das für einen potentiellen Dieb gleich schön fertig gepackt herum stehen zu lassen. Viele Leute empfehlen grundsätzlich 2-3 Nettomonatseinkommen als Bargeldreserve, aus meiner Sicht kann die auch im BOB stecken. Zugriffsmöglichkeit auf Vermögen auch am Zielort über Kreditkarten, onlinebanking, Paypal, Kryptowährungen (leider extrem volatil), etc...

    6. Trinkwasser und Trinkwasseraufbereitung

    7. Smartphone (idealerweise mit zwei SIM Karten unterschiedlicher Netzbetreiber), Ergänzend Satellitentelefon, leider ist die Grundgebühr für Thuraya von ca. 5€ pro Jahr auf ca. 40€ pro Jahr gestiegen, was das aus meiner Sicht in der Prioritätenliste deutlich nach hinten schiebt.

    (8. wichtige Medikamente, wenn Kühlung auch für wenige Tage zwingend notwendig dann mit Kühlkonzept, z.B. in einem vakuumisolierten Gefäß mit Eis-Wasser-Gemisch bei 0°C. Bewahrt man im Eisfach durchgefroren auf und gibt anfangs so 10% Wasser dazu, damit die Temperatur anfangs 0°C beträgt und nicht -16°C, die Kühlung auf 0°C hält dann so idR 2-3 Tage, bis das letzte Eis geschmolzen ist, vorher testen!)

    9. Zur Jahreszeit passende geeignete Schuhe und vollständige Kleidung sollten zumindest sofort griffbereit in einem Beutel daneben liegen. Die Feuerwehr kann Deine Tür einschlagen, während Du gerade nackt unter der Dusche stehst.

    10. ich würde grundsätzlich auch ein paar schnell zu essende (keine Zubereitung nötig) und zur Jahreszeit passende Lebensmittel einpacken: Riegel, Trockenfleisch, Kekse/Trockenbrot, Nüsse, halt nach eigenem Geschmack.


    Diese Dinge sind allesamt in praktisch jedem Fluchtszenario nützlich. Sollte etwas unvorstellbares und noch nie dagewesenen eintreten, das den Haufen Bargeld schlagartig von jetzt auf gleich entwertet wirft man's halt weg.


    Messer, Feuerkram, Schnüre, Werkzeuge, Kocher, Zelt und das ganze Zeug worüber man sich viel häufiger unterhält (siehe die Gewichtung von BOB Ausrüstung auf youtube Videos) ist in meinen Augen alles sekundär.


    Der Rest hängt von den abzudeckenden Szenarien ab. Wenn die Möglichkeit besteht, fremde Transportmittel zu nutzen (Flucht mit dem Flugzeug ist meist ziemlich effektiv, gilt aber auch für Schlauchbootüberfahrten übers Mittelmeer, überfüllte Nottransporte mit Bussen, Trampen, usw, usf....) sollte man es mit dr Gepäckgröße nicht übertreiben. Zumindest sollte man die Option haben, das Gepäck in solchen Fällen sinnvoll verkleinern zu können.

    trotzdem vertrete ich die Ansicht, dass ich lieber zuviel einpacke als zuwenig. Wegwerfen ist ganz einfach, neu organisieren hingegen ist meist unmöglich. Wenn man aber etwas neu kauft, immer überlegen, ob es eine sinnvolle und bezahlbare Alternative gibt, die das in leichter und kleiner auch kann.


    Es kann eine Option sien, den BOB mit dem essentiellen nur halb zu packen und den Rest nach Bedarf. Oder man hat mehrere halb gepackte BOB passend zu unterschiedlichen Szenarien und das o.g. Paket an essentiellen Dingen nur 1x und wirft das dann zum jeweils passenden Fluchtgepäck einfach dazu.


    Der Aufenthalt im Krankenhaus oder die Notunterkunft nach einer Evakuierung erfordert andere Ausrüstung als die das Durchschlagen durch den Wald, die Flucht aus einer abgeriegelten Stadt oder die schnelle Flucht zum Flughafen um den letzten Flieger in Sicherheit zu erwischen. Man kann die "Ergänzungspakete" dann ebenfalls fertig gepackt neben dem BOB deponieren, wenn man glaubt man hat die Zeit und die Nerven das dann passend zusammen zu stellen.


    Bei einer "Flucht" mit geplanten Wiederkehr sollte man auch eine Liste abarbeiten, wie man das Haus bzw die Wohnung verlassen möchte und die bei ausreichend Zeit durchgehen. In der Aufregung mag man da sonst so manches übersehen.


    Letzte Regel: Lieber den nicht perfekten BOB fertig gepackt haben als den perfekten BOB nur als Excel Liste zu besitzen.


    MfG

  • Es kann eine Option sien, den BOB mit dem essentiellen nur halb zu packen und den Rest nach Bedarf. Oder man hat mehrere halb gepackte BOB passend zu unterschiedlichen Szenarien und das o.g. Paket an essentiellen Dingen nur 1x und wirft das dann zum jeweils passenden Fluchtgepäck einfach dazu.


    Der Aufenthalt im Krankenhaus oder die Notunterkunft nach einer Evakuierung erfordert andere Ausrüstung als die das Durchschlagen durch den Wald, die Flucht aus einer abgeriegelten Stadt oder die schnelle Flucht zum Flughafen um den letzten Flieger in Sicherheit zu erwischen. Man kann die "Ergänzungspakete" dann ebenfalls fertig gepackt neben dem BOB deponieren, wenn man glaubt man hat die Zeit und die Nerven das dann passend zusammen zu stellen.

    Das ist einer der Gründe, warum ich ein großer Freund von (farbigen) Stuffbeuteln und -taschen bin. Durch unterschiedliche Farbe, Größe und Form kann man Ausrüstung sinnvoll kompartimentieren (zum Beispiel ein Beutel für Verpflegung/Snacks, ein Beutel mit Unterwäsche und Socken, ein Beutel mit T-Shirts, ein leerer Beutel für Schmutzwäsche, ein Beutel für Notebookzubehör, usw.).

    Insbesondere dann, wenn der Rucksack etwas größer ist, kann man auf diese Weise insbesondere das lästige Suchen von Kleinteilen in den Tiefen des Rucksacks minimieren. Und jeder, der sein Kram "einfach nur so" in einen Rucksack geworfen hat, wird schon die Erfahrung gemacht haben, dass gerade bei kleinen Sachen, diese IMMER ganz unten im Rucksack sind und man erst einmal alles andere dafür rausnehmen musste...


    Solche Stuffbeutel und -taschen erleichtern auch das von Cephalotus vorgeschlagene Konzept des "BOB ist mit dem Basisequipment vorgepackt und wird je nach Lage über spezielle Ausrüstung ergänzt".

  • Hallo zusammen,


    also ich wäre zu faul den ganzen Kram weit zu tragen.

    Daher wäre für mich sowas besser


    https://rucksacktrailer.wordpress.com/page/2/


    mit der Alternative die Packtasche(n) auch auf den Rücken zu nehmen, wenn es denn sein muss. Ev. auch mehrere, von denen man ggf. einzelne zurücklassen kann, wenn es denn wirklich sein muss....


    Alternativ gibt es da noch das Benpacker System, das ich allerdings recht teuer finde....


    Derzeit experimentiere ich mit einem alten 3-rädrigen Kinderwagen mit Luftreifen, der sich sehr schön fährt... Das ist so ein Schnelläufer-Ding, das man ggf. auch mit Rollerblades bewegen kann. Dazu ein gut ausgedachtes Packsystem...

    Stand mal an einem Altkleider Container, da konnte ich nicht widerstehen....

    Nur die Reifen platt und das Lager des Vorderrads schwergängig, alles kein wirkliches Problem...



    Gruss, Udo