Smartphone als Allrounder

  • Hallo,


    ich bin gerade dabei meine Ausrüstung zu planen und habe mir ein paar Gedanken gemacht.

    Nun habe ich mir überlegt, dass ein Smartphone doch eigentlich ein gutes "Werkzeug" ist, zumindest in einer Verbindung mit einer stabilen Hülle, PowerBank und einem Solarladegerät. Schließlich haben die meisten Smartphones einen eingebauten Kompass, viele Apps bieten Offlinekarten, Notizen, eine Kamera und ein Radio. Man kann sich Musik und Filme darauf laden und es gibt unzählige Apps wie zb. Lexikons, Sachbücher oder Bücher zur Bestimmung von Pflanzen und Tieren. Außerdem gibt ja auch Apps mit Survival Apps.


    Was sagt ihr dazu? Sollte man sein Handy auf die Kiese vorbereiten?

  • Das scheint mir auf jeden Fall sinnvoll. Hier gibt es schon einen Thread zum Thema: Prepper-taugliche Apps, hier Android (Analog sicher irgendwo auch zum I-Phone.)


    Die entsprechenden Beiträge sind alle schon etwas älter. Da könnte es aufgrund der kurzlebigen Natur von Apps sicher hilfreich sein, mal aktuell sinnvolle Anwendungen zu sammeln.

  • In der Tat ist ein Smartphone in Verbindung mit mehreren Powerbanks (und einem Solarpanel) bei mir grundlegender Bestandteil des EDC und damit auch meiner Krisenvorsorge.

    Warum? Wenn die Kacke so richtig am Dampfen ist und die Welt so richtig abschmiert, dann wird eher über kurz als über lang das Smartphone über prinzipielle Funktionen einbüßen (GPS, Datenübertragung und Telefon funktionieren nur solange, wie die entsprechende Infrastruktur verfügbar ist).

    Aber ein Tagebuch oder ähnliches kann man damit schon führen. Auch funktionieren prinzipiell so Funktionen wie Uhr, Wecker, Textprogramm, Tabellenprogramm etc. auch ohne Internet.


    Eine Lage, dass die Gesellschaft, wie wir sie kennen, sich in die Steinzeit gebombt hat, wird hoffentlich nicht eintreten. Ich bereite mich auf diverse Szenarien vor. Doomsday prepping gehört nicht dazu. 😇 Ergo benötige ich das Smartphone als "Bespaßung" auf dem Weg zu meinem Ziel, als Navi und als Kommunikationsmittel, um mit Freunden und Familie in Verbindung zu bleiben.

    Dafür sind heutige Smartphones echte Allrounder, besonders, wenn man nicht gerade total auf Low Budget setzt.


    Ach ja: mein Smartphone ist ein Samsung S10, das in einer Otternbox steckt und damit so manchen Sturz bereits überstanden hat. Und als Powerbank habe ich eine mit ca. 27k, zwei mit ca. 10k und eine mit ca. 5k Leistung. Die 27er hat sogar drei Ausgänge, so dass ich neben dem Smartphone auch zum Beispiel Bluetooth Headsets oder ähnliches laden kann. Alle Powerbanks sind von Anker.

  • EIn nicht allzu großes Smartphone würde ich heute durchaus als Bestandteil der Krisenvorsorge sehen. Es ist weit mehr als ein Zugang zum Internet bzw. Mobilfunknetz. Hat man genügend Speicher, z.B. über eine µSD-Karte mit 128 oder 256GB, kann man jede Menge nützliches Material dabei haben. Ich hab z.B. immer die Offline-Version von Wikipedia drauf, das sind je nach Sprachversion schon etliche GB - das zim-File der deutschen Version ist 38GB groß, die englische "all maxi" Version kommt auf 89GB. Heute kein Problem und mit der kiwix-App problemlos zu browsen.

    Filme, um die Kinder bei Laune zu halten, Ebooks für alle Lebenslagen und und und.


    MIt passenden Apps lassen sich WalkieTalkie-Chatfunktionen und sogar Mesh-Netzwerke aufbauen, ohne dass es dazu ein Mobilfunknetz, WLAN-Hotspots oder Internetzugang braucht. Dann kann man drahtlos über Bluetooth oder WLAN mit anderen Smartphones in Funkreichweite kommunizieren. Mesh-fähige Apps erlauben sogar das automatische Weiterreichen von Nachrichten über mehrere in Verbindung stehende Smartphones hinweg. Bei Bluetooth beträgt die Reichweite wenige Meter bis wenige zehn Meter. Bei WLAN als Medium können es 30-200 Meter sein, je nach den örtlichen Gegebenheiten. Mesh-Messenger-Apps sind z.B. bei Bürgerrechtsbewegungen verbreitet, um sich bei Demos untereinander Infos zuschicken zu können, selbst wenn das örtliche Mobilfunknetz blockiert wird (was in totalitären Staaten regelmäßig passiert wird).


    Praktisch sind Smartphones mit Wechselakku (wie bei den Xcover Modellen von Samsung). Die Akkus sind flach und nach meinen Erfahrungen besser unterzubringen (z.B. Brieftasche/Geldbeutel) als ein Steckerladegerät oder eine Powerbank und sie halten geladen sehr lange. Aufladen muss man sie halt im Handy.


    Grüsse

    Tom

  • Ich hab so einen Vertrag, bei dem man alle zwei Jahre ein neues Billig-Smartphone für 1 Euro kriegt. Das alte wandert dann in den BOB.

    Ich bin aber trotzdem so altmodisch, dass ich lieber noch einen Fotoapparat, einen Wecker, Kompas und ein kleines Radio extra habe.

    Einfach, weil ein Smartphone das zwar alles ein Bisschen kann, aber nichts richtig.


    Statt ein paar Powerbanken würde ich lieber auf Stromsparsamkeit setzen. Ein Pocketbook läuft ewig, ein Wecker mit einer Batterie mehr als ein Jahr, der Aufziehwecker sogar noch länger :-), das Radio im Smartphone hat keine Kurzwelle,...


    Aber als Schnittstelle zu eventuell vorhandenem WLAN und zur Kommunikation über Ad Hoc, eventuell ein paar Scanner, das kann wiederum kein anderes Gerät. Deshalb hab ich ein Smartphone dabei.



    Nick

  • das Radio im Smartphone hat keine Kurzwelle,...

    Die Kurzwelle ist leider am Aussterben.

    Bis vor ein paar Jahren gabs über Kurzwelle noch Deutsche Welle und viele mehr


    *RIP*

    Zitat Website "dw.com"


    Ein Radioangebot in deutscher Sprache gibt es seit 2011 nicht mehr. Weiterhin abrufbar sind deutschsprachige Podcasts zu verschiedensten Themenbereichen
    Die Radio- und Audioangebote in englischer und französischer Sprache sind ab sofort nur noch über lokale Radiopartner, unsere Internetseiten (Englisch / Französisch) und Facebook Audio zu empfangen.


    RTL hat seine deutschsprachigen Sendungen auf 6090 khz auch eingestellt...


    Der Schweizer Rundfunk sagt dazu


    Schweizer Radio International (SRI) war der Auslandsdienst der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR idée suisse). Der Sender hatte die Aufgabe, ein umfassendes Bild der Schweiz im Ausland zu vermitteln. Am 30. Oktober 2004 wurden die Rundfunksendungen zugunsten einer medialen Darstellung per Internet auf swissinfo komplett eingestellt.


    Der BBC Worldservice ist leider auch in der Versenkung verschwunden :


    In den 2000er Jahren entschied die BBC ihre Kurzwellensendungen für Nordamerika, Europa und andere Teile des Globalen Nordens einzustellen, da diese vollständig mit Rebroadcasting auf UKW und Livestreams erreicht werden können.


    Wenn man jetzt nicht unbedingt so Exoten Wie Radio Tirana braucht,oder sich von Radio VAtikan missionieren lassen will -->


    Man braucht die Kurzwelle nicht mehr wirklich. Erschwerend kommt dabei hinzu das es mit einem Handy mangels guter Antenne kaum möglich ist überhaupt etwas auf KW zu hören. Allenfalls in relativer Nähe zu Sender.

  • Hallo zusammen,


    was Andreas da schriebt ist in den letzten Jahren passiert.


    Aber: Es gibt aber noch eine Menge Angebote "Kurzwelle in Deutsch"


    Kauft Euch mal ein Exemplar der Zeitschrift Funk Amateur.


    Da gibt es jeden Monat eine ganze Seite mit Informationen zu deutschsprachigen Sendungen mit Frequenzen und Sendezeiten auf Kurzwelle und Mittelwelle....


    Die Kurzwelle lebt immer noch ;)


    Gruss, Udo

  • Hi tomduly


    Ich versuche schon länger vergeblich die deutsche Wikipedia Zim zu laden und sterbe immer bei ca. 32GB ab.


    Dateisystem ist NTFS.


    Hast Du eine Idee, woran das liegen könnte?

  • Welche Apps gibt es um ein Mesh Netz mit dem Smart Phone aufzubauen?

    Ich kenne nur Firechat - das hat bei mir abe rnoch nie funktioniert


    Gruß


    XS

  • Cephalotus: habs grade mal probiert, die deutsche Wikipedia "all maxi" Fassung mit 37,1 GB - Download (von der kiwix-Content-Seite) klappte am PC problemlos, stabil mit 61Mbit/s (an einem 50-MBit/s-Telekom-Festnetzanschluss). NTFS nutze ich auch. Ich kann dir das File ja per Mail schicken...


    xsurvivor: hier ist eine Seite vom Januar 2020, auf der ein paar Apps neben Firechat besprochen werden: 6 Apps To Chat And Text With No Internet Connection Via Mesh Network


    Bei apkpure gibts unter dem Stichwort offline messenger auch ein paar Apps, die vielversprechend klingen. Durchprobiert hab ich die aber nicht.


    Bei Bluetooth-Verbindungen hakts gerne, wenn die Handys unterschiedliche BT-Versionen unterstützen, es gibt da nen ganzen Zoo von BT-Versionen: 1.0/1.1/1.2, 2.0/2.1 und bei der aktuellen low energy Version BLE gibts auch schon wieder drei Varianten 4.0/4.1/4.2. Am ehesten klappts mit netzwerklosen Verbindungen wenn man baugleiche Handys hat und wenn ansonsten keine anderen BT-Geräte in Reichweite ihr Unwesen treiben (PC-Mäuse, Tastaturen etc.) und ganz schlimm: USB3.0-Hubs und USB3.0-Cardreader, das sind regelrechte BT-Störsender, weil die häufig Störungen im BT-Frequenzband erzeugen.


    Grüsse

    Tom

  • Hallo,


    ich habe ebenSignal offline massenger ausprobiert und es funktionier tmit 2 Handys.

    Eine ineressante Kommunikation, wenn das Internet ausfällt oder für Notfälle.


    Weiß jemand wie man die App als Datei sich sichern kann, um sie im Notfall auf andere Handys manuell zu installieren?

    Ohne Internet lässt sich ansosnten auch die App nicht mehr installieren, dann wenn man sie auf anderen Handys braucht


    Gruß


    XS

  • Bei apkpure gibts unter dem Stichwort offline messenger auch ein paar Apps, die vielversprechend klingen. Durchprobiert hab ich die aber nicht.

    Bei Bluetooth-Verbindungen hakts gerne, wenn die Handys unterschiedliche BT-Versionen unterstützen, es gibt da nen ganzen Zoo von BT-Versionen: 1.0/1.1/1.2, 2.0/2.1 und bei der aktuellen low energy Version BLE gibts auch schon wieder drei Varianten 4.0/4.1/4.2. Am ehesten klappts mit netzwerklosen Verbindungen wenn man baugleiche Handys hat und wenn ansonsten keine anderen BT-Geräte in Reichweite ihr Unwesen treiben (PC-Mäuse, Tastaturen etc.) und ganz schlimm: USB3.0-Hubs und USB3.0-Cardreader, das sind regelrechte BT-Störsender, weil die häufig Störungen im BT-Frequenzband erzeugen.

    Interessanter für die Kommunikation dürfte ja eh WLAN sein, bei Bluetooth ist die Reichweite für ein echtes Netz dann doch zu gering, bei WLAN könnte es zumindest theoretisch in dicht besiedelten Regionen reichen.


    Wäre mal ein Experiment wert auf einem Forumstreffen.

  • Dafür müssten sich alle auf ein Programm einigen. Oder wollt ihr auf dem Treffen verschiedene Programme ausprobieren?


    Um die Reichweite zu erhöhen bräuchte man ja nur ein altes Smartphone und eine Powerbank strategisch positionieren um es als Relais zu nutzen.


    Vielleicht sollten wir das Thema offline Messenger in einen eigenen Faden im Bereich Kommunikation verschieben oder neu eröffnen. Gerade im urbanen Raum könnte so etwas mehr Leute erreichen als ein Funkgerät.

  • Hallo


    Ja ich glaube, dass ein Smartphone sicher nie so schlecht sein kann. Es gibt ja echt Apps für wirklich alles. Anscheinend bist du auch schon perfekt ausgerüstet. Bin auf deine weiteren Erfahrungen schon sehr gespannt.

  • Welches Smartphone würdet ihr denn als "Prepperphone" empfehlen? Ich habe ein S5mini weil ich es übrig hatte, aber es gibt bestimmt Modelle die besser geeignet sind.

  • Welches Smartphone würdet ihr denn als "Prepperphone" empfehlen? Ich habe ein S5mini weil ich es übrig hatte, aber es gibt bestimmt Modelle die besser geeignet sind.

    Würde ich eines auf der Basis der "Digital-Preparedness" empfehlen, dann wäre es z.B. dieses: https://www.amazon.de/Lenovo-M…2TF0?tag=httpswwwaustr-21


    Das meine ich tatsächlich so. Smartphones sind eigentlich ein Datenschutz Alptraum. Aber, wenn man diesen Aspekt weg lassen würde, dann ist es ziemlich egal, ob Android oder Apple. Apple hat den Vorteil, dass die OS Lücken schneller gefixt werden, als bei Android, wo die Hersteller sich oft viel zu lange Zeit lassen oder erst gar kein Update zur Verfügung stellen. Natürlich ist man in dem jeweiligen Universum gefangen und auch halt der Datenlieferant zum jeweiligen Overlord, sei es Google oder Apple.


    Das Gerät muss den Bedarf des Nutzers erfüllen. Wer hat denn welchen Bedarf?

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Gefühlt (ich nutze ja nur ein Corona-HTC) würde ich sagen: Finger weg von Samsung. Davon kursieren in meinem Umfeld einige Modelle, und ausnahmslos alle sind Stromvernichtungsgeräte, was man so mitbekommt und die jeweiligen Inhaber berichten.

    In Haushalten, wo z.B. ein Huawei (bei sehr ähnlicher Nutzung) auch mal 2, 3 Tage ohne Aufladung auskommt, hängt das Samsung mitunter täglich, wenn nicht sogar zweimal täglich an der Steckdose.

  • Ich habe mal irgendwo gelesen das Samsung bei Updates für ältere Modelle Stück für Stück die Energiesparmodi reduziert um die obsoleszenz zu erhöhen. Eine Quelle kann ich aber nicht angeben. Beobachtet könnte das aber stimmen.

    Apple taktet seine älteren Modelle einfach runter so das ein mehrere Generationen altes iPhone quälend langsam wird. Offiziell machen Sie das um den alten Akku zu schonen.

    In meinem Bestand sind LG und Sony bisher die sparsamsten.