Autarker Wohnwagen

  • Hallo Andreas,


    schöner Hänger !


    Ringanker und hinten abgeschrägt, schon höher gelegt und große Räder, das sind sehr gute Anlagen !

    Gabs den so serienmäßig ?


    Mach den bloß nicht zu schwer !


    Sonst gehts Dir ganz schnell in etwa so:


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    und den haben wir auch noch rausgezogen ;)


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    aber ungeschoren sind wir auch nicht immer davon gekommen.... ;)


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    irgendwann ist mal Schluss....


    und dann hilft auch kein leichtes Gerät mehr....


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    ....


    Gruss, Udo

  • Hallo Udo,

    Ja den gibt es so serienmäßig. Gibt es verschiedene Versionen. Auch als Tandemachser.

    Meiner war ein Vorführer. Möbel waren drin. Technik nicht.


    Gewicht ist immer ein Problem. Mein Hilux ist mit 150 PS mit Hänger, 3 Personen, Fahrrädern usw. schon am Limit. Dafür ist der Hilux zuverlässig. Und fürs Gelände optimiert. Winde, Fahrwerk, Reifen, Unterfahrschutz etc.

    Fachlift vom Hilux bekommt jetzt ja 2.8 Liter und mehr Leistung. Kam leider zu spät!


    Mit Hänger war ich noch nicht im Gelände. Da sollte schon einiges gehen. Wenn man dich etwas mit beschäftigt was die Australier so treiben.


    Gruß Andreas

  • Tabelle mit Kabelquerschnitten bei 12V.

    Da kann man schon recht gut ablesen das bei der Leitungslänge die Du für die "Auto zum Wohnwagen Ladegeschichte" mit den Nato Schweinenasen als Verbindung recht gut bedient bist !

    Ich hatte da aus dem Bauch raus an 16² mm gedacht, das ist bei dem zu erwartenden Ladestrom wohl das Mindeste !

    Bei Niederspannung am Kabelquerschnitt sparen macht sicher keinen Sinn ;)

  • Tabelle mit Kabelquerschnitten bei 12V. Habe ich heute auf einer Schulung bekommen.


    Was soll das mit den 12V?

    Der Kabelquerschnitt ist nur vom Strom abhängig (und was man dann an Verlusten und Wärme akzeptiert). Egal ob 6, 12, 24, 230V.


    Ups, Wärme ist auch von der Spannung abhängig. Habe nichts gesagt.

    Einmal editiert, zuletzt von Henning () aus folgendem Grund: Denkfehler

  • Da kann man schon recht gut ablesen das bei der Leitungslänge die Du für die "Auto zum Wohnwagen Ladegeschichte" mit den Nato Schweinenasen als Verbindung recht gut bedient bist !

    Ich hatte da aus dem Bauch raus an 16² mm gedacht, das ist bei dem zu erwartenden Ladestrom wohl das Mindeste !

    Bei Niederspannung am Kabelquerschnitt sparen macht sicher keinen Sinn ;)

    Hallo Andreas,

    Ja ich denke auch das ich 16er verlegen werde. Sollte für 20 bis 30 A reichen. Mehr kann man der Lichtmaschine eh nicht abverlangen.


    Grüße

  • Faustformel, je höher die Frequenz desto geringer die Verluste.

    Das gilt für Übertrager, Trafos und Koppelkondensatoren. Bei massiven oder im Kfz-bereich üblichen mehrdrähtigen Leitungen eher nicht. Durch den Skin-Effekt nutzt der hochfrequente Strom nicht mal den kompletten zur Verfügung stehenden Leiterquerschnitt, sondern fließt nur im Randbereich des Leiters. Deswegen hat man bei Leistungsanwendungen im Tera-/Gigahertz-Bereich Hohlleiter und im MHz-Bereich sog. HF-Litze, also ein Bündel feinster versilberter Drähte, um dem HF-Strom möglichst wenig effektiven Widerstand zu bieten.


    Wie TID schreibt: die Strombelastbarkeit einer Leitung hängt absolut von ihrer Leitungslänge ab. Ein 1mm langer Bonddraht an einem Leistungstransistor mit 50µm Durchmesser kann mit einem zweistelligen Ampere-Wert belastet werden. Warum: der elektrische Widerstand dieses sehr kurzen Drahts ist so gering, dass hier kaum Verlustleistung entsteht.


    Ein 10m langer Kupferdraht mit 1,5mm² Querschnitt hat einen Widerstand von 0,114 Ohm. Bei 16A Strom über diesen Draht entstehen ca. 30W Verlustleistung (P = R x I²). Ist die Leitung der Länge nach verlegt, ist das kein Problem, dann sind das 3W pro Meter, die merkt man kaum. Ist der Draht kompakt aufgewickelt, hat man eine ordentliche Heizspule.


    Hat man 10m Draht mit 16mm² und 30A Strom, dann sind das entsprechend 0,011 Ohm und ca. 10W Verlustleistung über 10m. Kann man von der Wärmeentwicklung vernachlässigen. Allerdings verliert man bei 12V und 30A auf dieser Strecke schon 0,7V an Spannung, die am Ende der Leitung dem Verbraucher nicht mehr zur Verfügung stehen. Von 12V kommen dann nur noch 11,3V an.

    Krass wird das bei besonders hohen Strömen, etwa mit dem eingangs genannten Wechselrichter (WR) mit 1700W Ausgangsleistung. Wenn der WR angenommen 90% Wirkungsgrad hat, dann benötigt er am Eingang ca. 1890W elektrische Leistung, um 1700W ausgeben zu können. In einem 12V-Netz müssen bei 1890W etwa 158A Strom fließen. Würden die über die 10m lange 16mm²-Leitung fließen, läge der Spannungsfall über die Leitung schon bei 3,5V und am WR wären statt 12V der Batterie nur 8,5V und der WR würde wegen Unterspannung abschalten bzw. gar nicht anspringen.


    Deswegen gilt bei Wechselrichtern die Regel, das Gerät möglichst direkt in der Nähe der Batterie zu platzieren, damit die Leitungslänge so kurz wie möglich ist. Und daran denken, die Strom muss durch beide Leiter fließen hin- und zurück. Stehen Batterie und Verbraucher 1m auseinander, ist die Leitungslänge mindestens 2m. Das wäre im Beispiel mit den 158A und der 16er-Leitung dann immer noch ein Spannungsfall von 0,7V.


    Zum Vergleich: ich hab in unserer Funkkabine auf dem Unimog ein 24V-Bordnetz (Vorteil: halbierte Ströme bei gleicher Leistung ggü. 12V-Netz). Von der Batterie zum Verteilerblock ist es ca. 1m Gesamtlänge in 35mm². Vom Verteilerblock geht es über DC-Sicherungsautomaten zu einzelnen Unterverteilern (Küche, Koje, Bad, Außenlicht, etc.) mit 6mm²-Leitungen und von den Unterverteilern zu den Verbrauchern mit 2,5mm²-Leitungen. Einen Wechselrichter hab ich im Aufbau gar nicht drin, weil es eigentlich für alles auch DC/DC-Adapter gibt (Notebooks, Akkuwerkzeuge etc.). Ich habe allerdings zwei externe 24V-Wechselrichter, die mit insgesamt 3m 35mm²-Leitung am 24V-Batteriekasten angeschlossen sind. bei 100A beträgt dann der Spannungsfall akzeptable 0,3V.


    Online-Rechner für Spannungsverlust auf Leitungen


    Grüsse

    Tom

  • Guten Abend,

    Hat jemand von euch eine Planar/Autoterm oder eine andere Dieselheizung im Wohnwagen verbaut?


    Falls ja wie habt Ihr das mit dem Tank bzw, dem Nachtanken gelöst?

  • Hallo Andreas,


    ich würde dazu einem 20 L Militär-Blechkanister verwenden, im Gaskasten oder an anderer geeigneter Stelle (möglichst geruchsdicht) verstauen.


    Zu diesen Blechkanistern gibt es solche schönen "Saugrüssel", die man in das Kanisterloch dicht aufsetzen kann, mit Vor-und Rücklauf.


    Gucks Du z.B.mal hier:


    https://www.ebay.de/itm/Kanist…c38f8d:g:NRAAAOSwhkNe3nVM


    Meinen habe ich vor vielen Jahren allerdings sehr billig bekommen....


    Für die Blechkanister gibt es ausserdem Halterungen mit denen Du diese Kanister verrückfest fest bekommst, sie aber trotzdem herausnehmen kannst, um ggf. den Kanister zu wechseln.

    z. B. hier:


    https://www.ebay.de/itm/Einhei…bb38e7:g:UHkAAOSwqPBffsEy


    Einen Reservekanister könntest Du ja noch dazu im Zugfahrzeug verstauen ....


    Gruss, Udo

  • Hat jemand von euch eine Planar/Autoterm oder eine andere Dieselheizung im Wohnwagen verbaut?

    Ich hab mir die Planar im VW-Bus unter den Beifahrersitz gebaut. Sprit hab ich per T-Stück vom VW-serienmäßigen Webasto-Wasserheizer abgezweigt. War der gleiche Durchmesser und nur ca. 70 cm Leitung bis unter den Fahrersitz. Bei meiner russischen Planar 2D, war eine deutsche Thomas-Spritpumpe Modell P372 dabei. Bei den heutigen ist eine etwas andere dabei, aber auch vom Zulieferer Thomas aus D. Die saugt wohl, wenn die Leitung ordentlich entlüftet wurde, geschätzte 1/2 m senkrechte Höhe an. Im Set waren 5 m Plastikspritleitung bei der Planar dabei, und auch ein Stück ziemlich langes verzinktes Metallrohr zur Spritentnahme. Kurzum, der von Udo gezeigte Kanisterentnehmer ist zwar technisch perfekt, aber man braucht das m.E. gar nicht. Loch in den Kanister bohren. Metallspritleitung rein, 2x Gummidichtung, Mutter drauf und den Flansch schön festschrauben. Nicht zu fest! Guckst Du erst mal was da alles serienmäßig so mit dabei ist: https://shop.tigerexped.de/Aut…lldaempfer-ehem-Planar-2D Mit der Heizung bin ich übrigens top zufrieden und kost weniger wie die Hälfte des deutschen Originals von Eberspächer.

  • meiner russischen Planar 2D.... und kost weniger wie die Hälfte des deutschen Originals von Eberspächer.

    Hat das Gerät denn eine EU-Zulassung ?

    Mich wundert es ein wenig das die fast baugleich zu einer Chinesischen aussieht - die allerdings nur die Hälfte kostet.

    Wo kommt denn da der Preisunterschied her zu den üblichen 180.- für die China Variante ?

  • Da hat wohl einer das Zeichen CE drauf geklebt (China Export ) ;)


    @ Matteo: Andreas hat einen Wohnwagen in dem serienmäßig gar kein (Diesel-) Tank verbaut ist. Daher mein Vorschlag mit dem 20 L Kanister und der Entnahmeanordnung am Deckel.


    Gruss, Udo

  • So als Alternativ-Vorschlag statt einen Benzinkanister zu (ver-)bohren wäre auch ein Mofa-, Motorrad- oder Notstromgeneratoren-Tank.


    Irgendwo lässt sich sowas als Gebrauchtteil immer finden, hat auch den Vorteil dass ein Kraftstoffhahn schon vorgesehen ist und Befestigungspunkt auch existieren. Auch ist meist ein relativ praktischer Ort für die Befüllung schon vorhanden.

    Die grösste Verwundbarkeit ist die Unwissenheit - Sun Tsu

  • Hallo Buchemer,


    als erstes einmal, einen coolen Hänger hast Da!


    Ich hätte eine Frage zu der Elektroversorgung: wofür brauchst Du so viel Strom? Ich hab eine 120ah AGM Batterie und betreibe 4 Tage lang damit meine Kompressor-Kühlbox, LED Licht für innen, Handys laden, Wasserpumpe (Tauchpumpe, allerdings ohne Dusche) ohne fahren zu müssen. Mittlerweile hab ich eine 80wp Solarplatte und kann damit unendlich lang stehen. Anzumerken ist, dass ich von den 120a bei einer AGM Batterie nur ca. 55a nutzen kann. Wofür brauchst Du 190a nutzbaren Strom und willst dann noch aufstocken? Eine Ladung per LiMa macht bei Dir keinen Sinn bei 400wp Solar.


    Zu den anderen Themen:

    - Wasserpumpe: Ich hab eine Tauchpumpe mit mehr als 1bar Druck. Da braucht man keine Druckwasserpumpe. Da kannst auch normale Armatur verwenden + einen Schalter mit dem man die Pumpe vorher einschaltet.

    - Wasser: hast Du einen Wasserfilter eingebaut? Bei mindestens einem Tank würde ich das machen. Den kannst dann als konterminierten Tank mit Quellwasser,... befüllen.

    - Kocher: Ich hab einen Trangia 25er Größe fest verbaut. Spiritus/Alkohol gibt es auf der ganzen Welt für kleines Geld, es kann nichts kaputt gehen an dem Kocher (für paranoide gibt es den Ersatzkocher für 15€), es kann nichts explodieren oder austreten, die passenden Töpfe, Pfanne, Teekessel sind auch dabei,... Die Dosierung vom Spiritus lernt man schnell.

    - Standheizung hab ich von Planar (2D). Da kostet das Set 500€, hat CE Kennung und funktioniert super. Hier kannst du noch Schalldämpfer nachrüsten und ein Wasserboiler. Dieseltanks gibt es von Planar (mittlerweile heißen die Autotherm) auch in 2 Größen. Allerdings verwende ich einen normalen Ersatzkanister fürs Auto. Hab da ein Loch reingebohrt und den Ansaugschlauch mit einer Schnellkupplung versehen, dann kannst den Kanister normal an der Tanke füllen und wieder verstauen.

    -Toilette: eine Notfall-Kasetten-Toilette macht Sinn (hab ich aber auch nicht mal). Ich bevorzuge den Wald :)


    So, das war erstmal mein Senf :) Noch ein Bild von meinem Gerät:


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