Erfahrungen mit Raketenöfen

  • Bald naht ja wieder die Zeit, in der liebe, per Genetik und/oder Personenstandsrecht nahestehende Menschen sich nach den Weihnachtswünschen erkundigen. Ich tendiere in diesem Jahr zur Anschaffung eines Raketenofens für die sommerliche Gelegenheits-Außenküche und natürlich zusätzlich als Backup für den Fall eines Stromausfalls.


    Jetzt stellt sich mir die Frage, welches Modell es sein soll. Ich tendiere zu Ecozoom, weil der im Gegensatz zu anderen Modellen mit seiner Rostauflage auch flexibel zum Grill gemacht werden kann. Aber ganz sicher bin ich mir noch nicht. Deshalb würde mich interessieren, ob es hier in der Runde Erfahrungswerte mit Raketenöfen gibt und ob jemand bestimmte Modelle empfehlen oder auch von bestimmten Varianten abraten kann.


    Vielen Dank im Voraus!

  • Vielleicht müsstest du noch ein wenig präzisieren, wie deine Vorstellungen punkto Einsatz sind.

    Soll es wenig Platz benötigen?

    Muss es mobil sein oder darf er stationär sein?

    Soll nur ein kleines Pfännchen darauf Platz haben oder eine für die ganze Familie?

    Welches Budget steht zur Verfügung?


    Ich persönlich würde eher die V-Form bevorzugen, da hier das Brenngut auch selbst in die Brennkammer nachrutscht und weniger häufig überwacht werden muss. Allerdings besitze ich keine Erfahrungen mit einem Rocket Stove.


    Hätte ich den Platz im Garten, würde ich mir sofort so etwas basteln: https://grillschmiede.com/p/raketenofen


    Die Deluxe-Version wäre etwas in dieser Richtung: https://i.pinimg.com/564x/47/c…62d73e0581817ea843b28.jpg

    Hier noch ohne Abdeckung der Kochplatte: https://nsa37.casimages.com/im…6//151006032727694419.jpg

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Schon mal vielen Dank für die Hinweise.


    Zur Präzisierung: Das Gerät soll auf jeden Fall transportabel sein. Ich habe im Hausgarten wenig Platz und möchte den nicht noch mit einer festen Outdoorküche belegen. Außerdem wird die dann wohl doch nicht so oft genutzt, dass der Aufwand für eine feste Installation sich lohnt. Also sollte sich der Ofen vom Abstellraum in den Garten räumen lassen.


    Mehr als eine Flamme braucht es nicht zu sein, da sollte dann bei Bedarf aber schon ein großer Topf drauf passen bzw. ein Grillrost, von dem man ein halbes Dutzend Leute beköstigen kann.


    Was ich mir in dem Bereich angeschaut habe, liegt so um die 200 Euro rum. Das wäre vollkommen in Ordnung. Insgesamt sollte alles unter 500 Euro noch passen.

  • Ich würde mir passendes Material für ein paar Cent vom Schrottplatz holen, zurechtsägen und selbst zusammen braten, oder braten lassen. 200 Öcken für einen einfachen Raketenofen erscheint mir nun doch etwas teuer. Man kann sich auch irgendwo ein paar Ziegel besorgen und zu einem Germanenherd zusammen setzen. Ein sehr bewährtes und praktisches Prinzip.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • hier und dort gibt's welche zum kaufen:

    https://www.amazon.de/Rocket-s…tove&tag=httpswwwaustr-21
    https://www.ebay.de/b/Rocket-S…cher/181386/bn_7004848060


    Ich würde mir passendes Material für ein paar Cent vom Schrottplatz holen, zurechtsägen und selbst zusammen braten

    so mach ich das auch

    Die eigene Herstellung scheidet für mich mangels Fähigkeiten und Interesse aus.

    neue Fähigkeiten sind nie verkehrt, und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen :)

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • Hallo.


    nachfolgend ein paar Bilder eines Jahrestreffens, bei dem wir u.a. „Aussteller“ waren.


    Thema bei / von uns:

    BILD3149-1.JPG mit Biomasse.


    Auf dem Bild sieht man 3 RocketStoves (2 * DIY, 1 * buy).

    BILD3147-1.JPG

    Vorne stehen Dosen mit abgewogenen Holzmengen um die "Effizienz zu messen".


    Sie haben alle 3 gut funktioniert.


    Sie sind alle 3 mobil, aber nicht für den Rucksack geeignet (Grund: Grösse, Gewicht).

    Die beiden DIY-Modelle sind leichter als das buy-Modell.


    Ein RocketStove ist unserer Meinung nach nicht als Grill geeignet, da die Hitze zu konzentriert in der Mitte hochkommt.

    Ein „Grillgitter“ ist aber nützlich um Kochtöpfe / Pfannen mit unterschiedlichen Durchmessern zu verwenden.


    Die 2 DIY-Modelle haben das Wasser etwas schneller als das buy-Modell zum kochen gebracht und haben dafür auch etwas weniger Brennholz verbraucht.

    Grund u.U.: die beiden DIY-Modelle haben Asche als Isolierung und damit ist die Isolierung sehr leicht.


    Zu einem RocketStove gehört unserer Meinung nach auch eine „Kochkiste“ und ein „Mantel“ für den Kochtopf damit die Hitze besser an den Seitenwänden des Kochtopfes wirken kann.


    Der Mantel ist eine Art Windschutz.


    Den Mantel kann man selbst bauen

    BILD3184-1.JPG Hier zwei entsprechend zugeschnittene Konservendosen. Verbindung: Schrauben und (Flügel-)Muttern.


    BILD3185-1.JPG Mit Hilfe der Flügelmuttern kann man den Durchmesser des Mantels verändern.


    BILD3183-1.JPG oder kaufen.


    Der „Mantel“ spart ca. 1/3 Zeit und damit auch Brennmaterial.


    Einen "Turbo-Kochtopf" gibt es auch,

    bringt aber (unserer Meinung nach) nicht viel mehr als der Mantel und ist (sehr) schlecht im "Zwischenraum" zu reinigen.

    Turbo-Topf-1.JPG Turbo-Topf-2.JPG



    Ich denke, es ist klar … ein RocketStove darf man nur Outdoor verwenden.


    (Psssst, wir haben RocketStoves auch schon Indoor verwendet.

    Aber da muss man aufpassen …

    - Funkenflug, also keine brennbaren Gegenstände/Wände/Decke in der Nähe haben, vor allem an Anfang,

    - einen Abzug für die Rauchgase nicht vergessen,

    - entsprechende Feuerlöschmittel nicht vergessen.

    Am Besten gar nicht erst versuchen!!!)

    Dateien

    • BILD3183-1.JPG

      (270,78 kB, 2 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    bis dann - nutze die Zeit - Wissen schafft Zukunft - epwin - 6DPNC6RE - epwin02@web.de; ;)

  • Wenn ich hier von 200 his 500€ für einen Rocketstove lese, bin ich schockiert.

    Beim Lütschettreffen wurden welche angeboten, die kommerziell für etwa 50€ zu bekommen sind. Hab mir allerdings die original Quelle nicht gemerkt.

    Und im Grunde sind das auch nur die Kosten Material, Versand und ein Gewinn fürs zusammenschweißen.


    Also einfach mal in der eBucht, Kleinanzeigen, im Amazonas schauen und dabei ggf. mit einem Preislimit arbeiten

  • Mir geht es dieses Jahr genauso wie Asdrubal , allerdings habe ich mich auf meiner Wunschliste für den BBQ-Toro Raketenofen #2 entschieden. Er kann ebenso wie der Ecozoom auch Briketts fressen, ist halbwegs leicht, somit transportabel, allerdings mit aktuell 109,- Euro in Edelstahl so um die 20 bis 30 Euronen preiswerter als der Ecozoom.


    Weiterer Vorteil des BBQ-Toro war für mich das umfangreiche verfügbare Zubehör (Grillplatte, Windschutz, etc.) sowie die an sich schon recht große Auflagefläche auch ohne Zubehör. Was der Ecozoom an Zubehör bietet, weiß ich allerdings nicht. Ich bin mit dem DO, den ich von Toro habe, sehr zufrieden, daher gab es für mich auch keinen Grund, an der Qualität des Raketenofens aus gleichem Hause zu zweifeln oder ihn dann weiter mit dem deutlich teureren Ecozoom zu vergleichen. (Wobei ich ehrlich gesagt davon ausgehe, dass beide Firmen und auch Petromax mittlerweile in Billiglohnländern im asiatischen Raum fertigen lassen.)

  • Mir wurde die Entscheidung leider durch meine Frau abgenommen. Dummerweise hatte ich heute Homeoffice, als das Paket ankam.

  • Hallo,


    ich habe Null Erfahrung mit diesem Ofentyp und hätte da ein paar Fragen an die Raketenofen Besitzer im Forum:


    Wie sind eure Erfahrungen bzgl. Funkenflug?


    Da das Brennmaterial ja recht klein sein sollte: Ist man da nicht minütlich am Nachlegen?


    Ist so ein Teil bei der Holzverwertung effektiver als ein "Gartenofen" ?


    Grüße


    MvO

  • Funkenflug:

    Ja, ein bisschgen am Anfang, sobald der RS gut angefeuert ist brennt er ohne Funkenflug (bei uns). Voraussetzung ist natürlicht trockenes Brennmaterial.

    Ob es bei Holzkohle Funkenflug gibt .... ???? Haben wir noch nie ausprobiert.

    Wir verbrennen trockenes Holz oder grobe Pflanzenrest (z.B. Maiskolben).


    Nachlegen:

    Nachlegen bzw. nachschieben muss man das Brennmaterial immer wieder, also nicht weglaufen.

    [Eine offene Feuerstelle (RS) lässt man sowieso nicht aus den Augen (meinen wir).]


    Was verstehst Du unter einem Gartenofen?

    bis dann - nutze die Zeit - Wissen schafft Zukunft - epwin - 6DPNC6RE - epwin02@web.de; ;)

  • Deshalb würde mich interessieren, ob es hier in der Runde Erfahrungswerte mit Raketenöfen gibt und ob jemand bestimmte Modelle empfehlen oder auch von bestimmten Varianten abraten kann.

    hatte mich bei dann meiner Entscheidung Petromax oder EcoZoom dafür entschieden,

    auch wegen dem Vergleichstest und bin sehr zufrieden für meine Art der Anwendung...

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • Hallo,


    wegen dem "Gartenofen" : Hab sowas beim stöbern entdeckt.

    Keine Ahnung was die Teile wirklich können.

    Sieht aber zumindest vielseitig aus, aber wäre preislich halt auch über den teuersten Raketenöfen...



    Grüße


    MvO

    Dateien

    • gartenofen.jpg

      (42,43 kB, 17 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Das ist ein ganz normalert Küchenofen, wie er zu tausenden früher in den Küchen stand. Aber ein sehr schöner Stück, der aber nicht zu lange draußen stehen sollte, wenn er nicht emalliert wurde,dann rosten die sehr schnell.

    Ich finde die amerikanischen Küchenöfen noch am besten, weil sie auch noch warmes Wasser bereithalten können.

    Appropo heißes Wasser, das habe ich eben noch gefunden. Sollte auch mit einer Kupferschlage gehen, die man sich dann auch selber anfertigen kann.

  • Das ist ein ganz normalert Küchenofen, wie er zu tausenden früher in den Küchen stand.

    Hallo,


    Nein: Es ist eben kein Küchenofen bzw. -Herd. Die wären viel zu schwer um sie im Garten aufzustellen.


    Dieses Teil ist winzig, wiegt nur 22kg und kostet neu 240€...


    Allerdings habe ich gerade ein Produkt-Video davon gesehen, zumindest der Backofen scheint nicht optimal zu sein:

    Da brannte das Backgut (TK!) schon beim Aufbacken auf der Feuerseite an... :thumbdown:



    Grüße


    MvO

    Einmal editiert, zuletzt von Mork vom Ork ()

  • Als Backofen würde ich den ganz normalen Dutch Oven anstelle eines so teuren Dingsbums nehmen, oben Feuer drauflegen (brennende / glühende Holzstücke oder Grillbriketts) und damit backen. Hat auf nem ganz normalen billigen Holzkohle-Rundgrill letzten Sommer mit Grillbriketts unten und oben prima geklappt. Man muss halt ab und zu mal kontrollieren.


    Aber schick sieht er aus... 8)